{"id":14770,"date":"2012-10-19T05:15:10","date_gmt":"2012-10-19T03:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770"},"modified":"2012-10-19T05:15:10","modified_gmt":"2012-10-19T03:15:10","slug":"hinweise-des-tages-1743","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h01\">Fabian Fritzsche &ndash; Einmal mehr ist Inflation ein gro&szlig;es Thema in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h03\">Gregor Gysi, DIE LINKE: Von Merkel und Steinbr&uuml;ck keine knallharte Alternative f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h04\">The wrecking society: economics today<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h05\">Swiss army prepares for euro unrest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h06\">Gewerkschaften kn&ouml;pfen sich H&amp;M vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h07\">Erneut Stre&szlig; bei UPS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h08\">Zalando w&auml;chst &ldquo;auf Teufel komm&rsquo; raus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h09\">Lebensmittelkonzern:Unilever teilt Mitarbeiter in Starke und Schwache ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h10\">Regierung plant Gesetz f&uuml;r noch mehr Minijobs und Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h11\">Von der Leyen: K&uuml;rzung im Sozialetat ist Beitrag zur Haushaltskonsolidierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h12\">Auf Kosten der Erwerbslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h13\">Stuttgart 21 auf dem Grill<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h14\">Abgeordnete vertagen Verhandlungen &uuml;ber Nebeneink&uuml;nfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h15\">Billiges T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h16\">Gemeinsam gegen die Euro-Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h17\">&bdquo;Wirtschaft in der Schule &ndash; Was sollen unsere Kinder lernen?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770#h18\">Zu guter Letzt: Wir sind Friedensnobelpreistr&auml;ger<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14770&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Einmal mehr ist Inflation ein gro&szlig;es Thema in Deutschland<\/strong><br>\nEinmal mehr ist Inflation ein gro&szlig;es Thema in Deutschland, doch nicht etwa weil die letzten Preissteigerungsraten so hoch gewesen w&auml;ren. Die Jahresrate wurde f&uuml;r den September mit 2,1% angegeben und der Trend zeigt seit Ende letzten 2011 nach unten und auch die &Ouml;l- oder sonstigen Rohstoffpreise gaben keinen Anlass zur Besorgnis.<br>\nDennoch warnten Bundesbankpr&auml;sident Weidmann, Bankenverbandspr&auml;sident Schmitz, die Wirtschafsweisen in ihrem Herbstgutachten, Finanzminister Sch&auml;uble sowie ein gro&szlig;es deutsches Nachrichtenmagazin einhellig vor der kommenden oder gar schon stattfindenden Entwertung der deutschen Sparguthaben. Wie es zu &uuml;berm&auml;&szlig;ig hohen Inflationsraten kommen soll, bleibt jedoch unklar, angef&uuml;hrt wird lediglich die expansive Geldpolitik der EZB, die in wenigen Jahren oder bereits jetzt zu Verm&ouml;gensverlusten f&uuml;hre.<br>\nF&uuml;r die angeblich schon jetzt stattfindende schleichende Enteignung wird jedoch allenfalls sehr indirekt die Inflation selbst verantwortlich gemacht. Vielmehr wird es als Problem f&uuml;r die Sparer angesehen, dass die Zinsen durch die EZB-Politik unterhalb der Inflation liegen. Das ist zwar insbesondere in Deutschland richtig, allerdings w&auml;re es gerade f&uuml;r Kleinsparer wenig sinnvoll, die Inflation unter das Zinsniveau zu dr&uuml;cken. Denn daf&uuml;r m&uuml;ssten die Lohnabschl&uuml;sse und damit letztlich die Rentenerh&ouml;hungen noch niedriger ausfallen als ohnehin schon. Der Preis f&uuml;r ein wenig mehr Realzins auf dem Sparbuch w&auml;ren dann also reale Einkommensverluste. Und h&ouml;here Zinsen sind auch f&uuml;r Deutschland in einer Situation unterdurchschnittlichen und nachlassenden Wirtschaftswachstums keine zielf&uuml;hrende Empfehlung. Zudem ist es fraglich, ob EZB-Zinserh&ouml;hungen &uuml;berhaupt zu steigenden langfristigen Zinsen in Deutschland f&uuml;hren w&uuml;rden. Schon jetzt flie&szlig;t viel privates Kapital aus den Krisenl&auml;ndern nach Deutschland und sorgt f&uuml;r sehr niedrige Zinsen. Zinserh&ouml;hungen, die das Wirtschaftswachstum belasten, w&uuml;rden diesen Trend wahrscheinlich eher verst&auml;rken und die langfristigen Zinsen hierzulande damit niedrig halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/10\/18\/fabian-fritzsche-einmal-mehr-ist-inflation-ein-groses-thema-in-deutschland\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IMK: Vier Schritte zur L&ouml;sung der Krise im Euroraum<\/strong><br>\nDie Krise im Euroraum ist nur mit allen Mitgliedsl&auml;ndern der W&auml;hrungsunion und ohne weitere Schuldenschnitte l&ouml;sbar. Die Entscheidung der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Krisenl&auml;ndern zu kaufen, die Empfehlung des IWF, die Konsolidierungsziele zeitlich zu strecken und die Erkl&auml;rung des Bundesfinanzministers, keinen Staatsbankrott Griechenlands zuzulassen, weisen daher in die richtige Richtung. Allerdings beschr&auml;nken sich Regierungen und europ&auml;ische Institutionen trotz dieser Fortschritte weiterhin auf eine Minimalstrategie, die sich zu stark auf einen konjunktursch&auml;dlichen Sparkurs konzentriert. So sei bestenfalls eine zeitweilige Stabilisierung m&ouml;glich, aber keine dauerhafte &Uuml;berwindung der Krise. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung, in der das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung eine Zwischenbilanz der Eurokrise zieht&hellip;<br>\n&ldquo;Zweieinhalb Jahre nach Ausbruch der Krise bietet sich ein durchwachsenes Bild: Die wirtschaftliche Entwicklung in den Krisenl&auml;ndern ist als Folge der &uuml;berzogen harten Sparpolitik desastr&ouml;s und belastet zunehmend den gesamten W&auml;hrungsraum. Politik und Zentralbank bewegen sich immerhin langsam in die richtige Richtung, aber R&uuml;ckf&auml;lle sind jederzeit m&ouml;glich.&rdquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. &ldquo;Die EZB hat endlich ihre Rolle als derzeit wichtigster Pfeiler der W&auml;hrungsunion &uuml;bernommen. Der IWF und sogar die Bundesregierung scheinen von ihrer kurzsichtigen Austerit&auml;tsfixierung abzulassen, mit der sich viele L&auml;nder des Euroraums in die Rezession gespart haben. Die Erkenntnis breitet sich aus, dass wir solides Wachstum brauchen, um Europas Staatsfinanzen zu sanieren.&rdquo; Das unterstrichen auch neue Studien des IWF. &rdquo; Darauf sollte man aufbauen. Aber der grunds&auml;tzliche Paradigmenwechsel steht noch aus&rdquo;, so Horn. &ldquo;Nach wie vor dominieren Lesarten, welche die Krise sehr einseitig mit dem angeblich unsoliden Ausgabeverhalten der &ldquo;S&uuml;dl&auml;nder&rdquo; erkl&auml;ren. Das geht am Kern des Problems vorbei. In dieser Situation irrlichtern immer wieder brandgef&auml;hrliche Forderungen nach einem weiteren Schuldenschnitt durch die &ouml;ffentliche Debatte oder gar nach M&ouml;glichkeiten, Eurol&auml;nder Pleite gehen zu lassen.&rdquo;<br>\nEs sei zwar denkbar, dass die aktuelle Strategie &ldquo;infolge eng begrenzter Rettungsaktionen der Regierungen und der Zentralbank &uuml;ber Jahre hinweg Bestand hat&rdquo;, schreiben die Wissenschaftler. Angesichts &ldquo;mangelnden Vertrauens und &uuml;berm&auml;&szlig;iger Konsolidierungsma&szlig;nahmen&rdquo;, die das Wachstum in Europa sch&auml;digten, sei sie jedoch letztendlich nicht zielf&uuml;hrend. Die tiefer liegenden Ursachen, fundamentale Probleme in der institutionellen Architektur der W&auml;hrungsunion, w&uuml;rden von der europ&auml;ischen Politik noch kaum thematisiert. Die Wirtschaftsforscher sehen aber gute Chancen, dass der Euroraum dauerhaft aus der Krise herauswachsen kann, wenn der erforderliche Strategiewechsel umgesetzt wird. Sie haben ein Konzept f&uuml;r Wege aus der Vertrauenskrise im Euroraum erarbeitet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121018_IMK.pdf\">IMK: Vier Schritte zur L&ouml;sung der Krise im Euroraum [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_75_2012.pdf\">Gustav Horn, Fabian Lindner, Silke Tober, Andrew Watt: Quo vadis Krise? Zwischenbilanz und Konzept f&uuml;r einen stabilen Euroraum, IMK Report Nr. 75, Oktober 2012. [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41296_41308.htm\">Infografiken zum Download im neuen B&ouml;ckler Impuls 16\/2012<\/a><\/li>\n<li><strong>Europa als Sonderwirtschaftszone<\/strong><br>\nBieten Sonderwirtschaftszonen eine gangbare wirtschaftspolitische Option, um die verheerenden Auswirkungen der gegenw&auml;rtigen Wirtschaftskrise in Europa zu lindern und diese mittelfristig zu &uuml;berwinden? Folgt man den Ausf&uuml;hrungen deutscher Wirtschaftsvertreter, dann ist dies definitiv der Fall. Hans-Peter Keitel, seit 2009 Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), m&ouml;chte am liebsten ganz Griechenland zu einer einzigen Sonderwirtschaftszone machen, die &uuml;berdies von EU-Technokraten geleitet werden m&uuml;sste: &bdquo;Griechenland sollte eine Art Sonderwirtschaftszone im Euro-Raum werden, ausgestattet mit den notwendigen und zul&auml;ssigen finanziellen Hilfen, aber auch mit ausw&auml;rtigem EU-Personal,&ldquo; forderte Keitel im Gespr&auml;ch mit Spiegel-Online. &Auml;hnlich argumentierte Martin Schulz (SPD), seines Zeichens Pr&auml;sident des EU-Parlaments, gegen&uuml;ber dem SPIEGEL. Ein von einer &bdquo;Wachstumsagentur&ldquo; gesteuertes Investitionsprogramm solle den Aufbau der Sonderwirtschaftszonen vorantreiben, wobei europ&auml;ische und griechische Politiker gemeinsam geeignete Projekte identifizieren und die Investitionsfl&uuml;sse steuern w&uuml;rden. &bdquo;Das ist ein St&uuml;ck Kontrolle, aber auch gegenseitige Vertrauensbildung&ldquo;, erkl&auml;rte Schulz im Gespr&auml;ch mit dem SPIEGEL.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++c68d215a-185c-11e2-906d-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Rettung Griechenlands r&uuml;ckt n&auml;her<\/strong><br>\nDie Kontrolleure der EU und die Regierung in Athen haben sich nach eigenen Angaben weitgehend &uuml;ber die n&auml;chsten Sparma&szlig;nahmen und Reformen geeinigt. Die Einigung ist Voraussetzung f&uuml;r Kredite, die Griechenland vor der Staatspleite retten sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/finanzkrise-rettung-griechenlands-rueckt-naeher,1471908,20645084,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Das sind eigentlich schon seltsame Sprachspiele mit dieser &ldquo;Rettung Griechenlands&rdquo;, von der die Anleger profitieren &ndash; und der normale Grieche nur weitere Sozialk&uuml;rzungen zu sehen bekommt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Es ist auch ein seltsamer Beitrag in der Frankfurter Rundschau, der nicht von einer Redakteurin oder einem Redakteur formuliert wurde und deren oder dessen Namen wir nirgens finden, sondern ein Zusammenschnitt zweier Agenturmeldungen. So wirkt die Frankfurter Rundschau mehr als sonst wie eine Lokalausgabe des DuMont&acute;schen Einheitsbreis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der deutsche Euro-Alleinherrscher<\/strong><br>\nVor dem heute beginnenden EU-Gipfel prescht Berlin mit neuen Forderungen nach einer Umgestaltung der Europ&auml;ischen Union entlang deutscher Interessen vor. Demnach soll der EU-W&auml;hrungskommissar mit einem massiven Machtzuwachs aufgewertet werden und k&uuml;nftig im Alleingang nationale Haushalte der Eurostaaten mit seinem Veto verhindern k&ouml;nnen. Damit verl&ouml;ren die betroffenen Staaten den zentralen Eckpfeiler staatlicher Souver&auml;nit&auml;t. Zudem will Berlin die Abstimmungsregeln im Europaparlament modifizieren &ndash; mit der Folge, dass die Hierarchie zwischen dem deutsch dominierten EU-Zentrum und der EU-Peripherie weiter gest&auml;rkt w&uuml;rde. Die Forderungen sto&szlig;en in Paris auf Protest, da ihre Verwirklichung die deutsche Dominanz in der EU intensivierte. Berlin verf&uuml;gt in dem Machtkampf &uuml;ber eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Flexibilit&auml;t als Paris: Es w&uuml;rde von einem Ausscheiden der s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten aus der Eurozone zwar hart getroffen; die Verluste Frankreichs beliefen sich in diesem Fall jedoch &ndash; in Relation zum Bruttoinlandsprodukt berechnet &ndash; auf das Doppelte.<br>\nVor dem heute beginnenden EU-Gipfel prescht Berlin mit neuen Forderungen nach einer Umgestaltung der Europ&auml;ischen Union entlang deutscher Interessen vor. Finanzminister Sch&auml;uble hat soeben seine Vorstellungen zur Reform von EU-Strukturen und -Institutionen &ouml;ffentlich zu Protokoll gegeben; sie zielen auf eine massive Beschr&auml;nkung der Souver&auml;nit&auml;t krisengesch&uuml;ttelter Staaten ab. In &Ouml;sterreich hie&szlig; es &uuml;ber Sch&auml;ubles Vorsto&szlig; und die deutsche Mediendebatte, es sei von einem &ldquo;Sparkommissar&rdquo; oder einem &ldquo;Euro-Alleinherrscher&rdquo; die Rede, der den &ldquo;kriselnden EU-Mitgliedsl&auml;ndern bald das F&uuml;rchten lehren&rdquo; solle.[<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58437\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechen marschieren gegen &ldquo;Verelendung&rdquo; an<\/strong><br>\n[&hellip;] Neben einem morgendlichen U-Bahn-Streik in Athen wurden auch Zug- und F&auml;hrverbindungen gestrichen. Auch Taxifahrer streikten, zudem wurden Fl&uuml;ge annulliert. Eine weitere Protesthochburg war Thessaloniki. Bereits am Mittwoch hatten die Gewerkschaften Anw&auml;lte, Notare, Apotheker, &Auml;rzte und Journalisten aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Der Gewerkschaftsdachverband der Privatwirtschaft (GSEE) rief f&uuml;r Mitte November erneut zum Generalstreik auf.<br>\nIn Athen bedr&auml;ngten rund 500 zum Teil vermummte Demonstranten die Polizei am zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament und warfen Brands&auml;tze, die Beamten setzten Tr&auml;nengas ein, wie ein Journalist berichtete. Laut Polizei waren rund 25.000 Demonstranten auf den Stra&szlig;en der griechischen Hauptstadt, 17.000 protestierten demnach in der Hafenstadt Thessaloniki.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350258665814\/Troika-einigt-sich-mit-Griechenland-in-Kernfragen\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gregor Gysi, DIE LINKE: Von Merkel und Steinbr&uuml;ck keine knallharte Alternative f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nGregor Gysi antwortet auf die Regierungserkl&auml;rung der Kanzlerin zum EU-Gipfel am 18.\/19. Oktober in Br&uuml;ssel &ndash; Heute hat nun offiziell der Bundestagswahlkampf hier im Bundestag begonnen. Es wird aber schwer werden f&uuml;r Sie, Frau Bundeskanzlerin, und auch f&uuml;r Sie, Herr Steinbr&uuml;ck, sich als Alternativen herauszuarbeiten. Alle Europa-Beschl&uuml;sse haben Sie zusammen gefasst. Die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte haben Sie unter Frau Merkel gemeinsam betrieben. Die prek&auml;re Besch&auml;ftigung haben Sie in gro&szlig;em Ausma&szlig; in Deutschland eingef&uuml;hrt. Die Umverteilung von unten nach oben muss beendet und eine gerechte Umverteilung von oben nach unten begonnen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VbEdNG2AQ7I&amp;feature=youtu.be_\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The wrecking society: economics today<\/strong><br>\nThere is an old story from the heyday of the Soviet Union. As part of their May Day celebrations they were parading their latest weapon systems down the street in front of the Kremlin. There was a long column of their newest tanks, followed by a row of tractors pulling missiles. Behind these weapons were four pick-up trucks carrying older men in business suits waving to the crowds.<br>\nSeeing this display, the Communist party boss turned to his defense secretary. He praised the tanks and missiles and then said that he didn&rsquo;t understand the men in business suits. The defense secretary explained that these men were economists, and &ldquo;their destructive capacity is incredible.&rdquo;<br>\nPeople across the world now understand what the defense secretary meant. The amount of damage being inflicted on countries around the world by bad economic policy is astounding. As a result of unemployment or underemployment, millions of people are seeing their lives ruined. The current policies have led to trillions of dollars of lost output. From an economic standpoint this loss is every bit as devastating as if a building had been destroyed by tanks or bombs. And people have lost their lives, due to inadequate health care, food and shelter, or as a result of the depression associated with their grim economic fate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/10\/18\/the-wrecking-society-economics-today\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Swiss army prepares for euro unrest<\/strong><br>\nThe Swiss army is preparing for possible internal civil unrest as well as waves of refugees from euro-countries as the economic crisis drags on.<br>\nSwitzerland, a non-EU, non-euro country landlocked between eurozone states, last month launched a military exercise to test its preparedness to deal with refugees and civil unrest.<br>\n&ldquo;It&rsquo;s not excluded that the consequences of the financial crisis in Switzerland can lead to protests and violence,&rdquo; a spokesperson of the Swiss defence ministry told CNBC on Monday. &ldquo;The army must be ready when the police in such cases requests for subsidiary help.&rdquo;<br>\nSome 2,000 officers took part in the &ldquo;Stabilo Due&rdquo; military exercise in eight towns around the country, based on a risk map detailing the threat of internal unrest between warring factions and the possibility of refugees from Greece, Spain, France, Italy and Portugal, according to Swiss media reports.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/euobserver.com\/economic\/117873\">EUobserver<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gewerkschaften kn&ouml;pfen sich H&amp;M vor<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften GPA-djp (&Ouml;sterreich), Verdi (Deutschland) und Unia (Schweiz) wollen gemeinsam gegen die Bekleidungskette H&amp;M vorgehen, k&uuml;ndigte GPA-Vizechef Karl Proyer an. Der Textilh&auml;ndler umgehe ein Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) vom Sommer 2011, wonach Kassierpersonal in die h&ouml;here Besch&auml;ftigungsgruppe 3 einzustufen ist, dahingehend, dass er Mitarbeiter weniger als die H&auml;lfte ihrer Vertragszeit an den Kassen besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350258676959\/Gewerkschaften-knoepfen-sich-HM-vor\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erneut Stre&szlig; bei UPS<\/strong><br>\nPaketdienstleister will kritisches Betriebsratsmitglied am K&ouml;ln-Bonner Flughafen krankheitsbedingt k&uuml;ndigen. Gewerkschaft spricht von Mobbing<br>\nErneut f&auml;llt der US-Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) durch Konflikte mit kritischen Betriebsr&auml;ten auf. Nachdem sich die Internationale Transportarbeiter F&ouml;deration (ITF) und ver.di &ouml;ffentlich &uuml;ber &raquo;skandal&ouml;se Managementmethoden&laquo; am Standort Ditzingen beschwert haben (siehe jW vom 1. September), eskaliert nun auch an der Hauptumschlagbasis des Paketdienstleisters auf dem K&ouml;ln-Bonner Flughafen eine Auseinandersetzung mit der Besch&auml;ftigtenvertretung. Am heutigen Donnerstag treffen sich beide Seiten vor dem K&ouml;lner Arbeitsgericht zur G&uuml;teverhandlung (10.30 Uhr, Pohligstr. 9). Das Unternehmen will ein Betriebsratsmitglied &raquo;krankheitsbedingt&laquo; entlassen, das Gremium hat widersprochen. Nach Ansicht von Gewerkschaftern verfolgt das UPS-Management vor allem das Ziel, einen &raquo;arbeitgeberfreundlichen&laquo; Betriebsrat zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/10-18\/039.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zalando w&auml;chst &ldquo;auf Teufel komm&rsquo; raus&rdquo;<\/strong><br>\nWachstum hat seinen Preis. Aber wie hoch darf dieser Preis sein, damit ihn noch jemand bezahlt? Beim Berliner Online-Versandh&auml;ndler Zalando scheint die Grenze noch nicht erreicht zu sein. Jedenfalls schreckt das rasante Wachstum Investoren nicht ab. Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik stockt ihren direkten Anteil von 16 auf 26 Prozent auf, wie der Schuh- und Kleidungsversender am Donnerstag mitteilte. Weitere neun Prozent halten die Schweden indirekt &uuml;ber die Berliner Risikokapitalgesellschaft Rocket Internet, an der sie ebenfalls beteiligt sind. Die Anteile kaufte Kinnevik den fr&uuml;h eingestiegenen Investoren Holtzbrinck Ventures, Tengelmann Ventures und eben Rocket Internet ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/berliner-versandhaendler-zalando-waechst-auf-teufel-komm-raus\/7271790.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Warum &bdquo;Zalando&ldquo; so schnell wachsen kann, hat eine <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zUouZBgMu38\">Dokumentation von ZDFzoom<\/a> aufgedeckt. Es gibt unz&auml;hlige Zertifikate f&uuml;r &ouml;kologische Standards. Warum gibt es eigentlich kein Zertifikat f&uuml;r Unternehmen, die ihre Mitarbeit nachweislich gut behandeln und bezahlen? Ein solches Zertifikat h&auml;tte nicht nur einen echten Informationswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lebensmittelkonzern:Unilever teilt Mitarbeiter in Starke und Schwache ein<\/strong><br>\nMit einer Farbwertung kategorisiert der Lebensmittelriese seine Mitarbeiter. Diese sind unzufrieden mit der Farbenlehre &ndash; das Management hingegen ist begeistert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:lebensmittelkonzern-unilever-teilt-mitarbeiter-in-starke-und-schwache-ein\/70105853.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Merke. F&uuml;hlen sich Mitarbeiter\/innen ungerecht behandelt und gibt es fl&auml;chendeckend atmosph&auml;rische St&ouml;rungen im Betriebsklima, kann sich dies die Ampeln bei der Kundschaft auf rot stellen. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist irgendwo auch Kundschaft bzw. hat Verwandte, Freunde und Bekannte, die Kundschaft sind. Die rote Ampel bei der Kundschaft kann erhebliche Einnahmeeinbu&szlig;en bedeuten. S. Shell. S. Schlecker. Nur weiter so.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierung plant Gesetz f&uuml;r noch mehr Minijobs und Altersarmut<\/strong><br>\nNeue Gesetzespl&auml;ne der Regierung drohen den Niedriglohnsektor und damit die Altersarmut auszuweiten. Am Montag wollen Experten im Bundestag dar&uuml;ber beraten. Inzwischen arbeiten fast acht Millionen Deutsche als Minijobber. Die meisten von ihnen sind Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geolitico.de\/2012\/10\/18\/regierung-plant-gesetz-fur-noch-mehr-minijobs-und-altersarmut\/\">GEOLITICO<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Gescheitertes Arbeitsmodell Minijob<\/strong><br>\nMinijobber d&uuml;rfen nicht schlechter behandelt werden als Vollzeitkr&auml;fte. Es zeigt sich jedoch, dass das Antidiskriminierungsgebot massiv unterlaufen wird<br>\nMinijobs sind eine gute Alternative, insbesondere f&uuml;r Sch&uuml;ler, Studenten und gelegentlich auch f&uuml;r Arbeitnehmer, die hoffen, auf diese Weise an eine der begehrten Vollzeitstelle heranzukommen. Der gro&szlig;e Vorteil eines Minijobs liegt in seiner niedrigen Abgabenbelastung. So gilt bei geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung eine Regelung, die fast so klingt, als sei sie einer FDP-Wahlkampfbrosch&uuml;re entnommen &ndash; denn bei Minijobs gilt &ldquo;Brutto gleich Netto&rdquo;. Eine Arbeit der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigt nun, wer an diesen finanziellen Vorteilen wirklich verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37820\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von der Leyen: K&uuml;rzung im Sozialetat ist Beitrag zur Haushaltskonsolidierung<\/strong><br>\nBundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Mittwochvormittag im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales den Haushaltsplan 2013 ihres Ressorts (17\/10200, Einzelplan 11) vorgestellt. Es ist der gr&ouml;&szlig;te Einzel-Etat, der Ausgaben von 118,74 Milliarden vorsieht. Das sind allerdings 7,4 Milliarden Euro weniger als 2012. Die Einsparungen lobte die Ministerin als Beitrag ihres Ministeriums zur angestrebten Konsolidierung des Bundeshaushalts.<br>\nKein anderes Ressort werde &bdquo;so zur Kasse gebeten&ldquo;, kritisierte eine Abgeordnete der SPD-Fraktion die K&uuml;rzungen im Sozialbereich zugunsten der Konsolidierung. Das sei bereits das dritte Mal in Folge geschehen und sei somit ein &bdquo;Kahlschlag &uuml;ber Jahre&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_10\/2012_450\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auf Kosten der Erwerbslosen<\/strong><br>\nAgentur f&uuml;r Arbeit klagt &uuml;ber Vorurteile gegen Hartz-IV-Bezieher und setzt mit Kampagne &raquo;Ich bin gut&laquo; dagegen. Sozialinitiativen finden das zynisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/10-18\/038.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stuttgart 21 auf dem Grill<\/strong><br>\nDer Brandschutz k&ouml;nnte S 21 grillen. Wieder einmal wird deutlich, wie fahrl&auml;ssig die Bahn mit der Sicherheit ihrer Kunden umgeht. Neu ist allerdings, dass sie sich das von eigenen Gutachtern best&auml;tigen lassen muss. Der Tiefbahnhof k&ouml;nnte zum Berliner Flughafen werden.<br>\nDamit das klar ist: &ldquo;Selbstrettung bedeutet immer Zivilcourage, die von jedem verlangt wird.&rdquo; So sagt es Klaus-J&uuml;rgen Bieger, der Brandschutzbeauftragte der Deutschen Bahn (DB), und so steht es im Schlichtungsprotokoll vom 20. November 2010. Weiter ist dort zu lesen, dass niemand darauf warten d&uuml;rfe, bis die Feuerwehr kommt.<br>\nDas hat den Schlichter Heiner Gei&szlig;ler zu der Frage verleitet, wie es denn mit alten Menschen, Rollstuhlfahrern und M&uuml;tter mit Kindern aussehe? Ob bei den Fluchtwegen auch an sie gedacht worden sei? Selbstverst&auml;ndlich sei das geschehen, antwortet DB-Bieger, man habe schon sehr fr&uuml;h mit den Behindertenverb&auml;nden diskutiert und deshalb eine &ldquo;viel breitere Breite&rdquo; eingeplant. Ein Meter zwanzig, und dort k&ouml;nnten sich Rollstuhlfahrer und Rettungskr&auml;fte &ldquo;begegnen&rdquo;. Au&szlig;erdem gebe es &ldquo;jede Menge Fl&auml;che&rdquo;, auf der die &ldquo;Schnellen die Langsamen &uuml;berholen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nZu den Langsameren geh&ouml;rt auch Alexander Drewes, der beim Fahrgastverband Pro Bahn f&uuml;r die Behinderten zust&auml;ndig ist. Er fragt Bieger, ob er bei den Schnellen an den &ldquo;Yuppie&rdquo; denke, der kurz zu einem Meeting nach Frankfurt eile, oder ob ihm auch bewusst sei, wie die Bahn schon jetzt mit Behinderten umspringe. Er sitze erst einmal &ldquo;dumm vor dem Aufzug&rdquo; und m&uuml;sse darum &ldquo;bitten und betteln&rdquo;, von einem DB-Mitarbeiter nach oben gebracht zu werden. Auch das mag Bieger so nicht stehen lassen. Nat&uuml;rlich m&uuml;sse den Rollstuhlfahrern geholfen werden, betont er, und beim Kinderwagen gebe es &ldquo;ganz klare Festlegungen&rdquo;: Das Kind m&uuml;sse herausgenommen und getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/10\/stuttgart-21-auf-dem-grill\/\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Abgeordnete vertagen Verhandlungen &uuml;ber Nebeneink&uuml;nfte<\/strong><br>\nDie SPD besteht auf einer Offenlegung der Eink&uuml;nfte auf Euro und Cent, die Koalition will &uuml;ber eine Erweiterung des bisher g&uuml;ltigen Stufenmodells sprechen &ndash; und die Gr&uuml;nen k&ouml;nnen sich beide Modelle vorstellen.<br>\nDer Kommissionsvorsitzende und Bundestagsvizepr&auml;sident Hermann Otto Solms (FDP) sagte nach der Sitzung, es &ldquo;besteht die Bereitschaft, &uuml;ber eine erweiterte Stufenregel zu sprechen&rdquo;. Die Verwaltung sei beauftragt worden, alternative Vorschl&auml;ge vorzubereiten. Solms rechnet noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis. Die derzeitige Diskussion sei &ldquo;sch&auml;dlich f&uuml;r den Bundestag&rdquo;. Der Unterausschuss des &Auml;ltestenrats will sich in der kommenden Woche erneut treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/tauziehen-um-neuregelung-abgeordnete-vertagen-verhandlungen-ueber-nebeneinkuenfte\/7268544.html\">Tagesspiegel<\/a> \n<p>passend dazu: <strong>Transparenz vertagt? Aktion gegen Verschleierung von Nebeneink&uuml;nften und Abgeordnetenbestechung<\/strong><br>\nIn den vergangenen Tagen haben wir gemeinsam mit Campact und Transparency Deutschland &uuml;ber 60.000 Unterschriften gesammelt, um transparente Nebeneink&uuml;nfte und wirksame Gesetze gegen Abgeordnetenbestechung einzufordern. Diese Unterschriften haben wir gestern vor der Anh&ouml;rung zum Thema Abgeordnetenbestechung an Mitglieder des Rechtsauschusses und heute morgen an die Parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von SPD, FDP, Gr&uuml;nen und Linken &uuml;berreicht. Im Anschluss an die &Uuml;bergabe begannen die Verhandlungen dar&uuml;ber, wie Nebeneink&uuml;nfte in Zukunft offen gelegt werden.<br>\nVerhandlungen vertagt &ndash; lenkt Schwarz-Gelb ein?<br>\nNach ersten Berichten wurden die Verhandlungen auf n&auml;chste Woche vertagt. Nach SPD-Angaben habe die Koalition eine auf den Cent genaue Offenlegung der Nebeneink&uuml;nfte abgelehnt. Der Tagesspiegel berichtet, dass die FDP immerhin die Bereitschaft f&uuml;r eine erweiterte Stufenregelung bekundet habe. Die Bundestagsverwaltung solle dazu jetzt verschiedene Vorschl&auml;ge erarbeiten, &uuml;ber die n&auml;chste Woche erneut beraten werde. Sobald weitere Ergebnisse vorliegen, werden wir hier dar&uuml;ber informieren. Und nat&uuml;rlich bleiben wir auch n&auml;chste Woche an den Verhandlungen dran und machen weiter Druck f&uuml;r echte Transparenz. Das parteipolitische Taktieren muss jetzt ein Ende haben. Schwarz-Gelb muss nun zeigen, dass die Rufe der letzten Wochen nach mehr Transparenz nicht nur Wahlkampfget&ouml;se waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/10\/transparenz-vertagt-aktionen-gegen-verschleierung-von-politiker-nebeneinkunften-und-abgeordnetenbestechung\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Billiges T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nAnnette Schavan demonstriert gerade eindr&uuml;cklich, dass sie ein ganz eigenes Verst&auml;ndnis von freier Debattenkultur hat. Durch ihre Anw&auml;lte lie&szlig; die Bildungsministerin der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf untersagen, sich zu den bisherigen Ergebnissen bei der Pr&uuml;fung ihrer Doktorarbeit zu &auml;u&szlig;ern. Schavan hat also einer akademischen Einrichtung, deren Autonomie sie an anderer Stelle wortgewaltig lobt, einen Maulkorb verpasst.<br>\nEinmal ganz abgesehen davon, dass dieses Gebaren offenbart, wie autokratisch die intellektuell auftretende Schavan sein kann, wenn es um ihre eigenen Interessen geht: Ein solches Verhalten geh&ouml;rt sich nicht f&uuml;r eine Bildungsministerin. Man kann nicht Sonntagsreden zur dringend n&ouml;tigen Freiheit der Wissenschaft halten, diese Freiheit aber beschneiden, wenn es um die eigene Zukunft geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!103817\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gemeinsam gegen die Euro-Zone<\/strong><br>\nDie Wahlalternative 2013 will mit Hilfe der Freien W&auml;hler die &ldquo;Einheitsfront der Berufspolitiker&rdquo; aufbrechen. Marktradikale Positionen und Anleihen am rechten Rand scheinen dabei kein Problem zu sein [&hellip;]<br>\nZu den Unterst&uuml;tzern der Wahlinitiative z&auml;hlen neben Henkel eine Reihe weiterer Unternehmer, Wissenschaftler und Publizisten, die in einem &ldquo;Who&rsquo;s Who der deutschen Marktradikalen&rdquo; wom&ouml;glich gut aufgehoben w&auml;ren.<br>\nDas Sammelsurium aus eigenwilligen W&auml;hrungsreformern, erkl&auml;rten Gegnern des Sozialstaats und Freunden der neuen Rechten k&ouml;nnte die Freien W&auml;hler in erhebliche Erkl&auml;rungsn&ouml;te bringen. Darin steckten sie schon im Mai, als sich ungebetene G&auml;ste der Demonstration &ldquo;ESM stoppen!&rdquo; anschlie&szlig;en wollten, weil es dabei &ldquo;um das NPD-Thema schlechthin&rdquo; gehe.<br>\nDie Freien W&auml;hler in M&uuml;nchen gaben sich emp&ouml;rt, doch wenige Monate sp&auml;ter dachte man auf der Homepage ihrer Frankfurter Parteifreunde &uuml;ber neue Formen des Totalitarismus nach. Da war dann vom &ldquo;staatlich erzwungenen Nebeneinander nicht vertr&auml;glicher Fremdkulturen&rdquo; die Rede &ndash; eine Sprachregelung, die bei der NPD sicher erneuten Beifall findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37815\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Wirtschaft in der Schule &ndash; Was sollen unsere Kinder lernen?&ldquo;<\/strong><br>\nDGB Positionspapier<br>\nSchule soll auf das Leben vorbereiten &ndash; darin sind sich alle einig. Doch gerade beim Thema Wirtschaft zeigt sich, wie unterschiedlich &ndash; je nach politischem Standpunkt &ndash; Inhalte und Botschaften formuliert und bewertet werden. M&uuml;ssen Besch&auml;ftigte ihre eigenen Interessen den Unternehmenszielen ihres Arbeitgebers unterordnen? Sind Gewerkschaften, Betriebsr&auml;te und Jugendvertretungen wichtige Institutionen f&uuml;r einen fairen Interessenausgleich im Betrieb? Ist das Betriebsverfassungsgesetz notwendige Basis f&uuml;r Mitbestimmung im Betrieb oder Hindernis f&uuml;r erfolgreiches Wirtschaften? Sind Lebenschancen und Wohlstand gerecht verteilt? Das sind Fragen, die je nach politischem Interesse unterschiedlich beantwortet werden k&ouml;nnen. Deshalb ist es wichtig, &ouml;konomische Fragestellungen immer im politischen und sozialen Kontext zu betrachten. Das muss ein guter Unterricht an allgemeinbildenden Schulen leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schule.dgb.de\/++co++60da6d8e-16b0-11e2-a797-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p>Dazu:<strong> Wirtschaft in der Schule &ndash; Die Auseinandersetzung um &ouml;konomische Bildung in den allgemeinbildenden Schulen<\/strong><br>\nDie Publikation der IG Metall nimmt die zunehmende &Ouml;konomisierung des Bildungswesen unter die Lupe und befasst sich mit den Positionen und Unterrichtsmaterialien der Arbeitgeberseite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-6B6F69F9-58A56F1F\/internet\/docs_ig_metall_xcms_168961_168962_2.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 615 KB]<\/a><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>&Ouml;konomische Bildung &ndash; eine neutrale Sache?<\/strong><br>\nDie Untersuchung von Carina Mitschke liefert einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Interessen und Vermarktungstechniken der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), einem vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanziell getragenen Think Tank, der mit Unterrichtsmaterialien f&uuml;r den Politik- und Wirtschaftsunterricht gezielt Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte von Unterricht an allgemeinbildenden Schulen nehmen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/5137.htm?produkt=HBS-005317&amp;chunk=1&amp;jahr=\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Wem geh&ouml;rt die &ouml;konomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik<\/strong><br>\nErgebnisse aus Analysen von Lucca M&ouml;ller und Prof. Reinhold Hedtke. Sie thematisieren, dass Wirtschaftsverb&auml;nde und ihnen nahestehende Organisationen nicht nur ein eigenst&auml;ndiges Schulfach Wirtschaft fordern. Sie wollen auch beeinflussen, was dort gelernt wird. Immer st&auml;rker vermischen sich &ouml;ffentlicher Bildungsauftrag und private Gesch&auml;ftsinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iboeb.org\/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf\">Initiative f&uuml;r eine bessere &ouml;konomische Bildung [PDF &ndash; 2.6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wir sind Friedensnobelpreistr&auml;ger<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/musik\/audiowdrkabarettnilsheinrichwirsindfriedensnobelpreistraeger100-audioplayer.html\">WDR2-Kabarett<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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