{"id":14720,"date":"2012-10-12T08:58:44","date_gmt":"2012-10-12T06:58:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720"},"modified":"2012-10-12T08:58:44","modified_gmt":"2012-10-12T06:58:44","slug":"hinweise-des-tages-1738","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h01\">Brandschutzm&auml;ngel k&ouml;nnten S21 stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h02\">IWF-Chefvolkswirt Blanchard &ndash; &bdquo;Ich verstehe die Logik der Deutschen nicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h03\">S&amp;P stuft Spanien herab: Eine redlich verdiente Ohrfeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h04\">Christoph Butterwegge &ndash; Ursula von der Leyen oder: Die Wiederentdeckung der Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h05\">Europa in der Rezessionsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h06\">&ldquo;Erkl&auml;r mir die Finanzkrise!&rdquo; &ndash; die Videos der ersten drei Abende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h07\">Children and Grandchilden Do Not Pay for Budget Deficits, They Get Interest on the Bonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h08\">Ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Liechtenstein w&auml;re ein fiskalpolitisches Eigentor fu&#776;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h09\">Pimco-Chef: H&uuml;tet euch vor der Zentralbank-Blase!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h10\">US-Banker kassieren 362.950 Dollar pro Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h11\">Sparprogramm &ndash; Siemens feilt an seiner Giftliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h12\">Freie Fahrt zwischen Bremen und Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h13\">Facebook&rsquo;s UK tax bill was less than it pays  its average worker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h14\">Neue Weltm&auml;chte &ndash; Regieren uns die Gro&szlig;konzerne?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h15\">Freiheit, die er meint<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h16\">USA: Sicherheit im Land der Freien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h17\">Sven Giegold: &ldquo;Steinbr&uuml;ck ist blind f&uuml;r die Demokratiegefahr durch Finanzlobbyismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720#h18\">Der Spiegel und die vielen Euro-Tode<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14720&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brandschutzm&auml;ngel k&ouml;nnten S21 stoppen<\/strong><br>\nDas Sicherheitskonzept von Stuttgart 21 verst&ouml;&szlig;t gegen die elementarsten Vorschriften. Gutachter fordern eine Neuplanung des Bahnhofsbaus &ndash; oder das Aus f&uuml;r das Prestigeprojekt.<br>\nUnfassbar, absolut unverantwortlich, verbrecherisch&rdquo;: Das ist das Urteil des Fachmanns Hans-Joachim Keim &uuml;ber eine aktuelle, Bahn-interne Sicherheitsstudie zum Brandschutzkonzept von Stuttgart 21. Keim ist international renommierter Brandschutzexperte. Er war der deutsche Gutachter nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun. Damals, am 11. November 2000, kamen in der Kitzsteinhorner Gletscherbahn 155 Menschen ums Leben. Jetzt urteilt der Sachverst&auml;ndige &uuml;ber das bestehende Brandschutzkonzept am geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof: &ldquo;Ich kann nur den Kopf sch&uuml;tteln. Das ist schlimmer als Kaprun.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/bahnhofsneubau-stuttgart-21-brandschutzmaengel-koennten-s21-stoppen-1908099.html\">Stern<\/a>\n<p>dazu: <strong>S21 &ndash; das gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsrisiko des Landes<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel erkl&auml;rte S21 f&uuml;r entscheidend &uuml;ber die Zukunftsf&auml;higkeit Deutschlands. Absurd &ndash; denn sicherheitstechnisch ist der Bau ein Relikt des 20. Jahrhunderts und eine Gefahr f&uuml;r die B&uuml;rger [&hellip;]<br>\nEs ist bizarr: Da k&auml;mpft die Politik daf&uuml;r, dass Kinder nur noch mit Sturzhelmen Rad fahren sollen; die Politik k&auml;mpft daf&uuml;r, dass Alkoholtrinken in immer mehr &ouml;ffentlichen Bereichen erschwert wird; immer h&auml;ufiger g&auml;ngelt die Politik mit Geboten und Vorschriften &ndash; angeblich zum Schutz der offenbar &uuml;berforderten B&uuml;rger.<br>\nUnd gleichzeitig verschwendet diese Politik unabsehbar viele Milliarden Euro in ein Projekt, das nicht nur den Schienenverkehr massiv verschlechtert, sondern auch das Leben ihrer B&uuml;rger konkret gef&auml;hrdet. Die Politik wei&szlig; das, aber es ist ihr egal.<br>\nIm Grundgesetz hei&szlig;t es, jeder hat das Recht auf Leben und die k&ouml;rperliche Unversehrtheit. S21 nimmt darauf keine R&uuml;cksicht.<br>\nEine Politik, die noch immer S21 durchsetzen will, ist das gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsrisiko dieses Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/brandschutzmaengel-bei-stuttgart-21-s21-das-groesste-sicherheitsrisiko-des-landes-1908184.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=wirtschaft\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IWF-Chefvolkswirt Blanchard &ndash; &bdquo;Ich verstehe die Logik der Deutschen nicht&ldquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht von Olivier Blanchard, Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds, sollte die Preissteigerung in Deutschland mehr als 2 Prozent betragen. Die Angst der Deutschen vor Inflation h&auml;lt er f&uuml;r &uuml;bertrieben. [&hellip;]<br>\nBlanchard: Damit mehr Geld zu mehr Inflation f&uuml;hrt, braucht es mehr Lohnerh&ouml;hungen. Davon ist zurzeit wenig zu sehen. Auf absehbare Zukunft wird die hohe Arbeitslosigkeit dies in den meisten L&auml;ndern wohl kaum zulassen. In Deutschland ist das anders. Da wird die niedrigere Arbeitslosigkeit fr&uuml;her zu h&ouml;herem Lohnwachstum f&uuml;hren. Aber das ist richtig so. Ganz ehrlich, ich verstehe die Logik der deutschen Position nicht. Deutschland bekennt sich zum Ziel der EZB, eine Inflation von 2Prozent zu erreichen. Das ist der erste Punkt. Und Deutschland glaubt zweitens, dass die Peripheriel&auml;nder der Eurozone wettbewerbsf&auml;higer werden m&uuml;ssen. So weit stimme ich mit beiden deutschen Positionen &uuml;berein. In vielen L&auml;ndern w&auml;re es besser, wenn ihre Inflation unter 2 Prozent l&auml;ge, damit sie wettbewerbsf&auml;higer w&uuml;rden. Und in den Peripheriel&auml;ndern l&auml;uft es auch darauf hinaus. Dann m&uuml;ssen die anderen L&auml;nder bei 2 Prozent Inflation in der Eurozone aber h&ouml;here Inflationsraten haben. Das ist einfach eine Sache der Arithmetik. Wenn wir null Prozent oder sogar weniger in den s&uuml;dlichen Eurostaaten haben, m&uuml;ssen Deutschland, Frankreich und andere mehr als 2 Prozent haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/iwf-chefvolkswirt-blanchard-ich-verstehe-die-logik-der-deutschen-nicht-11921274.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Heiner Flassbeck:<\/strong> Warum ist es in Deutschland nicht m&ouml;glich, die einfachsten Zusammenh&auml;nge ernsthaft zu diskutieren und aus Erfahrungen zu lernen? Beiliegend einige Beispiele f&uuml;r einfache Gedanken, auf die jeder kommen k&ouml;nnte, die aber kaum jemand im deutschsprachigen Raum zur Kenntnis nehmen will. O. Blanchard, der Chefvolkswirt des IMF, zur Eurokrise und dem deutschen Denken oder John Kay, Kolumnist der FT am 3. Oktober &uuml;ber den Vorteil h&ouml;herer L&ouml;hne und die Grenzen der Grenzproduktivit&auml;tstheorie (darf man leider nicht im Original verbreiten) und Herr Draghi sagte im Europ&auml;ischen Parlament (zitiert in der FT von heute), dass in einer W&auml;hrungsunion nicht einige L&auml;nder (und er meint L&auml;nder, nicht Staatshaushalte) immer &Uuml;bersch&uuml;sse und andere immer Defizite haben k&ouml;nnen. Immerhin, auch in der EZB gibt es gewisse Fortschritte. Das Tollste ist, dass jetzt (im Jahr f&uuml;nf der Krise) sogar der IMF festgestellt hat, dass Konsolidierung in der Rezession nicht funktioniert. Wenn das keine Hoffnung macht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>S&amp;P stuft Spanien herab: Eine redlich verdiente Ohrfeige<\/strong><br>\nEs ist geradezu l&auml;cherlich, das Bild, das die Europ&auml;er bei der Krisenbek&auml;mpfung abgeben:<br>\nDa verk&uuml;ndet der spanische Regierungschef Mariano Rajoy die f&uuml;nfte Runde von austerit&auml;tspolitischen Ma&szlig;nahmen und begr&uuml;ndet diese mit seinem festen Glauben an den Erfolg seiner Politik. Der Pr&auml;sident der EZB, Mario Draghi, assistiert, er sehe in Spanien bedeutende Fortschritte und lobt die spanische Regierung f&uuml;r ihre Ma&szlig;nahmen. Auch die Euro-Gruppe feiert sich f&uuml;r ihre Rettungsma&szlig;nahmen respektive f&uuml;r die immer h&ouml;her aufget&uuml;rmten finanziellen Risiken f&uuml;r die Steuerzahler und f&uuml;r den austerit&auml;tspolitischen Kurs, auf den sie die Schuldenstaaten schickt und der Europa nach ihrer &Uuml;berzeugung gesunden wird.<br>\nGleichzeitig versch&auml;rft sich die Talfahrt der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in den entsprechenden Krisenstaaten und diese entfernen sich sukzessive weiter von ihren Wachstums- und Defizitzielen &ndash; nicht zuletzt zu beobachten in Spanien. Auch die Wirtschaftsprognosen f&uuml;r Deutschland verd&uuml;stern sich.<br>\nEuro-Gruppe und Troika quittieren dies abwechselnd mit der Verst&auml;rkung des Drucks auf die Regierungen, ihre Sparziele zu erf&uuml;llen sowie weitere Sparanstrengungen zu unternehmen &ndash; unter Androhung des Stopps finanzieller Hilfen oder des Rauswurfs aus dem Euro &ndash; und Beteuerungen der Solidarit&auml;t, der Versicherung weiterer Hilfen und des Haltens im Euro um jeden Preis.<br>\nAusgerechnet eine der gro&szlig;en US-Ratingagenturen, die von vielen Politikern in Europa gerne als Brandbeschleuniger der Euro-Krise kritisiert werden, hat heute mit der Herabstufung von Spaniens Kreditw&uuml;rdigkeit um zwei Stufen auf BBB- den Euro-Rettern den Spiegel vorgehalten und die europ&auml;ische Krisenpolitik n&uuml;chtern und knapp als das entschleiert, was sie nicht sein soll, aber bisher de facto ist: ein gro&szlig;es, teures und ineffektives krisenpolitisches Theater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/sp-stuft-spanien-herab-eine-redlich-verdiente-ohrfeige\/\">Querschuesse<\/a>\n<p>passen dazu: <strong>Spanien reformiert, Gro&szlig;britannien stagniert &ndash; Die Heilkraft des Euro<\/strong><br>\nDer Druck der gemeinsamen W&auml;hrung wirkt. Er zwingt die Krisenl&auml;nder der Eurozone zu historischen Reformen. Auf lange Sicht ist das heilsam. Die Krisenl&auml;nder stehen besser da als andere L&auml;nder, die Reformen verschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/spanien-reformiert-grossbritannien-stagniert-die-heilkraft-des-euro\/7218592.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es gen&uuml;gen also nicht Brutal-Reformen, Sozialabbau und T&auml;tschelung der Gro&szlig;verdiener &agrave; la Cameron&hellip; &ndash; das Vorbild ist Spanien, das sich radikal in eine Rezession hereinspart, bald mit 90% des BSP verschuldet sein wird und schon heute die h&ouml;chste Arbeitslosigkeit der entwickelten Welt hat. Einfach unterirdisch, womit sogenannte &ldquo;Journalisten&rdquo; Zeitungsseiten f&uuml;llen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &ndash; Ursula von der Leyen oder: Die Wiederentdeckung der Altersarmut<\/strong><br>\nJahrzehntelang war Altersarmut in Deutschland ein Tabuthema, das gern verdr&auml;ngt wurde, weil viele Menschen unterschwellig Angst hatten, im Rentenalter wom&ouml;glich selbst davon betroffen zu sein. Anfang September 2012 avancierte das Problem allerdings quasi u&#776;ber Nacht zum Topthema in den Medien und zur gr&ouml;&szlig;ten sozialpolitischen Herausforderung der Bundesregierung. Ausl&ouml;ser dafu&#776;r war ein parteitaktisches Man&ouml;ver der Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen, die mit dramatisierenden Rechenbeispielen den Widerstand gegen die von ihr geplante &bdquo;Zuschussrente&ldquo; zu brechen suchte: Wer 35 Jahre lang monatlich weniger als 2500 Euro brutto verdient, dessen Rente, prognostizierte sie ausgerechnet in &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;, werde nach 2030 weniger als die Grundsicherung im Alter betragen &ndash; er oder sie mu&#776;sste also beim Renteneintritt zum Sozialamt gehen. Vor ihrem PR-Coup hatte von der Leyen das Problem immer verharmlost, besch&ouml;nigt und als beherrschbar dargestellt. Norbert Blu&#776;ms beru&#776;hmt-beru&#776;chtigter Satz &bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo; scheint endgu&#776;ltig von der Wirklichkeit u&#776;berholt zu<br>\nwerden. Von einer Sicherung des Lebensstandards im Alter kann jedenfalls keine Rede mehr sein. Aber mehr noch: Was wir heute erleben, ist die Folge des Bruchs mit der Tradition einer immer weiter vorangetriebenen Absicherung von Altersrisiken durch den Sozialstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Butterwegge_von-der-Leyen-Altersarmut.pdf\">Christoph Butterwegge [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa in der Rezessionsfalle<\/strong><br>\nDie Konjunktur in Europa verschlechtert sich. Die Eurol&auml;nder stecken zwischen Stagnation und Depression. Auch Kernl&auml;nder wie Deutschland sind von der wirtschaftlichen Talfahrt erfasst. Ein Ausweg ist nicht in Sicht: Die anhaltende Politik von Spardiktaten, Lohn-, Renten- und Sozialku&#776;rzungen ruiniert Einkommen und Nachfrage und treibt den Kontinent immer tiefer in die Krise. Europa befindet sich in einer Rezessionsfalle.<br>\nDoch damit nicht genug: Europa wird auch zur Wachstumsbremse fu&#776;r den Rest der Welt. Inzwischen verlangsamt sich das Wachstum auch in Schwellenl&auml;ndern, wie China und Brasilien. &Uuml;berall korrigieren Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognosen fu&#776;r 2012 und 2013 nach unten. Das Ergebnis: Gegenu&#776;ber 2010 verliert die Weltwirtschaft um satte 2 Prozentpunkte an Dynamik und wird in diesem und n&auml;chsten Jahr mit einem schwachen Wachstum von knapp u&#776;ber 3 % nicht ausreichend fu&#776;r Jobs und Einkommen sorgen. Vor allem in bev&ouml;lkerungsreichen Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern drohen neue Armut und soziale Verwerfungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/34_2012_klartext_Europa_in_Rezessionsfalle.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Erkl&auml;r mir die Finanzkrise!&rdquo; &ndash; die Videos der ersten drei Abende<\/strong><br>\n&bdquo;Erkl&auml;r mir die Finanzkrise!&rdquo; lautet der Titel der Vortragsreihe, die ich seit September an der VHS-Ottakring halte. Jetzt sind auch die Videos der ersten drei Abende fertig, so dass man sie auch nachtr&auml;glich ansehen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/essays-reden-buchbeitrage\/erklar-mir-die-finanzkrise---die-videos-der-ersten-drei-abende.php\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Children and Grandchilden Do Not Pay for Budget Deficits, They Get Interest on the Bonds<\/strong><br>\nPoliticians, especially those who want to cut programs like Social Security and Medicare, are fond of telling people that our children and grandchildren will pay the national debt. That one may sell well with focus groups, but it is complete nonsense.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cepr.net\/index.php\/blogs\/beat-the-press\/children-and-grandchilden-do-not-pay-for-budget-deficits-they-get-interest-on-the-bonds\">cepr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Liechtenstein w&auml;re ein fiskalpolitisches Eigentor fu&#776;r Deutschland<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik Deutschland sollte in ihrem wohlverstandenen fiskalischen Eigeninteresse von einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Liechtenstein Abstand nehmen und zun&auml;chst sicherstellen, dass Liechtensteiner Gesetze nicht weiterhin zur Umgehung deutscher Steuer&#8208; und Strafgesetze missbraucht werden k&ouml;nnen. In Anbetracht dessen, dass u&#776;ber 98% der US&#8208;Konten in Liechtenstein nicht deklariert und damit Schwarzgeld waren, darf von einer &auml;hnlichen Quote auch fu&#776;r deutsche Anleger in Liechtenstein ausgegangen werden. Mit einem DBA wu&#776;rde es nunmehr einfacher, neue unversteuerte Gelder in Liechtenstein anzulegen, sowie unversteuerte Gelder als ausl&auml;ndische Direktinvestitionen zu waschen.<br>\nDie Alternativen liegen auf der Hand &ndash; Deutschland k&ouml;nnte:\n<ol>\n<li>gemeinsam mit seinen Europ&auml;ischen Partnern auf die schnelle Verabschiedung und Umsetzung der erweiterten EU&#8208;Zinsrichtlinie hinwirken;<\/li>\n<li>gemeinsam mit den USA ein FATCA&#8208;&auml;hnliches Gesetzespaket verabschieden; sowie<\/li>\n<li>&auml;hnlich wie Gro&szlig;britannien eine Offenlegungseinrichtung mit Liechtenstein aushandeln, um sicherzugehen, dass ku&#776;nftig alle Konten und Wirtschaftsstrukturen deutscher Steuerpflichtiger in Liechtenstein dem deutschen Fiskus gemeldet werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/TJN.pdf\">Tax Justice Network [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pimco-Chef: H&uuml;tet euch vor der Zentralbank-Blase!<\/strong><br>\nViele Anleger profitieren nach wie vor von den Notfallma&szlig;nahmen der Zentralbanken in den USA und in Europa. Doch die Verm&ouml;genspreise entfernen sich zunehmend von den Fundamentaldaten. Investoren m&uuml;ssen jetzt besonders wachsam sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:pimco-chef-huetet-euch-vor-der-zentralbank-blase\/70102887.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dass der CEO einer der gr&ouml;&szlig;ten Spieler im internationalen Finanzkasino in der FTD nun sogar einen &ndash; inhaltlich haneb&uuml;chenen &ndash; Gastartikel verfassen darf, setzt dem Fass die Krone auf. Hier schreibt jemand, der in ganzen gro&szlig;em Stil auf dem Staatsanleihenmarkt aktiv ist. Vielleicht ist es an der Zeit, ein Gesetz zu verabschieden, das Kommentatoren von Finanzzeitungen verpflichtet, ihre eigenen Positionen oder die Positionen ihres Unternehmens, die mit dem betreffenden Thema zusammenh&auml;ngen, offenzulegen. Doch dann w&uuml;rde sicher kein Pimco-Mitarbeiter mehr f&uuml;r Finanzzeitungen schreiben &hellip; was keinesfalls ein Verlust w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Banker kassieren 362.950 Dollar pro Jahr<\/strong><br>\nW&auml;hrend der normale Amerikaner rund 50.000 Dollar nach Hause tr&auml;gt, verdienen Finanzmanager mehr als vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2007. Vor allem die Boni schrauben die Einkommen nach oben [&hellip;]<br>\nGegen&uuml;ber 2010 betrug der Gehaltszuwachs 0,5 Prozent. Von 2009 auf 2010 war das Einkommen um 16 Prozent angestiegen. In absoluten Zahlen betrachtet sieg die Verg&uuml;tung an der Wall Street auf insgesamt mehr als 60 Milliarden Dollar. Das ist der dritth&ouml;chste je gemessene Wert. [&hellip;]<br>\nUnd schaut man sich die Bilanzen der sechs gr&ouml;&szlig;ten US-Banken zwischen Juli 2011 und Juli 2012 an, fuhren die Finanzh&auml;user Gewinne von 63 Milliarden Dollar ein. Das wiederum spricht auch nicht f&uuml;r sinkende Geh&auml;lter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article109777236\/US-Banker-kassieren-362-950-Dollar-pro-Jahr.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> 63 Mrd. Dollar Gewinn? Das w&auml;re doch eine wunderbare Gelegenheit, eine Sonderabgabe in H&ouml;he von 63 Mrd. Dollar zu verabschieden, um die Banken an den gesellschaftlichen Kosten ihrer Zockerei zu beteiligen. Das wird aber nicht passieren, schlie&szlig;lich sponsort Wall Street ja den Pr&auml;sidentschaftswahlkampf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sparprogramm &ndash; Siemens feilt an seiner Giftliste<\/strong><br>\nSiemens hat einen massiven Auftragseinbruch zu verkraften. Vorstandschef Peter L&ouml;scher schwenkt daher auf Sparkurs. Bereits 8000 Stellen sind ausgemacht, die wegfallen k&ouml;nnten. Und die Liste d&uuml;rfte noch l&auml;nger werden. [&hellip;]<br>\nSiemens habe in seinem im September abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr 2012 zwar eines der besten operativen Ergebnisse seiner Unternehmensgeschichte erreicht, sei aber hinter den eigenen Zielen zur&uuml;ckgeblieben und gegen&uuml;ber der Konkurrenz ins Hintertreffen geraten &ndash; auch wegen &bdquo;hausgemachter Probleme&ldquo;, r&auml;umte der Vorstandschef ein. [&hellip;]<br>\nAuf die Rezession in S&uuml;deuropa und den Abschwung der Weltwirtschaft sei Siemens nicht vorbereitet gewesen, sagte L&ouml;scher [&hellip;] hatte Siemens seine Gewinnprognose f&uuml;r dieses Jahr bereits von 6,0 auf 5,2 Milliarden Euro nach unten korrigieren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/sparprogramm-siemens-feilt-an-seiner-giftliste\/7242760.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das wird die boomende Binnenkonjunktur ja noch einmal richtig anheizen. Dabei liegt anscheinend nicht einmal ein bilanzieller Verlust, sondern nicht die Gewinne zwar sehr, aber nicht ganz so gut wie beim Wettbewerb ausgefallen. Die Mitarbeiter werden sicher gerne &ldquo;Einschnitte&rdquo; akzeptieren, damit Siemens die Aktion&auml;re &ldquo;verw&ouml;hnen&rdquo; kann.  Im &Uuml;brigen fehlten noch vor einem halben Jahr alleine bei Siemens Tausende von den Ingenieuren, die angeblich zu schlecht und zu wenig kostenbewu&szlig;t <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar-zu-fachkraeftemangel-warnungen-vor-ingenieursnotstand-sind-uebertrieben,1472780,11899382.html\">arbeiten<\/a>. Nur noch verr&uuml;ckt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Freie Fahrt zwischen Bremen und Hamburg<\/strong><br>\n[&hellip;] Die ausgebaute Strecke stellt ein Novum dar. Erstmals bauten hier private Firmen &ndash; das Baukonsortium A 1 mobil &ndash; und nicht die &ouml;ffentliche Hand eine Autobahn aus. Rund 650 Millionen Euro investierte das Konsortium, das von den Baukonzernen Bilfinger Berger und Bunte sowie dem britischen Finanzinvestor John Laing getragen wird, in das Projekt. Au&szlig;erdem ist es f&uuml;r den Unterhalt der Strecke verantwortlich. Im Gegenzug erhalten die Firmen in den n&auml;chsten 30 Jahren einen Teil der Lkw-Maut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/niedersachsen\/autobahn535.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> F&uuml;r die privaten Investoren ist dies sicher ein lukratives Gesch&auml;ft. Noch lukrativer w&auml;re es, wenn der Staat dieses Gesch&auml;ft machen w&uuml;rde, schlie&szlig;lich kriegt er als Premium-Schuldner die Kredite f&uuml;r eine solche Investition wesentlich g&uuml;nstiger als Privatunternehmen. Dem Staat sind solche Gesch&auml;fte jedoch dank Schuldenbremse und Fiskalpakt untersagt. Die Zeche zahlt der Steuerzahler, schlie&szlig;lich bedeutet der Verzicht auf die Mauteinnahmen einen deutlichen R&uuml;ckgang der staatlichen Einnahmen. Und dass ein solcher Einnahmenr&uuml;ckgang in Zeiten der Schuldenbremsen auch immer mit einem R&uuml;ckgang der Ausgaben verbunden ist, sollte mittlerweile auch bekannt sein. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, warum die Schuldenbremse auch eine Konjunkturbremse ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Facebook&rsquo;s UK tax bill was less than it pays  its average worker<\/strong><br>\nCompany paid just &pound;238,000 to the taxman in 2011 despite UK revenue being &pound;175million [&hellip;]<br>\nThe company&rsquo;s London office is believed to attribute most of its revenues to Facebook&rsquo;s outfit in Ireland, where corporation tax is significantly lower, minimising the amount it has to pay to HMRC. [&hellip;]<br>\nFacebook joins the long list of US technology giants including Google and IBM that find innovative ways to scrimp on their contributions to the UK&rsquo;s tax take<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-2215755\/Facebook-paid-just-238-000-corporation-tax-Britain-year-diverted-sales-Ireland.html\">Daily Mail<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist es wohl, was man unter Steuer-Wettbewerb versteht. Interessant w&auml;re zudem zu erfahren, warum das &bdquo;Durchschnittsgehalt&ldquo; eines britischen Facebook-Mitarbeiters stolze 270.000 Pfund betr&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neue Weltm&auml;chte &ndash; Regieren uns die Gro&szlig;konzerne?<\/strong><br>\nOktober 1962: Kuba-Krise, die Welt steht am Abgrund. Der Kalte Krieg und die Superm&auml;chte sind inzwischen Geschichte, heute sind globale Konzerne super m&auml;chtig. Sp&auml;testens mit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise gilt: Die Politik unterliegt der &ouml;konomischen Macht &ndash; Staaten werden &auml;rmer, Konzerne immer reicher. Ein Talk im Hangar-7 auf der Spur der heimlichen Herrscher im Hintergrund.<br>\nLaut einer aktuellen Studie beherrschen 147 Gro&szlig;konzerne fast die H&auml;lfte der Weltwirtschaft. Regiert uns ein undurchsichtiges kapitalistisches Netzwerk? Die heimlichen Herrscher verstecken sich hinter Namen wie Capital Group Companies, FMR Corporation und State Street Corporation. &Uuml;ber Netzwerke und Beteiligungen ziehen sie die globalen F&auml;den der Macht &ndash; und das fernab jeglicher &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDer Umsatz gro&szlig;er Unternehmen &uuml;bersteigt bereits die wirtschaftliche Leistungskraft vieler Staaten. So setzt z.B. der Energiekonzern Shell mehr Geld um als &Ouml;sterreich in einem Jahr erwirtschaftet. Der globale Wettlauf um Energie und Rohstoffe macht Unternehmen wie Glencore und Gazprom zu den m&auml;chtigsten Akteuren der Welt. Letzterer verf&uuml;gt bereits &uuml;ber eine eigene Armee und einen Geheimdienst. Wann werden Konzerne f&uuml;r Regierungen zu einer Gefahr? Der Internet-Gigant Facebook hat besseren Zugang zu Daten als jede Diktatur. Und die Online-Suchmaschine Google wei&szlig; genau, was wir wann gesucht und gefunden haben. Allwissend, allm&auml;chtig, allgegenw&auml;rtig? Sind wir zum Spielball riesiger Wirtschaftskonzerne geworden?<br>\nImmer mehr Lobbyisten dr&auml;ngen ins Zentrum der politischen Macht, allein in Br&uuml;ssel stehen 15.000 Interessens-Vertreter 754 EU-Abgeordneten gegen&uuml;ber. Folge: Die Verbindungen zwischen Wirtschafts-Elite und Politik werden immer enger und undurchschaubarer. Regieren uns die Lobbyisten? Mitarbeiter gro&szlig;er Konzerne sitzen heute in Ministerien, und Spitzenpolitiker wie Schr&ouml;der, Fischer oder Sch&uuml;ssel &uuml;bernehmen unmittelbar nach ihrer politischen Karriere lukrative Posten in der Wirtschaft. Wann wird Geld wichtiger als Macht, und f&uuml;r wen regieren unsere Politiker? In Deutschland bringen die hohen Vortragsgagen aus der Finanzbranche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck in Bedr&auml;ngnis. Hat er sich schon jetzt in die H&auml;nde von Gro&szlig;konzernen begeben?<br>\nDer langj&auml;hrige ARD-Korrespondent in Washington und Moskau, Fritz Pleitgen, diskutiert beim aktuellen Talk im Hangar-7 mit renommierten Experten aus Lobbyismus, Energiewirtschaft, Management und Unternehmensberatung &uuml;ber die Macht der Konzerne und die Ohnmacht der Politik.<br>\nG&auml;ste: Utz Claassen &ndash; der Top-Manager und ehemalige Chef des Energiekonzerns EnBW glaubt: Die &ouml;konomische Einflussnahme auf die Politik wird &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nDaniele Ganser &ndash; der Historiker, der das Schweizer Institut f&uuml;r Friedensforschung und Energie leitet, sagt: Erd&ouml;l-Konzerne st&uuml;rzen ganze Regierungen.<br>\nJ&uuml;rgen Roth &ndash; der Investigativ-Journalist warnt vor der Macht des russischen Energieriesen Gazprom und ist &uuml;berzeugt: Verbraucher werden betrogen und Staaten erpresst.<br>\nKarl Jurka &ndash; der Lobbyist, der seit &uuml;ber 20 Jahren in der europ&auml;ischen Politikberatung t&auml;tig ist, meint: Lobbyisten haben zu wenig politischen Einfluss.<br>\nChristine Bauer-Jelinek &ndash; die Wirtschaftsberaterin befasst sich mit den geheimen Spielregeln der Macht und warnt: Konzerne sind derzeit m&auml;chtiger als Staaten.<br>\nModeration: Fritz Pleitgen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.servustv.com\/cs\/Satellite\/Article\/Talk-im-Hangar-7-011259448246538\">Servus TV &ndash; Talk im Hangar-7<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freiheit, die er meint<\/strong><br>\nDie Entf&uuml;hrung eines demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten oder die Einsetzung eines Massenm&ouml;rders als Diktator eines Landes &ndash; so etwas w&uuml;rde man dem Strahlemann mit dem kantigen Kinn, den Mitt Romney auf vielen Bildern gibt, schwerlich zutrauen. Und dennoch sieht der Pr&auml;sidentschaftskandidat der Republikaner darin ein Modell f&uuml;r Washingtons Au&szlig;enpolitik. Dass Romney als Chef einer Investmentfirma ganze Unternehmen zerschlagen hat, halten ihm seine Kritiker schon l&auml;nger vor. Doch dieser Mann ist genauso bereit, ganze Demokratien zu zerschlagen.<br>\nRomney wird immer wieder vorgeworfen, er habe keine eigenen &Uuml;berzeugungen und gehe mit x-beliebigen Thesen auf Stimmenfang. Es stimmt, dass Romney bei sozialen Themen wie Abtreibung oder Krankenversicherung meist nur herumeiert. Aber an gewisse Prinzipien hat er sich immer gehalten. Er war und ist ein unersch&uuml;tterlicher Verteidiger der Freiheit &ndash; wenn auch in einem sehr speziellen, neoliberalen Sinne. Letztes Jahr b&uuml;rstete er einen Zwischenrufer beispielsweise mit dem Satz ab &ldquo;Unternehmen sind Menschen, mein Freund&rdquo;. Es scheint, als wolle er die Freiheit dieser &ldquo;Menschenwesen&rdquo; noch erweitern, damit sie &uuml;berall auf der Welt ihre Interessen frei und unbehelligt verfolgen k&ouml;nnen.<br>\nIn seinem eher dr&ouml;gen Buch &ldquo;No Apologies&rdquo; (sinngem&auml;&szlig;: &ldquo;Ich bereue nichts&rdquo;) kommt Romney nur an einer Stelle richtig in Wallung: beim Thema Honduras. 2009 hatte die dortige Bev&ouml;lkerung in einer freien und fairen Wahl den alles andere als linksradikalen Manuel Zelaya zu ihrem Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Der reiche Gro&szlig;grundbesitzer war der Kandidat der Liberalen Partei, die ebenso wie die mit ihr konkurrierende Nationale Partei die Oligarchie des Landes repr&auml;sentiert.(1) Aber immerhin versuchte Zelaya als Pr&auml;sident ein paar wesentliche Verbesserungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerungsmehrheit des zweitkleinsten Landes Lateinamerikas durchzusetzen. So hob er den Mindestlohn um 60 Prozent an und finanzierte &auml;hnliche Sozialprogramme f&uuml;r die Armen, wie sie zuvor in Brasilien der linke Pr&auml;sident Lula da Silva mit Erfolg eingef&uuml;hrt hatte.<br>\nDas reichte aus, um die Rechten im Land in Rage zu bringen. Zelayas Gegner beschimpften ihn als Demagogen und M&ouml;chtegern-Diktator. Seinen Plan, das Volk &uuml;ber eine Reform der 1982 nach dem Ende der Milit&auml;rdiktatur verabschiedeten Verfassung abstimmen zu lassen, bezeichnete die Rechte als Staatsstreich. Der Konflikt endete damit, dass eines Nachts ein Milit&auml;rkommando in den Pr&auml;sidentenpalast eindrang und Zelaya im Pyjama verhaftete. Sie brachten ihn zu einer US-Milit&auml;rbasis und flogen ihn nach Costa Rica aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/10\/12.mondeText1.artikel,a0032.idx,8\">LE MONDE diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USA: Sicherheit im Land der Freien<\/strong><br>\nVor seiner Wahl zum Pr&auml;sidenten hatte Barack Obama versprochen, den ausufernden Sicherheitsapparat zu b&auml;ndigen. Doch der hat seitdem noch erheblich an Macht gewonnen. Die Bespitzelung im Inland ist zur Normalit&auml;t geworden. Und die liberalen Intellektuellen h&uuml;llen sich in Schweigen.<br>\nVor vier Jahren machte Barack Obama im Wahlkampf um das Pr&auml;sidentenamt eine Reihe von Versprechen, die ihm nicht zuletzt in Europa gro&szlig;e Popularit&auml;t bescherten: Er wollte das Gef&auml;ngnis in Guantanamo Bay schlie&szlig;en; er wollte den &ldquo;Patriot Act&rdquo; von 2001 aufheben, der neue Formen der &Uuml;berwachung von US-B&uuml;rgern legalisiert hatte; und er wollte &ldquo;Whistleblowers&rdquo;, also Leute, die Missst&auml;nde in Milit&auml;r und Geheimdiensten &ouml;ffentlich machen, vor staatlicher Verfolgung sch&uuml;tzen.<br>\nDer Kandidat Obama versprach also, einen wesentlichen Teil des nationalen Staatssicherheitsapparats zu b&auml;ndigen, dessen Umfang und Kompetenzen unter der Bush-Regierung nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 erheblich angewachsen waren. Diese gigantische B&uuml;rokratie, die in vielen F&auml;llen niemandem rechenschaftspflichtig war, war 2008 von vielen W&auml;hlern der Demokraten als Bedrohung ihrer pers&ouml;nlichen Freiheitsrechte wahrgenommen worden.<br>\nVier Jahre danach existiert Guant&aacute;namo immer noch, und die Prozesse vor den dortigen Milit&auml;rtribunalen gehen weiter. 2011 hat Obama die Verl&auml;ngerung des Patriot Act abgesegnet. Und das Justizministerium hat aufgrund des Gesetzes &uuml;ber Spionage und Gef&auml;hrdung der nationalen Sicherheit sechs Ermittlungsverfahren gegen Whistleblowers er&ouml;ffnet &ndash; mehr als doppelt so viele wie unter allen fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten zusammengenommen.<br>\nGleichwohl w&auml;re es falsch zu behaupten, es habe sich nichts ge&auml;ndert. Tats&auml;chlich hat der nationale Sicherheitsapparat unter Obama erheblich an Macht gewonnen. Die Liste von Personen, denen Flugreisen untersagt sind &ndash; aufgrund stets undurchsichtiger und oft willk&uuml;rlicher Kriterien -, ist 2012 auf 21 000 Namen angewachsen; das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Ende 2011 hat der Pr&auml;sident ein Gesetz unterzeichnet, mit dem er den Verteidigungshaushalt f&uuml;r 2012 absegnete. Zugleich verleiht das Gesetz der Regierung die Befugnis, wegen terroristischer Aktivit&auml;ten angeklagte US-B&uuml;rger und Ausl&auml;nder zeitlich unbegrenzt zu inhaftieren. Das bedeutet eine Aush&ouml;hlung des elementaren Rechtsprinzips, das Schutz vor willk&uuml;rlicher Festnahme garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/10\/12.mondeText1.artikel,a0005.idx,0\">LE MONDE diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sven Giegold: &ldquo;Steinbr&uuml;ck ist blind f&uuml;r die Demokratiegefahr durch Finanzlobbyismus&rdquo;<\/strong><br>\nDer gr&uuml;ne Europaabgeordnete hat den SPD-Kanzlerkandidaten in einem Interview mit der Berliner Zeitung scharf kritisiert: &ldquo;Steinbr&uuml;ck hat dem Kapital gut gedient&rdquo;. Dieser habe das Grundproblem nicht verstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/49636\/sven-giegold-steinbruck-ist-blind-fur-die-demokratiegefahr-durch-finanzlobbyismus\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Spiegel und die vielen Euro-Tode<\/strong><br>\nWenn es nach dem Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel ginge, dann m&uuml;sste der Euro schon l&auml;ngst weg sein. Untergegangen, verbrannt, zerbrochen, zerbombt, vernichtet. Viele Male hat der Spiegel den Euro auf seinem Titelbild schon sterben lassen und dabei flei&szlig;ig Welt- und Gelduntergangsstimmung gesch&uuml;rt. Auch auf dem Spiegel-Titel dieser Woche zerflie&szlig;t der Euro mal wieder. Wir haben die Euro-Untergangs-Titel der vergangenen drei Jahre des Spiegel mal zusammengefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/gelduntergang-der-spiegel-und-die-vielen-euro-tode\/2012\/10\/11.html\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dies ist eine treffende Erg&auml;nzung zum gestrigen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14711\">Artikel<\/a> &uuml;ber den aktuellen SPIEGEL-Titel.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14720","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14720"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14723,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14720\/revisions\/14723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}