{"id":148606,"date":"2026-04-02T09:00:11","date_gmt":"2026-04-02T07:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148606"},"modified":"2026-04-08T15:02:13","modified_gmt":"2026-04-08T13:02:13","slug":"freedogru-und-freebaud-rufe-nach-einer-kampagne-nach-dem-vorbild-der-freeassange-bewegung-werden-lauter-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148606","title":{"rendered":"#FreeDogru und #FreeBaud? \u2013 Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Der Fall des sanktionierten Berliner Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru (<em>red media<\/em>) und die j&uuml;ngsten Eskalationen und &bdquo;Strafversch&auml;rfungen&ldquo; &ndash; jetzt wurde auch noch seiner Ehefrau <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/koennen-unsere-kinder-nicht-mehr-ernaehren-behoerden-sperren-konten-von-journalisten-ehefrau-li.10027407\">das Konto gesperrt<\/a> &ndash; sorgen zunehmend f&uuml;r Emp&ouml;rung bei vielen Menschen, die seinen Fall und den des Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud verfolgen. Dabei stehen auch die Fragen im Zentrum, welcher Widerstand m&ouml;glich und welcher wirksam sein k&ouml;nnte. Ein Artikel in zwei Teilen von <strong>Maike Gosch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6831\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-148606-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=148606-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260402_FreeDogru_und_FreeBaud_Rufe_nach_einer_Kampagne_nach_dem_Vorbild_der_FreeAssange_Bewegung_werden_lauter_Teil_2_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Teil 2<\/strong><\/p><p><em>(Teil 1 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148568\">finden Sie hier<\/a>)<\/em><\/p><p>Was k&ouml;nnten Menschen, die sich f&uuml;r die sanktionierten Journalisten und Autoren einsetzen wollen, aus der #FreeAssange-Bewegung f&uuml;r eine m&ouml;gliche #FreeDogru- und #FreeBaud-Bewegung lernen? Was sind vielversprechende Ans&auml;tze? Und wo liegen Risiken? In diesem zweiten Teil schauen wir uns Aspekte einer m&ouml;glichen legalen Kampagne an, die keine rechtlichen Risiken birgt.<\/p><p>Eine wichtige &Uuml;berlegung vorab ist die Tatsache, dass die Sanktionsregelungen der EU nur finanzielle oder sonstige materielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Sanktionierten untersagt, aber grunds&auml;tzlich nicht die moralische, ideelle, kommunikative oder informative Unterst&uuml;tzung. F&uuml;r die Sanktionierten selbst ist nat&uuml;rlich die praktische Unterst&uuml;tzung wichtig. F&uuml;r den Erfolg einer Kampagne, die die Aufhebung der Sanktionen gegen sie erreichen will oder sogar die Streichung der Gesetze und Verordnungen, aus der das Sanktionsregime besteht, ist die kommunikative und ideelle Arbeit entscheidend.<\/p><p>Es ist (anders als bei der britischen NGO &bdquo;Palestine Action&ldquo;, die zur Terrororganisation erkl&auml;rt wurde, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148568\">siehe Teil 1 dieses Artikels<\/a>) grunds&auml;tzlich juristisch zul&auml;ssig, &ouml;ffentlich die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Do&#287;ru und Baud zu erkl&auml;ren, solange ihnen dadurch keine Geldmittel zuflie&szlig;en oder geldwerte Vorteile entstehen. Problematisch ist, dass die Formulierungen aus dem EU-Recht, die den Sanktionen gegen Do&#287;ru, Baud und andere zugrunde liegen, sehr weit gefasst sind und teilweise auch wenig trennscharf sind, wie zum Beispiel der Begriff &bdquo;wirtschaftliche Ressourcen&ldquo;. Auch das Umgehungsverbot der Sanktionen erweitert den Bereich der verbotenen Unterst&uuml;tzung extrem und macht ihn sehr unscharf. So k&ouml;nnte sogar argumentiert werden, dass durch eine Kampagne f&uuml;r die sanktionierten Personen ihnen faktisch ein verwertbarer Vorteil (und damit Ressourcen) entstehen k&ouml;nnte, da sie zu einer erh&ouml;hten Bekanntheit und Reichweite dieser Journalisten\/Autoren f&uuml;hren k&ouml;nnte. Aber (sp&auml;testens) hier w&uuml;rden aus meiner Sicht die Grundrechtsschranken greifen. Es kann nicht sein, dass die weiten und schwammigen Formulierungen der Rechtsbegriffe dazu f&uuml;hren, jeglichen politischen und kommunikativen Protest gegen das Sanktionsregime zu verunm&ouml;glichen.<\/p><p>Was folgt, sind lediglich einige Aspekte, die selbstverst&auml;ndlich nicht vollst&auml;ndig oder abschlie&szlig;end sind. Gern k&ouml;nnen Sie uns auch ihre Ideen oder Informationen &uuml;ber bereits erfolgte oder geplante Aktionen schicken, die wir &uuml;bersehen haben!<\/p><p><strong>PR-Strategie<\/strong><\/p><p>Im Fall der Free-Assange-Bewegung entwickelte sich im Laufe der Jahre eine sehr klare und konsistente Kommunikation. Die Kernpunkte der Kampagne wurden durch die zwei Slogans &bdquo;Free Assange&ldquo; (Freiheit f&uuml;r Assange) und &bdquo;Journalism is not a crime&ldquo; (Journalismus ist kein Verbrechen) klar gemacht. Es ging um die Rettung einer Person und auf der inhaltlichen Ebene gegen die Kriminalisierung von kritischem Journalismus. Als zentrales Thema wurde die Pressefreiheit gesetzt. Das zentrale Argument war, dass eine Kriminalisierung von Journalisten durch die westlichen Regierungen zur Verdeckung von Kriegsverbrechen nicht hinzunehmen ist.<\/p><p>Ein wichtiger Wendepunkt in der Kampagne war es, als die Ehefrau von Julian Assange sowie ihre zwei Kinder zentral in den Fokus der Kommunikation ger&uuml;ckt wurden. Das diente einmal der starken &bdquo;Humanisierung&ldquo; von Julian Assange (siehe unten) und brachte die Unterst&uuml;tzer, aber auch neutrale und bis dahin gleichg&uuml;ltige Beobachter dazu, Assange als Mensch, als Ehemann und Vater zu sehen. Stella Assange begann selbst, h&auml;ufig &ouml;ffentlich zu sprechen und inhaltlich die Kampagne ihres Mannes zu leiten. Auch Julians Vater und Bruder traten verst&auml;rkt ins Rampenlicht. Ihr Einsatz f&uuml;hrte dazu, die Kampagne emotionaler und pers&ouml;nlicher zu machen. Es ist die Frage, ob eine solche Ausrichtung der Kommunikation in den aktuellen F&auml;llen von Do&#287;ru oder Baud sinnvoll und machbar ist, da nicht jeder oder jede Privatperson die F&auml;higkeit oder die Kraft hat, sich so stark medienwirksam zu pr&auml;sentieren, und das noch in einer bereits extrem belastenden pers&ouml;nlichen Situation.<\/p><p>Das &bdquo;Humanisieren&ldquo; ist eine PR-Strategie, die zynisch anmutet (&bdquo;wir sind doch alle Menschen&ldquo;), aber es geht hierbei darum, den Menschen in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen und ihn damit von der Negativbeschreibung und &bdquo;Feindmarkierung&ldquo; durch die Regierungskommunikation und die Berichterstattung der etablierten Medien zu befreien. In dieser wurden Do&#287;ru und Baud bisher als &bdquo;Propagandisten&ldquo;, &bdquo;Meinungsmanipulateure&ldquo;, &bdquo;Verbreiter von Desinformation&ldquo; oder &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; bezeichnet, um sie von Anfang an in eine bestimmte Ecke zu stellen und zu verhindern, dass sie von der Bev&ouml;lkerung als Menschen und als Journalisten oder erfahrene Analysten gesehen werden. Auch Begriffe wie &bdquo;russischer Einflussagent&ldquo; oder die Verwendung der Bezeichnung &bdquo;Hinterm&auml;nner von red.media&ldquo; und die dadurch erfolgte unterschwellige Kriminalisierung funktionierten (bewusst oder unbewusst) als &bdquo;Feindmarkierung&ldquo; und dienten der negativen Pr&auml;gung des &ouml;ffentlichen Images der beiden Personen (siehe zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/regierungspressekonferenz-2725706\">hier<\/a>).<\/p><p>Hier kann eine Kommunikationsstrategie ansetzen und diesem negativen Bild positive Informationen und Bilder entgegensetzen. Im Fall von Julian Assange war die Anfangsphase gepr&auml;gt von den Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen in Schweden (die sich sp&auml;ter als weitgehend haltlos herausstellten) sowie von Berichten &uuml;ber Julian Assanges angeblichen Narzissmus. Auf Englisch nennt man diese Taktik &bdquo;Character Assassination&ldquo; &ndash; also den Angriff und die Zerst&ouml;rung des &ouml;ffentlichen Images einer Person.<\/p><p>Berichterstattung, die dagegen die Menschen Jacques Baud und H&uuml;seyin Do&#287;ru in ihren vielen Facetten darstellt und auch zeigt, was die Sanktionen f&uuml;r sie pers&ouml;nlich bedeuten, kann dagegenwirken &ndash; wie es die Berichterstattung in den alternativen Medien sowie in der <em>Berliner Zeitung<\/em>, dem <em>Neuen Deutschland<\/em> und der <em>jungen Welt<\/em> zum Beispiel schon tut. Ein Beispiel f&uuml;r eine solche pers&ouml;nliche Berichterstattung ist auch der Bericht des deutschen Journalisten Patrik Baab, der den Besuch einer Schweizer Unterst&uuml;tzergruppe bei Jacques Baud in Br&uuml;ssel <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=11hNvX4mBm0\">dokumentiert hat<\/a>. Hier gibt es zum Beispiel eine Aufnahme, in der sich Baud bei den Unterst&uuml;tzern bedankt und ihm die Tr&auml;nen in die Augen steigen, weil sie extra seinetwegen aus der Schweiz angereist sind, um ihm Essen mitzubringen, pers&ouml;nlich ihre Unterst&uuml;tzung zu erkl&auml;ren und durch das L&auml;uten von Kuhglocken (eine Schweizer Tradition) gegen das Ausbleiben von Unterst&uuml;tzung des Schweizer Staatsb&uuml;rgers durch seine eigene Regierung zu demonstrieren. Diese Bilder &auml;ndern die &ouml;ffentliche Wahrnehmung und k&ouml;nnten bei ausreichender Verbreitung dem negativen Bild ein anderes entgegensetzen.<\/p><p><strong>Pressearbeit und Kommunikation zum juristischen Verfahren<\/strong><\/p><p>Besonders gut wurde im Fall Assange auch die Verzahnung von juristischer Arbeit seines Verteidigerteams und der Pressearbeit gehandhabt. Das ist etwas, das in der anglo-amerikanischen Welt extrem professionell organisiert wird und bei Prozessen mit gro&szlig;er Presseaufmerksamkeit oft von Anfang an mitgedacht und mitgeplant wird. In Deutschland steckt diese Koordination noch in den Kinderschuhen. Bei Assange wurde von <em>WikiLeaks<\/em> sogar eine eigene Agentur (PHA) beauftragt, die eine professionelle Kampagnen- und Kommunikationsstrategie <a href=\"https:\/\/thephagroup.com\/work\/julian-assange\/#:~:text=We%20provided%20a%20clear%20narrative,the%20US%20government's%20position%20untenable\">entwarf und umsetzte<\/a>. Deren T&auml;tigkeit umfasste auch Kommunikationsarbeit, durch die der Prozess begleitet, juristische Sachverhalte f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit leicht verst&auml;ndlich aufgearbeitet, Pressekonferenzen organisiert sowie Interviews mit gro&szlig;en, etablierten Medienvertretern vermittelt wurden.<\/p><p>Leider fehlen den sanktionierten Baud und Do&#287;ru vermutlich die Mittel f&uuml;r eine solche professionelle Begleitung, oder sie k&ouml;nnten diese aufgrund des Einfrierens ihrer Konten nicht bezahlen. Und eine Bezahlung von Kommunikationsfachleuten durch eine daf&uuml;r gegr&uuml;ndete Stiftung oder ein Spendenkonto w&uuml;rde wahrscheinlich wiederum unter das Verbot fallen, den Sanktionsopfern &bdquo;wirtschaftliche Ressourcen&ldquo; zukommen zu lassen. Eine M&ouml;glichkeit, damit umzugehen, w&auml;re es, die Kampagne nicht &bdquo;f&uuml;r&ldquo; die Sanktionierten zu f&uuml;hren, sondern &bdquo;gegen das Sanktionsregime&ldquo; wie damals gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA (siehe <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148568\">Teil 1 des Artikels<\/a>), da hier kein einzelner Sanktionierter einen geldwerten Vorteil erlangen w&uuml;rde, sondern es rein um einen politischen Kampf gegen Gesetze und Verordnungen ginge. Zwar ist es bei Kampagnen generell wirksamer, Personen in den Mittelpunkt zu stellen, um Empathie zu wecken und das Thema zu fokussieren, aber darauf m&uuml;sste man dann in diesem Fall verzichten.<\/p><p><strong>Guerilla-Marketing und Sichtbarkeit<\/strong><\/p><p><strong>Merchandising<\/strong><\/p><p>Eine gro&szlig;e Rolle bei der Unterst&uuml;tzung von Julian Assange spielte auch Merchandising wie T-Shirts, Aufkleber, Taschen und andere Gegenst&auml;nde, die es Unterst&uuml;tzern erm&ouml;glichen, ihren Protest gegen die Ma&szlig;nahmen und ihre Unterst&uuml;tzung deutlich nach au&szlig;en sichtbar zu zeigen. Eine sehr einfache Ma&szlig;nahme ist daher das Drucken und Herstellen von solchen Gegenst&auml;nden mit Slogans zur Unterst&uuml;tzung der Sanktionierten oder gegen das Sanktionsregime selbst. Bei Assange hatten sich irgendwann als Aufdrucke und Plakate bestimmte Slogans durchgesetzt wie &bdquo;Free Assange&ldquo; und &bdquo;Journalism is not a crime&ldquo; (Journalismus ist kein Verbrechen). Durch solche klaren zentralen Botschaften l&auml;sst sich das Thema zuspitzen und &bdquo;kampagnenf&auml;hig&ldquo; machen, wie es in der Branche hei&szlig;t.<\/p><p><strong>Kunst<\/strong><\/p><p>Eine weitere wichtige Rolle spielten auch Kunstaktionen und die Unterst&uuml;tzung durch K&uuml;nstler f&uuml;r die Assange-Bewegung. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Aktion <a href=\"https:\/\/news.artnet.com\/art-world\/julian-assange-andrei-molodkin-2433258\">&bdquo;Dead Man&rsquo;s Switch&ldquo;<\/a> (Schalter f&uuml;r einen toten Mann) des russischen K&uuml;nstlers Andrei Molotkin, der Kunstwerke ber&uuml;hmter K&uuml;nstler &ndash; darunter Originale von Picasso, Rembrandt und Andy Warhol &ndash; im Wert von insgesamt circa 45 Millionen Dollar in einem Safe verstaute und drohte, diese im Falle des Todes von Julian Assange in Haft durch ein S&auml;urepulver zerst&ouml;ren zu lassen. Er nahm also quasi die Kunstwerke als &bdquo;Geisel&ldquo; f&uuml;r die Sicherheit und das Leben Assanges. Nach Assanges Freilassung im Juni 2024 wurde der Mechanismus deaktiviert.<\/p><p>Auch Stra&szlig;enkunst und andere visuelle Aktionen spielten eine gro&szlig;e Rolle im Rahmen der Mobilisierung. Sehr viele Wandbilder, Installationen, Graffitis und sonstige Kunst wurden geschaffen. Diese Ma&szlig;nahmen erzeugen eine nicht zu vernachl&auml;ssigende Sichtbarkeit des Falles im Stra&szlig;enbild vieler St&auml;dte und damit in der breiten &Ouml;ffentlichkeit. Sie machten einerseits deutlich, wie viele Menschen ihn unterst&uuml;tzten, vermittelten aber auch eine zus&auml;tzliche kreative, lebensbejahende und hoffnungsvolle Atmosph&auml;re, die Menschen ermutigte und ihnen Energie bei diesem doch sehr bedr&uuml;ckenden Thema gab.<\/p><p><strong>Aktionen und Mahnwachen<\/strong><\/p><p>Ein weiteres wichtiges und wirksames Mittel kann die Organisation von Mahnwachen sein &ndash; zum Beispiel vor dem Kanzleramt, dem Bundestag, dem Ausw&auml;rtigen Amt, der Vertretung der EU (z.B. der Kommission) in Deutschland mit Plakaten, Bannern und allem, was f&uuml;r gute Bilder sorgt (Stichwort Pressearbeit und Social Media). Hier reichen auch 20 Personen, wenn sie genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen, laut, bunt und kreativ genug sind. Aktionen im wirklichen Leben, die Bilder erzeugen, sind bei Weitem effektiver als Likes und Kommentare im virtuellen Raum.<\/p><p>Ebenso wichtig ist das Ansprechen und Thematisieren der F&auml;lle bei Politikerauftritten, Befragungen, sowie Briefe an Abgeordnete und Anrufe in ihren B&uuml;ros. Wenn kein &ouml;ffentlicher Auftritt von Regierungsmitgliedern, keine Veranstaltung des Ausw&auml;rtigen Amtes, kein Auftritt von Vertretern von Organisationen wie dem Deutschen Journalistenverband oder von Reporter ohne Grenzen und keine Veranstaltung zur Meinungs- und Pressefreiheit mehr m&ouml;glich ist, bei der das Thema #FreeDogru und #FreeBaud nicht angesprochen und thematisiert wird, dann kann es auch nicht mehr ignoriert werden. Auf europ&auml;ischer Ebene hie&szlig;e das zum Beispiel: Kein Auftritt von Kaja Kallas, kein Treffen des Rates der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, keine Parlamentssitzung in Stra&szlig;burg ohne Proteste und Erw&auml;hnungen der EU-Sanktionen gegen Journalisten.<\/p><p><strong>Mitstreiter<\/strong><\/p><p>Ein weiterer zentraler Hebel jeder Kampagne ist die Unterst&uuml;tzung einer m&ouml;glichst gro&szlig;en Anzahl von Unterst&uuml;tzern und Mitstreitern aus der Bev&ouml;lkerung, die das Thema aus dem engen Kreis der unmittelbar Betroffenen heraus in breitere gesellschaftliche R&auml;ume tragen.<\/p><p>Hierbei ist nicht allein die Zahl der Unterst&uuml;tzer entscheidend, sondern auch ihre Reichweite und Prominenz. Denn prominente und einflussreiche Mitstreiter k&ouml;nnen dem Thema massive &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit verschaffen, die sich allein mit Menge nicht erreichen l&auml;sst. Erfahrungen aus der Free-Assange-Kampagne zeigen, dass prominente Unterst&uuml;tzer, insbesondere was die Berichterstattung der etablierten Medien angeht, eine entscheidende Rolle spielen.<\/p><p>Bei den bisherigen Aktivit&auml;ten gegen die Sanktionen und f&uuml;r Do&#287;ru und Baud gibt es bisher noch eine strukturelle Schw&auml;che: Zwar existiert bereits ein Netzwerk aus Unterst&uuml;tzern aus Politik, Publizistik, Wissenschaft und internationalem Aktivismus, doch ist die Zahl &ouml;ffentlich sehr sichtbarer, breit anschlussf&auml;higer Pers&ouml;nlichkeiten bislang klein. Ein erheblicher Teil der bisherigen Unterst&uuml;tzer kommen aus einer bestimmten &bdquo;Blase&ldquo;, n&auml;mlich dem BSW-Umfeld, von alternativen Medien und aus geopolitischen Analystenkreisen. F&uuml;r eine dar&uuml;ber hinaus gehende gesellschaftliche Breitenwirkung w&auml;re die Gewinnung von noch prominenteren Personen hilfreich &ndash; dies w&uuml;rde auch eine Presseaufmerksamkeit der etablierten Medien &bdquo;erzwingen&ldquo;, da die Unterst&uuml;tzung der Sanktionierten ab einem gewissen Bekanntheitsgrad auch von widerwilligen Medien nicht mehr ignoriert werden kann.<\/p><p>Die bisher einzige kollektive Aktion, n&auml;mlich der Solidarit&auml;tsaufruf f&uuml;r Baud und andere im Rahmen von Unterschriftenaktionen, war sehr wichtig, kann aber nur der Anfang sein. Denn die Liste der Unterst&uuml;tzter ist auch ein Netzwerk, das weiter aktiviert und politisch t&auml;tig werden kann. Gerade diese zweite Stufe &ndash; vom Unterst&uuml;tzer zum aktiven und kontinuierlichen Einsatz&ndash; ist kampagnenstrategisch entscheidend.<\/p><p>Dieses Potenzial ist bisher nicht ausgesch&ouml;pft. Entscheidend wird sein, den bestehenden Unterst&uuml;tzerkreis zu aktivieren und aus der politischen Nische herauszuholen.<\/p><p>Weiter w&auml;re es wichtig, Abgeordnete des Bundestags, aber auch des EU-Parlaments gegen das EU-Sanktionsregime in der Anwendung gegen die Presse- und Meinungsfreiheit zu gewinnen, da diese praktisch in den Parlamenten und gegen&uuml;ber der Regierung das Thema auf die Tagesordnung setzen sowie Veranstaltungen und Events auf die Beine stellen k&ouml;nnen. Im Fall Assange hatte eine <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/article\/2024\/jun\/27\/julian-assange-freedom-push-australian-mps-politicians\">Koalition von Politikern und Abgeordneten<\/a> aus Julian Assanges Heimatland Australien einen nicht unerheblichen Anteil an seiner letztlichen Freilassung. Auch diese entstand aber erst nach jahrelanger Einflussarbeit durch Assanges Unterst&uuml;tzer und seine Familie.<\/p><p><strong>Institutionelle Unterst&uuml;tzer<\/strong><\/p><p>Auch NGOs und andere Organisationen spielten in der Free-Assange-Bewegung eine wichtige Rolle. So hatte Reporter ohne Grenzen den Fall Assange &uuml;ber Jahre begleitet und war regelm&auml;&szlig;ig bei den Verhandlungen seines Gerichtsverfahrens anwesend. Auch Amnesty International hatte f&uuml;r Assange eine gro&szlig;e Unterschriftenkampagne organisiert, die zu 400.000 Unterschriften f&uuml;hrte.<\/p><p>Auch die UN schaltete sich letztlich ein. Die UN-Sonderberichterstatterin f&uuml;r Folter, Alice Jill Edwards, <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2024\/02\/un-special-rapporteur-torture-urges-uk-government-halt-imminent-extradition\">appellierte offiziell<\/a> an die britische Regierung, Assange nicht an die USA auszuliefern. Vorher hatte sich schon ihr Amtsvorg&auml;nger Nils Melzer jahrelang klar und deutlich f&uuml;r Assange eingesetzt und daf&uuml;r starken Gegenwind auch innerhalb der Vereinten Nationen in Kauf genommen. Dagegen haben bisher weder der UN-Menschenrechtsrat noch ein UN-Sonderberichterstatter (z.B. zu Meinungsfreiheit oder Sanktionen) noch das B&uuml;ro des Hohen Kommissars f&uuml;r Menschenrechte Stellung zu individuellen EU-Sanktionsf&auml;llen wie denen von Do&#287;ru und Baud genommen.<\/p><p>Auch Amnesty International und Reporter ohne Grenzen sind bisher (wie schon im ersten Teil erw&auml;hnt) noch nicht mit &ouml;ffentlichen Statements in Erscheinung getreten. Auch die eigentlich f&uuml;r den Schutz von Journalisten und Publizisten zust&auml;ndigen Verb&auml;nde und Gewerkschaften wie die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) sind bisher nicht t&auml;tig geworden. Der Landesvorsitzende der DJU in Berlin hatte die Nachricht von der Sanktionierung Do&#287;rus laut der Zeitung <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1198677.finanzrepression-gewerkschaft-klatscht-zu-eu-sanktionen-gegen-hueseyin-do%C4%9Fru.html\"><em>Neues Deutschland<\/em><\/a> stattdessen sogar mit dem Satz &bdquo;gute Nachrichten f&uuml;r den Journalismus&ldquo; kommentiert.<\/p><p><strong>Problem: erlernte Hilflosigkeit<\/strong><\/p><p>Was vielleicht viele Menschen an der Teilnahme oder Unterst&uuml;tzung einer solchen Kampagne abhalten k&ouml;nnte, ist das Gef&uuml;hl der Resignation und Machtlosigkeit, welches sich inzwischen in Bezug auf die Wirksamkeit politischer Proteste ausgebreitet hat. Es gab in den letzten Jahren so viele Demos, Offene Briefe, Leserbriefe und Aktionen gegen grunds&auml;tzliche politische Entscheidungen &ndash; bereits zur Fl&uuml;chtlingskrise (wir erinnern uns an PEGIDA), dann verst&auml;rkt in den Jahren seit 2020 (Corona-Proteste) und dann 2022 (zum Ukraine-Krieg und der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und auch gegen die Aufr&uuml;stung), die Bauernproteste und seit 2024 die vielen pro-pal&auml;stinensischen Demonstrationen, um nur einige zu nennen &ndash; und keine dieser Massenproteste konnte erkennbare Ver&auml;nderungen in der politischen Linie der Regierungen, egal welcher Farbkombination, erreichen. Viele Menschen haben dadurch inzwischen in Deutschland &bdquo;gelernt&ldquo;: Protest bringt nichts (mehr). Das f&uuml;hrt zu Radikalisierung bei einigen Wenigen und Apathie und Mutlosigkeit bei der gro&szlig;en Mehrheit. Zu Zeiten der Free-Assange-Kampagne herrschte noch eine ganz andere gesellschaftliche Grundstimmung. Es gab das Gef&uuml;hl, dass Massenbewegungen, die gro&szlig; genug und &uuml;ber lange Zeit konsequent t&auml;tig waren, etwas bewegen konnten und Einfluss auf die Politik hatten. Dieses Gef&uuml;hl haben viele jetzt, nur einige Jahre sp&auml;ter, nicht mehr &ndash; und das sicher zu Recht.<\/p><p>Aber wie hie&szlig; es doch fr&uuml;her: &bdquo;We shall overcome &hellip;&ldquo;, oder meinem pers&ouml;nlichen Motto folgend: Ruhig bleiben und der Versuchung des Pessimismus widerstehen.<\/p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Family photo! <a href=\"https:\/\/t.co\/UlWLsW5MPL\">pic.twitter.com\/UlWLsW5MPL<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Stella Assange (@Stella_Assange) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Stella_Assange\/status\/1815335325717459424?ref_src=twsrc%5Etfw\">July 22, 2024<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p>  <\/p><p><strong>Ende Teil 2<\/strong><\/p><p><em>(Teil 1 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148568\">finden Sie hier<\/a>)<\/em><\/p><p><small>Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZbfmqtzUAeE&amp;t=1s\">Screenshot NachDenkSeiten<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148448\">&bdquo;Sippenhaft&rdquo; f&uuml;r Familie des deutschen Journalisten Do&#287;ru: EU-Sanktions-Regime immer skandal&ouml;ser<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148440\">Im Sanktionsrausch &ndash; Notizen zu Br&uuml;ssels vormodernem Strafregime<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=147898\">Wenn Kritik zum Risiko wird: Offener Brief warnt vor Erosion der Meinungsfreiheit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145695\">Haft f&uuml;r Hilfe: Bundestag versch&auml;rft Umgang mit EU-Sanktionen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145720\">Die EU gegen Jacques Baud<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144983\">EU-Sanktionierung von Jacques Baud: Ist Ver&ouml;ffentlichung seiner B&uuml;cher und Interviews jetzt strafbar?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144677\">Pressekonferenz zum Solidarit&auml;tsaufruf gegen die EU-Sanktionierung von Jacques Baud: &bdquo;Es reicht!&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133340\">Das Ende von red.media &ndash; Berichte &uuml;ber propal&auml;stinensische Proteste sind jetzt &bdquo;russische Desinformation&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148827\">Leserbriefe zu Teil 1 und 2 von &bdquo;#FreeDogru und #FreeBaud? &ndash; Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter&ldquo; und &bdquo;#FreeDogru und #FreeBaud? &ndash; Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4d6463d69119428a9b86f6cc12d2f8a1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fall des sanktionierten Berliner Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru (<em>red media<\/em>) und die j&uuml;ngsten Eskalationen und &bdquo;Strafversch&auml;rfungen&ldquo; &ndash; jetzt wurde auch noch seiner Ehefrau <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/koennen-unsere-kinder-nicht-mehr-ernaehren-behoerden-sperren-konten-von-journalisten-ehefrau-li.10027407\">das Konto gesperrt<\/a> &ndash; sorgen zunehmend f&uuml;r Emp&ouml;rung bei vielen Menschen, die seinen Fall und den des Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud verfolgen. 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