{"id":14787,"date":"2012-10-22T09:08:45","date_gmt":"2012-10-22T07:08:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787"},"modified":"2012-10-22T09:08:45","modified_gmt":"2012-10-22T07:08:45","slug":"hinweise-des-tages-1744","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h01\">Oberb&uuml;rgermeisterwahl in Stuttgart: Gr&uuml;ner Triumph, schwarze Blamage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h02\">Die Bankenaufsicht &ndash; ein Scheinerfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h03\">Europ&auml;ische Krisenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h04\">Tarifrunde 2012 &ndash; Eine Wende in der Lohnpolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h05\">Tarifpolitik in Europa unter dem Druck von Krise und Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h06\">Ertragslage der Kreditinstitute 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h07\">Is the Financial Sector Worth What We Pay It?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h08\">Faire Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h09\">Robert Skidelsky &ndash; Happiness Is Equality<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h10\">Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h11\">Strompreiserh&ouml;hung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h12\">&Uuml;berwachungsprojekt Indect &ndash; Blo&szlig; nicht zu schnell laufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h13\">110 Rechtsextremisten leben im Untergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h14\">Der Einfluss des Beratungsunternehmens McKinsey geht bis in die Spitzen der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h15\">Jacobs University hat finanzielle Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h16\">Obama vs. Romney: Die USA vor der Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h17\">Das Verfassungsreferendum in Island<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h18\">Wie Journalisten aufgefordert werden, umsonst zu arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h19\">Rezension von Rudolf Hickel:  Werner R&uuml;gemer: Rating-Agenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14787#h20\">TV-Tipp: Pelzig h&auml;lt sich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"www.nachdenkseiten.de\/?p=14787&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oberb&uuml;rgermeisterwahl in Stuttgart: Gr&uuml;ner Triumph, schwarze Blamage<\/strong><br>\nF&uuml;r die &Ouml;kopartei ist damit ein weiterer Meilenstein gesetzt: Kuhn wird der erste gr&uuml;ne Oberb&uuml;rgermeister sein, der in Deutschland einer Landeshauptstadt vorsteht. Und die Union in Stuttgart und Baden-W&uuml;rttemberg wird gut daran tun, nun endlich einmal in Ruhe und grunds&auml;tzlich &uuml;ber ihre inhaltliche Ausrichtung und ihr Personal nachzudenken. Denn man musste kein gro&szlig;er politischer Stratege sein, um zu erkennen, dass sich der Wind schon vor l&auml;ngerer Zeit gedreht hat&hellip;<br>\nEin Gewinner kann immer nur so stark sein, wie sein Gegner schwach ist. Das war bei der Oberb&uuml;rgermeisterwahl in Frankfurt am Main zu beobachten, wo im M&auml;rz der SPD-Nobody Peter Feldmann gegen den amtierenden hessischen CDU-Innenminister Boris Rhein re&uuml;ssierte. Und das war bei der Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg 2011 nicht viel anders, als das schlechte Image von Ex-CDU-Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus seinem gr&uuml;nen Herausforderer Winfried Kretschmann den n&ouml;tigen R&uuml;ckenwind verlieh. Auch die Niederlage von Sebastian Turner ist in weiten Teilen ein hausgemachtes Problem der Stuttgarter CDU. Wer sich von dem Berliner Unternehmer eine Frischzellenkur f&uuml;r die erm&uuml;dete Partei erhofft hatte, wurde bitter entt&auml;uscht. Zwar liegen auch die Revoluzzer-Jahre von Fritz Kuhn schon l&auml;nger zur&uuml;ck, aber einen gar so biederen CDU-OB? Nein, Danke, dachten wohl die meisten Stuttgarter. Den hatten sie schon mit Wolfgang Schuster&hellip;<br>\nEin Jahr vor der Bundestagswahl ist die erneute Niederlage f&uuml;r die CDU im S&uuml;dwesten ein schwerer Schlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gruene-gewinnen-ob-wahl-in-stuttgart-kommentar-zum-kuhn-sieg-a-862576.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Die Vertr&auml;ge und die Volksabstimmung sind damit nicht weggew&auml;hlt&ldquo;, sagte er (Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr&uuml;ne)) der taz &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oberbuergermeister-Wahl-in-Stuttgart\/!104014\/\">Aber ich nehme mal an, dass das kein Wahlergebnis ist, &uuml;ber das sich die Deutsche Bahn freut.<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Bankenaufsicht &ndash; ein Scheinerfolg<\/strong><br>\nEuropas Staats- und Regierungschefs haben entschieden, einen weiteren Schritt in Richtung Bankenunion zu gehen, aber viel langsamer als im Juni angek&uuml;ndigt. Wer daf&uuml;r die Schuld tr&auml;gt? Die Deutschen, die viel zu z&ouml;gerlich sind.<br>\nAngela Merkel versucht erneut, Zeit zu schinden: Die neue EZB-Bankenaufsicht soll ihre Arbeit nun doch erst sp&auml;ter aufnehmen. Und so wird auch die Entscheidung &uuml;ber die Verwendung der Euro-Rettungsschirme f&uuml;r die Rekapitalisierung der Banken auf die Zeit nach den Bundestagswahlen vertagt werden.<br>\nUm die subtile Verz&ouml;gerungstaktik zu entlarven, die als listige linguistische Wortwendung m&uuml;hevoll in den fr&uuml;hen Morgenstunden in die offizielle Erkl&auml;rung eingebaut wurde, muss man das Vorher mit dem Nachher vergleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2905051-die-bankenaufsicht-ein-scheinerfolg?xtor=RSS-18\">Daily Telegraph via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Krisenpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Peter Bofinger: Das infernalische Dreieck<\/strong><br>\nAls Mario Draghi, der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, am 6. September ank&uuml;ndigte, dass die EZB ab jetzt unlimitiert Staatsanleihen von Euro-Krisenl&auml;ndern aufkaufen werde, brach speziell in Deutschland umgehend ein Proteststurm &uuml;ber ihn herein. Dabei hatte Draghi das einzig Richtige unternommen: W&uuml;rde die EZB jetzt nicht aktiv werden und Anleihen aufkaufen, drohte das Auseinanderbrechen der Eurozone.<br>\nDenn wie man es auch dreht und wendet, auf kurze Sicht f&uuml;hrt kein Weg an der EZB vorbei. Sie allein ist derzeit in der Lage, das &Uuml;berleben des Euro in den n&auml;chsten Monaten zu sichern&hellip;<br>\nUnd mit der eindimensionalen Fixierung auf die Haushaltskonsolidierung, dem naiven Glauben an die wohltuende Wirkung von Strukturreformen und dem v&ouml;lligen Ausblenden der systemischen Probleme hat der &bdquo;Berliner Konsens&ldquo; die W&auml;hrungsunion erst in jene existenzbedrohende Situation gef&uuml;hrt, die ungeachtet der von Draghi beschlossenen Sofortma&szlig;nahmen unver&auml;ndert weiter anh&auml;lt. Diese existenzbedrohende Situation ist gekennzeichnet durch drei gro&szlig;e Krisenherde, die sich wechselseitig immer mehr verst&auml;rken: eine Staatsschuldenkrise, eine Bankenkrise und eine makro&ouml;konomische Krise. Eine durchgreifende L&ouml;sung hierf&uuml;r ist bisher nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/oktober\/das-infernalische-dreieck\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Obwohl Bofinger im Text ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt, dass die &bdquo;Staatschuldenkrise&ldquo; eigentlich ein Problem der bedrohlich steigenden Zinsen ist und f&uuml;r die langfristige Entwicklung der Staatsverschuldung das Verh&auml;ltnis zwischen Schuldenstandsquote, Zinsen und nominalem Wirtschaftswachstum entscheidend ist, gebraucht er dennoch diesen Begriff, der von den Agendapolitikern als Hebel benutzt wird, in ganz Europa eine Austerit&auml;tspolitik durchzusetzen, die die Volkswirtschaften einbrechen l&auml;sst.<\/em><br>\n<em>Auch &uuml;bernimmt er den Begriff &bdquo;Sparprogramme&ldquo;, obwohl er belegt, dass diese nicht nur eine destabilisierende Wirkung haben, sondern das Gegenteil von dem bewirken, was sie vorgeben, n&auml;mlich  &ndash; weil sie die Wirtschaft abw&uuml;rgen &ndash; eine noch h&ouml;here Verschuldung.<\/em><br>\n<em>Es ist schade, dass selbst &Ouml;konomen, die dem derzeitigen &bdquo;Rettungskurs&ldquo; kritisch gegen&uuml;berstehen, die ideologischen Tarnworte der Verfechter des Austerit&auml;tskurses kritiklos &uuml;bernehmen. Vgl. Albrecht M&uuml;ller &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13482\">Eine Anregung: &Uuml;bernehmen Sie nicht den Sprachgebrauch und die Legenden der herrschenden Lehre. Beispiel: Sparen, Sparkurs, &hellip;<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Prognos-Studie: Euro-Austritt der Krisenl&auml;nder k&ouml;nnte 17 Billionen kosten<\/strong><br>\nMit der Idee eines Ausstiegs Griechenlands aus der Euro-Zone hatten immer wieder deutsche Politiker gelieb&auml;ugelt: Markus S&ouml;der (CSU) etwa, Bayerns Finanzminister, hielt im Juli den Austritt f&uuml;r &ldquo;zwangsl&auml;ufig&rdquo;. Bundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) befand sogar, ein Ausstieg habe l&auml;ngst &ldquo;seinen Schrecken verloren&rdquo;. Nun zeichnet eine Studie der Bertelsmann-Stiftung mal ein v&ouml;llig anderes Szenario: Bei einem Austritt Griechenlands aus dem Euro h&auml;tten die wichtigsten Volkswirtschaften bis 2020 einen Verlust von 674 Milliarden zu tragen. Ein Ausstieg der Euro-L&auml;nder Spanien, Italien, Griechenland und Portugal k&ouml;nnte sogar bis zu 17,2 Billionen Euro an Wachstumsverlusten f&uuml;hren, schreibt die Stiftung. Das h&ouml;chste Minus beliefe sich in Frankreich auf 2,9 Billionen Euro, in den USA auf 2,8 Billionen Euro, der Verlust in China auf 1,9 und in Deutschland auf 1,7 Billionen Euro. Die wirtschaftlichen Einbu&szlig;en in Deutschland w&auml;ren dann mit 21.000 Euro pro Kopf teilweise noch h&ouml;her als etwa in Griechenland mit mehr als 15.000 Euro. Zwar w&auml;re ein isolierter Austritt Griechenlands und sein Staatsbankrott &ouml;konomisch verkraftbar, so das Fazit der Analysten. Der Ausstieg k&ouml;nnte aber die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession st&uuml;rzen, die dann auch nicht-europ&auml;ische Volkswirtschaften wie die USA und China treffen w&uuml;rde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/prognos-studie-euro-austritt-der-krisenlaender-koennte-billionen-kosten-1.1498292\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-BA7393DC-3B126A95\/bst\/xcms_bst_dms_36638_36639_2.pdf\">Bertelsmann [PDF &ndash; 416 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lassen wir einmal au&szlig;en vor, dass die Bertelsmann-Stiftung die Studie in Auftrag gab, lassen wir auch au&szlig;en vor, dass im Simulationsmodell von Prognos mit einem Haircut von 60 Prozent und einer Abwertung von 50&nbsp; Prozent alle m&ouml;glichen Austrittsl&auml;nder &uuml;ber einen Kamm geschoren werden. Jedenfalls sollten diejenigen, die Austrittsszenarien propagieren, nachdenklicher werden. Ob mit dem Austritt Griechenlands ein Fl&auml;chenbrand entfacht wird, k&ouml;nnen&nbsp; wir unter Beibehaltung der jetzigen Politik, trotz Sch&auml;ubles Einlassungen, wohl bald beobachten. Studien, die einen Austritt Griechenlands&nbsp; positiv bewerten sind mir nicht bekannt.&nbsp; Interessant ist, dass Deutschland mit 70 Prozent seines aktuellen BIPs (1,7 Billionen Euro) und Frankreich mit 150 Prozent&nbsp; seines BIPs (2,9 Billionen Euro) betroffen w&auml;ren. Vielleicht erkl&auml;rt das ein wenig die Eile, die Hollande in der Frage einer Bankenaufsicht, als Voraussetzung f&uuml;r die Bankenhilfen aus dem ESM, an den Tag legt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>What caused the Greek export surge?<\/strong><br>\nThe regular reader of this blog has for quite some time been aware of the spectacular surge in Greek export. At this moment, people start to pose the question &lsquo;what caused this surge?&rsquo;. Low wages? Of all (average) EU wages Greek wages declined the most by a long shot (also on this blog). Or was it caused in a &lsquo;modern&rsquo; way (well, modern &ndash; let&rsquo;s say the post 1830 way), by investments in technology and production and organization and markets and people &ndash; a strategy favoured on this blog by commentors as well as bloggers? The verdict is out and could not be clearer &ndash; at least if the data are dependable. Ronald Janssen investigated the composition of Greek exports. And the surge is led by &lsquo;Mineral fuels, lubricants and related materials&rsquo;, about the most capital intensive sector you can think of. What we need, in the Eurozone, is not savings and cuts &ndash; but investment. Savers are afraid of the future. Investors create it&hellip;<br>\nTotal Greek goods exports are still very low, comparatively.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/10\/20\/what-caused-the-greek-export-surge\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><strong>Alle wollen exportieren &ndash; nur: wohin?<\/strong><br>\nWie k&ouml;nnen die Deutschen wieder der Target-Falle entrinnen? Bisher ist ihre Politik vom Willen beseelt gewesen, den Defizits&uuml;ndern ebenfalls eine Fitnesskur zu verschreiben. Das wird nicht funktionieren, nicht weil die S&uuml;dl&auml;nder zu bequem w&auml;ren, sondern weil sich die Welt grunds&auml;tzlich ver&auml;ndert hat. Als Deutschland seine Reformen durchf&uuml;hrte, brummte die globale Wirtschaft. Unter diesen Bedingungen kann ein Land seine Exportwirtschaft auf Kosten der Binnenwirtschaft f&ouml;rdern. Seine Produkte finden Absatz.<br>\nSeit der Krise verfolgen alle grossen Player eine Art deutsche Agenda-Politik. Die Amerikaner, die bis 2007 konsumierten bis zum Umfallen, sparen jetzt wie bl&ouml;d und wollen ihre Exporte ankurbeln. Obwohl die Chinesen allm&auml;hlich die Binnenwirtschaft entdecken, bleibt der Export bis auf weiteres ihr wichtigstes Pferd. Japaner und Schweizer wollen nicht von Billig-Importen &uuml;berrollt werden und sch&uuml;tzen ihre W&auml;hrungen. Mit anderen Worten: Alle wollen exportieren, und das kann nicht gut gehen. Weltweit muss die Summe aller Importe und Exporte Null ergeben, zumindest bis wir au&szlig;erirdische Handelspartner gefunden haben.<br>\nDeutschland ist so gesehen kein fitnessbewusster Sportler, sondern ein etwas einf&auml;ltiger Gastwirt. Es hat den trinkfreudigen, aber illiquiden Barbesuchern aus dem S&uuml;den erlaubt, anschreiben zu lassen und sie aufgefordert, zu konsumieren bis zum Abwinken. Nun merkt dieser Gastwirt pl&ouml;tzlich, dass es kritisch werden k&ouml;nnte und will Bares sehen. Das wird nicht gelingen. Au&szlig;er wertlosen Schuldscheinen ist nichts zu holen. Wenn Deutschland aus der Target-Falle entrinnen will, muss es von der Austerit&auml;tspolitik abr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Das-virtuelle-Fort-Knox\/story\/25896859\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reinhard Bispinck: Tarifrunde 2012 &ndash; Eine Wende in der Lohnpolitik? Ein &Uuml;berblick<\/strong><br>\nTarifeinkommen stiegen 2011 auf das Kalenderjahr berechnet um 2%, preisbereinigt ergibt sich ein Minus von 0,3%. Effektiveinkommen stiegen um 3,4%, real um 1,1%.<br>\nDie Jahresbezogene Steigerung f&uuml;r 2012 liegt bei Neuabschl&uuml;ssen bei 3,0%, bei alten Abschl&uuml;ssen bei 2,5%, d.h. gesamt bei 2,7%. Es gibt allerdings starke Branchenunterschiede. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_produktivitaet_realloehne.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_produktivitaet_realloehne_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2012_09_26_bispinck.pdf\">WSI [PDF &ndash; 534 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thorsten Schulten: Tarifpolitik in Europa unter dem Druck von Krise und Austerit&auml;tspolitik<\/strong><br>\nDie Herausbildung eines neuen europ&auml;ischen Interventionismus<br>\nAls Teil eines neuen makro&ouml;konomischen Regimes (&bdquo;autorit&auml;rer Neoliberalismus&ldquo;) hat sich ein neuer lohn- und tarifpolitischer Interventionismus herausgebildet mit einem Lohnsenkungswettbewerb (Lohnk&uuml;rzungen und Lohnstopps) und einer Zerst&ouml;rung von Fl&auml;chentarifvertr&auml;gen auf nationaler und sektoraler Ebene.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_realloehne.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_realloehne_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2012_09_26_schulten.pdf\">Thorsten Schulten, WSI [PDF &ndash; 408 KB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_realloehne_2.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_realloehne_2_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2012_09_26_schulten.pdf\">Thorsten Schulten, WSI [PDF &ndash; 408 KB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_lohnkosten.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121022_entwicklung_lohnkosten_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2012_09_26_schulten.pdf\">Thorsten Schulten, WSI [PDF &ndash; 408 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe zu weiteren interessanten tarifpolitischen Themen &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/34405_40517.htm\">WSI Tarifpolitische Tagung 2012: Faire L&ouml;hne und Gute Arbeit<\/a>&ldquo;. Insbesondere auch zum krassen Missverh&auml;ltnis zwischen <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2012_09_27_kaedtler.pdf\">Debattenwirklichkeit und der Wirklichkeit betrieblicher Arbeitspolitiken [PDF &ndash; 405 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ertragslage der Kreditinstitute 2011<\/strong><br>\nAuswertung der Bundesbank-Berichterstattung vom September 2012.<br>\nDie zentrale Aussage der Bundesbank: &bdquo;In der Gesamtbetrachtung war ein markanter Anstieg des Jahres&uuml;berschusses zu verzeichnen&ldquo;, trifft die Sachlage nicht wirklich. Denn durch die Summierung &uuml;ber alle Bankengruppen hinweg werden die St&auml;rken in einzelnen Segmenten erneut &ndash; m&ouml;glicherweise unzul&auml;ssig &ndash; nivelliert.<br>\nTatsache ist, dass die Eigenkapitalrendite der Genossenschaftsbanken in 2011 auf ein neues Rekordniveau von 11,85 % nach Steuern (16,38 v.St.) gestiegen ist. Die Sparkassen k&ouml;nnen in der offiziellen Betrachtung noch h&ouml;here Werte ausweisen: Die Eigenkapitalrentabilit&auml;t steigt nach Steuern auf 22,82 % (27,29 % v.St.).<br>\nDabei ist allerdings zu ber&uuml;cksichtigen, dass die &ouml;rtlichen Sparkassen offensichtlich in gro&szlig;em Stil stille in offene Vorsorgereserven umgewandelt haben. Diese offenen Reserven (in Summe 10 Mrd &euro;) st&auml;rken nun das Eigenkapital und bereiten die Sparkassen so auf die Anforderungen durch Basel III vor. W&uuml;rde man diesen Betrag aus dem Jahresergebnis herausrechnen, l&auml;ge die Eigenkapital-Rendite nach Steuern immer noch bei 6,54 % (11,01 % v.St.).<br>\nAber selbst in der Darstellung der Bundesbank &ndash; summiert f&uuml;r die gesamte Branche &ndash; k&ouml;nnen die Kreditinstitute trotz Krise und trotz der Abschreibungen aus Griechenland und anderen L&auml;nderrisiken eine Jahresergebnis nach Steuern von 6,47 % (vSt 8,36 %) ausweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/banken.verdi.de\/daten_und_fakten\">ver.di<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Mark Roach:<\/strong> Von Krise also keine Spur, bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Is the Financial Sector Worth What We Pay It?<\/strong><br>\nWe are rapidly evolving a fast-moving, increasingly cybernetically interlinked capital marketplace that, as Lord May observes in the Santa Fe Institute Journal, has become intertwined in ever-more complex interdependent patterns. He goes on to ask how much are we, societally, paying the financial sector to allocate capital? More importantly, is the sector allocating capital to further societal goals, or merely enriching itself and a narrow segment of the world&rsquo;s population? Human nature is powerful. John Stuart Mills said, in Social Freedom: &ldquo;Men do not merely desire to be rich, but richer than other men&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/somewhatlogically.com\/?p=730\">Somewhat Logically<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Faire Steuern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>DIW: Aufkommens- und Verteilungswirkungen einer Wiederbelebung der Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\nDa das private Verm&ouml;gen stark auf das obere 1 Prozent der Bev&ouml;lkerung konzentriert ist, kann eine Verm&ouml;gensteuer der nat&uuml;rlichen Personen auch bei hohen Freibetr&auml;gen ein betr&auml;chtliches Aufkommen erzielen. Unter Ber&uuml;cksichtigung von Vorsichtsabschl&auml;gen f&uuml;r m&ouml;gliche Sch&auml;tzunsicherheiten ergibt sich f&uuml;r das Basisszenario mit einem pers&ouml;nlichen Freibetrag von 2 Mio. Euro und unter Ber&uuml;cksichtigung des Halbverm&ouml;gensverfahrens eine Bemessungsgrundlage in H&ouml;he von 890 Mrd. Euro (Tabelle K-1). Beim Steuersatz von 1 Prozent k&ouml;nnte damit ein j&auml;hrliches Steueraufkommen von 8,9 Mrd. Euro erzielt werden. Steuerpflichtig w&auml;ren 143 000 Personen, das entspricht den reichsten 0,2 Prozent der erwachsenen Bev&ouml;lkerung.<br>\nBei der Verm&ouml;gensteuer der juristischen Personen greifen wir auf die Sch&auml;tzungen f&uuml;r die Jahre 2008\/09 zur&uuml;ck. Damit werden die schw&auml;chere konjunkturelle Lage und die niedrigeren Marktwerte der Unternehmen ber&uuml;cksichtigt. Demnach w&uuml;rde die Bemessungsgrundlage unter Ber&uuml;cksichtigung des Halbverm&ouml;gensverfahrens bei 760 Mrd. Euro liegen (Tabelle K-1). Daraus w&uuml;rde beim Steuersatz von 1 Prozent ein j&auml;hrliches Steueraufkommen von 7,6 Mrd. Euro entstehen. Steuerbelastet w&auml;ren 164 000 Unternehmen. Hierbei handelt es sich um eine vorsichtige Sch&auml;tzung, da aufgrund unzureichender Datengrundlagen die steuerpflichtigen Verm&ouml;gen systematisch untersch&auml;tzt werden d&uuml;rften.<br>\nInsgesamt verspricht die wiederbelebte Verm&ouml;gensteuer bei einem Steuersatz von 1 Prozent ein zus&auml;tzliches Steueraufkommen von 16,5 Mrd. Euro pro Jahr, ohne Ber&uuml;cksichtigung von m&ouml;glichen Anpassungsreaktionen der Steuerpflichtigen (Tabelle K-1). Dies entspricht 0,64 Prozent des BIP im Jahre 2011.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.409742.de\">DIW (Download)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/FM\/DE\/Service\/Presse\/PI\/PDF\/2012_neu\/121017_vermoegensbesteuerung__blob=publicationFile.pdf%20\">Landesregierung Schleswig-Holstein:  DIW-Studie zeigt: Zielgenaue Verm&ouml;gensbesteuerung ist machbar [PDF &ndash; 17.6 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Dierk Hirschel: Politik f&uuml;r eine faire Leistungsgesellschaft<\/strong><br>\nDie Million&auml;rsabgabe ist ein wichtiges Instrument einer anderen Steuerpolitik, die gro&szlig;e Einkommen und Verm&ouml;gen in die Pflicht nimmt. Leistung lohnt sich nicht mehr. Wer hierzulande hart arbeitet, bleibt immer h&auml;ufiger arm. Altenpfleger, Busfahrer und Fachverk&auml;uferinnen malochen &uuml;ber 50 Stunden die Woche und haben am Monatsende weniger als 1&#8197;500 Euro brutto. Gleichzeitig erh&auml;lt der Vorstandsvorsitzende eines Autobauers mehr als 45&#8197;000 Euro am Tag. Und f&uuml;r das Gehalt des Deutschbankers Anshu Jain m&uuml;sste eine Erzieherin 390 Jahre arbeiten. In keinem westlichen Industrieland stieg die Einkommensungleichheit so stark wie in Deutschland. Die Kluft zwischen Spitzengeh&auml;ltern und Armutsl&ouml;hnen l&auml;sst sich mit unterschiedlichen Qualifikationen, Arbeitszeiten und h&ouml;herer Verantwortung nicht mehr erkl&auml;ren. Entscheidend sind vielmehr betriebliche Macht, soziale Herkunft und Geschlecht. Wer hart arbeitet, steigt auch immer seltener auf. Die soziale Mobilit&auml;t geht zur&uuml;ck. Nur jeder achte Vollzeit arbeitende Geringverdiener gelingt noch der Aufstieg in einen Job, dessen Bezahlung zum Leben reicht. Nur sieben Prozent der Leiharbeiter schaffen langfristig den &Uuml;bergang in ein regul&auml;res Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis. W&auml;hrend Unten die Niedriglohnfalle zuschnappt, schottet sich die &ouml;konomische Elite sozial ab. Vier von f&uuml;nf Topmanagern dieser Republik kommen aus b&uuml;rgerlichen oder gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Elternh&auml;usern. Dieser gespaltene Arbeitsmarkt entspricht eher einer Klassengesellschaft als einer offenen Leistungsgesellschaft.<br>\nWer die soziale Spaltung &uuml;berwinden will, muss die Verteilungsfrage stellen. Deswegen mobilisieren seit Kurzem Gewerkschaften, Wohlfahrtsverb&auml;nde und NGOs im Aktionsb&uuml;ndnis Umfairteilen f&uuml;r eine h&ouml;here Besteuerung des privaten Reichtums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-politik-fuer-eine-faire-leistungsgesellschaft,1472602,20675096,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Robert Skidelsky &ndash; Happiness Is Equality<\/strong><br>\nThe king of Bhutan wants to make us all happier. Governments, he says, should aim to maximize their people&rsquo;s Gross National Happiness rather than their Gross National Product. Does this new emphasis on happiness represent a shift or just a passing fad?<br>\nIt is easy to see why governments should de-emphasize economic growth when it is proving so elusive. The eurozone is not expected to grow at all this year. The British economy is contracting. Greece&rsquo;s economy has been shrinking for years. Even China is expected to slow down. Why not give up growth and enjoy what we have?<br>\nNo doubt this mood will pass when growth revives, as it is bound to. Nevertheless, a deeper shift in attitude toward growth has occurred, which is likely to make it a less important lodestar in the future &ndash; especially in rich countries.<br>\nThe first factor to undermine the pursuit of growth was concern about its sustainability. Can we continue growing at the old rate without endangering our future?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/economic-equality-and-life-satisfaction-by-robert-skidelsky\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentenpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rentenbeitrag sinkt zum Jahreswechsel auf 18,9 Prozent<\/strong><br>\nArbeitnehmer und Arbeitgeber k&ouml;nnen sich ab dem n&auml;chsten Jahr auf eine h&ouml;here Entlastung bei den Rentenbeitr&auml;gen einstellen als bislang geplant. Anstelle der bisher angepeilten Reduzierung um 0,6 Prozentpunkte auf 19 Prozent des Bruttolohns laufe es nun auf eine Absenkung des Beitragssatzes auf 18,9 Prozent zu, sagte der Sprecher des Bundesarbeitsministeriums, Jens Flosdorff, am Freitag in Berlin. Die Rentenkassen sind gut gef&uuml;llt, weil die Einnahmen dank der guten Arbeitsmarktlage st&auml;rker als erwartet sprudeln. Nach geltendem Recht muss der Beitragssatz gesenkt werden, wenn die R&uuml;cklagen das 1,5-Fache einer Monatsausgabe &uuml;berschreiten. Wollte man auf die Senkung verzichten, m&uuml;sste das Gesetz ge&auml;ndert werden. Gewerkschaften und Oppositionspolitiker aber auch einzelne Koalitionsabgeordnete treten daf&uuml;r ein, anstelle niedrigerer Beitr&auml;ge lieber eine Demografiereserve aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rentenversicherung-rentenbeitrag-sinkt-zum-jahreswechsel-auf-18-9-prozent\/7275038.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie die Koalition auf das Kurzfristdenken der W&auml;hler setzt (Landtagswahlen in Niedersachsen und Bayern sowie die Bundestagswahl im Herbst), indem sie mit dem Hinweis auf sinkende Rentenbeitr&auml;ge das allm&auml;hliche Absinken des Rentenniveaus kaschiert. Dabei d&uuml;rfte davon ausgegangen werden, dass die j&uuml;ngere Generation liebend gern auf Beitragssenkungen verzichten w&uuml;rde, wenn das Rentenniveau gehalten werden k&ouml;nnte. 1989 war im Bundestag&nbsp; zur Sicherung des Rentenniveaus die Rede von einer Beitragserh&ouml;hung auf 23 Prozent. Kein Aufschrei, auch nicht von der Arbeitgeberseite, so &auml;ndern sich die Auffassungen in Zeiten des Neoliberalismus. Nat&uuml;rlich muss das Gesetz ge&auml;ndert werden und zwar substanziell. Der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor* (was f&uuml;r eine Name f&uuml;r eine der gr&ouml;&szlig;ten Ungerechtigkeiten im sozialen Sicherungssystem) muss weg, um die bis zum Jahr 2030 geplante Absenkung des Rentenniveaus von 51 Prozent auf 43 Prozent zu stoppen. Leider steht die &bdquo;Volkssolidarit&auml;t&ldquo; mit dieser Forderung ziemlich allein. Auch dem DGB f&auml;llt neben allgemeinen Phrasen zur Altersarmut nur die Abschaffung der Praxisgeb&uuml;hr ein.<\/em> <\/p>\n<p><em>* Durch den Nachhaltigkeitsfaktor soll, so die Sprachregelung, der Anstieg der Renten bei einer Erh&ouml;hung der Zahl der Rentner im Verh&auml;ltnis zur Zahl der Beitragszahler ged&auml;mpft werden und die Beitragszahler dadurch entlastet werden. Nat&uuml;rlich ist das Augenwischerei: die Renten sinken. Sie sinken auch bereits heute, da die letzten Erh&ouml;hungen keineswegs den Kaufkraftverlust durch Inflation auffingen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Matthias Birkwald (MdB): Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz &ndash; Riesterei f&uuml;r Versicherte ein Riesen-Flop!<\/strong><br>\nWir brauchen keine milliardenschwere Riester-F&ouml;rderung, sondern jeden Cent, damit die gesetzliche Rente wieder den Lebensstandard sichern und vor Altersarmut sch&uuml;tzen kann&hellip;<br>\nUnion und FDP wollen mit dem Gesetzentwurf die Riester-Vorsorge von einer ganz schlechten Leistung zu einer nur noch ein bisschen schlechten Leistung ummodeln&hellip;<br>\nMit der Riester-Rente sollte die politisch gerissene Rentenl&uuml;cke geschlossen werden.<br>\nDas wird vorne und hinten nicht hinhauen!<br>\nUnd das wei&szlig; auch die Bundesregierung.<br>\nIn ihrem eigenen Rentenversicherungsbericht aus 2011 weist sie eindeutig nach:<br>\nFr&uuml;her, als es noch keine Riestereink&uuml;nfte gab, hat die gesetzliche Rente allein mehr eingebracht als morgen die gesetzliche Rente und die Riestervorsorge zusammen genommen.<br>\nEine gesetzliche Rente, die noch im Jahre 2009 1000 Euro Wert gewesen w&auml;re, wird selbst mit Riester im Jahre 2025 dann nur noch 987 Euro wert sein.<br>\nUnd das trotz der Milliarden, die der Staat dazu gibt!<br>\nAber es kommt noch schlimmer:<br>\nDiese Rechnung stimmt nur, wenn man durch eine rosarote Brille auf die Kapitalm&auml;rkte blickt.<br>\nDenn die Regierung rechnet im Rentenversicherungsbericht mit vier Prozent Verzinsung:<br>\nDas ist vollkommen unrealistisch.<br>\nDie ganze Riesterei ist also sozialpolitisch &ndash; und das hei&szlig;t: vor allem f&uuml;r die Versicherten &ndash; ein Riesen-Flop.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.matthias-w-birkwald.de\/article\/526.altersvorsorge-verbesserungsgesetz-riesterei-fuer-versicherte-ein-riesen-flop.html\">Matthias W. Birkwald<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Strompreiserh&ouml;hung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>DIW: Erneuerbare f&uuml;r 5 Cent oder Kernenergie f&uuml;r 50 &hellip; ?<\/strong><br>\nEs erscheint grotesk: Da wird seit Monaten ein Medienzauber um die Erh&ouml;hung der EEG-Umlage getrieben, welche am 15. Oktober nun offiziell verk&uuml;ndet wurde. Dabei handelt es sich um den Betrag, den private Stromkunden voraussichtlich im Jahr 2013 zus&auml;tzlich als Kompensation f&uuml;r die Einspeisung erneuerbarer Energien zahlen m&uuml;ssen (w&auml;hrend Gro&szlig;verbraucher von dieser Zahlung ausgenommen sind). Nun wissen wir es, der Betrag liegt bei etwas &uuml;ber f&uuml;nf Cent, sicherlich nicht unerheblich, aber im Vergleich zu anderen Ausgabepositionen doch eher ein m&auml;&szlig;iger Posten.<br>\nDagegen wird wesentlich weniger Aufhebens um die Ank&uuml;ndigung von EU-Energiekommissar Oettinger gemacht, die jedoch einen wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Kostenschub f&uuml;r Strompreise zur Folge haben und mittelfristig das Ende der Kernenergie in Europa zeitigen d&uuml;rfte: die Versicherungspflicht f&uuml;r Kernkraftwerke. Diese l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige<br>\nForderung &ndash; bis heute ist kein Kernkraftwerk in Europa oder weltweit ad&auml;quat gegen Sch&auml;den versichert &ndash; d&uuml;rfte dann auch den wahren Kostenvergleich zwischen Kernkraft und Erneuerbaren aufdecken, geht eine erste Studie doch bei der Versicherung von Kernkraft von 50 Cent pro Kilowattstunde aus, circa das Zehnfache der EEG-Umlage 2013!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.409802.de\/12-42-4.pdf\">DIW [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Strompreis-EEG-Umlage 2013- warum steigt der Strompreis?<\/strong><br>\nIn diesem Video werden die verschiedenen Ma&szlig;nahmen aufgezeigt, wodurch die EEG-Umlage in den Jahren 2009 &ndash; 2012 durch die schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt aufgebl&auml;ht wurde und die Widerspr&uuml;chlichkeit der vollmundigen Erkl&auml;rungen zur Energiewende zu den tats&auml;chlichen Taten.<br>\nErg&auml;nzend hierzu werden die angewandten Kommunikationsmethoden (&ldquo;agenda setting&rdquo;) aufgezeigt, die dazu f&uuml;hren, dass bestimmte Schlagzeilen in den Medien stehen und andere nicht.<br>\n&bdquo;Nicht die EEG-Umlage ist der S&uuml;ndenbock, sondern die Bundesregierung, die rechtswidrig die Umlage aufbl&auml;ht um sie politisch zu diskreditieren und abzuschaffen. Denn der Erfolg des EEG geht den etablierten Stromversorger an die wirtschaftliche Substanz. Deshalb begr&uuml;&szlig;en wir die Einleitung des Beihilfeverfahrens durch die EU-Kommission. Das Beihilfeverfahren richtet sich nicht gegen die EEG-Umlage, sondern gegen die Ausnahme von der Umlage. Unsere Beschwerde entlastet im Erfolgsfall die Stromrechnung jeden Haushalts um rund 30 Euro im Jahr, den Mittelstand um wesentlich h&ouml;here Betr&auml;ge.&rdquo; betont Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bund der Energieverbraucher e.V.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dgtJg0GBCjU\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Videobeitrag, in dem anschaulich gezeigt wird, welches Spiel gerade zur Denunzierung der Energiewende und des EEG gespielt wird. (Auch wenn der Beitrag der Photovoltaik m.E. etwas zu undifferenziert dargestellt wird und man bei der F&ouml;rderung st&auml;rker auf die Effizienz der erneuerbaren Energien achten sollte.)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Zu der in dem Video dargestellten Kampagne der INSM schreibt unser Leser P.S:<\/strong><\/em><br>\n<em>Die INSM &uuml;bernimmt einen Vorschlag des RWI, verfasst von dem langj&auml;hrigen Kritiker des EEG Manual Frondel und seinem Chef Chr. Schmidt.<\/em><br>\n<em>Es ist das Quoten\/Zertifikate- F&ouml;rdermodell,  das von &Ouml;konomen schon immer bevorzugt wurde, da es auf dem Papier und theoretisch effizienter scheint. Es hat sich aber in der Praxis herausgestellt, dass es in der Wirklichkeit (speziell Gro&szlig;britannien) nicht nur ineffektiv ist, sondern sogar ineffizient ist, jedenfalls bezogen auf die gleiche Technologie. Es gibt eine Serie von Studien, die zeigen, dass beispielsweise die Windenergief&ouml;rderung auf die erzeugte kWh gerechnet, im Quoten\/Zertifikatssystem wesentlich TEURER ist als im Einspeisesystem. Und die Praktiker (Developer) best&auml;tigen das seit Jahren. Das h&auml;ngt vor allem damit zusammen, dass der k&uuml;nftig erzielbare Preis im Quotensystem sehr unsicher ist, und dass die Investoren daher eine wesentlich h&ouml;here Mindestrendite ansetzen. Das wirkt sich besonders kostentreibend bei einer kapitalintensiven Technologie aus. Hinzukommen die Transaktionskosten f&uuml;r die Zertifikate, d.h. die Courtagen und Spekulationsgewinne der Zertifikatsh&auml;ndler.<\/em><br>\n<em>Das EEG hingegen hat die Zielsetzung, eine Reihe von Technologien gleichzeitig zu f&ouml;rdern, und bietet daher differenzierte Einspeiseverg&uuml;tungen. Das w&auml;re beim Quotenmodell nicht so angelegt, was in der Praxis dazu gef&uuml;hrt hat, dass z.B. in GB in  Bezug auf Technologien gar nichts passiert ist. Die Quote wurde m&ouml;glichst mit der Wiederbelebung alter Kleinwasserkraftwerke erf&uuml;llt. GB hat daher seit einigen Jahren die F&ouml;rderpolitik (unter Einf&uuml;hrung von differenzierten Quoten) ge&auml;ndert, da a) die allgemeine Quote nie zielgerecht erf&uuml;llt wurde, b) keine Erneuerbare-Energie-Technologieentwicklung stattfand, und c) das dann auch noch relativ teuer war.<\/em><br>\n<em>Es ist h&ouml;chst fragw&uuml;rdig, dass das RWI (jedenfalls in der Kurzfassung) &uuml;berhaupt nicht auf die problematischen Aspekte der Quoten\/Zertifikatsregelung eingeht, angesichts dessen, dass diese gut dokumentiert sind und auch in den Fachkreisen gut verbreitet, sodass beispielsweise auch die Internationale Energieagentur sich in ihren Analysen und Empfehlungen auf diese Erfahrungen st&uuml;tzt.<\/em><br>\n<em>Anscheinend sind diese Diskussion und diese Erkenntnisse auch vom Sachverst&auml;ndigenrat unbemerkt geblieben. Der Sachverst&auml;ndigenrat hat sich wohl auf sein Mitglied Chr. Schmidt verlassen (Pr&auml;sident des RWI und Verantwortlich f&uuml;r die INSM Studie)!!! Auch Kartellamtspr&auml;sident Mundt scheint sie nicht zu kennen.<\/em><br>\n<em>Nun haben wir jetzt in Deutschland ja eine neue Situation, da die EE-Technologien dank EEG schon einen hohen Marktanteil haben und sehr viel billiger geworden sind.<\/em><br>\n<em>Damit sind die Technologief&ouml;rderziele z.T. erreicht, und man kann verst&auml;rkt auf die Effizienz achten. Man kann aber nicht einfach die ollen Kamellen rausholen und sie mit den gleichen Werbespr&uuml;chen (effizient, kostensparend!) wieder verkaufen. Aus verschiedenen Gr&uuml;nden w&uuml;rde der RWI\/INSM-Vorschlag keinesfalls so funktionieren wie er von seinen Propagandisten verkauft wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser M.F. merkt an:<\/strong> Energiewende sozial gestalten. Dieser Forderung liegt die Annahme zugrunde, Strom von Sonne und Wind sei sehr viel teurer, als konventionell erzeugter Strom aus Kohle oder Kernkraft.<\/em><br>\n<em>Wenn ich mir die aktuellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen des  Fraunhofer Instituts f&uuml;r solare Energiesysteme ISE anschaue, erkenne ich folgendes:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>dass die Stromgestehungskosten bei Windenergieanlagen (WEA) an guten Standorten, etwa in S&uuml;ddeutschland, nur 2-4 Cent &uuml;ber dem heutigen Gro&szlig;handelspreis f&uuml;r Strom an der Europ&auml;ischen Stromb&ouml;rse (EEX)liegen. 19.10.2012: Der Strom an der EEX kostet heute von 0,044 bis 0,051 Euro\/kWh.<\/em><br>\n<em>Die Stromgestehungskosten f&uuml;r Solaranlagen (PV) in D. liegen 4-11 Cent &uuml;ber dem aktuellen Spotpreis an der EEX.<\/em><\/li>\n<li><em>Daraus ergibt sich, dass in Deutschland die Netzkosten inklusive Verwaltung, Marketing, Wartung die reinen Stromgestehungskosten um das F&uuml;nffache &uuml;bersteigen, denn der Privatkunde zahlte 2011 25,3 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde.<\/em><\/li>\n<li><em>In den Stromkosten sind die Gewinne der Kraftwerksinvestoren enthalten. Sie liegen bezogen auf das erbrachte Eigenkapital zwischen 6-14% pro Jahr. Fremdkapital in diesem Sektor beansprucht eine 4-7%ige Rendite per annum.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Aus diesen Daten ergeben sich f&uuml;r mich zwei Thesen:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Anfang des 20ten Jahrhunderts war die Stromerzeugung- und Verteilung eine hoheitliche Aufgabe des Staats. W&uuml;rde man die Privatisierung in diesem Bereich wieder zur&uuml;cknehmen, k&auml;me die Finanzierung der Energiewende deutlich g&uuml;nstiger f&uuml;r alle. Dann l&auml;gen die Zinsen\/Renditen f&uuml;r Investitionen in Wind- oder Sonnenkraftwerke nicht bei 4-14%, sondern zur Zeit bei unter 2%. (aktuelle mittlere Rendite von deutschen, schweizer, norwegischen, schwedischen oder englischen Staatsanleihen)<\/em><\/li>\n<li><em>80% der Stromkosten entstehen im Bereich  zwischen Kraftwerk und Steckdose. Es ist zu vermuten, dass hier noch deutliche Kostensenkungspotentiale stecken. Aber dar&uuml;ber redet niemand, warum eigentlich nicht?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/veroeffentlichungen\/veroeffentlichungen-pdf-dateien\/studien-und-konzeptpapiere\/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.pdf\">Fraunhofer-Institut f&uuml;r Solare Energiesysteme (ISE) [PDF &ndash; 6.6 MB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offshore-Windenergie: Das erste Strompreisopfer<\/strong><br>\nOffshore-Windenergie galt einmal als Wunderwaffe der Energiewende. Jetzt br&ouml;ckelt der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die teure Technologie. Branche und Politiker arbeiten an einer Schrumpfkur&hellip;<br>\nDas Land hat sich noch nicht erholt vom Strompreisschock der vergangenen Woche. 50 Prozent mehr f&uuml;r die &Ouml;kostromumlage, zehn Prozent mehr f&uuml;r die Netze. Und ausgerechnet jetzt k&auml;mpft die Offshore-Branche f&uuml;r eine neue, teure Umlage. In der kommenden Woche ber&auml;t der Bundestag, wer die Meereswindparks bezahlt, wenn der Kabelanschluss noch nicht fertig ist und der Strom nicht flie&szlig;en kann. Der dann f&auml;llige Schadensersatz wird die Stromkunden voraussichtlich noch einmal 0,25 Cent pro Kilowattstunde kosten.<br>\nDas Gesetz wird wohl durchkommen. Doch es k&ouml;nnte auf absehbare Zeit der letzte Gefallen sein, den die Politik den Meereswindparks tut. Die Euphorie der Pionierjahre ist bei vielen Politikern verschwunden. Nach dem Preisverfall bei der Sonnenenergie ist Offshore der Preistreiber der Zukunft &ndash; und deutlich teurer als Windparks an Land. Angesichts der j&uuml;ngsten Strompreisexplosion &uuml;berlegen Regierung und Parteien, wie viel man sich von diesem Luxus noch leisten kann&hellip;<br>\nWenn die s&uuml;ddeutschen Bundesl&auml;nder lieber ihre eigenen Windr&auml;der bauen, h&auml;tte der teure Offshore-Strom auf einmal keine Abnehmer mehr&hellip;<br>\nZwar ist die Regierungskoalition inzwischen &uuml;berzeugt davon, dass man dem klammen Netzbetreiber Tennet Risiken bei der Pionierarbeit abnehmen muss. Doch den Stromkunden ist es schwer zu vermitteln, dass sie f&uuml;r Planungsfehler der Unternehmen einstehen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:offshore-windenergie-das-erste-strompreisopfer\/70106862.html#utm_source=followistic&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=followistic&amp;flw_id=5083addee4b8d0703b000017\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungsprojekt Indect &ndash; Blo&szlig; nicht zu schnell laufen<\/strong><br>\nDie EU f&ouml;rdert mit 11 Millionen Euro das Informationsprojekt Indect. Br&uuml;ssel will Terror vorbeugen, B&uuml;rger bef&uuml;rchten die totale &Uuml;berwachung.<br>\nVideo&uuml;berwachung, biometrische Gesichtserkennung, Auswertung von pers&ouml;nlichen Informationen aus sozialen Netzwerken im Internet &ndash; das von der Europ&auml;ischen Union gef&ouml;rderte Projekt &bdquo;Indect&ldquo; (Intelligentes Informationssystem zur Unterst&uuml;tzung von &Uuml;berwachung, Suche und Erfassung f&uuml;r die Sicherheit von B&uuml;rgern in st&auml;dtischer Umgebung) kombiniert all diese Verfahren und bastelt so an der perfekten &Uuml;berwachung eines jeden B&uuml;rgers&hellip;<br>\nIndect b&uuml;ndelt verschiedene &Uuml;berwachungstechnologien und entwickelt ein vollautomatisiertes Informationssystem, das &ndash; nach Angaben der Forscher &ndash; die Polizei und Sicherheitsdienste unterst&uuml;tzen soll bei der &bdquo;&Uuml;berwachung, Suche und Erfassung f&uuml;r die Sicherheit von B&uuml;rgern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Ueberwachungsprojekt-Indect\/!104004\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Ob dagegen Indect hilft?<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>110 Rechtsextremisten leben im Untergrund<\/strong><br>\nDie Polizei hat offenbar unver&auml;ndert Probleme bei der Fahndung nach Neonazis. Mehr als 100 Personen sind trotz Haftbefehls derzeit auf freiem Fu&szlig;. Das r&auml;umte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gegen&uuml;ber der Welt am Sonntag ein. Friedrich zufolge geht das Bundeskriminalamt mit Stand September davon aus, dass 110 Rechtsextremisten mit Haftbefehlen gesucht werden und im Untergrund leben. Sein Ministerium habe die L&auml;nder nach offenen Haftbefehlen abgefragt. Die Zahlen w&uuml;rden nun halbj&auml;hrlich aktualisiert. Gr&uuml;nen-Chef Cem &Ouml;zdemir bezeichnete es daraufhin als ungeheuerlich, dass ein Jahr nach der Aufdeckung des rechtsextremen Terrors &bdquo;&uuml;ber 100 Neonazis im Untergrund leben und dort unbehelligt &auml;hnliche Gewalttaten planen k&ouml;nnen&ldquo;. Dies zeige, wie wenig die Sicherheitsbeh&ouml;rden dazugelernt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/neonazi-terror\/nsu-terror-110-rechtsextremisten-leben-im-untergrund,1477338,20674120.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Einfluss des Beratungsunternehmens McKinsey geht bis in die Spitzen der SPD<\/strong><br>\nMcKinsey ist ein Beratungsunternehmen &ndash; und ein Netzwerk, dessen ehemalige Mitarbeiter in zahlreichen F&uuml;hrungspositionen gro&szlig;er Unternehmen sitzen. Die Rheinische Post gibt einen kurzen &Uuml;berblick zu den Verflechtungen des Netzwerkes in der deutschen Wirtschaft. Erstaunlicher allerdings ist die Tatsache, dass Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, mit Markus Klimmer einen McKinsey-Mann zu seinem wirtschaftspolitischen Berater machte, aus dessen Feder auch Steinmeiers &raquo;Deutschlandplan&laquo; stammt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/presseschau\/macht\/organisationen-parteien\/netzwerke-den-fuehrungsetagen\">das Dossier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jacobs University hat finanzielle Probleme<\/strong><br>\nDie Jacobs University in Bremen-Nord braucht Geld vom Senat. Nach Informationen von Radio Bremen bem&uuml;ht sich die Leitung der privaten Uni bei der Bremer Landesregierung derzeit intensiv um finanzielle Hilfen. Um welche Summe es dabei geht, war nicht zu erfahren. Dem Vernehmen nach soll es sich um drei Millionen Euro Zuschuss pro Jahr handeln.<br>\nAm 26. Oktober trifft sich das Aufsichtsgremium der Universit&auml;t, um &uuml;ber Auswege aus der Finanzkrise zu beraten. Der Uni fehlen seit der Gr&uuml;ndung ausreichend private Spender. Bremens Senatspr&auml;sident Jens B&ouml;hrnsen (SPD) und Finanzsenatorin Karoline Linnert (Gr&uuml;ne) hat die B&uuml;rgerschaftsabgeordneten von SPD und Gr&uuml;nen &uuml;ber die Gespr&auml;che informiert. Die Regierungsfraktionen und der Senat seien sich einig, dass staatliche Hilfen an Bedingungen gekn&uuml;pft werden m&uuml;ssten, sagten Vertreter beider Parteien. So solle unter anderem die Laufzeit der j&auml;hrlichen Zahlungen begrenzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/wissen\/nachrichten\/geldproblemejacobsuniversity100.html\">Radio Bremen<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im September 2001 wurde die &bdquo;International University Bremen&ldquo; nach dem  Vorbild der &bdquo;Rice University&ldquo; (Houston, Texas) feierlich er&ouml;ffnet. Ausgerechnet das hoch verschuldete Bremen gew&auml;hrte der IUB mit <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/karriere\/0,2828,445908,00.html\">&uuml;ber 200 Millionen Mark eine &uuml;ppige Starthilfe<\/a>. Man hoffte auf eine Quote von 50 Prozent Selbstzahlern unter den Studierenden und eine hohe Spendenbereitschaft aus den Top-Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Beide Ziele erf&uuml;llten sich nicht wie erwartet: Die Wirtschaft blieb zaudernd, und die Bewerber waren nicht so finanzstark.<br>\n2005 verzeichnete die Bilanz der IUB-GmbH einen Fehlbetrag von 20,9 Millionen Euro; 2004 waren es 18,4 Millionen Euro. Die Substanz des 106-Millionen-Euro Startgeldes vom Land Bremen war l&auml;ngst angegriffen: Bankkrediten &uuml;ber 89 Millionen Euro standen laut Bilanz Ende 2005 nur Wertpapier-Fonds von 76 Millionen Euro gegen&uuml;ber. Als der vom Land Bremen (und vom Bund mit Hochschulbauf&ouml;rdermittel in H&ouml;he von 40 Millionen Euro) mit viel Geld angeschobenen Hochschule das Wasser bis zum Hals stand, rettete eine spektakul&auml;re 200-Millionen-Euro-Spende (auf wie viele Jahre auch immer verteilt) des Unternehmers Klaus Jacobs rettete die Universit&auml;t vor der Insolvenz. Der Name &auml;nderte sich Anfang 2007 in &ldquo;Jacobs University&rdquo; (die Uni aus der &bdquo;Kaffeekasse&ldquo;).<\/em><br>\n<em>Bremen sollte sich mit weiteren 25 Millionen &uuml;ber f&uuml;nf Jahre beteiligen, so die Bedingung des Gro&szlig;spenders. (Klaus J. Jacobs, Gr&uuml;nder der Jacobs Foundation, in der das Verm&ouml;gen aus dem Verkauf des Familienkonzerns Jacobs Suchard liegt, ist nicht nur Kaffeer&ouml;ster und Schokoladehersteller (Suchard), er ist auch Gro&szlig;aktion&auml;r des Zeitarbeitskonzerns Adecco.)<\/em><br>\n<em>Z&auml;hneknirschend stimmte die Politik den zus&auml;tzlichen Millionen zu. Gleichzeitig sollte allerdings die staatliche Universit&auml;t Bremen mit 25 Prozent weniger Geld auskommen und die Planung war, dass <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/713608\/\">diese Hochschule statt mit &uuml;ber 300 mit 240 Professuren zurecht kommen sollte<\/a>.<\/em><br>\n<em>Es gilt halt immer der gleichen Logik:  Man blutet die staatlichen Institutionen aus, damit die privaten &uuml;berhaupt erst eine Chance haben. Und es ist immer die gleiche Dramaturgie: Mit Hilfe der Medien werden die privaten Hochschulen zu Elite-Hochschulen hochgejubelt, um damit Staatsgelder abzupressen. Die Medien, die ja mehr oder weniger darauf programmiert sind, alle &ouml;ffentlichen Einrichtungen herunterzureden, greifen die Werbespr&uuml;che der privaten Neugr&uuml;nder begierig auf und feiern sie als vorbildliche Eliteeinrichtungen. Nachdem sich die Unternehmer als Stifter kr&auml;ftig von Politik und Medien haben feiern lassen, verl&auml;sst sie meist die Begeisterung. Mit ein paar Millionen und einigen schicken Geb&auml;uden kann man halt keine Elite-Universit&auml;t schaffen.<\/em><br>\n<em>Die Wirtschaft zieht &ndash; wie an vielen anderen privaten Hochschulen &ndash; ihr finanzielles Engagement nach relativ kurzer Zeit zur&uuml;ck oder friert es ein. Die nun einmal gegr&uuml;ndete, private Hochschule zwingt dann unter Androhung des Konkurses den Staat in eine Ausfallb&uuml;rgschaft. (Vgl. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=255\">Die Wirtschaft kann alles besser oder der Gr&ouml;&szlig;enwahn der privaten Elitehochschulen<\/a>)  <\/em><br>\n<em>Nach 10 Jahren brachte die &bdquo;Elite-Uni&ldquo; Jacobs University gerade einmal 2.100 Absolventen hervor. Trotz Studiengeb&uuml;hren und Verpflegungskosten in H&ouml;he von 22.500 Euro, ist wohl dem Land Bremen kein\/e Studierende\/r teurer gekommen als die Studierenden an der Jacobs University. Und ob sie besser ausgebildet sind, da sollte man sich auch nicht auf die Werbespr&uuml;che verlassen. Der einzige Vorteil f&uuml;r die Studierenden d&uuml;rfte sein, dass sie in ein &bdquo;Elite&ldquo;-Netzwerk eingebunden sind. Und da reden manche immer noch von &bdquo;Leistungsgesellschaft&ldquo;!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Obama vs. Romney: Die USA vor der Wahl <\/strong><br>\nAuch wenn die realen Unterschiede in der Politik von Demokraten und Republikanern keineswegs so gro&szlig; sind, wie sie im politisch-kulturellen Diskurs erscheinen, handelt es sich dieses Mal doch um eine innenpolitische Richtungsentscheidung &uuml;ber den Kurs des Landes, vor dem Hintergrund des &bdquo;American decline&ldquo;&hellip;<br>\nDie Radikalisierung der republikanischen Partei erkl&auml;rt sich jedoch keineswegs nur durch den Aufschwung der Tea Party. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Rechtswende innerhalb der Konzernwelt&hellip; man will, nach Jahrzehnten kontinuierlicher Steuersenkungen, nun offensichtlich &uuml;berhaupt keine Steuern mehr zahlen&hellip;<br>\nW&auml;hrend der Supreme Court den Konzernen mit &bdquo;Citizens United&ldquo; fast unbeschr&auml;nkten Einfluss auf den Wahlkampf er&ouml;ffnet hat, wird gleichzeitig vielen Armen und Angeh&ouml;rigen der Minderheiten das Wahlrecht entzogen.<br>\nDie Republikaner machen all dies aus klarem Kalk&uuml;l und einem einzigen Grund: weil sie schon jetzt nur noch eine Minderheit repr&auml;sentieren, n&auml;mlich die der wei&szlig;en M&auml;nner als die Kerngruppe ihrer W&auml;hlerschaft. Nach ihrer Rechtswende &ndash; mit Immigranten-Bashing, kaum verh&uuml;lltem Rassismus, fanatischer Abtreibungsgegnerschaft &ndash; und angesichts der sich rapide ver&auml;ndernden demografischen Zusammensetzung der Bev&ouml;lkerung, mit einem starken Wachstum vor allem des Anteils der Latinos, k&ouml;nnen die Republikaner die Wahlen nur so gewinnen&hellip;<br>\nIm Falle seiner Wiederwahl wird Obama auf jeden Fall unter starken Druck der Konzerne geraten; eine grundlegende Abkehr vom Neoliberalismus ist schon deshalb nicht zu erwarten. Fest steht aber auch: Sollten Romney\/Ryan gew&auml;hlt werden, werden die Republikaner ihren Sieg als Mandat zum Generalangriff auf die Errungenschaften des New Deal interpretieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/oktober\/obama-vs.-romney-die-usa-vor-der-wahl\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Verfassungsreferendum in Island<\/strong><br>\nEs war ein Demokratieexperiment, das seinesgleichen sucht: Islands Regierung und Parlament lie&szlig;en eine neue Verfassung entwerfen &ndash; und zwar durch das Volk selbst. Nun hat eine satte Mehrheit der Isl&auml;nder f&uuml;r den Entwurf gestimmt. Doch die &ldquo;Crowdsourcing&rdquo;-Verfassung hat einen Haken: Das letzte Wort hat wiederum das Parlament&hellip;<br>\nDie Verfassung schreibt vor, dass &Auml;nderungen an ihr nicht nur einmal, sondern zweimal durchs Parlament m&uuml;ssen. Einmal vor und einmal nach Neuwahlen. Das hei&szlig;t, um den Entwurf des Verfassungsrats in Kraft zu setzen, m&uuml;sste auch nach den n&auml;chsten Wahlen im Fr&uuml;hjahr 2013 eine Mehrheit daf&uuml;r gewonnen werden &ndash; was aber &auml;u&szlig;erst ungewiss ist. Die derzeitige linke Regierung ist wegen der drastischen Sparma&szlig;nahmen, die sie durchsetzen musste, &auml;u&szlig;erst unbeliebt. Gut m&ouml;glich, dass deshalb 2013 wieder die Unabh&auml;ngigkeitspartei an die Macht kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1899504\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie Journalisten aufgefordert werden, umsonst zu arbeiten<\/strong><br>\nDass speziell freie Journalisten h&auml;ufig viel Arbeit f&uuml;r wenig Geld haben, dass Autoren komplett recherchierte und ausformulierte Geschichten &bdquo;zur Ansicht&ldquo; schicken und bei Nichterscheinen auch nicht bezahlt werden sollen und dass angestellte Redakteure h&auml;ufig unbezahlte &Uuml;berstunden machen, weil sie ohnehin zur Selbstausbeutung neigen und korrekte Arbeitszeiterfassung f&uuml;r &bdquo;Stechuhrjournalismus&ldquo; halten, all das ist in der Branche bekannt. Und doch verursacht jedes neue Beispiel immer wieder Kopfsch&uuml;tteln. Aber dass auch &ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten versuchen, ihre freien Mitarbeiter umsonst oder unter Tarif zu besch&auml;ftigen, ist eine neue Eskalationsstufe im Wettlauf um Billigjournalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/tarife-beruf\/gratis-dreingabe\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rezension von Rudolf Hickel:  Werner R&uuml;gemer: Rating-Agenturen. Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart<\/strong><br>\nRating-Agenturen stehen nicht erst seit der j&uuml;ngsten Finanzmarktkrise sowie den schlechteren Noten f&uuml;r die L&auml;nder im Zentrum der Euro-Krise in der Kritik. Sie haben ihre wichtige Rolle der Informationsbeschaffung &uuml;ber versteckte Risiken in Kreditkomplexen und undurchsichtig gehaltenen Finanzmarktprodukten gr&uuml;ndlich missbraucht. Im Mittelpunkt dieses monopolistischen Marktes stehen die gro&szlig;en drei: Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s und Fitch. Frei von Haftung und gesamtwirtschaftlicher Verantwortung dienen die Agenturen den Interessen ihrer Eigent&uuml;mer, vor allem den den Hedgefonds und den Investmentbanken, denen sie direkt oder indirekt geh&ouml;ren. Dabei gelten die Interessen der Wall Street als Messlatte der Benotung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-shop.sueddeutsche.de\/mediathek\/shop\/Produktdetails\/Buch+Rating-Agenturen+Werner_Ruegemer\/7352634.do;jsessionid=EFB47DF7E725D4A484DF5BC6EA27F1BD.kafka:9009?extraInformationShortModus=false&amp;currentExtraInformationTab=\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine weitere Besprechung des Buches von Werner R&uuml;gemer &bdquo;Rating Agenturen&ldquo;.  Lesenswert! Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13465\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>TV-Tipp: Pelzig h&auml;lt sich<\/strong><br>\nG&auml;ste: Michael Glos, Stefanie Klo&szlig; und Andreas Nowak, Manfred L&uuml;tz<br>\nDienstag 23.10.2012, 23:00 &ndash; 00:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pelzig.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/e8387fd6-e3e0-30fa-b42f-fadd2e9b5d09\/20060645\">ZDF<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Da Minister a.D. Michael Glos im Zusammenhang mit Steinbr&uuml;ck&acute;s Nebengesch&auml;ften ebenfalls mit diversen Lobbyt&auml;tigkeiten genannt wurde, k&ouml;nnte hier der Bildschirm knistern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14787","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14787"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14787\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14794,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14787\/revisions\/14794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}