{"id":147831,"date":"2026-03-17T09:00:54","date_gmt":"2026-03-17T08:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147831"},"modified":"2026-03-17T17:01:10","modified_gmt":"2026-03-17T16:01:10","slug":"todsicheres-geschaeft-von-der-riester-rente-profitiert-garantiert-nur-die-finanzindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147831","title":{"rendered":"Todsicheres Gesch\u00e4ft: Von der Riester-Rente profitiert garantiert nur die Finanzindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Wer sein Erspartes loswerden will, ist bei den Anbietern der staatlich gef&ouml;rderten kapitalgedeckten Altersvorsorge in besten H&auml;nden. Hier winken mickrige Renditen, sobald es auf die Hundert zugeht. F&uuml;r Normalsterbliche gibt es k&uuml;mmerliche Auszahlungen zu Lebzeiten und Verluste satt nach dem Tod. Eine neue Studie rechnet das Desaster vor. Die Reformpl&auml;ne der Bundesregierung machen die Sache f&uuml;r die Verbraucher nicht besser &ndash; f&uuml;r die Versicherer nat&uuml;rlich schon. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4361\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-147831-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=147831-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260317_Todsicheres_Geschaeft_Von_der_Riester_Rente_profitiert_garantiert_nur_die_Finanzindustrie_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Haben Sie einen Riester-Vertrag oder einen der Sorte R&uuml;rup? Dann haben Sie hoffentlich lange zu leben, sehr lange. Andernfalls kommen Sie n&auml;mlich zu kurz, viel zu kurz. Sprich, Sie machen Verluste, in der Regel gro&szlig;e Verluste. Die vor bald einem Vierteljahrhundert eingef&uuml;hrte staatlich gef&ouml;rderte kapitalgedeckte Altersvorsorge ist eine monstr&ouml;se Mogelpackung. Einst lautete das Versprechen ihrer Sch&ouml;pfer, eine Privatrente mache die schwindenden Ertr&auml;ge aus der gesetzlichen Rente mehr als wett. In den Worten des Namensgebers Walter Riester (SPD), seinerzeit Bundesarbeitsminister: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/service\/newsletter-und-abos\/bulletin\/rede-des-bundesministers-fuer-arbeit-und-sozialordnung-walter-riester--785486\">&bdquo;Jede Rentnerin und jeder Rentner wird jetzt und in Zukunft mehr Rente erhalten als nach altem Recht.&ldquo;<\/a><\/p><p>R&uuml;ckblickend kann man das getrost eine L&uuml;ge nennen. Tats&auml;chlich bleibt heute Millionen Menschen deutlicher weniger zum Leben im Ruhestand als zu Zeiten, als das staatliche Rentensystem noch intakt war. Und was Riester oder R&uuml;rup betrifft, geht es in der Mehrheit der F&auml;lle nicht um eine Aufpolsterung des schmaler gewordenen Altersruhekissens, sondern um Formen organisierter Enteignung. Die &bdquo;B&uuml;rgerbewegung Finanzwende&ldquo; hat das ganze Desaster in einer in der Vorwoche pr&auml;sentierten <a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/fileadmin\/user_upload\/Dokumente\/Studie-2026_Leider-teuer_Kundennutzen-bei-Riester-und-Rueruprenten.pdf\">Studie<\/a> durchgerechnet und einen &bdquo;dramatisch schlechten Kundennutzen&ldquo; ermittelt. Zitat: &bdquo;Im Marktdurchschnitt bleiben 35 bis 45 Prozent des eingezahlten Geldes bei den Anbietern, also ein guter Teil des eingezahlten Geldes.&ldquo;<\/p><p><strong>Mini- und Minusertr&auml;ge <\/strong><\/p><p>Wie das? Die Autoren Britta Langenberg und Moritz Czygan haben die m&ouml;glichen Ertr&auml;ge eines 37-j&auml;hrigen Musterkunden bei insgesamt 96 aktuellen Riester- und R&uuml;rup-Rentenversicherungen mit einer Laufzeit von 30 Jahren kalkuliert. Die Produkte stehen schon sehr lange in der Kritik, weil die Versicherer enorme Abschluss- und Verwaltungskosten verlangen, was die &bdquo;Renditen&ldquo; betr&auml;chtlich schm&auml;lert. Dabei h&auml;ngt Finanzwende die Latte sehr niedrig. Demnach sollten die Produkte &uuml;ber die gesamte Vertragsdauer &ndash; also w&auml;hrend der Spar- und der Auszahlungsphase &ndash; wenigstens einen langfristigen Inflationsausgleich in der H&ouml;he von zwei Prozent einspielen, also daf&uuml;r sorgen, dass die Kunden keinen Realverlust machen. Das entspricht den Anforderungen, die auch die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) an solche Angebote stellt.<\/p><p>Fast zwei Drittel der Tarife (65 Prozent) l&ouml;sen nicht einmal diese Minimalvorgabe ein. Bei M&auml;nnern schafft dies bei Riester nur ein einziger Kontrakt, bei Frauen sind es vier von 18. Besser schneiden weibliche Kunden auch bei R&uuml;rup ab, hier &uuml;berwinden immerhin 43 Prozent der Angebote die Zwei-Prozent-H&uuml;rde, bei m&auml;nnlichen nicht einmal halb so viele. In Einzelf&auml;llen zeigen sich den Befunden zufolge sogar Minusrenditen. In der Gesamtsicht bringen es die R&uuml;rup-Produkte auf im Mittel 1,45 Prozent, die von Riester auf 1,14 Prozent. Finanzwende legt Wert auf die Feststellung, dass die Untersuchung die reinen Produktrenditen in den Blick nimmt, die sich je nach F&ouml;rdermodell und f&auml;lligen Steuervorteilen auch &bdquo;deutlich verbessern&ldquo; k&ouml;nnten, etwa bei &bdquo;Kinderreichen mit hohen Riester-Zulagen&ldquo;. F&uuml;r die gesellschaftliche Fragestellung, ob die Angebote als Zusatzvorsorge taugen, komme es aber auf den Produktkern und nicht auf die F&ouml;rderung an.<\/p><p><strong>Mit 99 Jahren &hellip; <\/strong><\/p><p>Vor allem kommt es darauf an, was das Modell Normalsterblichen bringt. Besagte Minirenditen springen tats&auml;chlich nur f&uuml;r diejenigen heraus, die ihren Vertrag bis zum Ende buchst&auml;blich mit Leben f&uuml;llen, also nicht vorzeitig das Zeitliche segnen. Nur dann besteht &uuml;berhaupt die Chance, wenigstens das gesamte eingezahlte Geld inflationsbereinigt zur&uuml;ckzuerhalten. Und wo liegt diese Schwelle? Bei Riester muss man daf&uuml;r mindestens 99 Jahre alt werden, bei R&uuml;rup 96 Jahre. Wer fr&uuml;her verscheidet, und das sind nach den offiziellen Sterbetafeln die allermeisten, bezahlt das nicht nur mit zu Lebzeiten geringen Monatsauszahlungen, sondern nach dem Tod noch damit, dass betr&auml;chtliche Teile des Sparkapitals als &bdquo;Risikogewinn&ldquo; (sic) beim Versicherer verbleiben. Konkret kommen heute 37-j&auml;hrige Sparerinnen bei Riester-Vertr&auml;gen erst ins Verdienen, wenn sie sechs Jahre l&auml;nger leben, als die Statistik es f&uuml;r sie ausweist. Um M&auml;nner muss Gevatter Tod zehn Jahre l&auml;nger als &uuml;blich einen Bogen machen.<\/p><p>F&uuml;r Finanzwende ermittelt hat die Kennziffern der Versicherungsmathematiker und Verbrauchersch&uuml;tzer Axel Kleinlein. Der hatte die miesen Tricks der Branche in Sachen Riester und R&uuml;rup schon einmal vor sechs Jahren im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61094\">Interview<\/a> mit den <em>NachDenkSeiten<\/em> beleuchtet. Bei jenen Teilen des Sparkapitals, die sich im Falle unerwartet hoher Zinsen aus &Uuml;berschussbeteiligungen ergeben, kalkulierten Anbieter seinerzeit demnach gar mit Lebenserwartungen zwischen 140 und 150 Jahren. Das geh&ouml;re &bdquo;zum &uuml;blichen, ganz legalen Betrug, mit dem die Versicherer ihre Kunden schon seit sehr langer Zeit &uuml;bers Ohr hauen &ndash; hier dazu noch mit freundlicher Unterst&uuml;tzung durch den Staat&ldquo;, befand damals der Experte.<\/p><p><strong>Mehr als 40 Prozent &bdquo;futsch&ldquo;<\/strong><\/p><p>Eingepreist sind die Mondzahlen in diverse Geb&uuml;hren und Provisionen, die die Konzerne kassieren. Nach Abzug aller Kosten schnurren so 10.000 Euro eingezahltes Kapital auf im Durchschnitt 5.658 Euro zusammen, oder, wie die Studienautoren bemerken: &bdquo;Mehr als 40 Prozent sind futsch.&ldquo; Im Mittel st&uuml;nde am Ende der Sparphase bei Riester im Schnitt ein Guthaben von 47.000 Euro auf dem Kundenkonto, bei R&uuml;rup rund 53.000 Euro. Daraus ergebe sich eine typische anf&auml;ngliche Monatsrente von 139 Euro beziehungsweise 153 Euro bei R&uuml;rup. Legte man eine realistische Lebenserwartung zugrunde, g&auml;be es allmonatlich entsprechend mehr, weil sich der Gesamtbetrag auf eine k&uuml;rzere Zeitspanne verteilen w&uuml;rde. Dann aber machten die Unternehmen keinen Reibach mehr. &bdquo;Dank&ldquo; sei dem, was Kleinlein &bdquo;Verrentungszwang&ldquo; nennt. So ist ein gro&szlig;er Teil des angesparten Kapitals verpflichtend in eine Lebensversicherung zu &uuml;berf&uuml;hren. Wer sich das Geld dagegen gleich bei Renteneintritt auszahlen lassen will, muss s&auml;mtliche Zulagen und Steuervorteile zur&uuml;ckerstatten.<\/p><p>Lukrativer erscheint es da, seinen Spargroschen unter dem Kopfkissen zu deponieren. Daran nagt dann zwar die Inflation, aber bei weitem nicht so gierig wie die Versicherer. Und was man vor dem Ableben nicht verbraucht, wandert sp&auml;ter zu den Erben und nicht zu Allianz, HUK Coburg oder Zurich Deutscher Herold. Dieser Anbieter ist mit dem Produkt &bdquo;Varioinvest&ldquo; laut Analyse &bdquo;Spitzenreiter&ldquo; beim Abzocken &ndash; mit satten 46 Prozent Kosten. Die Machenschaften haben sich herumgesprochen und den Ruf der privaten Altersvorsorge nachhaltig ramponiert. Von den anfangs &uuml;ber 20 Millionen Abschl&uuml;ssen bestanden Ende 2024 nurmehr knapp 15 Millionen. Bis zu einem Viertel davon sind ruhend gestellt, es werden also keine Beitr&auml;ge mehr geleistet. Wer so verf&auml;hrt, rettet immerhin seine bis dahin erhaltenen Zulagen und Steuervorteile.<\/p><p><strong>Ab ins Kasino!<\/strong><\/p><p>Aber die Bundesregierung hat Besserung gelobt. Eine &bdquo;Reform&ldquo; soll den Namen Riester vergessen und die Produktpalette attraktiver machen, mit mehr &bdquo;Flexibilit&auml;t, individueller Gestaltung und Renditechancen&ldquo;. Im Dezember hatte das Bundeskabinett die Vorlage von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) f&uuml;r ein <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/reform-private-altersvorsorge-2400072\">&bdquo;Altersvorsorgereformgesetz&ldquo;<\/a> auf den Weg gebracht. Kernst&uuml;ck ist die Einf&uuml;hrung eines Altersvorsorgedepots ohne Garantievorgaben, planm&auml;&szlig;ig zum Jahresanfang 2027. Faktisch sollen Sparer mehr Gewinne erzielen k&ouml;nnen, das jedoch bei gr&ouml;&szlig;erem Risiko. Im Fall von Riester sind die Versicherer qua Gesetz verpflichtet, die eingezahlten Betr&auml;ge samt &ouml;ffentlichen Zulagen bei Renteneintritt zu 100 Prozent f&uuml;r die Verrentung zur Verf&uuml;gung zu stellen. K&uuml;nftig soll es zum Beispiel Produkte geben, die nur 80 Prozent der Einzahlungen garantieren, aber bei g&uuml;nstigem Verlauf deutlich h&ouml;here Ertr&auml;ge in Aussicht stellen.<\/p><p>Die Vorlage dazu hatte schon im Sommer 2023 eine Regierungskommission im Auftrag der Ampel geliefert, &uuml;ber deren Empfehlungen die <em>NachDenkSeiten<\/em> unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101545\">&bdquo;Rentenroulette: Riestern ist von gestern, morgen wird richtig (ab)gezockt&ldquo;<\/a> berichteten. Im Kern zielen die Pl&auml;ne darauf, die B&uuml;rger noch mehr in die F&auml;nge der Finanzindustrie zu treiben und die Privatrente noch st&auml;rker gegen die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) in Stellung zu bringen. Dies war &uuml;berhaupt erst der Ausgangspunkt, mit dem das System in Jahrzehnten in Verruf und mit immer neuen &bdquo;Rentenreformen&ldquo; geschw&auml;cht wurde. Das Gesch&auml;ftsfeld der Finanzwirtschaft soll m&ouml;glichst unbegrenzt erweitert werden, und die &bdquo;demografische Katastrophe&ldquo; liefert dazu die propagandistische Begleitmusik. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> haben zu den Themen &bdquo;Riester-Rente&ldquo; und &bdquo;Privatisierung der Altersvorsorge&ldquo; eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">Vielzahl an Artikeln<\/a> publiziert, die bis ins Jahr 2006 zur&uuml;ckreichen.<\/p><p><strong>Augenwischerei<\/strong><\/p><p>Die politisch angepeilte Riester-Abwicklung folgt einmal mehr dem Kalk&uuml;l, die B&uuml;rger noch st&auml;rker als bisher ins Vabanquespiel mit Eink&uuml;nften und Ersparnissen zu treiben. Dabei setzt die Regierung wie gewohnt auf Augenwischerei. So gibt sie vor, einen Kostendeckel f&uuml;r die Versicherer einzuziehen. Von der Rendite, die diese an den Kapitalm&auml;rkten mit dem Geld ihrer Kunden zu erwirtschaften hoffen (zum Beispiel sechs Prozent), sollen h&ouml;chstens 1,5 Prozent (in dem Fall ein Viertel) f&uuml;r Geb&uuml;hren draufgehen d&uuml;rfen. Dabei liegt der Aufpreis bei typischen Riester-Tarifen nach der Finanzwende-Studie schon heute bei im Schnitt 1,46 Prozent. Um die Begehrlichkeiten einzugrenzen, brauche es eine &bdquo;deutlich niedrigere&ldquo; Schwelle von maximal einem halben Prozent. &bdquo;1,5 Prozent deckeln nichts, sondern zementieren nur die existierenden Missst&auml;nde&ldquo;, monierte Autorin Langenberg in einer <a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/presse\/neue-finanzwende-studie-zeigt-dramatisch-schlechten-kundennutzen-von-riester-und-ruerup-angeboten\">Pressemitteilung<\/a>.<\/p><p>Der Finanzprofessor und Verbrauchersch&uuml;tzer Hartmut Walz pl&auml;diert gar f&uuml;r einen Kostendeckel von maximal 0,2 Prozent. Alles dar&uuml;ber bedeute eine Umverteilung staatlich subventionierten privaten Altersvorsorgeverm&ouml;gens zugunsten der Finanzindustrie &ndash; mit gesamtwirtschaftlichen <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/geldanlage\/riester-rente-die-meisten-machen-verluste-kostendeckel-fuer-alstersvorsorgedepot-zu-hoch-a-ecee0dff-92e6-4841-b469-dd46c2ab3b6b\">&bdquo;Verlusten f&uuml;r die B&uuml;rger in Billionenh&ouml;he&ldquo;<\/a>, zitierte ihn vor sechs Tagen das <em>Manager Magazin<\/em>. Ein Haken mehr: Den Kostendeckel soll es nur f&uuml;r Standardprodukte geben, von denen jeder Versicherer mindestens eines im Sortiment f&uuml;hren soll &ndash; und jedes davon mit exklusivem Zuschnitt. Finanzwende w&uuml;nscht sich dagegen ein &bdquo;einziges, kosteng&uuml;nstiges und staatlich organisiertes Standardangebot&ldquo;. Nach Vorstellung der Regierung sollen beliebig viele weitere und auch komplexere Produkte verkauft werden d&uuml;rfen, was das Angebotsdickicht laut Finanzwende noch versch&auml;rfen w&uuml;rde. Im Ergebnis drohe ein noch &bdquo;un&uuml;bersichtlicherer Markt&ldquo; bei vielleicht noch h&ouml;heren Kosten, also Verlusten.<\/p><p><strong>Schlechter Rat ist teuer<\/strong><\/p><p>Apropos: Die Allianz bewirbt ihre Riester-Tarife mit dem <a href=\"https:\/\/www.allianz.de\/presse\/mitteilungen\/guenther-jauch-und-allianz-leben-treten-gemeinsam-fuer-mehr-vorsorge-ein\/\">&bdquo;Markenbotschafter&ldquo; G&uuml;nther Jauch<\/a>. &bdquo;Ich stelle pers&ouml;nlich immer wieder fest: Der Bedarf an Vorsorge ist definitiv da, aber das ist vielen noch gar nicht richtig klar geworden. Mit allen Folgen, die das dann f&uuml;r die Zukunft so vieler Menschen haben kann&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich der Moderator zum Auftakt der Zusammenarbeit im Juli 2024. Daher wolle man Menschen aktiv ansprechen und sie motivieren, sich um ihre finanzielle Zukunft zu k&uuml;mmern. Bleibt die Frage: Wer wird da wohl Million&auml;r?<\/p><p><small>Titelbild: Studio Romantic\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/576439ebd8224de6841dec497d29c77e\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sein Erspartes loswerden will, ist bei den Anbietern der staatlich gef&ouml;rderten kapitalgedeckten Altersvorsorge in besten H&auml;nden. Hier winken mickrige Renditen, sobald es auf die Hundert zugeht. F&uuml;r Normalsterbliche gibt es k&uuml;mmerliche Auszahlungen zu Lebzeiten und Verluste satt nach dem Tod. Eine neue Studie rechnet das Desaster vor. 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