{"id":14775,"date":"2012-10-19T16:19:07","date_gmt":"2012-10-19T14:19:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775"},"modified":"2012-10-19T16:19:07","modified_gmt":"2012-10-19T14:19:07","slug":"hinweise-des-tages-ii-80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h01\">Das M&auml;rchen vom Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h02\">Die Deutschen und die Krise &ndash; Entspannter Fatalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h03\">Thomas Fricke &ndash; Demokratische Illusionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h04\">Inflationsangst unbegr&uuml;ndet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h06\">Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h07\">Atomm&uuml;ll-Lager Asse ist illegal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h08\">Das kriminelle Stelldichein bei der WestLB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h09\">Friedhelm Hengsbach SJ &ndash; Ein Europa der Deutschen w&auml;re kein demokratisches Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h10\">Wahlrechts&auml;nderung: Pepita im Legoland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h11\">Privatisierungsreports der GEW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h12\">Wiglaf Droste &ndash; Deutsch lernen mit der FAZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h13\">Was wissen wir &uuml;ber den Iran?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775#h14\">zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Die Montagsfrage zu Beruhigungsmitteln: Gehen Sie doch ganz einfach mal wieder auf die Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14775&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen vom Sozialstaat<\/strong><br>\nUnter dem Deckmantel der Euro-Krise werden sozialstaatliche K&uuml;rzungen durchgedr&uuml;ckt. Doch das eine hat erstaunlich wenig mit dem anderen zu tun.<br>\nSchon &uuml;ber f&uuml;nf Jahre dauert diese Krise an, und es gibt einige Mantras, die sich in dieser Zeit so tief im kollektiven Ged&auml;chtnis verankert haben, die so oft proklamiert und rezipiert worden sind, dass ohne sie kaum noch Politik zu machen ist.<br>\nDie M&auml;r von der Verbindung zwischen Krise und Sozialstaat ist eines davon. Da w&auml;re das ber&uuml;hmte Zitat von Guido Westerwelle aus dem Februar 2010: &bdquo;Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, l&auml;dt zu sp&auml;tr&ouml;mischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern.&ldquo; Da w&auml;re Philipp R&ouml;sler, der als Reaktion auf den Armuts- und Reichtumsbericht von Arbeitsministerin von der Leyen in diesem Jahr verbreiten lie&szlig;, dass Sozialleistungen in Krisenzeiten nicht in immer mehr Belastungen f&uuml;r Besserverdienende m&uuml;nden d&uuml;rften. Und da w&auml;re, um den Blick etwas &uuml;ber die deutschen Grenzen hinaus zu weiten, der britische Premierminister David Cameron, der in einer Grundsatzrede zum Sozialstaat erkl&auml;rt hat, &bdquo;dass arbeitsf&auml;hige Menschen, also Menschen, die einer Besch&auml;ftigung nachgehen k&ouml;nnen und sich aber dagegen entscheiden, in diesem Land viel zu lange damit durchgekommen sind. Ihr k&ouml;nnt nicht weiterhin Sozialleistungen beanspruchen wie bisher!&ldquo;<br>\nEin wichtiger Teil der Auflagen an Griechenland, Spanien, oder Portugal ist es, genau dies zu erreichen. In Griechenland soll das Verm&ouml;gen von Leistungsempf&auml;ngern besser untersucht werden, was zwar aufrichtig und rechtschaffen klingt, aber nichts anderes bedeutet als K&uuml;rzungen durch die Hintert&uuml;r, wenn beispielsweise die H&ouml;he und Dauer von Arbeitslosengeld zusammengestrichen werden, wenn der Mindestlohn um 22 Prozent gek&uuml;rzt wird, wenn in den USA die Macht der Gewerkschaften auf L&auml;nderebene massiv beschnitten wird oder wenn, wie in Irland, die staatlichen Gesundheitsleistungen drastisch zur&uuml;ckgefahren werden. Das Argument ist immer das gleiche: Angesichts der dr&uuml;ckenden Schuldenlast seien solche Ausgaben nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;. Zu lange h&auml;tten die Menschen in den betroffenen L&auml;ndern &uuml;ber ihrem Niveau gelebt, ohne dabei &uuml;ber die Nachhaltigkeit eines &uuml;berbordenden Sozialstaats nachzudenken. Die heutigen K&uuml;rzungen seien weniger die Quittung als vielmehr ein Weckruf aus der Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-eiermann\/5373-eurokrise-und-sozialstaat#5373\">The European<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Den Sozialstaat im Visier<\/strong><br>\nEin Beitrag von Prof. Bettina Zurstrassen &uuml;ber die Lobbystrategien der Arbeitgeberverb&auml;nde f&uuml;r ein Unterrichtsfach Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nds-verlag.de\/index.php?id=477&amp;type=123\">NDS [PDF &ndash; 248 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Deutschen und die Krise &ndash; Entspannter Fatalismus<\/strong><br>\nDie Krise hat bisher in Deutschland keine massiven antieurop&auml;ischen Ressentiments wachsen lassen, sehr wohl aber ein Empfinden von Ohnmacht und Fatalismus. Die B&uuml;rger haben den Eindruck, dass sie die Situation nicht beurteilen, geschweige denn beeinflussen k&ouml;nnen. 76 Prozent f&uuml;hlen sich von der Komplexit&auml;t der Probleme &uuml;berfordert und ziehen die Bilanz, dass sie weder die Situation in der Eurozone noch die Ma&szlig;nahmen, die zur Bew&auml;ltigung der Krise diskutiert werden, bewerten k&ouml;nnen. Auch die politisch interessierten Bev&ouml;lkerungskreise strecken die Waffen. Von den Experten erhoffen sich die B&uuml;rger kaum noch Hilfe bei ihrer Meinungsbildung. 84 Prozent empfinden die Stellungnahmen der Experten als v&ouml;llig dissonant und entsprechend ungeeignet, um sich ein eigenes Urteil zu bilden.<br>\nDie &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit hat jedoch auch den Eindruck, dass diejenigen, die die schicksalhaften Entscheidungen treffen m&uuml;ssen &ndash; die Politiker &ndash; genauso von der Situation &uuml;berfordert sind wie die B&uuml;rger selbst. Nur 12 Prozent haben das beruhigende Gef&uuml;hl, dass die Politik klare Vorstellungen hat, wie die Krise zu beherrschen ist; 70 Prozent nehmen sie als unsicher und ratlos wahr. Es &uuml;berwiegt sogar der Eindruck, dass die Politik nicht nur ratlos, sondern sogar machtlos ist. Nur 41 Prozent der B&uuml;rger sind &uuml;berzeugt, dass die Politik einen gezielten Einfluss auf den Verlauf der Krise nehmen kann; 46 Prozent halten dagegen, dass die Politik von den Ereignissen und den Finanzm&auml;rkten getrieben wird und eigentlich nur reagieren kann.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/2227176622.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/frankfurter-allgemeine-zeitung\/die-deutschen-und-die-krise-entspannter-fatalismus-11928176.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein deprimierender, aber lesenswerter Beitrag der Allensbach-Chefin Renate K&ouml;cher. Fast die H&auml;lfte der Deutschen sp&uuml;ren, dass die Politik in den F&auml;ngen der Finanzwirtschaft ist und sie resignieren ob ihrer Ohnmacht gegen&uuml;ber der Politik. Das sind Ursachen, warum sich einerseits viele von der Politik abwenden und warum andererseits Merkel unangefochtenes Ansehen hat. Die Leute verstehen die Politik nicht mehr, sie sehen keine Alternative.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Demokratische Illusionen<\/strong><br>\nIn der g&auml;ngigen Ablehnung neuer EU-Kompetenzen schwingt ein Glaube an nationale Souver&auml;nit&auml;t mit, der in Zeiten der Globalisierung naiv wirkt. Ein Grund f&uuml;r den Euro.<br>\nAls der Bundesfinanzminister diese Woche dar&uuml;ber sinnierte, dem EU-W&auml;hrungskommissar k&uuml;nftig mehr Durchgriffsrecht auf nationale Budgets zu geben, war die Reaktion hierzulande etwa so: Gute Idee, wenn wir das bei anderen machen d&uuml;rfen &ndash; und solange uns keiner reinredet. Weshalb die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung gleich besorgt fragte, ob dann k&uuml;nftig auch ein Grieche &uuml;ber unseren Haushalt entscheiden k&ouml;nne. Das geht nat&uuml;rlich nicht. Da muss Angie im Zweifel noch eine No-Greek-Klausel einbauen.<br>\nDie gagaeske Episode spiegelt ein latentes Dauerdrama unserer Zeit &ndash; und eine verbreitet-kuriose Vorstellung davon, wie viel nationale Souver&auml;nit&auml;t und demokratische Selbstbestimmung wir in Zeiten fortgeschrittener Globalisierung haben, selbst wenn es den Euro und andere europ&auml;ische Gemeinheiten nicht g&auml;be. Der Befund k&ouml;nnte am Ende eher f&uuml;r als gegen den Euro sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/10\/19\/die-kolumne-demokratische-illusionen\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Inflationsangst unbegr&uuml;ndet<\/strong><br>\nViel wird derzeit von Inflation geredet. Das ist Panikmache. Voraussetzung f&uuml;r eine Inflation w&auml;re, dass immer mehr Geld im Umlauf ist. Doch die Geldmenge steigt gar nicht besonders schnell.<br>\nVon Finanzminister Sch&auml;uble &uuml;ber Bundesbankpr&auml;sident Weidmann bis zum &bdquo;Spiegel&ldquo;: Alle sind sich einig, dass unser Geld bald weniger wert ist. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) drucke Geld zur Krisenbek&auml;mpfung. Die gr&ouml;&szlig;ere Geldmenge f&uuml;hre dann zu Inflation.<br>\nDoch das ist Panikmache: Zum einen steigt die Geldmenge gar nicht besonders schnell. Im Gegenteil: Die EZB pumpte zwar Milliarden in den Bankensektor um Banken in Krisenl&auml;ndern zu retten, die mit der Kapitalflucht in Richtung sicherer H&auml;fen wie Deutschland zu k&auml;mpfen haben. Laut IWF flossen allein aus Spanien fast 300 Mrd. Euro in einem Jahr ab. Die EZB ersetzt den Krisenbanken aber nur das fehlende Geld und sammelt gleichzeitig das &uuml;bersch&uuml;ssige Geld in L&auml;ndern wie Deutschland gr&ouml;&szlig;tenteils wieder ein.<br>\nGeldmenge steigt langsamer als vor der Krise<br>\nAu&szlig;erdem wird die Geldmenge (&bdquo;M3&ldquo;) vor allem durch die Kreditvergabe der Gesch&auml;ftsbanken bestimmt. Die Kreditvergabe ist aber in der aktuellen Krise geringer als vor der Krisenzeit: In der Rezession sinken die Ertr&auml;ge der Unternehmen und kreditfinanzierte Investitionen werden zur&uuml;ckgefahren. Auch immer mehr private Haushalte verlieren wegen Arbeitslosigkeit ihre Kreditw&uuml;rdigkeit. Die Folge: Trotz der EZB-Interventionen steigt die Geldmenge in der Eurozone seit 2008 sogar weit langsamer als vor der Krise.<br>\nVor allem h&auml;ngt die Inflation gar nicht unmittelbar von der Geldmenge ab. Unternehmen orientieren sich bei der Preissetzung eher daran, wie hoch ihre Kosten sind, wie gro&szlig; die Nachfrage und wie stark die Konkurrenz f&uuml;r ihre Produkte ist. Sie verlangen hohe Preise, wenn die Produktionsanlagen voll ausgelastet sind. Im Moment haben wir das Gegenteil: Die Rezession steht vor der T&uuml;r, die Nach frage stagniert, Unternehmen drosseln die Produktion. Selbst wenn frisches Geld tats&auml;chlich so verteilt w&uuml;rde, dass es in mehr Konsum flie&szlig;t, steigert das noch nicht die Preise. Die Unternehmen w&uuml;rden dann  zun&auml;chst ihre Produktion ausweiten und f&uuml;r neue Jobs sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2004a486-19cc-11e2-9774-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Ende aktiver Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nDie Masterpl&auml;ne zur &Uuml;berwindung der Eurokrise und zum Aufbau einer &ldquo;echten&rdquo; Wirtschaftsunion h&auml;ufen sich. Nach Van Rompuy I und II hat nun auch Finanzminister Sch&auml;uble eigene Vorschl&auml;ge f&uuml;r einen neuen &ldquo;Euro-Staat&rdquo; (&ldquo;Die Zeit&rdquo;) vorgelegt, die offenbar mit Kanzlerin Merkel abgestimmt sind. So unterschiedlich die Pl&auml;ne  im Detail sind, eins ist ihnen allen gemein: Sie bauen auf dem umstrittenen Fiskalpakt auf, h&ouml;hlen das nationale Budgetrecht weiter aus und machen eine aktive, antizyklische oder gar expansive Wirtschafts- und Finanzpolitik fast unm&ouml;glich.<br>\nAls vor zehn Monaten der Fiskalpakt aus dem Hut gezaubert wurde &ndash; in einem Coup des Merkozy-Duos, gegen die gesamte EU-Spitze, ohne R&uuml;cksicht auf Gro&szlig;britannien &ndash; sollte dies der Grundstein f&uuml;r eine neue, krisensichere W&auml;hrungsunion sein. Zusammen mit dem dauerhaften Rettungsschirm ESM und der EZB-Geldschwemme f&uuml;r die europ&auml;ischen Banken, so gab sich Kanzlerin Merkel noch auf dem M&auml;rz-Gipfel sicher, w&uuml;rde dieser Pakt die akute Phase der Eurokrise beenden und den Krisenstaaten einige Jahre Luft verschaffen.<br>\nTats&auml;chlich wurde alles nur noch schlimmer. Fiskalpakt und ESM sorgten f&uuml;r einen Regierungswechsel in Frankreich, eine Verfassungskrise in Deutschland, und eine Flucht der Krisenstaaten vor den Euro&ldquo;rettern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/das-ende-aktiver-wirtschaftspolitik\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><strong>Bankenhilfe gef&auml;hrdet Rating f&uuml;r Rettungsschirm<\/strong><br>\nF&uuml;r Europas Krisenstaaten sind sie die gro&szlig;e Hoffnung: direkte Finanzhilfen des Rettungsschirms ESM f&uuml;r angeschlagene Banken. Doch ein internes Papier warnt: Bankenhilfen k&ouml;nnten das Risiko des ESM deutlich steigern &ndash; und damit sein Top-Rating gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-bangt-um-rating-fuer-rettungsschirm-esm-a-862254.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In der Eurokrise jagt eine Posse die n&auml;chste. H&auml;tte man den ESM direkt oder indirekt mit der vielzitierten &bdquo;Banklizenz&ldquo; ausgestattet, k&ouml;nnten ihm die Ratingagenturen herzlich egal sein. Die europ&auml;ische Politik will aber offenbar eine Krise, die durch die M&auml;rkte ausgel&ouml;st wurde, auf Teufel komm raus marktkonform bek&auml;mpfen. Das kann nicht gut gehen. Wahrscheinlich finden unsere Politiker noch den Stein der Weisen, indem sie den Banken, die dem ESM Geld leihen, daf&uuml;r &uuml;ber die EZB in voller H&ouml;he Garantien geben. Hauptsache, die Banken verdienen an der Operation &bdquo;Eurorettung&ldquo; &ndash; alles andere scheint nebens&auml;chlich zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Axel Troost: Bank- und Staatsschulden: Den Teufelskreis mit kontrollierten Pleiten durchbrechen?<\/strong><br>\nSeit Beginn der Finanzkrise wandern wie beim schwarzen Peter Schulden von Banken zu Staaten und von Staaten zu anderen Staaten. Der bisherige unhaltbare Zustand &ndash; n&auml;mlich die Schulden st&auml;ndig weiterzuschieben &ndash; liegt (auch) an fehlenden Verfahren, die regeln, wann Schulden abgeschrieben und wann welche von anderen abgesichert oder &uuml;bernommen werden m&uuml;ssen. Kurzum: es gibt kein Insolvenzverfahren f&uuml;r Gro&szlig;banken und keines f&uuml;r Staaten. Doch was w&auml;re damit &uuml;berhaupt gewonnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/dielinke\/nachrichten\/detail\/artikel\/bank-und-staatsschulden-den-teufelskreis-mit-kontrollierten-pleiten-durchbrechen\/%20\">DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Preis der Euro-Rettung<\/strong><br>\nMit dem Verlust staatlicher Souver&auml;nit&auml;t auf dem Gebiet der Finanzpolitik und den Kosten f&uuml;r die Rettung finanzschwacher Volkswirtschaften ist der Preis f&uuml;r die Euro-Rettung jedoch noch nicht vollst&auml;ndig bezahlt. Es gibt wom&ouml;glich noch eine dritte Konsequenz, das Anziehen der Inflation. Der Grund hierf&uuml;r ist im Fluten der monet&auml;ren Kan&auml;le durch die Notenbanken zu sehen, wodurch den Gesch&auml;ftsbanken ausreichend Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung gestellt wird und eine krisenversch&auml;rfende Geldverknappung verhindert werden soll. Ein Nebeneffekt dieser an und f&uuml;r sich vollkommen richtigen Ma&szlig;nahme &ndash; einer Lehre aus der Weltwirtschaftskrise von 1929 &ndash; besteht jedoch im tendenziellen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus.<br>\nDer &ouml;konomische Zusammenhang, der diesem Effekt zugrunde liegt, ist jedoch komplexer Natur und in seinem Wirkungsablauf komplizierter als dies gemeinhin angenommen wird. Auf jeden Fall aber ist er nicht so, wie man ihn sich mitunter am Biertisch oder hinter der Bildzeitung vorstellt. Die Missverst&auml;ndnisse resultieren zumeist daher, dass ein Faktor f&uuml;r das Anziehen der Inflation, die Zunahme der Geldmenge, als Ursache f&uuml;r den Preisanstieg verabsolutiert wird. Zudem wird die Geldmengenexpansion h&auml;ufig auch noch mit einer Zunahme des Zentralbankgeldes gleichgesetzt, woraus sich weitere Fehlschl&uuml;sse ergeben.<br>\nTats&auml;chlich h&auml;ngt der Anstieg des Preisniveaus von der Entwicklung des Verh&auml;ltnisses von Angebot und Nachfrage ab. Nur wenn die Nachfrage das Angebot deutlich &uuml;bersteigt, ziehen die Preise an. Dies ist die notwendige Bedingung f&uuml;r eine Inflation. Die Geldmengenexpansion bildet demgegen&uuml;ber lediglich die hinreichende Bedingung. F&uuml;r sich genommen bewirkt sie keine inflation&auml;re Preisentwicklung, schafft aber den Spielraum daf&uuml;r. Der wird  aber erst dann ausgef&uuml;llt, wenn sich die Wirtschaft belebt, die Konjunktur in einen Aufschwung &uuml;bergeht.<br>\nGegenw&auml;rtig befinden sich die europ&auml;ischen Volkswirtschaften in einer anhaltenden Rezession. Dies gilt auch f&uuml;r Deutschland, obwohl der Abschwung hier vergleichsweise moderat ausgefallen ist. Die Folge ist, dass in Europa trotz weit ge&ouml;ffneter Geldschleusen und maximaler Emissionsaktivit&auml;ten der Zentralbank die Inflation momentan nicht anzieht. Sie liegt derzeit im Euroraum bei +2,6 Prozent, in Deutschland bei +2,1 Prozent. Betrachten wir die letzten Jahre, so lag die deutsche Inflationsrate im Durchschnitt durchweg im &bdquo;gr&uuml;nen Bereich&ldquo;: 2009 bei +0,4 Prozent, 2010 waren es +1,1 Prozent und 2011 +2,3 Prozent. Seitdem schwankt sie zwischen +1,7 und +2,3 Prozent. Die sich gegenw&auml;rtig breit machende Angst vor einer rasch zunehmenden Inflation ist also unbegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/10\/der-preis-der-euro-rettung-16854.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Altersarmut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So viele Rentner wie nie brauchen Grundsicherung<\/strong><br>\nDie Zahl der Empf&auml;nger von Grundsicherung hat einen Rekordstand erreicht. Im vergangenen Jahr waren rund 844.000 Rentner oder Erwerbsunf&auml;hige auf Hilfe vom Staat angewiesen. Ihre Rente reichte nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten&hellip;<br>\nDem Statistischen Bundesamt zufolge erhielten Ende des vergangenen Jahres 436.210 Menschen ab 65 Jahren Leistungen aus der Grundsicherung im Alter. Das waren rund 24.000 mehr als ein Jahr zuvor. Damit nahmen 2,6 Prozent statt bisher 2,4 Prozent dieser Altersgruppe die Sozialhilfe in Anspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zahl-der-empfaenger-von-grundsicherung-steigt-auf-rekordstand-a-861963.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121019_01.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesellschaftStaat\/Soziales\/Sozialleistungen\/Sozialhilfe\/Grundsicherung\/Tabellen\/AltersgruppeninProzenZeitreihe.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>DIE LINKE: Altersarmut wirksam bek&auml;mpfen &ndash; Solidarische Mindestrente einf&uuml;hren<\/strong><br>\nDa die Rente ein Spiegel des Erwerbsleben ist, f&uuml;hrt Armut im Erwerbsleben zu Armut im Rentenalter. Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik m&uuml;ssen deshalb zusammengedacht und zusammengebracht werden. Dieser Verarmungsprozess wird durch eine Rentenpolitik verst&auml;rkt, die das Rentenniveau best&auml;ndig sinken l&auml;sst und Rentenk&uuml;rzungen durch die Rente erst ab 67 vorprogrammiert. Altersarmut w&auml;chst somit aus dem Kreis der Niedriglohnbesch&auml;ftigten und Langzeiterwerbslosen hinaus bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein. Altersarmut wird absehbar zu einem Massenph&auml;nomen.<br>\nSelbst wenn sofort ein gesetzlicher Mindestlohn in H&ouml;he von zehn Euro eingef&uuml;hrt und Minijobs sowie andere Formen prek&auml;rer Besch&auml;ftigung einged&auml;mmt oder abgeschafft w&uuml;rden, wenn die gesetzliche Rentenversicherung sofort wieder auf das Ziel der Lebensstandardsicherung ausgerichtet w&uuml;rde, wenn dazu das Rentenniveau mindestens 53 Prozent des vorherigen Nettolohnes vor Steuern betr&uuml;ge, die Rente erst ab 67 abgeschafft w&auml;re und die ungerechten Abschl&auml;ge bei der Erwerbsminderungsrente gestrichen w&auml;ren und der Solidarausgleich f&uuml;r Kindererziehungszeiten verbessert, f&uuml;r Langzeiterwerbslose wieder eingef&uuml;hrt und f&uuml;r Niedriglohnbeziehende entfristet w&auml;re, selbst dann erhielten nicht alle eine Rente, die ein Leben frei von Altersarmut erm&ouml;glichte&hellip;<br>\nAuf die Solidarische Mindestrente haben alle in Deutschland lebenden Menschen auf individueller Basis und unter Ber&uuml;cksichtigung gesetzlicher Unterhaltsanspr&uuml;che unabh&auml;ngig von vorheriger Beitragsleistung einen Rechtsanspruch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/109\/1710998.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 163 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesenkte Rentenbeitr&auml;ge f&ouml;rdern steigende Altersarmut<\/strong><br>\n &bdquo;Wer die Beitr&auml;ge und gleichzeitig das Rentenniveau absenkt, steuert auf mehr Altersarmut zu&ldquo;, stellte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Gunnar Winkler, am Freitag klar. Er reagierte damit auf Zeitungsberichte, nach denen der Rentenversicherungsbeitrag 2013 von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent abgesenkt werden k&ouml;nnte. &bdquo;Wer jetzt weniger in die Rentenkasse einzahlt, wird im Alter auch mit geringerer Rente auskommen m&uuml;ssen.&ldquo; Deshalb wende sich die Volkssolidarit&auml;t gegen die weitere Absenkung der Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung.<br>\nDie Zunahme der Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung um 5,6 Prozent in nur einem Jahr sollte Warnzeichen genug sein, betonte Winkler. &ldquo;Es geht nicht darum, dass wir den Besch&auml;ftigten keine Erleichterung bei den Beitragslasten g&ouml;nnen. Kurzfristige Vorteile jetzt ergeben aber l&auml;ngerfristig erhebliche Nachteile f&uuml;r die sp&auml;tere Rente. Geringere Beitr&auml;ge bedeuten auch weniger Rente. Und zwar deshalb, weil nicht nur die eigenen Beitr&auml;ge fehlen, sondern auch die der Arbeitgeber. Da wird in den meisten F&auml;llen auch keine Zuschussrente helfen.&rdquo;<br>\nWinkler forderte Ma&szlig;nahmen gegen die weitere Absenkung des Rentenniveaus. &ldquo;Dazu geh&ouml;ren f&uuml;r uns ein entschiedenes Vorgehen gegen Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und zum Abbau von Arbeitslosigkeit ebenso wie die Abschaffung der K&uuml;rzungsfaktoren bei den Rentenanpassungen. Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen vor allem bei den Erwerbsminderungsrenten, bei Niedrigverdienern und Langzeitarbeitslosen wirksame Schritte eingeleitet werden, um diese Personenkreise gegen Altersarmut zu sch&uuml;tzen. Dazu liegen unsere Vorschl&auml;ge seit langer Zeit auf dem Tisch. Wer aber jetzt bei der gesetzlichen Rente auf Sparkurs setzt, entzieht ihnen die finanzielle Grundlage. Das ist gegen die Interessen der Betroffenen und f&uuml;r uns nicht hinnehmbar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_rentenbeitrag_nicht_senken.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Atomm&uuml;ll-Lager Asse ist illegal<\/strong><br>\nPolitik, Wissenschaft und Wirtschaft &ndash; alle haben versagt. Die Asse h&auml;tte nie Atomendlager werden d&uuml;rfen. Das ist das Ergebnis einer dreij&auml;hrigen &Uuml;berpr&uuml;fung.<br>\nIn dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenb&uuml;ttel h&auml;tte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden d&uuml;rfen.<br>\nDer Ausschuss des nieders&auml;chsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab. Das Gremium kritisierte, dass Politik, Ministerialb&uuml;rokratie und Wissenschaft die Risiken des Standorts verkannt oder klein geredet h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!103884\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das kriminelle Stelldichein bei der WestLB<\/strong><br>\nEine TV-Dokumentation im WDR arbeitet den Niedergang der WestLB chronologisch pr&auml;zise auf. Wenig beleuchtet werden die letzten Monate der Landesbank. Die WestLB bot zu viel Misswirtschaft f&uuml;r 45 Fernsehminuten.<br>\nDreieinhalb Monate ist die WestLB inzwischen schon zerschlagen. Geschichte ist die Landesbank damit aber noch lange nicht. Immer noch werden Milliarden an Erbmasse in die Bad Bank der WestLB verschoben, Skandale um Ex-Vorst&auml;nde bekannt und sind Gerichtsprozess anh&auml;ngig.<br>\nNachrichten rund um die Skandalbank also werden die Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen, die das Desaster am Ende bis zu 18 Milliarden Euro kosten wird, wohl noch auf Jahre hinaus zu h&ouml;ren bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/fernsehkritik-das-kriminelle-stelldichein-bei-der-westlb\/7258668.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5408\">Die f&uuml;r NRW schwerwiegendste Fehlentscheidung des Herrn R&uuml;ttgers<\/a>&ldquo;; siehe auch meinen Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3510\">Die Landesbanken sind die schlimmsten<\/a>&ldquo;: &bdquo;Ja, die Politik hat da auf der ganzen Linie versagt. Aber nur deshalb, weil sie unter dem massiven Druck der privaten Bankenlobby und der von ihr gepr&auml;gten ver&ouml;ffentlichten Meinung stand &ndash; und weil die Politik sich zum B&uuml;ttel der Finanzindustrie machen lie&szlig;.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gr&ouml;&szlig;enwahn und Selbstbedienung &ndash; Der Krimi um die Millionen der West-LB<\/strong><br>\nViel Geld wurde in den Sand gesetzt, bestens verdient daran haben einige Wenige. 43 Jahre und sechs Monate. So lange dauert die Geschichte der WestLB. Lange genug, um eine Reihe von Skandalen hervorzubringen, gepr&auml;gt durch Gr&ouml;&szlig;enwahn, Gier und Fehlentscheidungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2012\/1015\/westlb.jsp\">WDR 3 die story<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Friedhelm Hengsbach SJ &ndash; Ein Europa der Deutschen w&auml;re kein demokratisches Europa<\/strong><br>\nUngeachtet der Meinungsverschiedenheiten im Detail best&auml;tigen die kritischen und wohlwollenden Reaktionen auf die Gipfelbeschl&uuml;sse, wie sehr die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion an einer Wendemarke angelangt ist, da grundlegende Optionen, sie politische zu verankern, f&auml;llig sind. Deshalb soll zun&auml;chst an die bekannten Deutungsmuster der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise erinnert werden. Danach werden die Merkmale des bisherigen Krisenmanagements der europ&auml;ischen Staaten notiert. Und abschlie&szlig;end wird versucht, eine Perspektive der politischen Verankerung der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion zu zeichnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sankt-georgen.de\/nbi\/fileadmin\/redakteure\/Dokumente\/2012\/europa_der_deutschen_juni_2012.pdf\">Oswald von Nell-Breuning Institut [PDF &ndash; 91.5 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-eiermann\/5373-eurokrise-und-sozialstaat\">The European &ndash; Fiskalpolitischen Sorgenkinder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wahlrechts&auml;nderung: Pepita im Legoland<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne werden den Bundestag um fast zehn Prozent auf 670 Mandate vergr&ouml;&szlig;ern. Die Mandatsdichte sprengt jedes Ma&szlig;. Die USA sind 27 Mal so gro&szlig; wie Deutschland und haben viermal so viele Einwohner. Der US-Kongress z&auml;hlt nur 535 Mitglieder. H&auml;tten die USA die deutsche Abgeordnetenquote, s&auml;&szlig;en im Kongress 2680 Mitglieder.<br>\nW&auml;hrend Europa dar&uuml;ber diskutiert, die Kleinstaaterei zu &uuml;berwinden und nationale Kompetenzen st&auml;rker bei der EU zu verankern, damit nicht jeder Kleinstaat das &uuml;brige Europa in den Abgrund rei&szlig;en kann, will sich der Bundestag aufbl&auml;hen. Sachlich geboten w&auml;re, die Zahl der Wahlkreise zu verringern&hellip;<br>\nDabei ist der Bundestag nur die Spitze des Eisbergs. Unter der Oberfl&auml;che, von der &Ouml;ffentlichkeit kaum beachtet, treiben 16 Landesparlamente mit insgesamt 1890 Landtagsabgeordneten ihr Gesch&auml;ft. Es gibt eine Million Saarl&auml;nder. Sie haben eine Landesregierung und 51 Landtagsabgeordnete. Mecklenburg-Vorpommern z&auml;hlt 1,6 Millionen Einwohner. Sie leisten sich eine Landesregierung und 71 Landtagsabgeordnete. Brandenburg hat 2,5 Millionen Einwohner. Und nat&uuml;rlich eine Landesregierung und 88 Landtagsabgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/10\/19\/pepita-im-legoland\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Privatisierungsreports der GEW<\/strong><br>\nSie nehmen den Einfluss der Privatwirtschaft, der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverb&auml;nde sowie der zahlreichen Stiftungen im Bildungsbereich unter die Lupe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Privatisierungsreports.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wiglaf Droste &ndash; Deutsch lernen mit der FAZ<\/strong><br>\nNach dem Spiel der deutschen Fu&szlig;ballnationalmannschaft gegen die schwedische schrieb die FAZ: &raquo;4:4 nach 4:0 &ndash; der zun&auml;chst so glanzvolle Abend wird als schwarze Stunde der deutschen Auswahl in Erinnerung bleiben.&laquo; Und mahnte anschlie&szlig;end anklagend: &raquo;Anstatt mit einem komfortablen Polster als Gruppenerster in die Pause bis zu den Duellen mit Kasachstan im M&auml;rz zu gehen, bleiben die ebenfalls ungeschlagenen Schweden dem Team von Joachim L&ouml;w auf den Fersen.&laquo;<br>\nIst die FAZ so sehr an Wohl und Wehe des schwedischen Fu&szlig;balls interessiert, da&szlig; sie solche Vorw&uuml;rfe erhebt: Die Schweden bleiben dem Team von L&ouml;w auf den Fersen, statt mit einem komfortablen Polster als Gruppenerster in die Pause zu gehen? Oder ist dem FAZ-Autor da so kurz wie endg&uuml;ltig das Subjekt verrutscht?<br>\nWas der FAZ-Sportredakteur Christian Kamp, Jahrgang 1974 und aller Wahrscheinlichkeit nach kein Praktikant mehr, sagen wollte, l&auml;&szlig;t sich, Interesse an dieser Art Arbeit vorausgesetzt, dechiffrieren: Der deutschen Mannschaft, die bei einem Sieg mit einem komfortablen Vorsprung als Gruppenerster in die Spielpause h&auml;tte gehen k&ouml;nnen, bleibt nun die schwedische auf den Fersen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/10-18\/019.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Was wissen wir &uuml;ber den Iran?<\/strong><br>\nJournalismus Dozentin Charlotte Wiedemann &uuml;ber ein eurozentristisches Weltbild, sogenannte Kopftuchm&auml;dchen und die Verachtung von Religiosit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/interview-was-wissen-wir-ueber-den-iran\/7271474.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Die Montagsfrage zu Beruhigungsmitteln: Gehen Sie doch ganz einfach mal wieder auf die Stra&szlig;e<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/wilfried_schmickler100.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14775"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14775\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14781,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14775\/revisions\/14781"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}