{"id":1480,"date":"2006-08-07T12:24:49","date_gmt":"2006-08-07T10:24:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1480"},"modified":"2016-01-30T11:50:40","modified_gmt":"2016-01-30T10:50:40","slug":"im-interesse-der-arbeitnehmerinnen-kann-die-forderung-nach-einer-weiteren-absenkung-der-beitragspunkte-in-der-arbeitslosenversicherung-allerdings-nicht-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1480","title":{"rendered":"Im Interesse der ArbeitnehmerInnen kann die Forderung nach einer weiteren Absenkung der Beitragspunkte in der Arbeitslosenversicherung allerdings nicht sein."},"content":{"rendered":"<p>Das steht in einem Brief des Betriebsratsvorsitzenden Manfred Steingrube an Bundeskanzlerin Merkel. Der Brief ist bemerkenswert. Der Autor stellt messerscharf heraus, dass das ganze Getue um die Senkung der Lohnnebenkosten an den Interessen der Arbeitnehmerschaft weit gehend vorbeigeht. F&uuml;r sie w&auml;re eine intakte Arbeitslosenversicherung wichtig. Diese ist aber mit Hartz IV zerst&ouml;rt. Der Brief k&ouml;nnte auch f&uuml;r andere unsere Leser in &auml;hnlichen Funktionen wichtig sein. Manfred Steingrube ist mit der Ver&ouml;ffentlichung auf den NachDenkSeiten einverstanden. Danksch&ouml;n.<br>\n<!--more--><br>\nManfred Steingrube<br>\nBetriebsratsvorsitzender<br>\n33824 Werther \/ Westfalen<\/p><p><strong>Arbeitslosenversicherung \/ Lohnnebenkosten<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,<\/p><p>im Interesse der von mir zu vertretenden 200 MitarbeiterInnen eines mittelst&auml;ndischen Unternehmens schreibe ich Ihnen erneut als Betriebsratsvorsitzender.<br>\nNach Medienberichten wird voraussichtlich bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im laufenden Jahr ein finanzieller &Uuml;berschuss von ca. 6 Milliarden &euro;  anfallen. Dieser &Uuml;berschuss weckt bei Politikern wie bei Verb&auml;nden gro&szlig;e Begierde. Die einen wollen mit dem &Uuml;berschuss Schulden abtragen, die anderen die Lohnnebenkosten senken. Beides kann nicht im Interesse von Arbeitnehmern liegen. Zum einen handelt es sich bei dem &Uuml;berschuss um Beitragsgelder der Versicherten und zum anderen kann die Politik nicht st&auml;ndig Arbeitnehmern die Lasten politischer Fehlentscheidungen aufb&uuml;rden.<\/p><p>Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist, Peter Clever, sagte der Berliner Zeitung hinsichtlich dieses &Uuml;berschusses am 31.07.2006: &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns vorstellen, dass der Anspruch auf Arbeitslosengeld generell auf zw&ouml;lf Monate begrenzt wird. Zudem sollte ein Karenzmonat eingef&uuml;hrt werden, indem im ersten Monat der Arbeitslosigkeit keine Zahlungen erfolgen. Unter diesen Voraussetzungen kann der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung auf vier Prozent abgesenkt werden.&rdquo;<\/p><p>Dass Herr Peter Clever die Interessen der Arbeitgeber vertritt, ist wirklich nicht schwer zu erkennen. Im Interesse der ArbeitnehmerInnen kann die Forderung nach einer weiteren Absenkung der Beitragspunkte in der Arbeitslosenversicherung allerdings nicht sein. Man muss nicht besonders mathematisch talentiert oder besonders klug sein, um erkennen zu k&ouml;nnen, dass zuk&uuml;nftig zweistellige Milliardenbetr&auml;ge in der Arbeitslosenversicherung durch die bereits beschlossene Absenkung von zwei Beitragspunkten fehlen werden. Dies wird zur Folge haben, dass im n&auml;chsten Schritt massive Leistungsk&uuml;rzungen vorgenommen werden m&uuml;ssen. Dazu passt auch folgende Meldung vom 28.7.06: Der Vorstand der Bundesagentur (BA), Heinrich Alt, sagte der Berliner Zeitung: &ldquo;Wir haben jetzt zwischen 70 und 80 arbeitsmarktpolitische Instrumente, deren Nutzen h&ouml;chst unterschiedlich ist. Wir k&ouml;nnen uns eine radikale Reduzierung dieser Elemente vorstellen, und wir w&uuml;rden auch gern die Politik in dieser Richtung beraten&rdquo;.<\/p><p>Mit der Forderung nach weiteren Absenkungen und einem Karenztag sch&uuml;rt Herr Clever bewusst oder unbewusst die &Auml;ngste der Menschen, die ihr Leben lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Diese Forderung muss wie blanker Hohn in den Ohren von ArbeitnehmerInnen klingen, deren Unternehmen von Finanzinvestoren &uuml;bernommen wurden oder &uuml;bernommen werden. Solche &Uuml;bernahmen bedeuten in der Regel Entlassungen und Zerschlagung von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Als Beispiel m&ouml;chte ich die Firma Grohe in Hemer erw&auml;hnen. Dort wurden durch &ldquo;zerst&ouml;rerische Investorent&auml;tigkeiten&rdquo; Unternehmensteile zerschlagen, 900 K&uuml;ndigungen ausgesprochen. Diese Art von &ldquo;zerst&ouml;rerischer Investorent&auml;tigkeiten&rdquo; wird vom Staat auch noch mit Steuerfreiheit f&uuml;rstlich belohnt. Und niemand in der Politik k&uuml;mmert sich um eine R&uuml;cknahme der Steuerfreiheit solcher Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne.<\/p><p>Das Arbeitslosengeld I ist keine Hilfe des Staates an Bed&uuml;rftige, sondern die Leistung einer Versicherung an ihre Mitglieder. Deshalb ist es nicht mehr als richtig, diesen &Uuml;berschuss den Versicherten zukommen zu lassen oder daf&uuml;r zu verwenden, dass arbeitslose B&uuml;rger wieder in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung kommen.<\/p><p>ArbeitnehmerInnen haben ein sehr gro&szlig;es Interesse an einer stabilen Arbeitslosenversicherung. ArbeitnehmerInnen wollen f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum nach einem m&ouml;glichen Verlust ihres Arbeitsplatzes auf Zeit finanziell abgesichert sein &ndash; nichts anderes wollen Abgeordnete auch: abgesichert sein!<br>\nDas wiederum hat nun wirklich nichts mit einer &ldquo;Vollkaskomentalit&auml;t&rdquo; zu tun, wie es oft aus Berlin zu vernehmen ist. Arbeitslose B&uuml;rger haben ein gro&szlig;es Interesse daran, schnell eine neue versicherungspflichtige Arbeit zu finden. Und daf&uuml;r hat die Politik den Rahmen zu setzen, aber nicht alles zu &uuml;bernehmen, was ihnen &ldquo;Lobbyistengruppen&rdquo; suggerieren wollen: sparen, sparen, sparen.<\/p><p>Eine erneute Absenkung um 0,5 % bedeutet faktisch ein weiteres &ldquo;Ausbluten der Arbeitslosenversicherung&rdquo;. Manchmal kann man sich oft nicht des Eindrucks erwehren, dass dies vielleicht sogar politisch gewollt ist, um dann in einem weiteren Schritt begr&uuml;nden zu k&ouml;nnen, warum die Leistungen der Arbeitslosenversicherung drastisch gek&uuml;rzt werden m&uuml;ssen.<\/p><p>ArbeitnehmerInnen werden zuk&uuml;nftig weiter massiv mit Abgaben belastet: 0,5 % Krankenversicherung, 0,4 % Rentenversicherung, 3 % Mehrwertsteuer. Die Unternehmen werden mit 5 Milliarden &euro; entlastet. Glauben Sie denn wirklich, dass diese Ma&szlig;nahme zu mehr sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung f&uuml;hren wird?<\/p><p>Dazu m&ouml;chte ich Ihren Parteifreund J&uuml;rgen R&uuml;ttgers antworten lassen. Das vollst&auml;ndige Interview k&ouml;nnen Sie im Stern 32\/2006 nachlesen.<br>\nJ&uuml;rgen R&uuml;ttgers fordert seine Partei auf, sich von zentralen &ldquo;Lebensl&uuml;gen&rdquo; zu verabschieden. R&uuml;ttgers: &ldquo;Die CDU ist keine kapitalistische Partei. Sie ist eine Wertegemeinschaft, die nicht nur am Materiellen h&auml;ngt. Tut sie es doch, geht sie unter.&rdquo; Weiter sagt er: &ldquo;Es sei falsch zu glauben, dass &ldquo;Steuersenkungen zu mehr Investitionen und damit zu mehr Arbeitspl&auml;tzen f&uuml;hren. Gleiches gelte f&uuml;r die Behauptung, die L&ouml;hne in Deutschland seien zu hoch. Wer das vertritt, wei&szlig; nicht, wie die Menschen hier leben. Man m&uuml;sse zur Kenntnis nehmen, dass der Lohnkostenanteil in vielen Betrieben nicht mehr die Rolle spielt, die wir ihm lange Zeit zugesprochen haben.&rdquo;<\/p><p>Herr R&uuml;ttgers scheint erkannt zu haben, dass die neoliberale Politik in Berlin nicht zum gew&uuml;nschten Erfolg gef&uuml;hrt hat. Dem ist nichts weiter hinzuzuf&uuml;gen.<\/p><p><strong>Zur Lohnnebenkostendebatte Ihrer Partei:<\/strong><\/p><p>Ihre Parteifreunde versuchen in den &ouml;ffentlichen Debatten die Lohnnebenkosten zum Dreh- und Angelpunkt f&uuml;r die Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze zu erkl&auml;ren. Dass das v&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn ist, der da verbreitet wird, brauche ich Ihnen hoffentlich nicht zu sagen.<\/p><p>Wenn Unternehmen ihre Produktion ausweiten oder gr&ouml;&szlig;ere Investitionen vornehmen wollen, haben sie ein ganzes B&uuml;ndel von Fakten auf dem Tisch liegen.<br>\nUnternehmen fragen nach Gewinnen, Gewinnerwartungen, Infrastrukturen, Absatzm&auml;rkten, Umsatz, Zinserwartungen, Steuern, Rechtssicherheiten, qualifiziertem Personal, steuerlichen Verg&uuml;nstigungen, Abschreibungsm&ouml;glichkeiten usw. usw. Vordergr&uuml;ndig stehen also niemals allein nur die Lohnneben- kosten. Lohnnebenkosten k&ouml;nnen daher immer nur ein Teil des Ganzen sein. Zugegeben: Ein nicht ganz unwichtiger!  Aber f&uuml;r Investitionen nicht das entscheidende Kriterium.<\/p><p>Wenn Ihre Parteifreunde sich heute &uuml;ber die hohen Lohnnebenkosten &ouml;ffentlich in so unsachlicher und unehrlicher Weise beklagen, dann sollten sie einmal dar&uuml;ber nachdenken, welche Hinterlassenschaften sie den B&uuml;rgern und besonders den Arbeitnehmern aus der Kohl-&Auml;ra aufgeb&uuml;rdet haben. Die Lohnnebenkosten sind doch gestiegen durch Fr&uuml;hverrentungen. Auch Unternehmen haben daran mitgewirkt. Die Lohnnebenkosten sind doch gestiegen, weil die Gelder unserer Sozialversicherungssysteme durch versicherungsfremde Leistungen &ldquo;missbraucht&rdquo; worden sind.<\/p><p>Des Weiteren blendet die CDU\/CSU die Kosten des Wiedervereinigungsprozesses aus der &ouml;ffentlichen Diskussion aus. Sie schweigt einfach und sagt nichts. Nach dem Motto: Wird sich schon keiner erinnern, dass wir daran eine Mitschuld tragen. Aber das sagen wir lieber nicht. Sonst k&ouml;nnten uns die W&auml;hlerInnen nicht mehr m&ouml;gen.<\/p><p><strong>Zur Erinnerung, Frau Bundeskanzlerin:<\/strong><\/p><p>Allein von 1991 &ndash; 1999 wurden durch die damals verantwortliche Koalition 188,7 Milliarden &euro;  zweckentfremdet aus unseren Sozialsicherungssystemen abgesch&ouml;pft.<br>\nWeitere 275,9 Milliarden &euro;  wurden dem Steuerzahler aufgebrummt. Hinzu kam, dass von der CDU\/CSU und der FDP der Solidarit&auml;tszuschlag eingef&uuml;hrt wurde.<br>\nDas insgesamt ist einer der Hintergr&uuml;nde, der daf&uuml;r mit verantwortlich ist, dass unsere Sozialsicherungssysteme heute in Schieflage sind.<\/p><p>Das alles, Frau Bundeskanzlerin, wissen Sie genau so gut wie ich. Und trotzdem schweigen auch Sie wie alle Abgeordneten der Parteien. Vielleicht mit einigen Ausnahmen, die sicherlich leicht abzuz&auml;hlen w&auml;ren. Sie pers&ouml;nlich pl&auml;dieren doch daf&uuml;r, dass man den Menschen die Wahrheit sagen muss und Sie sprechen von einem &ldquo;Sanierungsfall Deutschland&rdquo;. In einem &ldquo;Sanierungsfall&rdquo; m&uuml;ssen alle Fakten und Hintergr&uuml;nde, die zum Sanierungsfall gef&uuml;hrt haben, auf den Tisch gelegt werden. Legen Sie alle Fakten und Hintergr&uuml;nde zum &ldquo;Sanierungsfall Deutschland&rdquo; offen und ehrlich der &Ouml;ffentlichkeit vor. Was bisher von Ihnen dazu &ouml;ffentlich formuliert wurde, hat nichts gemein mit Zahlen, Daten, Fakten und Hintergr&uuml;nden, sondern ist bisher nur allgemeines Gerede gewesen und tr&auml;gt nicht zum Verst&auml;ndnis Ihres &ldquo;Sanierungsfalles Deutschland&rdquo; bei.<\/p><p>Damit ich richtig verstanden werde, Frau Bundeskanzlerin. Ich bin kein Gegner der Wiedervereinigung. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich, dass Deutschland wieder vereint ist, und ich gebe seit Jahren pers&ouml;nlich meinen finanziellen Beitrag zur Wiedervereinigung. Es geht einzig und allein darum, dass uns Arbeitnehmern \/ den B&uuml;rgern die &ldquo;ungeschminkte Wahrheit&rdquo; gesagt wird. Aber vermutlich werden Sie sich das nicht trauen, denn dann m&uuml;sste die CDU\/CSU Fehler eingestehen.<\/p><p>In Erwartung einer Antwort verbleibe ich bis dahin<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Manfred Steingrube<br>\nBetriebsratsvorsitzender<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das steht in einem Brief des Betriebsratsvorsitzenden Manfred Steingrube an Bundeskanzlerin Merkel. Der Brief ist bemerkenswert. Der Autor stellt messerscharf heraus, dass das ganze Getue um die Senkung der Lohnnebenkosten an den Interessen der Arbeitnehmerschaft weit gehend vorbeigeht. F&uuml;r sie w&auml;re eine intakte Arbeitslosenversicherung wichtig. Diese ist aber mit Hartz IV zerst&ouml;rt. Der Brief k&ouml;nnte<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1480\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,35,25,142],"tags":[315],"class_list":["post-1480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-lohnnebenkosten","category-bundesagentur-fuer-arbeit","tag-merkel-angela"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1480"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30728,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions\/30728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}