{"id":14848,"date":"2012-10-26T09:05:41","date_gmt":"2012-10-26T07:05:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848"},"modified":"2012-10-26T09:05:41","modified_gmt":"2012-10-26T07:05:41","slug":"hinweise-des-tages-1748","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h01\">Nebeneink&uuml;nfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h02\">Helge Peukert &ndash; Die Angst der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h03\">Die Krise erreicht die Automobilindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h04\">Griechenland soll Finanzl&uuml;cke selbst schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h05\">Eine Frage an Mario Draghi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h06\">Attac zu Amnesty-Report: K&uuml;rzungspolitik nur noch mit Gewalt durchsetzbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h07\">Peter Ehrlich &ndash; Operation Fort Knox<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h08\">&Uuml;berholte Begriffe werden aus dem Au&szlig;enwirtschaftsgesetz gestrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h09\">Reform der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung hilft bei der Stabilisierung des Fl&auml;chentarifvertrages<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h10\">Studie: Nur jede zweite &Uuml;berstunde wird voll bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h11\">GKV\/PKV im Vergleich &ndash; die Wahrnehmung der Versicherten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h12\">Partikeltherapiezentrum Uni Marburg: Krebsforscher gibt seine Professur auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h13\">Lidl\/Kaufland: German Billionaire Schwarz Seen Having Tax-Exempt Fortune<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h14\">&bdquo;Der Alltag ist voller Einsch&uuml;chterung, Israel hat die totale Kontrolle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h15\">Nochmals zu &bdquo;Die Studiengeb&uuml;hrenbef&uuml;rworter machen wieder mobil&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h16\">Systemjournalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848#h17\">Die politische &Ouml;konomie des Selbstmitleids<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14848&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nebeneink&uuml;nfte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fortschritt mit L&uuml;cken<\/strong><br>\nDie Rechtsstellungskommission hat mit den Stimmen von Union und FDP beschlossen, die Stufenregelung beizubehalten und auf zehn Stufen bis zu 250.000 Euro zu erweitern. Bisher lag die Grenze bei 7.000 Euro. Zuvor hatten Union und FDP nach unseren Informationen den Antrag der SPD auf eine Offenlegung auf Euro und Cent abgelehnt; auch Antr&auml;ge der Gr&uuml;nen auf weitere, detailliertere Stufen wurden abgelehnt.<br>\nDer Beschluss schafft mehr Transparenz &uuml;ber hohe Nebeneink&uuml;nfte von Abgeordneten&hellip;<br>\nAllerdings sind sie nicht so weit gegangen, wie es w&uuml;nschenswert gewesen w&auml;re&hellip; Au&szlig;erdem bleibt die Transparenzl&uuml;cke bei Anw&auml;lten und Unternehmensberatern unver&auml;ndert bestehen. Zumindest die Wirtschaftsbranche, aus dem ein Mandat stammt, sollte offengelegt werden.<br>\nAuch bei Redneragenturen gibt es bislang keine Fortschritte. Wenn Vortr&auml;ge &uuml;ber solche Agenturen laufen, ist weiterhin nur die Agentur sichtbar, nicht der eigentliche Auftraggeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/10\/nebeneinkunfte-fortschritt-mit-lucken\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Nebeneink&uuml;nfte lassen sich mit Neu-Regelung weiter verschleiern<\/strong><br>\nErste Berechnungen von abgeordnetenwatch.de zeigen allerdings, dass nach dem neuen System weiterhin gro&szlig;e Teile der tats&auml;chlichen Nebeneink&uuml;nfte verschleiert werden k&ouml;nnen. Dies l&auml;sst sich am Beispiel des Bundestagsabgeordneten Heinz Riesenhuber verdeutlichen, dessen tats&auml;chliche Eink&uuml;nfte wir aufwendig aus den Gesch&auml;ftsberichten der Unternehmen ermittelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2012\/10\/25\/nebeneinkunfte-lassen-sich-mit-neu-regelung-weiter-verschleiern\/\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Ged&auml;chtnisl&uuml;cken der Christdemokraten<\/strong><br>\nDie Union zeigt sich bei Offenlegung von Nebenjobs flexibel &ndash; und ist sehr vergesslich. F&uuml;r Michael Grosse-Br&ouml;mer, parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unionsfraktion, ist die Einigung, wie Parlamentarier ihre Nebeneink&uuml;nfte k&uuml;nftig offenlegen, in greifbarer N&auml;he. &ldquo;Ich gehe davon aus, dass das am Donnerstag passiert&rdquo;, sagt der CDU-Mann. Zwei Modelle werden beim Rechtsstellungsausschuss des Bundestages am Donnerstag auf dem Tisch liegen: eines auf Euro und Cent, wie es SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei wollen und die Union es ablehnt, und ein erweitertes Stufenmodell, das die Union m&ouml;chte. &ldquo;Wir wollen das bew&auml;hrte System behalten&rdquo;, sagt Grosse-Br&ouml;mer, dem ein sechsstufiges Modell vorschwebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F10%2F24%2Fa0091&amp;cHash=3c59b3d1873f5782a5410f4563223bb2\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Helge Peukert &ndash; Die Angst der Politik<\/strong><br>\nWas hat das Finanzsystem gegen die Politik in der Hand? Warum kuscht sie vor ihm oder apportiert einen Rettungsschirm nach dem anderen? Oder m&uuml;ssen wir hinter der Fassade betriebsamer Normalit&auml;t allm&auml;hlich eine Art Clinch sehen, eine lautlose gegenseitige Umklammerung zum Nutzen der Gro&szlig;anleger?<br>\nImmer mehr B&uuml;rger gewinnen den Eindruck, dass f&uuml;r die Regierungsparteien der Rettung der Banken und der Finanzindustrie oberste Priorit&auml;t zukommt. Offenbar gibt es hier eine regelrechte Kollaboration mit braven Oppositionsparteien gegen den B&uuml;rger, der zum B&uuml;rgen degradiert ist. Diese Vorg&auml;nge werden im Folgenden gedeutet als ein Komplott zwischen dem Staat (d.h. der oberen Ebene der Politikdarsteller) und der, wie Gero Jenner sie nannte, Internationale der Gl&auml;ubiger (vor allem der Finanzbranche und hier insbesondere der Banken), ein B&uuml;ndnis zum kurzfristigen gegenseitigen Nutzen, aber zu Lasten der Allgemeinheit. Auch in der Mitte der Gesellschaft ger&auml;t man ins Gr&uuml;beln &uuml;ber die eigenartige Politikmelange des nicht enden wollenden Durchwurstelns aus billigem Geld und entfesselten M&auml;rkten, aus Turbokapitalismus und Turbokeynesianismus, aus &bdquo;freier&ldquo; Marktwirtschaft und extremen Regierungseingriffen unter Aushebelung &uuml;blicher demokratischer Entscheidungsprozesse. &bdquo;Grundlagen der Marktwirtschaft erscheinen nun als Scheingewissheiten, die jahrzehntelang im Verborgenen doch nur eines getan haben k&ouml;nnten: einem Kartell von Banken, Gro&szlig;unternehmen und Politikern zu dienen&ldquo; (Ursula Weidenfeld und Michael Sauga, Gelduntergang). Wie kommt es, dass unsere Demokratie europaweit in Richtung eines kaum f&uuml;r m&ouml;glich gehaltenen staatsmonopolistischen Finanzkapitalismus abzudriften scheint?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gazette.de\/Archiv2\/Gazette35\/Peukert.pdf\">Die Gazette [PDF &ndash; 235 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Krise erreicht die Automobilindustrie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>VW, Ford, Opel\/Peugeot: Schwarzer Mittwoch f&uuml;r Europas Autobauer<\/strong><br>\nPeugeot braucht den Staat und Opel. VW meldet maue Zahlen. Ford muss ein Werk schlie&szlig;en. Aus Europas Autobranche kamen am Mittwoch jede Menge schlechte Nachrichten. Die Schuldenkrise erwischt sie schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/autoindustrie\/:vw-ford-opel-peugeot-schwarzer-mittwoch-fuer-europas-autobauer\/70108979.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Ford-Werk in Belgien wird geschlossen<\/strong><br>\nNach General Motors in Antwerpen schlie&szlig;t Ford sein Werk in Genk. Der US-Autobauer will seine Produktion in Europa nun komplett umkrempeln&hellip;<br>\nMit der Schlie&szlig;ung des Werks in Genk verliert Belgien ein Drittel seiner gesamten Autoproduktion. Knapp 44 Millionen Euro haben die fl&auml;mischen Beh&ouml;rden dem Autobauer vor zwei Jahren zugesichert, damit Genk erhalten bleibt. &bdquo;Im Oktober 2010 haben wir einen millionenschweren Deal unterzeichnet&ldquo;, sagt der fl&auml;mische Ministerpr&auml;sident Kris Peeters.<br>\n&bdquo;Und jetzt sagen sie: &bdquo;Okay, lasst uns Genk dicht machen.&ldquo; (&hellip;) Auch bei den Gewerkschaftsvertretern, die in ihrer Hilfslosigkeit damit beginnen, vor der Mahnwache belegte Baguettes zu verteilen, sieht man keine Chance, zu einer vertr&auml;glichen L&ouml;sung zu kommen. Im Gegenteil: Der Schlie&szlig;ung in Genk k&ouml;nnte noch in dieser Woche in Europa ein zweites Ford-Werk folgen.<br>\nIm englischen Southampton steht das Transit-Werk auf der Kippe. Die Fertigung k&ouml;nnte komplett in die T&uuml;rkei verlagert werden. F&uuml;r diesen Donnerstag hat der Ford ein Krisentreffen mit britischen Gewerkschaftern bei London angek&uuml;ndigt. Das verhei&szlig;t nichts Gutes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ford-in-europa-ford-werk-in-belgien-wird-geschlossen,1472780,20702740.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Daimler muss &uuml;berst&uuml;rzt Gewinnwarnung geben<\/strong><br>\nDaimlers Nettogewinn ist im dritten Quartal von 1,36 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,2 Milliarden Euro gesunken. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 1,921 Milliarden Euro. Trotz der Absatzflaute in S&uuml;deuropa stieg der Umsatz dagegen um acht Prozent auf 28,6 Milliarden Euro.<br>\nWegen der schwindenden Autonachfrage will die F&uuml;hrungsriege alle Ausgaben der wichtigsten Konzernsparte Mercedes-Benz Pkw auf den Pr&uuml;fstand stellen und die Kosten rigoros zusammenstreichen. Angesichts &ldquo;schw&auml;chelnder&rdquo; M&auml;rkte und zunehmenden Preisdrucks m&uuml;sse die Pkw-Sparte die Finanzkraft behalten, die f&uuml;r die anstehenden Investitionen in neue Modelle n&ouml;tig sei, schrieb der Mercedes-Vorstand in einem Reuters am Mittwoch vorliegenden Brief an die Mitarbeiter.<br>\nErst vor rund einer Woche hatte das manager magazin berichtet, dass Daimler mit einem Sparprogramm seinen Gewinn um rund drei Milliarden Euro pro Jahr steigern will. Damit wolle Konzernchef Zetsche sicherstellen, dass die Pkw-Sparte Mercedes ab 2013 die angepeilte Umsatzrendite von zehn Prozent vor Zinsen und Steuern erreiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/daimler-schockiert-mit-gewinnwarnung-a-863252.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Eine Meldung die das Elend der aktuellen neoliberalen Welt illustriert. Muss man sich wundern, dass die Abs&auml;tze insbesondere in S&uuml;deuropa zur&uuml;ckgehen? Die Folge zur&uuml;ckgehende Ums&auml;tze, Personalabbau, mehr Arbeitslose, weniger Nachfrage, zur&uuml;ckgehende Ums&auml;tze, Personalabbau, &hellip;<br>\nAllerdings ist das Problem, das Daimler bei tief schwarzen Zahlen hat, eigentlich ein Luxusproblem. Was wiederum die Perversion des Sharehoder Value Irrsinns aufzeigt. Trotz Gewinn wird Personalabbau betrieben, da die Rendite zu niedrig erscheint.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland soll Finanzl&uuml;cke selbst schlie&szlig;en<\/strong><br>\nWegen der politischen Verz&ouml;gerungen durch zwei Wahlen und die noch schlimmer als erwartet ausgefallene Rezession darf Griechenland sein Defizit langsamer abbauen als bisher geplant. Das geht aus dem Entwurf der neuen Vereinbarung zwischen dem Land und seinen internationalen Geldgebern hervor, der am Donnerstag in Br&uuml;ssel bekannt wurde. Statt um drei Prozentpunkte soll das Defizit nur um 1,5 Prozent pro Jahr sinken. Das f&uuml;hrt dazu, dass der angestrebte Prim&auml;r&uuml;berschuss &ndash; der &Uuml;berschuss vor Zinszahlungen &ndash; erst &ldquo;mittelfristig&rdquo; auf die gew&uuml;nschten 4,5 Prozent steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-griechenland-soll-finanzluecke-selbst-schliessen\/70109701.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser E.J.:<\/strong> Auch wenn noch ein paar Zahlen fehlen, der neue Plan f&uuml;r Griechenland steht. Einziger Unterschied zu bisher: Das Tempo der Haushaltsk&uuml;rzungen wird verlangsamt (&bdquo;time is of the essence&ldquo;, sagt Frau Lagarde). Statt 3 % des BIP sollen k&uuml;nftig nur 1,5 % des BIP pro Jahr gek&uuml;rzt werden, weshalb dann eben die zur Zinszahlung notwendigen Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse ein wenig sp&auml;ter erzielt werden. Die eine Annahme dahinter sieht offenbar so aus: K&uuml;rzt man wie bislang 3 % des BIP pro Jahr, f&uuml;hrt das &uuml;ber den vom IWF neuerdings ermittelten Wert des &bdquo;fiscal multipliers&ldquo; zwischen 0,9 und 1,7 &ndash; wie bereits am lebenden Objekt erwiesen &ndash; zur st&auml;ndigen Verschlechterung der BIP-Schuldenquote. K&uuml;rzt man hingegen nur 1,5 % pro Jahr, f&uuml;hrt dies nicht nur zu einer langsameren Verschlechterung der Quote, sondern zu einer Umkehrung der Tendenz, mit anderen Worten: Der &bdquo;fiscal multiplier&ldquo; schrumpft. Tr&auml;te dies nicht ein, liefe die Haushaltsk&uuml;rzung als Hase weiterhin dem schrumpfenden BIP als Igel hinterher &ndash; der Tod k&auml;me etwas sp&auml;ter. Zu gerne w&uuml;sste man allerdings, woher der IWF sein Wissen &uuml;ber die &uuml;berproportionale Wirkung einer zeitlichen Streckung der K&uuml;rzungen bezieht. Oder handelt es sich  wieder nur um Studien am lebenden Objekt?  Die zweite Annahme aber ist noch spannender: W&auml;hrend die Verringerung staatlicher Zufl&uuml;sse &uuml;ber den &bdquo;fiscal multiplier&ldquo;-Effekt ein Problem f&uuml;r das Wirtschaftswachstum darstellt, ist die nachfolgend dauerhaft geplante Erh&ouml;hung staatlicher Abfl&uuml;sse in Form j&auml;hrlicher Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse in H&ouml;he von 4,5 % des BIP konjunkturpolitisch neutral, also dauerhaft als Grundlage von Zinstilgungszahlungen m&ouml;glich (und dies von neoliberaler Seite, die sonst immer Steuersenkungen zur Belebung der Wirtschaft verlangt &ndash; was war gleich das Gegenteil von Belebung?). Fragt man sich, welche wirtschaftspolitische Logik hinter diesem Programm steckt, muss man mit Joseph Stieglitz&rsquo; &bdquo;globalization and its discontents&ldquo; aus dem Jahre 2002 offenbar immer noch antworten: Keine. In seinem Buch n&auml;mlich weist Stieglitz als ehemaliger Chef&ouml;konom der Weltbank darauf hin, dass den Programmen des IWF seinerzeit kein realistisches wirtschaftspolitisches Sanierungskonzept zu Grunde lag, sondern es sich um mit Zahlen versehene Zielvereinbarungen handelte, deren Erf&uuml;llung Sache des Schuldners war. Das Programm des IWF und seiner europ&auml;ischen Partner: Ein neoliberaler 5-Jahres-Plan und Christine Lagarde ist Pippi Langstrumpf.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>&bdquo;F&uuml;r einen Griechenland-Austritt ist es zu sp&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nGriechenland soll in der Eurozone bleiben, sagt J&ouml;rg Zeuner. Im Interview spricht der neue Chefvolkswirt der KfW &uuml;ber die schlechte Stimmung in der deutschen Wirtschaft, harte Zahlen und Fortschritte in der Euro-Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/interview-mit-joerg-zeuner-fuer-einen-griechenland-austritt-ist-es-zu-spaet\/7293678.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Frage an Mario Draghi<\/strong><br>\nWenn Mario Draghi heute in einer gemeinsamen Sitzung der Haushalts-, Finanz- und Europaausch&uuml;sse auftritt, darf man ihn gerne fragen, wie n&uuml;tzlich seine Zeit bei Goldman-Sachs f&uuml;r seine heutige Rolle als EZB-Pr&auml;sident gewesen ist. Schlie&szlig;lich kontrolliert die Zentralbank mit der Geldpolitik jene M&auml;rkte, wo Goldman-Sachs einer der wichtigsten Interessenten ist. Da gibt es Aufkl&auml;rungsbedarf und die personelle Verbindung zwischen einer Steuerungsinstanz und einem Interessenten keineswegs selbstverst&auml;ndlich. Aber wahrscheinlich wird sich dieser Auftritt lediglich um deutsche &Auml;ngste drehen. Diese Befragung bietet damit den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen (von Frank Sch&auml;ffler bis J&uuml;rgen Stark) die Gelegenheit, sich erneut zu &auml;u&szlig;ern. Tats&auml;chlich ist auf der geldpolitischen Seite alles entschieden. Die EZB hat schon mit der blo&szlig;en Ank&uuml;ndigung der unbegrenzten Intervention auf den Sekund&auml;rm&auml;rkten die Krise auf dem Bondmarkt in den Griff bekommen. Die Zinsen sinken und ein Kollaps bei europ&auml;ischen Staatsanleihen mittlerweile auszuschlie&szlig;en. Es ist eben unm&ouml;glich, gegen die W&auml;hrung einer Zentralbank zu wetten, wenn es denn jemand gemacht haben sollte. Das ist also eine gute Gelegenheit, dem Finanzstaatssekret&auml;r Kampeter zuzustimmen:<br>\n&ldquo;Ich kann die Kritik an den bisherigen Aktivit&auml;ten der EZB nur teilweise nachvollziehen.&rdquo;<br>\nNur h&auml;tten wir das alles schon im Fr&uuml;hjahr 2010 haben k&ouml;nnen. Stattdessen hatte die Bundesregierung die EZB an einer entscheidenden Stelle blockiert: An der Aus&uuml;bung ihrer Funktion als der &ldquo;lender of last ressort&rdquo;. So erst wurde aus der immer noch nicht gel&ouml;sten Strukturkrise eines unzureichend konzipierten W&auml;hrungsraumes ohne Not eine fundamentale Vertrauenskrise in europ&auml;ische Staatsanleihen. Daf&uuml;r ist weder Draghi verantwortlich zu machen, noch Goldman-Sachs. Vielmehr ausschlie&szlig;lich die ordnungspolitischen Taliban im Umfeld der Bundesbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/10\/24\/eine-frage-an-mario-draghi\/\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Attac zu Amnesty-Report: K&uuml;rzungspolitik nur noch mit Gewalt durchsetzbar<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Attac-Vertreter best&auml;tigen brutale Polizei-Repressionen<br>\nWie ein heute in Madrid pr&auml;sentierter Bericht von Amnesty International belegt, ist die wachsende Polizeigewalt in den von der K&uuml;rzungspolitik am st&auml;rksten betroffenen europ&auml;ischen L&auml;ndern erschreckend. Die Kaputtsparpolitik hat l&auml;ngst jede Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung verloren und kann nur noch mit Gewalt durchgesetzt werden. Sie ist daher nicht nur sozial ungerecht und &ouml;konomisch falsch, sondern auch undemokratisch. Die EU-Eliten &ndash; darunter auch die deutsche Bundesregierung &ndash; treiben die breite Bev&ouml;lkerung in die Armut, w&auml;hrend sie Verm&ouml;gende und Banken retten und sch&uuml;tzen.<br>\nThanos Contargyris, Vertreter Griechenlands im europ&auml;ischen Attac-Netzwerk, berichtet: &ldquo;Die Fakten des Amnesty-Reports best&auml;tigen, was wir alle seit Mai 2010 bei den vielen Demonstrationen gegen die K&uuml;rzungspolitik beobachten. Polizeigewalt ist zum Regelfall geworden. Der zweimalige Tr&auml;nengasangriff auf den popul&auml;ren 90-j&auml;hrigen Widerstandsk&auml;mpfer Manolis Glezos ist nur einer der bekanntesten F&auml;lle.<br>\nDie unver&ouml;ffentlichten &Uuml;bergriffe sind zahlreich und nehmen weiter zu. Ich selbst habe erlebt, wie es Polizisten von ihren Vorgesetzten &uuml;berlassen wurde, nach eigenem Ermessen gewaltsam gegen Demonstranten vorzugehen. Jene, die die Vorgesetzten auf diese &Uuml;bergriffe hinwiesen, wurden verhaftet.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/datum\/2012\/10\/25\/attac-zu-amnesty-report-kuerzungspolitik-nur-noch-mit-gewalt-durchsetzbar\/?no_cache=1&amp;cHash=498fa551318feb88079e02849f8f6491\">Attac<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/uploads\/media\/MediaBriefing_Policing_in_the_EU.pdf\">Policing Demontrations in the European Union [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Peter Ehrlich &ndash; Operation Fort Knox<\/strong><br>\nDie unsinnige Diskussion &uuml;ber die Goldvorr&auml;te der Bundesbank offenbart die kindischen Vorstellungen der Deutschen &uuml;ber Besitz, Gold und Geldwirtschaft.<br>\n&Uuml;ber 24 Stunden nach Beginn der Debatte hatte es auch die &ldquo;Tagesschau&rdquo; bemerkt: Deutschland sucht sein Gold. Als Retter der (noch nicht) Enterbten kam der CDU-Au&szlig;enpolitiker Philipp Mi&szlig;felder zu Wort, dem die Bundesbank offenbar die Goldbarren-Besichtigung in den Zentralbanken der Welt nicht erm&ouml;glichen wollte. Und der Bundesrechnungshof hat tats&auml;chlich angeordnet, dass ein paar der im Auftrag der Bundesbank in den USA lagernden Goldbarren jetzt nach Deutschland geholt und testweise eingeschmolzen werden, um die Echtheit zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nWas Mi&szlig;felder so toll findet, ist eine unglaubliche Posse. Im Grunde zweifeln ein paar Abgeordnete und der Rechnungshof die Seriosit&auml;t der Bundesbankbilanz an. Wenn die Bundesbank Goldbest&auml;nde f&uuml;r 130 oder mehr Milliarden Euro bilanziert, ist es v&ouml;llig unwichtig, ob das Metall tats&auml;chlich irgendwo liegt oder ob es sich um Zertifikate handelt.<br>\nLustig ist h&ouml;chstens, dass sich ausgerechnet die Stabilit&auml;tswahlk&auml;mpfer von der CDU mit den in ihrer Notenbanker-Ehre jetzt leicht gekr&auml;nkten Bundesbankern anlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-peter-ehrlich-operation-fort-knox\/70109265.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;berholte Begriffe werden aus dem Au&szlig;enwirtschaftsgesetz gestrichen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will das Au&szlig;enwirtschaftsrecht modernisieren. Wie es im Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Au&szlig;enwirtschaftsrechts (17\/11127) weiter hei&szlig;t, sollen in diesem Zusammenhang auch Sondervorschriften aufgehoben werden, die deutsche Exporteure gegen&uuml;ber ihren europ&auml;ischen Konkurrenten benachteiligen. Zur Modernisierung geh&ouml;rt der Verzicht auf &uuml;berholte Begriffe wie &bdquo;Wirtschaftsgebiet&ldquo; und &bdquo;fremde Wirtschaftsgebiete&ldquo;. Diese Begriffe h&auml;tten der Teilung Deutschlands Rechnung getragen, &bdquo;die dazu f&uuml;hrte, dass der Wirtschaftsverkehr der Bundesrepublik Deutschland mit der fr&uuml;heren Deutschen Demokratischen Republik weder dem binnenwirtschafts- noch dem Au&szlig;enwirtschaftsverkehr zugeordnet werden konnte.&ldquo; K&uuml;nftig sollen die Begriffe Inland und Ausland verwendet werden. Auch wird der Begriff &bdquo;Datenverarbeitungsprogramme&ldquo; durch Software ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_10\/2012_465\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Was hier so unscheinbar und einleuchtend daher kommt (&Uuml;berholte Begriffe werden gestrichen) ist beim genaueren Betrachten eine Orwellsche Glanzleistung.<br>\nNicht nur, da&szlig; einige Begriffe &ldquo;neutralisiert&rdquo; (wenn nicht schon zu Euphemismen) werden, sondern auch einige Zust&auml;ndigkeiten und Strafbest&auml;nde werden schleichend umgeformt. Hier hei&szlig;t es wachsam sein, und keinesfalls eine erneute &ldquo;Nacht und Nebel&rdquo;-Aktion beim &ldquo;Durchwinken&rdquo; zuzulassen!<br>\nInsgesamt sind eine ganze Menge an neuen Gesetzesbeschl&uuml;ssen aufgestellt, die nicht nur Innen- und Au&szlig;enpolitik verschwimmen lassen, sondern auch noch mehr Wirtschaft vor Volk, noch mehr Vorz&uuml;ge f&uuml;r juristische Personen (meist auf Kapitalbasis) vor echten Menschen erm&ouml;glichen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reform der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung hilft bei der Stabilisierung des Fl&auml;chentarifvertrages<\/strong><br>\nIn Deutschland werden Tarifvertr&auml;ge kaum noch allgemeinverbindlich erkl&auml;rt. Lediglich 1,5 Prozent der Lohn- und Gehaltstarifvertr&auml;ge galten 2011 &uuml;ber eine Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung (AVE) auch f&uuml;r nicht-tarifgebundene Betriebe. Vor gut 20 Jahren waren es noch knapp sechs Prozent. Allgemeinverbindlich erkl&auml;rte Tarifvertr&auml;ge gelten derzeit nur noch regional begrenzt f&uuml;r insgesamt rund 245.000 Besch&auml;ftigte.<br>\nDamit ist in der Bundesrepublik ein Instrument zum Auslaufmodell geworden, das wesentlich zur Stabilisierung des Tarifsystems beitragen kann. Das zeigen Erfahrungen aus zahlreichen EU-L&auml;ndern, in denen AVE seit langem deutlich verbreiteter sind als in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Reinhard Bispinck und Dr. Thorsten Schulten, Tarifexperten des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_41344.htm\">WSI<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie: Nur jede zweite &Uuml;berstunde wird voll bezahlt<\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer in Deutschland leisten nach einer neuen Studie im Durchschnitt 12,3 &Uuml;berstunden pro Monat, von denen allerdings nur etwas mehr als die H&auml;lfte verg&uuml;tet wird. Das berichtet die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung und beruft sich dabei auf eine Untersuchung des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Demnach werden durchschnittlich 6,9 &Uuml;berstunden bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen. 3,2 Stunden werden nicht vom Arbeitgeber kompensiert, die &uuml;brige Zeit wird nur zum Teil verg&uuml;tet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/studie-deutsche-leisten-12-3-ueberstunden-pro-monat-a-863281.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iwh-halle.de\/d\/publik\/presse\/34-12.pdf\">Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) [PDF &ndash; 300 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Hinweis in der Pressemitteilung des IWH, dass Arbeitnehmer in F&uuml;hrungspositionen besonders  viele unbezahlte Mehrstunden (19,2 Stunden pro Monat) leisten, ist tendenzi&ouml;s und kommt der FDP-Propaganda vom besserverdienenden Leistungstr&auml;ger nahe. Erstens verdienen Arbeitnehmer in F&uuml;hrungspositionen weit &uuml;ber dem Durchschnitt, zweitens ist es h&ouml;chst unwahrscheinlich, dass die kleine Gruppe der Bestverdienenden f&uuml;r die Gesamterhebung (1,4 Mrd. unbezahlte &Uuml;berstunden) statistisch relevant ist. Hier w&uuml;rde man gerne etwas mehr zu Struktur unbezahlter Arbeit erfahren, als die Unterscheidung in M&auml;nnlein und Weiblein. Zu erw&auml;hnen w&auml;re auch, dass ein Arbeitgeber, der wiederholt massive unbezahlte &Uuml;berstunden duldet oder sie gar anordnet, unter Umst&auml;nden nicht nur gegen das Arbeitszeitgesetz verst&ouml;&szlig;t, sondern sich auch m&ouml;glicherweise wegen nicht bezahlter Sozialabgaben strafbar macht. Abgesehen davon d&uuml;rften Arbeitnehmer, die  dauerhaft unbezahlte &Uuml;berstunden leisten, zunehmend gestresst und demotiviert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>GKV\/PKV im Vergleich &ndash; die Wahrnehmung der Versicherten<\/strong><br>\nErgebnisse einer Umfrage unter GKV- und PKV-Versicherten<br>\nFast jeder dritte Privatversicherte ist in diesem oder letzten Jahr in einen Tarif mit geringerem Leistungsanspruch oder h&ouml;herem Selbstbehalt gewechselt. Der Anteil dieser Wechsler steigt mit dem Lebensalter&hellip;<br>\nDas Solidarprinzip der GKV st&ouml;&szlig;t auf gro&szlig;e Zustimmung &ndash; auch bei erstaunlich vielen Privatversicherten. Jeder dritte PKV-Versicherte und sogar jeder zweite privatversicherte Rentner steht einem einheitlichen Gesundheitssystem nach dem Muster der GKV aufgeschlossen gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wido.de\/fileadmin\/wido\/downloads\/pdf_wido_monitor\/wido_mon_gkv_pkv_vergleich_1012.pdf\">Wido monitor [PDF &ndash; 665 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch die bereits im Sommer erschienene Studie &ldquo;GKV\/PKV-Systemgrenze &ndash; Bestandsaufnahme&rdquo; des Instituts f&uuml;r Mikrodatenanalyse weist in vielen Leistungsbereichen nach, dass Privatversicherte oft schlechter abgesichert sind <a href=\"http:\/\/www.ifmda.de\/download\/Pressemeldungen\/11-06-2012%20Pressemeldung%20Band%2021.pdf\">als Mitglieder der gesetzlichen Kassen [PDF &ndash; 125 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.attac-netzwerk.de\/ag-soziale-sicherungssysteme\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2012\/10\/25\/studie-bestaetigt-attac-forderung-nach-aus-fuer-privatkassen\/?cHash=b25c7135b154e8a57e6aeb97a308a83b\">attac: Beitragswucher treibt Rentner in Armut \/ Solidarische B&uuml;rgerversicherung n&ouml;tig<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Partikeltherapiezentrum Uni Marburg: Krebsforscher gibt seine Professur auf<\/strong><br>\nEs sollte ein Leuchtturmprojekt f&uuml;r die Krebstherapie werden: Am Institut f&uuml;r Strahlenbiologie und molekulare Radioonkologie wollte der Strahlenbiologe Jochen Dahm-Daphi die Behandlung von Tumoren mit einer Inonenstrahl-Kanone erforschen. Doch der private Klinikbetreiber Rh&ouml;n kippte das Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/campus\/partikeltherapiezentrum-uni-marburg-krebsforscher-gibt-seine-professur-auf,4491992,20700080.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Den Irrsinn der Privatisierung des UKGM zeigt auch diese <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Chronologie_Rhoen.pdf\">Chronologie [PDF &ndash; 155 KB]<\/a> des Aktionsb&uuml;ndnisses NotRuf 113 auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lidl\/Kaufland: German Billionaire Schwarz Seen Having Tax-Exempt Fortune<\/strong><br>\nSchwarz controls his discount empire through the Dieter Schwarz Stiftung gGmbH, a tax-exempt entity designated as a gemeinnuetzige Gesellschaft mit beschraenkter Haftung, or limited liability company with a charitable purpose&hellip;<br>\nSchwarz transferred his shares in Lidl and Kaufland into the Dieter Schwarz Stiftung in 1999, &ldquo;to secure the existence of the company,&rdquo; said Gertrud Bott, a company spokeswoman, in an e-mail. Schwarz no longer owns the shares, the gGmbH does, she said. He is credited with the fortune because he controls the shares owned by the gGmbH, according to the ranking. He declined to comment for this account&hellip;<br>\nTraditional foundations and gGmbHs in Germany don&rsquo;t have minimum annual giving requirements. They are required to spend any profits by the end of the fiscal year it was accrued, and are allowed to build capital reserves totaling 10 percent of annual donations or 33 percent of dividends received.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2012-10-23\/german-billionaire-schwarz-seen-having-tax-exempt-fortune.html\">Bloomberg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu nochmals: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/1859553\/\">&bdquo;Milliardenschwer und steuerbeg&uuml;nstigt &ndash; Wer kontrolliert die Stiftungen?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Der Alltag ist voller Einsch&uuml;chterung, Israel hat die totale Kontrolle&rdquo;<\/strong><br>\nYehuda Shaul, Gr&uuml;nder der regierungskritischen israelischen Soldatenorganisation &ldquo;Das Schweigen brechen&rdquo;, &uuml;ber Vorgehensweisen der israelischen Armee in den besetzten Gebieten<br>\nYehuda Shaul war 2003 als israelischer Soldat in der Stadt Hebron eingesetzt. Zusammen mit anderen Soldaten gr&uuml;ndete er 2004 die Organisation Breaking the Silence, um krasse Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverletzungen der israelischen Armee in den besetzten Gebieten <a href=\"http:\/\/www.ullsteinbuchverlage.de\/econ\/buch.php?id=42066&amp;page=buchaz\">&ouml;ffentlich zu machen<\/a>. Der heute 29-J&auml;hrige war k&uuml;rzlich anl&auml;sslich einer Ausstellung seiner Organisation im Willy-Brandt-Haus in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37846\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nochmals zu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14808\">&bdquo;Die Studiengeb&uuml;hrenbef&uuml;rworter machen wieder mobil&ldquo;<\/a><\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.M.:<\/strong> Man sollte sich ganz grunds&auml;tzlich auf ein beliebtes &ldquo;Argument&rdquo; der Studiengeb&uuml;hren-Bef&uuml;rworter gar nicht erst einlassen: n&auml;mlich die Illusion, dass man den von einem Niedrigverdiener als Steuer gezahlten Euro bis in die Tasche eines gut verdienenden B&uuml;rgers, der eine steuerfinanzierte Leistung genie&szlig;t, verfolgen k&ouml;nnte.<br>\nAuf diesem Wege kann man f&uuml;r oder gegen alles argumentieren, was man nur will.<br>\nBesonders beliebt ist das Bild der Putzfrau oder Supermarkt-Kassiererin, die mit ihren wenigen Steuer-Euros das Studium des Chefarzt-Sohns finanziert.<br>\nNat&uuml;rlich ist diese Rechnungsweise auch im betriebs- oder volkswirtschaftlichen Sinne kompletter Unfug.<br>\nEs gibt hierzulande in steuerlicher Hinsicht Netto-Zahler und Netto-Nutznie&szlig;er.<br>\nWenn es in einem Steuersystem korrekt und gerecht zugeht, bezieht ein Niedrigverdiener insgesamt mehr steuerfinanzierte Leistungen, als es dem Gegenwert der von ihm gezahlten Steuern entspricht; das Umgekehrte gilt f&uuml;r gut verdienenden Steuerzahler.<br>\nEs ist also logisch v&ouml;llig unhaltbar und pure Propaganda, zu behaupten, der Netto-Nutznie&szlig;er (die Person mit niedrigem Einkommen) trage mit seinen Steuer-Beitr&auml;gen zu Leistungen bei, die der Netto-Zahler genie&szlig;t.<br>\nDie Kassiererin subventioniert also auch nicht den Opernbesuch des Staranwalts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Systemjournalismus<\/strong><br>\nAufregung am Lerchenberg: Der CSU-Sprecher hat einen Programmvorschlag gemacht, das gilt nun als Anschlag auf die Unabh&auml;ngigkeit des ZDF. Der Mann muss seinen Posten aufgeben. Dabei verdankt sich die Existenz des Senders dem Versprechen, der Politik zu Gefallen zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fleischhauer-ueber-den-einfluss-der-politik-bei-zdf-und-ard-a-863313.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ausnahmsweise muss man hier Fleischhauer rechtgeben. Das Ganze ist ein Sturm im Wasserglas. Gerade das ZDF ist f&uuml;r seine partiell &auml;u&szlig;erst tendenzi&ouml;se politische Berichterstattung bekannt, und wurde gegr&uuml;ndet nachdem das Bundesverfassungsgericht im Februar 1961 das sogenannte &bdquo;Adenauer-Fernsehen&ldquo;, die Deutschland-Fernsehen GmbH, untersagt hatte.<br>\nMan erinnere sich etwa auch an das uns&auml;gliche Interview des Chefredakteurs Peter Frey mit Lafontaine, in dem es Frey nur darum ging die Person Lafontaine &ouml;ffentlich zu desavouieren. Mir ist nicht bekannt, dass das irgendjemand jemals moniert h&auml;tte.<br>\nAndererseits gibt dieses Aff&auml;rchen wieder einen tiefen Einblick in das Demokratieverst&auml;ndnis der CSU, welches in 50 Jahren Alleinherrschaft gewachsen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die politische &Ouml;konomie des Selbstmitleids<\/strong><br>\nDer amtierende Konservatismus suhlt sich im Selbstmitleid. Er werde nicht mehr richtig verstanden, er habe sich nun an Erscheinungen abzustrampeln, die nicht er, die sein Gegenspieler, der Liberalismus &ndash; nicht der Neo-, sondern der Linksliberalismus -, hervorgerufen habe. Gemeint ist damit speziell ein Menschen- und Gesellschaftsbild, das nur bedingt negativ ist, das den Menschen etwas Positives zutraut, das glaubt, der Einzelne agiere ges&uuml;nder und vern&uuml;nftiger, wenn er m&ouml;glichst wenig Autorit&auml;t erlebt. Der Konservatismus regt sich dar&uuml;ber auf, dieser Entwurf habe den Staat an den Rande einer Katastrophe gezerrt, habe Schulen zu Kriegsschaupl&auml;tzen, das Sozialwesen zur H&auml;ngematte und den Arbeitsmarkt zu einer Mangelwirtschaft an motivierten Arbeitskr&auml;ften transformiert.<br>\nDer Mensch handle heute so unmoralisch und so wenig dem&uuml;tig &ndash; und schuldig sind jene Linken von 1968, die umwerteten, die Traditionelles verdrehten und Bew&auml;hrtes verkehrten. Sie haben die Menschheit verr&uuml;ckt gemacht und das Familienidyll, die Keimzelle von Anstand und Moral, von Demut und Einsicht, endg&uuml;ltig zermalmt. Sie haben Kinder trotzig und aufs&auml;ssig werden, zu viel Milde gegen Unproduktive walten lassen und Arbeitnehmern zu viel Mitsprache erteilt. Die Tolerierung der Homosexualit&auml;t, die die Linke einf&uuml;hrte, bek&auml;mpft der Konservatismus nicht mehr. Sie hat sich als bequem erwiesen, hat auch Konservativen ein einfacheres Leben geschenkt &ndash; au&szlig;erdem hat sich herausgestellt, dass tolerierte Homosexualit&auml;t ja nicht der herrschenden &Ouml;konomie im Wege steht, es gibt sogar Schwule, die in ihrem Namen sprechen. Aber zu offene Arme f&uuml;r Ausl&auml;nder, zu viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r Arbeitslose, lernfaule Kinder und Jugendliche: alles linkes Teufelswerk, alles Resultat einer naiven Weltsicht.<br>\nThomas Frank nennt das in seinem Buch Arme Milliard&auml;re!: Der gro&szlig;e Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schl&auml;gt etwas zynisch Die politische &Ouml;konomie des Selbstmitleids. Die bezieht er vorallem auf die amerikanische Rechte, auf die Republikaner und ihr zur Schau getragenes Selbstmitleid dar&uuml;ber, wie der Liberalismus der letzten Jahrzehnte dazu f&uuml;hrte, die Vereinigten Staaten in eine Krise zu weisen, wie sie sie seit der gro&szlig;en Depression der Drei&szlig;igerjahre nicht mehr kannten. Die amerikanischen Konservativen schieben den Liberalen die Schuld in die Schuhe und wissen darauf nur eine Antwort: Mehr Deregulierung, mehr Privatisierung, mehr Freihandel &ndash; denn die Krise entstand nur, weil es zu wenig davon gab. Das kranke Weltbild der Liberalen und Progressiven, so behaupten sie, habe erst den Niedergang bewirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/10\/die-politische-okonomie-des.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14848","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14848"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14852,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14848\/revisions\/14852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}