{"id":1468,"date":"2006-08-07T10:27:34","date_gmt":"2006-08-07T08:27:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1468"},"modified":"2006-08-24T16:41:51","modified_gmt":"2006-08-24T14:41:51","slug":"hinweise-des-tages-75","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1468","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Riskante Rekorde<\/strong><br>\nMit seiner Exportoffensive macht sich Deutschland zunehmend unbeliebt bei den Nachbarn &ndash; und bedroht die W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (24.08.2006)<\/em>\n<\/li>\n<li><strong>Armutszeugnis f&uuml;r Hamburg<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsstandort Hamburg ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten &raquo;einseitig&laquo; gest&auml;rkt worden &ndash; mit genau den Mitteln, die einer Politik des sozialen Ausgleichs oder der Armutsbek&auml;mpfung fehlen. Selbst der Hamburger Unternehmerverband, Sozialsenatorin und Zweite B&uuml;rgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram (CDU) warfen die Manager vor, &raquo;dass die Situation sozialschw&auml;cherer Familien sich in der Hansestadt versch&auml;rft habe&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/32\/kinderarmut?page=all\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Erste Erfolge gegen Billigjobs bei Diakonie<\/strong><br>\nHamburg: Mitarbeitervertretungen bek&auml;mpfen Verdr&auml;ngung regul&auml;rer Besch&auml;ftigung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/08-05\/026.php?print=1\">JungeWelt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Angst in der Siedlung<\/strong><br>\nLeere Haushaltskassen und renitente Mieter &ndash; der Verkauf landeseigener Immobilien in Nordrhein-Westfalen k&ouml;nnte zum Testfall f&uuml;r weitere Privatisierungen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m4\/wirtschaft\/artikel\/170\/82088\/\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Privatfirmen im Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nKritiker warnen vor einem &raquo;bestrafungsindustriellen Komplex&laquo;. In Deutschland sollen immer mehr Gef&auml;ngnisse teilprivatisiert werden. Senkt dies wirklich die Kosten, wie Bef&uuml;rworter behaupten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/artikel.asp?AID=94913&amp;IDC=3\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Friedrich Merz: Ritter in Schieflage<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hans-joachim-selenz.de\/Archiv\/2006\/rittermerz.html\">Hands Joachim Selenz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der Ankauf meist kommunaler Wohnungsbest&auml;nde ist ein renditetr&auml;chtiger Milliardenmarkt.&rdquo; &ndash; warum k&ouml;nnen  Bund und L&auml;nder und  St&auml;dte diese Renditen nicht weiterhin selbst einstreichen?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/focus.msn.de\/immobilien\/wohnen\/kommunale-wohnungen_nid_33166.html\">Focus<\/a>\n<p><em>Anmerkung AM: Vor allem weil einzelne Personen, Berater, Rechtsanw&auml;lte und so weiter am Privatisierungsvorgang verdienen wollen. Das sind hinter der oberfl&auml;chlichen Betrachtung der Konsolidierung von &ouml;ffentlichen Kassen in aller Regel die ma&szlig;geblichen Motive. Daran, was es gesellschaftspolitisch oder f&uuml;r die Betroffenen, die Mieter, bedeutet und ob die Privatisierungen f&uuml;r Gemeinden, Bund und L&auml;nder sinnvoll und ob sie finanziell g&uuml;nstig sind, denkt da kaum noch jemand, jedenfalls nicht die entscheidenden Personen. &ndash; Deshalb merke: Viele Privatisierungsvorg&auml;nge und andere &auml;hnliche politische Entscheidungen versteht man nicht, wenn man nach dem Sinn der Ma&szlig;nahme fragt. Man muss fragen: Wer verdient daran?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ronald Pofallas Vorschlag, Kinder f&uuml;r ihre arbeitslosen Eltern Unterhalt zahlen zu lassen, grenzt an &laquo;lebenslange Sippenhaft&raquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/430435.html\">Netzzeitung<\/a>\n<p><em>Anmerkung: In der BILD am Sonntag wird berichtet, dass die CDU-Landesverb&auml;nde in Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen Pofalla ins Zentrum ihrer Kritik r&uuml;ckten: &bdquo;Pofalla versucht, die SPD links zu &uuml;berholen.&ldquo; Beweist dieser Vorschlag das &bdquo;Linksabweichlertum&ldquo; des CDU-Generalsekret&auml;rs oder wollte er sich nur wieder als Politiker mitten in der Union profilieren?<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/aktuell\/2006\/08\/06\/cdu-verunsicherung-waehler\/cdu-verunsicherung-waehler.html\">BILD<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch den (fiktiven und satirischen) Brief von Pofallas Vater an seinen Sohn:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.erwerbslosenforum.de\/nachrichten\/brief_von_ronald_pofallas_vater_an_seinen_sohn.htm\">Erwerbslosenforum Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie die Bahn verhackst&uuml;ckt wird<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/23\/23264\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Joachim Jahnke: Westliche Volkswirtschaften schw&auml;cheln<\/strong><br>\nDie OECD erwartet auch f&uuml;r die n&auml;chsten Monate eine Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Entwicklung, mit Ausnahme vor allem von China und Russland. Diese Entwicklung wird die deutsche Volkswirtschaft wegen ihrer extrem starken Exportabh&auml;ngigkeit bei schlechter Binnenkonjunktur vor erhebliche Belastungen stellen k&ouml;nnen. Dies gilt besonders, falls wie von vielen Seiten erwartet, der Dollarkurs wegen des immer noch wachsenden US-Bilanzdefizits weiter nachgeben sollte. H&ouml;chste Zeit, die deutsche Binnenkonjunktur auf der Kaufkraftseite endlich anzukurbeln, damit sie wenigstens einen Teil des Exportr&uuml;ckgangs auffangen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jjahnke.net\/rundbr13.html#auss\">Joachim Jahnke<\/a><\/li>\n<li><strong>Hans-Olaf Henkels Vision f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/printpage.aspx?_p=301116&amp;_t=ftprint&amp;_b=1115275\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Anmerkung AM: Die Kernbotschaft &ndash; macht&rsquo;s wie bei der Frauenkirche in Dresden &ndash; zeugt von einer &sbquo;Ablassmentalit&auml;t&rsquo; und m&auml;zenatenhaften Schlichtheit der politischen Leitbilder unserer Wirtschaftsf&uuml;hrer. Man ist unf&auml;hig und unwillig zu einer dem Sozialstaatsgebot entsprechenden Gestaltung unserer Gesellschaft. Also weicht man auf publizistisch gro&szlig; heraus geputzte Ersatzhandlungen aus. Henkel hat das Beispiel im &Uuml;brigen in seinem vor 2 Jahren erschienen Buch auch schon ausgewalzt &ndash; seine &bdquo;Vision&ldquo; ist also eher ein alter Hut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsforscher Winfried Panse: Angst und Sorge um den Arbeitsplatz kosten die deutschen Unternehmen 100 Milliarden<\/strong><br>\nAngstgesteuerte Mitarbeiter bringen mindestens 20 Prozent weniger Leistung, sind h&auml;ufiger demotiviert, greifen &ouml;fter zu Alkohol oder Aufputschmitteln, auch mobben sie h&auml;ufiger Kollegen oder werden h&auml;ufiger gemobbt. Angst f&uuml;hrt zur inneren K&uuml;ndigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/:Entlassungen-Kollege-Angst\/567098.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Dierk Hirschel: Deutschland entschied sich f&uuml;r die schlechteste Alternative: Die Aufl&ouml;sung der Deutschland AG paart sich mit dem makro&ouml;konomischen Analphabetismus nationaler und europ&auml;ischer Wirtschaftspolitik. Die Shareholder-Value-Orientierung versch&auml;rft somit die Absatzkrise.<\/strong><br>\nDieses Dilemma l&auml;sst sich nur durch bessere Regeln auf den Kapitalm&auml;rkten und einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik aufl&ouml;sen. Langfristige Realinvestitionen sollten gef&ouml;rdert, kurzfristige Finanzinvestitionen diskriminiert werden. Eine B&ouml;rsenumsatzsteuer und eine Steuer auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne verteuern kurzfristige Transaktionen. Gegen kurzsichtige Finanzinvestoren und Manager helfen goldene Aktien &ndash; Stimmrecht an die Haltedauer binden, Mehr- und H&ouml;chststimmrechte -, eine erweiterte Mitbestimmung sowie eine neue Gehaltsstruktur des Managements (Aktienoptionsprogramme beschr&auml;nken, Haltefristen verl&auml;ngern). Geld- und Finanzpolitik m&uuml;ssen mit niedrigen Zinsen und mehr &ouml;ffentlichen Investitionen dem Wachstum Fl&uuml;gel verleihen.<br>\nQuelle:<em> Nicht mehr erreichbar (24.08.2006)<\/em>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}