{"id":147629,"date":"2026-03-12T18:00:08","date_gmt":"2026-03-12T17:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147629"},"modified":"2026-03-13T07:11:00","modified_gmt":"2026-03-13T06:11:00","slug":"denk-ich-an-deutschland-in-der-nacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147629","title":{"rendered":"Denk&#8217; ich an Deutschland in der Nacht"},"content":{"rendered":"<p>Beobachtungen, Gedanken und ein Vorschlag von <strong>Tino Eisbrenner<\/strong>.<\/p><p>Nein, es sind nicht die klagenden Sehnsuchtsgedanken eines Heinrich Heine, der nach zw&ouml;lf Jahren im Exil 1843 sein ber&uuml;hmtes Gedicht f&uuml;r seine Mutter schrieb, dessen nur erste zwei Zeilen uns meist in Erinnerung sind und uns Landsleute Heines, um das kritische Verh&auml;ltnis des Dichters zu seinem Staat wissend, oft ganz andere, ganz eigene schmerzvolle Gedanken weitertreiben l&auml;sst.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Denk&rsquo; ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Ich rutsche gedanklich in ein deutsches Volkslied aus etwa der gleichen Zeit und sage: Ich auch, lieber, lieber Heinrich! Wenn der Topf aber nun ein Loch hat?!<\/p><p>Ja, er hat eins und auch hundertdreiundachtzig Jahre nach Heines Gedicht frage ich mich, womit wir es aber zustopfen sollen? Die deutsche Politik wei&szlig; es nicht, aber die liebe Liese scheint es inzwischen zu wissen und die Alternative f&uuml;r Deutschland zu kennen. <\/p><p>Wenn die M&auml;dels in Mecklenburg-Vorpommern und wohl auch anderswo mit Klassenkumpels und Kumpelinen &uuml;ber Land in &bdquo;die Disse&ldquo; fahren, wird getanzt bis in die Nacht und die Jungs aus der Abiturklasse sind wieder alle besoffen. Ist trotzdem immer ganz cool dort und die Musik auch. Die Landjugend allerdings begr&uuml;&szlig;t sich mit Hitlergru&szlig; und tr&auml;gt Landser-T-Shirts mit Reichsadler und sonstigen braunen Symbolen drauf. Strenge Seitenscheitel, Glatze, rasierte Nacken. Aber &bdquo;die sind nicht aggro oder so&ldquo;. Und die Betreiber der Diskothek sagen nichts dazu? Nee, die sind ja wahrscheinlich selber so drauf.<\/p><p>Denk&rsquo; ich an Deutschland in der Nacht &hellip; und ich, ein deutscher armer Poet von heutzutage, denke dar&uuml;ber nach, warum hier der Zeiger so nach rechts ausschl&auml;gt. Handwerker, Wachsch&uuml;tzer, Busfahrer, Polizisten, Bauern, Feuerwehrleute, Krankenfahrer &hellip; &uuml;berall begegne ich Leuten, die mir ganz normal und anst&auml;ndig vorkommen, die oft sogar wissen, dass ich ein Linksdenker bin, es selber aber gar nicht sind. Die einen denken deutlich rechts und sind &uuml;berzeugt davon, dass nur die AfD hier endlich diesen &bdquo;korrupten kriegsgeilen Haufen an Karrieristen der etablierten Parteien&ldquo; endlich zum Teufel jagen kann. Eigentlich w&uuml;rden sie auch noch rechter w&auml;hlen, aber das w&auml;re chancenlos. Die anderen haben zwar mit Rechten nichts am Hut, denken aber in Bezug auf die AfD das Gleiche. Sie wollen &bdquo;das korrupte alte Parteigesocks&ldquo; weghaben und werden unter Vorbehalt zu AfD-W&auml;hlern. Na, und die Jugend? Sie folgt der Kraft, den starken Symbolen, der angebotsreichen Jugendarbeit und den Ideen von Heimatliebe und Zusammenhalt.<\/p><p>Und da komme ich zu meinen eigentlichen Fragen: Warum k&ouml;nnen das die Linken nicht?! Warum ist alles, was links denkt, stets und st&auml;ndig zersplittert und zerstritten? DKP, KPD, LINKE, BSW und noch einige mehr, die sich nicht einmal auf Friedensdemonstrationen zu vereinen schaffen, geschweige denn sonst irgendwo. Heimatliebe m&uuml;ffelt ihnen zu nationalistisch und Zusammenhalt gar? Das kraftvollste Symbol, das deutsche Linke jemals hatten, waren die gereichten H&auml;nde auf dem Parteiabzeichen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. SPD und KPD schienen im Osten Deutschlands, nach der Apokalypse rechter &bdquo;Politik&ldquo;, bestehend aus Konzentrationslagern und Weltkrieg, endlich verstanden zu haben und gaben sich die Hand. Dieses Symbol heute irgendwo gezeigt, l&ouml;st d&auml;mliches Gejohle, &uuml;berlegenes Grinsen oder resigniertes Abwinken aus. 1946 wurde die Freie Deutsche Jugend gegr&uuml;ndet, im Osten. Man wusste, dass Jugendarbeit wichtig sein w&uuml;rde, um die neuen Ideen von gesellschaftlichem Miteinander mit der Jugend in die Zukunft zu f&uuml;hren. Heimatliebe und Zusammenhalt, Kollektives Denken wurden durch internationale Solidarit&auml;t mit den Unterdr&uuml;ckten erg&auml;nzt. &bdquo;F&uuml;r eine bessere Zukunft &hellip;&ldquo;<\/p><p>Braucht es also immer erst die Apokalypse, bis auch die Linken begreifen, worin sie sich einig sind? Und nach der sogenannten &bdquo;Wende&ldquo;? Der erste sozialistische Staat auf deutschem Boden wurde von einer Art Heuschreckenplage erfasst, sagt man heute vielerorts. Die &bdquo;Ossis&ldquo; wurden von den &bdquo;Wessis&ldquo; einfach entwertet und bevormundet. Das Volkseigentum wurde verschachert und die neu importierten M&auml;chtigen diktierten, wie es k&uuml;nftig gemacht wird in Deutschland, sagt man. <\/p><p>Was selten miterz&auml;hlt wird, ist, wie schnell und widerstandslos die eben noch Lenker des sozialistischen Staates alles hingaben. Ein gro&szlig;es Desertieren, begr&uuml;ndet mit einem angeblichen &bdquo;Willen des Volkes&ldquo;, wobei jeder versuchte, schnell zur hei&szlig; begehrten Westmark und im vereinigten Deutschland &bdquo;anzukommen&ldquo;, wie man das damals nannte. Schon dieser Begriff war ein Betrug, denn um anzukommen, muss man ja erstmal auf Reisen gehen. Wir aber blieben ja zumeist dort, wo wir waren, der Heimat beraubt. Wir brauchten nicht anzukommen, denn es kam &uuml;ber uns. So m&uuml;ssen sich die First Nations of America vorgekommen sein, als der &bdquo;gro&szlig;e Goldrausch&ldquo; einsetzte und der wei&szlig;e Mann &uuml;ber ihre Welt hinwegfegte. <\/p><p>Aber unsere Staatenlenker, Funktion&auml;re, Offiziere, Lehrer &hellip; die ja gewusst haben mussten, dass dies die vielbeschrieene Konterrevolution war, leisteten keinen Widerstand, sondern gaben alles auf. Manche von ihnen, die Linksdenker sein und bleiben wollten, organisierten sich in der PDS. Anf&auml;nglich organisierten sie sogar noch politische Bildung f&uuml;r die nachr&uuml;ckende Jugend. Aber als die PDS sich 2007 mit der SPD-Abspaltung WASG zur Partei DIE LINKE zusammenschloss, schlief auch das langsam ein, denn man konnte sich in vielen Grundsatzfragen zwischen Ost und West ohnehin nicht einig werden. Was also lehren? Wenn man heute junge Linksparteimitglieder fragt, wer Artur Becker war oder was das Verm&auml;chtnis von Werner Seelenbinder sein k&ouml;nnte und ob ihnen Ernst Busch was sagt, sind sie raus. <\/p><p>Die Auff&auml;lligsten unter ihnen geben sich vordergr&uuml;ndig antifaschistisch, br&uuml;llen aber &bdquo;Slawa Ukraina&ldquo;, ohne sich, genau wie Gr&uuml;ne, CDU oder SPD, f&uuml;r den Bandera-Kult aus Kiew und die Hakenkreuze und Wolfsangeln zu interessieren, die man auf die von uns finanzierten ukrainischen Panzer druckt. Wer f&uuml;r deutschen Frieden mit Russland wirbt, wird von jenen, bis in die Parteispitze hinein, schnell mal Faschist genannt oder &bdquo;rechtsoffen&ldquo; und mir f&auml;llt dann immer Bertolt Brecht ein, der einst schrieb: &bdquo;Unsichtbar wird die Dummheit, wo sie am gr&ouml;&szlig;ten ist&ldquo;. <\/p><p>Zusammenhalt? Die gleiche Parteigeneration, die vor ein paar Jahren Gregor Gysi auf dem Parteitag durch Pfeifen und Buhen am Sprechen hinderte, weil seine Rede nicht gegendert war, streicht ihm jetzt in Wahlwerbevideos &uuml;ber den Kopf mit dem Slogan &bdquo;Die Linke w&auml;hlen, damit unsere Zukunft noch gl&auml;nzender wird, als Gregors Glatze&ldquo;. Ganz gro&szlig;es Kino!<\/p><p>Und ich, der auch Einladungen der DKP, des BSW und konservativer Str&ouml;mungen der PdL folgt, f&uuml;r Frieden, Antifaschismus, Vernunft und soziale Gerechtigkeit zu singen, und trotzdem vor allem an die Idee einer &bdquo;Unidad popular&ldquo; glaubt, wie es sie einst in Chile unter Salvador Allende gab, werbe immer wieder f&uuml;r eine linke politische Bildung, die meiner Meinung nach sogar partei&uuml;bergreifend angelegt werden m&uuml;sste. Schon weil sie an den Schulen nicht mehr angeboten wird. Die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung diktiert Folgendes auf ihrem Internetportal: <em>W&auml;hrend in der Bundesrepublik die &bdquo;Vergangenheitsbew&auml;ltigung&ldquo; ein st&auml;ndiger Prozess war, erkl&auml;rte die SED diese mit der &bdquo;antifaschistischen Umw&auml;lzung&ldquo; f&uuml;r beendet.<\/em> Und das ist nur die &Uuml;berschrift! Beflissene Lehrer geben das unseren Abiturienten zur Ausarbeitung von Vortr&auml;gen an die Hand und wie wenige Sch&uuml;ler gibt es, die das zu Hause hinterfragen?<\/p><p>Als ich bei der Landtagswahl 2021 die &bdquo;Wagenknechtianer&ldquo; in der LINKEN mit meiner parteilosen Direktkandidatur zu unterst&uuml;tzen versuchte, lautete der gro&szlig;e Wahlslogan der Partei DIE LINKE &bdquo;1000 Lehrer mehr in MV!&ldquo; und meine erste R&uuml;ckfrage hie&szlig;: Tausend Lehrer mehr, die dann das Falsche lehren?? F&uuml;nf Jahre sind vergangen, in denen DIE LINKE und SPD hier in MV regieren. Eine rot-rote Landesregierung. Wirklich? Ohne Widerspruch gegen solche Narrative der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung?<\/p><p>Meine Gedanken springen zur&uuml;ck zu &bdquo;Slawa Hakenkreuz und Wolfsangel&ldquo;. Aus Schwerin h&ouml;re ich solcherlei nicht, aber ich h&ouml;re auch nichts dagegen. Die Parolen kommen aus Berlin und MV schweigt. Aber es schweigt nicht tatenlos. Meine kritischen Anmerkungen dazu und sicher auch mein hoffnungsgeladenes Engagement f&uuml;r das 2024 gegr&uuml;ndete BSW haben bei der PdL-MV zu meiner Wegsortierung gef&uuml;hrt und zwar ohne jede Auseinandersetzung. Ein Freund und PdL-Spitzenpolitiker in MV, den ich letztes Jahr bei seiner B&uuml;rgermeisterkandidatur unterst&uuml;tzen wollte, wagte mein Angebot nicht anzunehmen, weil ihm sonst &bdquo;seine Fraktion um die Ohren fl&ouml;ge&ldquo;. Gew&auml;hlt wurde er nicht. Dabei hatte ich doch 2024 eine angetragene Mitgliedschaft ins BSW ausdr&uuml;cklich mit der Begr&uuml;ndung ausgeschlagen, die Br&uuml;cken zu den anderen linken Parteien erhalten bzw. errichten helfen zu wollen. Und dazu stehe ich bis heute! <\/p><p>Ich selbst s&auml;he das Parteiensystem gern abgeschafft &ndash; aber solange es existiert, bin ich f&uuml;r die Suche nach einem partei&uuml;bergreifend kleinsten gemeinsamen Nenner aller Linksdenker, bin f&uuml;r ein gemeinsames linkes Streiten mit- und f&uuml;reinander. Ein Vorschlag w&auml;re die Bildung eines parteiunabh&auml;ngigen linken Rates, runden Tisches, Gremiums, wo Bildungsstrukturen aufgebaut und in Notsituationen sogar B&uuml;ndnisse geschlossen werden k&ouml;nnen! Wo sich linke Delegierte mit und ohne Parteiausweis regelm&auml;&szlig;ig treffen, um verbindende Themen zu diskutieren und gemeinsam L&ouml;sungen zu finden, Beschl&uuml;sse zu fassen, Kommuniqu&eacute;s zu verabschieden. Macht Euren Wahlkampf, besteht auf die Unterschiede in Euren Haltungen, konkurriert miteinander. Aber gebt, besonders, wenn Ihr Politiker sein wollt, nicht auf, das Verbindende zwischen Euch zu entdecken. <\/p><p>Der Beruf des Politikers wurde daf&uuml;r erfunden &ndash; das Verbindende zu finden. Und ihr wollt obendrein linke Politik machen, also humanistische, den Menschen zugewandte Politik. Darum, ich bitte Euch, wendet Euch nicht zuletzt auch einander zu. Nicht erst in der Not! Nicht erst nach der Apokalypse!<\/p><p>Seht nicht nach der Karriereleiter, seht gemeinsam in die Vergangenheit!<\/p><p>Organisiert gemeinsam Strukturen f&uuml;r linke politische Bildung und f&uuml;r aktionseinheitliche B&uuml;ndnisse.<\/p><p>Denn denk&rsquo; ich an Deutschland in der Nacht, so will es mir scheinen, als w&uuml;rden wir beides schneller brauchen, als uns lieb sein kann.  <\/p><p><em>Tino Eisbrenner, M&auml;rz 2026<\/em><\/p><p><small>Titelbild: &copy; Elena Dmitrieva<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beobachtungen, Gedanken und ein Vorschlag von <strong>Tino Eisbrenner<\/strong>.<\/p>\n<p>Nein, es sind nicht die klagenden Sehnsuchtsgedanken eines Heinrich Heine, der nach zw&ouml;lf Jahren im Exil 1843 sein ber&uuml;hmtes Gedicht f&uuml;r seine Mutter schrieb, dessen nur erste zwei Zeilen uns meist in Erinnerung sind und uns Landsleute Heines, um das kritische Verh&auml;ltnis des Dichters zu seinem Staat wissend,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147629\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":147630,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[165,189],"tags":[3625,633],"class_list":["post-147629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-parteien-und-verbaende","tag-links-rechts-debatte","tag-politikerverdrossenheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/260312-Eisbrenner.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=147629"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":147649,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147629\/revisions\/147649"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/147630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=147629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=147629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=147629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}