{"id":148206,"date":"2026-03-24T10:34:54","date_gmt":"2026-03-24T09:34:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148206"},"modified":"2026-03-24T13:51:52","modified_gmt":"2026-03-24T12:51:52","slug":"vom-kollateralschaden-zum-doppelschlag-kriegsverbrechen-als-routine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148206","title":{"rendered":"Vom Kollateralschaden zum Doppelschlag \u2013 Kriegsverbrechen als Routine"},"content":{"rendered":"<p>Was vor etlichen Jahren weltweit f&uuml;r Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche T&ouml;tung von Zivilisten und die absichtliche Zerst&ouml;rung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanit&auml;res Recht. Die L&auml;nder und Regierungen, die Kriegsverbrecher nicht isolieren und &auml;chten &ndash; wie das internationale Recht und die UN-Charta es vorsehen, sind Mitt&auml;ter. Das gilt f&uuml;r den V&ouml;lkermord gegen die Pal&auml;stinenser im Gazastreifen und im Westjordanland, das gilt auch f&uuml;r den aktuellen Angriff auf Iran und Libanon. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6162\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-148206-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=148206-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260324-Kriegsverbrechen-als-Routine-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA den Iran an. Der Angriff ist v&ouml;lkerrechtswidrig und illegal. Iran hatte die beiden Staaten weder bedroht noch angegriffen. Im Gegenteil: Iran und die USA hatten durch die Vermittlung des Oman am 26. Februar eine weitere <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2026\/mar\/17\/uk-security-adviser-attended-us-iran-talks-and-judged-deal-was-within-reach\">Verhandlungsrunde in Genf<\/a> beendet, die zu weitreichenden Ergebnissen gef&uuml;hrt hatte. Ein neues Treffen war f&uuml;r den 2. M&auml;rz in Wien am Sitz der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEA) geplant.<\/p><p>Der Angriff wurde und wird bis heute von der Bundesregierung und anderen europ&auml;ischen Regierungen, auch von der EU-Kommission oder im EU-Parlament nicht verurteilt. Bundesminister und andere deutsche Politiker erkl&auml;ren, &bdquo;fest an der Seite Israels&ldquo; zu stehen. Dessen Regierung droht neben der anhaltenden Zerst&ouml;rung des Iran mit Einmarsch und Besetzung des Libanon, der trotz einer Waffenruhe mit Israel Ende November 2024 t&auml;glich von Israel bombardiert wurde. Dabei wurden t&auml;glich Menschen get&ouml;tet.<\/p><p>Trotz der aggressiven Drohungen, die israelische Minister gegen den Libanon richten, werden deutsche Waffen und deutsches Geld an die israelische Regierung nicht gestoppt. Das Ausw&auml;rtige Amt bestellt nicht die Vertreter von Israel und den USA ein, um gegen deren Angriffe zu protestieren. Kein Wort dar&uuml;ber, dass der libanesischen Bev&ouml;lkerung damit gedroht wird, ihre Lebensgrundlagen in Grund und Boden zu bomben. S&uuml;dbeirut &ndash; dass auch in deutschen Medien als &bdquo;Hochburg der Terrororganisation Hisbollah&ldquo; bezeichnet wird &ndash; werde bald &bdquo;aussehen wie Khan Younis und Rakka&ldquo;, so das israelische Regierungsmitglied Smotrich. Und die israelische Armeef&uuml;hrung ordnet die <a href=\"https:\/\/today.lorientlejour.com\/article\/1500408\/israeli-army-ordered-to-raze-south-lebanon-villages-iran-us-trade-threats-as-israels-dimona-is-struck-everything-you-need-to-know-this-monday.html?utm_source=ot&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=nlthemorningbrief\">komplette Zerst&ouml;rung<\/a> von D&ouml;rfern im s&uuml;dlichen Libanon an.<\/p><p><strong>Leben unter Bomben<\/strong><\/p><p>Seit drei Wochen beherrscht nun der v&ouml;lkerrechtswidrige US-israelische Krieg das Leben der Menschen zwischen dem &ouml;stlichen Mittelmeer und weit &uuml;ber die Persische Golfregion hinaus. Obwohl klar ist, dass der Krieg von Israel und den USA begonnen wurde, w&auml;hrend Iran sein Recht auf Verteidigung aus&uuml;bt und vor jedem neuen US-israelischen Angriff warnt, man werde auf gleicher Ebene zur&uuml;ckschlagen, wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn der Iran f&uuml;r den Krieg verantwortlich gemacht. Diese Anschuldigung wird von EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und von England (E3) verbreitet, auf Antrag des Golfkooperationsrates wurde diese Anschuldigung in einem Resolutionsentwurf dem <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2026\/sc16315.doc.htm\">UN-Sicherheitsrat<\/a> vorgelegt. Die Resolution wurde &ndash; bei Enthaltung von China und Russland &ndash; angenommen. 130 UN-Mitgliedsstaaten sollen die Resolution unterst&uuml;tzt haben. Der Iran wies die Resolution zur&uuml;ck und betonte sein Recht, sich gegen die US-israelischen Angriffe zu verteidigen.<\/p><p>Die dort lebenden Muslime feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan, die Christen befinden sich in der vor&ouml;sterlichen Fastenzeit, und im Iran und angrenzenden Gebieten wird das Neujahrsfest <em>Newroz<\/em> oder <em>Newruz<\/em> gefeiert.<\/p><p>Millionen Menschen in der Region sind auf der Flucht. Mehr als 1,2 Millionen Inlandsvertriebene sind im Libanon registriert, mehr als drei Millionen Vertriebene werden aus dem Iran gemeldet. Die zwei Millionen Pal&auml;stinenser im Gazastreifen und Zehntausende Vertriebene im besetzten Westjordanland finden kaum noch Erw&auml;hnung in westlichen Medien.<\/p><p>Die Zahl der Toten steigt t&auml;glich. Mehr als 1.500 Tote werden offiziell im Iran gemeldet, darunter hochrangige Politiker und Milit&auml;rs. Wissenschaftler, Journalisten, Rettungshelfer, Feuerwehrleute, Angeh&ouml;rige des Zivilschutzes und der Rote-Kreuz\/Rote-Halbmond-Organisationen wurden get&ouml;tet. &Auml;rzte, Krankenhelfer und ihre Gesundheitszentren und Kliniken werden bombardiert. In Schulen sterben Kinder und Lehrer.<\/p><p><a href=\"https:\/\/reliefweb.int\/report\/lebanon\/lebanon-flash-update-10-escalation-hostilities-lebanon-19-march-2026?utm_source=rw-subscriptions&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=country_updates_137\">Im Libanon<\/a> werden die Menschen von den israelischen Bomben- und Drohnenangriffen in ihren H&auml;usern, H&ouml;fen, D&ouml;rfern und Wohnungen get&ouml;tet, die Israel als &bdquo;Hisbollah-Stellungen&ldquo; beschreibt. Mehr als 1.000 Tote wurden bisher gemeldet, darunter Rettungshelfer, Zivilschutz, Journalisten, &Auml;rzte, Universit&auml;tsprofessoren und Familien mit ihren Kindern, die von Israel als &bdquo;Hisbollah&ldquo; bezeichnet werden. Der stellvertretende Leiter von UNICEF-Libanon erkl&auml;rte, die &bdquo;Eskalation hat so viele get&ouml;tet oder verletzt&ldquo;, als t&ouml;te man &bdquo;eine Schulklasse Kinder jeden Tag&ldquo;.<\/p><p>Die mehr als 72.000 Toten, die von Israel <a href=\"https:\/\/www.ochaopt.org\/content\/reported-impact-snapshot-gaza-strip-18-march-2026?_gl=1*1rt9grx*_ga*NDExNTgyNjY2LjE3NTcwNTc0Mjg.*_ga_E60ZNX2F68*czE3NzQyMTM4ODgkbzI5JGcxJHQxNzc0MjE0MTI2JGo2MCRsMCRoMA..\">in Gaza get&ouml;tet worden sind<\/a>, scheinen vergessen. Unklar ist, wie viele Tote unter den Tr&uuml;mmern der zivilen Infrastruktur versch&uuml;ttet sind, 11.000 Menschen wurden aus Gaza von der israelischen Armee verschleppt und werden in israelischen Gef&auml;ngnissen und Lagern vermisst.<\/p><p>Lebensgrundlagen werden zerst&ouml;rt, wenige Tage vor dem Eid al-Fitr Fest hat die israelische Besatzungsarmee die Al-Aksa-Moschee in Ostjerusalem f&uuml;r die Gebete am Ende des Ramadans gesperrt. Die Moschee gilt als das drittwichtigste Heiligtum f&uuml;r die Muslime nach Mekka und Medina.<\/p><p>Die Drohungen der angreifenden US-israelischen Koalition &uuml;berschlagen sich t&auml;glich in Wort und Tat. Nach der Zerst&ouml;rung von &Ouml;ldepots im Norden von Teheran bombardiert Israel das iranische Pars-Gasfeld im Persischen Golf. Die USA bombardieren die Khargh Insel, Flugh&auml;fen und einen &Ouml;lverladehafen vor der Westk&uuml;ste des Irans. US-israelische Raketen bombardieren die Atomanlagen Busheir und Natanz im Iran.<\/p><p>US-Pr&auml;sident Donald Trump droht schlie&szlig;lich, s&auml;mtliche Energieanlagen des Iran zu zerst&ouml;ren, sollte dieser die <em>Stra&szlig;e von Hormus<\/em> nicht f&uuml;r die Schifffahrt freigeben. Der Iran erkl&auml;rt, Schiffe befreundeter Staaten h&auml;tten freie Fahrt durch die Meerenge, andere m&uuml;ssten die Durchfahrt mit Iran verhandeln, wenn sie nicht beschossen werden wollten. 20 Prozent des weltweiten Nachschubs von &Ouml;l und (Fl&uuml;ssig-)Gas werden t&auml;glich durch die Stra&szlig;e von Hormus transportiert.<\/p><p><strong>Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaventum, Nichtwissen ist St&auml;rke (1984, George Orwell)<\/strong><\/p><p>Israel bezeichnete den Luftangriff auf den Iran als &bdquo;pr&auml;ventiven Schlag&rdquo;: Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erkl&auml;rte, Ziel der Operation sei es, &bdquo;Bedrohungen gegen den Staat Israel zu beseitigen&ldquo;. Mittlerweile haben zahlreiche US-Politiker, darunter auch Au&szlig;enminister Marco Rubio und der Leiter der Anti-Terror-Abteilung <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208\">Joe Kent<\/a>, erkl&auml;rt, die USA h&auml;tten sich dem Angriff angeschlossen, weil Israel ihn sowieso geplant habe. Eine konkrete Gefahr aus dem Iran habe nicht vorgelegen.<\/p><p>Der Angriff besiegelt das Scheitern der Diplomatie. In der UN-Charta gibt es ein <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/friedensforum\/artikel\/das-aggressionsverbot-im-voelkerrecht\">&bdquo;Nichtangriffsgebot&ldquo;<\/a>, dass <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106177\">Israel<\/a> nie respektiert hat. Mehr als ein Jahr hat der israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu die USA zu dem Angriff auf den Iran gedr&auml;ngt. In der ersten Trump-Amtszeit konnte Israel erfolgreich durchsetzen, dass die USA 2018 aus dem lange verhandelten Atomabkommen mit dem Iran (JCPOA) ausstiegen.<\/p><p>Wiederholt hatte Israel die Verhandlungen torpediert und verurteilt. Netanjahu kritisierte nicht nur die Verhandlungen &uuml;ber das israelische Atomprogramm, er wollte auch die Agenda m&ouml;glicher Verhandlungen bestimmen. Dazu geh&ouml;rten neben dem Atomprogramm die Einstellung des iranischen Raketenprogramms sowie ein Ende der iranischen Kooperation mit regionalen Verb&uuml;ndeten. Bei dem aktuellen Angriff handelt es sich um das zweite Mal, dass Iran aus bilateralen Verhandlungen mit den USA heraus <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/features\/2026\/3\/11\/12-days-how-2025-iran-blueprint-trapped-us-israel-in-longer-war\">angegriffen wurde<\/a>.<\/p><p>Die Frage, warum die USA sich dem Krieg angeschlossen haben, wird vielf&auml;ltig beantwortet. Das oder zumindest ein Ziel ist, die komplette Kontrolle &uuml;ber Westasien zu erlangen. Das iranische Atomprogramm ist ein Vorwand, zumal es bereits beim Angriff im Juni 2025 hie&szlig;, man habe s&auml;mtliche Kapazit&auml;ten des Iran, Atomwaffen zu entwickeln, zerst&ouml;rt. Der Iran hat unter dem obersten Revolutionsf&uuml;hrer Ali Khamenei immer betont, keine Atomwaffen anzustreben. Die Urananreicherung sei ein Recht des Iran, zumal das Land den Nichtverbreitungspakt unterschrieben und seitens der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde IAEA auf Druck der USA und der israelischen Partner Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien (E3) intensive &Uuml;berwachung und Kontrollen durchgef&uuml;hrt wurden. Das unterscheidet den Iran vollst&auml;ndig von Israel, der <a href=\"https:\/\/armscontrolcenter.org\/israeli-nuclear-weapons-at-the-heart-of-a-strategic-taboo\/\">einzigen Atommacht in der Region<\/a>. Israel schweigt &uuml;ber sein Atomwaffenprogramm, dementiert aber nicht, Atomwaffen zu haben.<\/p><p>Israel will sich zu einem &bdquo;Gro&szlig;-Israel&ldquo; auf ein Gebiet ausweiten, das mit dem Kerngebiet eines &bdquo;Gr&ouml;&szlig;eren Mittleren Ostens&ldquo; &uuml;bereinstimmen soll. Als &bdquo;j&uuml;discher Staat&ldquo; sei man &bdquo;auserw&auml;hlt&ldquo;, &uuml;ber den anderen V&ouml;lkern der Region zu stehen. Die EU-Kommission und europ&auml;ische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien bewaffnen und finanzieren Israel und dessen Armee, um &bdquo;die <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/sagen-wo-es-lang-geht-mit-dem-deutschen-bundeskanzler\/\">Drecksarbeit<\/a> zu erledigen&ldquo;. Der Plan, Westasien unter westlich-israelische Kontrolle zu bringen, ist ein Griff nach den Rohstoffen der Region und richtet sich politisch gegen China und Russland, die in Westasien &ndash; mit BRICS und dem neuen Seidenstra&szlig;enprojekt &ndash; eine erfolgreiche Politik der Kooperation begonnen hatten.<\/p><p><strong>Gem&auml;&szlig; der Kriegsregeln<\/strong><\/p><p>Was vor 20 Jahren weltweit f&uuml;r Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche T&ouml;tung von Zivilisten und die absichtliche Zerst&ouml;rung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanit&auml;res Recht. Beispiel: Der v&ouml;lkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak 2003.<\/p><p>Bagdad, 12. Juli 2007. Zwei US-Kampfhubschrauber der Marke Hughes AH-64 &sbquo;Apache&lsquo; flogen an diesem Morgen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5rXPrfnU3G0\">Angriffe<\/a> auf eine Gruppe von bis zu zw&ouml;lf M&auml;nnern, die eine Stra&szlig;e im Stadtteil Neu-Bagdad, <em>Baghdad al Jedideh<\/em>, entlangliefen.<\/p><p>Die Soldaten an Bord der Hubschrauber feuerten mit 30-Millimeter-Bordkanonen und t&ouml;teten die M&auml;nner, darunter der Fotograf Namir Nour El Deen und der Fahrer Saeed Chmagh, zwei irakische Mitarbeiter der Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em>. Sp&auml;ter sollten die Soldaten sagen, sie h&auml;tten die Kameras, die die beiden Journalisten auf der Schulter trugen, f&uuml;r Granatwerfer, eine RPG (rocket-propelled grenade) gehalten. Eine Bordkamera nahm das Geschehen auf. Kommentar der Soldaten: &bdquo;Diese toten Bastarde. Sch&ouml;n.&ldquo;<\/p><p>Einer der beiden Mitarbeiter von <em>Reuters<\/em> &uuml;berlebte schwer verletzt. Er bewegte sich, versuchte aufzustehen. Die Hubschrauberkamera zeichnete das auf. Kommentar der Soldaten: &bdquo;Tr&auml;gt er eine Waffe? Ich habe noch keine gesehen. Hey Leute, seht ihr den Typen, der da am Bordstein entlangkriecht? Ja, ich habe ihn.&ldquo;<\/p><p>Das Zielkreuz der Hubschrauberkamera schob sich langsam &uuml;ber den Verletzten. Dann h&ouml;rte man einen der Soldaten sagen: &bdquo;Wir haben hier einen schwarzen Van, der den Typ einsammelt. Bitte um Erlaubnis, anzugreifen.&ldquo;<\/p><p>Die Kamera des Hubschraubers schwenkte, und zu sehen ist, wie der Fahrer des Vans versuchte, den Verletzten zu bergen. Ein anderer Mann half ihm, beide trugen den Verletzten zur Seitent&uuml;r des Fahrzeugs, legten ihn hinein. Zu h&ouml;ren ist die Stimme eines Soldaten: &bdquo;Ja, Roger, greift an.&ldquo; &bdquo;Verstanden&ldquo;, sagte ein anderer Soldat.<\/p><p>Gerade, als der Van losfahren wollte, griff der US-Kampfhubschrauber den Wagen an und feuerte 120 Schuss Munition auf das Fahrzeug und auf die zwei M&auml;nner, die versuchten, sich nahe einer Mauer in Sicherheit zu bringen. Die Hubschrauberkamera hielt alles fest. Die Soldaten verst&auml;ndigten sich: &bdquo;Ich habe sie verloren. Ich habe sie. Oh ja, schaut Euch das an. Direkt in die Windschutzscheibe.&ldquo;<\/p><p>Die Hubschrauberkamera hielt das Bild fest. Der Mitarbeiter der Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em>, der gerettet werden sollte, lag leblos am Boden. Der Van war vermutlich durch den Druck der Geschosse r&uuml;ckw&auml;rts gegen eine Mauer gedr&uuml;ckt worden. Die beiden M&auml;nner lagen tot daneben. Die US-Armee erkl&auml;rte sp&auml;ter, die beiden Hubschrauber h&auml;tten eine &bdquo;Gefahr f&uuml;r die Truppen&ldquo; identifiziert, gesichert und sich den &bdquo;Kriegsregeln entsprechend&ldquo; verhalten.<\/p><p><strong>&bdquo;Collateral Murder&ldquo;<\/strong><\/p><p>Whistleblower aus der US-Armee hatten die Aufnahmen <em>Wikileaks<\/em> zugespielt, ver&ouml;ffentlicht wurde das Video unter dem Titel <a href=\"https:\/\/collateralmurder.wikileaks.org\/\">&bdquo;Collateral Murder&ldquo;<\/a> (Kollateralmorde), im April 2010, drei Jahre nach dem eigentlichen Vorfall.<\/p><p>Das milit&auml;rische Vorgehen wurde schon damals als &bdquo;Doppelschlag&ldquo;, als <em>Double Tap<\/em> bezeichnet. Der erste Angriff attackiert dabei das eigentliche Ziel &ndash; ein Geb&auml;ude, Personen oder eine Personengruppe. Der zweite, zeitlich verz&ouml;gerte Angriff gilt Ersthelfern, Rettungskr&auml;ften, hinzugeeilten Angeh&ouml;rigen, m&ouml;glichen &Uuml;berlebenden des ersten Angriffs, die helfen wollen. Nach Einsch&auml;tzung der juristischen <a href=\"https:\/\/scholarship.law.ufl.edu\/flr\/vol69\/iss1\/7\/\">Fachzeitschrift <em>Florida Law Review<\/em><\/a> handelt es sich bei Double Taps &bdquo;wahrscheinlich&ldquo; um Kriegsverbrechen, da sie grob gegen das Humanit&auml;re Internationale Recht und die Genfer Konventionen versto&szlig;en. Diese verbieten, Zivilisten, Verwundete oder solche, die nicht mehr k&auml;mpfen k&ouml;nnen, anzugreifen.<\/p><p>Als der Film &bdquo;Collateral Murder&ldquo; 2010 ver&ouml;ffentlicht wurde, war die internationale &Ouml;ffentlichkeit schockiert &uuml;ber die Brutalit&auml;t, mit der die US-Soldaten in den US-Kampfhubschraubern wehrlose Menschen angriffen und t&ouml;teten. Die aufgezeichneten Kommentare zeigten zudem eine tiefe Verachtung f&uuml;r die Opfer und eine &Uuml;berheblichkeit der US-Soldaten nicht nur gegen&uuml;ber diesen Opfern, sondern auch gegen&uuml;ber dem Humanit&auml;ren Internationalen und dem Kriegsrecht, wonach Zivilisten nicht get&ouml;tet werden d&uuml;rfen. Unbekannt blieb, ob die Soldaten davon schon jemals geh&ouml;rt hatten. Keiner wurde angeklagt, keiner wurde verurteilt.<\/p><p>Auch die US-Administration war &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung schockiert. Nicht wegen des Verhaltens ihrer Soldaten, sondern weil jemand es gewagt hatte, die Kriegsverbrechen, die die US-Armee ver&uuml;bte, in aller &Ouml;ffentlichkeit anzuprangern. Es war nicht das erste Mal, denn zuvor waren bereits Informationen &uuml;ber das US-Gefangenenlager <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/gitmo\/\">Guantanamo<\/a> ver&ouml;ffentlicht worden.<\/p><p>Damals hatte <em>Wikileaks<\/em> internationale <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/-Partners-.html\">Medienpartner<\/a>, die die Ver&ouml;ffentlichungen unterst&uuml;tzten und davon profitiert hatten. Auf der Wikileaks-Internetseite finden sich u.a. die Namen von <em>The Washington Post<\/em>, McClatchy Company, <em>El Pais<\/em>, <em>The Telegraph<\/em>, <em>Der Spiegel<\/em>, <em>Le Monde<\/em>, <em>Aftonbladet<\/em>, <em>La Repubblica<\/em>, <em>L&rsquo;Espresso<\/em>. Genannt wird auch Andy Worthington, Journalist und Aktivist, der die &bdquo;Guantanamo Files&ldquo; in einem Buch ver&ouml;ffentlichte, das 2007 von Pluto Press ver&ouml;ffentlicht wurde. Sp&auml;ter folgte der Film &bdquo;Au&szlig;erhalb des Rechts&ldquo;, in dem die Geschichten einiger Guantanamo-Gefangenen dokumentiert werden. Worthington setzte sich nicht nur f&uuml;r die Freilassung der Gefangenen, sondern auch f&uuml;r die Schlie&szlig;ung des Guantanamo-Gef&auml;ngnisses ein. Anfang 2025 lie&szlig; die US-Regierung noch einmal elf Gefangene frei, die mehr als 20 Jahre ohne Anklage in Guantanamo festgehalten worden waren. Sie wurden an den Oman &uuml;berstellt. In dem Gef&auml;ngnis auf der US-Marinebasis Guantanamo Bay werden bis heute noch 15 Gefangene ohne Anklage seit mehr als 20 Jahren festgehalten.<\/p><p><strong>Afghanische Tageb&uuml;cher<\/strong><\/p><p>Nach der Ver&ouml;ffentlichung der Guantanamo Files folgte die Ver&ouml;ffentlichung der <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/wiki\/Afghan_War_Diary,_2004-2010\">Afghan War Diaries<\/a>, im April 2010 folgte &bdquo;Collateral Murder&ldquo;. Die US-Regierung war besonders wegen geheimer Unterlagen zu Afghanistan alarmiert und warnte vor weiteren Ver&ouml;ffentlichungen. In deutschen Medien folgten kritische Berichte nach dem Motto: &bdquo;Wikileaks und Afghanistan &ndash; <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/ueber_den_tag_hinaus\/bundeswehr\/wikileaks_und_afghanistan.html\">Pressefreiheit oder Kampagne<\/a>?&ldquo;<\/p><p>Dann wurde <em>Wikileaks<\/em> gejagt. Julian Assange als Stimme und Gesicht von <em>Wikileaks<\/em> wurde mit konstruierten Vorw&uuml;rfen diffamiert und in Schweden angeklagt, es folgte ein EU-Haftbefehl. Sieben Jahre verbrachte Assange im Exil in der Botschaft von Ecuador in London. Dort sagte man ihm politisches Asyl in Ecuador zu. Die US-Administration forderte seine Auslieferung wegen &bdquo;Spionage und Geheimnisverrat&ldquo;. 2019 wurde Assange von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft verschleppt, nachdem die neue Regierung Ecuadors die Asylzusage zur&uuml;ckgenommen hatte. Assange wurde in das britische Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh gebracht. Wiederholt wurde &uuml;ber das US-Auslieferungsverfahren verhandelt. Das wurde schlie&szlig;lich vom australischen Ministerpr&auml;sidenten Anthony Albanese gestoppt, der Julian Assange, einen Staatsb&uuml;rger Australiens, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117249\">nach Australien zur&uuml;ckholte<\/a>.<\/p><p>Im Juni 2024 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ycF_zWHO1nE\">kam Assange frei<\/a>. Nach einer Pro-forma-Verhandlung vor einem US-Gericht auf der Insel Saipan im Pazifik konnte er nach Australien zur&uuml;ckkehren. Er hatte sich der Spionage schuldig bekannt mit den Worten, er sei davon ausgegangen, dass seine Arbeit f&uuml;r <em>Wikileaks<\/em> vom ersten Zusatzartikel der US-Verfassung gesch&uuml;tzt gewesen sei, dem Recht auf Meinungsfreiheit. In den NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117180\">hie&szlig; es damals<\/a>, die Freiheit von Assange sei &bdquo;das Ergebnis des Engagements von Menschen auf der ganzen Welt&ldquo;.<\/p><p>Die libanesische Tageszeitung <em>Al Akhbar<\/em> feierte die Freiheit von Julian Assange mit einem ganzseitigen Titelbild und dem Satz: &bdquo;Einer der besten Wege, Gerechtigkeit zu erreichen, ist es, Ungerechtigkeit aufzudecken.&ldquo; Heute muss man allerdings vielen Medien weitgehend Versagen bescheinigen, wenn es um die Aufdeckung von Ungerechtigkeit geht. Die Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak, in Afghanistan, die Menschenrechtsverbrechen an Gefangenen in Guantanamo, die vor 16 Jahren f&uuml;r einen internationalen Aufschrei sorgten, sind heute Routine.<\/p><p>Israel hat die Liste der Kriegsverbrechen noch mit dem <a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2024\/4\/5\/israel_ai\">Einsatz von K&uuml;nstlicher Intelligenz<\/a> ausgeweitet. F&uuml;r den Angriff auf mehr als 3.000 Personen im Libanon, die 2024 bei der gleichzeitigen Explosion von Funksprechger&auml;ten schwer verletzt oder get&ouml;tet wurden, gab es <a href=\"https:\/\/www.lowyinstitute.org\/the-interpreter\/pager-bombs-precision-warfare-takes-personal-turn-lebanon\">mancherorts<\/a> etwas wie Anerkennung f&uuml;r einen &bdquo;k&uuml;hnen und einfallsreichen Angriff&ldquo;. Die Ermordung von politischen F&uuml;hrungspersonen geh&ouml;rt schon lange zum Arsenal israelischer Sonderkommandos. In deutschen Medien wird das inzwischen als &bdquo;Enthauptungsschlag&ldquo; bezeichnet. Der deutsch-israelische Historiker <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zur-rolle-israels-im-nahost-krieg-interview-michael-wolffsohn-historiker-100.html\">Michael Wolffsohn<\/a> erkl&auml;rte dazu in einem Interview mit dem <em>Deutschlandfunk<\/em>, das V&ouml;lkerrecht d&uuml;rfe &bdquo;f&uuml;r gezielte T&ouml;tungen im Iran gebrochen werden&ldquo;. Der Bruch des internationalen Rechts &ndash; und das sind &bdquo;gezielte T&ouml;tungen&ldquo; &ndash; soll offenbar &bdquo;normalisiert&ldquo; werden und im Alltag ankommen.<\/p><p><strong>Der &bdquo;Doppelschlag&ldquo;<\/strong><\/p><p>Sucht man &uuml;ber diese milit&auml;rische &bdquo;Taktik&ldquo; Informationen im Internet, wird man auf Artikel gelenkt, die von der russischen und der syrischen Armee im Syrienkrieg (seit 2011) berichten. Beide Armeen h&auml;tten &bdquo;Doppelschl&auml;ge&ldquo; gegen die bewaffnete dschihadistische Opposition ver&uuml;bt, hei&szlig;t es.<\/p><p>Die Autorin erinnert sich allerdings daran, dass diese Taktik von der <em>Nusra Front<\/em>, damals Al-Qaida-Vertretung in Syrien, eingesetzt wurde. Einer der ersten dieser Angriffe fand in Damaskus im Januar 2012 statt. Damals war die <a href=\"https:\/\/liberationnews.org\/russia-enters-syria-war-exposing-hypocrisy-contradictions-u-s-policy\/\">russische Armee<\/a> gar nicht in Syrien aktiv. Ziel des Anschlags war ein Bus mit Polizei- und Geheimdienstangeh&ouml;rigen im Ortsteil Al Midan, kurz darauf folgte eine zweite Detonation. &Auml;hnlich ein Anschlag auf ein Polizeikrankenhaus au&szlig;erhalb der Hauptstadt. Als Rettungssanit&auml;ter eintrafen, folgte der n&auml;chste Anschlag.<\/p><p>Der Gr&uuml;nder und F&uuml;hrer der Nusra Front &ndash; Abu Mohamed Al Jolani, heute bekannt als Ahmed al Sharaa &ndash; hatte die Taktik offenbar aus dem Irak-Krieg &uuml;bernommen und nach Syrien gebracht. Im Irak hatte der <em>Islamische Staat im Irak<\/em> Autobomben per Fernz&uuml;ndung auf M&auml;rkten, an Busbahnh&ouml;fen, vor Kirchen oder Moscheen explodieren lassen. Fast immer folgte ein zweiter Anschlag, eine zweite Explosion, wenn Menschen herbeieilten, um Verletzten zu helfen.<\/p><p>In Gaza, im Libanon und im Iran geh&ouml;ren diese milit&auml;rischen &bdquo;Doppelschl&auml;ge&ldquo; inzwischen zu den allt&auml;glichen Angriffen der israelischen und US-Armee.<\/p><p>25. August 2025, Gaza. Kameras halten einen <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/video\/newsfeed\/2025\/8\/25\/israel-kills-journalists-rescuers-in-double-gaza-hospital-attack\">israelischen Angriff<\/a> auf das Al Nasser Hospital in Gaza fest. Der erste Angriff t&ouml;tet einen Journalisten von <em>Reuters<\/em>. Als Journalisten und Sanit&auml;ter kommen, um zu helfen, wird eine zweite Rakete auf die Gruppe gefeuert. Bei diesem &bdquo;Doppelschlag&ldquo; sterben 20 Menschen, darunter <a href=\"https:\/\/www.pbs.org\/newshour\/show\/another-5-journalists-killed-after-israeli-strikes-gazas-largest-hospital\">f&uuml;nf Journalisten<\/a>.<\/p><p>28. Februar 2026, Minab. Zu Beginn des Angriffs auf den Iran wurde Revolutionsf&uuml;hrer Ali Khamenei in seinem Wohn- und Amtssitz get&ouml;tet. Am gleichen Tag wurde im S&uuml;den des Iran in der Stadt Minab, Provinz Hormozghan, die Shajar-e Tayyeb Grundschule f&uuml;r M&auml;dchen mit einer US-Tomahawk-Bombe zerst&ouml;rt. 168 Kinder seien get&ouml;tet worden, hie&szlig; es in einem Schreiben des iranischen Justizministers Amin Hosein Rahimi an UNICEF am 11. M&auml;rz 2026. Als Angeh&ouml;rige und Rettungssanit&auml;ter helfen wollten, folgte eine zweite Rakete. &Uuml;ber diesen &bdquo;Doppelschlag&ldquo; wurde in deutschen Medien tagelang so berichtet, als handele es sich um eine Propagandameldung der iranischen F&uuml;hrung. Selbst die Bilder der frisch ausgehobenen Gr&auml;ber und der gro&szlig;en Menschenmenge, die den S&auml;rgen folgte, wurden als &bdquo;Fake&ldquo; dargestellt. Seit dem 28. Februar seien bereits 50 Schulen direkt angegriffen worden, hie&szlig; es in dem Schreiben an UNICEF. Die Angriffe seien ein &bdquo;klares Beispiel f&uuml;r Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit&ldquo;.<\/p><p>12. Februar 2026, Beirut. Im Libanon attackiert die israelische Luftwaffe Zelte von Inlandsvertriebenen im Ortsteil <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/video\/newsfeed\/2026\/3\/12\/israeli-attack-hits-civilians-at-beirut-beachfront-what-we-know\">Ramle el Baida<\/a>. Es ist ein Strand an der Beiruter Uferpromenade. Sp&auml;ter hei&szlig;t es, das Ziel sei ein Fahrzeug gewesen. Es war fr&uuml;h am Morgen und noch dunkel, als Dalal, eine von Hunderten Menschen, Essen vorbereitete, das im Ramadan vor Beginn der Morgend&auml;mmerung eingenommen wird. Dalal sei nicht der richtige Name, hei&szlig;t es in dem Bericht der Zeitung <a href=\"https:\/\/www.thenationalnews.com\/news\/mena\/2026\/03\/12\/israeli-double-tap-attack-kills-12-on-central-beirut-beachfront-where-civilians-sought-refuge\/\"><em>The National<\/em><\/a>. Pl&ouml;tzlich bebte der Boden und die Luft f&uuml;llte sich mit Rauch. Ein Angriff, erinnerte sich die Frau. Sie lief los, um ihre Kinder zu finden, und sah viele K&ouml;rper auf dem Boden liegen, berichtete sie. &bdquo;Ein Mann lebte noch, konnte aber nicht aufstehen. Er kroch &hellip; Dann gab es einen zweiten Angriff und er wurde get&ouml;tet. Immer, wenn ich meine Augen schlie&szlig;e, sehe ich ihn vor mir, wie er am Boden kriecht.&ldquo; Kinder wurden durch die Wucht des Einschlags in die Luft geschleudert, berichtet Dalal. &bdquo;Es war so wie das, was wir in Gaza gesehen haben.&ldquo; Zw&ouml;lf Personen wurden get&ouml;tet, 28 weitere wurden verletzt.<\/p><p><small>Titelbild: ercanevcimen \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was vor etlichen Jahren weltweit f&uuml;r Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche T&ouml;tung von Zivilisten und die absichtliche Zerst&ouml;rung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanit&auml;res Recht. Die L&auml;nder und Regierungen, die Kriegsverbrecher nicht isolieren und &auml;chten &ndash; wie das internationale Recht und die UN-Charta es vorsehen, sind Mitt&auml;ter. Das gilt f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148206\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":148207,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,171],"tags":[681,3212,1055,1320,951,1557,304,1583,305,2338,1878,1556,1703,665,2360],"class_list":["post-148206","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-assange-julian","tag-doppelte-standards","tag-fluechtlinge","tag-guantanamo","tag-iran","tag-israel","tag-kriegsverbrechen","tag-libanon","tag-menschenrechte","tag-mittlerer-osten","tag-naher-osten","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-wikileaks-2","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/shutterstock_2640797757.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148206","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=148206"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148206\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148220,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148206\/revisions\/148220"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/148207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=148206"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=148206"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=148206"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}