{"id":14735,"date":"2012-10-16T08:40:33","date_gmt":"2012-10-16T06:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735"},"modified":"2012-10-16T08:40:33","modified_gmt":"2012-10-16T06:40:33","slug":"hinweise-des-tages-1740","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h01\">Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h02\">Wie sich die Schweiz am Ausland bereichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h03\">Wie Versicherer mit R&uuml;rup-Renten abkassieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h04\">Heiner Flassbeck &ndash; &laquo;Die Eurol&auml;nder m&uuml;ssen sich trennen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h05\">Das F-Wort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h06\">Macht &ldquo;Gelddrucken&rdquo; Inflation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h07\">Steuerflucht nach Singapur: Steuerabkommen macht&rsquo;s m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h08\">Stabilisierung des Fl&auml;chentarifvertrages &ndash; Reform der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h09\">Zwischen Aufschwung und Prekarisierung: Experten bewerten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt v&ouml;llig unterschiedlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h10\">Rentnern droht nur eine Mini-Erh&ouml;hung der Bez&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h11\">BMJ-Staatssekret&auml;r Stadler: Vorratsdatenspeicherung ist grundrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h12\">SPD-Kandidat Steinbr&uuml;ck &ndash; Doch nur zweite Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h13\">Start der &ldquo;German U15&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h14\">Frau Schavans dr&ouml;hnendes Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h15\">Was man heute sagt, wenn man es sagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h16\">zu guter Letzt: Friedensnobelpreis G&uuml;tesiegel f&uuml;r R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735#h17\">Das Allerletzte: So denkt die FDP &uuml;ber die Stuttgarter Demonstrante<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14735&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert<\/strong><br>\nSo, wie es geplant ist, passt das Erneuerbare-Energien-Gesetz der INSM nicht in den Kram &ndash; also macht sie einen Gegenvorschlag.<br>\nDie Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft propagiert zurzeit die Abkehr vom Erneuerbare-Energien-Gesetz: Zu teuer, zu unflexibel, nicht zielf&uuml;hrend &ndash; so die Argumentationslinie. Als Alternativvorschlag zum EEG f&uuml;hrt die INSM das sogenannte WEE zu Felde. Was bedeutet dieses &ldquo;Wettbewerbsmodell Erneuerbare Energien&rdquo;, und weshalb sollte man sich von dieser neoliberalen Mogelpackung nicht irreleiten lassen, obwohl sie inhaltlich auf den ersten Blick als sinnvoll erscheint?<br>\nZun&auml;chst sei ein Blick auf den Werbefilm zum WEE verwiesen, in dem beschrieben wird, was die INSM als Problem ansieht, und wie die L&ouml;sung aussehen k&ouml;nnte.<br>\nAngeblich, so die Ansage der INSM, w&uuml;rde der Strom aufgrund des EEG immer teurer. Die explosionsartige Bereitstellung von Photovoltaikkraftwerken treibe die EEG-Umlage, die jeder Verbraucher mit 5,3 Cent pro Kilowattstunde zus&auml;tzlich bezahlen muss, weiter nach oben. Au&szlig;erdem sei es v&ouml;llig falsch, ausgerechnet bei der Photovoltaik die h&ouml;chsten Einspeiseverg&uuml;tungen zu vergeben &ndash; andere Formen erneuerbarer Stromerzeugung seien da viel wirtschaftlicher und effizienter.<br>\nDoch das ist blo&szlig; die halbe Wahrheit. Was die INSM geflissentlich unterschl&auml;gt, ist die Tatsache, da&szlig; der Anstieg der EEG-Umlage keinesfalls blo&szlig; darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, da&szlig; erneuerbare Stromerzeugung angeblich nicht wettbewerbsf&auml;hig ist. Tats&auml;chlich tragen CDU\/CSU und FDP die Verantwortung daf&uuml;r, da&szlig; Deutschlands B&uuml;rger nun eine h&ouml;here EEG-Umlage zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/49895\/wie-die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-die-energiewende-attackiert\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie sich die Schweiz am Ausland bereichert<\/strong><br>\nEine Expertise des sozialkritischen Thinktanks Denknetz zeigt erstmals die Folgen der aggressiven Schweizer Tiefsteuerpolitik: Ausl&auml;ndischen Staaten entgehen bis zu 36,5 Milliarden Franken an Steuereinnahmen.<br>\nJetzt hat der sozialkritische Thinktank Denknetz aufgrund von Zahlen der Eidgen&ouml;ssischen Steuerverwaltung Berechnungen angestellt, die erstmals das Ausmass der Steuervermeidung zeigen: Jedes Jahr entgehen ausl&auml;ndischen Staaten durch die Schweizer Tiefsteuer&shy;politik bis zu 36,5 Milliarden Franken an Steuereinnahmen (vgl. &laquo;Wie das Denknetz rechnet&raquo; im Anschluss an diesen Text).<br>\nDerzeit arbeitet das Finanzdepartement an der Unternehmenssteuerreform III. Dabei soll unter anderem die Stempelsteuer abgeschafft und die Gewinnsteuern f&uuml;r Unternehmen gesenkt werden. Die erneute Steuersenkung &ndash; der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) spricht von einem &laquo;Jahrhundert-Steuer&shy;geschenk&raquo; &ndash; w&uuml;rde den Bund wohl mehrere Milliarden kosten (vgl. &laquo;Sch&ouml;ne Steuergeschenke&raquo; im Anschluss an diesen Text).<br>\nTats&auml;chlich kannten die Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren nur eine Richtung: abw&auml;rts. Betrugen die effektiven Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen 1990 noch 19,5 Prozent, sind sie bis zum Jahr 2008 &ndash; aus diesem Jahr stammen die letzten Zahlen der Steuerverwaltung &ndash; auf 6,9 Prozent gesunken. Das ist, ver&shy;glichen mit anderen OECD-Staaten, rekordverd&auml;chtig tief. Das Denknetz sieht in den tiefen Unternehmenssteuern denn auch einen wesentlichen Grund daf&uuml;r, dass in den letzten Jahren immer mehr ausl&auml;ndische Konzerne in die Schweiz zogen. So schreibt das Denknetz in seiner Expertise: &laquo;Es erstaunt nicht, dass die Schweiz f&uuml;r transnationale Unternehmen und insbesondere f&uuml;r Handelsunternehmen (zum Beispiel Rohstoffe) als Firmenhauptsitz so attraktiv geworden ist.&raquo;<br>\nIm Jahr 2004 waren in der Schweiz knapp 240&thinsp;000&thinsp; Unternehmen ans&auml;ssig. Bis 2008 ist diese Zahl auf 280&thinsp;000&thinsp; angestiegen. Bemerkenswert daran ist vor allem die Zunahme von Firmen mit grossen Gewinnen. Verbuchten 2004 noch 5690 Unternehmen einen steuerbaren Gewinn von &uuml;ber einer Million im Jahr, waren es 2008 bereits 8286 Firmen.<br>\nW&auml;hrend also die Steuers&auml;tze sanken, zogen neue Firmen in die Schweiz, die immer h&ouml;here Gewinne einfuhren. 2004 betrug der steuerbare Gewinn aller in der Schweiz domizilierter Unternehmen 119,7 Milliarden Franken, 2008 waren es bereits mehr als doppelt so viel: 280,3 Milliarden &ndash; und das im Jahr der grossen Krise, als die beiden Grossbanken, die sonst f&uuml;r nicht unwesentliche Gewinnsummen verantwortlich sind, rund 29 Milliarden Franken Verlust machten.<br>\nVon den 280 Milliarden Franken steuerbarem Gewinn waren 270 Milliarden allein auf diejenigen 8286 Unternehmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die mehr als eine Million an steuerbarem Gewinn verbuchten. Die restlichen rund 270&thinsp;000&thinsp; Unternehmen erwirtschafteten gerade mal 10 Milliarden Franken des steuerbaren Gewinns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/-32a8\">Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Versicherer mit R&uuml;rup-Renten abkassieren<\/strong><br>\nDie R&uuml;rup-Rente erlaubt es Selbstst&auml;ndigen, steuerbeg&uuml;nstigt f&uuml;rs Alter zu sparen. Doch manchmal ist es eine Vorsorge f&uuml;r den Vertreter. Der Kunde dagegen sitzt in der Falle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/vorsorge\/nachgerechnet-wie-versicherer-mit-ruerup-renten-abkassieren\/7254854.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; &laquo;Die Eurol&auml;nder m&uuml;ssen sich trennen&raquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Heiner Flassbeck ist der Euro nicht mehr zu retten. Aus Sorge um die politische Integration empfiehlt der UNO-&Ouml;konom den Ausstieg aus der W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Die-Eurolaender-muessen-sich-trennen\/story\/27124507\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><strong>dazu: Heiner Flassbeck &ndash; Low wages and high unemployment are paralyzing the global economy<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck [Director of the Division on Globalization and Development Strategies of the United Nations Conference on Trade and Development]: The drive to be more &ldquo;competitive&rdquo; is pushing the world economy into deep recession; the best that quantitative easing can do is create another bubble<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7Gad5RmCeKI&amp;feature=plcp\">TheRealNews via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TmfhDEaw3l8&amp;feature=plcp&amp;noredirect=1\">Der zweite Teil<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das F-Wort<\/strong><br>\nAlle reden vom Fachkr&auml;ftemangel. Aber ist der wirklich so schlimm? Wie ein Loch gestopft wird, das es vielleicht gar nicht gibt.<br>\nJeden Monat verk&uuml;ndet der Verein Deutscher Ingenieure, wie gro&szlig; das Loch geworden ist. Schon vor Jahren hat er davor gewarnt; da war es sichtbar, aber noch nicht furchteinfl&ouml;&szlig;end. Irgendwann begann das Loch zu wachsen. Unaufhaltsam. Seitdem frisst es sich in die Titelzeilen der Zeitungen, in die Debatten der Talkshows, in die K&ouml;pfe der Politiker. In den von Bundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler zum Beispiel. Das Loch, sagt er, sei die &raquo;zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung&laquo; f&uuml;r Deutschland.<br>\nDas Loch ist der Fachkr&auml;ftemangel, jene L&uuml;cke also, die entsteht, wenn es freie Stellen gibt, aber nicht genug geeignete Bewerber: Informatiker, Chemiker, Elektrotechniker. Bei den Ingenieuren ist das Loch besonders gro&szlig;: Mehr als 100000 Ingenieure haben im Fr&uuml;hjahr 2012 gefehlt. Das sagt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2012\/04\/fachkraeftemangel\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Macht &ldquo;Gelddrucken&rdquo; Inflation?<\/strong><br>\nWenn die EZB Staatsanleihen kauft, tut sie dies mit neu geschaffenem Geld und wenn sie dies unbegrenzt macht, schafft sie auch unbegrenzt Geld. F&uuml;r viele Beobachter der letzte Beweis daf&uuml;r, dass Europa schon bald in einer gro&szlig;en Inflation versinkt. Es wird Zeit einige geldpolitische Sachverhalte nochmal grunds&auml;tzlich zu kl&auml;ren, meint Matthias Kroll vom World Future Council. [&hellip;]<br>\nDer beliebte Mythos &ldquo;Geld drucken macht Inflation&rdquo; blockiert aber nicht nur die Eurorettung. Er verhinderte bisher auch fast jede rationale Diskussion &uuml;ber eine sinnvolle Nutzung der M&ouml;glichkeiten, die eine Zentralbank aufgrund ihres Alleinstellungsmerkmals als Produzent des Geldes hat. Denn wenn eine Zentralbank die Wirtschaft &uuml;ber den Weg des Bankensektors mit Liquidit&auml;t versorgen kann, kann sie dies im Prinzip auch &uuml;ber den Weg einer Teilfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte. Die gesamte im Umlauf befindliche Geldmenge bliebe die gleiche. Das Geld k&auml;me nur &uuml;ber einen anderen Weg in Umlauf. F&uuml;r den Steuerzahler und den B&uuml;rger als Nutznie&szlig;er, der nun zus&auml;tzlich finanzierbaren &ouml;ffentlichen Aufgaben, erg&auml;be sich aber ein gro&szlig;er Gewinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/finanzen-und-wachstum\/artikel\/macht-gelddrucken-inflation-006816\">Euractiv<\/a>\n<p><strong>&bdquo;passend&ldquo; dazu: Sch&auml;uble warnt vor Inflation durch Geldflut<\/strong><br>\nDie Angst vor einer schleichenden Geldentwertung treibt Wolfgang Sch&auml;uble um. Der Bundesfinanzminister warnt in einem Interview vor der Inflationsgefahr, die von der aktuellen Liquidit&auml;tsschwemme in der Welt ausgehe. &ldquo;F&uuml;r alle Zentralbanken ist es entscheidend, rechtzeitig Abschied von ihren au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen zu nehmen, um zu verhindern, dass die gro&szlig;z&uuml;gige Liquidit&auml;tsversorgung nicht zu einem Inflationsdruck wird&rdquo;, sagte Sch&auml;uble der thail&auml;ndischen Zeitung &ldquo;The Nation&rdquo;.<br>\nMan d&uuml;rfe nicht vergessen, dass ein Grund f&uuml;r die tiefe Finanzkrise nach 2007 die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Liquidit&auml;t an den M&auml;rkten war, sagte Sch&auml;uble vor dem Asem-Treffen asiatischer und europ&auml;ischer Finanzminister am Montag in Bangkok.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/schaeuble-warnt-vor-inflationsgefahr-durch-geldflut-a-861280.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ein sch&ouml;nes Beispiel wie Meinungsmache funktioniert. Das neoliberale Zentralorgan Spiegel und mit ihm alle anderen Maistreampublikationen legen vor, sekundiert von den sogenannten Wirtschaftsweisen, und die Politiker plappern nach. Es w&auml;re ja sch&ouml;n wenn Sch&auml;uble seine Behauptungen, dass es eine &ldquo;Geldschwemme&rdquo; g&auml;be und diese den Inflationsdruck erh&ouml;he, einmal belegen w&uuml;rde. Richtig bizarr wird es allerdings wenn Sch&auml;uble die neuste neoliberale Apologetik aufgreift und behauptet, dass ein Grund f&uuml;r die tiefe Finanzkrise nach 2007 die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Liquidit&auml;t an den M&auml;rkten war. Eine geradezu unglaubliche Verdrehung der wirklichen Ursachen der Finanzkrise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerflucht nach Singapur: Steuerabkommen macht&rsquo;s m&ouml;glich<\/strong><br>\n[&hellip;] Kann Sch&auml;uble das Abschleichen mit seinem Besuch in Singapur stoppen? Nein. Er will lediglich das bereits existierende Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und Singapur aktualisieren. DBAs sollen in erster Linie vermeiden, dass Personen, die in beiden Staaten Eink&uuml;nfte erzielen, in beiden Staaten &ndash; also doppelt &ndash; besteuert werden. Als Vorlage dient das sogenannte Musterabkommen der OECD, das regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berarbeitet wird und damit neue Standards setzt. Es enth&auml;lt auch Regelungen &uuml;ber einen Informationsaustausch. Danach k&ouml;nnen Staaten beim jeweils anderen Staat Informationen &uuml;ber vermeintliche Steuerbetr&uuml;ger erfragen.<br>\nDiese Art des Informationsaustauschs funktioniert &uuml;blicherweise jedoch nur &ldquo;auf Anfrage&rdquo; und ist extrem schwach. Im Grunde muss der anfragende Staat bereits wissen, was er sucht, bevor er ein aussichtsreiches Informationsgesuch stellen kann. Au&szlig;erdem sind Informationen oftmals gar nicht verf&uuml;gbar oder nur sehr schwer zug&auml;nglich, so dass die Anfragen ins Leere laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2012\/10\/steuerflucht-nach-singapur\/\">Campact<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stabilisierung des Fl&auml;chentarifvertrages &ndash; Reform der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung<\/strong><br>\nSeit Mitte der 1990er Jahre erlebt das deutsche System des Fl&auml;chentarifvertrags einen schleichenden Erosionsprozess, der in einem anhaltenden R&uuml;ckgang der Tarifbindung zum Ausdruck kommt. Zwar ist der branchenbezogene Tarifvertrag nach wie vor das zentrale<br>\nInstrument zur Regulierung der Arbeits- und Einkommensbedingungen der Mehrheit der Besch&auml;ftigten, aber die R&auml;nder des Tarifsystems fransen zunehmend aus. Auf diese Entwicklung haben die Akteure, namentlich die Gewerkschaften, lange keine &uuml;berzeugende Antwort gefunden. Der Verbetrieblichung der Tarifpolitik versuchten sie mit einem Konzept der &bdquo;kontrollierten Dezentralisierung&ldquo; zu begegnen. Auf diese Weise konnte zwar das unkoordinierte &bdquo;concession bargaining&ldquo; auf betrieblicher Ebene eingegrenzt und zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden, aber ein wirkungsvolles Mittel gegen die kontinuierlich abnehmende Tarifbindung war damit nicht gefunden. Es stellte sich heraus, dass eine Re-Stabilisierung des Tarifsystems allein &bdquo;von unten&ldquo;, also auf Basis einer erneuerten und durchschlagskr&auml;ftigeren Organisationsmacht der Gewerkschaften, zumindest auf kurze Sicht nicht zu erreichen ist. Ein Grund daf&uuml;r liegt auch in politischen Ma&szlig;nahmen der Deregulierung des Arbeitsmarktes, die wesentlich zur Schw&auml;chung der Pr&auml;gekraft von Tarifvertr&auml;gen beigetragen haben.<br>\nIn vielen anderen europ&auml;ischen Staaten, die ebenfalls den branchenbezogenen Fl&auml;chentarifvertrag als strukturbildende Form des nationalen Tarifvertragssystems kennen, ist die Tarifbindung hingegen in den letzten beiden Jahrzehnten erstaunlich stabil geblieben&hellip;<br>\nWie besonders eindr&uuml;cklich in zwei Fallstudien &uuml;ber Frankreich und die Niederlande nachgezeichnet wird, sind es in vielen L&auml;ndern gerade die Arbeitgeber, die sich f&uuml;r die umfassende Nutzung der AVE aussprechen &ndash; anders als in Deutschland, wo die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde dies nur in absoluten Ausnahmef&auml;llen zulassen will. Aus der Sicht vieler europ&auml;ischer Arbeitgeberverb&auml;nde schafft die AVE einen geordneten Wettbewerbsrahmen und verhindert Lohndumping und<br>\nSchmutzkonkurrenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2012_07_editorial.pdf\">WSI [PDF &ndash; 71.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zwischen Aufschwung und Prekarisierung: Experten bewerten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt v&ouml;llig unterschiedlich<\/strong><br>\nEine Kontroverse &uuml;ber die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat am Montagnachmittag den Auftakt einer Anh&ouml;rung der Enquetekommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo; bestimmt. Michael H&uuml;ther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), und der von der FDP benannte Sachverst&auml;ndige Karl-Heinz Paqu&eacute; zeichneten angesichts steigender Besch&auml;ftigtenzahlen und eines sich abzeichnenden Fachkr&auml;ftemangels f&uuml;r die Zukunft ein insgesamt optimistisches Bild. Der von der SPD in das Bundestagsgremium berufene Experte Dietmar Hexel vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) verwies hingegen auf die sich hartn&auml;ckig haltende Langzeiterwerbslosigkeit sowie auf die erst anlaufende Digitalisierung der Verwaltung und des Wissenssektors, wodurch in einem neuen Schub vor allem einfache Jobs in hohem Ma&szlig;e wegzufallen drohten. Die emeritierte Bremer Wirtschaftsprofessorin Adelheid Biesecker forderte, die h&auml;ufig aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzte oder schlecht bezahlte &bdquo;Sorgearbeit&ldquo;, die vorwiegend von Frauen geleistet werde, st&auml;rker in den Blick zu nehmen und aufzuwerten: &bdquo;Diese T&auml;tigkeiten tragen viel zu Wohlstand und Lebensqualit&auml;t bei.&ldquo;&hellip;<br>\nHexel betonte negative Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. So m&uuml;ssten inzwischen acht Millionen Erwerbst&auml;tige im Niedriglohnsektor arbeiten. Zeitarbeit k&ouml;nne zwar als Flexibilisierungsinstrument zum Austarieren von Auftragsschwankungen sinnvoll sein, erkl&auml;rte der Gewerkschafter, doch sei es nicht hinzunehmen, dass Leihkr&auml;fte 30 Prozent weniger verdienten als Stammbelegschaften&hellip;<br>\nAus Sicht Bieseckers wird eine existenzsichernde Erwerbsarbeit im produzierenden Sektor immer knapper &ndash; eine Entwicklung, die durch die wachsende Dienstleistungsbranche nicht automatisch ausgeglichen werde. Auch als Folge der globalen Standortkonkurrenz nehme der Trend zur &bdquo;Prekarisierung&ldquo; zu, inzwischen k&ouml;nnten viele selbst von einer Vollzeit-Besch&auml;ftigung nicht mehr leben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_10\/2012_442\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentnern droht nur eine Mini-Erh&ouml;hung der Bez&uuml;ge<\/strong><br>\nDen 20 Millionen Rentnern droht ausgerechnet im Wahljahr 2013 nur eine Mini-Erh&ouml;hung ihrer Altersbez&uuml;ge. Berechnungen des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft f&uuml;r das Handelsblatt (Montagausgabe) zeigen, dass die Renten im Westen kommendes Jahr voraussichtlich nicht wie bislang erwartet um gut zwei, sondern nur um etwa ein Prozent steigen werden&hellip;<br>\nEin statistischer Sondereffekt werde &bdquo;im kommenden Jahr die Anpassung der Renten sp&uuml;rbar vermindern&ldquo;, hie&szlig; es aus der Bundesbank. Schuld an diesem Effekt ist die schwere Rezession im Jahr 2009, als erstmals in der deutschen Geschichte vor allem wegen der weitverbreiteten Kurzarbeit die gesamtwirtschaftlichen L&ouml;hne schrumpften&hellip;<br>\nEs sei gut m&ouml;glich, so hie&szlig; es in den Expertenkreisen weiter, dass sie dann neben der mageren Rentenerh&ouml;hung bekannt geben wird, dass wegen der guten Einnahmen der Rentenbeitrag 2013 statt von 19,6 auf 19 sogar auf 18,9 Prozent gesenkt werden kann. Das w&uuml;rde die Kluft zwischen der Minirentenerh&ouml;hung und dem Zuwachs bei den verf&uuml;gbaren Einkommen der Beitragszahler noch vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wahljahr-2013-rentnern-droht-nur-eine-mini-erhoehung-der-bezuege\/7254048.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Motto: Lieber den Rentenbeitrag (und damit die sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo;) um ein paar Cent senken, als die guten Einnahmen der Rentenkasse an die Rentner zu verteilen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BMJ-Staatssekret&auml;r Stadler: Vorratsdatenspeicherung ist grundrechtswidrig<\/strong><br>\nIm Bundesjustizministerium (BMJ) h&auml;lt man die Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r grundrechtswidrig. Das best&auml;tigte der Parlamentarische Staatssekret&auml;r Max Stadler (FDP) w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am Montagnachmittag. &bdquo;Genauso wie die Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bin auch ich pers&ouml;nlich der Meinung, dass eine Vorratsdatenspeicherung grundrechtswidrig ist&ldquo;, sagte Stadler und wies daraufhin, dass das BMJ ein &bdquo;grundrechtsschonenderes Verfahren&ldquo; vorgeschlagen habe. Stadler r&auml;umte zugleich ein, dass der Abstimmungsprozess innerhalb der Bundesregierung in dieser Frage nicht abgeschlossen sei. Solange dies nicht der Fall ist, werde es auch keine Gesetzesvorlage geben, machte der Staatssekret&auml;r vor dem Ausschuss deutlich.<br>\nAnlass der Diskussion war eine &ouml;ffentliche Petition des Petenten Kai-Uwe Steffens aus Winsen in Niedersachsen aus dem Jahr 2011, die insgesamt 65.656 Unterst&uuml;tzer gefunden hatte und damit die am st&auml;rksten mitgezeichnete Eingabe im vergangenen Jahr war&hellip;<br>\nAuch Max Stadler verwies auf Studien, wonach ohne Vorratsdatenspeicherung &bdquo;keine Schutzl&uuml;cken erkennbar sind&ldquo;. Gleichzeitig r&auml;umte er ein, dass das Datenmaterial f&uuml;r die Studien schmal gewesen sei. &bdquo;In Einzelf&auml;llen&ldquo;, so Stadler, sei die Vorratsdatenspeicherung bei der Aufkl&auml;rung n&uuml;tzlich gewesen. Es sei aber fraglich, ob dies eine Rechtfertigung f&uuml;r den erheblichen Eingriff in die Grundrechte sei. Aus Sicht des Bundesinnenministeriums (BMI) handelt es sich keineswegs nur um Einzelf&auml;lle, wie ein BMI-Vertreter betonte. Es gebe eine ganze Reihe von Belegen im Bereich der Internetkriminalit&auml;t und der Kinderpornografie, wo die Ermittlungen ins Leere gingen, weil die Provider die Internetadressen nicht mehr speichern w&uuml;rden&hellip;<br>\nWas die Vorg&auml;nge innerhalb der Bundesregierung angeht, so best&auml;tigte er die Sicht Stadlers. Es gebe unterschiedliche Ansichten, also werde &bdquo;weiter diskutiert&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_10\/2012_441\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD-Kandidat Steinbr&uuml;ck &ndash; Doch nur zweite Wahl<\/strong><br>\n&hellip;Wenn die SPD die Transparenzregeln versch&auml;rfen will, sollte sie vor allem festlegen, ob und in welchem Ausma&szlig; es Abgeordneten erlaubt sein soll, ihr Wissen und ihren Einfluss zu vergolden, solange sie im Bundestag sitzen.<br>\nW&uuml;rde sich die Partei darauf einlassen, k&ouml;nnte sie in eine missliche Lage geraten. Sie k&ouml;nnte sich gezwungen sehen, Steinbr&uuml;cks Vortr&auml;ge in Frage zu stellen. So weit wird sie kaum gehen. Dabei sind l&auml;ngst nicht alle in der SPD gl&uuml;cklich &uuml;ber den Kandidaten. Der linke Fl&uuml;gel sieht den gl&uuml;henden Fan der Agenda-Politik kritisch. Auch auf dem rechten Fl&uuml;gel gibt es Vorbehalte. Fraktionschef Steinmeier deutete gerade an, Steinbr&uuml;ck sei nur Kanzlerkandidat geworden, weil er, Steinmeier, sich aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden die starke Belastung des Wahlkampfes derzeit nicht habe zumuten wollen&hellip;<br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass Steinmeier die Troika als Show-Veranstaltung entlarvt. Als SPD-Chef Gabriel noch davon sprach, es sei nichts entschieden, machte Steinmeier Steinbr&uuml;cks Kandidatur bekannt und stellte damit Gabriel blo&szlig;. Nun deckt Steinmeier auf, dass die Kandidatur f&uuml;r ihn gar nicht in Betracht gekommen sei. Damit d&uuml;piert er Gabriel erneut. Und stellt nebenbei auch den Kanzlerkandidaten Steinbr&uuml;ck blo&szlig; &ndash; als zweite Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/10\/15\/doch-nur-zweite-wahl\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Start der &ldquo;German U15&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschlands Hochschullandschaft ist um einen Lobbyclub reicher. Am vergangenen Freitag haben sich 15 &ldquo;gro&szlig;e forschungsstarke&rdquo; Universit&auml;ten zu den &ldquo;German U15&rdquo; zusammengeschlossen. Der Verein beansprucht neben einer &ldquo;F&uuml;hrungsrolle&rdquo; vor allem eines: Mehr Geld im Verteilungskampf um knappe &ouml;ffentliche Mittel. Im Gespr&auml;ch mit Studis Online erl&auml;utert der Eliteforscher Michael Hartmann, wie die Beteiligten damit f&uuml;r die Zeit nach der Exzellenzinitiative vorbauen und wohin danach die Reise in der Finanzierung von Forschung und Lehre gehen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1455-german-u15.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frau Schavans dr&ouml;hnendes Schweigen<\/strong><br>\nDissertationen entwickeln sich seit dem bekannten Freiherrn aus Franken zu einem Karriererisiko f&uuml;r Politiker. Lediglich der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis hat die Aberkennung seines akademischen Titels ohne erkennbaren politischen Kollateralschaden &uuml;berstanden. Das k&ouml;nnte im Fall der Bundesbildungsministerin Annette Schavan anders sein. Die schwelende Debatte bekommt durch das Gutachten der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf eine neue Dynamik. Nun hatte bis vor wenigen Monaten diese Arbeit der Ministerin kein Mensch gelesen (hoffentlich aber ihre damaligen Gutachter). Allerdings &ndash; und das ist jetzt Frau Schavans Problem &ndash; hatte sie im Gegensatz zu Chatzimarkakis ihre Reputation als Politikerin unter anderem auf ihren Promotionstitel aufgebaut. Ihr konkretes Nachdenken &uuml;ber den Begriff des Gewissens spielte daf&uuml;r keine Rolle. Aber gerade wegen ihrer Funktion als Bundesbildungsministerin k&ouml;nnte die Kritik an ihrer Promotion eine interessante Debatte ausl&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/10\/15\/frau-schavans-drohnendes-schweigen\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=frau-schavans-drohnendes-schweigen\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was man heute sagt, wenn man es sagt<\/strong><br>\nDie Sprachregelung, die die neoliberale Agenda in den &ouml;ffentlichen Raum installierte, ist eine selbsts&uuml;chtige. Sie ist es nicht nur, weil sie etwaige Egoismen der Teilnehmer f&ouml;rdert und letzthin sprachlich verwurstet hat. Sie ist es auch &ndash; und viel mehr! &ndash; weil jede Aussage, jeder Vergleich und jeder Verweis zur &uuml;berpr&uuml;fenden Selbstbest&auml;tigung des neoliberalen Gesellschaftsentwurfes herangezogen wird. Wie eine selbsts&uuml;chtige Freundin oder Bekannte, die fragt, wie es einem gehe, die die Antwort noch kurzatmig abwartet, sie jedoch kaum noch vernimmt, um just mit der Ausbreitung der eigenen Befindlichkeit anzufangen. Die neoliberale Sprachregelung nutzt bestimmte Aussagen als Stichworte, um das eigene Wohlergehen zu loben, um sich selbst weihevoll in Szene zu r&uuml;cken.<br>\nSpricht man beispielsweise die griechischen Missverh&auml;ltnisse an, die es durchaus gibt, dann hei&szlig;t das automatisch auch, dass diese Form von Missverh&auml;ltnissen in diesem sauberen System hierzulande nicht existieren. Fakelaki zu benennen hei&szlig;t vor allem, dass &uuml;ber Korruption in Deutschland nicht gesprochen werden muss. Die Rangliste der Korruption von Transparency International stimmt dem auch zu. Ist es denn kleinlich festzustellen, dass die Korruptionsquote in Deutschland auch deshalb so niedrig liegt, weil sie dank Regierungsprogrammen wie &ldquo;Moderner Staat &ndash; moderne Verwaltung&rdquo; kanalisiert werden? Dabei handelt es sich um ein Programm, bei dem Angestellte aus der Wirtschaft in Ministerien arbeiten und bei Gesetzesentw&uuml;rfen mitwirken d&uuml;rfen, wobei sie weiterhin von ihrem Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft bezahlt werden. Fakelaki anzumahnen und f&uuml;r falsch zu befinden, w&auml;re ja eigentlich richtig &ndash; aber die Sprach- und Konnotationsregelungen im neoliberalen Deutschland machen, dass die Verurteilung von Fakelaki zur Gratulation der eigenen innerpolitischen und wirtschaftlichen Konstitution f&uuml;hren. Wie gesagt, es scheint wohl kleinlich zu sein darauf hinzuweisen, dass wir Fakelaki als Regierungsprogramm und als mittlerweile &uuml;bliche Praxis in Ministerien haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/10\/was-man-heute-sagt-wenn-man-es-sagt.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Friedensnobelpreis G&uuml;tesiegel f&uuml;r R&uuml;stungsexporte<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121015_zgl.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.schwarwel.de\/karikatur-des-tages-5\/#more-4680\">Scharwel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: So denkt die FDP &uuml;ber die Stuttgarter Demonstrante<\/strong><br>\nDie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14732\">Demonstration in Stuttgart<\/a> kommentierte Michael Marquardt, stellvertretender Kreisvorsitzender der Stuttgarter FDP, auf seiner Facebook Seite wie folgt:\n<blockquote><p>Ich komme eben von der Kundgebung mit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und unserem OB-Kandidaten Sebastian Turner auf dem Marktplatz zur&uuml;ck. Ich bin so w&uuml;tend und entt&auml;uscht &ndash; Stuttgart hat sich mal wieder von seiner h&auml;sslichsten Seite  gezeigt. Nur Trillerpfeifen, alte gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren und Trillerpfeifen, ungepflegte, nach alten Schwei&szlig; stinkende, rumbr&uuml;llende M&auml;nner ohne jeden Anstand. Du wirst beleidigt wenn Du applaudiert, angebr&uuml;llt, weggedr&auml;ngt,&hellip;.. Ich sch&auml;me mich so f&uuml;r dieses Bild, das Stuttgart einmal mehr abgegeben hat!<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Michael-Marquardt\/158858680803243?ref=stream\">Michael Marquardt  via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14735","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14735"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14740,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14735\/revisions\/14740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}