{"id":14683,"date":"2012-10-10T08:52:18","date_gmt":"2012-10-10T06:52:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683"},"modified":"2012-10-10T11:37:44","modified_gmt":"2012-10-10T09:37:44","slug":"hinweise-des-tages-1736","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h01\">Merkel-Besuch in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h02\">Sparen gegen die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h03\">Macht und Marionette &ndash; Wie ein Banker einen Politiker steuert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h04\">Gustav Horn &ndash; &bdquo;Sinns national-chauvinistischer Ton ist ethisch verwerflich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h05\">Bankenkritiker: &ldquo;Steinbr&uuml;ck hat dem Kapital gut gedient&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h06\">Trotz brauner Bremsspur in den Bundestag?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h07\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h08\">Wer bitte sp&uuml;rt die Schulden- und Euro-Krise hierzulande?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h09\">Malte Heynen &uuml;ber den Einfluss der Finanzbranche auf die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h10\">Erg&auml;nzung zu unserem Artikel &bdquo;Eine interessante Rede &uuml;ber &bdquo;Klinik&auml;rzte im Spannungsfeld zwischen Profit und Patientenwohl&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h11\">McKinsey ist &uuml;berall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h12\">Es fehlen Disziplin und Qualit&auml;t. Interview mit Jens Seipenbusch &uuml;ber die Krise der Piraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h13\">Steffen Roski: Trendsetter Bertelsmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h14\">Euro-Crash-Propheten: M&uuml;nchaus gro&szlig;e Glaskugel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h15\">Nachsitzen f&uuml;r die Bildungspolitiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683#h16\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Steuereinnahmen in Griechenland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14683&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkel-Besuch in Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nur Missverst&auml;ndnisse<\/strong><br>\nBegleitet von Massenprotesten hat die deutsche Kanzlerin am gestrigen Dienstag in Athen sich um neue Chancen f&uuml;r deutsche Firmen bem&uuml;ht. Die Privatisierung von Staatsbetrieben und Infrastruktur m&uuml;sse beschleunigt werden, hie&szlig; es bereits vor Merkels Reise in Berlin. Die Kanzlerin habe die Abwicklung der DDR-Unternehmen gut in Erinnerung und wisse seither, wie man die industriellen Filetst&uuml;cke eines Landes an profitorientierte Investoren ver&auml;u&szlig;ere. Beg&uuml;nstigt werden deutsche Interessenten, wie sie gestern im Umfeld der Kanzlerin auftraten, durch die Einrichtung von &ldquo;Sonderwirtschaftszonen&rdquo; in Griechenland, die Berlin seit l&auml;ngerer Zeit fordert. &Uuml;ber die Wirkung des deutschen Spardiktats, das zur Verelendung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt, erkl&auml;rt ein Sprecher der Bundesregierung: &ldquo;Die Senkung der Lohnst&uuml;ckkosten ist prozentual zweistellig gelungen.&rdquo; Au&szlig;enpolitik-Experten in der deutschen Hauptstadt f&uuml;hren die gestrigen Massenproteste auf &ldquo;Missverst&auml;ndnisse&rdquo; zur&uuml;ck und empfehlen Berlin gezielte PR-Ma&szlig;nahmen, um f&uuml;r die Zukunft Widerst&auml;nde gegen die deutsche Dominanzpolitik auszuhebeln. Die griechische Bev&ouml;lkerung sei zur Zeit &ldquo;schlecht informiert&rdquo;, sie habe aber Anrecht auf &ldquo;verst&auml;ndliche Pressemitteilungen&rdquo; zur n&auml;heren Erl&auml;uterung des deutschen Spardiktats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58429\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Was wollte Merkel in Athen?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/sendungen\/muenchner-runde\/index.html\">BR-M&uuml;nchner Rede<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.D.:<\/strong> Was gestern Abend zwischen 20:15h und 21h in der &ldquo;M&uuml;nchener Runde&rdquo; des Bayerischen Fernsehens &uuml;ber den Bildschirm flimmerte, d&uuml;rfte wohl eine neue Kerbe in der Messlatte einseitiger Meinungsmache dieses Formats darstellen. Und das will bei der &ldquo;M&uuml;nchener Runde&rdquo; schon etwas hei&szlig;en! Das Thema: Der Besuch Merkels in Athen. Titel: Es darf nichts erwartet werden. Allein die G&auml;steliste lie&szlig; schon gruseln: Dimitris Droutsas (kurzzeitig Au&szlig;enminister Griechenlands, PASOK), Ronald Tichy, ber&uuml;chtigter Chefredakteur der nicht minder ber&uuml;chtigten &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; und Prof. Ursula M&uuml;nch, Direktorin der CSU-nahen &ldquo;Akademie f&uuml;r politische Bildung&rdquo; in Tutzing (nicht zu verwechseln freilich mit der im Vergleich geradezu sozialistischen, weltoffenen, kritischen &ldquo;Evangelischen Akademie Tutzing&rdquo;!). Der Gastgeber: Sigmund Gottlieb. Punkt. Das sah dann so aus, dass Ronald Tichy gen&uuml;sslich v&ouml;llig unwidersprochen seine neoliberalen, marktradikalen Thesen und ideologisch aufgeladenen Legenden, eingerahmt in immer zutiefst chauvinistische Spr&uuml;che, &uuml;ber die &ldquo;Schuldenkrise&rdquo; in Griechenland und im Weiteren in allen s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern verbreiten durfte. Dass diese alle aus dem Euro raus m&uuml;ssten &ndash; selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r Tichy. F&uuml;r Griechenland sieht er Einkommenseinbu&szlig;en der Bev&ouml;lkerung bis zu 45% f&uuml;r unabdingbar (die gegenw&auml;rtigen schon 30% reichen da freilich nicht), &ldquo;Deutschland hatte schlie&szlig;lich auch mit den Hartz-IV-Gesetzen seine unabdingbaren Reformen&hellip;&rdquo; usw. usw. Sich n&auml;her mit Tichys Wahrnehmungswelt zu befassen w&auml;re denn doch zuviel Ehr&rsquo;.<br>\nAber das war trotzdem nur Tichy, wie man ihn eben kennt, nichts  Neues. Das wirklich Gespenstische an dieser Sendung war diese Unwidersprochenheit solcher Erg&uuml;sse am Tisch. Selbst der geschmeidige Stenz Droutsas wollte nicht so Recht die Menschen in seinem Land verteidigen (&ldquo;Ich sage immer die Wahrheit!&rdquo;) und widersprach Tichy mehr oder weniger halbherzig, wenn der sich mal wieder ins geradezu Groteske verirrt hatte. Selbst der inzwischen seines akademischen Titels verlustig gegangene Europaabgeordnete der FDP, Jorgo Chatzimarkakis, h&auml;tte sich wahrscheinlich mit mehr Verve gegen Tichy ins Zeug gelegt. Von Frau Prof. Ursula M&uuml;nch indes, f&uuml;r ihren Direktorinnenposten in Tutzing &uuml;brigens von ihrer Lehrt&auml;tigkeit an der Bundeswehrhochschule M&uuml;nchen beurlaubt, blieb eigentlich nur h&auml;ngen, dass sie Roland Tichys Thesen mit ihren eigenen, etwas staatstragenderen Worten unterf&uuml;tterte. Es schien fast so, als h&auml;tten sich M&uuml;nch und Tichy vor der Sendung auf das Rollenspiel Good Cop\/Bad Cop verabredet gehabt. Und der Moderator? Nun, was will man freiwillig &uuml;ber Sigmund Gottlieb sagen wollen? Der f&uuml;hlte sich in dieser harmonischen, ihn fast &uuml;berfl&uuml;ssig machenden Runde sichtlich wohl. Ah, da ist doch noch etwas: Gottlieb hatte immerhin Albrecht M&uuml;ller zum Thema Bundespr&auml;sident Gauck im M&auml;rz diesen Jahres eingeladen gehabt! Das sollte ihm nicht vergessen werden! Und zeigt, dass die &ldquo;M&uuml;nchener Runde&rdquo; in Ausnahmef&auml;llen auch Ausgewogenheit kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alexis Tsipras: The Greek message for Angela Merkel<\/strong><br>\nEurope can survive this austerity-induced crisis, but only if it is reshaped for and by the people.<br>\nAs Angela Merkel visits Athens on Tuesday, she will find a Greece in its fifth consecutive year of recession. In 2008 and 2009, the recession was a spillover from the global financial crisis. Since then it has been caused and deepened by the austerity policies imposed on Greece by the troika &ndash; of the International Monetary Fund, the European Union, the European Central Bank &ndash; and the Greek government&hellip;<br>\nThese policies are devastating the Greek people, especially workers, pensioners, small businessmen and women, and of course young people. The Greek economy has contracted by more than 22%, workers and pensioners have lost 32% of their income, and unemployment has reached an unprecedented 24% with youth unemployment at 55%. Austerity policies have led to cuts in benefits, the deregulation of the labour market and the further deterioration of the limited welfare state that had survived a neoliberal onslaught&hellip;<br>\nWhy do they insist so dogmatically on this disastrous political and economic path? We believe that their aim is not to solve the debt crisis but to create a new regulatory framework throughout Europe that is based on cheap labour, deregulation of the labour market, low public spending and tax exemptions for capital&hellip;<br>\nThe European citizens should know, however, that loans to Greece are paid into an &ldquo;escrow&rdquo; account and are used exclusively to repay past loans and to re-capitalise near bankrupt private banks. The money cannot be used to pay salaries and pensions, or to buy basic medicine for hospitals and milk for schools. The precondition for these loans is even more austerity, paralysing the Greek economy and increasing the possibility of default. If there is a risk of European taxpayers losing their money, it is created by austerity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2012\/oct\/08\/greek-message-for-angela-merkel\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Riexingers nicht gehaltene Rede<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Linkspartei war am Dienstag bei den Protesten Zehntausender in Athen mit dabei. Anders als geplant konnte Bernd Riexinger jedoch nicht zu den Massen sprechen &ndash; die Demonstrationen waren verboten worden. Was der Gewerkschafter aus Stuttgart den Kollegen aus Griechenland sagen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/800761.riexingers-nicht-gehaltene-rede.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sparen gegen die Demokratie<\/strong><br>\nEuropaweit wird auf die Euro- und EU-Politik geschimpft. Von rechts bis links werden dabei fragw&uuml;rdige und relativierende Vergleiche mit dem historischen NS-Deutschland gezogen und S&uuml;ndenb&ouml;cke gesucht. Die Forderungen nach einem solidarischen und demokratischen Europa gehen dahingegen oftmals im Populismus unter. Dabei ist eine progressive Kritik mehr als &uuml;berf&auml;llig, da mit dem Schrei nach radikaler Liberalisierung auch der Ruf nach Demokratie schwindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publikative.org\/2012\/10\/09\/sparen-gegen-die-demokratie\/\">Publikative<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Macht und Marionette &ndash; Wie ein Banker einen Politiker steuert<\/strong><br>\nZwei Duz-Freunde wittern das gro&szlig;e Gesch&auml;ft; doch es endet im Desaster. Baden W&uuml;rttembergs damaliger Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus und der Investmentbanker Dirk Notheis zogen einen Milliarden-Deal durch, den R&uuml;ckkauf von Anteilen des EnBW vom franz&ouml;sischen Energie-Konzern Edf . Bizarre E-Mails, die den Ministerpr&auml;sidenten wie eine Marionette des Investmentbankers erscheinen lassen, hektische Eile, mangelnde Kontrolle &ndash; Begleitumst&auml;nde des Deals, mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es geht um Untreue. Georg Weisenberger und Alexander G&ouml;bel zeichnen nach, wie leichtsinnig Ministerpr&auml;sident und Banker mit Steuergeldern umgingen. Und was eine M&auml;nnerfreundschaft in der Politik &ldquo;richten&rdquo; kann. Welche Mechanismen haben versagt? Der Film liefert einen verbl&uuml;ffenden Blick hinter die Kulissen der Macht. Und die N&auml;he zwischen Wirtschaft und Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/reportage-dokumentation\/macht-und-marionette-wie-ein-banker-einen-politiker?documentId=12028852\">ARD Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gustav Horn &ndash; &bdquo;Sinns national-chauvinistischer Ton ist ethisch verwerflich&ldquo;<\/strong><br>\nDas gute deutsche Kapital in den F&auml;ngen der listigen Schuldenl&auml;nder &ndash; so sieht das neueste M&auml;rchen von Hans-Werner Sinn aus. Der wahre Kern, der einem richtigen M&auml;rchen innewohnt, der ist allerdings bei ihm recht klein.<br>\nHans-Werner Sinn erz&auml;hlt M&auml;rchen. Das j&uuml;ngste handelt von den b&ouml;sen S&uuml;dl&auml;ndern, die erst unser gutes deutsches Sparkapital mittels sirenenhaft verf&uuml;hrerischen Renditeaussichten in ihre F&auml;nge gelockt haben. Sie gingen dabei so perfide vor, dass selbst brillante &Ouml;konomen wie Hans-Werner Sinn noch bis 2009 glaubten, das gute deutsche Kapital fl&ouml;he vor der Gei&szlig;el der hohen deutschen L&ouml;hne und den r&auml;uberischen Gewerkschaften, so wie es in dem alten M&auml;rchen von der Basar&ouml;konomie nachzulesen ist. Dann kam die T&auml;uschung ans Licht, die Rendite Illusionen zerplatzten, das Kapital floh trotz der r&auml;uberischen Gewerkschaften entsetzt zur&uuml;ck ins sichere deutsche Land.<br>\nNun aber nutzten die listigen Griechen und ihre Kumpane den allzu vertrauensselig eingef&uuml;hrten Euro, um hinterr&uuml;cks doch wieder an unser gutes deutsches Sparkapital zu gelangen. Sie zapften das Zahlungssystem der Europ&auml;ischen Zentralbanken an und erpressten vor allem die aufrechte deutsche Bundesbank unter Vorhaltung g&uuml;ltiger Vertr&auml;ge, das ver&auml;ngstigt in seine Heimat geflohene gute deutsche Kapital unter Zwang in ihre gierigen L&auml;nder abzuschieben. Ein Blick auf die hoch defizit&auml;ren Target Salden enth&uuml;llte dann finanziellen Abgrund, in den das gute deutsche Kapital entschwunden war- und Sinn erschrak. Soweit das M&auml;rchen.<br>\nEin M&auml;rchen enth&auml;lt einen wahren Kern und einen Rand voller Phantasie. Der wahre Kern von Hans-Werner Sinns M&auml;rchen ist recht klein. Zu Recht interpretiert Sinn die hohen Defizite in den Target-Salden mit den Krisenl&auml;ndern als ein Krisenph&auml;nomen. In ihnen spiegelt sich insbesondere die Krise des Bankensektor in diesen L&auml;ndern.<br>\nDa diese auf den internationalen Finanzm&auml;rkten wegen der wirtschaftlichen Verwerfungen in ihren Heimatl&auml;ndern kaum noch Liquidit&auml;t zu bezahlbaren Konditionen erhalten, und es zugleich zu einer teilweise massiven Kapitalflucht aus diesen L&auml;ndern kam, stehen sie bei jeder Aufwallung der Krise am Rande der Illiquidit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/contra-sinns-national-chauvinistischer-ton-ist-ethisch-verwerflich-seite-all\/7226612-all.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bankenkritiker: &ldquo;Steinbr&uuml;ck hat dem Kapital gut gedient&rdquo;<\/strong><br>\nSven Giegold ist Mitbegr&uuml;nder von Attac und ein scharfer Kritiker der Finanzindustrie. Mit der Berliner Zeitung sprach der gr&uuml;ne Europaabgeordnete &uuml;ber Peer Steinbr&uuml;cks Vortr&auml;ge. Das Gespr&auml;ch f&uuml;hrte Thomas Kr&ouml;ter.<br>\nF: Herr Giegold, Peer Steinbr&uuml;ck behauptet von sich, er sei kein Knecht des Kapitals. Teilen Sie diese Meinung?<br>\nA: Er mag vielleicht kein Knecht sein. Aber als Finanzminister der gro&szlig;en Koalition hat er ihm gut gedient.<br>\nF: Das m&uuml;ssen sie begr&uuml;nden!<br>\nA: Bei der Rettung etlicher Banken hat er vor allem dem Allianz-Konzern viel Geld gespart. Im Zuge der Commerzbankrettung wurde die Dresdener Bank integriert. Damit wurden die gro&szlig;en Verluste, die sonst die Allianz h&auml;tte tragen m&uuml;ssen, den Steuerzahlern aufgeb&uuml;rdet. Das war ein Geschenk von einer Dimension&hellip; Hut ab!<br>\nF: Aber in seinem Bankenpapier fordert er doch Regulierung.<br>\nA: Stimmt. Und er macht Vorschl&auml;ge, die wir Gr&uuml;nen schon lange vertreten. Etwa das Trennbanken-System, in dem Kredite und Wertpapierhandel von verschiedenen Instituten abgewickelt werden.<br>\nF: Warum dann kein Lob f&uuml;rs Abschreiben?<br>\nA: Er versteht nicht das Grundproblem: Die Regulierung der Finanzm&auml;rkte ist keine technische Frage, sondern ein Demokratieproblem. Dass vier Jahre nach Ausbruch der Krise immer noch so wenig Substantielles passiert ist, hat viel mit dem Einfluss m&auml;chtiger Akteure des Finanzwesens zu tun. Bezahlte Vortr&auml;ge von Politikern sind ein Teil dieses Systems zum Erhalt ungerechter Privilegien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/interview-in-der-berliner-zeitung-zu-peer-steinbruck\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trotz brauner Bremsspur in den Bundestag?<\/strong><br>\nDie Freien W&auml;hler wollen mit Anti-Euro-Populismus in den Bundestag. Als Steigb&uuml;gelhalter geben sich der ehemalige BDI-Pr&auml;sident Hans-Olaf Henkel und der Hamburger Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre, Bernd Lucke, mit einer neuen &bdquo;Wahlalternative&ldquo; her. Doch es gibt auch weniger vorzeigbare Unterst&uuml;tzer. [&hellip;]<br>\nDer Mittelstand f&uuml;hlt sich offenbar zunehmend von &bdquo;denen da oben&ldquo; abgezockt und betrogen und tritt nach unten, auf die als &bdquo;Arbeitsfaulen&ldquo; und &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; ver&auml;chtlich gemachten. Auf diejenigen, die angeblich auf Kosten der &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; leben. Dies ist der rechtspopulistische und sozialchauvinistische Trampelpfad, den Thilo Sarrazin mit seinen letzten zwei B&uuml;chern &ndash; &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; und &bdquo;Europa braucht den Euro nicht&ldquo; &ndash; zur Autobahn breitgetreten hat.<br>\nDazu passt das Sarrazin am 06. November den &bdquo;Deutschen Mittelstandspreis 2012&ldquo; &bdquo;f&uuml;r seine publizistische Auseinandersetzung mit der Eurokrise, die auch vor unbequemen Wahrheiten und Repressalien &prime;seiner&prime; SPD nicht zur&uuml;ckschreckt&ldquo; verliehen bekommt. Er soll angeblich den &bdquo;demokratische Diskurs &uuml;ber die Zukunft Europas und des Euro wiederbelebt&ldquo; haben.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.publikative.org\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Freie-W%C3%A4hler-Sarrazin-300x202.jpg\" alt=\"SARRAZIN beherzigen &ndash; ohne Schmerzen\" title=\"SARRAZIN beherzigen &ndash; ohne Schmerzen\"><\/p>\n<p>Die Freien W&auml;hler Frankfurt werben: &bdquo;SARRAZIN beherzigen &ndash; ohne Schmerzen &hellip;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publikative.org\/2012\/09\/26\/trotz-brauner-bremsspur-in-den-bundestag\/\">Publikative<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel ist eine wichtige Erg&auml;nzung zu meinem gestrigen Artikel &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14670\">Wahlalternative 2013 und die Freien W&auml;hler<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenland wird Schuldenziel nicht schaffen<\/strong><br>\nGriechenland wird nach Einsch&auml;tzung des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) sein Ziel der Schuldenreduzierung bis 2017 nicht erreichen. Die griechische Gesamtverschuldung werde in f&uuml;nf Jahren bei 152,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen, teilte der IWF am Dienstag mit. Im Zusammenhang mit den Finanzhilfen f&uuml;r Griechenland ist eine Verschuldung von 137,3 Prozent des BIP geplant.<br>\nDieses Ziel hatte Griechenland mit dem IWF und der Europ&auml;ischen Union (EU) vereinbart, und zwar als Basis des 130-Mrd.-Euro-Rettungspakets. Nach diesem Programm soll Griechenland ab 2014 einen Haushalts&uuml;berschuss von 4,5 Prozent des BIP erwirtschaften, um die Gesamtverschuldung bis 2020 auf 120 Prozent des BIP zu reduzieren. Dem aktuellen IWF-Bericht zufolge ist ein Haushalts&uuml;berschuss nunmehr fr&uuml;hestens 2016 zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:iwf-bericht-griechenland-wird-schuldenziel-nicht-schaffen\/70101502.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Der Artikel ist in mehrfacher Hinsicht ein Lehrst&uuml;ck daf&uuml;r, wie dumm und perfide der Umgang mit Griechenland ist. Da ist zun&auml;chst &ndash; in &Uuml;bereinstimmung mit dem IWF (S.2 des <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/scr\/2012\/cr1257.pdf\">Dokuments<\/a>) immer nur von Prozentverh&auml;ltnissen die Rede, die erreicht werden m&uuml;ssen, anstatt schlicht den absoluten Betrag zu nennen, den das griechische BIP erreichen m&uuml;sste, damit die Planspiele des IWF (rein rechnerisch) funktionieren. Schaut man sich diese Zahlen an (S. 75 des Dokuments, unten) und vergleicht sie mit den derzeitigen <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/tgm\/refreshTableAction.do;jsessionid=9ea7d07d30df0a9cf960db1a495eb11aac4366b3dede.e34MbxeSaxaSc40LbNiMbxeNahqTe0?tab=table&amp;plugin=1&amp;pcode=tec00001&amp;language=de\">Eurostat-Angaben<\/a>, f&auml;llt sofort auf, dass die Zahlen aus M&auml;rz 2012 des IWF, der Griechenland seit 2010 an der Kandarre h&auml;lt, schon f&uuml;r 2011 um rd. 7 Mrd. Euro zu hoch angesetzt sind. Allein auf Grund dieses falschen Einstiegs kann also die IWF-Rechnung nicht aufgehen. &ldquo;Schuld&rdquo; ist aber nat&uuml;rlich Griechenland. Hinzu kommt, dass es nat&uuml;rlich viel einfacher ist, Griechenland das Nichterreichen f&uuml;r den Leser abstrakter Quoten vorzuwerfen, als das Verfehlen absoluter BIP-Werte. Dies n&auml;mlich wirft sofort die Frage auf, ob tats&auml;chlich die Griechen ihr BIP mutwillig niedrig halten, was ihnen selbst der deutsche Stammtisch nicht unterstellen kann, oder ob daf&uuml;r nicht andere Herrschaften, insbesondere solche auf Trostspendereise, die dadurch einen besonders unappetitlichen Beigeschmack erh&auml;lt, verantwortlich sind. So oder so muss auch in der Financial Times die Schlagzeile lauten: &ldquo;Die Griechen schaffen es nicht&rdquo;.  Wenn schon der bisherige Gang der Ereignisse ein Beleg f&uuml;r die &ndash; um nichts schlimmeres zu sagen &ndash; absolute wirtschaftliche Inkompetenz des IWF ist, so wird es erst richtig spa&szlig;ig, wenn man die im Artikel erw&auml;hnte weitere Planung des IWF nachdenkt.  Da soll doch tats&auml;chlich, wenn sich die griechische Wirtschaft vom systematischen Kahlschlag der Kaufkraft erholt hat,  mindestens 6 Jahre hintereinander (urspr&uuml;nglich ab 2014) der j&auml;hrliche Haushalts&uuml;berschuss 4,5 % vom BIP betragen und vollst&auml;ndig (plus Betr&auml;ge dar&uuml;ber hinaus) dem Zinsdienst (interest) gewidmet werden. Mit anderen Worten &ndash; schlie&szlig;t man aus, dass sich der private Sektor insoweit verschulden will oder kann &ndash; sollen also die nach Herstellung der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; der griechischen Wirtschaft vermeintlich zu erwartenden Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse staatlicherseits unverz&uuml;glich zwecks Schuldentilgung wieder abgesch&ouml;pft und dem heimischen Wirtschaftskreislauf entg&uuml;ltig entzogen werden (Transfer ins Ausland).  Dass diese &ndash; de facto Kaufkraftsteuer &ndash; ohne R&uuml;ckwirkungen auf die griechische Wirtschaft bleibt, kann nur ein IWF-Papiertiger die Frechheit haben, zu behaupten. &ldquo;It&rsquo;s the economy, stupid !&rdquo; m&ouml;chte man schreien und darauf hinweisen, dass schon dem historischen Haushalts&uuml;berschuss der Regierung Clinton ohne Transfer ins Ausland (tats&auml;chlich kommt es auf dasselbe hinaus) &ndash; die Rezession der US-Wirtschaft folgte. Die traurige Pointe ist, dass sich f&uuml;r die &ldquo;performance&rdquo;  der weltweit bestbezahlten &ouml;ffentlichen Bankangestellten niemand interessiert. Unerm&uuml;dlich k&ouml;nnen sie endlose Konzepte entwerfen, die am Ende nur sicherstellen, dass sie selbst m&ouml;glichst lange im Gesch&auml;ft bleiben.  Und ganz wichtig zur &ouml;ffentlichen Rechtsfertigung: Die Patina der guten Absicht. G&auml;lten f&uuml;r die &ldquo;Gutmenschen&rdquo; des IWF  die Gesetze der Marktwirtschaft, sie geh&ouml;rten &ndash; in diesem Zusammenhang nimmt man das Wort gerne in den Mund &ndash; allesamt gefeuert. Marktwirtschaft aber gilt immer nur f&uuml;r die, die dummerweise keinen sicheren Posten ergattert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die spanische Bev&ouml;lkerung steht hinter den Protesten gegen die Regierung<\/strong><br>\nNach einer Umfrage erwarten die Spanier, dass die Proteste mehr und gewaltt&auml;tiger werden, wenn sich nichts &auml;ndert Die spanische Regierung w&uuml;rde gerne die Proteste, die im Land gegen die Sparpolitik immer lauter werden, als Kritik einer Minderheit darstellen.<br>\nDie Mehrheit gehe nicht auf die Stra&szlig;en, sagte Regierungschef Rajoy. Dass das kein sanftes Ruhekissen ist, belegt eine Umfrage, die von der Zeitung El Pais in Auftrag gegeben wurde. 77 Prozent stellen sich hinter die Kritik der Demonstranten, 50 Prozent hinter deren Argumenten und deren Proteste, zudem wird klar, dass die Proteste zunehmen werden, wenn sich die Situation verschlechtern sollte. 91 Prozent sagen voraus, dass Proteste dann noch h&auml;ufiger werden, 79 Prozent, dass sie gewaltt&auml;tiger werden, 64 Prozent gehen von Angriffen auf Gesch&auml;fte und 61 Prozent von Bankboykotten aus. So wird es nicht werden, aber das zeigt die Stimmung im Land, die &auml;hnlich explosiv wie in Griechenland zu werden droht. 50 Prozent finden, die Zahl der Proteste sei gegenw&auml;rtig angemessen, f&uuml;r 22 Prozent sollten es mehr sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/152937\">telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer bitte sp&uuml;rt die Schulden- und Euro-Krise hierzulande?<\/strong><br>\nDeutschlands Superreiche jedenfalls nicht. Sie sind im Vorjahr noch reicher geworden. Ihr Verm&ouml;gen &uuml;bersteigt jetzt das Bruttosozialprodukt der Schweiz. Dominiert wird die Liste der reichsten Deutschen des Jahres 2012 vom Aldi-Clan.<br>\nDie Auswirkungen der Schulden- und Euro-Krise auf die Verm&ouml;genslage der reichsten Deutschen waren gering. Im Gegenteil: Die Superreichen des Landes sind noch reicher geworden: Um gut 4 Prozent auf 319,85 (Vorjahr: 307,35) Milliarden Euro stieg das Verm&ouml;gen der Top 100. Es n&auml;hert sich damit dem Rekordwert des Jahres 2008, als 324,6 Milliarden Euro erreicht worden waren&hellip;Insgesamt vermehrte sich der Wohlstand der 500 reichsten Deutschen auf &uuml;ber eine halbe Billion, genauer: auf 500,8 Milliarden Euro&hellip;<br>\nDie Anzahl der Einzelpersonen oder Familien in Deutschland mit einem Verm&ouml;gen von mindestens einer Milliarde Euro ist auf 115 (Vorjahr: 108) gestiegen und hat damit einen neuen H&ouml;chstwert erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,860164,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Interessante und schockierende Zahlen &ndash; der Vergleich von Stromgr&ouml;&szlig;en wie dem BIP und Bestandsgr&ouml;&szlig;en wie dem Verm&ouml;gen ist dennoch nicht statthaft, da willk&uuml;rlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Malte Heynen &uuml;ber den Einfluss der Finanzbranche auf die Medien<\/strong><br>\nAuch in den Medien w&auml;chst der Einfluss der Finanzbranche: Die Redaktionen m&uuml;ssen zunehmend sparen &ndash; und so sind sie st&auml;rker auf den Input von Pressestellen und Interessenvertretern angewiesen. Das Ziel der Banken ist dabei nat&uuml;rlich, &uuml;ber die Medien die Politiker in ihrem Sinne zu beeinflussen oder auch mal ganz simpel Schleichwerbung f&uuml;r ihre Produkte zu machen.<br>\nUnd tats&auml;chlich werden viele Medienberichte von der Sichtweise der Banken dominiert. Beispielsweise werden sehr h&auml;ufig die so genannten &ldquo;Chefvolkswirte&rdquo; der Banken als Experten zitiert. Sie werden in den meisten Berichten als neutrale Ratgeber dargestellt &ndash; nicht etwa als Interessenvertreter eines milliardenschweren Unternehmens. Man stelle sich vor, in der Politikberichterstattung w&uuml;rde ein &ldquo;Chefpolitologe&rdquo; der SPD als Experte befragt, wenn es um die Wahlchancen der CDU geht.<br>\nEs fehlen heute zunehmend die Warner und Kritiker, die das System grundlegend durchleuchten und in Frage stellen. Die Ursache daf&uuml;r ist eine Art Geiz-ist-Geil-Mentalit&auml;t: Wir geben viel zu wenig Geld aus, um unabh&auml;ngige K&ouml;pfe zu finanzieren. Wir denken uns: Warum sollte man gutbezahlte Finanzaufseher einstellen, schlechtbezahlte reichen doch auch? Warum sollte man viel Steuergeld f&uuml;r Universit&auml;tsforschung ausgeben, wenn man sie auch umsonst bekommen kann, finanziert von Unternehmen &uuml;ber sogenannte Drittmittel?<br>\nNach meiner Einsch&auml;tzung ist diese Entwicklung so gravierend, dass unsere Gesellschaft bereits in manchen Bereichen dysfunktional geworden ist. Im Finanzsektor hat das extreme Formen erreicht: Politik und Medien sind dort nicht mehr in der Lage, Gefahren unabh&auml;ngig zu analysieren und die richtigen Gegenma&szlig;nahmen zu ergreifen. Offenbar sind hier in vielen F&auml;llen die Banker selbst die entscheidenden Berater der Politik. Also Personen, die f&uuml;r die Katastrophe mitverantwortlich sind &ndash; und bei der &ldquo;Bankenrettung&rdquo; massive eigene finanzielle Interessen haben.<br>\nNat&uuml;rlich werden diese &ldquo;Berater&rdquo; darauf dringen, dass die Politik m&ouml;glichst schnell m&ouml;glichst viele Milliarden in das Finanzsystem pumpt, aber bitte mit m&ouml;glichst wenigen Auflagen f&uuml;r die Banken. Und genau das ist ja passiert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37666\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Manche andere in dem Interview vertretene Positionen, so etwa dass allein die Geldmenge ein Inflationsrisiko darstelle, teile ich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zu unserem Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14621\">&bdquo;Eine interessante Rede &uuml;ber &bdquo;Klinik&auml;rzte im Spannungsfeld zwischen Profit und Patientenwohl&ldquo;<\/a><\/strong><br>\nAuf den Seiten der Elisabeth-Kirche gibt es jetzt auch einen <a href=\"http:\/\/www.elisabethkirche.de\/index.php?id=643\">Audiomitschnitt der Rede<\/a> (Audio &ldquo;Wort zur Sache von Dr. G&ouml;rg &hellip;&rdquo;)<br>\nKonrad G&ouml;rg w&uuml;rde sich auch &uuml;ber einen Meinungsaustausch mit unseren Leseren freuen, er ist unter der eMail-Adresse <a href=\"mailto:goergk@med.uni-marburg.de\">goergk@med.uni-marburg.de<\/a> zu erreichen.<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>McKinsey ist &uuml;berall<\/strong><br>\nMcKinsey unterh&auml;lt ein globales Netz aus ehemaligen Mitarbeitern &ndash; und wird langsam unheimlich. Die Berater-Alumni sitzen in den Schaltzentralen von Unternehmen und Politik, bewegen Milliarden, steuern ganze Volkswirtschaften. Der &Uuml;berblick&hellip;<br>\nIn den Vorst&auml;nden internationaler Konzerne, auf Ministerposten, in Kulturorganisationen, Stiftungen und auch in Internetfirmen wie Autoscout 24: Die J&uuml;nger McKinseys sind &uuml;berall. Es scheint ein bisschen so wie in der Waschmittelwerbung der siebziger Jahre: McKinsey &ndash; da wei&szlig; man, was man hat&hellip;<br>\nMehr als 25.000 ehemalige McKinsey-Berater besetzen in 120 L&auml;ndern meist hochrangige Positionen; bei McKinsey selbst sind aktuell nur 9000 Berater registriert. Weltweit haben es rund 7000 Ex-Meckies in h&ouml;chste F&uuml;hrungspositionen geschafft; 200 leiten Firmen, die mehr als eine Milliarde Dollar im Jahr umsetzen; die Top-Five-CEOs kommen zusammen auf mehr als 400 Milliarden Dollar; sie f&uuml;hren Boeing (USA), BHP Billiton (Australien), Vodafone (Gro&szlig;britannien), Eni (Italien) und die Deutsche Post.<br>\nIn zehn der 30 Dax-Vorst&auml;nde sitzen ehemalige McKinsey-Berater, getreu McKinseys interner Ma&szlig;gabe, &ldquo;leaders for the outside&rdquo; zu formen. &ldquo;Unsere Alumni sind globale Anf&uuml;hrer auf &ouml;konomischem, sozialem und kulturellem Gebiet&rdquo;, protzt Weltchef Dominic Barton, 50.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/mckinsey-ex-berater-unterhalten-weltweites-netzwerk-a-855609.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Sehr interessant und zu gleich erschreckend. Leider scheint das alles was auf den NDS zur interessengeleiteten Politik zu finden ist zu best&auml;tigen. Leider scheint dies auch den Diskurs &uuml;ber Postdemokratie zu bekr&auml;ftigen. Parlamente und Wahlen werden offenbar mehr und mehr zu reinen Schauveranstaltungen f&uuml;r ein unbedarftes Publikum. Die politische Agenda wird an andere Stelle verhandelt.<br>\nNicht umsonst war McKinsey  unter anderen beteiligt am Konzept von Hartz IV, an der Arbeitsweise der ARGEn und an der &ldquo;Reform&rdquo; der Sozialversicherung. Zudem steht die ber&uuml;chtigte Beraterfirma dem Bundesverband der Tafeln seit vielen Jahren beratend zur Seite. McKinsey ist damit einer der Hauptakteure bei der Privatisierung des Armutsrisikos und Aush&ouml;hlung des im Grundgesetz vorgegebenen Sozialstaatsgebots.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es fehlen Disziplin und Qualit&auml;t. Interview mit Jens Seipenbusch &uuml;ber die Krise der Piraten<\/strong><br>\nDer ehemalige Vorsitzende der Piratenpartei &auml;rgert sich zwar &uuml;ber einiges, was in seiner Partei derzeit los ist, aber er h&auml;lt die Probleme f&uuml;r &uuml;berwindbare Kinderkrankheiten. Ein Gespr&auml;ch mit Jens Seipenbusch &uuml;ber Vorstandsarbeit, Ehren&auml;mter, Partei-Zirkel, Patente, Schutzfristen, Liquid Feedback und e-Petitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/49541\/es-fehlen-disziplin-und-qualitat-interview-mit-jens-seipenbusch-uber-die-krise-der-piraten\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Steffen Roski: Trendsetter Bertelsmann<\/strong><br>\nAm 17. Mai 2012 begab sich das Magazin Stern einmal mehr auf den medialen Boulevard: Vor knallrotem Hintergrund legte man dem im unteren Seitenbereich abgelichteten Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin eine mit dicken schwarzen Lettern gef&uuml;llte Sprechblase zwischen die mit einem markanten Schnauzer umrandeten Lippen. Dort hie&szlig; es: &ldquo;Europa braucht den Euro nicht!&rdquo;<br>\nDrei Tage sp&auml;ter strahlte G&uuml;nther Jauch, der smarte Vorzeigeintellektuelle f&uuml;rs Fernsehpublikum, seine sonnt&auml;gliche ARD-Show aus. Zu Gast waren zwei Sozialdemokraten: Thilo Sarrazin, Autor des Buches Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen, und der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck. Am 22. Mai 2012 lag dann Sarrazins neuestes Werk Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise gef&uuml;hrt hat in den prominent platzierten Auslagen des bundesdeutschen Mainstream-Buchhandels.<br>\nSo geht ein Medienhype, um es im Neusprech der Marketingstrategen zu formulieren&hellip;<br>\nDer Stern geh&ouml;rt dem Unternehmen Gruner + Jahr, das wiederum einen Bereich des G&uuml;tersloher Dienstleistungs- und Medienkonzerns Bertelsmann bildet. Thilo Sarrazin publiziert in der M&uuml;nchener Deutschen Verlagsanstalt, die der Verlagsgruppe Random House angeh&ouml;rt. Random House wiederum ist eine Tochter der Bertelsmann AG. ARD-Talker G&uuml;nther Jauch moderiert seit 1999 bei RTL die Show Wer wird Million&auml;r? Die RTL Group bildet den Fernsehbereich der Bertelsmann AG; ihre Sendungen finden im gesamten europ&auml;ischen Raum Verbreitung und werden t&auml;glich von fast 200 Millionen Menschen geschaut.<br>\nOb sie die Trommeln &rsaquo;angewidert&lsaquo; r&uuml;hren oder mit gro&szlig;er Spielfreude bei der Sache sind, ist einerlei &ndash; die Redakteurinnen und Redakteure des Stern sind Mitglieder des Gro&szlig;orchesters Bertelsmann. Und als solche spielen sie, was ihnen jeweils aufgegeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/uebersicht\/6322944.html\">BdWi-Forum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Euro-Crash-Propheten: M&uuml;nchaus gro&szlig;e Glaskugel<\/strong><br>\nAch, diese Kolumnisten. Sie wissen immer alles schon vorher. Und ganz pr&auml;zise! Anfang Juni schrieb Wolfgang M&uuml;nchau in seiner Spiegel Online-Kolumne, die Tage des Euro seien gez&auml;hlt. H&ouml;chstwahrscheinlich. Jetzt kritisiert er &bdquo;Peer Steinbr&uuml;cks gr&ouml;&szlig;te Fehleinsch&auml;tzung&ldquo;. Seine eigene hat er offenbar schon vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/49446\/euro-crash-propheten-munchaus-grose-glaskugel\/\">Carta<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn man sich die M&uuml;he machen w&uuml;rde, auch M&uuml;nchaus Kommentare in der englischen Financial Times durchzust&ouml;bern, w&uuml;rde man sicher zahlreiche Fehlprognosen fehlen. M&uuml;nchau ist nun einmal genau so meinungsstark wie wandlungsf&auml;hig, das hat er in der Tat mit Peer Steinbr&uuml;ck gemein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nachsitzen f&uuml;r die Bildungspolitiker<\/strong><br>\nJutta Allmendinger: &ldquo;Schulaufgaben&rdquo;, Pantheon Verlag, M&uuml;nchen 2012, 304 Seiten<br>\nAufs Gymnasium? Bei den Eltern kein Problem! Wer es im deutschen Bildungssystem &ldquo;schafft&rdquo; und wer nicht, das h&auml;ngt immer st&auml;rker vom sozialen Hintergrund ab. Um das zu &auml;ndern, schreibt die Bildungssoziologin Jutta Allmendinger der Politik ein paar konkrete &ldquo;Schulaufgaben&rdquo; ins Heft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/kritik\/1887648\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers: Steuereinnahmen in Griechenland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14683"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14696,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14683\/revisions\/14696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}