{"id":147517,"date":"2026-03-11T13:00:26","date_gmt":"2026-03-11T12:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147517"},"modified":"2026-03-11T14:02:01","modified_gmt":"2026-03-11T13:02:01","slug":"die-aera-der-kolonialen-straflosigkeit-ist-vorbei-gerechtigkeit-muss-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147517","title":{"rendered":"Die \u00c4ra der kolonialen Straflosigkeit ist vorbei: Gerechtigkeit muss kommen"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend V&ouml;lker im Globalen S&uuml;den eine Entschuldigung f&uuml;r die Verbrechen des Kolonialismus und Wiedergutmachung f&uuml;r die Pl&uuml;nderungen fordern, feiern die Staats- und Regierungschefs des Globalen Nordens das Zeitalter von Kolumbus und bejubeln die R&uuml;ckkehr zu dieser Epoche. Von <strong>Vijay Prashad<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nLiebe Freunde,<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e vom Schreibtisch des <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/\">Tricontinental: Institute for Social Research<\/a>.<\/p><p>Wir leben in einer verkehrten Welt. Die F&uuml;hrer der reicheren Nationen, der alten Kolonialm&auml;chte, wollen die Sprache des Imperialismus rehabilitieren: Sie preisen ihre Vergangenheit und wollen diesen Messianismus in der Gegenwart wiederholen.<\/p><p>Unterdessen setzen sich die V&ouml;lker der &auml;rmeren Nationen f&uuml;r Frieden und Entwicklung ein, ebenso wie f&uuml;r eine Entschuldigung f&uuml;r die Verbrechen des Kolonialismus und Wiedergutmachung f&uuml;r die Pl&uuml;nderungen, die w&auml;hrend dieser Zeit begangen wurden.<\/p><p>Die Losung der V&ouml;lker ist einfach: &bdquo;Gerechtigkeit muss kommen&ldquo;. Jetzt rumort sie, wird aber mit der Zeit immer lauter werden.<\/p><p>Wenn Regierungsvertreter aus den USA nach Europa kommen, um &uuml;ber Geopolitik zu sprechen, h&ouml;ren hochrangige europ&auml;ische Politiker aufmerksam zu. Letztes Jahr hat US-Vizepr&auml;sident JD Vance auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz die Europ&auml;er f&uuml;r eine &bdquo;selbstverschuldete Krise&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pCOsgfINdKg\">getadelt<\/a>. Er wurde als unversch&auml;mt gegen&uuml;ber der europ&auml;ischen Demokratie kritisiert, die er daf&uuml;r zurechtwies, dass sie sich nicht ausreichend um das &bdquo;Problem&ldquo; der Migration k&uuml;mmere und sich zu sehr um den Aufstieg der <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/newsletterissue\/ten-theses-on-the-far-right-of-a-special-type\/\">Ultrarechten<\/a> sorge.<\/p><p>Europ&auml;ische Zeitungen, von <em>The Guardian<\/em> bis <em>Le Monde<\/em>, kritisierten Vance f&uuml;r seine Unversch&auml;mtheit. Die meisten hochrangigen liberalen europ&auml;ischen Politiker &ndash; von der Hohen Vertreterin der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Au&szlig;enpolitik, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kTY0_UkrNBI\">Kaja Kallas<\/a>, bis zum NATO-Generalsekret&auml;r <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/02\/17\/Tv\/video\/amanpour-nato-munich-mark-rutte-vance\">Mark Rutte<\/a> &ndash; senkten den Kopf und erkl&auml;rten, Europa w&uuml;rde gut daran tun, die von den USA festgelegten Ziele f&uuml;r Milit&auml;rausgaben zu erf&uuml;llen. Dieser Drang zur Militarisierung ging Hand in Hand mit einer stetigen Kapitulation vor der Ultrarechten.<\/p><p>In diesem Jahr war US-Au&szlig;enminister Marco Rubio der Vertreter der USA auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. In seiner <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yOjBJ89aeXA\">Rede<\/a> gab Rubio eine ziemlich genaue Geschichtsstunde:<\/p><blockquote><p>F&uuml;nf Jahrhunderte lang, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, hatte der Westen expandiert &ndash; seine Missionare, seine Pilger, seine Soldaten und Entdecker str&ouml;mten von seinen K&uuml;sten aus, um Ozeane zu &uuml;berqueren, neue Kontinente zu besiedeln und riesige Imperien aufzubauen, die sich &uuml;ber den ganzen Globus ausdehnten. Aber 1945 schrumpfte der Westen zum ersten Mal seit dem Zeitalter von Kolumbus. Europa lag in Tr&uuml;mmern. Die H&auml;lfte davon lebte hinter einem Eisernen Vorhang, und der Rest sah so aus, als w&uuml;rde er bald folgen. Die gro&szlig;en westlichen Imperien waren in einem unaufhaltsamen Niedergang begriffen, beschleunigt durch gottlose kommunistische Revolutionen und antikoloniale Aufst&auml;nde, die die Welt ver&auml;ndern und in den kommenden Jahren weite Teile der Landkarte mit dem roten Hammer und der Sichel &uuml;berziehen w&uuml;rden.<\/p><\/blockquote><p>Rubios allgemeine historische Einordnung ist korrekt. Der europ&auml;ische Kolonialismus war etwa von 1492 &ndash; der &Ouml;ffnung Amerikas f&uuml;r Eroberung und Versklavung &ndash; bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Vormarsch. Dann, nach dem Sieg &uuml;ber den Faschismus im <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/the-80th-anniversary-of-the-victory-in-the-world-anti-fascist-war\/\">weltweiten antifaschistischen Krieg<\/a>, angef&uuml;hrt von der Sowjetunion und mit enormen Opfern in China ausgetragen, wurde der europ&auml;ische Kolonialismus durch den raschen Aufstieg sowohl kommunistischer als auch nationaler Befreiungsbewegungen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt. Kommunisten in Vietnam (1945), China (1949) und Kuba (1959) setzten sich gegen alle Widrigkeiten durch und leiteten kommunistische Experimente in &auml;rmeren L&auml;ndern ein.<\/p><p>Rubio wurde in Miami, Florida, geboren. Seine Eltern verlie&szlig;en Kuba 1956, etwa drei Jahre vor der kubanischen Revolution. In seiner Rede macht Rubio klar, dass er sich ganz und gar als Erbe des christlichen Europas versteht und nichts von der reichen Kultur Kubas seiner Eltern hat &ndash; einer Kultur, die ebenso sehr auf dem Erbe Afrikas, Asiens und der indigenen V&ouml;lker Amerikas basiert wie auf dem der asturischen, galicischen und katalanischen Einwanderer von der Iberischen Halbinsel. Die kubanische Revolution bem&uuml;hte sich darum, die alten rassistischen Hierarchien der Plantagenwirtschaft abzubauen und eine Gesellschaft gleichberechtigter kubanischer B&uuml;rger aufzubauen. Das ist die Art von Entkolonialisierung, die Rubio verabscheut.<\/p><p>W&auml;hrend der &Auml;ra der Entkolonialisierung und des Sozialismus, sagte Rubio, &bdquo;glaubten viele, dass die &Auml;ra der Vorherrschaft des Westens zu Ende gegangen ist und dass unsere Zukunft dazu bestimmt war, ein schwaches und kraftloses Echo unserer Vergangenheit zu sein&ldquo;. Aber die F&uuml;hrer der atlantischen Welt gaben nicht nach. &bdquo;Unsere Vorg&auml;nger erkannten, dass der Niedergang eine Entscheidung war, und es war eine Entscheidung, die sie sich weigerten zu treffen.&ldquo;<\/p><p>Daher, argumentierte Rubio, muss die F&uuml;hrung im Westen heute standhaft sein und das, was er als unvermeidlichen Niedergang darstellt, zur&uuml;ckweisen, die westlichen Werte gegen den Kommunismus verteidigen und sich neuen Formen des Kolonialismus verschreiben (sei es in Gaza oder in der westlichen Hemisph&auml;re).<\/p><p>Was f&uuml;r ein Europa wollen die USA als Verb&uuml;ndeten? Mit Rubios Worten: &bdquo;Ein Europa, das den Geist der Schaffung von Freiheit besitzt, das Schiffe in unbekannte Meere hinausgeschickt und unsere Zivilisation ins Leben gerufen hat&ldquo; &ndash; mit anderen Worten, ein koloniales Europa f&uuml;r ein imperiales Amerika.<\/p><p>Die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs im Saal erhoben sich von ihren Pl&auml;tzen, um Rubio zu applaudieren. Sie haben &uuml;berhaupt nichts gegen ein paar Kolonialkriege einzuwenden, solange die USA an ihrer Seite stehen und ihnen milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung und Schutz bieten.<\/p><p>Es gab keine Emp&ouml;rung &uuml;ber Rubios Rede, keine Betroffenheit &uuml;ber die nackte Zurschaustellung westlichen Chauvinismus und Kolonialismus. F&uuml;r die europ&auml;ischen F&uuml;hrungskr&auml;fte scheint es inakzeptabel zu sein, Europas demokratische Normen zu kritisieren, aber v&ouml;llig akzeptabel, die R&uuml;ckkehr des westlichen Kolonialismus zu vertreten.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>W&auml;hrend im Globalen S&uuml;den eine neue Bereitschaft w&auml;chst, Souver&auml;nit&auml;t auszu&uuml;ben und ein w&uuml;rdiges Leben f&uuml;r die V&ouml;lker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas aufzubauen, feiern die Staats- und Regierungschefs des Globalen Nordens das Zeitalter von Kolumbus und bejubeln die R&uuml;ckkehr zu dieser &Auml;ra. Sie wollen in ihre Museen einbrechen, sich Morriones (die Helme der Konquistadoren) aufsetzen, in ihre Lockheed Martin F-35 Lightning-II-Kampfflugzeuge steigen und die V&ouml;lker des S&uuml;dens in Grund und Boden bombardieren.<\/p><p>Das ist es, was die USA am 3. Januar 2026 mit Venezuela gemacht haben, was sie mit Pal&auml;stina machen und was sie mit <a href=\"https:\/\/peoplesdispatch.org\/2026\/02\/18\/the-cuban-revolution-holds-out-against-us-imperialism\/\">Kuba<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/peoplesdispatch.org\/2026\/02\/17\/tensions-escalate-between-niger-and-its-former-colonizer-france\/\">Sahel<\/a> machen wollen. Sie m&ouml;gen &uuml;ber eine enorme Milit&auml;rmacht verf&uuml;gen, die sie mit ihren geraubten Sch&auml;tzen aufgebaut haben, und sie m&ouml;gen in der Lage sein, diese Macht einzusetzen, um gro&szlig;en Teilen der Weltbev&ouml;lkerung Angst einzujagen, aber sie werden niemals Respekt oder Unterwerfung erlangen.<\/p><p>Das ist klar ersichtlich an den Reaktionen weltweit auf die flagrante Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t Venezuelas, an der Art und Weise, wie sich die Menschen angesichts der Versuche, die kubanische Revolution zu ersticken, zur Unterst&uuml;tzung Kubas versammelt haben, und an der Wut fast aller Bewohner dieses Planeten &uuml;ber den anhaltenden Genozid am pal&auml;stinensischen Volk.<\/p><p>Im Dezember 2025 verabschiedete das Unterhaus des algerischen Parlaments einstimmig einen Gesetzentwurf, in dem die franz&ouml;sische Kolonialisierung des Landes von 1830 bis 1962 als Verbrechen gegen die Menschheit erkl&auml;rt wurde.<\/p><p>Die algerische Regierung hatte zuvor bei der Afrikanischen Union (AU) darauf gedr&auml;ngt, dieses <a href=\"https:\/\/au.int\/sites\/default\/files\/decisions\/45112-Assembly_AU_Dec_903_-_941_XXXVIII_E.pdf\">Thema<\/a> zu behandeln.<\/p><p>Im Februar 2026 verabschiedete die AU eine <a href=\"https:\/\/au.int\/en\/pressreleases\/20260215\/39th-ordinary-session-assembly-african-union-concludes\">Resolution<\/a>, um den 30. November zum afrikanischen Gedenktag f&uuml;r afrikanische M&auml;rtyrer und Opfer des transatlantischen Sklavenhandels, der Kolonialisierung und der Apartheid zu erkl&auml;ren; um eine internationale Konferenz &uuml;ber die Verbrechen des Kolonialismus einzuberufen, der in der Resolution als &bdquo;V&ouml;lkermord an den V&ouml;lkern Afrikas&rdquo; bezeichnet wird; und um &bdquo;internationale Anerkennung und Wiedergutmachung f&uuml;r diese historischen Verbrechen&ldquo; zu fordern.<\/p><p>Auf der AU-Sitzung erkl&auml;rte der ghanaische Pr&auml;sident John Dramani Mahama, sein Land werde im M&auml;rz 2026 bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution einbringen, um den transatlantischen Sklavenhandel als &bdquo;schwerstes Verbrechen gegen die Menschheit&ldquo; anzuerkennen. &bdquo;Alle Menschen afrikanischer Herkunft haben auf diesen Tag gewartet&ldquo;, sagte Mahama. &bdquo;Die Wahrheit kann nicht begraben werden. Die rechtlichen Grundlagen sind solide, der moralische Imperativ unbestreitbar.&ldquo;<\/p><p>Auf der einen Seite des Mittelmeers sieht der Globale Norden die Kolonialisierung als positiv an und schl&auml;gt ihre R&uuml;ckkehr vor, w&auml;hrend auf der anderen Seite der Globale S&uuml;den sie mit historischen Fakten verurteilt und Reparationen fordert.<\/p><p>Mahamas &Auml;u&szlig;erungen folgen auf die Ver&ouml;ffentlichung von Kwesi Pratt Jr.s Buch &bdquo;<em>Reparations: History, Struggle, Politics, and Law<\/em>&rdquo; (Reparationen: Geschichte, Kampf, Politik und Recht), f&uuml;r das Mahama ein pr&auml;gnantes Vorwort verfasst hat.<\/p><p>In dem Buch, das auf dem AU-Gipfel in Malabo (&Auml;quatorialguinea) im Juli 2025 vorgestellt und im September 2025 in Accra ver&ouml;ffentlicht wurde, argumentiert Pratt, dass der Globale Norden den afrikanischen V&ouml;lkern zwischen 2 und 3 Billionen Dollar an unbezahlten L&ouml;hnen und zwischen 4 und 6 Billionen Dollar f&uuml;r unbezahlte koloniale Ausbeutung schuldet. Zusammen ergibt dies einen Betrag zwischen 6 und 9 Billionen Dollar.<\/p><p>Am oberen Ende entspricht dies einem Zehntel des j&auml;hrlichen BIP des Globalen Nordens und ist weitaus mehr als die gesamten Auslandsschulden des afrikanischen Kontinents in H&ouml;he von 1,5 Billionen Dollar (die als Zeichen der Reue allerwenigstens getilgt werden sollten).<\/p><p>Derweil legte der Premierminister von Antigua und Barbuda in der Karibik, Gaston Browne, seinen Anzug ab, setzte sich ein Kopftuch mit der Landesflagge auf (Bandana) auf und brachte unter dem Namen &bdquo;Gassy Dread&rdquo; gemeinsam mit Reggae-Star Gramps Morgan im Februar 2026 die Single &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F1kuZoeSh0g\">Reparations<\/a>&rdquo; heraus.<\/p><p>Hier einige S&auml;tze aus dem Song:<\/p><blockquote><p>\nWiedergutmachung, Gerechtigkeit muss kommen<br>\nAfrika und die Karibik als eins.<br>\nKeine Wohlt&auml;tigkeit, sondern mutiges Aufdecken<br>\nWiedergutmachung f&uuml;r die Arbeit und das Gold.<br>\n&Uuml;ber den Ozean, weggerissen vom Land,<br>\nKetten an den F&uuml;&szlig;en, Peitsche in der Hand.<\/p>\n<p>Jetzt ist ein neuer Tag der Gerechtigkeit angebrochen.<br>\nSie pl&uuml;nderten K&ouml;rper, Diamanten und Zuckerrohr.<br>\nGenerationen trugen die Last und den Schmerz.<br>\nAber die Menschen sind stark, wir &uuml;berleben immer noch.<br>\nJetzt ist es Zeit, Gerechtigkeit walten zu lassen:<br>\nWiedergutmachung, Gerechtigkeit muss kommen.\n<\/p><\/blockquote><p>In der Tat. Premierminister Browne sollte Marco Rubio und allen europ&auml;ischen Regierungschefs einen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ocsZR8g6ACA\">Link<\/a> zu seinem Song schicken.<\/p><p>Rubio sehnt sich nach dem kolonialen &bdquo;Geist&ldquo;, der Schiffe in &bdquo;unbekannte Gew&auml;sser&ldquo; schickte. Aber die Menschen des Globalen S&uuml;dens erinnern sich daran, was diese Schiffe transportierten &ndash; und was sie weggenommen haben.<\/p><p>Wenn die atlantische Welt von &bdquo;Zivilisation&rdquo; sprechen will, soll sie mit Wiedergutmachung beginnen: illegitime Schulden streichen, gestohlenen Reichtum zur&uuml;ckgeben und Reparationen f&uuml;r Jahrhunderte kolonialer Pl&uuml;nderung und neokolonialer Ausbeutung zahlen.<\/p><p>Die &Auml;ra der kolonialen Straflosigkeit ist vorbei. Gerechtigkeit muss kommen.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nVijay<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist der <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/newsletterissue\/colonialism-justice-reparations\/\">9. Newsletter 2026 des Tricontinental: Institute for Social Research<\/a>, aus dem Englischen &uuml;bersetzt von Marta Andujo.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Everett Collection \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/bff4811178ac4418b778ab0e261ccccf\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Auch Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier ist ganz dabei: Im November 2025 rief er beim Staatsbesuch <a href=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Frank-Walter-Steinmeier\/Reden\/2025\/11\/251126-StB-Spanien-Staatsbankett.html\">in Spanien<\/a> die europ&auml;ische Jugend auf, sich am Geist der kolonialen Eroberer zu orientieren, die &bdquo;Landkarten neu zeichneten&ldquo;, &bdquo;Mut, Neugier und auch Geduld mitbrachten und einen neuen Horizont &ouml;ffneten&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend V&ouml;lker im Globalen S&uuml;den eine Entschuldigung f&uuml;r die Verbrechen des Kolonialismus und Wiedergutmachung f&uuml;r die Pl&uuml;nderungen fordern, feiern die Staats- und Regierungschefs des Globalen Nordens das Zeitalter von Kolumbus und bejubeln die R&uuml;ckkehr zu dieser Epoche. Von <strong>Vijay Prashad<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":147518,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126],"tags":[3562,3517,2529,1792,1368,303,1850,2956,2132,1556,3531,1333,2399],"class_list":["post-147517","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","tag-globaler-norden","tag-globaler-sueden","tag-imperialismus","tag-kolonialismus","tag-kuba","tag-palaestina","tag-rubio-marco","tag-sklaverei","tag-sozialismus","tag-usa","tag-vance-james-david","tag-venezuela","tag-wiedergutmachung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/shutterstock_248206291.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=147517"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147517\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":147565,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147517\/revisions\/147565"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/147518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=147517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=147517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=147517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}