{"id":14782,"date":"2012-10-19T16:38:22","date_gmt":"2012-10-19T14:38:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14782"},"modified":"2015-05-02T10:07:28","modified_gmt":"2015-05-02T08:07:28","slug":"armut-im-alter-schicksal-oder-gesellschaftliches-versagen-absicht-und-weitgehend-vermeidbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14782","title":{"rendered":"Armut im Alter \u2013 Schicksal oder gesellschaftliches Versagen? Absicht! Und weitgehend vermeidbar."},"content":{"rendered":"<p>Der Heidelberger OBDACH e.V., der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung (vbi) und der Deutscher Berufsverband f&uuml;r Soziale Arbeit (DBSH) hatten im Rahmen einer Reihe von Veranstaltungen der Aktionswoche 2012 des <a href=\"http:\/\/www.das-heidelberger-buendnis.de\/\">Heidelberger B&uuml;ndnis gegen Armut und Ausgrenzung<\/a> f&uuml;r den 16.10.2012 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema &bdquo;Armut im  Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen?&ldquo; eingeladen. Meine Einf&uuml;hrung finden Sie unten. Ich belege, dass Altersarmut absichtlich herbeigef&uuml;hrt wurde, um dem Verkauf der Privatvorsorgeprodukte den gew&uuml;nschten Schub zu verpassen, dass der demographische Wandel ein zentrales Verkaufsargument ist und dass Altersarmut erfolgreich bek&auml;mpft werden k&ouml;nnte, wenn die Verantwortlichen dies wollten und sich auf die St&auml;rkung der solidarischen Rentenversicherung konzentrieren w&uuml;rden, statt sie der Erosion preiszugeben. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Einf&uuml;hrung zum Thema &bdquo;Armut im Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen?&ldquo; <\/strong><\/p><p>Eine Podiumsdiskussion mit Wolfgang Reinhard (Leiter des Amtes f&uuml;r Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg), Michael Bolk (Institut f&uuml;r Gerontologie der Universit&auml;t Heidelberg) und Albrecht M&uuml;ller (Nachdenkseiten) am 16.10.2012, im Rahmen der Veranstaltungen von OBDACH e.V. Heidelberg gegen Armut und Ausgrenzung: &bdquo;Zum Leben zu wenig &ndash; zum Sterben zu viel&ldquo; (15. &ndash; 21. Oktober 2012):<\/p><p>Danke f&uuml;r die Einladung zu dieser interessanten Veranstaltungsreihe. Ich bewundere die Arbeit von OBDACH e.V.<br>\nDas Thema &bdquo;Armut im Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen?&ldquo; ist freundlich formuliert, sehr freundlich sogar. Beim gestellten Thema fehlt n&auml;mlich eine weitere Variante: Die Absicht.  Wenn Sie erlauben, w&uuml;rde ich das Thema deshalb gerne erweitern. Es lautet dann: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Armut im Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen oder gar Absicht und damit Teil der gel&auml;ufigen politischen Korruption&ldquo;.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Das mag ja etwas sperrig klingen. Aber es hilft nichts: die in der Einladung formulierte Variante &bdquo;gesellschaftliches Versagen&ldquo; verharmlost den Zustand der politischen Entscheidungsabl&auml;ufe und damit den Zustand unseres Gemeinwesens, Wir nennen dieses &uuml;beraus freundlich immer noch eine Demokratie, obwohl das Volk, obwohl insbesondere die Opfer der Armut im Alter sehr wenig zu sagen haben und inzwischen eine fast schon feudale Herrschaftsschicht bestimmt, wo es lang geht.<\/p><p><strong>Zur Begr&uuml;ndung der Ver&auml;nderung des Themas beginne ich mit drei Zitaten:<\/strong><\/p><p><strong>Das erste Zitat:<\/strong><\/p><p>Es stammt aus der ARD Sendung &bdquo;Rentenangst&ldquo; (ausgestrahlt am 10.3.2008 im Vormittagsprogramm der ARD). Die Journalisten Ingo Blank und Dietrich Krau&szlig; haben den Freiburger Professor und so genannten Versicherungsexperten Bernd <strong>Raffelh&uuml;schen<\/strong> bei einer Schulung von Versicherungsvertretern gefilmt und damit ein h&ouml;chst aufkl&auml;rendes Dokument geschaffen. Raffelh&uuml;schen Originalton:<\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Die Rente ist sicher &ndash; sag ich Ihnen ganz unverbl&uuml;mt. (Gel&auml;chter unter den Versicherungsvertretern.) Die Rente ist sicher, nur hat kein Mensch mitgekriegt, dass wir aus der <strong>Rente schon l&auml;ngst eine Basisrente<\/strong> gemacht haben. Das ist alles schon passiert. Wir sind runter gegangen durch den Nachhaltigkeitsfaktor und durch die modifizierte Bruttolohnanpassung. Diese beiden Dinge sind schon l&auml;ngst gelaufen, ja, waren im Grunde genommen nichts anderes <strong>als die gr&ouml;&szlig;te Rentenk&uuml;rzung<\/strong>, die es in Deutschland jemals gegeben hat. (&hellip;) Aus dem Nachhaltigkeitsproblem der Rentenversicherung <strong>ist quasi ein Altersvorsorgeproblem der Bev&ouml;lkerung geworden<\/strong>. So, das m&uuml;ssen wir denen erz&auml;hlen! Also, ich lieber nicht, ich hab genug Drohbriefe gekriegt! Kein Bock mehr, irgendwie. Aber Sie m&uuml;ssen das, das ist Ihr Job!&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>So Raffelh&uuml;schens Appell an die Versicherungsvertreter. Im Interview mit den beiden Journalisten hat er dann quasi das Gegenteil gesagt. (Siehe unten als Anhang[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]) Dieser Widerspruch des Professors ist hier jedoch nicht erheblich. Erheblich ist: Die Rentenk&uuml;rzung folgt nicht aus gesellschaftlichem Versagen, sie war Absicht.<\/p><p><strong>Zweites Zitat:<\/strong><\/p><p><strong>Gerhard Schr&ouml;der<\/strong>, damals noch Bundeskanzler, erkl&auml;rte am 28.1.2005 in Davos vor den illustren Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums:<\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Wir m&uuml;ssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Drittes Zitat:<\/strong><\/p><p><strong>Sir Alan Budd<\/strong>, der ehemalige konservative Notenbanker beschrieb die Geldpolitik der Bank of England und Margret Thatchers neoliberalen Kurs so:<\/p><blockquote><p><em>Viele haben nie (&hellip;) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bek&auml;mpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erh&ouml;hen. Und die Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit war mehr als w&uuml;nschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schw&auml;chen. [&hellip;] Hier wurde &ndash; in marxistischer Terminologie ausgedr&uuml;ckt &ndash; eine Krise des Kapitalismus herbeigef&uuml;hrt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren. (The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Fazit 1:<\/strong><\/p><p>Prof. Raffelh&uuml;schen belegt in seinem Vortrag vor den Versicherungsvertretern die klare Absicht, die Gesetzliche Rente auf das Niveau einer Basisrente abzusenken. Er nennt die Schritte und f&uuml;gt sarkastisch an: Aus dem Nachhaltigkeitsproblem der Rentenversicherung ist quasi ein Altersvorsorgeproblem der Bev&ouml;lkerung geworden.<br>\nDie Absenkung und damit die Erzeugung der Altersarmut wurde sinnigerweise in einer vom Staat und uns Steuerzahlern alimentierten Kommission, der R&uuml;rup-Kommission, vorbereitet. Dort haben gleich mehrere als Professoren verkleidete Lobbyisten mitgewirkt: R&uuml;rup, Raffelh&uuml;schen, B&ouml;rsch-Supan vom Institut &bdquo;mea&ldquo; aus unserer Nachbarstadt Mannheim, das sich, finanziert von der Versicherungswirtschaft und dem Land Baden-W&uuml;rttemberg, mit der Alterung besch&auml;ftigt. Andere Professoren waren auf anderen Ebenen beteiligt: Hans-Werner Sinn, Meinhard Miegel usw.<br>\nDie R&uuml;rup-Kommission war &ndash; wie viele andere Einrichtungen auch &ndash; eine als Kommission getarnte Infiltration der &ouml;ffentlichen Hand durch private Interessen.<\/p><p><strong>Fazit 2:<\/strong><\/p><p>Der liebe Gerhard Schr&ouml;der r&uuml;hmt sich des Aufbaus des besten Niedriglohnsektors in Europa. Damit meinte er nicht, dass unsere Niedrigl&ouml;hner am besten bezahlt werden; er meint, dass wir hierzulande die durch niedrige L&ouml;hne, durch Leiharbeit, durch Hartz IV und durch unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse erzeugte Armut am perfektesten vorangetrieben haben.<\/p><p><strong>Fazit 3:<\/strong><\/p><p>Der britische Notenbanker und Geistesverwandte von Margret Thatcher bekennt dankenswerterweise, dass in seinen Kreisen durchaus erkannt worden ist, wie zentral der Aufbau einer Reservearmee von Arbeitslosen f&uuml;r die Strategie zur Senkung der L&ouml;hne und zur Steigerung der Gewinne und Verm&ouml;genseinkommen war und ist. D.h. konkret: diese Kreise haben bewusst nichts Entscheidendes gegen die Arbeitslosigkeit getan, sie haben bewusst gegen Besch&auml;ftigungspolitik und Konjunkturprogramme polemisiert, um damit einen wirksamen Bodensatz von Arbeitslosigkeit zu schaffen und so Druck auszu&uuml;ben auf jene, die noch Arbeit haben oder als Gewerkschafter die Interessen der Arbeitnehmer vertreten.<br>\nHierzulande m&uuml;sste man noch erg&auml;nzen, dass dieser Druck mithilfe der Agenda 2010 und insbesondere mit den Hartz IV Regelungen noch einen besonderen Schub bekommen hat: wer noch in Arbeit ist, aber damit rechnen muss, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit auf das Niveau von Harz IV zu fallen und gegebenenfalls sein Angespartes aufzehren zu m&uuml;ssen, neigt nicht zur Beharrlichkeit bei Tarifauseinandersetzungen, sondern eher zum Kuschen, was ich nicht kritisieren will sondern verstehe.<\/p><p>Ich kritisiere allerdings jene, die die Bedeutung einer aktiven Politik zur Besch&auml;ftigung bis hin zur Vollbesch&auml;ftigung nicht verstanden und nicht mehr akzeptiert haben. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r linke Kreise, die &ndash; wie die Neoliberalen auch &ndash; in den siebziger Jahren eine Art Bruch in der Besch&auml;ftigungspolitik konstruierten und behaupteten, Keynes sei out und man k&ouml;nne f&uuml;r Besch&auml;ftigung nichts mehr tun und Vollbesch&auml;ftigung sei nicht m&ouml;glich usw.. M&ouml;glicherweise denken Manche hier im Raum &auml;hnlich; das kann ich Ihnen nicht ver&uuml;beln. Schlie&szlig;lich l&auml;uft seit Jahren die Propaganda in diese Richtung. <\/p><p><strong>Zusammengefasst:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Armut im Alter ist das Ergebnis einer gezielten Rentenpolitik, die die Leistungsf&auml;higkeit der Gesetzlichen Rente systematisch senkte, um so Raum f&uuml;r die Privatvorsorge zu schaffen.<\/li>\n<li>Armut im Alter ist die Folge der Ausweitung der Niedrigl&ouml;hne und der ungesicherten Arbeitsverh&auml;ltnisse.<\/li>\n<li>Armut im Alter ist auch die Folge der systematischen Vermehrung der Arbeitslosigkeit und des Nichtstuns zu Gunsten der Vollbesch&auml;ftigung.<\/li>\n<li>Armut im Alter ist absichtlich erzeugt worden. Politische Korruption spielte dabei eine ma&szlig;gebliche Rolle.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Das Ergebnis k&ouml;nnen wir jetzt &bdquo;bewundern&ldquo;:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Die &bdquo;Reservearmee&ldquo; ist aufgestellt: Knapp 3 Millionen statistisch erfasste Arbeitslose, insgesamt gut 7,4 Millionen Unterbesch&auml;ftigte gibt es, also Menschen, die arbeitslos sind oder unfreiwillig in Teilzeit arbeiten. 800.000 Leiharbeiter begleiten die Reservearmee. Der Anteil der Niedrigl&ouml;hner liegt im Osten bei 40 % , im Westen bei 18 %.<\/li>\n<li>Die Reall&ouml;hne stagnieren seit gut 20 Jahren, die Gewinne sind quasi explodiert. Die Lohnquote sank in den letzten 30 Jahren von &uuml;ber 70% auf knapp &uuml;ber 60%.<\/li>\n<li>Die Gesetzliche Rente tendiert in Richtung der vom Lobbyisten der Versicherungswirtschaft Raffelh&uuml;schen gew&uuml;nschten 43 % der durchschnittlichen Nettobez&uuml;ge. In einem Schreiben an die junge Gruppe der CDU\/CSU Abgeordneten legte  Ministerin von der Leyen Zahlen &uuml;ber das drastisch erh&ouml;hte Armutsrisiko von k&uuml;nftigen Rentnern vor. Nach ihren Berechnungen droht ab 2030 allen Arbeitnehmern, die weniger als 2500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, eine Rente unterhalb des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. D.h., diese &bdquo;Menschen, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und keine weitere private Vorsorge betrieben haben, m&uuml;ssten &bdquo;mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten&ldquo;. So warnt BILD.<\/li>\n<\/ul><p>Das ist das Ergebnis, dass die Finanzwirtschaft, also die Versicherungswirtschaft, die Banken und die Finanzdienstleister sehnlichst gew&uuml;nscht haben.<\/p><p><strong>Ihre Motive liegen offen auf der Hand: Die Absenkung des Rentenniveaus ist das beste Vertriebsargument zum Verkauf von privaten Vorsorgevertr&auml;gen.<\/strong><\/p><p>Privatisierung lohnt sich f&uuml;r die Lebensversicherungswirtschaft. Betrachten wir das Bild vom Zeitpunkt der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente: 2002. Die Gesetzliche Rentenversicherung hatte damals einen Umsatz von 156 Milliarden &euro;, die Private Lebensversicherungswirtschaft einen solchen von 67 Milliarden. Wenn es gel&auml;nge, so konnte man damals kalkulieren, nur 10 % des Umsatzes der Rentenversicherung als Pr&auml;mien in die privaten Lebensversicherungen zu lenken, dann w&auml;re dies ein Umsatzplus von fast 16 Milliarden bei den Privaten.<\/p><table>\n<tr>\n<td>Umsatz (2002)<\/td>\n<td>Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesetzliche Rentenversicherung<\/td>\n<td>156<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Private Lebensversicherung<\/td>\n<td>67<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p>Minus 10% bei der Gesetzlichen Rente bringt Umsatzplus von fast 16 Milliarden bei den Privaten. <\/p><p><strong>Neues Gesch&auml;ftsfeld er&ouml;ffnet &ndash; als wenn wir auf einer &Ouml;lquelle sitzen<\/strong><\/p><p>Mit der staatlich gef&ouml;rderten Privatvorsorge hat sich die Finanzwirtschaft ein neues lukratives Gesch&auml;ftsfeld erobert. Der damalige Chef des Finanzdienstleisters AWD hat dies im Juni 2005 auf der Hauptversammlung von AWD drastisch euphorisch geschildert: Nach der Verlagerung von der staatlichen zur privaten Altersvorsorge stehe die Finanzdienstleistungsbranche &laquo;vor dem gr&ouml;&szlig;ten Boom, den sie je erlebt hat&raquo;, sagte Maschmeyer. &laquo;Sie ist ein Wachstumsmarkt &uuml;ber Jahrzehnte.&raquo; Noch sei noch nicht &uuml;berblickbar, wie sich der Anstieg der privaten Altersvorsorge im Detail ausgestalte. &laquo;Es ist jedoch so, als wenn wir auf einer &Ouml;lquelle sitzen&raquo;, sagte Maschmeyer. &laquo;Sie ist angebohrt, sie ist riesig gro&szlig; und sie wird sprudeln.&raquo; (<a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/spezial\/zukunftdesalters\/342794.html\">Netzeitung 8.6.2005.<\/a>)<\/p><p>Damit keine Missverst&auml;ndnisse entstehen: dass die Versicherungswirtschaft und die Banken und die Finanzdienstleister sich neue Gesch&auml;ftsfelder erschlie&szlig;en und dass sie versuchen, vom Staat Subventionen abzugreifen, werfe ich diesen nicht vor. Ich kritisiere allerdings die politisch Verantwortlichen, die der Finanzwirtschaft mit staatlichen Subventionen und mit der Zerst&ouml;rung des Vertrauens in die gesetzliche Rente den Weg bereitet hat. Die Altersarmut ist bewusst erzeugt worden und wir finanzieren als Steuerzahler obendrein die Vertriebs-, die Werbe- und die Verwaltungskosten und dann auch noch die Profite der Finanzwirtschaft.<\/p><p><strong>Politische Korruption<\/strong><\/p><p>Das ist der Skandal. Es ist neben der Rettung der Banken mit hunderten von Milliarden der zweite gro&szlig;e Fall politischer Korruption. Riester, Maschmeyer, R&uuml;rup, Raffelh&uuml;schen, Schr&ouml;der, M&uuml;ntefering, Pohl, CDU, CSU, SPD, FDP, die Gr&uuml;nen und viele Medien sind in diese politische Korruption verwickelt &ndash; als politische Entscheider, als Berater und als Propagandisten.<\/p><p>Die Methoden zur Durchsetzung der privaten Altersvorsorge: Propaganda plus Unterf&uuml;tterung durch politische Entscheidungen<br>\nWir haben es mit einer interessanten Mischung aus Propaganda und politischen Entscheidungen zur Erh&ouml;hung der Glaubw&uuml;rdigkeit und damit zur Unterf&uuml;tterung der Propaganda zu tun. Eine zentrale Rolle spielt die Erzeugung von Angst vor dem demographischen Wandel. Demographischen Wandel gab es zwar immer, die Alterung war im letzten Jahrhundert gr&ouml;&szlig;er, als es sich jetzt f&uuml;r die n&auml;chste Zeit abzeichnet. Aber jetzt werden die Ver&auml;nderungen richtig hochgespielt und dramatisiert.<br>\nDie Stufen der Agitation sehen so aus:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>Wir werden immer weniger<\/li>\n<li>Wir werden immer &auml;lter<\/li>\n<li>Der Generationenvertrag tr&auml;gt nicht mehr<\/li>\n<li>Jetzt hilft nur noch Privatvorsorge<\/li>\n<\/ol><p><strong>Die Unterf&uuml;tterung durch politische Entscheidungen:<\/strong><\/p><ol type=\"a\">\n<li>Netto Anpassung statt Bruttoanpassung &ndash; schon 1989 beschlossen<\/li>\n<li>Einf&uuml;hrung eines demographischen Faktors, sp&auml;ter Nachhaltigkeitsfaktor<\/li>\n<li>Nullrunden<\/li>\n<li>Sehr wichtig: Festhalten des Beitragssatzes f&uuml;r die Gesetzliche Rente oder sogar Absenkung wie jetzt vorgesehen.<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Das macht sachlich keinen Sinn, weil viel zu viele Menschen &uuml;ber 50 arbeitslos sind. Es macht aber Sinn aus der Sicht der Privatvorsorger: jene Vierzigj&auml;hriger oder Drei&szlig;igj&auml;hrigen, die Angst davor haben, dass sie mit 65 ausgebrannt sind, bekommen signalisiert: wenn Ihr nicht mehr arbeiten k&ouml;nnt und mit 65 in Rente gehen wollt, dann werden euch zweimal 3,6 % vom Rentenniveau abgezogen, also 7,2 % weniger. Also seht euch vor, sorgt vor, schlie&szlig;t eine Riester- oder R&uuml;rup-Rente ab. &ndash; Das war das Herzensanliegen von M&uuml;ntefering. Deshalb kann man ihn getrost in die Reihe derjenigen einordnen, die von der politischen Korruption erfasst sind. Oder er durchschaut das Spiel nicht, was ich nicht annehme.<\/li>\n<li>F&ouml;rderung der Privatvorsorge: Zulagen f&uuml;r die Riester-Rente, Steuerbefreiung f&uuml;r Riester-Rente und R&uuml;rup Rente, Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge. Letzteres reduziert auch nochmal die Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente.<\/li>\n<\/ol><p>Wenn Sie sich dieses Panorama der politischen Entscheidungen zur Verringerung der Leistungsf&auml;higkeit der Gesetzlichen Rente und zugleich der staatlichen Subventionen f&uuml;r die Privatvorsorge kombiniert mit einer massiven, von der Politik, von der Wissenschaft und von vielen Medien getragenen Propaganda anschauen, dann begreifen Sie die eigentliche Ursache der Altersarmut. Und wenn Sie als Demokrat nicht ganz ohne Emotionen durch das Weltgeschehen gehen, dann wird Sie ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Zorn erfassen.<\/p><p><strong>Die absurden Nachteile liegen voll auf der Hand:<\/strong><\/p><p>Erstens: Privatvorsorge ist teurer als die gesetzliche Rente; das Umlageverfahren arbeitet billig, die Verwaltungskosten betragen ca. ein Prozent. Das Kapitaldeckungsverfahren verlangt zum Beispiel bei Riester-Rente schon 10-15 % der Pr&auml;mien. Das ist auch verst&auml;ndlich. Denn dort kommen zu den. Uerwaltungskosten noch die Vertriebs- und Werbekosten und selbstverst&auml;ndlich wollen die Privatvorsorger Provisionen kassieren und Profite machen.<br>\nZweitens: Die Privatvorsorge ist viel unsicherer. Sie h&auml;ngt ab von Kursschwankungen. Die Finanzkrise hat diese Schw&auml;che noch einmal offenbart. Allerdings ist anzumerken, dass dies alles vorher bekannt war &ndash; auch schon im Jahre 2002, als der Einstieg in die Riester-Rente und die R&uuml;rup-Rente begann.<\/p><p><strong>Die totale Manipulation ist m&ouml;glich<\/strong><\/p><p>Die totale Manipulation funktioniert auf dem Feld von Privatvorsorge und demographischen Wandel immer noch. Als eine Art Standardbotschaft k&ouml;nnen wir &uuml;berall sehen und h&ouml;ren: Der demographische Wandel f&uuml;hrt dazu, dass immer weniger arbeitsf&auml;hige Menschen f&uuml;r immer mehr Alte sorgen m&uuml;ssen.<br>\nAuch in den Begleittext des heutigen Abends hat sich der Ergebnis der Indoktrination eingeschlichen:  Dort hei&szlig;t es: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Mit der Zunahme prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (Teilzeit, Leiharbeit, Befristungen, Niedrigl&ouml;hne) und der Ver&auml;nderung der Altersstruktur unserer Gesellschaft (demografischer Wandel) steigt das Risiko der Armut im Alter deutlich an.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Der erste Teil des Satzes stimmt, der zweite Teil stimmt nicht. Der demographische Wandel, die Ver&auml;nderung der Altersstruktur, w&auml;re locker aufzufangen, wenn man wollte. Diese Anmerkung ist keine Kritik an den Veeranstaltern; ich will damit nur demonstrieren, wie sehr wir nahezu alle gerade in der Demographiedebatte manipuliert werden. <\/p><p>Die meisten jungen Leute und auch &Auml;ltere glauben, dass der demographische Wandel die Umschaltung auf das Kapitaldeckungsverfahren erzwinge. Sie glauben, dass die Privatvorsorge und das Kapitaldeckungsverfahren die Ver&auml;nderung der Relation von arbeitenden Menschen zu zu versorgenden Menschen auffangen k&ouml;nne. Gl&uuml;cklicherweise gab es hier in Heidelberg einmal den Wissenschaftler Mackenroth, der eine selbstverst&auml;ndliche Einsicht formulierte: das so genannte Mackenroth-Theorem: Immer muss die arbeitende Generation f&uuml;r die Alten und Jungen sorgen; eine &Auml;nderung der Finanzierungsmodalit&auml;ten &auml;ndert nichts an der realen Relation.<br>\nWie heute immer wieder Professoren und Lobbyisten der Versicherungswirtschaft dieses Mackenroth- Theorem zu widerlegen versuchen, hat meist die Reife f&uuml;rs Kabarett.<br>\nDa wird einmal unterstellt, dass bei uns nicht gen&uuml;gend gespart wird. Da stimmt eher das Gegenteil. Es wird zuviel gespart.<\/p><p>Und es wird dann noch unterstellt, die Anlage des Kapitals in anderen L&auml;ndern sei produktiver als bei uns. Viel Gl&uuml;ck in den bev&ouml;lkerungsreichen L&auml;ndern mit den hohen Geburtenraten! In Bangladesch oder in Marokko! Oder auch in den USA, m&ouml;glichst noch mit Abwertungsrisiko.<\/p><p>Die Debatte ist rundum grotesk. Und dennoch glaubt die halbe Welt, Privatvorsorge und die Kapitaldeckung seien wegen des demographischen Wandels notwendig: Politiker, Medienleute, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.<\/p><p>Ja wir glauben sogar, dass die Beitragss&auml;tze heute tats&auml;chlich festgehalten werden. Wir sind offensichtlich nicht mehr f&auml;hig sind, zu den 19,6 % der Gesetzlichen Rente die 4 % Riester-Renten-Pr&auml;mien zu addieren. Wer riestert, hat heute schon einen Altersvorsorgebeitrag von mindestens 23,6 %. Und das ohne parit&auml;tischen Beitrag der Arbeitgeber.<\/p><p><strong>Von der Leyens neue Raketenstufe zur F&ouml;rderung der Privatvorsorge und der Altersarmut:<\/strong><\/p><p>Weil immer mehr Menschen erkennen, wie wenig rentierlich und wie riskant die Privatvorsorge ist, stagnieren die Vertragsabschl&uuml;sse. Angesichts dieser Stagnation haben sich Versicherungswirtschaft und Frau von der Leyen einen neuen Gag ausgedacht: Die Zuschussrente. Ich zitiere aus der Bild-Zeitung, die in diesem Fall korrekt wenn auch im kommentierenden Tonfall tendenzi&ouml;s berichtet:<\/p><blockquote><p><em>Von der Leyen will die Reformen angesichts des demografischen Wandels nicht zur&uuml;ckdrehen, sondern niedrige Rentenanspr&uuml;che mit ihrer Zuschussrente auf maximal 850 Euro pro Monat aufstocken. Bedingung: Der Rentner muss 30 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben und ab 2019 auch noch nachweisen, dass er privat zum Beispiel mit einer Riesterversicherung vorgesorgt hat.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Viele realisieren nicht, dass auch sie von Altersarmut bedroht sind, und dass sie zwingend eine zus&auml;tzliche Altersvorsorge brauchen, um der Armutsfalle im Rentenalter zu entkommen&ldquo;, schreibt von der Leyen in dem Brief (an die jungen Abgeordneten der Union, d. Verf.). 40 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Geringverdiener (1,8 Millionen) betreiben keine private Vorsorge.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Das wird bei den meisten so bleiben. Gerade die Geringverdiener, die Arbeitslosen und Menschen in Leiharbeit und anderen prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen k&ouml;nnen sich die Riester-Rente gar nicht leisten und profitieren deshalb auch nicht von der Zuschussrente der Ministerin von der Leyen.<br>\nEs ist einfach toll, was man den Menschen hierzulande zumuten kann. Der Absatz der Privatvorsorge stagniert, weil immer mehr Menschen erkennen, dass sie mithilfe der staatlichen F&ouml;rderung vor allem die Vertriebskosten und Provisionen der Finanzdienstleister bezahlen und weil die Privatvorsorge zudem auch noch riskant wird. Und was macht die zust&auml;ndige Ministerin: sie z&uuml;ndet die n&auml;chste Stufe der Rakete zur F&ouml;rderung der privaten Interessen: die Zuschussrente.<\/p><p><strong>Was tun gegen Altersarmut:<\/strong><\/p><p>Vorweg die positive Aussicht:<br>\nDas Problem ist l&ouml;sbar, wenn der politische Wille da ist, d.h. konkret, wenn die Politik aus den F&auml;ngen der Interessen der Finanzwirtschaft befreit wird. <\/p><p>Wir haben eine Reihe von Stellschrauben, von Ansatzpunkten f&uuml;r eine ausreichende Versorgung der Alten und gleichzeitig f&uuml;r eine faire Lastenverteilung zwischen den Generationen. Insbesondere stellt die demographische Ver&auml;nderung kein Problem dar. Die notwendigen Entscheidungen betreffen sowohl die Regelung der Altersvorsorge als auch den Arbeitsmarkt und die Besch&auml;ftigung:<\/p><ol>\n<li>Konzentration aller Mittel auf die solidarische Sicherung, also auf die Gesetzliche Rente und Erhaltung eines Rentenniveaus von mindestens 50% des Nettoeinkommens. <\/li>\n<li>Konzentration bedeutet: Auslaufen lassen der staatlichen F&ouml;rderung von Riester-Rente, R&uuml;rup-Rente und Betriebsrenten durch Entgeltumwandlung. Die solidarische Sicherung ist das Optimum. Das Umlageverfahren m&uuml;sste man erfinden, wenn es dieses nicht g&auml;be. <\/li>\n<li>In einem weiteren Schritt k&ouml;nnte man das System verbessern, indem die Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung nicht auf die Lohnsumme sondern auf die Wertsch&ouml;pfung bezogen werden. Das nennt man Wertsch&ouml;pfungsabgabe. Diese sinnvolle Idee wurde von Seiten der Wirtschaft und ihrer Meinungsmacher sofort mit dem Etikett &bdquo;Maschinensteuer&ldquo; versehen und diskreditiert. Die Idee ist dessen ungeachtet zukunftsweisend.<\/li>\n<li>Ein weiterer Schritt w&auml;re der Ausbau zu einer allgemeinen Erwerbst&auml;tigenversicherung, auch B&uuml;rgerversicherung genannt. Alle Erwerbst&auml;tigen w&uuml;rden einbezogen, ohne Versicherungspflichtgrenze.<\/li>\n<\/ol><p>Wichtiger und aktueller w&auml;re:<\/p><ol start=\"5\">\n<li>Eine Sonderregelung und ein Sonderprogramm f&uuml;r jene Menschen, die inzwischen durch niedrige L&ouml;hne, durch ungesicherte Arbeitsverh&auml;ltnisse, durch Arbeitslosigkeit und gebrochene Erwerbsbiografien gelitten haben.<\/li>\n<\/ol><p>Nicht zu vergessen die Basis in der Besch&auml;ftigung, der Sicherheit der Arbeitsverh&auml;ltnisse, der F&ouml;rderung der Produktivit&auml;t, also:<\/p><ol start=\"6\">\n<li>Aktive Besch&auml;ftigungspolitik mit dem Ziel der Vollbesch&auml;ftigung zur Verringerung der Reservearmee von Arbeitslosen.<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung der Erwerbsquote und flexible Alterseintrittsm&ouml;glichkeiten<\/li>\n<li>Programm zur Wiederherstellung m&ouml;glichst vieler gesicherter Normalarbeitsverh&auml;ltnisse<\/li>\n<li>Wiederherstellung der Arbeitslosenversicherung, Abschied des betreffenden Teils von Hartz IV<\/li>\n<li>F&ouml;rderung der Arbeits-Produktivit&auml;t. Die Erh&ouml;hung der Arbeitsproduktivit&auml;t um 1,5 % im Jahr reicht, um jede Gruppe und Generation, die Arbeitenden, die Kinder- und Jugendgeneration und die Alten besser zustellen.<\/li>\n<\/ol><p>Es gibt keinen Grund zur Panik. Allerdings viele Gr&uuml;nde f&uuml;r eine &Uuml;berarbeitung der bisherigen politischen Entscheidungen und noch mehr gute Gr&uuml;nde f&uuml;r die Befreiung von der Indoktrination durch die m&auml;chtige Lobby der Finanzwirtschaft und ihre Vertreter in Politik, Wissenschaft und Medien.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] <strong>Anhang:<\/strong><br>\n<strong>Prof. Raffelh&uuml;schen im TV-Interview:<\/strong><br>\n&bdquo;Wir machen gar keine Rentenk&uuml;rzung. Wir haben auch noch nie eine Rentenk&uuml;rzung beschlossen. Was tats&auml;chlich passiert, ist, dass die Rentensteigerungen in der Zukunft gebremst werden durch mehrere demographische Faktoren. Das f&uuml;hrt dann dazu, dass die Rente des Jahres &ndash; sagen wir mal 2035 &ndash; etwa bei einer Gr&ouml;&szlig;enordnung liegt, die so bei 40% des Bruttolohns sein wird. Das hei&szlig;t, wir haben immer noch eine Rente, die h&ouml;her ist, als die Rente von heute.&ldquo;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heidelberger OBDACH e.V., der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung (vbi) und der Deutscher Berufsverband f&uuml;r Soziale Arbeit (DBSH) hatten im Rahmen einer Reihe von Veranstaltungen der Aktionswoche 2012 des <a href=\"http:\/\/www.das-heidelberger-buendnis.de\/\">Heidelberger B&uuml;ndnis gegen Armut und Ausgrenzung<\/a> f&uuml;r den 16.10.2012 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema &bdquo;Armut im Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen?&ldquo; eingeladen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14782\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[39,40,211,14],"tags":[635,300,273],"class_list":["post-14782","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rente","category-riester-ruerup-taeuschung-privatrente","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","category-veroffentlichungen-der-herausgeber","tag-altersarmut","tag-mueller-albrecht","tag-privatvorsorge"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14782"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25916,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14782\/revisions\/25916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}