{"id":148624,"date":"2026-04-04T14:00:53","date_gmt":"2026-04-04T12:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148624"},"modified":"2026-04-02T14:04:02","modified_gmt":"2026-04-02T12:04:02","slug":"alter-was-ist-eigentlich-gerecht-die-aelteren-und-ihr-sagenhaftes-renteneinkommen-2-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148624","title":{"rendered":"\u201aAlter, was ist eigentlich gerecht!\u2018 \u2013 Die \u00c4lteren und ihr sagenhaftes Renteneinkommen (2\/4)"},"content":{"rendered":"<p>Die rentenpolitische Debatte wird seit Jahrzehnten von einer simplen Aussage beherrscht: die Jungen schuften, die Alten kassieren &ndash; Generationengerechtigkeit als Nullsummenspiel. Dramatische Schlagzeilen (&bdquo;Altenexplosion&ldquo;, &bdquo;Renten-Kollaps&ldquo;) und moralische Appelle an die &bdquo;junge Generation&ldquo; &uuml;bert&ouml;nen systematisch die Zahlen. <strong>Lothar Lieck<\/strong> legt in dieser vierteiligen Reihe eine n&uuml;chterne, datenbasierte Abrechnung vor: Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche vs. Renten, reale Einkommensverh&auml;ltnisse im Alter, entzauberte Demographie-&bdquo;Katastrophen&ldquo; und die soziale Sprengkraft einer Rentenaltersanhebung auf 69. Wer statt Panikmache endlich solide Argumente sucht, liegt hier richtig.<br>\n<!--more--><br>\n<em>In diesem zweiten Teil geht es um das Einkommen der &sbquo;Alten&lsquo; oder besser &sbquo;&Auml;lteren&lsquo; in der Gesellschaft, also alle, die 65 Jahre oder &auml;lter sind. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148158\">Der erste Teil<\/a> drehte sich um die gegenw&auml;rtigen &ndash; und notwendigen &ndash; staatlichen und famili&auml;ren Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche. Im dritten Teil geht es um die &sbquo;demographische Katastrophe&lsquo;, also den Anstieg des durchschnittlichen Alters, des Anteils der &Auml;lteren an der Bev&ouml;lkerung, um die politischen Reaktionen und die aktuelle Lage. Und im vierten und letzten Teil geht es um einen der wichtigsten Ver&auml;nderungsvorschl&auml;ge, die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre &ndash; oder vielleicht auch auf 70?<\/em><\/p><p><em>In den Medien gibt es fast immer &sbquo;gut abgesicherte&lsquo; Rentner<\/em><\/p><p>Beginnen wir mit einem Zitat von Nikolaus Blome. Er war Redakteur bei der <em>BILD-Zeitung<\/em>, dann beim Nachrichtenmagazin <em>Spiegel<\/em>, jetzt bei <em>ntv<\/em> und <em>RTL<\/em>, also ein einflussreicher Medienschaffender. Eines seiner speziellen Themen sind die Renten, er schreibt oft dar&uuml;ber, hier ein typischer Text aus dem April 2025:<\/p><blockquote><p>\nTitel: <strong><em>&sbquo;Diese Renten sind gerecht? Falsch!&lsquo;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>&sbquo;In ihrem Ende 2024 ver&ouml;ffentlichten Alterssicherungsbericht konstatiert die Bundesregierung selbst: &ldquo;Insgesamt ist die heutige Rentnergeneration &uuml;berwiegend gut abgesichert.&rdquo; F&uuml;r Senioren-Ehepaare weist der Bericht ein gesamtdeutsch durchschnittliches Nettoeinkommen von 3759 Euro pro Monat aus (Ende 2023). In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern sind es 2577 Euro. Das muss eine Familie mit Alleinverdiener und Kindern erst einmal schaffen &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>&hellip; Deshalb bekommen gro&szlig;e Gruppen der Rentner wom&ouml;glich immer neue, immer gr&ouml;&szlig;ere steuerfinanzierte Zuwendungen, die j&uuml;ngere Gesellschaftsgruppen dringender br&auml;uchten oder die f&uuml;r andere Ziele besser eingesetzt w&auml;ren.&lsquo;<\/em>[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Schauen wir uns das einmal genauer an!<\/strong><\/p><p>Das Zitat aus dem Alterssicherungsbericht stimmt, genauso steht es dort. Auch die 3.759 Euro f&uuml;r Ehepaare sind richtig. Allerdings ist der Alterssicherungsbericht sehr viel detaillierter und genauer, Blome l&auml;sst entscheidende Details weg.<\/p><p>Zun&auml;chst: Seine Quelle ist der offizielle <strong>&sbquo;Alterssicherungsbericht<\/strong>&lsquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales BMAS. Gut, nur ist das <strong>nicht der Bericht &uuml;ber gesetzliche Renten<\/strong>, sondern &uuml;ber <strong>alle Einkommensquellen<\/strong> der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen. Den offiziellen <strong>&sbquo;Rentenversicherungsbericht&lsquo;<\/strong>[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] gibt es auch. Nikolaus Blome verr&auml;t uns aber nicht, dass er <strong>nicht aus dem Rentenversicherungsbericht zitiert<\/strong>, dann h&auml;tte er nur die erheblich niedrigeren Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung verwenden k&ouml;nnen (siehe Tabelle 2.1 Zeile 5, Gesetzliche Rente DE).<\/p><p>Die 3.759 Euro f&uuml;r Paare im Rentenalter ergeben sich also als Summe der <strong>Eink&uuml;nfte aus allen Einkommensquellen<\/strong>. Der Alterssicherungsbericht, aus dem er zitiert, bezieht Einnahmen aus folgenden Einkommensarten ein:<\/p><ul>\n<li>Renten und Pensionen;<\/li>\n<li>Private und betriebliche Vorsorge;<\/li>\n<li>Vermietung und Verpachtung;<\/li>\n<li>Transferleistungen (also evtl. weitere Sozialleistungen des Staates wie z.B. Wohngeld);<\/li>\n<li>Erwerbst&auml;tigkeit in der Rentenphase;<\/li>\n<li>Zinsen aus Kapitalverm&ouml;gen;<\/li>\n<li>Beteiligungen an Gewerbebetrieben;<\/li>\n<li>Renten aus dem Ausland; sonstige Renten<\/li>\n<li>Private Unterst&uuml;tzung und sonstige Einkommen.<\/li>\n<\/ul><p>Zwischen diesem Einkommen aus allen Einkommensquellen und den reinen Renteneink&uuml;nften bestehen gro&szlig;e Unterschiede, die man sofort sieht, wenn man ein bisschen n&auml;her hinschaut. Wie viel tragen diese verschiedenen Einkommensquellen zum Nettoeinkommen bei? Und wie wird der Durchschnitt gebildet, wie weit sind die mit den geringsten und die mit den h&ouml;chsten Einkommen entfernt vom Durchschnitt?<\/p><p>Der Alterssicherungsbericht teilt die <strong>Einkommensempf&auml;nger in f&uuml;nf Gruppen<\/strong> ein (in F&uuml;nftel oder Quintile), je nach Nettoeinkommen. Es f&auml;ngt bei den 20 Prozent mit dem niedrigsten Einkommen an und geht bis zu den 20 Prozent mit den h&ouml;chsten Einkommen.<\/p><p><strong>Tabelle 2.1: Durchschnittliches Nettoeinkommen f&uuml;r Paare &ndash; Deutschland, Alte L&auml;nder (West), Neue L&auml;nder (Ost) und Anteil der Gesetzlichen Rente[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Aus der Tabelle 2.1 ist sofort zu sehen, dass die ersten <strong>drei F&uuml;nftel, also zusammen 60 Prozent der Rentenbezieher, mit weniger als 3.759 Euro auskommen<\/strong>. Dieser Betrag wird erreicht, wenn man einkommensm&auml;&szlig;ig im vierth&ouml;chsten F&uuml;nftel angekommen ist. In diesem F&uuml;nftel macht die gesetzliche Rente nur noch weniger als 60 Prozent des gesamten Einkommens aus. Die obersten 20 Prozent mit einem Durchschnitt von 7.093 Euro liegen etwa 91 Prozent &uuml;ber dem gesamten Durchschnitt von 3.759 Euro. Je geringer das Gesamteinkommen ist, desto h&ouml;her ist der Anteil der gesetzlichen Rente: Er f&auml;llt von 99 Prozent im untersten F&uuml;nftel auf 32 Prozent im obersten F&uuml;nftel.<\/p><p>F&uuml;r das oberste F&uuml;nftel spielt die Rente eine viel geringere Rolle als f&uuml;r die anderen vier F&uuml;nftel. Die Rentenempf&auml;nger in diesem F&uuml;nftel beziehen nur 2.249 Euro ihres Gesamteinkommens aus der gesetzlichen Rente und liegen damit sogar unter den Rentenbetr&auml;gen im zweiten, dritten und vierten F&uuml;nftel. Trotzdem kommen sie auf ein Nettoeinkommen von 7.093 Euro. Wie ist das m&ouml;glich?<\/p><p>Das hohe Nettoeinkommen der oberen 20 Prozent beruht auf <strong>Einkommensquellen, die mit der Rente nichts zu tun haben<\/strong>. So erhalten sie im Schnitt 1.610 Euro aus Vermietung und Verpachtung sowie 1.415 Euro aus privater Vorsorge.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Obwohl die unteren drei F&uuml;nftel solche Einnahmen gar nicht haben, werden bei der Berechnung des gesamten Durchschnitts auch diese Einnahmen des oberen F&uuml;nftels einbezogen. <strong>&Uuml;berhaupt haben nur 19 Prozent aller Rentenempf&auml;nger Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung<\/strong>.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Bei der summarischen Betrachtung aller Rentenbezieher wird dieses Einkommen des oberen F&uuml;nftels dann allen zugerechnet. So hat im Durchschnitt &uuml;ber alle f&uuml;nf Gruppen ein rentenbeziehendes Paar in Deutschland 1.030 Euro Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Aber das t&auml;uscht, das wird nur rechnerisch auf alle verteilt, um den Durchschnitt zu bilden. 81 Prozent der Paare haben diese &sbquo;Quelle&rsquo; des Einkommens nicht, ebenso wenig 90 Prozent der Alleinstehenden.<\/p><p>Apropos Renten: Die im Vergleich zur gesetzlichen Rente h&ouml;heren Beamtenpensionen und Einkommen aus berufsst&auml;ndischen Versorgungswerken (Anw&auml;lte, Architekten, &Auml;rzte etc.) werden im Alterssicherungsbericht zwar auch getrennt ausgewiesen, sind aber auch in diesem Gesamtdurchschnitt enthalten.<\/p><p>Man kann es auch <strong>zusammenfassend <\/strong>so ausdr&uuml;cken: Ein <strong>hohes Einkommen im Alter<\/strong> entsteht nicht durch die gesetzliche Rente, sondern basiert auf einem mindestens guten sozialversicherungspflichtigen Einkommen w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit, also auf gut bezahlter Arbeit. Und vor allem: Ein &uuml;berdurchschnittliches Einkommen im Alter basiert auf <strong>Ertr&auml;gen, <\/strong>die der<strong> Besitz von vermieteten Wohnungen bzw. H&auml;usern sowie von Kapital oder Gewerbebetrieben einbringt<\/strong>. Das erlaubt dann auch w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit hohe Einzahlungen in die private Altersvorsorge.<\/p><p>Ein Teil des hohen Einkommens w&auml;hrend der Phase der Erwerbst&auml;tigkeit kann auch aus Arbeitseinkommen resultieren, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, z.B. Honorare oder Werkvertr&auml;ge. Oder es kommt aus dem Teil des Arbeitseinkommens &uuml;ber der Beitragsbemessungsgrenze, f&uuml;r die keine Sozialabgaben abgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen (ab 7.400 Euro Monatslohn oder h&ouml;her (2024). Gut zwei Millionen Besch&auml;ftige hatten 2024 ein monatliches Einkommen &uuml;ber der Grenze von 7.400 Euro.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Interessant ist auch, dass bei allen f&uuml;nf Gruppen im Schnitt ca. 400 Euro durch eigene Erwerbst&auml;tigkeit hinzukommen. Auch dieser Teil des Nettoeinkommens kommt nicht aus der Rentenkasse. Gem&auml;&szlig; Rentenversicherungsbericht arbeiteten im Jahr 2024 etwa 21 Prozent der 65- bis 69-j&auml;hrigen, rund 1,1 Millionen.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Blome wirft anderen gern auch mal <strong>Taschenspielertricks<\/strong> vor, wenn sie die niedrigen Renten beklagen. Und was macht er hier, nachdem er schon das gesamte Alterseinkommen mit dem Renteneinkommen in einen Topf geworfen hat? Er vergleicht<strong> das Nettoeinkommen eines Paares<\/strong> in der Rentenphase mit dem <strong>Erwerbseinkommen eines Alleinverdieners<\/strong>. Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen (also alle Einkommensquellen, nicht nur die Erwerbst&auml;tigkeit) eines erwerbst&auml;tigen Paares mit Kindern betrug im Jahr 2024 laut Statistischem Bundesamt 5.213 Euro.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Das ist etwas mehr als die 3.759 Euro, die der Alleinverdiener (bei Blome ist er verheiratet und hat zwei Kinder) <em>&sbquo;kaum schafft&lsquo;.<\/em> Und w&uuml;rde er den Alleinverdiener mit einem alleinstehenden m&auml;nnlichen Rentner vergleichen, s&auml;he das schon ganz anders aus. Der hat ein Gesamtnettoeinkommen von 2.213 Euro (also 1.500 Euro weniger als die 3.769 Euro f&uuml;r Paare (Rente plus alle anderen Einkommensarten); f&uuml;r Frauen sind es 1.858 Euro (2023), und f&uuml;r das unterste F&uuml;nftel bei M&auml;nnern und Frauen unter 1.000 Euro.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Er erw&auml;hnt &sbquo;<strong><em>immer gr&ouml;&szlig;ere steuerfinanzierte Zuwendungen&lsquo;<\/em><\/strong>. Sich aufzuhalten mit den Gr&uuml;nden f&uuml;r steuerfinanzierte Zuwendungen, kommt ihm nicht in den Sinn. Die Politik bzw. der Gesetzgeber hat die Rentenversicherung verpflichtet, Leistungen zu erbringen, die nicht durch vorherige Beitr&auml;ge gedeckt sind, also entgegen dem klassischen Versicherungsprinzip (&sbquo;nur wer einzahlt, bekommt sp&auml;ter etwas zur&uuml;ck&lsquo;). Aktuell kosten diese besonderen Leistungen au&szlig;erhalb des Versicherungsprinzips nach Angaben des DRV ca. 124 Milliarden Euro.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] W&uuml;rde der Bund diese Leistungen voll bezahlen und nicht nur etwa 93 Milliarden zuschie&szlig;en (2023), g&auml;be es kein Defizit von 39 Milliarden.<\/p><p>Ein Beispiel f&uuml;r diese <strong>versicherungsfremden oder &sbquo;nicht beitragsgedeckten&lsquo; <\/strong>Leistungen: Der <strong>gr&ouml;&szlig;te Einzelbetrag dieser Leistungen<\/strong> betrifft die <strong>DDR-Renten<\/strong>, also die H&ouml;herwertung der vor der Wiedervereinigung in DDR-Mark eingezahlten Rentenbeitr&auml;ge mit einem Faktor. Das h&auml;tte man auch lassen k&ouml;nnen, dann w&auml;ren allerdings praktisch alle DDR-Rentner Sozialhilfeempf&auml;nger geworden. F&uuml;r das Jahr 1985 gilt der h&ouml;chste Umrechnungsfaktor von 3,3129.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Sehr vereinfacht sieht das so aus: Wer im Jahr 1985 als Besch&auml;ftigter in der DDR 7.000 DDR-Mark verdient hat, bekommt f&uuml;r die Rentenberechnung nach dem Beitritt als Grundlage f&uuml;r die Errechnung der Rentenh&ouml;he 7.000 x 3,3129 = 23.190 D-Mark (DM) angerechnet (mittlerweile umgerechnet in Euro). Also aus 7.000 DDR-Mark werden rententechnisch 23.190 DM. Da die DDR-B&uuml;rger bis 1990 in die damals ja nur westdeutsche Rentenversicherung nicht eingezahlt haben (konnten), kann das Versicherungsprinzip nicht gelten.<\/p><p>Das gleicht die Rentenversicherung f&uuml;r die DDR-Rentenempf&auml;nger mit etwa 36 Milliarden Euro im Jahr aus. Diese Ausgaben <strong>m&uuml;ssten<\/strong> deshalb durch Steuern, also Bundesmittel, finanziert werden. Die Politik hat die Bedingungen der Wiedervereinigung in dieser Form gestaltet, nicht die Rentenversicherung. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht nur eine der rentenversicherungspflichtigen Beitragszahler.<\/p><p>Zu guter Letzt: Blomes Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Verbesserung sind so unkonkret, wie es eben geht, z.B. <strong><em>&sbquo;mehr f&uuml;r j&uuml;ngere Gesellschaftsgruppen&lsquo;<\/em><\/strong>. Also was? Bessere Schulen, der wichtigste staatliche Ausgabenposten f&uuml;r J&uuml;ngere? Kein Problem angesichts des vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums. Es handelt sich bei den Schulen aktuell &sbquo;nur&lsquo; um 130 Milliarden Euro, das lie&szlig;e sich doch um zehn oder 20 Prozent erh&ouml;hen, wenn man denn wollte. Welche anderen Ziele es sein sollen, sagt er nicht. Wichtig ist nur die Botschaft: Geht alles nicht, weil die Rentnergeneration alles aufbraucht. Ziel dieser Botschaften ist fast immer nur die Gesetzliche Rentenversicherung, selten die Beamtenpensionen und fast nie die berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Ein pers&ouml;nlicher Kommentar zum Thema: &Auml;ltere kosten viel, J&uuml;ngere fast nichts, &Auml;ltere sollen sich bescheiden!<\/strong><\/p><p><em>Was war nochmal das Ziel dieses ganzen Wachstums, seit, ja seit 1949? Was wollten wir alle mit der gewonnenen Nichtarbeitszeit? Die wir gewonnen haben, weil wir weniger Arbeit brauchen, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen. Wollten wir nicht alle das auch nutzen k&ouml;nnen?<\/em><\/p><p><em>Erinnert ihr euch nicht, wie ihr in der Kindheit und Jugend von diesem Wohlstandszuwachs profitiert habt? Ohne dieses Wachstum w&auml;ren wir noch bei 50 DM Kindergeld (gezahlt von 1975 bis 1988). Heute sind wir bei 250 Euro, eine Erh&ouml;hung um fast 1.000 Prozent in 40 Jahren, nicht schlecht! Ein kostenloses Studium w&auml;re nicht f&uuml;r fast 40 Prozent drin, sondern gerade einmal f&uuml;r zehn Prozent wie in den Sechzigerjahren.<\/em><\/p><p><em>Kleinere Wohnungen waren Standard, ihr wollt euch eure Kinderzimmer mit zwei oder drei Geschwistern teilen? Bitte sch&ouml;n: Die ganze Familie wohnt dann auf 65 Quadratmetern, und als sogenannte &sbquo;Lehrlinge&lsquo; m&uuml;sst ihr zu Hause Geld abgeben.<\/em><\/p><p><em>Ihr habt eine kostenlose Familienversicherung? Ja, selbstverst&auml;ndlich! Also nein, warum das denn, die Rentner m&uuml;ssen auch f&uuml;r die Krankenversicherung bezahlen.<\/em><\/p><p><em>Krippen und Kindertagesst&auml;tten existierten nicht oder waren viel zu teuer (im Westen), heute werden daf&uuml;r 46 Milliarden Euro ausgegeben. Gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen vor dem 21. Lebensjahr, Auto, nein, ging auch nicht.<\/em><\/p><p><em>Dahin wollt ihr also zur&uuml;ck? Wir vermuten ganz stark, dass ihr Folgendes meint: <strong>Es sollen nur die Alten dahin zur&uuml;ck<\/strong>, die d&uuml;rfen nicht vom Wohlstandzuwachs profitieren. Meint ihr nicht, dieser Wohlstandszuwachs sollte auch f&uuml;r ein Leben ohne ernste finanzielle Sorgen da sein?<\/em>\n<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Es gibt noch andere Unterschiede als &sbquo;Generation&lsquo;<\/em><\/p><p>Es ist so sch&ouml;n und so einfach, man definiert <strong>Unterschiede und Gegens&auml;tze nach Altersklassen<\/strong>. Eine prima M&ouml;glichkeit, soziologisch und gesellschaftsanalytisch aufzutrumpfen, unmittelbar nachdem man die Grundrechenarten gelernt hat, also etwa ab dem zehnten Lebensjahr.<\/p><p>Die Medien lieben dieses Spiel mit den Generationen. <strong>Am liebsten Verfeindung<\/strong>![<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Mehr, als Personen nach Geburtsdatum zu einer Gruppe zusammenzufassen, ist nicht n&ouml;tig. Doch, doch: Es braucht noch kreative Namensgebung: Gen Z, Gen Y, Millennials, die gef&uuml;rchteten Boomer, alles in Englisch, damit der wenig erkl&auml;rende Gehalt solcher Kategorien nicht so auff&auml;llt. Der Trick einer anderen Sprache ist, da wei&szlig; man nicht genau, da k&ouml;nnte doch etwas Sinnvolles dahinterstecken.<\/p><p>Selbst der &sbquo;Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung&lsquo; (hei&szlig;en auch manchmal die &sbquo;F&uuml;nf Wirtschaftsweisen&lsquo;) hat die unterschwellige anti-altenbezogene Generationenideologie schon verinnerlicht. Er kann sich nicht zur&uuml;ckhalten, trotz ansonsten &uuml;berwiegend akademischer Sprache im Rentenkapitel seines Jahresgutachtens st&auml;ndig von <strong>&sbquo;Babyboomern&lsquo;<\/strong> zu sprechen. Das ist etwa so r&uuml;cksichtsvoll, wie von den nachfolgenden Generationen als &sbquo;<strong>Babyflaute&lsquo;<\/strong> oder <strong>&sbquo;Babysenke<\/strong>&lsquo; zu sprechen und die einzelnen Personen als <strong>Babyavoider<\/strong> (&sbquo;Babyvermeider&lsquo;) oder <strong>Babyrefuser <\/strong>(&sbquo;Babyablehner) anzusprechen.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Lebensalter ist <strong>nur ein Unterschied<\/strong> von vielen in einer Gesellschaft. Es gibt da noch: <strong>das Einkommen, das Verm&ouml;gen, und davon abh&auml;ngig so Dinge wie Wohnqualit&auml;t, Gesundheit, finanzielle Risiken<\/strong>. Dazu kommen <strong>Geschlecht, Bildung, Einwanderungsgeschichte<\/strong>, dann gibt es noch das <strong>Leben in der Stadt<\/strong> und <strong>auf dem Land<\/strong>.<\/p><p><em>Wie viel Geld brauchen denn alte Leute?<\/em><\/p><p>Ja, im Unterschied zu Kindern und Jugendlichen <strong>sind alte Leute erwachsen und m&uuml;ssen ihre Ausgaben selbst tragen<\/strong>. Sie haben eine Wohnung oder ein Haus mit allen Nebenkosten, oder sie sind Mieter. Sie brauchen &ndash; zumindest auf dem Land &ndash; ein Auto, ein paar Versicherungen. Es kann jederzeit zu einem Pflegeaufwand kommen, dessen Kosten weder durch die Rente noch durch die Pflegeversicherung noch durch das Verm&ouml;gen gedeckt sind.<\/p><p>Die beiden gr&ouml;&szlig;ten Posten, die wirklich (jedenfalls im Regelfall) <strong>im Rentenalter entfallen<\/strong>, sind die Kosten f&uuml;r die Kinder und die Kosten langlebiger gr&ouml;&szlig;erer Anschaffungen (so etwas wie Wohneigentum, M&ouml;bel, Einbauk&uuml;che, erstes Auto). Also: Zwischen letztem Erwerbseinkommen und dem Beginn der Rentenzahlung &auml;ndert sich in der Regel an den laufenden Ausgaben eines Haushalts wenig. Aber die Losung ist: Kommt bitte irgendwie mit weniger aus, viel weniger!<\/p><p><strong>Vieles bleibt, etwa Wohnungs-, Energie- und Nebenkosten.<\/strong> Umziehen in eine kleinere Wohnung, das wird heutzutage in der Stadt sicher g&uuml;nstiger. Ja, bitte noch so ein leicht umsetzbarer Vorschlag! Essen, Kleidung, Reisen sinken auf ein niedrigeres Niveau. Die Sparflamme ist wohl das Einzige, was wirklich grandios w&auml;chst! Gibt es ein Haus, ist es wahrscheinlich 20, 30 oder 50 Jahre alt, und am Horizont droht immer eine unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Reparatur.<\/p><p>Und dann liegt das Niveau der gesetzlichen Rente auf einmal irgendwo bei 50 Prozent.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] <strong>Halt:<\/strong> Das sind die Zahlen der Rentenversicherung! Der schon mehrfach zitierte Alterssicherungsbericht kommt f&uuml;r die Durchschnittsverdiener auf ein Netto-Rentenniveau (Nettoersatzquote) von 70,1 Prozent im Jahr 2024.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Wie geht das?[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p>70 Prozent oder 50 Prozent, das ist keine Kleinigkeit. Hier <strong>die wichtigsten Prinzipien &ndash; und Stolperfallen &ndash; der Berechnung des Rentenniveaus<\/strong>, die man kennen sollte.<\/p><p><em>Unterschiedliche Erwerbseinkommen &ndash; welche Renten kommen dabei heraus?<\/em><\/p><p>Also wie sehen konkret die Renten aus, wenn man sich drei unterschiedlich hohe Einkommen w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit anschaut?<\/p><p>Ein <strong>Bezieher einer Standardrente<\/strong> (auch <strong>&sbquo;Eckrentner&lsquo;<\/strong> genannt) ist eine Person, die 45 Jahre lang in jedem Jahr genau das <strong>durchschnittliche &sbquo;Jahresarbeitsentgelt&lsquo;<\/strong> aller Erwerbst&auml;tigen verdient hat.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Im Jahr 1980 waren das 29.485 DM oder 15.075 Euro. Im Jahr 2024 waren das 47.085 Euro.<\/p><p>Ganz exakt hat sicher niemand immer in jedem Jahr genau dieses Durchschnittsentgelt verdient, aber es ist die einzige M&ouml;glichkeit, das <strong>Verh&auml;ltnis von Erwerbseinkommen und sp&auml;terer gesetzlicher Rente beispielhaft auszurechnen<\/strong>. Hierbei bezieht sich der Lohn bzw. das Gehalt, aus dem die Rente berechnet wird, immer auf den Durchschnitt aus allen 45 Beitragsjahren &ndash; also nicht etwa auf das Arbeitseinkommen kurz vor Renteneintritt oder auf die besten zehn oder 20 Jahre.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p>Verdient man in jedem Jahr der Erwerbst&auml;tigkeit diesen Durchschnittslohn, erreicht man einen Punkt pro Jahr, also <strong>nach 45 Jahren 45 Entgeltpunkte<\/strong>. Das wird mit dem aktuellen <strong>monatlichen Rentenwert (2024) von 39,32 Euro multipliziert<\/strong>, und so kommt man auf genau <strong>1.769 Euro Rente<\/strong> (&sbquo;Standardrente brutto&lsquo;). Davon werden die Krankenversicherung der Rentner (halb), der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung (halb) und die Pflegeversicherung (voll) abgezogen Im Jahr 2024 waren das 11,55 Prozent, 2025 bereits 12,15 Prozent.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Nach dem Abzug dieser Sozialversicherungsbeitr&auml;ge ergibt sich <strong>die &sbquo;verf&uuml;gbare Eckrente&lsquo; in H&ouml;he von 1.565 Euro<\/strong>.<\/p><p>Sollte die Rente den Grundfreibetrag &uuml;berschreiten und es k&ouml;nnen keine steuermindernden Ausgaben geltend gemacht werden, zahlen die Rentenempf&auml;nger auch Einkommenssteuern (typische erwerbsbezogene steuermindernde Ausgaben etwa f&uuml;r den &sbquo;Weg zur Arbeit&lsquo; entfallen meist im Rentenalter).<\/p><p>Die vorgeschriebene Methode der Berechnung des Rentenniveaus funktioniert wie folgt: Bruttolohn minus Sozialversicherungsabgaben, aber ohne Abzug der Steuern, kommt in den Nenner &ndash; die Rente minus Abgaben f&uuml;r Kranken- und Pflegeversicherung (11,55 Prozent), aber auch ohne Steuerabzug, in den Z&auml;hler.<\/p><p>Die folgende Tabelle zeigt diese Berechnung f&uuml;r drei unterschiedliche Einkommen: das Durchschnittsentgelt von 47.085 Euro pro Jahr, 60 Prozent des Durchschnittsentgelts in H&ouml;he von 28.251 Euro und 140 Prozent des Durchschnittsentgelts in H&ouml;he von 65.919 Euro.<\/p><p><strong>Tabelle 2.2: Verh&auml;ltnis Lohn \/ Rente aus der gesetzlichen Rente nach 45 Jahren &ndash; Sicherungsniveau nach Abzug der Sozialversicherungsabgaben (SV) und vor Steuern<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>* verf&uuml;gbares Durchschnittsentgelt<br>\n** verf&uuml;gbare Standardrente<br>\n*** DRV Zeitreihen 2025, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a> S. 256<\/p><p>Dann ergibt sich jeweils bei allen drei Einkommensbeispielen ein <strong>Sicherungsniveau von 48 Prozent <\/strong>(Spalte 4 der Tabelle 2.2). So errechnen sich f&uuml;r den Durchschnittsverdiener die ber&uuml;hmten 48 Prozent, um die es in der politischen Diskussion in den letzten Monaten so oft ging.<\/p><p>Dieses &sbquo;Sicherungsniveau vor Steuern&lsquo; liegt seit dem Rentenversicherungsbericht 2003 der amtlichen Berichterstattung der Bundesregierung zugrunde.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] Die Berechnungsformel mit Erl&auml;uterungen kann man hier nachlesen.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] Graphisch wird das auch auf der Website &sbquo;Rentenzukunft&lsquo; dargestellt.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p>Da die Steuern &ndash; anders als die Sozialabgaben &ndash; individuell unterschiedlich ausfallen k&ouml;nnen, ist die folgende Berechnung nur f&uuml;r eine ausgew&auml;hlten steuerliche Situation g&uuml;ltig. Die folgende Berechnung nutzt die gleichen drei Bruttol&ouml;hne wie Tabelle 2.2 und erfolgte f&uuml;r eine alleinstehende Person, Steuerklasse 1, ohne Kinder oder Kirchensteuern und nur mit den automatisch eingetragenen Grundfreibetr&auml;gen. Dadurch sind die Steuern besonders hoch, das Einkommen entsprechend niedriger und damit die Nettorentenquote wiederum entsprechend h&ouml;her.<\/p><p><strong>Tabelle 2.3.: Verh&auml;ltnis Lohn \/ Rente aus der gesetzlichen Rente nach 45 Jahren (2024)<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab3.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>* Steuern f&uuml;r Alleinstehende, ohne Steuerminderungen au&szlig;er Grundfreibetr&auml;gen und Pauschbetr&auml;gen<br>\n** Jahresrenten bis 16.853 Euro waren 2025 wegen des Grundfreibetrags von 12.096 Euro de facto steuerfrei.[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>]<\/p><p>2024 wurden 83 Prozent der Rente versteuert, dieser Prozentsatz wird bis 2058 auf 100 Prozent steigen, dann werden alle Renten voll versteuert. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass im Jahr 2024 bereits 70 Prozent der Rentenleistungen einkommensteuerpflichtig waren.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]<\/p><p>Im Alterssicherungsbericht des BMAS findet man etwas andere Zahlen.[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] Der Alterssicherungsbericht kommt zu zehn bis 20 Prozent h&ouml;heren Nettoersatzquoten, also f&uuml;r den Standardrentner auf 70 Prozent. In unserer Tabelle 2.3 Spalte 6 sind es ja nur 53 Prozent bzw. 56 Prozent und 57 Prozent.<\/p><p>Wo liegt der Unterschied? Im Alterssicherungsbericht wird nicht das <strong>&sbquo;Sicherungsniveau<\/strong>&lsquo; errechnet, sondernd das &sbquo;<strong>Versorgungsniveau&lsquo;<\/strong>, manchmal auch &sbquo;Gesamtversorgungsniveau&lsquo; genannt.[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>]<\/p><p>Wie geht das? Das BMAS macht f&uuml;r die Errechnung des Gesamtversorgungsniveaus mehrere Annahmen, die Zahlungen aus der privaten Vorsorge stark ber&uuml;cksichtigen, um nicht zu sagen &sbquo;&uuml;bertreiben&lsquo;. Es werden folgende Annahmen get&auml;tigt:<\/p><ul>\n<li><strong>Jede Person hat in die Riesterrente und die Privatrente<\/strong>[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>] Aus beiden erzielt der Standardrentner einen Rentenanteil in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozent des Nettolohnes, das erh&ouml;ht die Rente um ca. zehn Prozent.[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>] Weder Riester noch Privatrente sind verpflichtend, weniger als die H&auml;lfte der Versicherten nutzen sie, trotzdem wird die Berechnung so erstellt.[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>]<\/li>\n<li>Der <strong>Alterssicherungsbericht rechnet mit dem Nettolohn nach Steuern <\/strong>(wie in Tabelle 2.3), dadurch sinkt das Nettoeinkommen und die <strong>Rente macht einen h&ouml;heren Prozentsatz am Nettoeinkommen<\/strong> Das ist realistisch, weil ja Steuern gezahlt werden m&uuml;ssen.[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>] Es werden sowohl bei den Steuern w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit als auch w&auml;hrend des Rentenbezuges nur die Grund- und Pauschbetr&auml;ge steuermindernd ber&uuml;cksichtigt.[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>]<\/li>\n<li>Es wird angenommen, dass <strong>Leistungen zur Altersvorsorge in der Erwerbst&auml;tigkeit<\/strong> get&auml;tigt werden, etwa in der H&ouml;he der Steuerbefreiung f&uuml;r solche Beitr&auml;ge. Das Nettoeinkommen sinkt also um diese Betr&auml;ge. Damit steigt die Ersatzquote &ndash; also das Verh&auml;ltnis der Rente zum Nettoeinkommen noch einmal.[<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>]<\/li>\n<\/ul><p>So wird dann ein Gesamtversorgungsniveau von 70 Prozent f&uuml;r den Durchschnittsverdiener im Jahr 2024 erreicht. <strong>Vereinfacht gesagt: Im Alterssicherungsbericht ziehen die Autoren\/das BMAS die privat w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit angelegten Beitr&auml;ge beim Nettoeinkommen ab &ndash; das Nettoeinkommen sinkt &ndash; und dann als zus&auml;tzliches Einkommen bei der Rente dazu &ndash; die Rente steigt<\/strong>. Das Versorgungsniveau erreicht somit 70 Prozent.<\/p><p>Thomas Ebert, ehemaliger Abteilungsleiter im BMAS, <strong>bezeichnet dieses Vorgehen ungeschminkt als &sbquo;Manipulation&lsquo;<\/strong>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&sbquo;Das Rentenniveau wurde durch Einf&uuml;gung des Riester-Faktors in die damals noch bestehende nettolohnbezogene Rentenanpassungsformel gesenkt. Die Wirkung dieses Faktors besteht darin, dass die freiwilligen Vorsorgebeitr&auml;ge bei der Berechnung der j&auml;hrlichen Rentenanpassungen vom Bruttolohn abgezogen werden, so als handele es sich um Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dies ist eine offenkundige Manipulation, die keiner inneren Logik folgt, sondern lediglich dazu dient, zu niedrigeren Anpassungss&auml;tzen zu kommen.&lsquo;<\/em>[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Die <strong>Riesterrente selbst ist in den vergangenen Jahren immer unattraktiver<\/strong> geworden. Dies ist eine Folge hoher Geb&uuml;hren und geringer Verzinsung, die wiederum zu geringen Auszahlungsbetr&auml;gen f&uuml;hrt.[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>] 28 Prozent der gegenw&auml;rtigen Auszahlungsbetr&auml;ge liegen unter 500 Euro pro Jahr, weitere 28 Prozent unter 1.000 Euro (vor Steuern).[<a href=\"#foot_39\" name=\"note_39\">39<\/a>]<\/p><p><strong>45 Jahre sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung<\/strong> (also von 20 bis 65 ohne Pause) schaffen bei Weitem nicht alle. Ca. 17 Prozent der Frauen (West) und 40 Prozent der Frauen (Ost) sowie und 56 Prozent der M&auml;nner (West) und 67 Prozent der M&auml;nner (Ost) erreichen 45 Jahre oder mehr.[<a href=\"#foot_40\" name=\"note_40\">40<\/a>] L&uuml;cken entstehen vor allem durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Erziehungszeiten, lange Ausbildung bzw. Studium. M&auml;nner hatten im Schnitt 42 Jahre Versicherungszeiten, bei den Frauen sind es 39 (38 West, 44 Ost).[<a href=\"#foot_41\" name=\"note_41\">41<\/a>]<\/p><p><em>Abgespalten &ndash; Beamten und Mitglieder berufsst&auml;ndischer Versorgungssysteme<\/em><\/p><p>Es k&ouml;nnte sein, dass auf den sch&ouml;nen Strandbildern mit jugendlich aussehenden Rentnerpaaren auch &uuml;berwiegend Mitglieder von zwei Gruppen auftauchen, die sich nicht an der gesetzlichen Rentenversicherung beteiligen: die Empf&auml;nger von Beamtenversorgungsleistungen (BV) und die Empf&auml;nger berufsst&auml;ndischer Versorgungsleistungen (BSV) (Wer mehr dar&uuml;ber wissen will, findet Beschreibungen und Daten im Alterssicherungsbericht der Bundesregierung ab Seite 20).[<a href=\"#foot_42\" name=\"note_42\">42<\/a>]<\/p><p>In der n&auml;chsten Tabelle werden die durchschnittlichen Bez&uuml;ge aus den unterschiedlichen Alterssicherungssystemen dargestellt. Beeindruckende Differenzen, oder?<\/p><p><strong>Tabelle 2.4: Monatliche Zahlungen in den drei wichtigsten Rentenarten gem&auml;&szlig; Alterssicherungsbericht und Sozialbudget<\/strong>[<a href=\"#foot_43\" name=\"note_43\">43<\/a>]<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab4.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-tab4.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Der Vollst&auml;ndigkeit halber: Viele <strong>Selbst&auml;ndige<\/strong> k&ouml;nnen w&auml;hlen, ob sie in der GRV versichert sind oder nur privat oder beides.[<a href=\"#foot_53\" name=\"note_53\">53<\/a>] Ca. 2,6 Millionen &uuml;berwiegend <strong>geringverdienende Selbstst&auml;ndige<\/strong> sind nicht Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung.[<a href=\"#foot_54\" name=\"note_54\">54<\/a>] Und die <strong>h&ouml;herverdienenden<\/strong> sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten in Deutschland m&uuml;ssen nach dem Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze f&uuml;r das dar&uuml;ber hinaus verdiente Gehalt keine Sozialversicherungsbeitr&auml;ge bezahlen. Im Jahr 2024 betrug die Beitragsbemessungsgrenze 7.550 Euro (West) Arbeitsentgelt pro Monat, ab 2025 waren es 8.050 Euro f&uuml;r ganz Deutschland. Laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verdienten 2024 etwa zehn Prozent der Vollzeiterwerbst&auml;tigen mehr als 7.400 Euro, ungef&auml;hr 2,1 Millionen.[<a href=\"#foot_55\" name=\"note_55\">55<\/a>]<\/p><p>Daten gibt es auch zu den 34.000 <strong>Einkommensmillion&auml;ren<\/strong>, die mehr als eine Million Euro Einkommen pro Jahr erzielen. Das waren im Wesentlichen Eink&uuml;nfte aus Quellen wie Gewerbebetrieb, selbstst&auml;ndige Arbeit, Vermietung und Verpachtung, Kapitalverm&ouml;gen, aber auch aus nichtselbstst&auml;ndiger Arbeit.[<a href=\"#foot_56\" name=\"note_56\">56<\/a>] Zusammen hatten diese 34.000 Personen Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 98 Milliarden Euro.[<a href=\"#foot_57\" name=\"note_57\">57<\/a>] 18,6 Prozent davon w&auml;ren ca. 18 Milliarden Euro. Wenn das Versicherungsprinzip strikt gelten w&uuml;rde, w&auml;ren dann allerdings auch entsprechend hohe Renten f&auml;llig. Insofern ist die Einbeziehung H&ouml;herverdienender <strong>bei strikter Anwendung des Versicherungsprinzips langfristig finanziell neutral.<\/strong> Beitr&auml;ge der H&ouml;herverdienenden w&auml;ren nur dann eine finanzielle Entlastung, wenn die Renten nicht &auml;quivalent zu den Beitr&auml;gen ausbezahlt w&uuml;rden. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages h&auml;lt eine solche nichtlineare Gestaltung der Renten in Grenzen f&uuml;r m&ouml;glich. [<a href=\"#foot_58\" name=\"note_58\">58<\/a>]<\/p><p><em>Wieso ist der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung auf dem gleichen Stand wie 1991?<\/em><\/p><p>Schon 1991 betrug der Beitragssatz 18,5 Prozent bei einem Anteil &Auml;lterer (damals alle &uuml;ber 65 Jahre) an der Gesamtbev&ouml;lkerung von 14 Prozent. Im Jahr 2000 waren es 17 Prozent. Im Jahr 2025 betr&auml;gt dieser Anteil der &uuml;ber 67-J&auml;hrigen 20 Prozent, der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen 23 Prozent, <strong>und der Beitragssatz ist bei 18,6 Prozent<\/strong>. Im Jahr 2000 gab es 13,7 Millionen Personen &uuml;ber 65, heute sind es 19,3 Millionen.[<a href=\"#foot_59\" name=\"note_59\">59<\/a>] Wie konnte der Beitragssatz so stabil bleiben?<\/p><p>Es gibt nur eine L&ouml;sung dieses <strong>Beitragsr&auml;tsels: die Alten bekommen pro Person erheblich weniger<\/strong>! Das Rentenniveau sank durch eine Vielzahl von Einzelreformen, die nicht so einfach nachzuvollziehen sind, wie etwa die j&auml;hrlichen Rentenanpassungen, die mehr oder weniger der Lohnentwicklung und Inflation nachlaufen. Diese wirken dann auf den ersten Blick wie eine permanente Rentenerh&ouml;hung, w&auml;hrend die schwierigeren verdeckten Anpassungsformeln der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit unbekannt oder unverst&auml;ndlich sind.[<a href=\"#foot_60\" name=\"note_60\">60<\/a>]<\/p><p>Die Rentenanpassung wird au&szlig;er durch diesen Lohnfaktor vor allem durch <strong>Korrekturfaktoren oder D&auml;mpfungsfaktoren<\/strong> gesteuert. Solche entscheidenden &sbquo;D&auml;mpfungshebel&lsquo; sind der Nachhaltigkeitsfaktor, der Nachholfaktor, der Beitragssatzfaktor, der Riesterfaktor, der Bruttolohnfaktor etc.; sie werden hier erkl&auml;rt.[<a href=\"#foot_61\" name=\"note_61\">61<\/a>]<\/p><p>Und aufgrund dieser &sbquo;D&auml;mpfungen&lsquo; <strong>landete das Rentenniveau schon im Jahr 2015 bei 47,7 Prozent<\/strong> und stagniert seitdem bei rund 48 Prozent (Standardrentner, DVR-Berechnung).[<a href=\"#foot_62\" name=\"note_62\">62<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r die detailliertere Beschreibung des Beitragsr&auml;tsels ist eine graphische Darstellung hilfreich. Deshalb hier die Lage noch einmal graphisch aufbereitet. Das Basisjahr (Wert 100) f&uuml;r alle drei Werte ist das Jahr 2000, die Werte rechts zeigen den Stand im Jahr 2024.<\/p><p><strong>Graphik 2.1: Entwicklung des BIP, der Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung und des Anteils der Rentenausgaben am BIP 2000 &ndash; 2024<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260402-gerecht-Teil2-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>*Nur Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung einschl. Bundeszuschuss, ohne die Ausgaben anderer Altersversorgungssysteme (Beamten, Berufsversorgungswerke, Landwirte)<\/p><p>Was stellt die Graphik genau dar:<\/p><ul>\n<li>Das BIP (gr&uuml;ne Linie) ist seit 2000 um 103 Prozent gestiegen und liegt jetzt beim Wert 203 (von 2.139 Milliarden Euro auf 4.329 Milliarden Euro)[<a href=\"#foot_63\" name=\"note_63\">63<\/a>]<\/li>\n<li>Die Rentenausgaben (orange Linie) sind um 88 Prozent gestiegen und liegen somit beim Wert 188 (von 213 Milliarden Euro auf 403 Milliarden Euro). Die Ausgaben beziehen sich nur auf die gesetzliche Rentenversicherung.[<a href=\"#foot_64\" name=\"note_64\">64<\/a>]<\/li>\n<li>Infolge der geringeren Steigerung der Rentenausgaben im Vergleich mit dem BIP ist der Anteil der Rentenausgaben am BIP (blaue Linie) um sieben Prozent gesunken und liegt jetzt bei 93 (von zehn Prozent Anteil auf 9,3 Prozent). W&auml;re er bei zehn Prozent geblieben, m&uuml;ssten die Ausgaben jetzt bei 433 Milliarden Euro liegen.<\/li>\n<li>W&auml;ren die Rentenausgaben pro Person gleich geblieben, m&uuml;ssten wegen der gestiegenen Zahl an Rentenbeziehern die Ausgaben um 12,5 Prozent h&ouml;her sein, etwa 485 Milliarden Euro.<\/li>\n<\/ul><p>Im Jahr 2000 gab es 19 Millionen Personen, die eine gesetzliche Rente bezogen, im Jahr 2024 21,4 Millionen[<a href=\"#foot_65\" name=\"note_65\">65<\/a>] (davon 18,9 Millionen &uuml;ber 65 Jahre, die Differenz erkl&auml;rt sich durch Rentenbezug vor dem 65. Lebensjahr). Das Fazit: 2,4 Millionen Rentner oder 12,5 Prozent mehr, aber sieben Prozent weniger Kosten f&uuml;r die Volkswirtschaft. Oder: <strong>Immer mehr kommen mit immer weniger aus<\/strong>.[<a href=\"#foot_66\" name=\"note_66\">66<\/a>]<\/p><p><em>Leistungen f&uuml;r alle &ndash; bezahlt von den sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten<\/em><\/p><p>Die Politik hatte und hat angesichts der knapp 400 Milliarden, die j&auml;hrlich durch die Rentenkasse gehen, W&uuml;nsche. <strong>Sozialpolitisch erw&uuml;nschte Zusatzleistungen zur Rente wurden in gro&szlig;em Umfang <\/strong>eingef&uuml;hrt, auch wenn sie nicht dem Versicherungsprinzip entsprachen. Versicherungsprinzip meint: Gegenleistung nur bei vorheriger Leistung oder Auszahlungen nur in H&ouml;he der vorher eingezahlten Betr&auml;ge &ndash; im Fall der Rentenversicherung nat&uuml;rlich nicht individuell wie bei der privaten Altersvorsorge, sondern auf die gesamte Versichertengemeinschaft bezogen.<\/p><p>Diese sogenannten &sbquo;nicht-beitragsdeckten&lsquo; oder &sbquo;versicherungsfremden&lsquo; Leistungen sind Kosten, die beispielsweise f&uuml;r die H&ouml;herwertung der Empf&auml;nger einer DDR-Rente, f&uuml;r die Kindererziehungszeiten f&uuml;r M&uuml;tter usw. ausgegeben werden. Dazu gibt der Bund aus Steuermitteln der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die die Renten verwaltet, mehr als 80 Milliarden Euro. Das ist aber nicht ausreichend, die Beitragszahler finanzieren diese Sozialpolitik f&uuml;r alle &ndash; die H&ouml;herverdiener (schaut man auf ihr Einkommen &uuml;ber der Beitragsbemessungsgrenze) und die aus den anderen Rentensystemen allerdings nicht.<\/p><p>Stiftung Warentest analysierte das im Jahr 2025, hier das Fazit:[<a href=\"#foot_67\" name=\"note_67\">67<\/a>]<\/p><blockquote><p>\n<em>&sbquo;Die Gesamtkosten der nicht beitragsgedeckten Leistungen summierten sich 2023 laut DRV Bund auf 124,1 Milliarden Euro. Die Zusch&uuml;sse des Bundes daf&uuml;r betrugen insgesamt 84,3 Milliarden Euro. Es bleibt also eine L&uuml;cke von 39,8 Milliarden Euro, die mit den Beitr&auml;gen der Versicherten geschlossen wurde.&lsquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Manche Dinge w&auml;ren einfach zu l&ouml;sen, aber es ist nicht gewollt<\/strong><\/p><p>Der junge CDU-Politiker Philipp Amthor sagte im Rahmen der Rentendebatte, dass der Bund der Rentenversicherung t&auml;glich 345 Millionen Euro dazugibt.[<a href=\"#foot_68\" name=\"note_68\">68<\/a>] <strong>Gut gerechnet?<\/strong> 365 Tage x 345 Millionen ergeben 126 Milliarden. <strong>Fast gut gerechnet! <\/strong>Das ist ungef&auml;hr das, was die Deutsche Rentenversicherung (DRV) als Bundeszuschuss f&uuml;r gesamtgesellschaftliche Leistungen aus der Rentenkasse berechnet hat und <strong>erstattet bekommen m&ouml;chte<\/strong>. Gezahlt hat der Bund aber nur 93 Milliarden oder 255 Millionen am Tag (2023).[<a href=\"#foot_69\" name=\"note_69\">69<\/a>] Aber was macht das schon in der heutigen Medienlandschaft, die Zahl steht nun &uuml;berall. Journalisten sollten sich nicht scheuen, den Rechner auf ihrem PC oder Handy anzuwerfen. Man k&ouml;nnte auch mit einer Suchmaschine in zehn Minuten die Ausgaben der Rentenversicherung und den Bundeszuschuss recherchieren, mit KI vielleicht in drei Minuten?<\/p><p>Was noch hinterh&auml;ltiger ist: Amthor tut so, als w&uuml;rde der Bundeszuschuss mit der Gie&szlig;kanne auf alle Rentenbezieher verteilt. <strong>Den Bundeszuschuss gibt es aber nur f&uuml;r ganz spezifische Leistungen f&uuml;r bestimmte Gruppen<\/strong>. Und <strong>noch ironischer<\/strong> ist es, dass viele dieser Leistungen eine Folge der von seiner Partei CDU gewollten politischen Entscheidungen sind (Zeiten nach dem Fremdrentengesetz, Kindererziehungszeiten, Splitting &uuml;bersteigender Anteil der Witwen- und Waisenrenten).<\/p><p>Und <strong>drittens verschweigt<\/strong> er, dass man gerne den eingespielten Verwaltungsapparat der Deutschen Rentenversicherung f&uuml;r die Umsetzung sozialpolitischer Leistungen nutzt. Man k&ouml;nnte es auch trennen und ein &sbquo;Amt f&uuml;r DDR-Renten&lsquo; oder &sbquo;M&uuml;tterrente&lsquo; einrichten. Dann d&uuml;rfte der Bund es allein aus Steuern bezahlen. Wie es im Moment ist, ist es auch eine Methode, um m&ouml;glichst wenig vom Bundeshaushalt herzugeben und den Beitragszahlern <strong>m&ouml;glichst unerkannt<\/strong> und ohne viel argumentieren zu m&uuml;ssen m&ouml;glichst viel aufzub&uuml;rden.[<a href=\"#foot_70\" name=\"note_70\">70<\/a>]<\/p><p><small>Titelbild: MakroBetz\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Deutschlandfunk Nova: &sbquo;Alter, was ist eigentlich gerecht?&rsquo; Titel einer Sendung aus dem Jahr 2017, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/generationengerechtigkeit-rente-und-sozialbeitraege\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Blome, N., 15.04.2025: <em>Diese Renten sind gerecht? Falsch!, a<\/em>bgerufen am 10.12.2025, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Diese-Renten-sind-gerecht-Falsch-article25705397.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales BMAS 2024: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>. <em>Erg&auml;nzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2024.<\/em> (im Weiteren zitiert als: BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2025<\/a>. <em>Bericht der Bundes&shy;regierung &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere &uuml;ber die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den k&uuml;nftigen 15 Kalenderjahren gem&auml;&szlig; &sect; 154 Abs. 1 und 3 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch &ndash; Gesetzliche Rentenversicherung <\/em>&ndash; (SGB VI) Zitiert als: BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2025<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>. Anteile und durchschnittliche Bruttobetr&auml;ge von Alterssicherungs&shy;leistungen und weiteren Einkommen nach Einkommensgruppen (Quintilen) &ndash; Paare ab 65 Jahren &ndash; Tabelle BC 44 Deutschland, Tabelle BC 45 Alte L&auml;nder (West), Tabelle BC 46 Neue L&auml;nder (Ost)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebenda, S. 87 Zitat: <em>&sbquo;Einkommen aus Vermietung und Verpachtung werden von 19 Prozent der Paare im Alter ab 65 Jahren bezogen sowie von zehn Prozent der Alleinstehenden.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] ebenda, S. 87. Zitat:<em> &sbquo;Im gesamtdeutschen Durchschnitt erzielten Paare 1.030 Euro monatlich.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, 31.12.2024: <em>Sozialversicherungspflichtige Monatsentgelte. Infotabelle 1 &ndash; Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigte der Kerngruppe nach Klassen und Verteilungsparametern der Bruttomonatsentgelte<\/em>, <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/SiteGlobals\/Forms\/Suche\/Einzelheftsuche_Formular.html;jsessionid=57F28B0ACBD4615D54C205D3060997BA?nn=21424&amp;topic_f=beschaeftigung-entgelt-entgelt\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Anmerkung: 7.400 Euro Monatslohn entsprechen recht genau der Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2024 (die Beitragsbemessungsgrenze betrug im Jahr 2024 7.450 Euro (Ost) oder 7.550 Euro (West)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2025<\/a>, S.74<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: Einkommen und Einkommensverteilung, abgerufen am 12.12.2024 <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen\/Lebensbedingungen-Armutsgefaehrdung\/Tabellen\/einkommen-einkommensarten-typ-2.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] BMAS <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>. Anteile und durchschnittliche Bruttobetr&auml;ge von Alterssicherungs&shy;leistungen und weiteren Einkommen nach Einkommensgruppen (Quintilen), Alleinstehende M&auml;nner ab 65 Jahren &ndash; Deutschland, Tabelle BC 47, Alleinstehende Frauen 65 Jahren &ndash; Deutschland, Tabelle BC 50<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin, November 2024: Nicht beitragsgedeckte Leistungen und Bundeszusch&uuml;sse 2023, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Presse\/nicht-beitragsgedeckte-leistungen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">hier<\/a> (j&auml;hrliche Schwankungen)<\/p>\n<p>Stiftung Warentest 25.10.2025: Gesetzliche Rente &ndash; Was Sie mit Ihrem Rentenbeitrag alles finanzieren, <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Gesetzliche-Rente-Was-Sie-mit-Ihrem-Rentenbeitrag-alles-finanzieren-6251394-0\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &ndash; Drucksache 19\/30818 19. Wahlperiode 17.06.2021, Drucksache 19\/30260 &ndash; Versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung, <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/19\/308\/1930818.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf ein Urteil des Bundessozialgerichts und schlussfolgert daraus, dass eine klare Abgrenzung zwischen den Finanzierungsaufgaben der Sozialversicherung und den Aufgaben der Gesamtgesellschaft nicht m&ouml;glich ist und deshalb politisch entschieden werden muss. W&ouml;rtlich:<\/p>\n<p><em>&sbquo;Eine Abgrenzung zwischen den Aufgaben der Sozialversicherung und den Aufgaben der Gesamtgesellschaft sei verfassungsrechtlich nicht im Einzelnen vorgegeben, sondern politischer Natur und vom Gesetzgeber zu treffen.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>Bemerkenswert in dieser Antwort ist die Betonung des Vorrangs der Politik. Polemisch gesagt: wir entscheiden, wer bezahlt. Ein Vorteil: Verlagern wir das auf die Rentenversicherung, dann haben wir keinen &Auml;rger mit allen Steuerzahlern und den Steuersenkungslobbyisten, sondern nur mit den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, eventuell noch mit den Gewerkschaften. Aber: keine Anw&auml;lte, keine Steuerberater, kein Steuerzahlerbund, keine FDP etc., also kein Arger mit all denen, die sonst heftig gegen mehr Steuern opponieren w&uuml;rden.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Deutsche Rentenversicherung, 2025: <em>Rentenversicherung in Zeitreihen<\/em>, Oktober 2025, S. 258, zitiert als DRV Zeitreihen 2025, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Der bekannte Soziologe Georg Simmel schrieb im Jahr 1907 in einem kurzen Essay <em>&sbquo;Der Mensch als Feind&lsquo;<\/em> sehr pr&auml;gnant, dass: <em>&sbquo; &hellip; im Ungl&uuml;ck unserer besten Freunde etwas ist, was uns nicht v&ouml;llig missf&auml;llt.&lsquo;<\/em> <a href=\"https:\/\/socio.ch\/sim\/verschiedenes\/1907\/feind.htm\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung, 2024: <em>Jahresgutachten 2023\/24, Kapitel 5: Alterungsschub und Rentenreformen<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/jahresgutachten-2023-pressemitteilung\/kapitel-5.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, <em>Entwicklung des Standardrentenniveaus<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a>, S. 256<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S. 179, Tabelle E.3.1<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Einen sehr informativen &Uuml;berblick &uuml;ber die verschiedenen Wege, das Rentenniveau auszurechnen, gibt Thomas Ebert in dem von der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung herausgegeben Buch &sbquo;<em>Die Zukunft des Generationenvertrags<\/em>&lsquo; Hrsg.: Bundeszentrale f&uuml;r Politische Bildung, Mai 2018, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/buecher\/schriftenreihe\/273771\/die-zukunft-des-generationenvertrags\/\">hier<\/a>, S. 156 &ndash; 160; Zitiert als: Ebert, 2018<\/p>\n<p>Steffen, J., 2018: <em>Neuberechnung des Rentenniveaus &ndash; Neue Berechnung des Rentenniveaus. Gesetz &uuml;ber Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung,<\/em> Portal Sozialpolitik, <a href=\"https:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=neuberechnung-rentenniveau\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Zur Berechnung des Durchschnittsentgelts siehe: Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste,2024:<\/p>\n<p><em>Berechnung des Durchschnittsentgelts und Rentensicherungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung<\/em><\/p>\n<p><em>Sachstand. <\/em>Zitat:<\/p>\n<p>&sbquo;<em>Gem&auml;&szlig; dem Statistischen Bundesamt werden in die Berechnung der Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter nach dem VGR-Konzept alle Arbeitnehmer einbezogen (auch solche mit hohem Einkommen &uuml;ber der Beitragsbemessungsgrenze). Hierzu z&auml;hlen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte, Personen in beruflicher Ausbildung einschlie&szlig;lich Praktikanten sowie Volont&auml;re, geringf&uuml;gig entlohnte und kurzfristig Besch&auml;ftigte, Beamte, Richter, Soldaten, Personen im freiwilligen Wehrdienst und Freiwilligendienst, Personen in Besch&auml;ftigungsprogrammen, Leiharbeiter, Heimarbeiter, Anteilseigner von Kapitalgesellschaften (wenn sie in diesen Gesellschaften arbeiten), F&uuml;hrungskr&auml;fte und Hauspersonal.&lsquo; <\/em><a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/1006552\/a356bb719741ce98ee6e834a26892e18\/WD-6-001-24-pdf.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Wenn beispielsweise nur die letzten f&uuml;nf Jahre vor Rentenbeginn als Ma&szlig;stab genommen w&uuml;rden, h&auml;tte das schwerwiegende Konsequenzen: F&uuml;r diejenigen, die am Ende des Arbeitslebens das h&ouml;chste Einkommen im Vergleich mit fr&uuml;heren Jahren haben, w&auml;re die Rente h&ouml;her als auf Basis des Einkommens des gesamten Arbeitslebens. F&uuml;r andere, die etwa aufgrund einer Krankheit im Alter ab 55 oder 60 nur noch einen gering bezahlten Beruf aus&uuml;ben k&ouml;nnen, w&uuml;rde das zu einer enormen Rentensenkung f&uuml;hren.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a> S.261 Beitragss&auml;tze zur KVdRr und PVdR<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a> S. 259 und S.261<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Ebert 2018, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/buecher\/schriftenreihe\/273771\/die-zukunft-des-generationenvertrags\/\">hier<\/a>, S. 159<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Steffen, J, 2018: <em>Neuberechnung des Rentenniveaus. Neue Berechnung des Rentenniveaus. Gesetz &uuml;ber Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung,<\/em> Portal Sozialpolitik, <a href=\"https:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=neuberechnung-rentenniveau\">hier<\/a><\/p>\n<p>Die Formel f&uuml;r die Berechnung des Sicherungsniveau vor Steuern (SVS) lautet wie folgt:<\/p>\n<p>Im Z&auml;hler steht die Bruttostandardrente (BStR) mit dem Wert der sich aus 1 minus der Abgabenquote Rente (AQ<sup>R) <\/sup>ergibt sich aus 1 minus 0,125, also 0,875). Das sieht in der Formel so aus: BStR x (1- AQ<sup>R<\/sup><sub>SVB<\/sub> ). Im Nenner steht das Durchschnittsentgelt (BE<sub>SGB<\/sub> ) nach Anlage 1 zum SGB VI, multipliziert mit dem Wert, der sich aus 1 minus der Abgabenquote Arbeitnehmer (AQ<sup>A<\/sup><sub>VGR[SB<\/sub> ) ergibt. In Zahlen ausgedr&uuml;ckt. BE<sub>SGB<\/sub> x (1 -AQ<sup>A<\/sup><sub>VGR[SB]<\/sub>).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] RentenZukunft, Brosch&uuml;re: Kapitel &bdquo;<em>Rentenniveau entscheidend<\/em>&ldquo;, <a href=\"https:\/\/renten-zukunft.de\/rentenzukunft-broschuere-2025-rentenniveau-entscheidend\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Bundesministerium der Finanzen, Mai 2025: <em>Bis zu welcher j&auml;hrlichen Bruttorente bleibt ein Rentner bzw. eine Rentnerin ohne Steuerbelastung, wenn neben der Rente keine weiteren Eink&uuml;nfte bestehen? Angaben f&uuml;r das Jahr 2025, gegliedert nach Jahr des Rentenbeginns bzw. des Besteuerungsanteils<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerliche_Themengebiete\/Rentenbesteuerung\/2025-06-16-Rentenbesteuerung-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt Juni 2025: <em>70% der Rentenleistungen im Jahr 2024 waren einkommensteuerpflichtig<\/em> <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/08\/PD25_291_73111.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S. 179, Tabelle E.3.1<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] ebenda, S. 170. Zitat: <em>&sbquo;Das Gesamtversorgungsniveau ist aufgrund der weiter gefassten Definition nicht mit dem im Rentenversicherungsbericht dokumentierten Sicherungsniveau vor Steuern vergleichbar. Zum einen werden beim Gesamtversorgungsniveau neben der gesetzlichen Rente auch die Riester-Rente und die Privat-Rente einbezogen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] ebenda, S. 173. Definition aus dem Alterssicherungsbericht: &sbquo;<em>Eine Rente, die sich ergibt, wenn die Einsparungen aus der Steuerfreistellung der Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung nach dem Alterseink&uuml;nftegesetz f&uuml;r eine erg&auml;nzende Altersvorsorge angespart werden (Privat-Rente).&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] ebenda, S. 179, Tabelle E.3.1<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] Im Jahr 2024 gab es 14,8 Mio. Riester Zulagenkonten, bei 40 Mio. aktiv Versicherten und 18 Mio. Passiv Versicherten. Passiv Versicherte waren sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, sind es die aktuell nicht (keine Erwerbst&auml;tigkeit, Wechsel ins Beamtenverh&auml;ltnis etc.).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S. 173: Zitat: &sbquo;<em>Zum anderen ber&uuml;cksichtigt das Netto-Gesamtversorgungsniveau neben den auf das Erwerbseinkommen und die Alterseink&uuml;nfte zu zahlenden Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &ndash; anders als das Sicherungsniveau vor Steuern &ndash; auch die zu zahlenden Steuern.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] ebenda, S. 173. Zitat: <em>&sbquo;Dabei wird unterstellt, dass keine &uuml;ber die Pauschalen hinausgehenden Werbungskosten oder sonstige Sonderausgaben anfallen.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] ebenda, S. 191. Zitat: &sbquo;<em>Der Differenzbetrag (die Nettoeinkommenserh&ouml;hung) wird in eine private Renten&shy;versicherung eingezahlt, die auf Basis der gleichen Annahmen wie f&uuml;r die Riester-Rente berechnet wird.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] Ebert 2018, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/buecher\/schriftenreihe\/273771\/die-zukunft-des-generationenvertrags\/\">hier<\/a>, S. 142<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] Heyse, R. 2024: Jetzt amtlich &ndash; Riester-Rentendebakel, in: RentenZukunft, Mai 2024, <a href=\"https:\/\/renten-zukunft.de\/2024\/05\/16\/das-riester-desaster-jetzt-amtlich-dokumentiert\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_39\" name=\"foot_39\">&laquo;39<\/a>] Bundesministerium der Finanzen: Statistik von gef&ouml;rderten Riester-Vertr&auml;gen in der Auszahlungsphase<\/p>\n<p>&bdquo;Riester-Auszahlungsstatistik&rdquo;, Auswertungsstichtag 15.05.2024 &ndash; Leistungsjahr, <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerliche_Themengebiete\/Altersvorsorge\/2025-03-17-riester-auszahlungsstatistik-2023-pdf.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_40\" name=\"foot_40\">&laquo;40<\/a>] DRV Rentenversicherung in Zahlen 2025, S. 40\/46 <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_41\" name=\"foot_41\">&laquo;41<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, S. 126\/127, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_42\" name=\"foot_42\">&laquo;42<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S. 20 &ndash; 23<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_43\" name=\"foot_43\">&laquo;43<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>. Es gibt Differenzen zwischen Tabelle BC 1 &sbquo;<em>Anteile und durchschnittliche Bruttobetr&auml;ge von Alterssicherungsleistungen und weiteren Einkommen und Volumen der Einkommenskomponenten und ihr Anteil am Gesamtvolumen der Bruttoeinkommen <\/em>und anderen differenzierteren Tabellen im Anhang B. Wo m&ouml;glich, wurden nur die finanziellen Leistungen f&uuml;r Personen &uuml;ber 65 verwendet.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_44\" name=\"foot_44\">&laquo;44<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, Seite 22: <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen<\/em> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Broschueren\/a230-25-sozialbudget-2024.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_45\" name=\"foot_45\">&laquo;45<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S. 20 &ndash; 23, Tabelle A.2.3, S. 26<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_46\" name=\"foot_46\">&laquo;46<\/a>] ebenda, Bezieher GRV (Renten wegen Alters) Tabelle A.2.2, S. 25<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_47\" name=\"foot_47\">&laquo;47<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, Seite 20: <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen 2023 <\/em><a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Broschueren\/a230-25-sozialbudget-2024.html\">hier<\/a>. Summe der Rentenversicherung, Zahlungen wegen Alters und Hinterbliebene<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_48\" name=\"foot_48\">&laquo;48<\/a>] ebenda, Tabellen A.3.4 (Teil 1 &ndash; Teil3), S. 32\/33<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_49\" name=\"foot_49\">&laquo;49<\/a>] ebenda, S. 29<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_50\" name=\"foot_50\">&laquo;50<\/a>] ebenda, Tabelle BC 47 (M&auml;nner), Tabelle BC 50 (Frauen)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_51\" name=\"foot_51\">&laquo;51<\/a>] Deutscher Bundestag, Drucksache 21\/723 vom 30.0, 2025 <em>Finanzlage der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke<\/em>, <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/007\/2100723.pdf\">dserver.bundestag.de\/btd\/21\/007\/2100723.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_52\" name=\"foot_52\">&laquo;52<\/a>] BMAS: <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/alterssicherungsbericht-2024.html\">Alterssicherungsbericht 2024<\/a>, S.23, und Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales: <em>Sozialbudget 2024<\/em>, Tabelle III-2, Seite 22: <em>Leistungen nach Funktionen und Institutionen<\/em> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Broschueren\/a230-25-sozialbudget-2024.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_53\" name=\"foot_53\">&laquo;53<\/a>] Pflichtversichert sind gem&auml;&szlig; DRV folgende Gruppen von Selbst&auml;ndigen: Handwerker und Hausgewerbe&shy;treibende; Freiberufliche Lehrer, Hebammen, Erzieher und in der Pflege Besch&auml;ftigte; K&uuml;nstler und Publizisten; Selbstst&auml;ndige mit einem Auftraggeber; Seelotsen sowie K&uuml;stenschiffer und -fischer, bestimmte weitere Selbstst&auml;ndige.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_54\" name=\"foot_54\">&laquo;54<\/a>] Deutsche Rentenversicherung geht in der Studie Lebensl&auml;ufe und Altersvorsorge (LeA) davon aus, dass insgesamt mehr als 2,6 Mio. Selbst&auml;ndige nicht durch eine obligatorische Alterssicherung abgesichert sind (Heien und Kr&auml;mer 2018).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_55\" name=\"foot_55\">&laquo;55<\/a>] Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: <em>Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte &ndash; Deutschland, West\/Ost, L&auml;nder und Kreise (Jahreszahlen),<\/em> 2024, Excel Tabelle, Blatt 1, <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/SiteGlobals\/Forms\/Suche\/Einzelheftsuche_Formular.html;jsessionid=0255818CA84EC109679A5A58B9F82A73?nn=21424&amp;topic_f=beschaeftigung-entgelt-entgelt\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_56\" name=\"foot_56\">&laquo;56<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt, Juni 2025, 4.06.2025: Rund 34.500 Einkommensmillion&auml;rinnen und -million&auml;re im Jahr 2021 in Deutschland, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/06\/PD25_194_73111.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_57\" name=\"foot_57\">&laquo;57<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Statistischer Bericht Lohn- und Einkommenssteuer 2021<\/em>, Tabellenblatt 73111-01, Zeile 75, Zelle AT 75, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Staat\/Steuern\/Lohnsteuer-Einkommensteuer\/Publikationen\/Downloads-Lohn-und-Einkommenssteuern\/statistischer-bericht-lohn-einkommensteuer-2140710217005.xlsx?__blob=publicationFile&amp;v=3\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_58\" name=\"foot_58\">&laquo;58<\/a>] Deutscher Bundestag: Sachstand: <em>Grenzen der Zul&auml;ssigkeit eines degressiven Rentenmodells<\/em>, WD 6-3000-001\/23, Deutscher Bundestag &ndash; Wissenschaftliche Dienste, Berlin 2023, <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/935702\/1c10fd472198b977f128c3eebfd35ac5\/WD-6-001-23-pdf-data.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_59\" name=\"foot_59\">&laquo;59<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt: <em>Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung, Statistik visualisiert<\/em> <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/_inhalt.html#sprg261398\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_60\" name=\"foot_60\">&laquo;60<\/a>] Portal Sozialpolitik, <em>Chronik Rentenversicherung Wesentliche &Auml;nderungen im Bereich der Rentenversicherung. <\/em>Chronik seit 1978<em>, <\/em><a href=\"https:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=rentenversicherung\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_61\" name=\"foot_61\">&laquo;61<\/a>] Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung, 30.April 2024: <em>Die Rentenanpassungsformel, <\/em><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/soziale-lage\/rentenpolitik\/290334\/die-rentenanpassungsformel\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_62\" name=\"foot_62\">&laquo;62<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, Entwicklung des Standardrentenniveaus, S. 256 <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_63\" name=\"foot_63\">&laquo;63<\/a>] Destatis &ndash; Statistisches Bundesamt 2022: <em>Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen- Inlandsproduktberechnung, Lange Reihen ab 1970<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Publikationen\/Downloads-Inlandsprodukt\/inlandsprodukt-lange-reihen-pdf-2180150.pdf?__blob=publicationFile\">hier<\/a><\/p>\n<p><em>Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Bruttoinlandsprodukt (BIP),<\/em> <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Tabellen\/bip-bubbles.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_64\" name=\"foot_64\">&laquo;64<\/a>] DRV Zeitreihen 2025, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a> S. 239<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_65\" name=\"foot_65\">&laquo;65<\/a>] Deutsche Rentenversicherung: <em>Rentenversicherung in Zahlen 2025, <\/em><a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">hier<\/a><\/p>\n<p>DRV Zeitreihen 2025<em>, Rentenbestand nach Rentnergruppen<\/em>, S. 205\/206 <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zeitreihen.html\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_66\" name=\"foot_66\">&laquo;66<\/a>] Heyse, R., 25.11.2025: <em>Die Rentner sind immer zu teuer! &ndash; Egal, wie billig sie sind<\/em> &hellip;, in: NachDenkSeiten, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142607\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_67\" name=\"foot_67\">&laquo;67<\/a>] Stiftung Warentest 15.10.2025: Gesetzliche Rente &ndash; Was Sie mit Ihrem Rentenbeitrag alles finanzieren, <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Gesetzliche-Rente-Was-Sie-mit-Ihrem-Rentenbeitrag-alles-finanzieren-6251394-0\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_68\" name=\"foot_68\">&laquo;68<\/a>] Berliner Zeitung 2.12.2025: <em>&sbquo;Zahlen hat das Gregor-Gysi-Institut f&uuml;r Rentenmathematik errechnet&lsquo; &ndash; Amthor wettert gegen Reichinnek, <\/em><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/hart-aber-fair-debatte-um-rentenpaket-amthor-wettert-gegen-reichinnek-li.10008275\"><em>hier<\/em><\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_69\" name=\"foot_69\">&laquo;69<\/a>] Deutsche Rentenversicherung: <em>Rentenversicherung in Zahlen 2025, Einnahmen, <\/em>S. 20 <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Statistiken-und-Berichte\/statistikpublikationen\/rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">hier<\/a><\/p>\n<p>Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin, November 2024: Nicht beitragsgedeckte Leistungen und Bundeszusch&uuml;sse 2023, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Presse\/nicht-beitragsgedeckte-leistungen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">hier<\/a> (j&auml;hrliche Schwankungen)<\/p>\n<p>Stiftung Warentest 25.10.2025: <em>Gesetzliche Rente &ndash; Was Sie mit Ihrem Rentenbeitrag alles finanzieren<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Gesetzliche-Rente-Was-Sie-mit-Ihrem-Rentenbeitrag-alles-finanzieren-6251394-0\/\">hier<\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &ndash; Drucksache 19\/30818 19. Wahlperiode 17.06.2021, Drucksache 19\/30260 &ndash; <em>Versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung<\/em>, <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/19\/308\/1930818.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p>In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf ein Urteil des Bundessozialgerichts und schlussfolgert daraus, dass eine klare Abgrenzung zwischen den Finanzierungsaufgaben der Sozialversicherung und den Aufgaben der Gesamtgesellschaft nicht m&ouml;glich ist und deshalb politisch entschieden werden muss. W&ouml;rtlich:<\/p>\n<p><em>&sbquo;Eine Abgrenzung zwischen den Aufgaben der Sozialversicherung und den Aufgaben der Gesamtgesellschaft sei verfassungsrechtlich nicht im Einzelnen vorgegeben, sondern politischer Natur und vom Gesetzgeber zu treffen.&lsquo;<\/em><\/p>\n<p>Bemerkenswert in dieser Antwort ist die Betonung des Vorrangs der Politik. Polemisch gesagt: Wir entscheiden, wer bezahlt. Ein Vorteil: Verlagern wir das auf die Rentenversicherung, dann haben wir keinen &Auml;rger mit allen Steuerzahlern und den Steuersenkungslobbyisten, sondern nur mit den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, eventuell noch mit den Gewerkschaften. Aber: keine Anw&auml;lte, keine Steuerberater, kein Steuerzahlerbund, keine FDP etc., also kein &Auml;rger mit all denen, die sonst heftig gegen mehr Steuern opponieren w&uuml;rden.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_70\" name=\"foot_70\">&laquo;70<\/a>] Bei einer sehr strikten Auslegung des Versicherungsprinzips sind viele Leistungen der Rentenversicherung sozialpolitisch zwar sehr erw&uuml;nscht, aber entsprechen trotzdem nicht dem Versicherungsprinzip: sogenannte abgeleitete Renten wie die Waisenrente: Waisen haben niemals etwas eingezahlt, oder die Witwen-\/Witwerrente &ndash; in vielen F&auml;llen auch keine Einzahlungen. Rehabilitationsma&szlig;nahmen der Rentenversicherung, Erwerbsunf&auml;higkeitsrente, Schwerbehinderte? Wieso sind das alles keine Aufgaben der Krankenkassen und Sozial&auml;mter?<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die rentenpolitische Debatte wird seit Jahrzehnten von einer simplen Aussage beherrscht: die Jungen schuften, die Alten kassieren &ndash; Generationengerechtigkeit als Nullsummenspiel. Dramatische Schlagzeilen (&bdquo;Altenexplosion&ldquo;, &bdquo;Renten-Kollaps&ldquo;) und moralische Appelle an die &bdquo;junge Generation&ldquo; &uuml;bert&ouml;nen systematisch die Zahlen. <strong>Lothar Lieck<\/strong> legt in dieser vierteiligen Reihe eine n&uuml;chterne, datenbasierte Abrechnung vor: Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche vs. Renten,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148624\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":148159,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[155,158,39],"tags":[1592,1794,2270,1375,273,301,1912,1674,405,291],"class_list":["post-148624","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demografische-entwicklung","category-generationenkonflikt","category-rente","tag-deutsche-rentenversicherung","tag-eckrente","tag-grundrente","tag-pensionen","tag-privatvorsorge","tag-rentenalter","tag-rentenniveau","tag-riesterfaktor","tag-statistisches-bundesamt","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/shutterstock_1999976627.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=148624"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148668,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148624\/revisions\/148668"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/148159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=148624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=148624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=148624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}