{"id":14707,"date":"2012-10-11T08:22:39","date_gmt":"2012-10-11T06:22:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707"},"modified":"2012-10-11T08:22:39","modified_gmt":"2012-10-11T06:22:39","slug":"hinweise-des-tages-1737","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h01\">Das falsche Spiel in der schwarz-gelben Energiepolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h02\">Atomenergie: Beim Stresstest durchgefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h03\">Erbschaftssteuer verfassungswidrig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h04\">Die Kanzlerin in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h05\">Griechenland: Skandal um Steuerdaten-CD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h06\">Nur Fiskal- und Geldpolitik reicht nicht zur Beendigung der Krise!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h07\">Wie sich die Schweiz am Ausland bereichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h08\">Br&uuml;ssel will die staatliche Sozialversicherung f&uuml;r private Versicherer &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h09\">Menschen mit hohen Einkommen leben l&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h10\">OB-Wahlen in Stuttgart: Blind und hilflos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h11\">Der fabelhafte Peer Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h12\">Steinbr&uuml;cks dubiose PR-Connection<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h13\">FDP verschwieg Verbindungen zur Gl&uuml;ckspiellobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h14\">Sozialdemokraten torpedieren Verbraucherschutz &ndash; zugunsten der Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h15\">Joseph Stiglitz: We have a Democracy based on Money<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h16\">Italien l&ouml;st Stadtrat wegen Mafiaverwicklungen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707#h17\">Willkommen im Krieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14707&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das falsche Spiel in der schwarz-gelben Energiepolitik. &Ouml;kostromumlage steigt angeblich wegen zu schnellen Ausbaus der alternativen Energie<\/strong><br>\nEs ist bekannt, dass Energie intensive Industrien in Deutschland einen massiven Nachlass auf ihre Stromrechnung bekommen; weil sie angeblich nur damit im intensiven globalen Wettbewerb bestehen kann. Das gro&szlig;z&uuml;gige Geschenk bezahlt der private Verbraucher. Vor allem &ouml;konomisch schw&auml;chere Menschen, wie viele Rentner, Studenten, Arbeitslose, Niedriglohnempf&auml;nger, Hartz 4 Ein Euro Job Sklaven und chronisch Kranke, werden mit den schnell steigenden Stromrechnungen &uuml;berfordert. Eine neue Form der Armut verbreitet sich rasant: die Energie Armut. Wenn j&auml;hrlich &uuml;ber 300.000 Menschen nicht mehr zahlen k&ouml;nnen und ihnen zeitweise der Strom abgestellt wird &ndash; &uuml;brigens, auch dann, wenn kleine Kinder oder kranke Pflegebed&uuml;rftige im Haushalt sind &ndash; ja dann zeigt dies, wie asozial und Menschen verachtend die Politik unserer wirtschaftsh&ouml;rigen Regierung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/humanicum.wordpress.com\/2012\/10\/10\/das-falsche-spiel-in-der-schwarz-gelben-energiepolitik-okostromumlage-steigt-angeblich-wegen-zu-schnellen-ausbau\/\">humanicum<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> &bdquo;Strompreise steigen &ndash; eine unseri&ouml;se Rechnung&ldquo;<br>\nNachdem gestern berichtet wurde, dass durch die Energiewende die Strompreise aufgrund der Energiewende <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/kosten-der-energiewende-strompreise-steigen-kraeftig-1.1490667\">kr&auml;ftig steigen werden<\/a>, macht Markus Balser in der S&uuml;ddeutschen vom 10. Oktober 2012 eine genauere Rechnung auf, die den Stromkonzernen, aber auch der Politik nicht gefallen d&uuml;rfte, denn beide sind eifrig beteiligt am Treiben der Strompreise &ndash; ohne dass daran der &ldquo;gr&uuml;ne Strom&rdquo; schuld ist.<br>\nUnter der &Uuml;berschrift &ldquo;Steigende Preise f&uuml;r Elektrizit&auml;t &ndash; Nicht der gr&uuml;ne Strom ist schuld&rdquo; (nicht im Netz verf&uuml;gbar) schreibt er, indem er die Stromkosten im Einzelnen aufdr&ouml;selt und damit aufzeigt, wie verlogen diese Geschichte ist, die Energiewende als Misserfolg zu deuten:<br>\nZwar werden am kommenden Montag die deutschen Stromnetzbetreiber verk&uuml;nden, wie viele Milliarden Euro die Stromkunden im kommenden Jahr an Subventionen f&uuml;r die gr&uuml;ne Energie zahlen m&uuml;ssen. F&uuml;r die Gegner der Energie wird dies (und soll es wohl auch) eine Steilvorlage werden: Gut zwanzig Milliarden Euro werden die Deutschen dann 2013 f&uuml;r die F&ouml;rderung umweltfreundlicher Energien bezahlen&hellip;<br>\nDer Ausbau erneuerbarer Energien steht dabei gerade einmal f&uuml;r die H&auml;lfte des Strompreisanstiegs&hellip;<br>\nUnd zur Wahrheit geh&ouml;rt auch: Der wachsende Gr&uuml;nstromanteil l&auml;sst den deutschen Strompreis nicht nur steigen, sondern auch sinken &ndash; aber die Stromkonzerne geben dies nicht an den Verbraucher weiter&hellip; (vgl. <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/strompreis120.html\">www.tagesschau.de<\/a> nebst dem dortigen Link zum Gutachten selbst.)<br>\nW&auml;hrend die Energieversorger im Land die steigenden Kosten f&uuml;r &Ouml;kostrom flei&szlig;ig an ihre Kunden weitergaben, galt das f&uuml;r sinkende B&ouml;rsenpreise nicht.<br>\nSoweit der unseri&ouml;se Anteil der Stromkonzerne am Steigen der Strompreise, um so &ldquo;nebenbei&rdquo; ihre &ldquo;Profite&rdquo; noch zu erh&ouml;hen &ndash; und dazu kommt noch die Politik, die den privaten Haushalten in Deutschland einfach allein die Kosten aufb&uuml;rdet, indem sie viele der gr&ouml;&szlig;ten Verbraucher einfach von der &Ouml;kostromfinanzierung befreit. Gro&szlig;e Industrieunternehmen brauchen sich kaum an der Finanzierung der Energiewende beteiligen. Ihren Anteil m&uuml;ssen die kleinen Unternehmer und vor allem die privaten Haushalte schultern. Auch deshalb steigt die &Ouml;kostromumlage nun so sprunghaft an.<br>\nAls Konsequenz daraus m&uuml;sste nun eine intensive Debatte &uuml;ber die wahren Kosten der Wende angesto&szlig;en werden und ihre faire Verteilung.<br>\nEinen guten Hinweis f&uuml;r eine solche Debatte gibt eine Studie, die herausgearbeitet hatte, dass der Atomausstieg (Energiewende) weder dem Klima noch den Preisen schaden muss. Siehe <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-atomausstieg-bis-schadet-weder-klima-noch-preisen-1.1107164\">SZ<\/a> sowie diese <a href=\"http:\/\/www.fes.de\/wiso\/pdf\/nachhaltige%20strukturpolitik\/2011\/100611\/Studie.pdf\">Studie selbst [PDF &ndash; 310 KB]<\/a>.<br>\nP.S.: Nicht umsonst hat man fr&uuml;her in Deutschland deshalb auch den Weg gew&auml;hlt, diesen so enorm politischen Preis des Stromes durch eine &ldquo;Vergesellschaftung&rdquo; (meist Kommunalisierung) politisch einfacher kontrollieren zu k&ouml;nnen &ndash; bis man in den letzten Jahrzehnten unter der &Auml;gide des Neoliberalismus mit seiner marktradikalen Ideologie darauf kam auch die Elektrizit&auml;tswirtschaft weitgehend zu privatisieren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Selbst das gewiss wirtschaftsfreundliche <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/erneuerbare-energien-die-tricks-der-energiekonzerne\/7237252-2.html\">Handelsblatt schreibt<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Urspr&uuml;nglich sollten die Kosten der Energiewende &ndash; weg von der Kernkraft und hin zum &Ouml;kostrom &ndash; auf die Schultern aller verteilt werden. Doch dieses Solidarit&auml;tsprinzip ist l&auml;ngst Makulatur. Ob &Ouml;kostrom-Umlage oder Netzentgelte: Immer mehr Unternehmen nutzen die zahlreichen Ausnahmen, um ihrem Beitrag zu entgehen &ndash; auf Kosten der Verbraucher. Die Politik sieht der Kostenverlagerung weitgehend tatenlos zu. Dabei zeigt ein bislang nicht bekannt gewordenes Gutachten aus dem Ministerium von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), dass verschiedene Konstruktionen zur Befreiung von der EEG-Umlage schlichtweg illegal sind&hellip;Getrickst wird vor allem beim Stromverbrauch. Manche Unternehmen verbrauchen bewusst mehr als n&ouml;tig, um zu den energieintensiven Firmen zu geh&ouml;ren. Energiewende absurd. Der Gesetzgeber hat die sogenannte EEG-H&auml;rtefallregelung zuletzt sogar aufgeweicht, so dass nun auch Unternehmen mit geringem davon Stromverbrauch profitieren.<br>\nDie Folge: Nahmen 2010 nur 560 Unternehmen die Regelung in Anspruch, waren es in diesem Jahr bereits 2.023. Nach Erhebung des Forums &ouml;kologisch-soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S) und dem Institut f&uuml;r Zukunfts-Energie-Systeme machte das allein im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Euro aus.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Zu bezweifeln ist allerdings, dass die Politik der &bdquo;Kostenverlagerung tatenlos&ldquo; zusieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Atomenergie: Beim Stresstest durchgefallen<\/strong><br>\nNach der Katastrophe von Fukushima wollte der EU-Ministerrat wissen, wie gut die europ&auml;ischen AKWs &laquo;extreme Einwirkungen von au&szlig;en&raquo; &shy; aushalten. Keiner der 132 aktiven Reaktoren erf&uuml;llt alle Sicherheitskriterien.<br>\nOffenbar hat Oettinger die Empfehlungen der Ensreg (der Europ&auml;ischen Gruppe der Regulierungsbeh&ouml;rden f&uuml;r nukleare Sicherheit) befolgt, die der Vorsitzende des BeraterInnengremiums, Tero Varjoranta, in einer Stellungnahme ver&ouml;ffentlichte: Die EU-Kommission solle die Mitteilung &laquo;so sorgf&auml;ltig formulieren und pr&auml;sentieren, dass das Vertrauen der &Ouml;ffentlichkeit nicht untergraben wird&raquo; und &laquo;hervorheben, dass im Ergebnis des Stresstests keines der europ&auml;ischen AKWs aus Sicherheitsgr&uuml;nden abgeschaltet oder geschlossen werden m&uuml;sste&raquo;. Oettinger hielt sich auch an die Empfehlung der Ensreg, die mit der EU-Kommission die &laquo;erste umfassende Sicherheitspr&uuml;fung&raquo; der EU veranstaltet hat, &laquo;ins Einzelne gehende Beispiele in der Mitteilung zu vermeiden und den Nachdruck auf die allgemeinen Ergebnisse zu legen&raquo;.<br>\nDie Stresstestveranstalterin Ensreg setzt sich aus Mitgliedern der nationalen Aufsichtsbeh&ouml;rden sowie ExpertInnen der EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger zugeordneten Europ&auml;ischen Atomgemeinschaft (Euratom) zusammen; die Euratom selbst wurde laut EU-Vertr&auml;gen &laquo;f&uuml;r&raquo; die Nutzung der Atomenergie eingerichtet. Kein Wunder also, wie Greenpeace aus Schweden berichtet, dass zehn der vierzehn Kontrolleure der schwedischen Atomaufsicht fr&uuml;her f&uuml;r die Atomwirtschaft gearbeitet haben; &auml;hnlich verfilzt sieht es in so gut wie allen EU-L&auml;ndern aus &ndash; und in der Schweiz. Da stellt sich f&uuml;r Greenpeace &laquo;die Frage nach der Loyalit&auml;t&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/-32b4\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erbschaftssteuer verfassungswidrig?<\/strong><br>\nDer BFH, das h&ouml;chste deutsche Gericht f&uuml;r Steuerfragen, beanstandete, dass Betriebsverm&ouml;gen weitgehend oder vollst&auml;ndig von der Erbschaftsteuer verschont werde. Dies sei eine &bdquo;verfassungswidrige &Uuml;berprivilegierung&ldquo;. Zul&auml;ssig w&auml;re eine so weitgehende Verschonung nur, wenn die Weiterf&uuml;hrung von Unternehmen durch die Erbschaftsteuer sonst in der Regel gef&auml;hrdet w&auml;re, wof&uuml;r es aber keine Anhaltspunkte gebe.<br>\nDie beanstandeten Regeln gehen im Wesentlichen auf eine Reform des Erbschaftsteuerrechts durch die gro&szlig;e Koalition Ende 2008 zur&uuml;ck. Die SPD hat sich aber gleich nach Verk&uuml;ndung des BFH-Beschlusses von ihrer damaligen Reform distanziert. Sie habe damals nur auf Druck der CDU\/CSU zugestimmt, sagte der SPD-Steuerexperte Joachim Po&szlig;.<br>\nDie CDU\/CSU hatte die Steuerfreiheit mit der Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen begr&uuml;ndet. Steuervorteile erhalte nur ein Erbe, der den geerbten Betrieb fortf&uuml;hre und nicht gleich verkaufe. Das lie&szlig;en die BFH-Richter nicht gelten. Denn bei Betrieben mit weniger als 20 Besch&auml;ftigten &ndash; also bei weit mehr als 90 Prozent aller Betriebe &ndash; komme es auf die Fortf&uuml;hrung des Unternehmens gar nicht an. Und bei gr&ouml;&szlig;eren Betrieben lasse sich die Arbeitsplatzklausel durch einfache Steuertricks aushebeln.<br>\nAuch private Verm&ouml;gen lassen sich nach Ansicht der Richter zu einfach an der Steuer vorbei vererben, indem sie einfach zu Betriebsverm&ouml;gen erkl&auml;rt werden. Es gebe hier einen &bdquo;verfassungswidrigen Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang&ldquo;. Damit ist gemeint: Die Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen, mit dem immerhin ein gewisses unternehmerisches Risiko verbunden sei, komme auch ganz normalem Verm&ouml;gen zugute &ndash; wenn es der Erblasser nur wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Erbschaftssteuer-verfassungswidrig\/!103297\/\">taz<\/a>\n<p>Dazu auch ausf&uuml;hrlich: <strong>Finanzhof h&auml;lt Erbschaftsteuergesetz f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/steuerbefreiung-fuer-betriebsvermoegen-finanzhof-haelt-erbschaftsteuergesetz-fuer-verfassungswidrig-1.1492074\">SZ<\/a> <\/p>\n<p>Und hier die Entscheidung des BFH: <\/p>\n<p><strong>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 27.9.2012, II R 9\/11<\/strong><br>\n&hellip;Der Senat ist von einem Versto&szlig; der Tarifvorschrift des &sect; 19 ErbStG gegen Art. 3 Abs. 1 GG &uuml;berzeugt, weil &ndash; die weitgehende oder vollst&auml;ndige steuerliche Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften oder Anteilen daran eine nicht durch ausreichende Gemeinwohlgr&uuml;nde gerechtfertigte und damit verfassungswidrige &Uuml;berprivilegierung darstellt, und zwar jedenfalls, soweit die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht von der Lohnsummenregelung und somit von der Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen abh&auml;ngt (s. B.II.5.) und &ndash; &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG einen verfassungswidrigen Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang aufweisen, da sie es Steuerpflichtigen erm&ouml;glichen, durch rechtliche Gestaltungen nicht betriebsnotwendiges Verm&ouml;gen, das den Beg&uuml;nstigungszweck nicht erf&uuml;llt, in unbegrenzter H&ouml;he ohne oder mit nur geringer Steuerbelastung zu erwerben, und die Vorschriften ferner auch hinsichtlich der Lohnsummenregelung dem Folgerichtigkeitsgebot widersprechen.<\/p>\n<p>&sect;&sect; 13a und 13b ErbStG lassen es zu, Verm&ouml;gen jeder Art und in jeder H&ouml;he von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden ohne Anfall von Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer zu erwerben, ohne dass es auf eine Gemeinwohlverpflichtung und Gemeinwohlbindung des erworbenen Verm&ouml;gens ankommt. Dies widerspricht den verfassungsrechtlichen Vorgaben. Danach ist es dem Gesetzgeber zwar unbenommen, bei Vorliegen ausreichender Gemeinwohlgr&uuml;nde mittels Verschonungsregelungen den Erwerb bestimmter Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde &ndash;gegebenenfalls auch sehr weitgehend&ndash; zu beg&uuml;nstigen. Solche Normen m&uuml;ssen allerdings den allgemein f&uuml;r Regelungen zur au&szlig;erfiskalischen Lenkung oder F&ouml;rderung geltenden verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gen. Insbesondere m&uuml;ssen die Lenkungszwecke von erkennbaren gesetzgeberischen Entscheidungen getragen, der Kreis der Beg&uuml;nstigten sachgerecht abgegrenzt und die Lenkungszwecke gleichheitsgerecht ausgestaltet sein. Erforderlich ist deshalb, dass die Beg&uuml;nstigungswirkungen ausreichend zielgenau und innerhalb des Beg&uuml;nstigtenkreises m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;ig eintreten (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter D.I.). Die Beg&uuml;nstigungsregelungen d&uuml;rfen nicht insgesamt zu einer verfassungsrechtlich nicht mehr hinnehmbaren &Uuml;berprivilegierung f&uuml;hren.<br>\nDiesen Anforderungen werden &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG nicht gerecht. Sie f&uuml;hren vielmehr zu einer weitgehenden, den Kern des Gesetzes treffenden gleichheitswidrigen Fehlbesteuerung und erfassen im Zusammenspiel mit der Tarifnorm des &sect; 19 ErbStG alle wesentlichen Teilbereiche des ErbStG.<\/p>\n<p><strong>&Uuml;berprivilegierung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften<\/strong><br>\nDer Senat ist der Auffassung, dass die weitgehende oder vollst&auml;ndige Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften oder Anteilen daran jedenfalls insoweit mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) nicht vereinbar ist, als &ndash;wie es im Regelfall zutrifft&ndash; der Betrieb nicht mehr als 20 Besch&auml;ftigte hat und daher die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht von der Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen abh&auml;ngt (&sect; 13a Abs. 1 Satz 4 ErbStG).<br>\n&hellip;Der Senat hat im Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598 (unter B.II.3.a bb und b bb) zu dem seinerzeit geltenden Recht ausgef&uuml;hrt, <em>eine pauschale Beg&uuml;nstigung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen oder von Anteilen an Kapitalgesellschaften im damals vorgesehenen Umfang w&auml;re nur dann unter dem Gesichtspunkt des Art. 3 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich gerechtfertigt, wenn unterstellt werden k&ouml;nnte, typischerweise gef&auml;hrde die erbschaft- und schenkungsteuerrechtliche Belastung die Betriebsfortf&uuml;hrung. F&uuml;r eine solche Annahme fehle jedoch jeder konkrete Anhaltspunkt.<\/em> <strong>Die Pr&auml;misse, die Erbschaftsteuer gef&auml;hrde generell die Existenz mittelst&auml;ndischer Unternehmen, sei nicht zu verifizieren.<\/strong> Die im Gesetz getroffene Regelung trage auch den F&auml;llen keine Rechnung, in denen neben dem Betriebsverm&ouml;gen noch weiteres Verm&ouml;gen &uuml;bergehe oder sich beim Erwerber befinde, aus dem dieser die Steuer ohne Gef&auml;hrdung der Betriebsfortf&uuml;hrung bezahlen k&ouml;nnte; denn das ErbStG nehme nicht das Unternehmen, sondern den Erwerber des Unternehmens in Anspruch. Auch werde nicht ber&uuml;cksichtigt, dass nach der Stundungsregelung des &sect; 28 ErbStG bereits ein Instrument zur Verf&uuml;gung stehe, insbesondere in Erbf&auml;llen die Erhaltung des Betriebs zu sichern. Insgesamt seien die Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r das Betriebsverm&ouml;gen in ihrer Gesamtwirkung zu weitgehend, um noch von dem verfassungsrechtlich zul&auml;ssigen Differenzierungsgrund &ldquo;Schutz der Betriebe&rdquo; gedeckt zu sein. Die Regelung treffe zudem nicht &ldquo;zielgenau&rdquo; und stelle nicht sicher, dass nur solche Erwerbsvorg&auml;nge erfasst w&uuml;rden, bei denen der Beg&uuml;nstigungsgrund vorliege. <strong>Auch beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften fehle es f&uuml;r die pauschale Entlastung der Erwerber von der Steuer an einem ausreichenden sachlichen Grund.<\/strong> Der Gesichtspunkt der Gleichstellung der Anteile an Kapitalgesellschaften mit dem Betriebsverm&ouml;gen bzw. den Anteilen an Personengesellschaften rechtfertige keine derart weitgehende pauschale Privilegierung, die im Ergebnis die Anteilserwerber in gro&szlig;em Umfang von der Umverteilungswirkung des ErbStG ausnehme. Die Belastung mit Erbschaftsteuer treffe beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften in der Regel lediglich die private Verm&ouml;genssph&auml;re des Erwerbers&hellip;<br>\nDie Frage einer &Uuml;berprivilegierung stellt sich nunmehr sogar in verst&auml;rktem Ma&szlig;e, da die Steuerverg&uuml;nstigungen vielfach noch weit &uuml;ber das fr&uuml;here Recht hinausgehen und zu einer v&ouml;lligen Freistellung von der Steuer f&uuml;hren k&ouml;nnen&hellip;<br>\nNach Ansicht des Senats geht es weit &uuml;ber das verfassungsrechtlich Gebotene und Zul&auml;ssige hinaus, dass die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG ohne R&uuml;cksicht auf den Wert des Erwerbs und die Leistungsf&auml;higkeit des Erwerbers gew&auml;hrt werden, und zwar auch dann, wenn die f&uuml;r eine Erbschaftsteuerzahlung erforderlichen liquiden Mittel vorhanden sind oder &ndash;ggf. im Rahmen einer Stundung der Steuer&ndash; ohne weiteres beschafft werden k&ouml;nnten (vgl. Wachter, a.a.O., &sect; 13a Rz 8). Da auch Erwerber gro&szlig;er und gr&ouml;&szlig;ter Unternehmen von den Steuerverg&uuml;nstigungen profitieren, beg&uuml;nstigen die Steuervorteile die Konzentration von Unternehmensverm&ouml;gen bei vergleichsweise wenigen Personen. Um das vom Gesetzgeber angestrebte Steueraufkommen zu erreichen, werden zugleich die Erwerber von Privatverm&ouml;gen und sonstigem nicht beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gen mit h&ouml;heren Steuern belastet. Nach Auffassung des Senats ist diese Ungleichbehandlung verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzhof.de\/pressemitteilungen\">Bundesfinanzhof<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Bundesfinanzhof h&auml;lt also gerade das im Jahre 2008 unter der Gro&szlig;en Koalition verabschiedete Erbschaftssteuerrecht f&uuml;r verfassungswidrig und legt es dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor. Dabei geht es vor allem um die weitgehende und teilweise sogar vollst&auml;ndig steuerliche Befreiung von Betriebsverm&ouml;gen.<br>\nDie Richter haben die schon damals erhobene Kritik an der Unterstellung, dass die Erbschaftssteuer die Betriebsfortf&uuml;hrung gef&auml;hrde, best&auml;tigt.<br>\nLeider wird eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf sich warten lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Kanzlerin in Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Kanzlerin nimmt Abschied von eisernen Prinzipien<\/strong><br>\n7.000 Polizisten sorgen nicht nur f&uuml;r Merkels Sicherheit, sondern auch daf&uuml;r, dass der Kontakt zu denjenigen unterbleibt, die am ehesten mit Merkel h&auml;tten reden m&uuml;ssen: den griechischen Menschen. Denn sie sind es, die jetzt die Zeche f&uuml;r jahrzehntelanges Missmanagement ihrer Regierungen zahlen &ndash; aber gleichwohl f&uuml;r diesen Reform-Opfergang nicht ihre Eliten verantwortlich machen, sondern Deutschland und seine Kanzlerin. Wenigstens einen Auftritt in einer griechischen Talkshow h&auml;tte man sich gew&uuml;nscht, damit sie den Griechen h&auml;tte erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum die Deutschen Athen ein so hartes Programm abverlangen&hellip;<br>\nMerkel versucht sich dabei als Kanzlerin des Ungleichzeitigen: Sie bleibt nach au&szlig;en und f&uuml;r die Deutschen die &ldquo;eiserne Kanzlerin&rdquo; und will doch die Griechen im Euro halten &ndash; was aber letztlich ohne Abschied von eisernen deutschen Prinzipien nicht geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-die-kanzlerin-nimmt-abschied-von-eisernen-prinzipien\/7231166.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst der Hardliner f&uuml;r die Austerit&auml;tspolitik, Gabor Steingart, kommentiert: &bdquo;Die Kanzlerin fand die richtigen Worte (&ldquo;Ich komme nicht als Lehrerin&rdquo;), aber zu einer erfolgversprechenden Griechenland-Politik fand sie auch gestern nicht. Das Land spart sich unter deutscher Anleitung immer tiefer in die Rezession. Merkel ist kein zweiter General Marshall.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur Missverst&auml;ndnisse<\/strong><br>\nBegleitet von Massenprotesten hat die deutsche Kanzlerin am gestrigen Dienstag in Athen sich um neue Chancen f&uuml;r deutsche Firmen bem&uuml;ht. Die Privatisierung von Staatsbetrieben und Infrastruktur m&uuml;sse beschleunigt werden, hie&szlig; es bereits vor Merkels Reise in Berlin. Die Kanzlerin habe die Abwicklung der DDR-Unternehmen gut in Erinnerung und wisse seither, wie man die industriellen Filetst&uuml;cke eines Landes an profitorientierte Investoren ver&auml;u&szlig;ere. Beg&uuml;nstigt werden deutsche Interessenten, wie sie gestern im Umfeld der Kanzlerin auftraten, durch die Einrichtung von &ldquo;Sonderwirtschaftszonen&rdquo; in Griechenland, die Berlin seit l&auml;ngerer Zeit fordert. &Uuml;ber die Wirkung des deutschen Spardiktats, das zur Verelendung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt, erkl&auml;rt ein Sprecher der Bundesregierung: &ldquo;Die Senkung der Lohnst&uuml;ckkosten ist prozentual zweistellig gelungen.&rdquo; Au&szlig;enpolitik-Experten in der deutschen Hauptstadt f&uuml;hren die gestrigen Massenproteste auf &ldquo;Missverst&auml;ndnisse&rdquo; zur&uuml;ck und empfehlen Berlin gezielte PR-Ma&szlig;nahmen, um f&uuml;r die Zukunft Widerst&auml;nde gegen die deutsche Dominanzpolitik auszuhebeln. Die griechische Bev&ouml;lkerung sei zur Zeit &ldquo;schlecht informiert&rdquo;, sie habe aber Anrecht auf &ldquo;verst&auml;ndliche Pressemitteilungen&rdquo; zur n&auml;heren Erl&auml;uterung des deutschen Spardiktats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58429\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es tats&auml;chlich zutr&auml;fe, dass Merkel den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6735\">&bdquo;Beutezug Ost&ldquo;<\/a> durch die Treuhand und die Abwicklung der DDR als Modell f&uuml;r eine Privatisierungspolitik in Griechenland vorgeschlagen hat, dann ist der <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag_dyn~uid,xu3wk8b6v1yarthi~cm.asp\">Ausverkauf<\/a> dieses Landes programmiert und das noch ohne die Milliarden aus einem Solidarit&auml;tszuschlag nach innerdeutschem Vorbild.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reaktionen auf Merkel-Besuch in Athen<\/strong><br>\nDie Reaktionen der Demonstranten in Athen auf den Besuch von Kanzlerin Merkel waren eindeutig &ndash; das Echo in den griechischen Zeitungen am Tag danach ist gemischt. Einigkeit besteht nur in einem Punkt: Die Probleme des Landes k&ouml;nnen nicht mit einem Besuch gel&ouml;st werden.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Teil der seri&ouml;sen griechischen Presse ist sich dar&uuml;ber einig: Der Besuch von Bundekanzlerin Angela Merkel war ein Erfolg. Die Boulevardpresse setzt weiter auf plakative und zum Teil beleidigende Berichte. Die linke Oppositionspresse k&uuml;ndigt das baldige Ende der Regierung Samaras an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/merkel-besuch-in-griechenland100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist eigentlich nur die Wortwahl bei der Unterscheidung der Pressestimmen durch Reinhard Baumgarten vom ARD-H&ouml;rfunkstudio Istanbul ( also nicht von Athen): Diejenigen Medien, die Merkels Besuch als einen Erfolg betrachten gelten ihm als &bdquo;seri&ouml;s&ldquo;, die kritischen Stimmen werden als &bdquo;linke Oppositionspresse&ldquo; oder als &bdquo;Boulevardbl&auml;tter&ldquo; abgestempelt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland: Skandal um Steuerdaten-CD<\/strong><br>\nIm Jahr 2010 leitete die damalige franz&ouml;sische Finanzministerin Christine Lagarde eine CD mit Daten von mutma&szlig;lichen Steuerfl&uuml;chtlingen, die Gelder bei der HSBC in der Schweiz angelegt hatten, an die griechische Regierung weiter. Herve Falciani, ein IT-Angestellter der Bank, hatte die Daten gestohlen. Die CD enthielt detaillierte Daten zu 24.000 Konten und war von den Franzosen f&uuml;r die Verfolgung von Steuers&uuml;ndern genutzt worden. Auf der CD befanden sich u.a. aber auch Kontodaten von 2.000 Griechen sowie B&uuml;rgern anderer EU-Staaten. Lagarde lie&szlig; diese Daten den italienischen, spanischen und britischen Beh&ouml;rden zukommen sowie auch der damaligen griechischen Regierung, die daraufhin jedoch nicht t&auml;tig wurde.<br>\nErst vor wenigen Tagen gelangte diese Information an die griechische &Ouml;ffentlichkeit und tagelang war daraufhin in Griechenland spekuliert worden, wo diese Liste wohl abgeblieben sein mochte.<br>\nJannis Stournaras, der gegenw&auml;rtige Finanzminister, sagte am Sonntag, den 30. September, er habe von dieser Daten-CD erstmals in der vorangegangenen Woche erfahren und zwar aus der Presse. Er hatte sp&auml;ter eingestehen m&uuml;ssen, die Daten seien in seinem Ministerium nicht mehr auffindbar. Daraufhin hatte Evangelos Venizelos, Chef der PASOK-Partei und aktuelles Regierungsmitglied am Dienstag, den 2. Oktober, er&ouml;ffnet, er verf&uuml;ge &uuml;ber eine Kopie und habe sie jetzt an Stournaras weitergegeben&hellip;<br>\nDie Existenz der Liste mit den Namen von 2.000 Griechen mit signifikanten Verm&ouml;gen bei der HSBC in der Schweiz unterstreiche die Entschlossenheit der Staatsgewalt, Steuerflucht nicht mit derselben Strenge zu verfolgen, mit der sie Einschnitte bei den Einkommen und neue Steuerbelastungen durchsetze. Seine Partei habe nichts dazugelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/bundeskanzlerin-merkel-in-athen-machtprobe-mit-der-strase\/#comment-54329\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nur Fiskal- und Geldpolitik reicht nicht zur Beendigung der Krise!<\/strong><br>\nEs ist zu begr&uuml;&szlig;en, wenn die SPD nach den bitteren Erfahrungen der letzten Jahre sich f&uuml;r eine Re-Regulierung des Banken- und Finanzsektors einsetzt. Aber mit dem gr&ouml;&szlig;ten Teil der Vorschl&auml;ge wird eine erneute Finanzkrise nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nnen.<br>\nDie Vorschl&auml;ge der SPD ordnen sich in die bisherigen Regulierungsschritte und die Beschl&uuml;sse des Juni 2012-Gipfels ein.<br>\nDie Erwartungen der SPD, der Euro-Raum k&ouml;nne die Krise mit einem gro&szlig;en Wurf zur Bankenregulierung gel&ouml;st werden, wird sich nicht erf&uuml;llen. Entscheidender ist aber: Die Probleme einer geplatzten Verm&ouml;gens- und Kreditblase auf den Immobilien- und Hypothekenm&auml;rkten etlicher L&auml;nder k&ouml;nnen durch Fiskal- und Geldpolitik nur gelindert, aber nicht wirksam gel&ouml;st werden. Nur dadurch, dass die Verm&ouml;genstitel mit zweifelhafter Werthaltigkeit und der viel zu gro&szlig;e Finanzsektor in eine Ausgleichungspolitik der Leistungsbilanzen eingebunden w&uuml;rden, kann die Krisenkaskade beendet werden. Im Euro-Raum muss endlich eine Alternative zur Politik der finanzpolitischen Disziplin und geldpolitischer &Uuml;berbr&uuml;ckung entwickelt werden.<br>\nDie Re-Regulierung des Finanzbereiches muss durch eine gemeinsame Fiskal- sowie eine koh&auml;rente Wirtschaft- und Sozialpolitik erg&auml;nzt werden. Das Ziel dieser Erweiterungen ist die F&ouml;rderung von Vollbesch&auml;ftigung mit guter Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/dielinke\/nachrichten\/detail\/artikel\/nur-fiskal-und-geldpolitik-reicht-nicht-zur-beendigung-der-krise\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie sich die Schweiz am Ausland bereichert<\/strong><br>\nEs geht l&auml;ngst nicht mehr nur um das Bankgeheimnis, um hinterzogene, illegal in der Schweiz angelegte Verm&ouml;gen, sondern auch um die legale, aber nicht legitime, aggressive Steueroptimierung multinationaler Konzerne &ndash; oder wie es Andreas Missbach, Steuerexperte der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation Erkl&auml;rung von Bern, bereits 2009 in der WOZ beschrieb: um &laquo;nicht illegale Steuervermeidung&raquo;&hellip;<br>\nDenn seit die Schweiz 1998 mit der Unternehmenssteuerreform I g&uuml;nstige Sondertarife f&uuml;r Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften einf&uuml;hrte, hat sich die Eidgenossenschaft zu einer Steueroase f&uuml;r multinationale Konzerne entwickelt&hellip;<br>\nJetzt hat der sozialkritische Thinktank Denknetz aufgrund von Zahlen der Eidgen&ouml;ssischen Steuerverwaltung Berechnungen angestellt, die erstmals das Ausma&szlig; der Steuervermeidung zeigen: Jedes Jahr entgehen ausl&auml;ndischen Staaten durch die Schweizer Tiefsteuerpolitik bis zu 36,5 Milliarden Franken an Steuereinnahmen&hellip;<br>\nTats&auml;chlich kannten die Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren nur eine Richtung: abw&auml;rts. Betrugen die effektiven Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen 1990 noch 19,5 Prozent, sind sie bis zum Jahr 2008 &ndash; aus diesem Jahr stammen die letzten Zahlen der Steuerverwaltung &ndash; auf 6,9 Prozent gesunken. Das ist, ver&shy;glichen mit anderen OECD-Staaten, rekordverd&auml;chtig tief&hellip;<br>\nIm Jahr 2004 waren in der Schweiz knapp 240&thinsp;000&thinsp; Unternehmen ans&auml;ssig. Bis 2008 ist diese Zahl auf 280&thinsp;000&thinsp; angestiegen. Bemerkenswert daran ist vor allem die Zunahme von Firmen mit gro&szlig;en Gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/-32a8\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel will die staatliche Sozialversicherung f&uuml;r private Versicherer &ouml;ffnen<\/strong><br>\nBrisant-gef&auml;hrlicher Anhang16 einer von der EU-Kommission vorgelegten Direktive zur &bdquo;Vervollst&auml;ndigung der &ouml;ffentlichen M&auml;rkte&ldquo; &ndash; will Br&uuml;ssel &uuml;ber diesen Anhang16 in der EU die staatlich-gesetzliche Sozialversicherung f&uuml;r private Versicherer &ouml;ffnen?<br>\nIm Anhang 16 einer vorgelegten Direktive zur &ldquo;Vervollst&auml;ndigung der &ouml;ffentlichen M&auml;rkte&rdquo; schl&auml;gt die Barroso-EU-Exekutive &ndash; nat&uuml;rlich als &bdquo;Instrument f&uuml;r Wirtschaftswachstum&ldquo; &ndash; die  Einf&uuml;hrung des Konkurrenzprinzips auch f&uuml;r obligatorische Sozialversicherungen in den EU-L&auml;ndern vor.<br>\nIn Abwendung von dem in diesem Sektor bisher allein geltenden Solidarprinzip k&ouml;nnte &uuml;ber diesen Anhang16 privaten Versicherern der Einstieg in die Sozialversicherung der jeweiligen EU-L&auml;nder erm&ouml;glicht werden. Die Regierungen k&ouml;nnten dann etwa jedes Jahr nach dem Konkurrenzprinzip bzw. unter Kostengesichtspunkten entscheiden, wer als Tr&auml;ger in einzelnen Zweigen der Sozialversicherung Versicherungsleistungen anbietet.<br>\nDie bisher vertrauliche Diskussion im EU-Parlamentsausschuss &uuml;ber das Direktive-Kommissionsvorhaben ist inzwischen &ouml;ffentlich geworden, auch weil der Anhang16-Text von EU-Parlamentariern zun&auml;chst als Versehen der Kommission angesehen wurde.<br>\nDer belgische Sozialist Marc Tarabella als EU-Parlamentsberichterstatter bekr&auml;ftigt &bdquo;die Sozialversicherung muss eine nicht antastbare staatliche Dom&auml;ne bleiben&ldquo; und hat einen entsprechenden Ab&auml;nderungsantrag f&uuml;r Beratung und Entscheidung im zust&auml;ndigen EU-Parlaments-Ausschuss eingebracht.<br>\nAllerdings hat auch die EU-Kommission inzwischen, trotz ausdr&uuml;cklichen Bezugs des Anhang16-Textes auf &bdquo;obligatorische Sozialleistungen&ldquo; verlauten lassen, im zurzeit bestehenden staatlich-gesetzlichen Sozialversicherungssektor der EU-Staaten w&uuml;rden keine Vertr&auml;ge abgeschlossen und so sei die bestehende Sozialversicherung auch kein &ouml;ffentlicher Markt auf den der Anhang16 der Direktive anzuwenden sei.<br>\nKritische Sozialexperten in Br&uuml;ssel und Stra&szlig;burg wollen sich jedoch damit nicht zufrieden geben. In Erinnerung an die unselige Dienstleistungsdirektive des Kommissars Frits Bolkestein dr&auml;ngen sie auf die vollst&auml;ndige Streichung des bisher unver&auml;ndert vorgelegten Anhangs16 der Kommissions-Direktive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.filpac.cgt.fr\/spip.php?article4687\">M&eacute;diapart<\/a> (&Uuml;bertragen von Gerhard Kilper)<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Menschen mit hohen Einkommen leben l&auml;nger<\/strong><br>\nPersonen aus wohlhabenden Haushalten haben in Deutschland im Alter von 65 Jahren eine h&ouml;here Lebenserwartung als Personen mit niedrigen Einkommen. Bei M&auml;nnern macht diese Differenz f&uuml;nf Jahre, bei Frauen dreieinhalb Jahre aus. Die Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) legt die Interpretation nahe, dass die geringere Lebenserwartung von Frauen in Haushalten mit niedrigen Einkommen zu Teilen auf die psychische Belastung durch finanzielle Knappheit sowie auf schw&auml;chere soziale Netzwerke zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Bei M&auml;nnern mit niedrigen Einkommen scheinen sich geringe Bildung und ein physisch belastendes Arbeitsleben negativ auf die fernere Lebenserwartung auszuwirken. Auch bei Ber&uuml;cksichtigung einer Vielzahl weiterer Einflussfaktoren zeigt sich zumindest f&uuml;r M&auml;nner ein statistischer nicht unerheblicher verbleibender Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Einkommensgruppen: Ein hohes Einkommen mit 65 Jahren ist bei M&auml;nnern im Durchschnitt mit einem l&auml;ngeren Leben assoziiert.<br>\nUnter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit auf gesundes Altern stellt der deutliche statistische Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung sowohl die Gesundheitspolitik im engeren Sinn als auch die Sozialpolitik im weiteren Sinn vor Herausforderungen. Nach den Befunden dieser Studie w&uuml;rde sich zum Beispiel eine Reform des Arbeitsschutzes und eine Verbesserung der betrieblichen Gesundheitsf&ouml;rderung anbieten, um die Lebenserwartung von Personen mit geringen Einkommen an die Wohlhabender anzugleichen. Auch sinnvoll erscheinen verhaltensbezogene Pr&auml;ventionsma&szlig;nahmen und gesundheitliche Aufkl&auml;rungskampagnen, die das Gesundheitsbewusstsein von Personen mit geringer Bildung st&auml;rker als bisher ber&uuml;cksichtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.408361.de\/12-38-1.pdf\">DIW Wochenbericht 38.2012 [PDF &ndash; 350 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu die Kommentierung <a href=\"http:\/\/sciencefiles.org\/2012\/10\/10\/doppeltes-opfer-arbeiter-martyrer-gleiche-rentenbeitrage-kurzeres-leben\/\">&bdquo;Doppeltes Opfer &ndash; Arbeiter M&auml;rtyrer: gleiche Rentenbeitr&auml;ge, k&uuml;rzeres Leben&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>OB-Wahlen in Stuttgart: Blind und hilflos<\/strong><br>\nWarum haben CDU und SPD nicht begriffen, fragt Gast-Autor Arno Luik, was in Stuttgart passiert? Und er gibt die Antwort: weil hier eine neue politische Kultur entstanden ist&hellip;<br>\nStuttgarts B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen strafen einen Kandidaten ab, der eine ganz gro&szlig;e Koalition hinter sich hat: Kanzlerin Angela Merkel im fernen Berlin und vor Ort in Stuttgart die CDU, FDP und die Freien W&auml;hler. Mit dieser geballten Macht im R&uuml;cken zu verlieren, das muss man erst mal schaffen. Sebastian Turner schaffte es. Ein Fiasko f&uuml;r das b&uuml;rgerliche Lager.<br>\nEine Katastrophe aber auch f&uuml;r die SPD.<br>\nDas Sonderbare ist: warum haben SPD und CDU nicht begriffen, was in Stuttgart passiert? Es ist erstaunlich, wie blind und hilflos sie auf die Dinge reagieren, die sie mit verursacht haben&hellip;<br>\nDie OB-Wahl in Stuttgart steht f&uuml;r eine neue politische Kultur. Und macht sie damit bedeutsam weit &uuml;ber die baden-w&uuml;rttembergische Landeshauptstadt hinaus&hellip;<br>\nS 21 und der EnBW-Deal: sie haben einen Schock bewirkt, der auch in den Villen in Halbh&ouml;henlage selbstverst&auml;ndlich gewesenes Denken in Frage stellt. Aus Notwehr wurden die Stuttgart und Stuttgarterinnen zu Mutb&uuml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/10\/blind-und-hilflos\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der fabelhafte Peer Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nReden hin, Nebeneink&uuml;nfte her &ndash; der Kanzlerkandidat treibt die Umfragewerte der SPD auf den h&ouml;chsten Stand seit sechs Jahren.<br>\nEs ist fast ein demoskopisches Herbstm&auml;rchen. Die SPD und ihr Kanzlerkandidat setzen ihren H&ouml;henflug fort. Im stern-RTL-Wahltrend gewinnen die Sozialdemokraten gegen&uuml;ber dem Tag der Nominierung Steinbr&uuml;cks noch einmal einen Prozentpunkt hinzu. Damit erreicht die Partei erstmals seit November 2006 wieder die 30-Prozent-Marke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/stern-rtl-wahltrend-der-fabelhafte-peer-steinbrueck-1907324.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur der stern und RTL auch die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/umfrage-zur-bundestagswahl-spd-erreicht-mit-steinbrueck-die-30-prozent-marke-11920433.html\">FAZ<\/a> jubeln den SPD-Kandidaten hoch, weil die Umfragewerte gerade um einen Prozentpunkt &ndash; also innerhalb der Fehlermarge &ndash; hochgegangen sein sollen. Nun wei&szlig; man ja, dass der Chef des Umfrageinstituts Forsa, Manfred G&uuml;llner, ein eingefleischter Schr&ouml;derianer ist und schon immer daf&uuml;r bekannt war, dass er Umfragen zugunsten des rechten SPD-Fl&uuml;gels &bdquo;gewichtet&ldquo; hat. Aber selbst die Aussage, dass &bdquo;erstmals seit fast sechs Jahren&ldquo; die Sozialdemokraten wieder die 30-Prozent-Marke erreichten ist eine glatte Falschmeldung. Vielleicht nicht bei Forsa aber etwa bei <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/weitere-umfragen.htm\">INSA YouGov<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/emnid.htm\">Emnid<\/a> oder bei der <a href=\"http:\/\/wahltool.zdf.de\/Politbarometer\/mediathekflash.shtml?2012_09_28\">Forschungsgruppe Wahlen (ZDF Politbarometer)<\/a> oder bei <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend1590.pdf\">Infratest dimap (ARD-DeutschlandTREND) [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a> erreichte die SPD mehrfach &uuml;ber 30 Prozent.<br>\nIm &Uuml;brigen, was hat die SPD oder was hat Steinbr&uuml;ck davon, wenn Merkels CDU gleichfalls um einen Prozentpunkt zulegt. Liegt das auch an dem &bdquo;fabelhaften Peer Steinbr&uuml;ck&ldquo;.<br>\nZusammen mit den Gr&uuml;nen l&auml;ge die SPD nach wie vor bei nur 42 Prozent und k&ouml;nnte keine Regierung stellen. Mit der Linken w&uuml;rde es vielleicht zu einer knappen Mehrheit f&uuml;r das &bdquo;linke&ldquo; Lager reichen. Aber eine Zusammenarbeit mit der Linken lehnt ja Steinbr&uuml;ck apodiktisch ab, eine echte Machtoption besteht also nicht, schon gar nicht f&uuml;r Steinbr&uuml;ck als Kanzler.<br>\nDie Schlagzeilen belegen nur eines, n&auml;mlich dass einige Medien mit Steinbr&uuml;ck und der SPD ihre Spielchen treiben und im &Uuml;brigen ihre Leserinnen und Leser f&uuml;r bl&ouml;d verkaufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;cks dubiose PR-Connection<\/strong><br>\nDer SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck hat in der Debatte um seine umfangreichen Nebeneink&uuml;nfte komplette Aufkl&auml;rung angek&uuml;ndigt. Ein Vortrag Steinbr&uuml;cks ist besonders bemerkenswert: Er sprach im Auftrag der PR-Agentur WMP Eurocom, die in der Vergangenheit wegen dubioser Methoden in die Kritik geraten war. Agenturchef ist der fr&uuml;here Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje. Und ausgerechnet der verteidigte seinen Klienten Steinbr&uuml;ck jetzt in einem flammenden Kommentar in der Bild-Zeitung.<br>\nBei WMP Eurocom f&uuml;hrt Tiedje den Vorstand, weiteres Vorstandsmitglied ist der fr&uuml;here Berater von Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel, Klaus-Peter Schmidt-Deguelle. Im Aufsichtsrat vom WMP Eurocom sitzen u.a. Hans-Dietrich Genscher, Eichel, Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, Unternehmensberater Roland Berger und der umstrittene Klinik-Betreiber Ulrich Marseille.<br>\nDer &Ouml;ffentlichkeit bekannt wurde das Wirken der WMP Eurocom, als 2003 der damalige Chef der Arbeitsagentur, Florian Gerster, u.a. wegen seiner Kontakte zu der Agentur in die Bredouille geriet und schlie&szlig;lich seinen Hut nehmen musste. Gerster hatte ein Beratungsmandat in H&ouml;he von 1,3 Mio. Euro ohne Ausschreibung freih&auml;ndig WMP Eurocom zugeschustert&hellip;.<br>\nDie Verteidigungsrede von Eurocom-Chef Hans-Hermann Tiedje in der Bild f&uuml;r Peer Steinbr&uuml;ck bekommt aufgrund der gesch&auml;ftlichen Beziehung der beiden und der Vorgeschichte der Agentur zumindest einen komischen Beigeschmack.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/steinbruecks-dubiose-pr-connection\/2012\/10\/10.html?utm_campaign=NEWSLETTER_SONDER&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>FDP verschwieg Verbindungen zur Gl&uuml;ckspiellobby<\/strong><br>\nDie FDP hat die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber ihre Verbindungen zur Gl&uuml;cksspielfirma Gauselmann get&auml;uscht. Das zeigt der Mitschnitt einer Pressekonferenz, auf der die FDP fragw&uuml;rdige Gesch&auml;fte rund um die FDP-Tochter altmann-druck verteidigte. FDP-Generalsekret&auml;r Patrick D&ouml;ring bestritt eine Verbindung zu Gauselmann und behauptete, es gebe bei dem Einstieg eines Gauselmann-Beraters bei altmann-druck nichts Verdecktes. Beides ist nachweislich falsch.<br>\nDie Gauselmann AG hat am 24. September einger&auml;umt, dass Schlottmann tats&auml;chlich als Treuh&auml;nder der Gauselmann-Gruppe bei FDP-Tochterfirmen eingestiegen war. Dieses Treuhandverh&auml;ltnis war im Handelsregister nicht erkennbar und folglich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;nf Jahre lang verborgen&hellip;<br>\nDer Fall zeigt gravierende Transparenzl&uuml;cken des Parteienrechts. Parteispenden m&uuml;ssen ab 10.000 Euro offen gelegt werden. Aber &uuml;ber die Parteifirmen k&ouml;nnen Millionen an Parteien flie&szlig;en, ohne dass dies f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit sichtbar ist. Diese L&uuml;cke muss dringend geschlossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/10\/fdp-verschwieg-verbindungen-zur-gluckspiellobby\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sozialdemokraten torpedieren Verbraucherschutz &ndash; zugunsten der Banken<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten im Europ&auml;ischen Parlament haben  den Verbraucherschutz beim Thema Finanzberatung torpediert. Eigentlich gab es im Wirtschaftsausschuss einen Kompromiss, dass Provisionen f&uuml;r Finanzprodukte in Zukunft an die Kunden weitergeleitet werden m&uuml;ssen. In letzter Minute brachten die Sozialdemokraten einen m&uuml;ndlichen Antrag ein, der diese Neuregelung aushebelte. Konservative und Liberale stimmten diesem Antrag zugunsten der Banken zu. Das Ganze hatte etwas von einer Nacht-und-Nebel-Aktion und man fragt sich, welche Lobbyisten da im letzten Moment ihre Finger im Spiel hatten&hellip;<br>\nWird das Gesetz in der jetzigen Form verabschiedet, kann die durch Provisionen getriebene Fehlberatung durch Banken ungest&ouml;rt weiter laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/10\/sozialdemokraten-torpedieren-verbraucherschutz-zugunsten-der-banken\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz: We have a Democracy based on Money<\/strong><br>\nThomas Roth (ARD) im Gespr&auml;ch mit dem &Ouml;konomie-Nobelpreistr&auml;ger<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video1194644.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Italien l&ouml;st Stadtrat wegen Mafiaverwicklungen auf<\/strong><br>\nDas hat es in Italien noch nicht gegeben: eine Provinzhauptstadt unter Zwangsverwaltung der Zentralregierung. Im s&uuml;ditalienischen Reggio Calabria ist das ab sofort der Fall. Die Regierung in Rom begr&uuml;ndet den drakonischen Schritt mit vielen Problemen des Stadtrats im Umgang mit der Mafia&hellip;<br>\nHintergrund sind Vorw&uuml;rfe, der Stadtrat der 190.000-Einwohner-Stadt ganz im S&uuml;den Italiens habe mit der Mafia zu tun gehabt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/reggio-calabria100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht nicht eine organisierte Mafia, aber Netzwerke der politischen Korruption gibt es auf kommunaler Ebene auch in Deutschland. In K&ouml;ln nennt man das z.B. &bdquo;Kl&uuml;ngel&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Willkommen im Krieg<\/strong><br>\nDas deutsche &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen beteiligt sich erneut an der Lancierung von Kriegspropaganda. Der Spielfilm &ldquo;Auslandseinsatz&rdquo; des Westdeutschen Rundfunks (WDR) soll den Produzenten zufolge das &ldquo;subjektive Empfinden&rdquo; der in Afghanistan &ldquo;Wiederaufbauarbeit&rdquo; leistenden Bundeswehrsoldaten &ldquo;in den Mittelpunkt&rdquo; der Betrachtung r&uuml;cken. Bevor die ARD den Streifen in der kommenden Woche zur besten Sendezeit ausstrahlt, wird er am heutigen Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse einem internationalen Publikum pr&auml;sentiert. Staatliche Stellen haben &ldquo;Auslandseinsatz&rdquo; mit mehr als einer halben Million Euro gesponsert; Unterst&uuml;tzung erfuhren die Filmemacher zudem von den &ldquo;Presseoffizieren&rdquo; der deutschen Streitkr&auml;fte. In der &Ouml;ffentlichkeit hingegen stie&szlig; das &ouml;ffentlich-rechtliche Propagandawerk bereits auf deutliches Missfallen: Eine sogenannte Preview des Films konnte nur unter Protesten stattfinden.<br>\nDaf&uuml;r, dass auch &ldquo;Auslandseinsatz&rdquo; als der deutschen Kriegspropaganda dienlich erachtet wird, spricht die umfangreiche Unterst&uuml;tzung der Produktion durch staatliche Stellen. Die Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen finanzierte die Herstellung des Streifens mit 400.000 Euro; weitere 100.000 Euro kamen von der Filmf&ouml;rderung Hamburg\/Schleswig-Holstein. Der Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, schlie&szlig;lich stellte aus seinem Etat 30.000 Euro f&uuml;r die Anfertigung des Drehbuchs zur Verf&uuml;gung. Wie die Produzentin und Drehbuchautorin Nikola Bock erkl&auml;rt, h&auml;tten Presseoffiziere der deutschen Streitkr&auml;fte es ihr erm&ouml;glicht, mit &ldquo;vielen Bundeswehrsoldaten&rdquo; zu sprechen und Interviews &uuml;ber deren Erfahrungen am Hindukusch zu f&uuml;hren. Regisseur Endemann gibt zudem an, &ldquo;einer Ausbildung beigewohnt&rdquo; zu haben, &ldquo;im Rahmen derer die Soldaten, die tats&auml;chlich nach Afghanistan gehen, konkret f&uuml;r diesen Auslandseinsatz vorbereitet wurden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58431\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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