{"id":14800,"date":"2012-10-23T08:50:13","date_gmt":"2012-10-23T06:50:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800"},"modified":"2012-10-23T08:53:49","modified_gmt":"2012-10-23T06:53:49","slug":"hinweise-des-tages-1745","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h01\">Wird durch Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum gef&ouml;rdert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h02\">Olaf Storbeck: Im Teufelskreis des Dauersparens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h03\">Weimarer Verh&auml;ltnisse in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h04\">Rating-Agenturen: Fundiert kritisieren statt anti-amerikanisch beschimpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h05\">Helga Spindler: &ldquo;Der Staat verzerrt den gesamten Arbeitsmarkt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h06\">Joseph Stiglitz &ndash; Der geldpolitische Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h07\">Stefan Schulmeister &ndash; Spekulanten als Sargtischler der Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h08\">Irland hofft auf Geldspritze aus Europa f&uuml;r marode Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h09\">Dierk Hirschel &ndash; Politik f&uuml;r eine faire Leistungsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h10\">Risiko Staatsanleihen: Reformbedarf bei der EU-Bankenregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h11\">Arm und reich in Deutschland mit Prof. Dr. Michael Hartmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h12\">Filderbahnhof droht S-21-Kostendeckel zu sprengen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h13\">Sachverst&auml;ndiger: Mafia w&auml;scht Milliardenbetr&auml;ge in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h14\">Demokratie lernen statt pauken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h15\">Google-Krieg der deutschen Medien: Die Masken sind jetzt gefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h16\">ZDF schummelt bei Beitrag &uuml;ber Steinbr&uuml;ck-Rede<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h17\">Robert Misik &ndash; Was ist uns guter Journalismus wert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800#h18\">zu guter Letzt: Stromwut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14800&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wird durch Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum gef&ouml;rdert?<\/strong><br>\nAusgerechnet eine Studie des Congressional Research Service &uuml;ber die Wirtschaftsentwickelung seit 1945 zeigt, dass an dem neoliberalen Mantra nichts dran ist.<br>\nSt&auml;ndig hei&szlig;t es von den Marktliberalen, dass man nur die Steuern senken m&uuml;sse, um die Wirtschaft wachsen zu lassen. Und wenn es Wirtschaftswachstum gibt, dann profitieren irgendwie Alle davon, nicht nur die Reichen. Greift der Staat zu viele Gewinne ab, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern, die Chancengleichheit zu vergr&ouml;&szlig;ern und die Armut zu mildern, dann schrumpft der Anreiz, etwas zu unternehmen. Hinter der wirtschaftsliberalen Ideologie vom freien Markt, der fast alles besser macht, wenn das Eigentum durch Polizei, Rechtsprechung und Milit&auml;r gesichert wird, steckt die Ansicht, einzig das Versprechen auf Profit und Reichtum und die Angst vor dem Absturz bewege die Menschen. [&hellip;]<br>\nDas Ergebnis der Studie ist also ziemlich eindeutig: &ldquo;Die Ver&auml;nderungen der Grenzsteuers&auml;tze f&uuml;r Einkommen und Kapitalgewinne scheienen nicht mit dem Wirtschaftswachstum verbunden zu sein. Die Reduktion der H&ouml;chststeuers&auml;tze scheint nicht mit Sparen, Investitionen und Produktivit&auml;tswachstum zusammenzuh&auml;ngen. Die H&ouml;chststeuers&auml;tze scheinen wenig oder nichts mit der Gr&ouml;&szlig;e der Wirtschaft zu tun zu haben.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37667\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/graphics8.nytimes.com\/news\/business\/0915taxesandeconomy.pdf\">Taxes and the Economy: An Economic &ndash; Analysis of the Top Tax Rates Since 1945 [PDF &ndash; 352 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Olaf Storbeck: Im Teufelskreis des Dauersparens<\/strong><br>\nDie Wirtschaftspolitiker in Europa hadern mit sich selbst. Strenges Sparen soll nun auf jahrelanges Prassen folgen. Fragt sich nur, wie sinnvoll diese Strategie ist &ndash; und ob sie &uuml;berhaupt als solche zu bezeichnen ist&hellip;<br>\nAggressive Austerit&auml;tspolitik besch&auml;digt die Wirtschaftsleistung demnach deutlich st&auml;rker, als Volkswirte bislang geglaubt haben. Das gelte offenbar vor allem in wirtschaftlichen Krisenzeiten mit wenig Wachstum und dann, wenn die traditionelle Geldpolitik ihr Pulver weitgehend verschossen hat, so der IWF&hellip;<br>\nGerade f&uuml;r die Euro-Zone sind all diese Ergebnisse wirtschaftspolitisch hochgradig brisant. Denn sie stellen ein Grundprinzip der Rettungspolitik nachhaltig infrage. Die EU-Kommission, die Europ&auml;ische Zentralbank und auch der IWF kn&uuml;pfen Finanzhilfen f&uuml;r Krisenl&auml;nder bislang an eiserne Sparauflagen &ndash; und drohen L&auml;ndern, die ihre Versprechen nicht erf&uuml;llen, damit, den Geldhahn zuzudrehen&hellip;<br>\nEs h&auml;ufen sich die wissenschaftlichen Indizien daf&uuml;r, dass Europas Sparpolitik die Probleme, die sie l&ouml;sen soll, versch&auml;rft und dass der Austerit&auml;tskurs exzessiv und kontraproduktiv ist &ndash; &bdquo;self-defeating&ldquo;, wie es die Angelsachsen sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-im-teufelskreis-des-dauersparens\/7282322.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht d&auml;mmert es allm&auml;hlich, selbst in einem konservativen Wirtschaftsblatt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Olaf Storbeck ist der einzige Grund, hin und wieder einmal im Handelsblatt zu lesen. Den Rest des Blattes hat Ex-SPIEGEL-Enfant-terrible Gabor Steingart erwartungsgem&auml;&szlig; streng auf neoliberale Linie gebracht. Wobei man nat&uuml;rlich eingestehen muss, dass sein Amtsvorg&auml;nger Bernd Ziesemer diesbez&uuml;glich kaum besser war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weimarer Verh&auml;ltnisse in Griechenland<\/strong><br>\nMit dem harten Sparprogramm steuert Griechenland auf eine Depression zu &ndash; so extrem wie 1930er Jahren in Deutschland oder den USA. Experten fordern daher von der EU, das Ruder rasch umzulegen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Die Sparprogramme haben die Steuereinnahmen einbrechen lassen und daher den beabsichtigten Effekt vereitelt&ldquo;, erkl&auml;rt Charles Dumas, Vorsitzender des Beratungsunternehmens Lombard Street Research in London. &bdquo;Es gibt jedoch keine M&ouml;glichkeit, die Sparprogramme zu umgehen, weil sie nicht kreditf&auml;hig sind. Die Defizite sind nun mal da.&ldquo; [&hellip;]<br>\nUnter den Geldgebern Griechenlands hat ein Umdenken eingesetzt. So sagte etwa der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Francois Hollande am 19. Oktober, er sei offen f&uuml;r eine Lockerung der Regeln zum Haushaltsdefizit. Auch beim IWF ist ein Sinneswandel feststellbar. Der Fonds geht inzwischen davon aus, dass staatliche Ausgabensenkungen mehr als dreimal so gro&szlig;e Wirkung entfalten wie bisher angenommen. Das bedeutet, dass eine Ausgabensenkung einen gr&ouml;&szlig;eren Verlust an Wirtschaftsleistung und damit geringere Staatseinnahmen und ein h&ouml;heres Haushaltsdefizit zur Folge haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/sparkurs-fuehrt-in-depression-weimarer-verhaeltnisse-in-griechenland\/7283870.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; Austerit&auml;tspolitik nicht funktioniert, sondern nur zu noch mehr Schulden, zu noch mehr wirtschaftlichen Problemen und zu krassen gesellschaftlichen Verwerfungen f&uuml;hrt, ist ja alles nicht neu, sondern seit 80 Jahren bekannt &ndash; eben seit den &ldquo;Weimarer Verh&auml;ltnissen&rdquo;. Da das alles bekannt ist und die Troika nicht von Idioten geleitet wird, mu&szlig; man annehmen, da&szlig; die Folgen nicht unbeabsichtigt, sondern fest eingeplant waren, solange das wirkliche Ziel, die radikale Schleifung von L&ouml;hnen und von Arbeitnehmerrechten, erreicht werden konnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Alexis Tsipras &ndash; Merkels Sparkurs ist die Krise<\/strong><br>\nEuropa braucht einen neuen Impuls. Einen Impuls der Solidarit&auml;t und der Demokratie. Das ist unsere gemeinsame Pflicht, schreibt der Vorsitzende des linken griechischen Parteienb&uuml;ndnis SYRIZA.<br>\nDeutschlands Regierungskoalition weigert sich, das Londoner Schuldenabkommen von 1953 zu wiederholen. Damals war die Bundesrepublik von ihrer Schuldenlast erl&ouml;st worden, der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde frei.<br>\nHeute zwingt Schwarz-Gelb stattdessen ganz Europa eine Politik der Austerit&auml;t auf. In Griechenland tragen zweieinhalb Jahre unerbittlicher Sparzw&auml;nge und die Deregulierung des Arbeitsmarktes bereits bittere Fr&uuml;chte: Die &ouml;ffentlichen Schulden steigen unkontrollierbar. Griechenland ist im internationalen Vergleich auf dem Abstiegspfad, obwohl die Lohnst&uuml;ckkosten drastisch gesenkt wurden. Gro&szlig;e Firmen verlassen das Land.<br>\nSparpolitik ist keine L&ouml;sung in der Krise. Sparpolitik ist die Krise. Sie riskiert gleicherma&szlig;en den Ausschluss von Staaten aus der Eurozone &ndash; und damit deren Existenz. Die Geister von Weimar ragen bedrohlich auf &uuml;ber Griechenland. Schwarzhemden der rechtsradikalen &raquo;Sturmabteilung&laquo; bringen jetzt schon Gewalt in die Stra&szlig;en von Athen und in die D&ouml;rfer des Landes.<br>\nUnd: Die Sparpolitik geht auch in den beiden kommenden Jahren weiter. Ein solcher Kurs Br&uuml;ningscher Art ist nicht geeignet, einer schon f&uuml;nfj&auml;hrigen Rezession entgegenzuwirken &ndash; er wird vielmehr in eine Trag&ouml;die m&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/801890.merkels-sparkurs-ist-die-krise.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rating-Agenturen: Fundiert kritisieren statt anti-amerikanisch beschimpfen<\/strong><br>\nDie Rating-Agenturen sind mit der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise in die Kritik geraten &ndash; zu Recht, so weit es sich um &ouml;konomisch fundierte Kritik handelt. Doch haben politische &Auml;u&szlig;erungen zu den &ndash; &uuml;berwiegend ja US-amerikanischen &ndash; Rating-Agenturen bisweilen einen deutlich anti-amerikanischen, wenn nicht gar nationalistischen Unterton. Der ist nicht nur fehl am Platze, sondern sogar kontraproduktiv, denn er lenkt von den wirklichen Problemen ab.<br>\nGlaubt man den Ideologien der neoliberalen Apologeten des freien Marktes, so d&uuml;rfte es Rating-Agenturen eigentlich gar nicht geben. Schlie&szlig;lich ist es eine Grundvoraussetzung des Neoliberalismus, an die vollst&auml;ndige Effektivit&auml;t von M&auml;rkten zu glauben &ndash; und deren Grundvoraussetzung ist wiederum, dass allen Marktakteuren alle relevanten Informationen vollst&auml;ndig vorliegen. Nur unter dieser Bedingung n&auml;mlich ergeben sich ad&auml;quate Preissignale, im Falle von Krediten ad&auml;quate Zinsen, die wiederum als neoliberale Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Effektivit&auml;t von M&auml;rkten dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1031\">annotazioni<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Na endlich sagt es einer! Die d&auml;mliche Vorstellung, die USA wollten die europ&auml;ische Wirtschaft und den Euro schw&auml;chen oder gar zerst&ouml;ren, sind reine Projektionen. Es ist in Deutschland offenbar Allgemeingut, dass der wirtschaftlicher Erfolg eines Landes hei&szlig;t, andere L&auml;nder wirtschaftlich zu &ldquo;besiegen&rdquo;. Nur so kann man das deutsche Beharren auf Merkantilismus &uuml;berhaupt verstehen. Daher ist es nicht schwer zu verstehen, wenn Deutsche diese Mentalit&auml;t von wirtschaftlichen Siegern und Besiegten auf andere L&auml;nder, wie die USA, projizieren. Dabei bleibt es aber eine Projektion der deutschen Vorstellung, dass es dem eigenen Land nur dann gut geht, wenn man andere L&auml;nder besiegt. Fr&uuml;her war das milit&auml;risch gedacht, heute wirtschaftlich. Diese Mentalit&auml;t ist bei der deutschen Europapolitik mit H&auml;nden zu greifen. Das merkt man schon an dem Vergleich zwischen dem amerikanischen und dem deutschen &ldquo;Marshall-Plan&rdquo;. Beim ersteren wusste man, dass es im Eigeninteresse war, dem damaligen Gegner zum Erfolg zu verhelfen. Doch die Deutschen sind in diesem Zusammenhang nicht nur grob undankbar, sie meinen immer noch, &ldquo;S&uuml;nder&rdquo; m&uuml;ssen brutal bestraft werden, und dass man andere L&auml;nder oder Regionen wirtschaftlich &ldquo;besiegen&rdquo; m&uuml;sse. Und diese Mentalit&auml;t wird im Bezug auf die amerikanische Haltung zur Eurokrise auf uns projiziert. Dabei geht es nicht um Sieg und Niederlage, sondern um gegenseitige Wohlstandsmaximierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Helga Spindler: &ldquo;Der Staat verzerrt den gesamten Arbeitsmarkt&rdquo;<\/strong><br>\nWahrscheinlich wird dieses Jahr die Anzahl der Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher erstmals die Millionenmarke erreichen. Weniger bekannt ist, dass diese Sanktionen mehrheitlich nicht wegen Arbeitsverweigerung, sondern harmloser Vergehen wegen wie Meldevers&auml;umnissen ausgesprochen werden und dass sich der Entzug des Existenzminimums &uuml;ber Monate hinziehen kann, weil der Widerspruch dagegen keine aufschiebende Wirkung besitzt&hellip;<br>\nHeutzutage werden Sanktionen sehr rasch und ohne gr&ouml;&szlig;ere Pr&uuml;fung ausgesprochen und die h&auml;ufigeren Beh&ouml;rdenkontakte werden offenbar nicht vornehmlich zur Beratung und Unterst&uuml;tzung genutzt, sondern bewirken als sichtbarstes Ergebnis nur deutlich mehr Sanktionen. Zus&auml;tzlich hat man auch Familienmitglieder, die f&uuml;r sich selbst genug verdienen, aber nicht alle in der Bedarfsgemeinschaft ern&auml;hren k&ouml;nnen, gesetzestechnisch mit hilfebed&uuml;rftigen Langzeitarbeitslosen gleich gestellt, um auch sie mit Pflichten und Sanktionen konfrontieren zu k&ouml;nnen.<br>\nDurch alle diese &Auml;nderungen hat sich die Anwendung und Auswirkung der Regel versch&auml;rft, was noch dadurch verst&auml;rkt wird, dass heute Firmen, die sich wegen ihrer unattraktiven Arbeitsangebote fr&uuml;her bei einem Jobcenter nicht gemeldet h&auml;tten, &uuml;bereifrig &ldquo;beliefert&rdquo; werden, da diese Vermittlungserfolge produzieren&hellip;<br>\nEs kann nicht beruhigen, dass nur wenige Sanktionen wegen Verweigerung zumutbarer Arbeit ausgesprochen werden, wobei sogar schon Versuche einen h&ouml;heren Lohn zu fordern als sanktionsw&uuml;rdig eingestuft werden. Denn schlimmer sind die Auswirkungen da, wo Stellen nur wegen dieses Sanktionsdrucks angenommen werden. Dort unterbindet der Staat einseitig das Aushandeln der Arbeitsbedingungen und verzerrt damit den gesamten Arbeitsmarkt.<br>\nWenn wir heute das Anwachsen von Hungerl&ouml;hnen, Befristungen, tarifloser Besch&auml;ftigung beklagen, dann ist das nicht der Globalisierung geschuldet ist, sondern dem staatlichen Druck, der dazu gef&uuml;hrt hat, dass solche Stellen auch mit qualifizierten Kr&auml;ften besetzt werden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/37\/37827\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Der geldpolitische Irrweg<\/strong><br>\nFed und EZB tragen an der Krise eine erhebliche Mitschuld. Und die bisherigen geldpolitischen Ma&szlig;nahmen haben sich als unwirksam erwiesen. Jetzt sind die Regierungen an der Reihe. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich sind sowohl die Bef&uuml;rchtungen der Kritiker als auch die Euphorie der Optimisten unbegr&uuml;ndet. Angesichts nicht ausgelasteter Produktionskapazit&auml;ten und der d&uuml;steren wirtschaftlichen Aussichten in naher Zukunft ist das Risiko einer ernsten Inflation minimal.<br>\nTrotzdem sind mit den Ma&szlig;nahmen von Fed und EZB drei Botschaften verbunden, die den M&auml;rkten Anlass zum Nachdenken h&auml;tten geben sollen. Die Erste: Es ist ein Eingest&auml;ndnis, dass die bisherigen Ma&szlig;nahmen nicht funktioniert haben. Tats&auml;chlich tragen die wichtigen Notenbanken an der Krise eine erhebliche Mitschuld. Die F&auml;higkeit, ihre Fehler wieder gut zu machen, ist allerdings begrenzt.<br>\nZweitens impliziert die Ank&uuml;ndigung der Fed, die Zinsen bis Mitte 2015 auf au&szlig;ergew&ouml;hnlich niedrigem Niveau halten zu wollen, dass sie nicht an eine baldige Konjunkturerholung glaubt. Das sollte Europa eine Warnung sein, weil seine Wirtschaft inzwischen viel schw&auml;cher ist als die Amerikas.<br>\nUnd schlie&szlig;lich haben Fed und EZB mit dieser Entscheidung zum Ausdruck gebracht, dass die M&auml;rkte allein keine Vollbesch&auml;ftigung herstellen werden. Das sollte denjenigen in Europa und Amerika, die nach dem genauen Gegenteil rufen &ndash; n&auml;mlich noch mehr Austerit&auml;t fordern &ndash; zur Antwort dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:top-oekonomen-joseph-stiglitz-der-geldpolitische-irrweg\/70107633.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stefan Schulmeister &ndash; Spekulanten als Sargtischler der Altersvorsorge<\/strong><br>\nWer mehr ausgibt, als er einnimmt, muss sparen. Diesen Grundsatz verankern die EU-Eliten seit 20 Jahren in Regeln &ndash; von den Maastricht-Kriterien bis zum Fiskalpakt.<br>\nWenn die Arbeitslosigkeit steigt, dann ist Arbeit zu teuer, also sollen die Reall&ouml;hne schw&auml;cher wachsen als die Produktivit&auml;t. Dies ist seit 30 Jahren der Fall: die Lohnquote sinkt.<br>\nWenn die Lebenserwartung steigt, dann muss man l&auml;nger arbeiten, sonst ist das Pensionssystem in Gefahr.<br>\nIst das so? Symptomtherapien k&ouml;nnen die Krankheit verschlimmern: Seit sich die EU dem Sparen verschrieben hat, ist die Staatsschuldenquote st&auml;rker gestiegen als je zuvor. Das Gleiche gilt f&uuml;r das Rezept der Lohnzur&uuml;ckhaltung: Seit die Reall&ouml;hne hinter der Produktivit&auml;t zur&uuml;ckbleiben (seit 30 Jahren!), steigt die Arbeitslosigkeit immer mehr.<br>\nGrund: Die einfachen Therapien k&ouml;nnen wesentliche Kettenreaktionen nicht ber&uuml;cksichtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350259074813\/Spekulanten-als-Sargtischler-der-Altersvorsorge\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Irland hofft auf Geldspritze aus Europa f&uuml;r marode Banken<\/strong><br>\nAuch wenn Europa &uuml;ber Griechenland, Spanien und Portugal diskutiert, k&auml;mpft kaum ein Land mit einer so hohen Verschuldung und einem so gewaltigen Defizit wie Irland. Berlin und Paris deuten nun eine nachtr&auml;gliche Hilfe f&uuml;r Dublin bei der Bankenrettung an.<br>\nEs ist ein absoluter Negativrekord: 64 Milliarden Euro hat die Rettung der irischen Banken gekostet, was rund 41 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes entspricht. In keinem anderen EU-Land war die Hilfe f&uuml;r den Finanzsektor auch nur ann&auml;hernd so teuer. Vier Jahre nach dem Platzen der gigantischen Blase scheint Irland nun eine realistische Chance auf eine Teilung dieser Kostenlast zu haben.<br>\nEine M&ouml;glichkeit dazu bietet seit kurzem der Eurorettungsschirm ESM. Die Regierungschefs der Eurol&auml;nder haben sich Ende Juni darauf verst&auml;ndigt, dass der Rettungsschirm Banken k&uuml;nftig direkt rekapitalisieren darf, das hei&szlig;t ohne, dass die Kosten f&uuml;r die Bankenhilfen dem Staat als Schulden umgeh&auml;ngt werden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121023_1350286910482.gif\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350259064727\/Marode-Banken-Irland-hofft-auf-Geldspritze-aus-Europa\">derStandard.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn der ESM irischen Banken Eigenkapital zur Verf&uuml;gung stellt, ist die Gefahr, dass der ESM sehr reale Verluste verbuchen muss, gro&szlig;. Das hat eine ganz andere Qualit&auml;t als die vergleichsweise risikolosen B&uuml;rgschaften f&uuml;r Staatsanleihen, f&uuml;r die der ESM konstruiert wurde. Hoffentlich ist das den Abgeordneten des Bundestages auch klar, die &uuml;ber das irische Gesuch abzustimmen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dierk Hirschel &ndash; Politik f&uuml;r eine faire Leistungsgesellschaft<\/strong><br>\nDie Million&auml;rsabgabe ist ein wichtiges Instrument einer anderen Steuerpolitik, die gro&szlig;e Einkommen und Verm&ouml;gen in die Pflicht nimmt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-politik-fuer-eine-faire-leistungsgesellschaft,1472602,20675096,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Risiko Staatsanleihen: Reformbedarf bei der EU-Bankenregulierung<\/strong><br>\nDie Kreditrisiken von Staaten und ihren heimischen Bankensektoren sind eng miteinander verkn&uuml;pft und verst&auml;rken sich gegenseitig. Die wechselseitigen Ansteckungseffekte werden durch die Neigung der Banken versch&auml;rft, &uuml;berwiegend in Staatsanleihen des Heimatlandes zu investieren. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). &bdquo;Staatsanleihen sind keine risikolosen Anlagen. Die k&uuml;nftige EU-Bankenregulierung sollte Schluss machen mit ihrer systematischen Verharmlosung&ldquo;, sagt DIW-Experte S&ouml;ren Radde, der die Studie zusammen mit Johannes Pockrandt, Referent im Europ&auml;ischen Parlament, verfasst hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.100319.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen.html?id=diw_01.c.409848.de\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht erinnern Sie sich an dicke Bertha Draghis, mit der die Banken der Eurozone mit einem Billionenkredit der EZB mit drei Jahren Laufzeit versorgt wurden. Offiziell sollte dadurch eine Kreditklemme im Euroraum verhindert werden. Tats&auml;chlich haben Spanien und Italien das Angebot vor allem dazu genutzt, Staatsanleihen ihrer L&auml;nder gekauft &ndash; eine durchaus erw&uuml;nschter Nebeneffekt. Das war durchaus auch ein gutes Gesch&auml;ft, denn die Staatsanleihen rentierten sich weit &uuml;ber dem Zins der der Zentralbank f&uuml;r diese Kredite. Italienische Banken stoppten diese K&auml;ufe erst, als der Markt diesen Vorgang zunehmend mit Skepsis beurteilte und anfing italienische Banken herabzustufen. Auch wenn dicke Bertha vor&uuml;bergehend der s&uuml;deurop&auml;ischen Peripherie Erleichterung verschaffte, so gilt doch festzuhalten, dass dadurch ein reichlich paradoxer &bdquo;circulus vitiosus&ldquo; entstanden ist, den Joseph Stiglitz als Voodoo-&Ouml;konomie bezeichnete: &bdquo;Die spanische Regierung rettet die spanischen Banken, und die spanischen Banken retten die spanische Regierung.&ldquo; Der in Aussicht gestellte Aufkauf von Staatsanleihen der Krisenl&auml;nder durch die EZB zeigt, dass sich die mit der &bdquo;dicken Bertha&ldquo; verkn&uuml;pften Erwartungen auf eine Senkung der Renditen der richtungsweisenden Staatsanleihen nicht erf&uuml;llten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arm und reich in Deutschland mit Prof. Dr. Michael Hartmann<\/strong><br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich hat sich im letzten Jahrzehnt in Deutschland so schnell vertieft wie in kaum einem anderen Industrieland. Inzwischen besitzt das oberste Promille der Bev&ouml;lkerung fast ein Viertel des gesamten Verm&ouml;gens. Die untere H&auml;lfte dagegen hat so gut wie nichts. Auf der einen Seite verdienen Topmanager Millionen, auf der anderen haben wir einen Billiglohnsektor mit Stundenl&ouml;hnen von maximal sieben Euro. Dort arbeitet inzwischen jeder neunte Besch&auml;ftigte. Diese Entwicklung schl&auml;gt sich auch in den Wohnbedingungen und in der Gesundheit nieder. Arme sind h&auml;ufiger krank und sterben durchschnittlich zehn Jahre fr&uuml;her. Ma&szlig;geblich verantwortlich sind, so Michael Hartmann, politische Beschl&uuml;sse zur Besteuerung von hohen Verm&ouml;gen und Einkommen sowie die Hartz-Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tele-akademie.de\/begleit\/video_ta121021.php\">Tele-Akademie (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Filderbahnhof droht S-21-Kostendeckel zu sprengen<\/strong><br>\nStuttgart 21 kommt nicht voran. Die neue Variante f&uuml;r einen Filderbahnhof kostet weit mehr als gedacht. Zwar scheint sie kundenfreundlicher als die bisherige Version, doch w&auml;re sie deutlich teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/stuttgart\/article110117075\/Filderbahnhof-droht-S-21-Kostendeckel-zu-sprengen.html?config=print\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndiger: Mafia w&auml;scht Milliardenbetr&auml;ge in Deutschland<\/strong><br>\nF&uuml;r internationale Verbrechersyndikate wie die Mafia ist Deutschland f&uuml;r Zwecke der Geldw&auml;sche eines der gefragtesten L&auml;nder. &bdquo;Es gibt unglaubliche Geldstr&ouml;me von Italien nach Deutschland&ldquo;, erkl&auml;rte Roberto Scarpinato, leitender Oberstaatsanwalt im Anti-Mafia-Pool in Palermo, am Montag in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Finanzausschusses. Dabei gehe es um Milliardenbetr&auml;ge. Seine Beh&ouml;rde habe bei Ermittlungen in den vergangenen 20 Jahren allein in Palermo &uuml;ber vier Milliarden Euro sichergestellt. Dass Deutschland eines von der Mafia f&uuml;r die Geldw&auml;sche ausgesuchten L&auml;nder sei, h&auml;tten auch 45 Kronzeugen in Vernehmungen best&auml;tigt.<br>\nZu den Gr&uuml;nden z&auml;hlte Scarpinato das deutsche Strafrecht, das nicht &uuml;ber geeignete Instrumentarien zur Beschlagnahme von Verm&ouml;gen verf&uuml;ge wie zum Beispiel das italienische. Der Staatsanwalt verwies auf einen Fall, in dem in Deutschland lagerndes Verm&ouml;gen italienischer Mafiosi nicht beschlagnahmt werden konnte. Besonders intensiv zur Geldw&auml;sche genutzt w&uuml;rden Spielhallen und Online-Spielbanken, die die Mafia &uuml;ber Strohm&auml;nner aufkaufe. Die Herkunft von Mafia-Geldern werde auch durch viele Zwischenstationen verschleiert. So w&uuml;rden die Gelder zum Teil durch &uuml;ber 90 internationale Finanzinstitutionen geschleust, um die R&uuml;ckverfolgung unm&ouml;glich zu machen&hellip;<br>\nDer Schweizer Sachverst&auml;ndige Andreas Frank (Frank Consultancy Services) warf der Bundesregierung vor, das Geldw&auml;schegesetz auch 19 Jahre nach seinem Inkrafttreten nicht umzusetzen: Deutschland verletze die EU-Geldw&auml;scherichtlinie und t&auml;usche die EU &uuml;ber die Umsetzung&hellip;<br>\nDer Bund deutscher Kriminalbeamter zweifelte am Erfolg der Gesetzgebung: &bdquo;Die gro&szlig;e Masse des Online-Gl&uuml;cksspielangebotes wird nach wie vor illegal angeboten und nachgefragt werden.&ldquo; Nur wenige Anbieter h&auml;tten durch die Markt&ouml;ffnung in Schleswig-Holstein den Weg in die Legalit&auml;t gesucht. Das illegale Gl&uuml;cksspiel sei aus Sicht der Betreiber erheblich g&uuml;nstiger anzubieten: &bdquo;Es fallen weder Lizenzabgaben, noch Steuern oder gar Implementierungskosten zur Erf&uuml;llung von geldw&auml;scherechtlichen Sorgfaltspflichten an.&ldquo;&hellip;<br>\nWie Geldw&auml;sche bei Gl&uuml;cksspielen funktioniert, erl&auml;uterte die Organisation &bdquo;Tax Justice Network&ldquo; in ihrer Stellungnahme. Danach gibt es zwei Formen der Geldw&auml;sche: 1. Der Anbieter t&auml;uscht &uuml;berh&ouml;hte Ums&auml;tze vor und bringt auf diese Weise illegal erworbene Geldmittel in den legalen Kreislauf. 2. Ein Teilnehmer an Gl&uuml;cksspielen setzt illegal erworbenes Geld bei Gl&uuml;cksspielen ein und erh&auml;lt im Gegenzug Gl&uuml;cksspielgewinne steuerfrei gewaschen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_10\/2012_460\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Demokratie lernen statt pauken<\/strong><br>\nPolitikunterricht an Schulen schreckt ab, sich politisch zu engagieren, findet der Autor Wolfgang Gr&uuml;ndinger. Unterricht m&uuml;sse wie eine Gratis-Kostprobe eines Schokoriegels sein, um wahre Demokratie zu verstehen. Daher fordert Gr&uuml;ndinger, den Politikunterricht zu verzw&ouml;lffachen!<br>\n&hellip; hinsichtlich der Stundenzahl f&auml;llt an bayerischen Schulen Sozialkunde kaum ins Gewicht. In den Klassen 5 bis 9 gibt es weder in der Realschule noch im Gymnasium Sozialkunde. Erst in der zehnten Klasse gibt es an Realschulen zwei Wochenstunden, an Gymnasien sogar nur eine (!) Wochenstunde, wof&uuml;r im Gegenzug das Fach Geschichte um eine Wochenstunde gek&uuml;rzt wird. An Hauptschulen hat man sich gleich entschieden, all das gesellschaftliche Ged&ouml;ns im Hybridfach Geschichte\/Sozialkunde\/Erdkunde zusammenzu&shy;legen, mit insgesamt zwei bzw. drei Wochenstunden in den Klassen 5 bis 10, wovon aber nur ein Bruchteil der demokratischen Bildung gewidmet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2012\/10\/22\/politikunterricht-demokratie-gruendinger\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Google-Krieg der deutschen Medien: Die Masken sind jetzt gefallen<\/strong><br>\nDie &uuml;beraus umfassende und sachliche Berichterstattung der (alten) Medien zum Thema &ldquo;Leistungsschutzrecht &amp; Google&rdquo; hat einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht.<br>\nZu den vielen bemerkenswerten Aspekten des geplanten Presse-Leistungsschutzrechts, das ein Lobbyvorsto&szlig; der Springer AG und ein von unabh&auml;ngigen Rechtsexperten mehrheitlich abgelehnter Gesetzesvorschlag ist, geh&ouml;rt die kritiklose, oft teilweise ins Groteske abgleitende Berichterstattung in eigener Sache in fast allen deutschen Print-Massenmedien.<br>\nSie zeigen damit unwillentlich auf, wie schlecht eigentlich kommerziell orientierte Massenmedien f&uuml;r die &ouml;ffentliche Meinungsbildung und damit als St&uuml;tzen der Demokratie geeignet sind.<br>\nDas j&uuml;ngste Beispiel ist ein Artikel von J&uuml;rg Altwegg in der FAZ mit dem Titel &ldquo;Frankreichs Google-Krieg: Die Masken sind jetzt gefallen&rdquo; &uuml;ber den Streit zwischen Google und der franz&ouml;sischen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/50155\/google-krieg-der-deutschen-medien-die-masken-sind-jetzt-gefallen\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ZDF schummelt bei Beitrag &uuml;ber Steinbr&uuml;ck-Rede<\/strong><br>\nIm Sommer sorgte die Uefa f&uuml;r Emp&ouml;rung, als sie Archiv-Bilder in die Live-&Uuml;bertragung eines Spiels der Fu&szlig;ball-EM schnitt. Das ZDF legte Protest ein &ndash; und hat nach FOCUS-Informationen jetzt trotzdem in einem Beitrag des &bdquo;heute journal&ldquo; falsche Bilder in einen Beitrag &uuml;ber SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck montiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/falsche-bilder-reinmontiert-zdf-schummelt-bei-beitrag-ueber-steinbrueck-rede_aid_842682.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Was ist uns guter Journalismus wert?<\/strong><br>\nWas ist uns der Journalismus wert? Was ist uns guter Journalismus wert? Die Frage steht auf pervertierte Weise auch hinter den skandaltr&auml;chtigen Regierungsinseraten. Denn diese sind ja auch so etwas wie versteckte Pressef&ouml;rderung, die aber in &uuml;berwiegenden Ma&szlig;e in die Schatulle von Krawallbl&auml;ttern flie&szlig;t. Und sie steht, auf andere Weise, auch hinter der Auseinandersetzung um den Journalisten-Kollektivvertrag, der jetzt von den Verlegern gek&uuml;ndigt wurde, wogegen die Journalisten jetzt demonstrieren. In der Branche haben sich l&auml;ngst skandal&ouml;se Zust&auml;nde eingeschlichen, Zust&auml;nde, die wohl in keiner anderen Branche toleriert w&uuml;rden. Da w&uuml;rden emp&ouml;rte Artikel geschrieben. Aber wenn es um die eigene Sache geht, wird gerne weggeschaut. Aber es ist einfach nicht mehr l&auml;nger tragbar: Wir haben eine Zwei-Klassengesellschaft im Journalismus geschaffen. Bestens bezahlte Langzeit-Angestellte sitzen neben prek&auml;r Besch&auml;ftigten, die die gleiche T&auml;tigkeit verrichten, aber nur einen Bruchteil des Einkommens erzielen. Die &ouml;konomisch in chronischer Unsicherheit leben. Die damit oft auch gar nicht in der Lage sind, selbstbewu&szlig;t &ldquo;Nein&rdquo; zu sagen, wenn von ihnen Handlungen gefordert werden, die gegen ihr berufliches Ethos versto&szlig;en. Weiter wegschauen geht nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350258983790\/Was-ist-uns-guter-Journalismus-wert\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Stromwut<\/strong><br>\nOliver Welke und Claus von Wagner diskutieren, warum die Franzosen in puncto Strom billiger weg kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/760014#\/beitrag\/video\/1757288\/Strom-Wut\">Heute-Show (ZDF-Mediathek)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> 187 Milliarden an steuerlichen Subventionen haben wir in Deutschland in den Atomstrom gepumpt: Der Sportreporter und Bockwurstfan Oliver Welke &uuml;bernimmt mal wieder die Arbeit, die man sich eigentlich von den Leitartiklern der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; erhofft. Auch erschreckend G&uuml;nther &Ouml;ttinger: Im Gegensatz zu seinen Pannenmeilern scheint er bereits abgeschaltet.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14800","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14800"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14804,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14800\/revisions\/14804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}