{"id":14853,"date":"2012-10-26T09:22:04","date_gmt":"2012-10-26T07:22:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14853"},"modified":"2015-05-02T10:19:30","modified_gmt":"2015-05-02T08:19:30","slug":"die-berliner-erklarung-der-linken-in-der-spd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14853","title":{"rendered":"Die \u201eBerliner Erkl\u00e4rung\u201c der Linken in der SPD"},"content":{"rendered":"<p>Der linke Fl&uuml;gel der SPD hat eine &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung: f&uuml;r eine arbeitnehmerorientierte Politik&ldquo; vorgelegt und aufgerufen, diese zu unterzeichnen. In der Erkl&auml;rung werden Voraussetzungen genannt, damit die SPD wieder auf einen &bdquo;guten Weg&ldquo; gelangt, um &bdquo;wieder zum &acute;Anwalt des kleinen Mannes` aufzusteigen&ldquo;. Viele Forderungen gehen in eine richtige Richtung. Allerdings werden schon vor einer innerparteilichen Auseinandersetzung &ndash; etwa auf dem &bdquo;Rentenparteitag&ldquo; der SPD im November &ndash; viel zu viele Kompromisse angeboten. Doch selbst von diesen weich gesp&uuml;lten Vorhaben dieser Erkl&auml;rung ist die Parteif&uuml;hrung und vor allem ihr Kanzlerkandidat nicht nur im Abstand von dessen eingeforderter &bdquo;Beinfreiheit&ldquo; sondern eher meilenweit entfernt. Ob die Sozialdemokraten tats&auml;chlich f&uuml;r eine &bdquo;neue Programmatik&ldquo; stehen oder ob die Linke in der SPD nicht nur ein billig zu habendes Aush&auml;ngeschild ist, um Arbeitnehmer und Gewerkschafter als gutgl&auml;ubige W&auml;hler anzulocken, wird man sp&auml;testens am Wahlprogramm ablesen k&ouml;nnen. Die Wahrscheinlichkeit ist gro&szlig;, dass mit der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; nur vor der Wahl ein kleines linkes Blinkzeichen gesetzt wird und die Parteif&uuml;hrung nach der Wahl wieder nach rechts abbiegt. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nUnter der Federf&uuml;hrung von Klaus Barthel (MdB), dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen (AfA), Hilde Mattheis (MdB) der Sprecherin der &bdquo;Demokratischen Linken 21&ldquo; (DL21), Ottmar Schreiner (MdB), und Dierk Hirschel (Mitglied der SPD-Grundsatzkommission) ist eine <a href=\"http:\/\/spd-berliner-erklaerung.de\/\">&bdquo;Berliner Erkl&auml;rung: f&uuml;r eine arbeitnehmerorientierte Politik&ldquo;<\/a> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121026_zu_Berliner_Erklaerung.pdf\">erarbeitet worden [PDF &ndash; 60 KB]<\/a> und es wird aufgerufen, diese zu unterzeichnen.<\/p><p><strong>Einiges geht in die richtige Richtung<\/strong><\/p><p>In dieser Erkl&auml;rung findet man einige Forderungen, die auch wir von den NachDenkSeiten ohne weiteres mittragen k&ouml;nnten. <\/p><p>So etwa die Forderung, die SPD m&uuml;sse f&uuml;r Vollbesch&auml;ftigung und eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sorgen und dazu geh&ouml;rten<\/p><ul>\n<li>eine aktive Besch&auml;ftigungspolitik<\/li>\n<li>die Einf&uuml;hrung eines allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro<\/li>\n<li>Equal Pay in der Leiharbeit ab dem ersten Tag<\/li>\n<li>Equal Pay zwischen Mann und Frau<\/li>\n<li>die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen<\/li>\n<li>die Gleichstellung der Arbeitsverh&auml;ltnisse auch bezogen auf geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung (Mini-Jobs)<\/li>\n<li>die Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen<\/li>\n<li>die Abschaffung der versch&auml;rften Zumutbarkeit f&uuml;r Arbeitslose.<\/li>\n<\/ul><p>In der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; wird eine gerechte Steuerpolitik gefordert, also etwa eine<\/p><ul>\n<li>Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer<\/li>\n<li>einmalige Verm&ouml;genabgabe<\/li>\n<li>h&ouml;here Besteuerung von Erbschaften<\/li>\n<li>ein h&ouml;herer Spitzensteuersatz<\/li>\n<li>eine Besteuerung von Kapitalertr&auml;gen nach dem pers&ouml;nlichen Einkommenssteuersatz<\/li>\n<li>eine h&ouml;here K&ouml;rperschaftssteuer und der Ausbau der Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftssteuer.<\/li>\n<\/ul><p>Die SPD-Linke tritt f&uuml;r eine Politik f&uuml;r &bdquo;Gute Arbeit&ldquo; ein, also etwa<\/p><ul>\n<li>Einen Ausbau der Arbeitsschutzgesetzgebung (z.B.: Gesundheitspr&auml;vention)<\/li>\n<li>Eine Ausweitung betrieblicher und wirtschaftlicher Mitbestimmung<\/li>\n<li>Ein umfassendes Forschungsprogramm f&uuml;r &bdquo;Gute Arbeit&ldquo;.<\/li>\n<\/ul><p>Es wird gefordert, dass die sozialen Sicherungssysteme wieder armutsfest werden und den Lebensstandard sichern sollen und dass deshalb ein Kurswechsel in der Rentenpolitik notwendig sei:<\/p><ul>\n<li>Das Leistungsziel muss wieder ins Zentrum der Rentenpolitik r&uuml;cken.<\/li>\n<li>Die Risiken prek&auml;rer Erwerbsbiographien m&uuml;ssen abgesichert werden.<\/li>\n<li>Die Abschl&auml;ge bei den Erwerbsminderungsrenten m&uuml;ssen wieder abgeschafft werden.<\/li>\n<li>Bei der gesetzlichen Rente muss ein Mindestsicherungsziel festgelegt werden.<\/li>\n<li>Mittelfristig muss die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbst&auml;tigenversicherung umgebaut werden.<\/li>\n<\/ul><p>Es m&uuml;ssten die Lehren aus der Finanzmarktkrise gezogen werden, also etwa:<\/p><ul>\n<li>Banken, die zu gro&szlig; zum Sterben sind, m&uuml;ssen gesundgeschrumpft werden.<\/li>\n<li>Es braucht einen T&Uuml;V f&uuml;r Finanzprodukte.<\/li>\n<li>Schattenbank und Steueroasen m&uuml;ssen trockengelegt werden.<\/li>\n<li>Die Staatsfinanzierung muss von den Kapitalm&auml;rkten entkoppelt werden.<\/li>\n<li>Die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer.<\/li>\n<\/ul><p>Das deutsche Bildungssystem m&uuml;sse ausgebaut werden, z.B. durch einen<\/p><ul>\n<li>bedarfsorientierten und qualitativen Ausbau der Kitas<\/li>\n<li>bedarfsorientierten und qualitativen Ausbau der Ganztagsschulen<\/li>\n<li>bedarfsorientierten und qualitativen Ausbau der Hochschulen.<\/li>\n<\/ul><p>Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;sse insgesamt die Rolle des &ouml;ffentlichen Sektors gest&auml;rkt werden, vor allem:<\/p><ul>\n<li>Soziale Dienstleistungen m&uuml;ssen in &ouml;ffentlicher Regie ausgebaut und materiell als auch ideell aufgewertet werden.<\/li>\n<li>Die Rekommunalisierung muss vorangetrieben werden.<\/li>\n<li>Die Bedeutung von sozialen und &ouml;kologischen Kriterien in Vergabeverfahren m&uuml;ssen deutlich gest&auml;rkt und die Vergabepraxis transparent und diskriminierungsfrei gestaltet werden.<\/li>\n<li>Der &ouml;ffentliche Sektor muss sich durch gute Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitspl&auml;tze auszeichnen.<\/li>\n<\/ul><p>Die Linke in der SPD strebt eine nachhaltige Entwicklung an, die &ouml;konomische, &ouml;kologische und soziale Ziele vereint:<\/p><ul>\n<li>Klimaschutz: Die Freisetzung von CO2-Stoffen darf nicht die Aufnahmef&auml;higkeit der Umwelt &uuml;berschreiten<\/li>\n<li>Erhaltung der Arten- und Landschaftsvielfalt<\/li>\n<li>Nachhaltige und effiziente Nutzung erneuerbarer und nicht-erneuerbarer Ressourcen<\/li>\n<li>Gesunde Lebensbedingungen.<\/li>\n<li>Wir setzen uns konsequent f&uuml;r die Energiewende ein, d.h. u.a. f&uuml;r die Abl&ouml;sung von fossilen Energietr&auml;gern durch erneuerbare Quellen und mit einer Energieversorgung, die f&uuml;r jeden erreichbar, bezahlbar und sauber ist.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Auf halber Strecke geht die Luft aus<\/strong><\/p><p>Die meisten dieser Forderungen k&ouml;nnten wir von den NachDenkSeiten mittragen, sie bleiben jedoch aus unserer Sicht auf halber Strecke stehen. Wir haben in vielen Beitr&auml;gen mit vielen Argumenten und Fakten begr&uuml;ndet warum. <\/p><p>Viele der Vorschl&auml;ge bleiben leider (noch ?) recht allgemein bzw. richten sich nicht auf die Einf&uuml;hrung von Strukturen, die f&uuml;r eine Erreichung der eingeforderten Ziele erforderlich w&auml;ren.<\/p><p>So etwa bei der Bildungspolitik: Zumindest eine Re-Reform der F&ouml;deralismusreform und eine Aufk&uuml;ndigung des Kooperationsverbots im Hochschulwesen und bei der Schulpolitik h&auml;tte man doch erwarten d&uuml;rfen. Die M&auml;ngel im deutschen Bildungswesen liegen doch nicht nur in der Kapazit&auml;t der Ausbildungsst&auml;tten von den Kitas bis zur Hochschule, sondern vor allem in der selbst im internationalen Vergleich geradezu skandal&ouml;sen sozialen Chancenungleichheit. Wo bleibt die Kritik an der zunehmenden Privatisierung und &Ouml;konomisierung von Hochschulen und Schulen?<\/p><p>Oder warum verlangt man im Zusammenhang mit der Steuerpolitik nicht wenigstens auch energische  Ma&szlig;nahmen gegen Steuerbetrug, gegen Steueroasen oder gegen die Lagerung von Schmiergeldern im Ausland (Vgl. dazu etwa <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13926\">&bdquo;Der DIW-Vorschlag f&uuml;r &bdquo;eine Zwangsanleihe oder eine Verm&ouml;gensabgabe&ldquo; lenkt von Wichtigem ab&ldquo;<\/a>) Wo bleibt der Zugriff auf jene, die von der Bankenrettung profitiert haben, wo bleibt die Forderung nach Streichung der milliardenschweren Steuerverg&uuml;nstigungen, also etwa die steuerliche Freistellung der Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen? An welche H&ouml;he des Spitzensteuersatzes wird gedacht? <\/p><p>Wenn man schon den &ouml;ffentlichen Sektor st&auml;rken will, dann w&auml;re ein klares Wort gegen die Privatisierungen oder gegen &ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP oder auch PPP genannt) erforderlich. <\/p><p>Besonders schwammig ist die &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; beim Erhalt der sozialen Sicherungssysteme: kein Wort zur Wiederherstellung der Arbeitslosen-&bdquo;Versicherung&ldquo;, au&szlig;er der Abschaffung der &bdquo;versch&auml;rften Zumutbarkeit f&uuml;r Arbeitslose&ldquo;, keine Kritik an Hartz IV. Die manifesten Fehler bei der Privatisierung der Rente durch die Riester- oder R&uuml;rup-Rente und deren negative Auswirkungen auf die gesetzliche Rente werden ausgeblendet. Selbst auf dem Beschluss des Berliner Parteitags der SPD vom Dezember 2011, wonach der Einstieg in die Rente mit 67 auszusetzen ist, weil die Voraussetzungen f&uuml;r die Erh&ouml;hung gegenw&auml;rtig <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14393\">nicht gegeben sind<\/a>, wird nicht beharrt. Obwohl auf diesem Parteitag eine Mehrheit f&uuml;r eine Festschreibung des Rentenniveaus vom um die 50 Prozent vorhanden gewesen w&auml;re, wagt man in der Berliner Erkl&auml;rung keine klare Festlegung auf ein Mindestsicherungsziel bei der gesetzlichen Rente. Es werden in der Rentenpolitik fast ausschlie&szlig;lich nur Forderungen aufgestellt, die den Grundfehler der sog. Reform der gesetzlichen Rente niemals kompensieren k&ouml;nnen. <\/p><p>Es fehlt jeder Hinweis auf eine alternative und aktive Wirtschafts- und Konjunkturpolitik, zumal angesichts des von der Bundesregierung mit aller Macht europaweit durchgesetzten Austerit&auml;tskurses. Wie will man Hartz IV und den einst von Gerhard Schr&ouml;der in Davos ger&uuml;hmten <a href=\"http:\/\/www.peter-stollenwerk.de\/Rede_Davos.pdf\">&bdquo;besten&ldquo; Niedriglohnsektor [PDF &ndash; 20 KB]<\/a> als entscheidende Hebel f&uuml;r das Lohndumping bek&auml;mpfen?  Wie will man also die Rolle der Gewerkschaften wieder zu st&auml;rken gedenkt, um endlich auf einen inflations- und produktivit&auml;tsorientierten Lohnpfad zu gelangen? <\/p><p>Wenn man schon aus der Finanzmarktkrise Lehren ziehen will, wo bleibt dann die Forderung nach einer Re-Regulierung der durch Rot-Gr&uuml;n und w&auml;hrend der Gro&szlig;en Koalition durchgesetzten Deregulierungen des Finanzmarktes? <\/p><p><strong>Warum fehlt der Mut &bdquo;ur&ldquo;-sozialdemokratische Forderungen aufzustellen?<\/strong><\/p><p>Man k&ouml;nnte mit dieser Kritik fortfahren. Sicher w&uuml;rde man mit solchen weitergehenden Forderungen auf den Widerstand des Kanzlerkandidaten, der SPD-F&uuml;hrung und der Mehrheit der rechtsgerichteten &bdquo;Seeheimer&ldquo; und der &bdquo;Netzwerker&ldquo; bei den Sozialdemokraten sto&szlig;en, aber warum sollte man solche &bdquo;ur&ldquo;-sozialdemokratischen Forderungen als SPD-Linke nicht wenigstens in die innerparteiliche Diskussion einbringen? Kompromisse w&uuml;rden von der SPD-Rechten und der Parteif&uuml;hrung ohnehin erzwungen, warum sollte man sie also schon vor der innerparteilichen Debatte anbieten? <\/p><p><strong>Vorschl&auml;ge der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; liegen fernab vom Kurs der Parteispitze<\/strong><\/p><p>Doch selbst die ziemlich &bdquo;weich gesp&uuml;lten&ldquo; Forderungen in der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; liegen fernab vom Kurs der Parteif&uuml;hrung und vor allem des Kanzlerkandidaten. Die einleitende Behauptung der SPD-Linken, dass sich &bdquo;die Sozialdemokratische Partei in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik inhaltlich neu aufgestellt&ldquo; habe und dass &bdquo;mit der neuen Programmatik&hellip;die soziale Schieflage, die durch die schwarz-gelbe Bundesregierung forciert (!) wurde, im Interesse der Besch&auml;ftigten und sozial Benachteiligten korrigiert werden&ldquo; soll, ist entweder eine Selbstt&auml;uschung oder der Anfang einer neuerlichen W&auml;hlert&auml;uschung. <\/p><p>Bei allem Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass Abgeordnete &ndash; und die Federf&uuml;hrenden dieser Erkl&auml;rung sind MdBs &ndash; f&uuml;r ihre Partei werben m&uuml;ssen, wenn sie ihr Mandat behalten wollen, und dass sie deshalb auch den Eindruck erwecken m&uuml;ssen, das &bdquo;Verh&auml;ltnis von Arbeitnehmern, Gewerkschaften und SPD&ldquo; habe sich &bdquo;wieder verbessert&ldquo;, es w&auml;re glaubw&uuml;rdiger und damit vertrauensschaffender, wenn sich die SPD-Linke ehrlich gegen&uuml;ber dem Kurs ihrer Partei nicht nur in der Zeit deren Regierungs(mit)verantwortung sondern auch danach verhalten h&auml;tte. Denn selbst von den zur&uuml;ckhaltenden Vorhaben, die in der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; als Voraussetzungen genannt werden, damit die SPD wieder auf den &bdquo;guten Weg&ldquo; gelangt, &bdquo;wieder zum &acute;Anwalt des kleinen Mannes` aufzusteigen&ldquo;, ist die Parteif&uuml;hrung und vor allem ihr Kanzlerkandidat nicht nur in der Reichweite von dessen &bdquo;Beinfreiheit&ldquo; sondern sogar meilenweit entfernt. <\/p><p><strong>Das SPD-Wahlprogramm als Nagelprobe<\/strong><\/p><p>Die SPD-Linke will mit der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; einen &bdquo;Beitrag f&uuml;r das k&uuml;nftige Wahlprogramm&ldquo; der SPD leisten, &bdquo;damit die Menschen sich auf die SPD verlassen k&ouml;nnen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Vorbemerkung. Der Erfolg der von den Unterzeichnern der Erkl&auml;rung geforderten &bdquo;neuen Programmatik&ldquo; wird sich schon am 24. November auf dem kleinen Parteitag der SPD in Berlin, auf dem unter anderem &uuml;ber das Rentenkonzept Gabriels endg&uuml;ltig entschieden werden soll, sp&auml;testens aber am Wahlprogramm der SPD f&uuml;r die Bundestagswahl 2013 messen lassen m&uuml;ssen. <\/p><p>Danach wird man sehen was von der &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; &uuml;brig bleibt. Und an der Hartn&auml;ckigkeit mit der die SPD-Linke f&uuml;r die in ihrer Erkl&auml;rung genannten Vorhaben k&auml;mpft und ob und wie sie sich innerparteilich durchzusetzen vermag, wird sich zeigen, ob die SPD tats&auml;chlich f&uuml;r eine &bdquo;neue Programmatik&ldquo; steht. Oder aber, ob die Linke in der SPD nicht nur das billig zu habendes Aush&auml;ngeschild ist, um Arbeitnehmer und Gewerkschafter als gutgl&auml;ubige W&auml;hler anzulocken &ndash; also, um vor der Wahl ein kleines linkes Blinkzeichen zu setzten, um nach der Wahl wieder nach rechts abzubiegen. Die einstimmige Nominierung von Peer Steinbr&uuml;ck als Kanzlerkandidat der SPD im Parteivorstand &ndash; in dem auch die SPD-Linke vertreten ist &ndash; l&auml;sst nichts Gutes ahnen. Denn, wie schon immer wird der Kandidat Steinbr&uuml;ck seine geforderte &bdquo;Beinfreiheit&ldquo; dazu nutzen, um sich damit zu profilieren, dass er seiner Partei und vor allem der Linken in seiner Partei vors Schienbein tritt. Die Rechte in der SPD w&uuml;rde sich dergleichen nie bieten lassen, mal sehen wie weit die Schmerzgrenze der der Linken diesmal reicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der linke Fl&uuml;gel der SPD hat eine &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung: f&uuml;r eine arbeitnehmerorientierte Politik&ldquo; vorgelegt und aufgerufen, diese zu unterzeichnen. In der Erkl&auml;rung werden Voraussetzungen genannt, damit die SPD wieder auf einen &bdquo;guten Weg&ldquo; gelangt, um &bdquo;wieder zum &acute;Anwalt des kleinen Mannes` aufzusteigen&ldquo;. Viele Forderungen gehen in eine richtige Richtung. Allerdings werden schon vor einer innerparteilichen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14853\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,191,137],"tags":[312,279,520],"class_list":["post-14853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-spd","category-steuern-und-abgaben","tag-reformpolitik","tag-spitzensteuersatz","tag-vermoegensteuer"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14853"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14855,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14853\/revisions\/14855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}