{"id":14687,"date":"2012-10-10T09:52:10","date_gmt":"2012-10-10T07:52:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14687"},"modified":"2015-05-02T09:32:54","modified_gmt":"2015-05-02T07:32:54","slug":"die-euro-krise-die-ezb-die-linke-und-das-liebe-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14687","title":{"rendered":"Die Euro-Krise, die EZB, die LINKE und das liebe Geld"},"content":{"rendered":"<p>Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verh&auml;ltnis<br>\nLange waren die Fronten klar: hier die Linke mit einem fortschrittlichen, wirtschafts- und besch&auml;ftigungspolitischen Profil und dort die Europ&auml;ische Zentralbank als Ziehtochter der Deutschen Bundesbank und somit als die H&uuml;terin der reinen monetaristischen Lehre von der Geldwertstabilit&auml;t als h&ouml;chstem Gut auf Erden. Dazwischen &ndash; zumeist nicht weit von der orthodoxen Position der Zentralbank entfernt &ndash; haben wir die Politik der deutschen Bundesregierung verortet. Diese Aufstellungsordnung von der guten Linken, der b&ouml;sen Regierung und der ganz b&ouml;sen Zentralbank ist inzwischen etwas durcheinander geraten, seit die Krise von allen Beteiligten konkrete politische Handlungen eingefordert hat. Von <strong>Axel Troost<\/strong> [<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14687#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<br>\n<!--more--><br>\nIn der Linken und der LINKEN herrscht keineswegs Einigkeit dar&uuml;ber, wie weit sich die Aufstellung ver&auml;ndert hat und wie diese Ver&auml;nderungen zu bewerten sind. Im Folgenden soll daher eine Lesart angeboten werden, die das Verhalten der EZB inzwischen f&uuml;r pragmatischer und l&ouml;sungsorientierter h&auml;lt als die unter der Dominanz der deutschen Bundesregierung handelnde europ&auml;ische Regierungsebene. Zu beobachten ist eine Ent-Dogmatisierung der EZB bei gleichzeitig fortschreitender Verbohrtheit der europ&auml;ischen und insbesondere deutschen Regierungspolitik. Da das Thema Geld von vielen (nicht nur) in der Linken stark mystifiziert und die Rolle der EZB d&auml;monisiert wird, werden im Folgenden ein paar grundlegende Hintergr&uuml;nde zur Funktionsweise und den Folgen von Geldpolitik dargestellt.<\/p><p><strong>Mysterium Geld und Geldpolitik<\/strong><\/p><p>Den meisten Menschen f&auml;llt zur EZB das Bild vom &bdquo;Anwerfen der Druckerpresse&ldquo; ein, mit der die Zentralbank zus&auml;tzliche Geldscheine druckt und diese in Umlauf bringt. Dieses Bild hinkt in vielerlei Hinsicht. <\/p><p><strong>Gedrucktes Geld ist nur ein Teil des Zentralbankgeldes<\/strong><\/p><p>Das physisch vorhandene, als Banknoten gedruckte oder als M&uuml;nzen gepr&auml;gte Geld ist nur ein Teil des Geldes, dass die Zentralbank schafft. Der gr&ouml;&szlig;te Teil des Geldes, dass die Zentralbank zus&auml;tzlich &bdquo;druckt&ldquo;, wird als Kreditvergabe an die Banken (&bdquo;Gesch&auml;ftsbanken&ldquo; im Gegensatz zur &bdquo;Zentralbank&ldquo;) geschaffen: Die Zentralbank bietet den Banken jede Woche aufs neue Kredite zum Leitzins von derzeit 0,75 Prozent an (sog. &bdquo;Tender&ldquo;), gleichzeitig laufen jede Woche fr&uuml;here Kredite ab und m&uuml;ssen an die Zentralbank zur&uuml;ckgezahlt werden. Alle Gesch&auml;ftsbanken f&uuml;hren ein Konto bei der Zentralbank.<\/p><p>Wenn eine Bank das Kreditangebot der Zentralbank annimmt, schreibt die Zentralbank einfach ein zus&auml;tzliches Guthaben auf dem Girokonto der Bank gut. Es wird also nicht physisch Bargeld geschaffen, sondern per Computer einfach ein Kontostand ver&auml;ndert. Durch das regelm&auml;&szlig;ige Auslaufen der Zentralbank-Kredite bleibt die Zentralbank- Geldmenge unter der Kontrolle der Zentralbank. Das in den Medien oft skizzierte Bild von der EZB, die &bdquo;wieder Milliarden von Euro in den Markt pumpt&ldquo;, unterschl&auml;gt daher regelm&auml;&szlig;ig, dass dieselben Milliarden Euro von allein nach Ablauf des Tenders wieder verschwinden.<\/p><p><strong>Zentralbankgeld ist nur ein kleiner Teil der umlaufenden Geldmenge<\/strong><\/p><p>Es gibt sehr unterschiedliche Definitionen, wie man die Menge des umlaufenden Gelds in einer &Ouml;konomie &uuml;berhaupt bestimmt. Das Bargeld, also die Menge von Geldscheinen und M&uuml;nzen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Eine der wichtigsten Definitionen ist die Geldmenge &bdquo;M3&ldquo;. Diese setzt sich unter anderem aus dem Zentralbankgeld bzw. Basisgeld (gedruckte Geldscheine und M&uuml;nzen und Guthaben der Banken auf ihren Konten bei der Zentralbank), aus den tagt&auml;glich verf&uuml;gbaren Kundeneinlagen bei den Banken (also den Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten), aus Spar- und Termineinlagen bis zu 2 Jahren Laufzeit und aus diversen Wertpapieren des Geldmarktes zusammen. M3 gibt &ndash; so die Einsch&auml;tzung vieler &Ouml;konomen und Zentralbanker &ndash; einen recht guten Hinweis darauf, wie viel Geld f&uuml;r die kurz- und mittelfristige Nachfrage nach Gebrauchsg&uuml;tern mobilisiert werden k&ouml;nnte und wie weit daher die Preise dieser G&uuml;ter steigen k&ouml;nnten (quasi als Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r die Inflation von G&uuml;terpreisen). Ohne alle Details zu durchleuchten, f&auml;llt sofort auf, dass das Zentralbankgeld nur ein relativ kleiner Teil der f&uuml;r die Inflation relevanten Geldmenge M3 ist &ndash; in der Regel um die 10 Prozent. Durch die expansive Geldpolitik der EZB hat sich die Zentralbankgeldmenge in den Jahren seit Beginn der Finanzkrise Mitte 2007 von ca. 800 Mrd. Euro auf 1.750 Mrd. Euro Mitte 2012 mehr als verdoppelt. Die Geldmenge M3 ist im selben F&uuml;nf-Jahres-Zeitraum nur um ca. 20 Prozent und damit sogar langsamer als vor der Krise gestiegen (siehe Abbildung).<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121010_troost_01.gif\" alt=\"Geldmenge M3\" title=\"Geldmenge M3\"><\/p><p><strong>Gelddrucken bedeutet nicht automatisch Inflation<\/strong><\/p><p>Auch wenn es f&uuml;r den Alltagsverstand nur schwer nachvollziehbar ist: eine drastische Ausweitung der Zentralbankgeldmenge bleibt aus Sicht der Inflation solange ein Sturm im Wasserglas, wie die Banken nicht mit einer gesteigerten Kreditvergabe an Kunden au&szlig;erhalb des Bankensektors beginnen. Beim derzeitigen Rezessions-Ausblick in der Euro-Zone sind die Banken genau dabei sehr zur&uuml;ckhaltend, weil sie Kreditausf&auml;lle f&uuml;rchten und viele Unternehmen in der Krise kaum investieren wollen. Da kann der Zentralbankzins noch so niedrig und die Zentralbankgeldmenge noch so gro&szlig; sein: Ohne einen positiven Konjunkturausblick und aussichtsreiche Investitionsperspektiven wird die Kreditvergabe an die Realwirtschaft kaum anspringen und daher sind Inflations&auml;ngste derzeit unbegr&uuml;ndet. Das mag in wenigen Jahren &ndash; sollte die Krise &uuml;berwunden werden &ndash; hoffentlich wieder anders aussehen, aber bis dahin hat die EZB genug Zeit, sich gen&uuml;gend Spielraum zur Straffung der Geldpolitik zu verschaffen. Die weitgehend unbegr&uuml;ndeten Inflations&auml;ngste haben aber in mindestens einer Hinsicht eine ironische Inflations-Wirkung: Aus Angst vor Entwertung von Finanzanlagen schichten viele Verm&ouml;gensbesitzer derzeit ihre Ersparnisse in vermeintlich sichere Anlagen um, insbesondere in Gold und &bdquo;Betongold&ldquo;, d.h. Immobilien. Da die Immobilienpreise in vielen deutschen St&auml;dten im Vergleich zum europ&auml;ischen Ausland bislang relativ niedrig waren, flie&szlig;t viel Geld aus dem In- und Ausland in deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien. In attraktiven Innenstadtlagen wie in Berlin hat dies bereits zu erheblichen Preissteigerungen f&uuml;r Wohnungen und H&auml;user gef&uuml;hrt, was h&auml;ufig &uuml;ber h&ouml;here Mieten auch unmittelbar auf die Lebenshaltungskosten durchschl&auml;gt.<\/p><p><strong>Das Anleiheprogramm der EZB ist kein &bdquo;Gelddruckprogramm&ldquo;<\/strong><\/p><p>Viele Zeitgenossen &ndash; auch in der LINKEN &ndash; haben sich sehr ablehnend gegen&uuml;ber der Ank&uuml;ndigung der EZB vom 6. September ge&auml;u&szlig;ert, in Zukunft noch st&auml;rker als bisher Staatsanleihen europ&auml;ischer Krisenl&auml;nder anzukaufen. Von einem Vollpumpen der Banken mit frischem Geld durch die EZB war dabei oft die Rede, mit dem die Banken nun umso mehr spekulieren w&uuml;rden. Dies ist falsch oder mindestens extrem verk&uuml;rzt.<br>\nDie EZB hat in ihrer Entscheidung zu den EZB-Anleihek&auml;ufen w&ouml;rtlich angek&uuml;ndigt: &bdquo;Die Liquidit&auml;t, die im Rahmen des Anleihe-Ankaufprogramms geschaffen wird, wird vollst&auml;ndig sterilisiert.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Dieses Notenbanker-Kauderwelsch (&bdquo;sterilisieren&ldquo;) bedeutet auf Deutsch: Wo die EZB zum Ankauf von Anleihen zus&auml;tzliches Geld schafft, nimmt sie dieselbe Menge Geld an anderer Stelle wieder aus dem Markt. Ein einfaches Beispiel: Wenn die EZB eine italienische oder spanische Staatsanleihe f&uuml;r 100 Euro ankauft, verkauft sie kurzerhand einfach eine deutsche, &ouml;sterreichische oder niederl&auml;ndische Anleihe im gleichen Wert. Ein andere M&ouml;glichkeit zum &bdquo;sterilisieren&ldquo;, die die EZB derzeit f&uuml;r ihr Wertpapier-Ankaufprogramm (&bdquo;Securities Markets Programm&ldquo; &ndash;SMP) verwendet, sind Festgelder. Jede Woche versteigert die EZB im Umfange ihrer SMP-Wertpapierank&auml;ufe zus&auml;tzliche Festgeld-Anlagem&ouml;glichkeiten an Banken. Das auf diese Festgeld-Konten bei der EZB von den Banken eingezahlte Geld steht als Liquidit&auml;t nicht mehr zur Verf&uuml;gung, ist &bdquo;sterilisiert&ldquo;.<\/p><p>Im Ergebnis &auml;ndern die Anleihe-K&auml;ufe an der umlaufenden Geldmenge gar nichts. Ein unkontrolliertes Vollpumpen von Banken mit frischem Geld l&auml;sst sich in dem Ankauf-Programm nicht erkennen. Viele Banken werden im Ergebnis wahrscheinlich italienische oder spanische Staatsanleihen an die EZB verkaufen und daf&uuml;r deutsche Staatsanleihen kaufen oder bei der EZB ein Festgeldkonto er&ouml;ffnen.<\/p><p>Um Missverst&auml;ndnisse zu vermeiden: Das Anleihe-Ankaufprogramm der EZB ist zu begr&uuml;&szlig;en, weil es ein aktiver Eingriff in einen falsch bzw. unregulierten Finanzmarkt ist und sich im &ouml;ffentlichen Interesse f&uuml;r bezahlbare Zinsen f&uuml;r Euro-Krisenl&auml;nder (siehe n&auml;chsten Absatz) und gegen die privaten Kapitalanleger und Spekulanten richtet &ndash; v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, ob die EZB dieses Ziel um den Preis einer Geldmengenausweitung verfolgt oder nicht. Die oben stehende Argumentation gegen das Anleiheprogramm verkennt daher nicht nur das sinnvolle Ziel dieser Operation, sondern bem&uuml;hat dazu auch eine falsche Information.<\/p><p>Nat&uuml;rlich w&auml;re es uns als LINKE noch viel lieber, die EZB w&uuml;rde den Euro-Staaten direkt Kredit gew&auml;hren und so die privaten Kapitalm&auml;rkte komplett ins Leere laufen lassen. Aber auch K&auml;ufe von Sekund&auml;rmarkt-Anleihen durch die EZB k&ouml;nnen helfen, weil dadurch die Preise f&uuml;r die Anleihen auf dem Sekund&auml;rmarkt steigen. Wenn der Preis von festverzinslichen Wertpapieren (hier: Staatsanleihen) steigt, fallen im Gegenzug ihre Umlaufrendite und damit die k&uuml;nftigen Refinanzierungskosten. Das funktioniert so (Beispielrechnung): Italien hat 2006 eine Staatsanleihe &uuml;ber 100 Euro f&uuml;r 4 Prozent, d.h. 4 Euro Zinszahlung pro Jahr, herausgegeben. Wer diese Anleihe heute weiterverkaufen will, bekommt auf dem Sekund&auml;rmarkt nur noch 66 Euro daf&uuml;r. Derjenige, der diese Anleihe f&uuml;r 66 Euro kauft, erh&auml;lt weiterhin die 4 Euro Zinsen pro Jahr &ndash; f&uuml;r ihn ergibt sich daraus also eine Rendite von 6 Prozent (&bdquo;Umlaufrendite&ldquo; gemessen am aktuellen Wert auf dem Sekund&auml;rmarkt). Wenn wir heute in der Zeitung lesen, dass italienische Staatsanleihen auf dem Sekund&auml;rmarkt eine Umlaufrendite von 6 Prozent haben, dann findet Italien auch f&uuml;r neue Anleihen nur dann K&auml;ufer, wenn es ebenfalls mindestens 6 Prozent Zinsen bietet. Der Sinn von Sekund&auml;rmarkt-Ank&auml;ufen der EZB besteht daher darin, den Preis von italienischen Staatsanleihen durch Steigerung der Nachfrage auf dem Sekund&auml;rmarkt hochzuhalten, damit Italien am Prim&auml;rmarkt zu niedrigeren Zinsen neue Anleihen ausgeben kann.<\/p><p>Der &Ouml;konom Peter Bofinger hat zuletzt vorgeschlagen, die EZB solle eine klare Ansage machen, dass sie Renditen spanischer oder italienischer Staatsanleihen von vier Prozent f&uuml;r akzeptabel h&auml;lt und entsprechend durch Sekund&auml;rmarktk&auml;ufe diese Obergrenze durchsetzen will [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Dieser Vorschlag klingt vern&uuml;nftig, auch wenn es nat&uuml;rlich noch viel sinnvoller w&auml;re, wenn die EZB Italien direkt Staatsanleihe zu 0,75 oder 1 Prozent abkaufen w&uuml;rde. Da der EZB aber Prim&auml;rmarktank&auml;ufe durch die Europ&auml;ischen Vertr&auml;ge verboten sind, sind Sekund&auml;rmarktinterventionen eine, wenn auch bescheidene, dritt- oder viertbeste L&ouml;sung, die wir nicht verteufeln sollten. Bei aller Anerkennung der pragmatischen Politik der EZB, die sich damit in der Krise scharf vom Dogmatismus der Deutschen Bundesbank abgesetzt hat, darf nat&uuml;rlich der<br>\nHinweis nicht fehlen, dass auch die EZB ihre Anleihek&auml;ufe an die Erf&uuml;llung der Spardiktate des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus als Vorbedingung kn&uuml;pft und dass sie als Teil der Troika zusammen mit der EU-Kommission und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds treibende Kraft einer unsozialen und krisenversch&auml;rfenden Wirtschaftspolitik in den Krisenl&auml;ndern ist. Entsprechend berechtigt ist die Bef&uuml;rchtung, dass diese Spardiktate der wirtschaftlichen Entwicklung der Krisenstaaten viel mehr schaden, als die Anleihek&auml;ufe n&uuml;tzen k&ouml;nnen. Aber: die Spardiktate greifen sowieso, daf&uuml;r sorgen inzwischen zahlreiche sanktionsbewehrte Vereinbarungen auf EU-Ebene (u.a. Fiskalvertrag, Euro-Plus-Pakt), f&uuml;r welche nicht die EZB die Verantwortung tr&auml;gt, sondern die europ&auml;ischen Regierungen und Parlamente. Wenn der Druck der Finanzm&auml;rkte auf Italien und Spanien nicht nachl&auml;sst, m&uuml;ssen beide L&auml;nder fr&uuml;her oder sp&auml;ter ohnehin beim ESM &bdquo;Hilfen&ldquo; beantragen.<\/p><p>Die EZB-Entscheidung nimmt also nichts vom Schrecken der Merkelschen &bdquo;Euro Rettungsstrategie&ldquo;. Sie bietet aber ein wenig Balsam, um mit dem Schrecken etwas besser umgehen zu k&ouml;nnen. Allein die Ank&uuml;ndigung, dass die EZB notfalls unbegrenzt Anleihen aufkaufen wird, hat auf den Finanzm&auml;rkten Druck vom Kessel genommen. Demnach sollte nicht der EZB-Balsam in der Kritik stehen, sondern die Hauptverantwortliche f&uuml;r den ESM, Angela Merkel.<\/p><p>Es bleibt dabei: F&uuml;r die Krise der W&auml;hrungsunion und die Zockerei der Banken ist die Politik mit ihrer falsch verstandenen EU-Integration, ihrer mangelhaften Finanzmarktregulierung und ihrer falschen Verteilungspolitik verantwortlich &ndash; nicht die Geldpolitik der Zentralbank.<\/p><p><strong>Kritik der Euro-Krise von links oder rechts?<\/strong><\/p><p>Mit ihrer grundlegenden Kritik an den &bdquo;Rettungsschirmen&ldquo; EFSF und ESM war DIE LINKE die einzige Fraktion im Bundestag, die sich geschlossen dem Krisenmanagement der europ&auml;ischen Regierungen unter der Leitung der deutschen Bundesregierung entgegengestellt hat. Da DIE LINKE damit auch die deutschen Finanzbeitr&auml;ge zum Krisenmanagement abgelehnt hat, erhielt die Fraktion eine ganze Menge ungewollten Beifall auch von rechts-konservativer und nationaler Seite.<\/p><p>Um von dieser Seite nicht vereinnahmt zu werden, muss die LINKE immer wieder klarmachen, dass ihr Nein zu EFSF und ESM kein grunds&auml;tzliches Nein zu Finanzhilfen f&uuml;r anderen europ&auml;ische Staaten ist. Ganz im Gegenteil muss die LINKE deutlich machen, dass sie die Partei der Solidarit&auml;t mit den unter der Krise besonders leidenden Bev&ouml;lkerungsmehrheiten in S&uuml;deuropa ist.<\/p><p><strong>Anleihen von Krisenl&auml;ndern bergen weniger Gefahren f&uuml;r die SteuerzahlerInnen als oft Behauptet<\/strong><\/p><p>Es ist daher schade, dass auch von LINKER Seite gegen das Anleiheprogramm der EZB das Argument zu h&ouml;ren war, der Aufkauf berge unkalkulierbaren Risiken f&uuml;r die deutschen SteuerzahlerInnen, denn sie m&uuml;ssten entsprechend ihrem Kapitalanteil an der EZB mit 27 Prozent f&uuml;r mehr als ein Viertel s&auml;mtlicher Verluste aus diesen Anleihen aufkommen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich beinhalten die von der EZB geplanten Anleihe-K&auml;ufe ein Ausfallrisiko. Es ist aber irref&uuml;hrend, wenn diese Papiere &ndash; auch von einzelnen Protagonisten der LINKEN &ndash; als &bdquo;Giftm&uuml;ll&ldquo; bzw. als quasi wertlos dargestellt werden. Italien und Spanien sind keine bankrotten Volkswirtschaften und mit einer umsichtigen und sozial ausgewogenen Rettungsstrategie &ndash; verbunden mit einer Abschirmung der Staatsfinanzierung von der Willk&uuml;r der M&auml;rkte durch EZB-Kredite und Eurobonds &ndash; w&uuml;rden beide L&auml;nder ihre Schulden zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen. Zwar wissen alle, dass derzeit keine vern&uuml;nftige Rettungsstrategie angewandt wird, aber man kann einen Patienten mit einem Schnupfen auch nicht gleich f&uuml;r Tod erkl&auml;ren, nur weil man wei&szlig;, dass dessen unf&auml;higer Arzt bislang die meisten seiner Schnupfen-Patienten zu Tode kuriert hat. Nicht die Patienten sind dann totkrank, sondern der Arzt ist ein Kurpfuscher.<\/p><p>Das Ausfallrisiko von italienischen und spanischen Anleihen h&auml;ngt im Wesentlichen also davon ab, wie lange die beiden L&auml;nder durch die Troika, die deutsche Bundesregierung und ihre eigenen Regierungen weiter heruntergewirtschaftet werden. Man darf das zerst&ouml;rerische Potential dieser Politik nicht verharmlosen. Sollte es aufgrund der Verschlimmerung durch die falsche Politik zu teilweisen Ausf&auml;llen auf Staatsanleihen kommen, die die EZB bis dahin erworben hat, so muss aber auch dies nicht automatisch und sofort zu einer Belastung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler f&uuml;hren.<\/p><p>Denn die EZB hat erhebliche Reserven, so u.a. Goldreserven von 434 Mrd. Euro und Devisenreserven von <a href=\"http:\/\/www.ecb.int\/press\/pr\/wfs\/2012\/html\/fs120918.de.html\">&uuml;ber<\/a> 230 Mrd. Euro. Ausf&auml;lle im niedrigen dreistelligen Milliardenbereich k&ouml;nnte die EZB daher aus eigenen Mitteln bew&auml;ltigen. Sollte aber tats&auml;chlich im weiteren Verlauf der Euro-Krise ein Ausfall Spaniens oder Italiens ins Haus stehen, dann sind die damit verbundenen Verluste f&uuml;r die EZB eines der geringeren Probleme der SteuerzahlerInnen. Ein solches Szenario ist n&auml;mlich nicht ohne den Zusammenbruch der W&auml;hrungsunion, einen Serienbankrott vieler Gro&szlig;banken und dramatische Produktionseinbr&uuml;che gerade der deutschen Exportindustrie zu denken. Die daraus folgenden Sch&auml;den w&auml;ren unermesslich und in ganz Europa st&uuml;nden zus&auml;tzlich viele Millionen von ArbeitnehmerInnen innerhalb k&uuml;rzester Zeit ohne Job da.<\/p><p><strong>Warum gegen die &bdquo;Rettungsschirme&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Es hat einen unsch&ouml;nen Beigeschmack, wenn sich linke Kritiker an der verfehlten Euro-Krisenpolitik f&uuml;r die vermeintlichen Interessen der &bdquo;deutschen SteuerzahlerInnen&ldquo; stark machen. Erstens schwingt dabei der dumpfe Unterton mit, der &bdquo;deutsche Steuerzahler&ldquo; sei wichtiger als die SteuerzahlerInnen in anderen L&auml;ndern. Zum zweiten gibt es &bdquo;den deutschen Steuerzahler&ldquo; nicht. Der Begriff verschleiert den Umstand, dass in Deutschland die Durchschnittsverdiener relativ hohe Steuern zahlen, w&auml;hrend viele sehr Wohlhabende zum Gemeinwesen nur mit wenig Steuern beitragen. Wenn wir als LINKE die europafeindliche Politik der Bundesregierung &uuml;berzeugend anprangern wollen, dann d&uuml;rfen wir uns nicht an die Seite der &bdquo;deutschen SteuerzahlerInnen&ldquo; stellen, denn damit sind wir von der rechts-populistischen Argumentation der Gauweilers, Sch&auml;fflers und Dobrints kaum mehr unterscheidbar und tun nichts dagegen, dass die Bild-Zeitung (&bdquo;Pleite-Griechen&ldquo;) ihre dumpfen Ressentiments weiter sch&uuml;ren und bedienen kann.<\/p><p>Damit ginge zwar &ouml;ffentliches Verm&ouml;gen verloren, aber dieses Verm&ouml;gen war f&uuml;r die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bislang leider von wenig Nutzen, da die EZB und die nationalen Zentralbanken sich bislang immer beharrlich geweigert haben, ihre Reserven in nutzbringender Weise f&uuml;r das Gemeinwesen einzusetzen. Wenn aus der LINKEN die Staatsanleihen der Krisenstaaten als wertloser Schrott bezeichnet werden, dann klatscht der rechts-nationale Stammtisch Beifall.<\/p><p>DIE LINKE hat die vermeintlichen &bdquo;Rettungspakete&ldquo; bislang zwar stets abgelehnt, diese Ablehnung war aber nie damit begr&uuml;ndet, wir w&uuml;rden f&uuml;r &bdquo;die Griechen&ldquo; und die anderen Bev&ouml;lkerungen in den betroffenen Krisenl&auml;ndern das entsprechende Geld nicht bereitstellen wollen.<\/p><p>Der gemeinsame Nenner, warum die LINKE im Bundestag die Rettungsschirme abgelehnt hat, ist vielmehr die Kn&uuml;pfung der &bdquo;Hilfskredite&ldquo; an die &ouml;konomisch kontraproduktive und asoziale Sparprogramme. Einigkeit bestand auch darin, dass die Auflagenprogramme dar&uuml;ber hinaus anti-demokratisch sind, weil sie die demokratischen Institutionen der Krisenl&auml;nder entmachten. Weniger Konsens bestand bei der Frage, wieweit wir die Entdemokratisierung im Inland, d.h. insbesondere eine Entmachtung des Bundestages, in den Vordergrund r&uuml;cken sollten. F&uuml;r die Klagen gegen ESM und Fiskalpakt in Karlsruhe waren das zwar wichtige, weil juristisch einschl&auml;gige Argumente. Nichtsdestotrotz muss das Gesamtbild stimmen: EFSF und ESM h&ouml;hlen die Demokratie in Griechenland, Portugal und Italien um ein vielfaches st&auml;rker aus, als dies in Deutschland passiert. Denn: den Parlamenten der Krisenl&auml;nder blieben als Alternativen nur, den Sparprogrammen und damit der haushaltspolitischen Selbstentmachtung zuzustimmen oder ihren Staat in die Insolvenz zu schicken. Anders in Deutschland: Die schwarz-gelbrot-gr&uuml;nen Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat waren willig bereit, das deutsche Parlament durch die Ewigkeitsklauseln des Fiskalvertrags zu entmachten, denn diese Klauseln wurden auf Druck der deutschen, also &bdquo;ihrer&ldquo; Bundesregierung &uuml;berhaupt erst in den Fiskalvertrag aufgenommen.<\/p><p>Ein entschlossenes und &ouml;konomisch kluges Krisenmanagement kann &ndash; verbunden mit einer Umverteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen von oben nach unten &ndash; die Krise stoppen und Europa eine positive, solidarische Perspektive geben. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Es ist unstrittig, dass eine solche Strategie unter der Vorherrschaft der derzeitigen deutschen Bundesregierung leider kaum zu erwarten ist und sich Deutschland damit an Europa vers&uuml;ndigt. DIE LINKE macht keine Politik f&uuml;r &bdquo;deutsche SteuerzahlerInnen&ldquo;, sondern f&uuml;r die sozial ausgegrenzten und durch die Krise gesch&auml;digten Menschen in Europa, egal in welchem Land sie leben. Und die beste Strategie, diese Zielrichtung gerade auch in einem bevorstehenden Bundestagswahlkampf zu verfolgen, kann nur sein: was gut ist f&uuml;r die Erwerbslosen, Unterbesch&auml;ftigten und von Sozialtransfers Abh&auml;ngigen in Deutschland, ist auch gut f&uuml;r die Mehrzahl der Menschen im Rest Europas, denn es stoppt den ruin&ouml;sen Unterbietungswettlauf. Mit Verweis auf die rot-gr&uuml;ne Agenda 2010 erkl&auml;rt die Bundesregierung dem Rest Europas, welche Hausaufgaben in Griechenland, Portugal und Spanien nun nachzuholen sind. Wenn es der politischen Linken in Deutschland aber gel&auml;nge, endlich anst&auml;ndige L&ouml;hne einzufordern und durchzusetzen, dann w&auml;re dies die beste Voraussetzung daf&uuml;r, dass auch die europ&auml;ischen Partner ihr Lohnniveau halten k&ouml;nnen. In Deutschland gegen die Rente erst ab 67 zu k&auml;mpfen ist eine weitere wichtige Unterst&uuml;tzung, die wir unseren KollegInnen und FreundInnen in den europ&auml;ischen Krisenstaaten anbieten k&ouml;nnen. Europa wird in den kommenden Jahren soviel neoliberale Agendapolitik erdulden m&uuml;ssen, wie es uns in Deutschland nicht gelingt, die Fehler der Agenda 2010 hierzulande r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und den sozialen Wohlfahrtsstaat wieder herzustellen.<\/p><p><strong>Res&uuml;mee: Der Gegner sitzt in Berlin, nicht in Frankfurt<\/strong><\/p><p>Auch wenn es aus linker Sicht ungewohnt klingt: Wir sollten aufh&ouml;ren, die Krisenpolitik der EZB anzugreifen, sondern vielmehr ihren Pragmatismus und Undogmatismus betonen. Genau damit gelingt die Abgrenzung von unserem eigentlichen Gegner, der Regierung Merkel: offensichtlich sehen selbst stock-konservative Zentralbanker der EZB in Frankfurt notgedrungen ein, dass mit der reinen Lehre der Neoklassik die Euro-Krise nicht zu &uuml;berwinden ist. Wenn eine Bundesregierung dagegen verbrettert an dem Standpunkt festh&auml;lt, Europa k&ouml;nne sich aus seiner Schuldenkrise heraus sparen, dann erinnert dies fatal an die historisch-traurige Figur des Sparkanzlers Heinrich Br&uuml;ning in den 1930er Jahren.<\/p><p>Wenn auch die Ausma&szlig;e hoffentlich nicht vergleichbar sein werden: wie am Ende der Weimarer Republik so geht auch heute vom politischen Versagen einer deutschen Regierung eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r Europa aus. Die Kollateralsch&auml;den des deutschen Regierungsstarrsinns sind schon heute in vielen Teilen (v.a. S&uuml;d-)Europas zu besichtigen. Hoffen wir, dass diese Sch&auml;den irgendwann wieder gut zu machen sind.<\/p><p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Erg&auml;nzend sei angemerkt, dass es keineswegs unumstritten ist, dass die Zentralbanken Buchverluste, die durch Abschreibungen auf Staatsanleihen in ihren Bilanzen entstehen k&ouml;nnten, auch als Verlust ausweisen m&uuml;ssen. Und selbst wenn Verluste ausgewiesen werden, muss sich die EZB diese Verluste nicht durch &bdquo;den Steuerzahler&ldquo; ausgleichen lassen. Artikel 33 der <a href=\"http:\/\/www.ecb.int\/ecb\/legal\/pdf\/de_statute_2.pdf\">EZB-Satzung [PDF &ndash; 260 KB]<\/a> sieht eine Verlust&uuml;bernahme explizit nicht vor. Dort hei&szlig;t es in Absatz 2:<\/em><\/p><blockquote><p>Falls die EZB einen Verlust erwirtschaftet, kann der Fehlbetrag aus dem allgemeinen Reservefonds der EZB und erforderlichenfalls nach einem entsprechenden Beschluss des EZB-Rates aus den monet&auml;ren Eink&uuml;nften des betreffenden Gesch&auml;ftsjahres im Verh&auml;ltnis und bis in H&ouml;he der Betr&auml;ge gezahlt werden, die nach Artikel 32.5 an die nationalen Zentralbanken verteilt werden.<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Axel Troost ist finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE und stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.ecb.int\/press\/pr\/date\/2012\/html\/pr120906_1.en.html\">&bdquo;The liquidity created through Outright Monetary Transactions will be fully sterilised.&ldquo;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Peter Bofinger: Das infernalische Dreieck, in: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik &ndash; Heft 10\/2012.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Vgl. Rudolf Hickel und Axel Troost, <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/imwortlaut\/%20euro-zone-griechenland-austritt-haette-dramatische-folgen\/\">Euro-Zone vor dem Ende? Rettung durch kurzfristig entschiedenes Handeln mit einer Vision f&uuml;r Europa<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verh&auml;ltnis<br \/> Lange waren die Fronten klar: hier die Linke mit einem fortschrittlichen, wirtschafts- und besch&auml;ftigungspolitischen Profil und dort die Europ&auml;ische Zentralbank als Ziehtochter der Deutschen Bundesbank und somit als die H&uuml;terin der reinen monetaristischen Lehre von der Geldwertstabilit&auml;t als h&ouml;chstem Gut auf Erden. Dazwischen &ndash; zumeist nicht weit von der orthodoxen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14687\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[195,139,135],"tags":[507,1030,637,506],"class_list":["post-14687","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-linke","category-euro-und-eurokrise","category-finanzpolitik","tag-ezb","tag-geldmenge","tag-staatsanleihen","tag-troost-axel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14687"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14687\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25911,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14687\/revisions\/25911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}