{"id":148158,"date":"2026-03-23T11:00:23","date_gmt":"2026-03-23T10:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148158"},"modified":"2026-04-11T14:28:44","modified_gmt":"2026-04-11T12:28:44","slug":"alter-was-ist-eigentlich-gerecht-die-jungen-und-ihr-finanzielles-nichts-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148158","title":{"rendered":"\u201aAlter, was ist eigentlich gerecht!\u2018 \u2013 Die Jungen und ihr finanzielles \u201aNichts\u2018 (1\/4)"},"content":{"rendered":"<p>Die rentenpolitische Debatte wird seit Jahrzehnten von einer simplen Aussage beherrscht: die Jungen schuften, die Alten kassieren &ndash; Generationengerechtigkeit als Nullsummenspiel. Dramatische Schlagzeilen (&bdquo;Altenexplosion&ldquo;, &bdquo;Renten-Kollaps&ldquo;) und moralische Appelle an die &bdquo;junge Generation&ldquo; &uuml;bert&ouml;nen systematisch die Zahlen. <strong>Lothar Lieck<\/strong> legt in dieser vierteiligen Reihe eine n&uuml;chterne, datenbasierte Abrechnung vor: Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche vs. Renten, reale Einkommensverh&auml;ltnisse im Alter, entzauberte Demographie-&bdquo;Katastrophen&ldquo; und die soziale Sprengkraft einer Rentenaltersanhebung auf 69. Wer statt Panikmache endlich solide Argumente sucht, liegt hier richtig.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Dieser erste Teil dreht sich um die gegenw&auml;rtigen &ndash; und notwendigen &ndash; staatlichen und famili&auml;ren Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche. Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148624\">zweiten Teil<\/a> geht es um das Einkommen der &sbquo;Alten&lsquo; oder besser &sbquo;&Auml;lteren&lsquo; in der Gesellschaft, also alle, die 65 Jahre oder &auml;lter sind. Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148646\">dritten Teil<\/a> geht es um die &sbquo;demographische Katastrophe&lsquo;, also den Anstieg des durchschnittlichen Alters, des Anteils der &Auml;lteren an der Bev&ouml;lkerung, um die politischen Reaktionen und die aktuelle Lage. Und im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148959\">vierten und letzten Teil<\/a> geht es um einen der wichtigsten Ver&auml;nderungsvorschl&auml;ge, die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre &ndash; oder vielleicht auch auf 70?<\/em><\/p><p><strong>Die Jungen<\/strong><\/p><p>Die Jugend leidet unter dem Geld, das sie nicht hat, aber bekommen k&ouml;nnte, wenn die Alten nicht so viel h&auml;tten und st&auml;ndig weiter bekommen w&uuml;rden &ndash; und so den Jungen das Geld wegnehmen. Da muss sich doch was &auml;ndern, das ist ein &sbquo;Verbrechen&lsquo;!<\/p><p>So der Tenor mancher Artikel von jungen Leuten oder auch &ndash; dann etwas weniger pers&ouml;nlich formuliert &ndash; von Journalisten nahezu aller wichtigen Medien. Schauen wir auf eine Stimme vom Oktober 2024. Die Artikel&uuml;berschrift lautet:<\/p><p>&sbquo;<em><strong>Die Babyboomer schwimmen im Geld, doch wir Jungen haben Schulden&lsquo; <\/strong><\/em>[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Der 30-j&auml;hrige Autor Lucas Kuite formuliert hier seine Ansicht zur Rente so:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Die H&auml;lfte geht weg, gef&uuml;hlt f&uuml;r fast nichts. Weil ich der gesetzlichen Rente nicht traue, zahle ich jeden Monat 200 Euro zus&auml;tzlich in eine private Altersvorsorge ein. Hinzu kommen 100 Euro, die ich monatlich versuche, auf mein Festgeldkonto zu bunkern, mehr geht nicht. Zu gro&szlig; ist die Schuldenlast durch meinen Studienkredit und das t&auml;gliche Leben in der Hauptstadt, mit all seinen Nebenwirkungen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Er w&uuml;nscht sich ein &sbquo;nachhaltiges Rentensystem&lsquo;, erl&auml;utert allerding nicht, was er damit meint:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Dass es keine einzige Schr&ouml;der- oder Merkel-Regierung geschafft hat, ein nachhaltiges Rentensystem aufzusetzen, ist an Gleichg&uuml;ltigkeit nicht zu &uuml;bertreffen und gleicht in meinen Augen einem Verbrechen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Also, <strong>kein Vertrauen in die Rente, die Kohle verschwindet <\/strong><em><strong>&sbquo;gef&uuml;hlt f&uuml;r fast nichts&lsquo;<\/strong><\/em><em>.<\/em> Wenn das wenige eigene Geld irgendwohin verschwindet, ist das Gef&uuml;hl immer schlecht. Lucas Kuite bezieht sich im Artikel auf seinen wohl gutsituierten Vater und stellt damit bewusst den Zusammenhang zwischen Jung und Alt her: sein Geld, will sagen, das Geld eines &sbquo;Armen&lsquo;, geht &sbquo;ausschlie&szlig;lich&lsquo; an &sbquo;Reiche&lsquo;, und dazu geh&ouml;rt auch die Rentnergeneration. Die hat n&auml;mlich im Vergleich zu ihm genug Geld.<\/p><p>Die <strong>Medienprofis<\/strong> formulieren anders. Eine Wirtschaftsjournalistin dr&uuml;ckt in der Sendung <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/leben-die-babyboomer-zulasten-der-jungen,Ug4IDh7\">&bdquo;Leben die Babyboomer zulasten der Jungen?&ldquo;<\/a> des <em>Bayerischen Rundfunks<\/em> dasselbe aus &ndash; aber gleich einmal bezogen auf die ganze junge Generation:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Generationengerechtigkeit bedeute aber, dass alle Generationen &ldquo;gleich gut&rdquo; behandelt werden sollten, so Weidenfeld. Das sei aktuell aber nicht der Fall. Die Interessen dieser Generationen spielten aktuell in der Politik &ldquo;keine Rolle&ldquo;.&rdquo; <\/em>[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<em> <\/em>[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><\/blockquote><p><strong>Jugend spielt demnach &sbquo;keine Rolle&lsquo;<\/strong>, die Interessen der Alten dominieren. Altgriechisch Vorgebildete wie der langj&auml;hrige Direktor des Ifo-instituts, Hans-Werner Sinn, reden in diesem Zusammenhang auch gern von &sbquo;Gerontokratie&lsquo;. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>An diese Sichtweise anschlie&szlig;end, lassen sich unz&auml;hlige Artikel zur bevorzugten Alternative finden, der <strong>privaten Altersvorsorge<\/strong>. So Markus Hinterberger im <em>Handelsblatt<\/em> vom September 2025:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Der gesetzlichen Rente droht der Kollaps. Vor allem Gutverdiener steuern auf Rentenl&uuml;cken in Millionenh&ouml;he zu. Doch kluge private Vorsorge schafft einen Ausgleich.&ldquo; <\/em>[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<em> <\/em>Wenn private Vorsorge &sbquo;klug&lsquo; sein kann, dann ergibt sich doch daraus fast automatisch: gesetzliche Rentenvorsorge ist &sbquo;unklug&lsquo;. (zu den Kosten privater Vorsorge siehe Teil 2).<\/p><\/blockquote><p>Dieses <strong>Drama<\/strong> muss wohl sein, <strong>Kollaps, Rentenl&uuml;cken in Millionenh&ouml;he<\/strong>. Bekannterma&szlig;en kippt bei einem Kollaps ein Mensch von einem Moment auf den anderen um. Der Handelsblatt-Autor hat ja vermutlich eher Volkswirtschaft als Medizin studiert, aber die Verwendung medizinischer Begriffe scheint ihm offensichtlich eindr&uuml;cklicher.<\/p><p>Der Kollaps der Gesetzlichen Rentenversicherung sah am 19. November 2025 &ndash; anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung des Rentenversicherungsberichts 2025 &ndash; so aus:[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>F&uuml;r Ende 2025 wird eine Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage von rund 41,5 Milliarden Euro (1,39 Monatsausgaben) gesch&auml;tzt. Dies ist deutlich h&ouml;her als in den letzten Sch&auml;tzungen angenommen. Hintergrund ist in erster Linie die sehr gute Entwicklung der Beitragseinnahmen im laufenden Jahr. In der Folge bleibt der Beitragssatz bis zum Jahr 2027 stabil bei 18,6 Prozent. Bislang wurde bereits f&uuml;r 2027 ein Beitragssatzanstieg vorhergesagt, auch im letzten Rentenversicherungsbericht 2024.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Medizinisch gesehen also ein eher <strong>stabiler Gesundheitszustand<\/strong>.<\/p><p><strong>Aber diese Dramatisierung hat Methode<\/strong>, es bleibt immer etwas im Ged&auml;chtnis h&auml;ngen. Seit gut 40 Jahren wird die demographische &sbquo;Krise&lsquo; oder sogar demographische &sbquo;Katastrophe&lsquo; immer wiederkehrend und fast immer dramatisierend und nahezu t&auml;glich in die &Ouml;ffentlichkeit &sbquo;gepusht&lsquo;. Krise hei&szlig;t: h&ouml;here Lebenserwartung, geringere Geburtenrate, und mehr Rentenempf&auml;nger pro Erwerbst&auml;tigen f&uuml;hren zum Untergang.<\/p><p>Dazu noch einmal ein typischer Text des allgemein als seri&ouml;s geltenden <em>Deutschlandfunks<\/em> aus dem Jahr 2004. Im Rahmen einer <strong>Besprechung des Buches <\/strong><em><strong>&sbquo;Methusalemkomplott&lsquo;<\/strong><\/em> des Herausgebers der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)<\/em>, Frank Schirrmacher, hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Inzwischen l&auml;uft die pl&ouml;tzliche Erkenntnis, dass das ganze Sozialsystem durch die Druckwelle der &bdquo;demographischen Bombe&ldquo; einzust&uuml;rzen droht, der Gesellschaft wie ein kalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken. Vor Jahresfrist wurde ein Jungpolitiker f&uuml;r die t&ouml;richte Bemerkung, seine Generation schulde den Gro&szlig;eltern keine k&uuml;nstliche H&uuml;fte, noch allgemein abgestraft. Doch unter dem Firnis des m&uuml;hsam aufrecht erhaltenen Komments zuckt es bedrohlich. Besorgte Beobachter warnen vor einem Krieg der Generationen. Besser w&auml;re es, von einem heraufziehenden Kannibalismus zu sprechen.&ldquo; <\/em>[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Dramatisch, oder! Und <strong>immer medizinisch oder milit&auml;risch angehauchte Vergleiche<\/strong> (<em>Bombe, kalte Schauer, Kannibalismus<\/em>)!<\/p><p>Manche dieser Artikel werden durch <strong>Begleitbilder <\/strong>untermalt. Oft lachen dort sehr sportlich-jugendlich aussehende Rentnerpaare in die Kamera, im Hintergrund ein wundersch&ouml;ner Strand &ndash; und manchmal schl&uuml;rfen sie dabei einen Cocktail. Aus diesen Bildern l&auml;sst sich nur eines schlussfolgern: Rente ist staatlich gut bezahlter Dauerurlaub!<\/p><p><strong>Mit solchen Bildern, kombiniert mit W&ouml;rtern aus der medizinischen Notfallmedizin<\/strong>,<strong> <\/strong>gehen die politischen Statements dann noch viel leichter in die K&ouml;pfe. So etwa in die K&ouml;pfe junger Bundestagsabgeordneter. Nur zur Erinnerung: Das sind Leute, die sich aus der Gesetzlichen Rentenversicherung verabschiedet haben, aber dar&uuml;ber entscheiden d&uuml;rfen, wie es denen in der Gesetzlichen Rentenversicherung geht. Wenn es den Rentnern in der Gesetzlichen Rentenversicherung so gut geht, sollten diese <strong>Abgeordneten vielleicht dar&uuml;ber nachdenken, ihre Abgeordnetenpension gegen eine gesetzliche Rente einzutauschen<\/strong>. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Ist es nicht an der Zeit, dem Drama ein bisschen die Luft aus den &ndash; zu oft gesponserten &ndash; Ballons zu lassen? Dieser Text besteht deshalb zwar in erster Linie aus &sbquo;Daten&lsquo;, aber ist auch eine manchmal bittere Reaktion des mit diesen dramatischen Dauerbrennern &auml;lter gewordenen Autors. <strong>St&auml;ndig f&uuml;r den Kollaps der Gesellschaft verantwortlich gemacht zu werden, macht keinem &Auml;lteren Spa&szlig;.<\/strong> Vor allem dann nicht, wenn die Daten dieses Drama nicht hergeben, aber <strong>viele Bilder nur emotionale Aufputschmittel zur Generationenverfeindung darstellen<\/strong>. Der Text ist also &ndash; ab und zu &ndash; <strong>emotional und polemisch<\/strong>, und dazu passend verwende ich manchmal die &uuml;bergriffige &sbquo;Du&lsquo;-Form. Wir die Alten, ihr die Jungen!<\/p><p><strong>Zur Klarstellung:<\/strong> Pers&ouml;nlich bin ich &uuml;berzeugt, dass die Interessen gesellschaftlicher Gruppen in unterschiedlichen Lebensabschnitten sehr viel einfacher vereinbar sind, als gemeinhin behauptet wird. (Transparenzhinweis, der Autor ist 70, was sonst). Schwerer vereinbar sind allerdings arm und reich, oben und unten!<\/p><p>Also, los geht&lsquo;s!<\/p><p><strong>Wer bekommt wie viel vom Bruttoinlandsprodukt?<\/strong><\/p><p>Das Bruttoinlandsprodukt &ndash; oder abgek&uuml;rzt BIP &ndash; kennen wohl mittlerweile alle, vor allem wegen des F&uuml;nf-Prozent-Ziels der NATO. Das BIP wird im Wesentlichen von den 20- bis 66-j&auml;hrigen aktiv Erwerbst&auml;tigen produziert, und was diese Altersgruppe nicht f&uuml;r sich braucht oder f&uuml;r sich beansprucht, geht in die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen und in die Versorgung der Alten. Das sieht graphisch ungef&auml;hr so aus: [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260323-gerecht-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260323-gerecht-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Der Wissenschaftliche Beirat f&uuml;r Familienfragen beschreibt diese gesellschaftliche Konstellation etwas umst&auml;ndlicher, aber die Aussage ist die gleiche (siehe Textbox). [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Dieses Drei-Generationen-Prinzip gilt generell und &uuml;berall auf der Welt, von Feuerland &uuml;ber Borneo bis Gr&ouml;nland: Die mittlere Generation sorgt f&uuml;r die Jungen und die Alten. Also es geht immer um die Verbindung zwischen drei Generationen.<\/p><p>Allerdings dort, wo <strong>pers&ouml;nliche F&uuml;rsorge ersetzbar ist durch kaufbare F&uuml;rsorge<\/strong> (also finanzielle Transfers), kann der Gedanke verloren gehen, dass man f&uuml;r das, was man in der Jugend bekommen hat, etwas w&auml;hrend der mittleren Erwerbst&auml;tigkeitsphase an die Alten gibt.<\/p><p><strong>Viel bekommen, viel verdienen und am Ende nichts zur&uuml;ckgeben, ist das das Ziel?<\/strong> Die totale Individualisierung im Sinne des &sbquo;Take care for yourself, but only for yourself!&lsquo; (&sbquo;K&uuml;mmere dich um dich selbst, aber nur um dich selbst!&lsquo;) und der ber&uuml;hmte Ausspruch der englischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher &sbquo;There&lsquo;s no such thing as society&lsquo; (&sbquo;So etwas wie Gesellschaft existiert nicht.&lsquo;). Also kann auch kein &sbquo;moralischer &sbquo;Vertrag&lsquo; zwischen Generationen existieren, oder?<\/p><p><strong>Etwas mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts<\/strong> entfallen auf die <strong>Ausgaben f&uuml;r die Versorgung der Renten- und Pensionsempf&auml;nger<\/strong>, also im Wesentlichen der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten und Beamten (eine Darstellung der verschiedenen Altersversorgungssysteme findet sich in Teil 2). Das umfasst alle Formen der Vorsorge, staatliche, betriebliche und private. Die internationale Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, berechnet f&uuml;r Deutschland Ausgaben in H&ouml;he 10,2 Prozent (letztes verf&uuml;gbares Jahr 2023).[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Das entspricht in Deutschland 2023 etwa 435 Milliarden Euro[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]), das Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2023 betrug 4.219 Milliarden Euro. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Mit gut zehn Prozent des BIP sollen also etwa 23 Prozent der Bev&ouml;lkerung auskommen, 23 Prozent ist der Anteil der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] <strong>Welche andere Bev&ouml;lkerungsgruppe ist noch so g&uuml;nstig?<\/strong><\/p><p>Wie steht es nun um die <strong>Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche?<\/strong><\/p><p><strong>Was geben die Eltern \/ Erziehungsberechtigten aus?<\/strong><\/p><p>Und wie sieht die Lage f&uuml;r euch Kinder und Jugendliche aus? Wie hoch sind die finanziellen Aufwendungen f&uuml;r die Kinder und Jugendlichen zwischen Geburt und erstem Einkommen? Es gibt im Wesentlichen <strong>zwei Geldquellen, die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und den Staat<\/strong>.<\/p><p>Der erste wichtige Posten sind die sogenannten <strong>privaten Konsumausgaben von Paaren und Alleinerziehenden f&uuml;r Kinder und Jugendliche<\/strong>, d.h., Wohnung <strong>mit <\/strong>Kinderzimmer(n), Energiekosten, allt&auml;gliche Dinge wie Lebensmittel und Kleidung.<\/p><p>Allerdings gibt es hier gro&szlig;e Unterschiede. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind liegen die Ausgaben f&uuml;r das Kind bei rund 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens, bei einem erwerbst&auml;tigen Paar mit Durchschnittsverdienst und einem Kind bei rund 20 Prozent.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Die untersten zehn Prozent der Einkommensskala (Nettoeinkommen 2.289 Euro f&uuml;r Paare mit zwei Kindern) geben 414 Euro f&uuml;r pro Kind aus, die obersten zehn Prozent (Haushaltsnettoeinkommen der Paare mit zwei Kindern: 12.042 Euro) geben 1.212 Euro im Monat pro Kind aus.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Je mehr Kinder in einem Haushalt sind, desto geringer sind die Kosten pro Kind.<\/p><p><strong>Als Durchschnitt ergeben sich im Jahr 2018 etwa 760 Euro pro minderj&auml;hriges Kind<\/strong>. Das Statistische Bundesamt gibt exakt 763 Euro pro Kind und Monat als Durchschnitt f&uuml;r ein Kind in einer Paarbeziehung an.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Es weist aber darauf hin, dass damit nicht alle Lebenshaltungskosten abgedeckt sind, etwa Versicherungen und Vorsorgeleistungen.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Pro Jahr ergibt das etwas &uuml;ber 9.000 Euro und rund 165.000 Euro vom 1. bis zum 18. Lebensjahr (alle Daten f&uuml;r 2018).[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Das liegt in dem Bereich, den auch Sparkassen und Versicherungen angeben, die aber dann gerne Ausgaben f&uuml;r private Vorsorge wie Sparpl&auml;ne etc. dazu addieren und auf 200.000 bis 250.000 Euro kommen.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Da die Daten des privaten Konsums von Haushalten mit Kindern aus dem Jahr 2018 stammen, hat sich dieser Betrag in den sechs Jahren bis 2024 zumindest um die Steigerung durch Inflation erh&ouml;ht. (ca. 21 Prozent).[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p><strong>Es gibt insgesamt 14,5 Millionen Haushalte mit Kindern unter und auch &uuml;ber 18 Jahren und davon 9,8 Millionen Haushalte mit minderj&auml;hrigen Kindern.<\/strong>[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Das entspricht 35,4 Prozent bzw. 23,9 Prozent aller 41 Millionen Haushalte.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Die privaten Konsumausgaben der Haushalte betrugen im Jahr 2024 2.283 Milliarden Euro [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>], der Anteil der Haushalte mit Kindern (35,4 Prozent) betrug im Jahr 2024 demzufolge etwa 807 Milliarden Euro.<\/p><p>Der Anteil der <strong>Ausgaben f&uuml;r die Kinder <\/strong>variiert stark. Entscheidend sind Einkommensgruppe, Kinderzahl und die Haushaltssituation (alleinerziehend oder Paar). Eine realistische &ndash; eher niedrige &ndash; Sch&auml;tzung des Anteils der Konsumausgaben f&uuml;r die Kinder der Privathaushalte (mit Kindern) liegt bei rund 20 Prozent oder 161 Milliarden Euro [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] (Ausgangswert 807 Milliarden Euro).<\/p><p>Die <strong>finanzielle Abh&auml;ngigkeit von den Eltern und Erziehungsberechtigten<\/strong> hat sich auch f&uuml;r die Jugendlichen, also die Altersgruppe zwischen 15 und 24, erh&ouml;ht. <strong>Als Folge der l&auml;ngeren Ausbildungszeiten <\/strong>befinden sich die<strong> <\/strong>meisten Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren noch in Schule, Studium oder Ausbildung. Deshalb sind 52 Prozent f&uuml;r ihren Lebensunterhalt 2021 in erster Linie auf das Einkommen der Eltern oder anderer Angeh&ouml;riger angewiesen. 37 Prozent bezogen ihr Haupteinkommen aus eigener Erwerbst&auml;tigkeit. Die Graphik des Statistischen Bundesamtes zeigt sehr anschaulich, dass sich die Situation in der Mitte der 90er-Jahre umdrehte. Die Haupteinkommensquelle war bis zu diesem Zeitpunkt &uuml;berwiegend eigene Erwerbst&auml;tigkeit, ab etwa 1994 &uuml;berwiegt die Unterst&uuml;tzung durch Angeh&ouml;rige.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p><strong>Grafik 1.1: Statistisches Bundesamt. &Uuml;berwiegender Lebensunterhalt von Jugendlichen<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260323-gerecht-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260323-gerecht-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Die H&ouml;he dieser Zuwendungen der Angeh&ouml;rigen an Kinder variiert vermutlich sehr stark, statistische Daten dazu liegen nicht vor oder sind nicht &ouml;ffentlich. Als Basis f&uuml;r die weitere Sch&auml;tzung der Ausgaben wird deshalb die sehr zur&uuml;ckhaltende Berechnung des Anteils der kinderbezogenen Ausgaben an den Konsumausgaben angenommen (wie erl&auml;utert: 20 Prozent des privaten Konsums).<\/p><p><strong>Was gibt der Staat f&uuml;r Kinder und Jugendliche aus?<\/strong><\/p><p>Es gibt aber einen zweiten, noch gr&ouml;&szlig;eren Ausgabenblock: Die <strong>staatlichen Leistungen f&uuml;r Kinder und Jugendliche<\/strong> sind insgesamt erheblich h&ouml;her als die privaten Ausgaben. Und die staatlichen Ausgaben sind einfacher zu berechnen. Der Staat gibt Kindergeld, vor der Schulzeit gibt es Kindertageseinrichtungen, die im Wesentlichen vom Staat bezahlt werden, dann kommt die schulische Ausbildung, in Deutschland meist kostenlos, auch die Geb&uuml;hren f&uuml;r das Studium an &ouml;ffentlichen Hochschulen sind in Deutschland im internationalen Vergleich minimal. Und: In der ganzen Zeit sind Minderj&auml;hrige kostenlos in der Krankenversicherung (Familienversicherung).[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] Als Erinnerung f&uuml;r alle J&uuml;ngeren: Von der gesetzlichen Rente werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge abgezogen, egal wie hoch die Rente ist (Stichw&ouml;rter: Bruttorente &ndash; Nettorente).<\/p><p>Die Schulen werden mit rund 130 Milliarden Euro (2023) finanziert. Dazu kommt das Kindergeld und der Kinderfreibetrag, in 2023 waren das 59 Milliarden Euro. Kindertageseinrichtungen, Erziehungshilfen und Elterngeld kosten den Staat insgesamt etwa 79 Milliarden Euro. (Referenzen in der Tabelle. In Tabelle 1.1. werden die beiden &sbquo;Quellen&lsquo; der Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche zusammengefasst. (Zum Teil liegen die Daten nur f&uuml;r ein bestimmtes Jahr vor, deshalb diese Mischung von 2024 und 2023).<\/p><p><strong>Tabelle 1.1: Staatliche und private Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche <\/strong><\/p><table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Ausgaben<\/strong><\/td>\n<td><strong>Ausgaben <\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Eltern\/Erziehungsberechtigte <\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Konsum und Vorsorgeausgaben von Familien\/ Alleinerziehenden f&uuml;r Kinder und Jugendliche im Haushalt (2023) <\/td>\n<td><strong>157 Mrd. &euro;<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Ausgaben des Staates (Bund, L&auml;nder, Gemeinden)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schulen und schulnaher Bereich (2023) [<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]<\/td>\n<td>130 Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Familienleistungsausgleich (Kindergeld und Kinderfreibetrag 2023) [<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] [<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>]<\/td>\n<td>59 Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kinder und Jugendhilfe, davon Kindertageseinrichtungen 48,8 Mrd.[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>]<\/td>\n<td>72 Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Elterngeld (2024) [<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>]<\/td>\n<td>7 Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>Nicht in dieser Liste sind kleinere Posten wie Zuschl&auml;ge zum Kindergeld oder Leistungen f&uuml;r Kinder aus dem B&uuml;rgergeld <\/em><\/td>\n<td><em>Nicht aufgef&uuml;hrt<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Gesamt Staat <\/strong><\/td>\n<td><strong>268 Mrd. &euro; <\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p align=\"RIGHT\">Gesamt Staat und Privat<\/p>\n<\/td>\n<td><strong>425 Mrd. &euro;<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p align=\"RIGHT\">Bei Hochschulausbildung[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>]<\/p>\n<p align=\"RIGHT\">(2023, ohne BAf&ouml;G in H&ouml;he von 16 Mrd. &euro;)<\/p>\n<\/td>\n<td>51 Mrd. &euro;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p align=\"RIGHT\">Mit Hochschulausbildung<\/p>\n<\/td>\n<td><strong>476 Mrd. &euro;<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><strong>Ab dem 18. Lebensjahr, dem Beginn der Vollj&auml;hrigkeit, gehen die jetzt jungen Erwachsenen dann verschiedene Lebenswege &ndash; auch finanziell gesehen.<\/strong> Ein Teil der jungen Erwachsenen hat ein eigenes Einkommen, meist auch sozialversicherungspflichtig. Die anderen setzen ihre Ausbildung bis zum 24. oder 25. Lebensjahr fort, in der Regel studieren sie (etwas weniger als 40 Prozent eines Jahrgangs).[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>] In diesem Fall steigern die Eltern die finanzielle Unterst&uuml;tzung oft noch einmal kr&auml;ftig. Die staatliche Grundausstattung der Hochschulen kostet Destatis zufolge 51 Milliarden Euro.<\/p><p>Diese 425 Milliarden Euro (oder 476 Milliarden Euro mit Hochschulen) sind etwa so viel wie die 437 Milliarden Euro Ausgaben f&uuml;r die &Auml;lteren (Funktion &sbquo;Alter&lsquo; im Sozialbudget im Jahr 2023). Unber&uuml;cksichtigt bleibt dabei, dass <strong>die Rentenempf&auml;nger Geld an die Sozialversicherung und den Staat zur&uuml;ckgeben<\/strong>, indem sie Beitr&auml;ge in die Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen (im Jahr 2023 11,55 Prozent von ihrer Bruttorente). Weiterhin zahlen sie Steuern in Abh&auml;ngigkeit von der Rentenh&ouml;he. Zusammen mit den Steuern (ab &Uuml;berschreitung des Jahresfreibetrages von ca. 16.000 Euro) macht dies etwa zwischen 15 und 20 Prozent der erhaltenen Betr&auml;ge aus. [<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>]<\/p><p>Rechnet man die Ausgaben auf die Personenzahl in diesen Altersgruppen um, ergibt sich folgendes Bild: Es gab laut dem Statistischen Bundesamt 19,6 Millionen Personen mit dem Alter 64,5. [<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>] Das reale Renteneintrittsalter war 2023 64,5 Jahre, und es gab 16,3 Millionen Kinder und Jugendliche bis einschlie&szlig;lich des Alters 20.[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>]<\/p><p>Teilt man die Ausgaben f&uuml;r &sbquo;Alter&lsquo; laut Sozialbudget (umfasst staatliche und betriebliche Vorsorge) durch die Zahl der Personen 64+, ergeben sich monatliche &sbquo;Kosten&lsquo; von rund 2.230 Euro. Eine Person unter oder im Alter bis 20 &sbquo;kostet&lsquo; als Kombination aus Ausgaben der Eltern\/ Erziehungsberechtigten und staatlichen Leistungen etwa 2.600 Euro im Monat.<\/p><p>437 Milliarden Euro (2023) sind laut Sozialbudget die <strong>Gesamtausgaben f&uuml;r das &sbquo;Alter&lsquo;<\/strong>, also die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenpensionen und der berufsst&auml;ndischen Versorgungsysteme einschlie&szlig;lich der Pflegeversicherung.[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>]<\/p><p>Anders als bei den Kindern und Jugendlichen (Ausnahme: Geb&uuml;hren f&uuml;r staatliche Leistungen) gibt der Staat zwar diese Betr&auml;ge, nimmt aber gleich wieder einen nicht zu kleinen Teil wieder in Form von Sozialabgaben und Steuern weg (in Tabelle 1.2 wurden 17,5 Prozent angenommen). Wie findet ihr das?<\/p><p><strong>Tabelle 1.2: Verf&uuml;gbares Einkommen\/Kosten pro Person f&uuml;r Kinder\/Jugendliche vs. &Auml;ltere &uuml;ber 64,5+ (2023)<\/strong><\/p><table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><strong>Ausgaben Gesamt<\/strong><\/td>\n<td><strong>Zahl Personen<\/strong><\/td>\n<td><strong>Kosten pro Person und Monat<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>&Auml;ltere 64,5+ <\/strong>(Rente und Pensionen etc.)<\/td>\n<td><strong>437 Mrd. &euro; <\/strong>[<a href=\"#foot_39\" name=\"note_39\">39<\/a>]<strong> <\/strong><\/td>\n<td><strong>19,6 Mio.<\/strong>[<a href=\"#foot_40\" name=\"note_40\">40<\/a>]<\/td>\n<td><em>ca. 2.230 &euro; brutto<\/em><em><strong><br>\nca. 1.840 &euro; <\/strong><\/em><em>netto nach Abzug der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und Steuern<\/em><em><strong> <\/strong><\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>J&uuml;ngere <\/strong><\/td>\n<td><strong>425 Mrd. &euro;<\/strong><\/td>\n<td><strong>16,3 Mio. <\/strong>[<a href=\"#foot_41\" name=\"note_41\">41<\/a>]<\/td>\n<td><em><strong>ca. 2.600 &euro;<\/strong><\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Privat <\/td>\n<td>157 Mrd. &euro;<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Staatlich<\/td>\n<td>268 Mrd. &euro;<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>J&uuml;ngere 19 &ndash; 25 Kosten der Hochschulausbildung<\/em><\/td>\n<td><em>51 Mrd. &euro;<\/em><\/td>\n<td><em>2,8 Mio.<\/em><\/td>\n<td><em>ca. 1.500 &euro; <\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p>Eine wichtige Anmerkung: Die Berechnung kann aufgrund der vorliegenden statistischen Quellen und der get&auml;tigten Annahmen nur ann&auml;hernd genau sein. Allerdings w&uuml;rde sich auch bei methodisch anderen Vorgehensweisen am Endergebnis wahrscheinlich nur sehr wenig &auml;ndern.[<a href=\"#foot_42\" name=\"note_42\">42<\/a>]<\/p><p>Das Endergebnis lie&szlig;e sich vereinfacht so formulieren: <strong>Die Ausgaben pro Person &uuml;ber 64,5 und f&uuml;r Kinder und Jugendliche bis einschlie&szlig;lich 20 sind gesamtgesellschaftlich ann&auml;hrend gleich<\/strong> (ca. 437 Milliarden f&uuml;r &Auml;ltere versus 425 Milliarden Euro f&uuml;r Kinder und Jugendliche). <strong>Da es mehr &Auml;ltere als J&uuml;ngere gibt, sind die Ausgaben pro Kopf f&uuml;r J&uuml;ngere etwa 370 Euro pro Kopf und Monat h&ouml;her, wenn die Bruttoausgaben f&uuml;r &Auml;ltere zugrunde gelegt werden.<\/strong> Netto liegt der Unterschied weit h&ouml;her, bei etwa 650 Euro.[<a href=\"#foot_43\" name=\"note_43\">43<\/a>]<\/p><p>Das liegt nat&uuml;rlich daran, dass <strong>&Auml;ltere keine Erziehungsleistungen und Bildung an Schulen oder Hochschulen in Anspruch nehmen<\/strong>, keine Wohnung haben m&uuml;ssen, die auch f&uuml;r Kinder ausreicht, und keine Kleidung oder Lebensmittel f&uuml;r Kinder kaufen m&uuml;ssen. Was bei Kindern und Jugendlichen allerdings gegen null geht (Kinder) oder bei Jugendlichen sehr niedrig ist oder nicht f&uuml;r den Lebensunterhalt ausreicht, ist das eigenst&auml;ndige Erwerbseinkommen. Das ist ja das, was der 30-j&auml;hrige Autor von <em>&sbquo;Die Babyboomer schwimmen im Geld, doch wir Jungen haben Schulden<\/em>&lsquo; so vehement beklagt.<\/p><p>Dennoch r&uuml;ckt ein <strong>solcher rein finanzieller Blick auf die Ausgaben<\/strong> f&uuml;r diese beiden Teile der Gesellschaft vielleicht etwas die Dimensionen zurecht. F&uuml;r die gleiche Anzahl Personen wird in der ersten Lebensphase pro Person nach dieser Berechnung erheblich mehr ausgegeben. <strong>Also statistisch gesehen nimmt hier kein &Auml;lterer einem J&uuml;ngeren das Geld weg<\/strong>. Es ist aber leicht, den gegenteiligen Eindruck zu erzeugen, wenn man die praktisch nicht oder kaum vorhandenen Einkommen in der Kinder- und Jugendphase mit den Einkommen der Rentenbezieher vergleicht, besonders der obersten 20 Prozent der Alterseinkommensbezieher (mehr dazu in Teil 2).<\/p><p><strong>Verteilte Leistungen sind ein Vorteil<\/strong><\/p><p>Was sagt uns diese ganze Aufz&auml;hlung noch? Zun&auml;chst, dass die Lebensphase der Kindheit und Jugend durch staatliche und famili&auml;re <strong>Leistungen ganz unterschiedlicher Art<\/strong> finanziert wird. Bei der Debatte um die Rente geht es meist um <strong>den einen gro&szlig;en Betrag<\/strong>, die monatliche Rente der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV).<\/p><p>Man k&ouml;nnte sich einmal vorstellen, welche Debatten es g&auml;be, wenn Erziehung und Bildung auch mit einem <strong>Monatsbeitrag &sbquo;f&uuml;r alles&lsquo;<\/strong> finanziert w&uuml;rden. Etwa so: Jeder nicht erwachsenen Person stehen &ndash; sagen wir &ndash; jeden Monat 2.400 Euro staatlicher Leistung zu, eventuell gestaffelt nach Alter. Davon muss alles bezahlt werden: der Anteil der Wohnung f&uuml;r Kinder und Jugendliche, Lebensmittel, Kleidung, &Ouml;PNV, Krippe, Kindergarten, Schule, Hochschule (alle Kosten einschlie&szlig;lich Erziehungs- und Lehrpersonal wie bei rein privaten Organisationen), Krankenkasse etc.<\/p><p>Es <strong>g&auml;be mit Sicherheit dauernd einen horrenden Streit um genau diesen einen <\/strong><em><strong>&sbquo;Kinder- und Jugendlichenbetrag&lsquo;<\/strong><\/em><em>.<\/em> So breit verteilt, wie diese Finanzierung heute ist, werden einzelne Leistungen zwar auch debattiert, aber bei Weitem nicht so konfliktreich und kontr&auml;r. Bei den Renten ist der <strong>wesentliche &ouml;ffentliche Streitpunkt dieser eine gro&szlig;e Geldbetrag &ndash; die Rente &ndash; <\/strong>der Gesetzlichen Rentenversicherung.<\/p><p>Um diesen Geldbetrag geht es in <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148624\">Teil 2<\/a>.<\/p><p><small>Titelbild: MakroBetz\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Berliner Zeitung, 20. Oktober 2024: <em><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/gesetzliche-rente-die-babyboomer-schwimmen-im-geld-doch-wir-jungen-haben-schulden-li.2255143\">Die Babyboomer schwimmen im Geld, doch wir Jungen haben Schulden<\/a> <\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Bayerischer Rundfunk: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/leben-die-babyboomer-zulasten-der-jungen,Ug4IDh7\"><em>Leben die Babyboomer zulasten der Jungen<\/em>?<\/a> 21.03.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Auch die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung geht in ihrer &ndash; lesenswerten &ndash; Informationsschrift &sbquo;Demographischer Wandel&lsquo;, auf das Thema &sbquo;Politischer Wettbewerb&lsquo; zwischen den Generationen ein. Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung, 2022: <em>Demographischer Wandel<\/em>, Kapitel <em>&sbquo;Politischer Wettbewerb&lsquo;,<\/em> S. 55 und folgende, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/dokument_pdf\/IzPB_350_Demografischer-Wandel_barrierefrei.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Sinn, H. W.:<em> <\/em><a href=\"https:\/\/www.hanswernersinn.de\/de\/standpunkt-159-2014-deutsche-gerontokratie\">Ifo Standpunkt Nr. 159<\/a>:<em> <a href=\"https:\/\/www.hanswernersinn.de\/de\/standpunkt-159-2014-deutsche-gerontokratie\">Deutsche Gerontokratie<\/a><\/em>, aufgerufen am 15.12.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Handelsblatt, 9. September 2025 : <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge\/altersvorsorge-sparen\/rente-mit-diesen-strategien-sichern-sie-ihre-altersvorsorge\/100140556.html\"><em>Mit diesen Strategien sichern sie ihre Altersvorsorge<\/em><\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS): <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2025<\/a>. <em>Bericht der Bundesregierung &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere &uuml;ber die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den k&uuml;nftigen 15 Kalenderjahren gem&auml;&szlig; &sect; 154 Abs. 1 und 3 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch &ndash; Gesetzliche Rentenversicherung <\/em>&ndash; (SGB VI) Zitiert als: BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2025<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Deutschlandfunk, 10.05.2004: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frank-schirrmacher-das-methusalem-komplott-die-macht-des-100.html\"><em>Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott.<\/em><\/a> Die Macht des Alterns 2004 &ndash; 2050<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Im Alterssicherungsbericht 2024 findet sich ein &Uuml;berblick &uuml;ber s&auml;mtliche Abgeordnetenpensionen im Deutschen Bundestag und den L&auml;nderparlamenten. Quelle: BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>. Erg&auml;nzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2024. S. 202 und folgende<\/p>\n<p>Weiter zitiert als: BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Die graphische Darstellung &sbquo;Die drei Lebensabschnitte&lsquo; wurde der Webseite &sbquo;RentenZukunft&lsquo; entnommen, <a href=\"https:\/\/renten-zukunft.de\/2025\/08\/22\/generationenvertrag-oder-versicherungsvertrag\">renten-zukunft.de\/2025\/08\/22\/generationenvertrag-oder-versicherungsvertrag<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Wissenschaftlicher Beirat f&uuml;r Familienfragen: <em>Gerechtigkeit f&uuml;r Familien. Zur Begr&uuml;ndung und Weiterentwicklung des Familienlasten- und Familienleistungsausgleichs,<\/em> 2001 <a href=\"https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/resource\/blob\/94678\/0b3974570b6a41360b867140bdc19ba6\/prm-22510-sr-band-202-data.pdf\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] OECD 2025: Pensions at a glance, S. 223 <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/content\/dam\/oecd\/en\/publications\/reports\/2025\/11\/pensions-at-a-glance-2025_76510fe4\/e40274c1-en.pdf\">oecd.org\/content\/dam\/oecd\/en\/publications\/reports\/2025\/11\/pensions-at-a-glance-2025_76510fe4\/e40274c1-en.pdf<\/a> <\/p>\n<p>Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Soziales\/Rente-und-Altersvorsorge\/Fakten-zur-Rente\/Alterssicherung-im-internationalen-Vergleich\/alterssicherung-im-internationalen-vergleich.html\"><em>Alterssicherung im internationalen Vergleich<\/em><\/a><\/p>\n<p>OECD Database <a href=\"https:\/\/data-explorer.oecd.org\/vis?df%5bds%5d=dsDisseminateFinalDMZ&amp;df%5bid%5d=DSD_SOCX_AGG%40DF_PUB_PRV&amp;df%5bag%5d=OECD.ELS.SPD&amp;df%5bvs%5d&amp;pd=2010%2C&amp;dq=.A..PT_B1GQ.ES20_30%2BES10._T.TP01._Z&amp;ly%5brw%5d=REF_AREA&amp;ly%5bcl%5d=TIME_PERIOD&amp;ly%5brs%5d=EXPEND_SOURCE&amp;to%5bTIME_PERIOD%5d=false&amp;vw=tb&amp;lb=bt\"><em>Public and private social expenditure<\/em><\/a>, Old age and survivors, Percentage of GDP<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Aufgrund etwas unterschiedliche Berechnungsmethoden kommt das deutsche Bundesarbeitsministerium zu leicht abweichenden Zahlen (437 Milliarden, gem&auml;&szlig; Sozialbudget Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, Seite 22: <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen<\/em> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Broschueren\/a230-25-sozialbudget-2024.html\">hier<\/a> <\/p>\n<p>Auf &uuml;ber elf Prozent des BIP kommen OECD und BMAS, wenn sie die sogenannten &sbquo;Non-Cash-Benefits&lsquo; zu den &sbquo;Cash-Benefits&lsquo;, also den ausgezahlten Renten, dazurechnen. Dies sind laut OECD im wesentlichen an die individuelle finanzielle Lage zweckgebundene Zusch&uuml;sse f&uuml;r Personen im Rentenalter, etwa Zusch&uuml;sse zu den Wohnungskosten. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Bruttoinlandsprodukt (BIP)<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Tabellen\/bip-bubbles.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Bev&ouml;lkerung &Auml;ltere Menschen. Die Bev&ouml;lkerungsgruppe der &auml;lteren Menschen ab 65 Jahren<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Querschnitt\/Demografischer-Wandel\/Aeltere-Menschen\/bevoelkerung-ab-65-j.html\">hier<\/a> <\/p>\n<p>Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2025: 16. koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/annahmen_ergebnisse_16te_kBv.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>Direkter Link zur interaktiven Visualisierung: <a href=\"https:\/\/service.destatis.de\/bevoelkerungspyramide\/\">service.destatis.de\/bevoelkerungspyramide\/<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2018: <em>Konsumausgaben von Familien f&uuml;r Kinder &ndash; Berechnungen auf der Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten\/Publikationen\/Downloads-Konsumausgaben\/konsumausgaben-familien-kinder-5632202189004.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3,\">hier<\/a>: S. 17<\/p>\n<p>Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2018: <em>Wirtschaftsrechnungen &ndash; Einkommens- und Verbrauchsstichprobe<\/em><\/p>\n<p><em>Konsumausgaben privater Haushalte<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten\/Publikationen\/Downloads-Konsumausgaben\/evs-aufwendung-privater-haushalte-2152605189004.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: 2018: <em>Konsumausgaben von Familien f&uuml;r Kinder<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten\/Publikationen\/Downloads-Konsumausgaben\/konsumausgaben-familien-kinder-5632202189004.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3,\">hier<\/a>, S. 29<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2021: <em>Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten &ndash; 763 Euro geben Paare im Monat f&uuml;r ihr Kind aus<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/Zahl-der-Woche\/2021\/PD21_26_p002.html?templateQueryString=763+Euro+geben+Paare+im+Monat+f%C3%BCr+ihr+Kind+aus\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Das Statistische Bundesamt weist aber darauf hin, dass diese als &sbquo;privater Konsum&lsquo; bezeichneten Kosten bei Weitem nicht alle Aufwendungen umfassen:<\/p>\n<p>&sbquo;<em>Wichtiger methodischer Hinweis: Die errechneten Ergebnisse f&uuml;r die Konsumausgaben f&uuml;r Kinder k&ouml;nnen keinesfalls gleichgesetzt werden mit den Lebenshaltungskosten f&uuml;r Kinder insgesamt. Daf&uuml;r fehlen alle &uuml;ber den privaten Konsum hinaus anfallenden Aufwendungen f&uuml;r Kinder, zum Beispiel f&uuml;r Versicherungsschutz und Vorsorge. Auch die gesellschaftlichen Aufwendungen f&uuml;r Kinder, wie die Ausgaben f&uuml;r Schulbildung oder f&uuml;r den Bau von Kinderg&auml;rten, sind nicht ber&uuml;cksichtigt. Ebenso werden Zeitaufwendungen f&uuml;r Kinder und sogenannte Opportunit&auml;tskosten, die beispielsweise durch den Verzicht eines Elternteils auf Erwerbst&auml;tigkeit wegen der Kindererziehung entstehen, aufwandsm&auml;&szlig;ig nicht betrachtet.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>Destatis, 2018:<em><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten\/Publikationen\/Downloads-Konsumausgaben\/evs-aufwendung-privater-haushalte-2152605189004.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\"> Wirtschaftsrechnungen<\/a> &ndash; Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Konsumausgaben privater Haushalte<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Unber&uuml;cksichtigt sind die von &Ouml;konomen als &sbquo;Opportunit&auml;tskosten&lsquo; bezeichneten Kosten, die hier nicht n&auml;her betrachtet werden (obwohl sie bei vielen f&uuml;r die Entscheidung f&uuml;r oder gegen Kinder sehr bedeutsam sind). Vereinfacht ausgedr&uuml;ckt: Durch Kinder verliere ich die &sbquo;Opportunity&lsquo;, die Gelegenheit bzw. M&ouml;glichkeit, durch hohen zeitlichen Einsatz und weitgehende zeitliche Flexibilit&auml;t am Arbeitsplatz aufzusteigen und mein Einkommen zu steigern. Au&szlig;erdem habe ich insgesamt erheblich h&ouml;here Ausgaben, verglichen mit den Kosten f&uuml;r eine Person oder f&uuml;r eine Beziehung ohne Kinder. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Sparkasse: Was kostet ein Kind? <a href=\"https:\/\/www.sparkasse.de\/pk\/ratgeber\/familie\/eltern-und-kinder\/kosten-kind.html\">hier<\/a> aufgerufen am 19.12.2025<\/p>\n<p>BeatVest: Was kostet ein Kind im Monat? Das sollten Eltern in 2025 wissen, <a href=\"https:\/\/www.beatvest.com\/blog\/was-kostet-ein-kind-im-monat\">hier, <\/a>aufgerufen am 19.12.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Verbraucherpeisindex, <\/em><a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/datenbank\/online\/statistic\/61111\/table\/61111-0001\">hier<\/a><em> <\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2024: <em>Gemeinschaftsstatistik zu Einkommen und Lebensbedingungen<\/em> <\/p>\n<p><em>(Mikrozensus-Unterstichprobe zu Einkommen und Lebensbedingungen. Endergebnisse 2024<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Lebensbedingungen-Armutsgefaehrdung\/Publikationen\/Downloads-Lebensbedingungen\/statistischer-bericht-einkommen-lebensbedingungen-endergebnisse-2150300247005.xlsx?__blob=publicationFile&amp;v=3\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Bev&ouml;lkerung &ndash; Haushalte und Familien<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Haushalte-Familien\/_inhalt.html\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches<em> <\/em>Bundesamt:<em> <\/em><em>Konsumausgaben, Investitionen und Au&szlig;enbeitr<\/em>ag, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Tabellen\/inlandsprodukt-verwendung-bip.html?templateQueryString=Private+Konsumausgaben\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2018: <em>Konsumausgaben von Familien f&uuml;r Kinder &ndash; Berechnungen auf der Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten\/Publikationen\/Downloads-Konsumausgaben\/konsumausgaben-familien-kinder-5632202189004.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3,\">hier<\/a>, S.17<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 9. August 2024: <em>Tag der Jugend: 60 Prozent der 15- bis 24-J&auml;hrigen lebten 2023 haupts&auml;chlich von famili&auml;rer oder staatlicher Unterst&uuml;tzung, <\/em><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/08\/PD24_N040_13_12.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Es gibt Leistungen, die nicht einfach einer Generation zugeordnet werden k&ouml;nnen. So k&ouml;nnte man die Ber&uuml;cksichtigung von Kindererziehungszeiten bei der Rentenberechnung (sogenannte M&uuml;tterrente) auch als &sbquo;versp&auml;tetes Kindergeld&lsquo; betrachten.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2025: <em>398 Milliarden Euro f&uuml;r Bildung, Forschung und Wissenschaft im Jahr 2023<\/em>, Pressemitteilung Nr. 193 vom 3. Juni 2025, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/06\/PD25_193_217.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>Bildung umfasst Kindertagesbetreuung, Schulen, Hochschulen, F&ouml;rderung von Bildungsteil-nehmern\/-innen, Sonstiges Bildungswesen, Jugend- und Jugendverbandsarbeit. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Empf&auml;ngerinnen und Empf&auml;nger von Kindergeld und Ausgaben<\/em>, Stand: Dezember jeden Jahres, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Soziales\/Elterngeld\/Tabellen\/empfaenger-ausgaben.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, <em>Familienleistungsausgleich,<\/em> S. 12 <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Broschueren\/a230-25-sozialbudget-2024.html\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Ausgaben, Einrichtungen und Personal in der Jugendhilfe &ndash; &Ouml;ffentliche Hand gab 2023 rund 71,9 Milliarden Euro f&uuml;r Kinder- und Jugendhilfe aus<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Soziales\/Kinderhilfe-Jugendhilfe\/aktuell-kinder-jugendhilfe-ausgaben.html\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: <em>Elterngeld, <\/em><a href=\"https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/bmbfsfj\/themen\/familie\/familienleistungen\/elterngeld\">hier<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, 2025: <em>398 Milliarden Euro f&uuml;r Bildung, Forschung und Wissenschaft im Jahr 2023<\/em>, Pressemitteilung Nr. 193 vom 3. Juni 2025. Die Hochschulfinanzstatistik weist h&ouml;here Zahlen aus, insgesamt 75 Milliarden Euro f&uuml;r 2023, <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/datenbank\/online\/statistic\/21371\/table\/21371-0001\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung: <em>Schulabsolventinnen und Schulabsolventen sowie Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger nach Art des Abschlusses<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.datenportal.bmbf.de\/portal\/Tabelle-2.3.14.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] Hier lie&szlig;e sich einwenden, dass auch die im Alter h&ouml;heren Kosten f&uuml;r Krankheit und Pflege ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssten.<\/p>\n<p>Die ethische Berechtigung solcher Berechnungen ist zweifelhaft. Anders als bei der ausschlie&szlig;lich politisch entschiedenen Gestaltung der Ausbildungsfinanzierung oder der Rentenanspr&uuml;che etc. &ndash; handelt es sich bei den Ausgaben f&uuml;r Gesundheit und Pflege darum, wie eine Gesellschaft mit einem weitgehend nat&uuml;rlichen Ereignis, n&auml;mlich Krankheit in allen Lebensaltern, und speziell mit dem weitere Krankheiten erzeugenden Prozess der Alterung umgeht. Die Politik kann die Ressourcen der Gesundheitsversorgung beeinflussen. Gesundheit, Krankheit und Alterung sind aber auch durch die bestm&ouml;gliche Gesundheitsversorgung nur abzumildern oder zu verlangsamen, aber nicht aufzuhalten. Abgesehen davon sind die gegenw&auml;rtigen Daten zu den Kosten in verschiedenen Generationen nicht eindeutig, weil schwere Erkrankungen im Jugend- und Erwerbst&auml;tigenalter pro Fall erheblich h&ouml;here Kosten verursacht als im Alter. Die EU sieht in ihrem <em>&sbquo;Alterungsbericht 2024. Wirtschaftliche und finanzielle Projektionen f&uuml;r die EU-Mitgliedsstaaten 2022 bis 2070&rsquo;<\/em> (&sbquo;Ageing Report. Economic &amp; Budgetary Projections for the EU Member States (2022-2070&rsquo;), auch solche Schwierigkeiten. ab S. 66 <a href=\"https:\/\/economy-finance.ec.europa.eu\/document\/download\/971dd209-41c2-425d-94f8-e3c3c3459af9_en?filename=ip279_en.pdf\">hier <\/a>(Mehr dazu in Teil 4)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] Durchschnitt Destatis Alter ab 64 und ab 65: 20,2 und 19,0 = 19,6 Millionen<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] W&uuml;rde die Altersgrenze bei 21, 22, 23, 24 oder 25 Jahren gezogen, w&auml;ren die Ausgeben f&uuml;r die J&uuml;ngeren pro Kopf niedriger und w&uuml;rden sich den Pro-Kopf-&sbquo;Brutto&rsquo;ausgaben der &Auml;lteren ann&auml;hern.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, S. 20: <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen, Alter<\/em> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/a230-25-sozialbudget-2024.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_39\" name=\"foot_39\">&laquo;39<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, S. 22 <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen, Alter<\/em> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/a230-25-sozialbudget-2024.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_40\" name=\"foot_40\">&laquo;40<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: 16. koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung, Daten f&uuml;r 2025. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/annahmen_ergebnisse_16te_kBv.html\">hier<\/a><br>\nDirekter Link zur interaktiven Visualisierung: <a href=\"https:\/\/service.destatis.de\/bevoelkerungspyramide\/\">service.destatis.de\/bevoelkerungspyramide\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_41\" name=\"foot_41\">&laquo;41<\/a>] Ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_42\" name=\"foot_42\">&laquo;42<\/a>] Das statistische Bundesamt weist &ndash; wie gesagt &ndash; auch auf die methodischen Schwierigkeiten hin, sie erw&auml;hnen als &uuml;ber den privaten Konsum hinaus gehende Aufwendungen f&uuml;r Kinder vor allem Versicherungsschutz und Vorsorge. Einige weitere Schwierigkeiten: Die Berechnung der Wohnkosten ist extrem schwierig, da es keinen Wohnungsmarkt mehr gibt, in dem Eltern durch einfachen Wechsel die Wohnung der Kinderzahl anpassen k&ouml;nnten. So leben einige beengt in zu kleinen Wohnungen, weil sie eine gr&ouml;&szlig;ere nicht finden oder nicht bezahlen k&ouml;nnen. Andere wohnen auf gen&uuml;gend Wohnraum, nachdem die ersten Kinder ausgezogen sind.<\/p>\n<p>Weitere methodische Herausforderungen: Man k&ouml;nnte versuchen die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge der bereits ab dem 18. Lebensjahr Erwerbst&auml;tigen von den Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche wieder abzurechnen. Das m&uuml;sste man dann allerdings auch bei der Berechnung der Kosten &Auml;lterer machen. Etwa 21 Prozent der Rentenbezieher im Rentenalter erwerbst&auml;tig, das w&auml;re dann auch von den Ausgaben wieder abzuziehen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_43\" name=\"foot_43\">&laquo;43<\/a>] Unber&uuml;cksichtigt bleiben bei dieser Berechnung die staatlich abgedeckten Gesundheitskosten aller drei Generationen. Die h&ouml;heren Gesundheitskosten &Auml;lterer lassen sich bestimmen. Eine Berechnung der spezifischen Gesundheitskosten &Auml;lterer wirft aber massive ethische Probleme auf. Die erh&ouml;hte Erkrankungsanf&auml;lligkeit im Alter resultiert zum einen aus der nat&uuml;rlichen und nicht verhinderbaren Alterung (beinflussbar aber nicht verhinderbar), zum anderen aus der Verausgabung w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit und Kindererziehungszeit.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die rentenpolitische Debatte wird seit Jahrzehnten von einer simplen Aussage beherrscht: die Jungen schuften, die Alten kassieren &ndash; Generationengerechtigkeit als Nullsummenspiel. Dramatische Schlagzeilen (&bdquo;Altenexplosion&ldquo;, &bdquo;Renten-Kollaps&ldquo;) und moralische Appelle an die &bdquo;junge Generation&ldquo; &uuml;bert&ouml;nen systematisch die Zahlen. <strong>Lothar Lieck<\/strong> legt in dieser vierteiligen Reihe eine n&uuml;chterne, datenbasierte Abrechnung vor: Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche vs. Renten,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148158\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":148159,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[155,158,39],"tags":[1592,2270,273,301,1912,1609,405,291],"class_list":["post-148158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demografische-entwicklung","category-generationenkonflikt","category-rente","tag-deutsche-rentenversicherung","tag-grundrente","tag-privatvorsorge","tag-rentenalter","tag-rentenniveau","tag-rentenreform","tag-statistisches-bundesamt","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/shutterstock_1999976627.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=148158"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149012,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148158\/revisions\/149012"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/148159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=148158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=148158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=148158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}