{"id":146801,"date":"2026-02-25T12:27:59","date_gmt":"2026-02-25T11:27:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146801"},"modified":"2026-02-26T07:47:47","modified_gmt":"2026-02-26T06:47:47","slug":"kritik-an-der-ostdeutschen-allgemeinen-zeitung-die-hemmschwelle-beim-verstehen-ist-in-vielen-redaktionen-sagenhaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146801","title":{"rendered":"Kritik an der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung: Die Hemmschwelle beim Verstehen ist in vielen Redaktionen sagenhaft"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; &ndash; als die <em>Ostdeutsche Allgemeine Zeitung<\/em> vergangene Woche zum ersten Mal erschien, setzte das Blatt mit dieser Schlagzeile einen notwendigen Akzent. &bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; &ndash; die Aussage kann auch als Kampfansage an eine Medienlandschaft verstanden werden, die ein riesengro&szlig;es Problem mit einem Kernelement der Demokratie hat: Freiheit! In diese Kerbe haut die <em>OAZ<\/em>. Die Reaktionen nicht weniger Medien sind: durchschaubar, vorhersehbar und dem Thema nicht gewachsen. <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Die-OAZ-ist-da-und-der-Westen-dreht-durch-11186236.html\">Gift und Galle, wo Einsicht und Vernunft fehlen<\/a>. Dass sich Medien, die zuvor &uuml;ber Merkels <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/45\/bundeskanzlerin-angela-merkel-staatsfrau-abschied\">&bdquo;Augenringe des Vertrauens&ldquo;<\/a> sinnierten, nun anma&szlig;en, den Journalismus der <em>OAZ<\/em> zu tadeln, zeigt die Vermessenheit eines Berufsstandes, der jeden Tag Verrat an seinen eigenen Werten betreibt. Ein Kommentar von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4733\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-146801-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=146801-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260225_Kritik_an_der_Ostdeutschen_Allgemeinen_Zeitung_Die_Hemmschwelle_beim_Verstehen_ist_in_vielen_Redaktionen_sagenhaft_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>&bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; &ndash; so lautet die Schlagzeile der ersten Ausgabe der <em>Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung<\/em>. Unter der Schlagzeile: ein gro&szlig;es Megaphon. Gesch&auml;tzte zwei Drittel nehmen Bild und Schlagzeile von der Hauptseite ein. Die Bedeutungsebene liegt offen, bedarf keiner gro&szlig;en Interpretation: &bdquo;Freiheit&ldquo; &ndash; dieser Begriff war jener Eckstein, auf den beim Fall der Mauer die Bewohner Ostdeutschlands bauen wollten. Hier die Mauer, dieses in Stein angelegte Bauwerk, das Ost und West trennte, wo auf der einen Seite die gelenkte Scheindemokratie der DDR den Freiheitsbegriff ins Absurde f&uuml;hrte. Und, auf der anderen Seite, die Bundesrepublik Deutschland, wo echte Demokratie, Selbstbestimmung und wahre Freiheit das Leben aller B&uuml;rger bestimmten. Die Realit&auml;t, wie seit Langem bekannt, war schon damals vielschichtiger. Unber&uuml;hrt von dieser Feststellung aber bleibt: Im Osten gab es eine starke Sehnsucht nach Freiheit.<\/p><p>Wollte man das gesamte Zerw&uuml;rfnis der Ostdeutschen mit dem verlogenen politischen Zerrbild einer angeblich so schillernden deutschen Demokratie durch ein Wort sichtbar machen: Der Freiheitsbegriff m&uuml;sste an dieser Stelle in dicken, fetten Buchstaben auftauchen &ndash; ganz so wie in der OAZ-Schlagzeile.<\/p><p>Die Entzauberung des bundesrepublikanischen Freiheitsverst&auml;ndnisses hat gewiss auch sehr viel mit der &bdquo;vierten S&auml;ule&ldquo; der Demokratie zu tun &ndash; womit wir beim Thema w&auml;ren.<\/p><p>Die Kritik aus dem Osten an den Demokratiedefiziten im Land wird allenfalls &uuml;bert&ouml;nt von der ostdeutschen Kritik an einem Journalismus, der seine schamlose Inzucht mit der Politik l&auml;ngst offen zur Schau stellt. Kuscheljournalismus, wo fundierte journalistische Herrschaftskritik verlangt wird. Weltbildjournalismus, wo ein hohes Ma&szlig; an Objektivit&auml;t und Unvoreingenommenheit zu erwarten ist. Zombiejournalismus, wo Redaktionen der Macht die Z&auml;hne zeigen sollten.<\/p><p>Dann gibt es da noch: <em>DIE ZEIT<\/em>.<\/p><blockquote><p>\n<em>Ich mag ihre Augenringe, die manchmal gr&ouml;&szlig;er, manchmal kleiner sind, f&uuml;r mich sind es Augenringe des Vertrauens. Ich mag, wenn sie ihre H&auml;nde zu einer Raute faltet, wenn sie sie im Reden in der immer gleichen Bewegung &ouml;ffnet und wieder schlie&szlig;t.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Zeilen stammen von der Journalistin Jana Hensel, sie beziehen sich auf Angela Merkel. Ver&ouml;ffentlicht hat sie <em>DIE ZEIT<\/em> im <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/45\/bundeskanzlerin-angela-merkel-staatsfrau-abschied\">Herbst 2018<\/a>, als die Kanzlerin ihren R&uuml;cktritt ank&uuml;ndigte.<\/p><p>Als Analyst ist man diesen Worten dankbar. Vielleicht dokumentieren sie mit am anschaulichsten, wie schwer die journalistische Schieflage in den Redaktionen in West und Ost ist. Und vielleicht dienen sie auch gerade deshalb als Beleg daf&uuml;r, warum die <em>OAZ<\/em> entstanden ist. Dass gerade Hensel in einem aktuellen Interview auf die Frage, ob der Osten eine Zeitung wie die <em>OAZ<\/em> brauche, antwortet, da sei sie sich nicht sicher, um dann anzumerken, dass &bdquo;Holger Friedrich und seine Leute&ldquo; daran arbeiteten, &bdquo;den Begriff Ostdeutsch ideologisch aufzuladen&ldquo;, zeugt von der Vermessenheit eines Berufsstandes, der schnell mit dem Ideologieverdacht zur Hand ist, ohne sich einzugestehen, dass seine eigenen F&uuml;&szlig;e im ideologischen Stahlbeton festgegossen sind.<\/p><p>Wer die &bdquo;Berichterstattung&ldquo; in den deutschen Medien verfolgt, wei&szlig;: Journalisten laden ideologisch alles auf, was bei drei nicht auf den B&auml;umen ist. Journalisten vollbrachten selbst das Kunstwerk, das Coronavirus ideologisch aufzuladen und Impfung und Maske in den Stand der &bdquo;richtigen&ldquo; politischen Gesinnung zu erheben.<\/p><p>Dass nun gerade die &ndash; Achtung, Schl&uuml;sselwort &ndash; <em>liberale<\/em> Zeitung <em>DIE ZEIT<\/em> <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-02\/ostdeutsche-allgemeine-zeitung-repraesentation-journalismus\">zur Kritik an der Schlagzeile &bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; ansetzt<\/a>, er&ouml;ffnet dankenswerterweise immerhin einen von unfreiwilliger Komik gepr&auml;gten Moment.<\/p><p>Und, da wir gerade bei der <em>ZEIT<\/em> sind: In der Coronakrise ver&ouml;ffentlichte die Zeitung einen Beitrag unter der &Uuml;berschrift: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2021-11\/corona-pandemie-querdenker-impfgegner-gesellschaft-spaltung-5v8\">&bdquo;Die Gesellschaft muss sich spalten!&ldquo;<\/a> Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet. (&hellip;) Richtig und tief eingeschlagen, trennt er den gef&auml;hrlichen vom gef&auml;hrdeten Teil der Gesellschaft.&ldquo;<\/p><p>Damit beginnt sich dann auch jenes &bdquo;spezielle&ldquo; Freiheitsverst&auml;ndnis bemerkbar zu machen, das offensichtlich in manchen Redaktionen anzutreffen ist.<\/p><p>Auf diesem publizistischen Fundament versucht <em>DIE ZEIT<\/em>, eine Kritik an der <em>OAZ<\/em> aufzubauen, die wirkt, als w&uuml;rde sie mit einem Brett vorm Kopf im T&uuml;rrahmen h&auml;ngenbleiben.<\/p><p>Das OAZ-Titelbild zerst&ouml;re &bdquo;die Hoffnung auf wirklich neue T&ouml;ne&ldquo;. Und dann hei&szlig;t es im Ton der Ironie: Schlie&szlig;lich habe man die &ndash; das muss man sich aus analytischer Sicht erstmal wagen, zu sagen &ndash; &bdquo;Behauptung&ldquo;, der Staat traue den Menschen nicht zu, f&uuml;r sich selbst zu entscheiden, schon mal geh&ouml;rt &ndash; ganz so, als ob im Hinblick auf das Verbot des russischen Senders <em>RT.de<\/em> (Motto: &bdquo;Der fehlende Part&ldquo;) in der EU und des <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146494\">EU-Desinformationssanktionsregimes<\/a> ein staatlich entspanntes Verh&auml;ltnis zur Freiheit der Gedanken sichtbar w&uuml;rde.<\/p><p>Da erw&auml;hnt die <em>ZEIT<\/em>, wie viele anderen Medien auch, der Chefreporter der <em>OAZ<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145045\">Florian Warweg<\/a>, sei &bdquo;Redakteur des russischen Propagandamediums RT.de&ldquo; gewesen &ndash; so, als sei diese Aussage f&uuml;r sich schon ein &bdquo;Argument&ldquo;.<\/p><p>Erfahrene Mediennutzer wissen: Der &bdquo;anst&auml;ndige&ldquo; Haltungsjournalismus braucht keine Argumente &ndash; es bedarf nur eines Raunens, das andere Haltungsmedien gef&auml;llig aufgreifen und im Ton verst&auml;rken. Echter Journalismus w&uuml;rde sachlich und unvoreingenommen mit Warweg &uuml;ber seine Motivationen und Erfahrungen im Hinblick auf den Sender <em>RT<\/em> sprechen. Dann h&auml;tte ein Medium etwas Handfestes zum Zitieren. Doch wozu journalistische Substanz, wenn es ausreicht, mit einem Begriff wie &bdquo;Propagandamedium&ldquo; die richtige Haltung nach au&szlig;en zu kommunizieren?<\/p><p>Je mehr man dar&uuml;ber nachdenkt, umso deutlicher wird: Das Letzte, was der Medienmainstream in Anbetracht seines in weiten Teilen verlotterten Zustands tun sollte, ist, die <em>OAZ<\/em> f&uuml;r ihren Journalismus zu kritisieren.<\/p><p>Da begegneten sich hochrangige Redakteure der <em>ZEIT<\/em> &uuml;ber Jahre hinweg in einem der exklusivsten Elitenzirkel auf diesem Planeten und taten dabei genau das <em>nicht<\/em>, was ihr Beruf verlangt: berichten, &Ouml;ffentlichkeit herstellen. &Uuml;ber Jahrzehnte hatte die <em>ZEIT<\/em> einen exklusiven Zugang zur <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/journalisten-und-die-bilderberg-konferenz\">Bilderberg-Konferenz<\/a>. Redakteure des Blatts waren dabei, als sich &uuml;ber 100 f&uuml;hrende Pers&ouml;nlichkeiten der westlichen Welt j&auml;hrlich f&uuml;r mehrere Tage ein komplettes Hotel mieteten und hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber weltpolitischen Themen konferierten.<\/p><p>Ein Blick ins Archiv der Zeitung im Hinblick auf die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47542&amp;suche=bilderberg\">Zusammenkunft der Bilderberger<\/a> straft den Anspruch auf journalistische Integrit&auml;t. Wie glaubhaft kann eine Zeitung &uuml;ber die Kriege der NATO oder damals den Einsatz von Uranmunition im Kosovo berichten, wenn eine solche exklusive Verbindung in ein ideologisch mit der NATO verbundenes, machtelit&auml;res Netzwerk besteht?<\/p><p>Was bedeutet es, wenn ein ZEIT-Redakteur sogar im Lenkungsausschuss der Gruppe agierte und dabei den Politiker J&uuml;rgen Trittin zur Konferenz eingeladen hat? Was hat das noch mit einer gesunden Distanz zwischen Journalisten und Politikern zu tun?<\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/x.com\/KlocknerMarcus\/status\/2025534453586563486\">Frage<\/a> wurde auf der Plattform <em>X<\/em> an den Verfasser jenes hier thematisierten ZEIT-Artikels gestellt &ndash; der kleine Austausch endete abrupt ohne Antwort.<\/p><p>Bemerkenswerterweise verweist die fehlende Bereitschaft zur Diskussion an dieser Stelle auf das gro&szlig;e Gesamtproblem. Ob Medien, die ihre Foren schlie&szlig;en, weil B&uuml;rger darin die &bdquo;falschen&ldquo; Ansichten &auml;u&szlig;ern; ob Redaktionen, die die Meinungsvielfalt verachten; ob gro&szlig;e politische Talkshows, wo auf keinen Fall unbequeme Sichtweisen vertreten sein d&uuml;rfen: Auf tragisch-komische Weise verkennen die Kritiker der <em>OAZ<\/em>, dass sie selbst durch ihre journalistische Ignoranz dazu beigetragen haben, einem neuen Medium wie dem im Osten nun den Weg zu ebnen. Der Osten verweist auf ein Freiheitsproblem &ndash; und Medien offenbaren ein verqueres Freiheitsverst&auml;ndnis, das mit einer Demokratie nicht in Einklang zu bringen ist.<\/p><p>Unter Freiheit verstehen gewisse Medien, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, um unliebsame Stimmen abzuspalten. Unter Freiheit versteht ein Verein, einen nicht genehmen Journalisten auszuschlie&szlig;en. Unter Freiheit verstehen zu viele Journalisten, Ansichten, die ihnen politisch quer liegen, unter einem Missbrauch journalistischer Macht zu bek&auml;mpfen. Unter Freiheit verstehen Medienh&auml;user, wegzuschauen, wenn politische Ma&szlig;nahmen dazu f&uuml;hren, dass Alte und Kranke ohne ihre Angeh&ouml;rigen in Krankenh&auml;usern sterben. Unter Freiheit verstehen Redaktionen, Merkels Augenringe des Vertrauens zu loben. Unter Freiheit verstehen Redaktionen in Ost und West, einen publizistischen Schutzmantel um die Politik zu legen und ihr die Stange zu halten. Wenn das so weitergeht, n&auml;hern wir uns bald einem Freiheitsverst&auml;ndnis an, dem die politische F&uuml;hrung Nordkoreas Applaus spendet. Viele B&uuml;rger im Osten haben die Schnauze voll von derartigen Entwicklungen.<\/p><p>Der Mauerfall liegt &uuml;ber 36 Jahre zur&uuml;ck. Dass nun eine ostdeutsche Zeitung mit der Schlagzeile &bdquo;Vorsicht, Freiheit!&ldquo; an den Start geht, sagt viel aus &uuml;ber den Zustand der Republik &ndash; und noch mehr &uuml;ber den Zustand der Medien. So, wie die Politik nach &uuml;ber vier Jahren Ukraine-Krieg immer noch versucht, mit der alten, auf furchtbare Weise gescheiterten Taktik weiterzumachen, so uneinsichtig zeigen sich viele Medien im Hinblick auf die von der <em>OAZ<\/em> vorgetragene Kritik. Die Hemmschwelle beim Verstehen ist in vielen Redaktionen sagenhaft. Ob die <em>OAZ <\/em>die von vielen in sie gesetzten Erwartungen erf&uuml;llen kann, ob sie zu einem herrschaftskritischen Medium wird und auch die innere Pressefreiheit achtet, wird die Zeit zeigen &ndash; die Ansicht der <em>ZEIT<\/em> interessiert dabei allerdings nicht. <\/p><p><small>Titelbild: Ostdeutsche Allgemeine<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; &ndash; als die <em>Ostdeutsche Allgemeine Zeitung<\/em> vergangene Woche zum ersten Mal erschien, setzte das Blatt mit dieser Schlagzeile einen notwendigen Akzent. &bdquo;Vorsicht, Freiheit&ldquo; &ndash; die Aussage kann auch als Kampfansage an eine Medienlandschaft verstanden werden, die ein riesengro&szlig;es Problem mit einem Kernelement der Demokratie hat: Freiheit! In diese Kerbe haut die <em>OAZ<\/em>. Die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146801\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":146802,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,41,183],"tags":[1543,3058,441,3028,3620,575,2294,457],"class_list":["post-146801","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-medienanalyse","category-medienkritik","tag-deutsche-einheit","tag-diffamierung","tag-freiheit","tag-haltungsjournalismus","tag-oaz","tag-ostdeutschland","tag-politisch-medialer-komplex","tag-zeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/oaz_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146801"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146801\/revisions\/146830"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/146802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=146801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=146801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}