{"id":14870,"date":"2012-10-29T10:20:30","date_gmt":"2012-10-29T08:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870"},"modified":"2012-10-29T10:20:30","modified_gmt":"2012-10-29T08:20:30","slug":"hinweise-des-tages-1749","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h01\">Jens Berger &ndash; Die Angst vor dem Gelduntergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h02\">&bdquo;Schr&ouml;der fand Gefolgsleute auch in den Gewerkschaften&ldquo; &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Ursula Engelen-Kefer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h03\">H&ouml;hepunkt der Einkommensungleichheit in Deutschland &uuml;berschritten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h04\">Interview mit St&eacute;phane Hessel: Vater der Kapitalismuskritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h05\">&Ouml;konomie neu denken: Vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h06\">Arbeitslosenkasse spaziert auf d&uuml;nnem Eis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h07\">Michael Sandel: What Money Can&rsquo;t Buy &ndash; The Moral Limits of Markets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h08\">Moderne M&auml;gde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h09\">Sepsis-Studie: Tausende Patienten sterben unn&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h10\">Von 400 auf 450 Euro: Wie sinnvoll ist die neue Verdienstgrenze bei Minijobs?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h11\">Kritik am schnellen Wechsel des ehemaligen Vizepr&auml;sidenten der Bundesnetzagentur zum Lobbyisten f&uuml;r Offshore-Windanlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h12\">&laquo;Es ist ein brandgef&auml;hrlicher Prozess im Gang&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h13\">US-Pr&auml;sidentenwahl: Texas droht OSZE-Wahlbeobachtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h14\">Wertkonservativ, jedenfalls nicht links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h15\">Ausverkauf des Wissens verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h16\">Besch&auml;ftigte in High-Tech-Sektoren in den Regionen Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h17\">Paradigmenwechsel in der Lehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h18\">Innovation nach Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h19\">Die Fernsehr&auml;terepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h20\">Romneys Pl&auml;ne f&uuml;r die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870#h21\">Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;Michael Glos und sein Amtseid&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14870&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Die Angst vor dem Gelduntergang<\/strong><br>\nDie Inflation ist in aller Munde. Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht von besorgten Politikern und noch besorgteren Leitartiklern vor der kommenden Geldentwertung gewarnt werden. Den bisher tiefsten Tiefpunkt der an intellektuellen Tiefpunkten reichen Inflationsdebatte markierte diese Woche der FDP-Gro&szlig;&ouml;konom Rainer Br&uuml;derle.<br>\nIn seinem frisch herausgegebenen &bdquo;Programm zum Inflationsschutz&ldquo; stellt er die steile These auf, dass Steuererh&ouml;hungen die &bdquo;Inflation entfachen&ldquo;. Sollte Br&uuml;derle Recht haben, m&uuml;ssten wohl s&auml;mtliche Lehrb&uuml;cher der &Ouml;konomie umgeschrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Eurokolumne\/!104351\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Schr&ouml;der fand Gefolgsleute auch in den Gewerkschaften&ldquo; &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Ursula Engelen-Kefer<\/strong><br>\nZwar beschw&ouml;ren CDU und SPD die Notwendigkeit, die Altersarmut zu bek&auml;mpfen. Aber ob Zuschussrente von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) oder Solidarrente von Sigmar Gabriel (SPD) &ndash; in beiden F&auml;llen h&auml;ngen die &bdquo;Trauben&ldquo; so hoch, dass die wirklich Bed&uuml;rftigen sie gar nicht erreichen k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem ist dies nur die Reparatur nach dem S&uuml;ndenfall der Riesterrente. An der massiven Absenkung des Rentenniveaus &auml;ndert dies nichts. Die Zukunft der solidarischen Rentenversicherung mit Pflichtbeitr&auml;gen bleibt weiterhin gef&auml;hrdet, wenn das Netto-Rentenniveau vor Steuern bis 2030 auf 43 Prozent absinkt &ndash; f&uuml;r den Durchschnittsverdiener &uuml;ber 45 Jahre wohlgemerkt, f&uuml;r viele mithin noch erheblich weniger&hellip;<br>\nAm Anfang gab es ja noch eine Gruppe der Aufrechten. Ottmar Schreiner, Andrea Nahles und noch ein oder zwei. Wir haben uns immer standhaft dagegen gewehrt und gesagt: Wir k&ouml;nnen zwar eine Zusatzrente machen, aber nicht auf Kosten der gesetzlichen Altersrente.<br>\nIch stand aber am Ende allein. Bei der letzten Bundesvorstandssitzung der SPD dazu war ich tats&auml;chlich total allein&hellip;<br>\nDie Gewerkschaften haben jenen weiteren Abriss des Sozialstaats nicht verhindert und verhindern k&ouml;nnen. Da beziehe ich mich als damalige stellvertretende Vorsitzende des DGB mit ein&hellip;<br>\nDas eigentliche Problem ist, dass in der SPD keine Kraft erkennbar ist, die mit Durchsetzungswillen und Durchsetzungsf&auml;higkeit diese dramatischen Verschlechterungen, die im Grunde genommen eine Gef&auml;hrdung der gesetzlichen Rentenversicherung bedeuten, korrigieren k&ouml;nnte&hellip;<br>\nIn den Gewerkschaften hat sich eine gewaltige Machtverschiebung entwickelt. Die Branchengewerkschaften, wir haben ja nur noch acht DGB-Gewerkschaften insgesamt, sagen: Uns interessiert, dass wir einen hohen Organisationsgrad haben. Gewerkschaften sind Interessengruppen, sind Lobby-Gruppen. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitglieder. Und zwar tun sie dies aus ihrer Sicht durchaus folgerichtig und erfolgreich: Die IG-Metall ist exportorientiert, die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (BCE), ist ebenfalls exportorientiert und braucht die jeweiligen Regierungen, insbesondere f&uuml;r die Finanzierung des gravierenden Niedergangs im Bergbau, egal welcher Couleur. Ver.di hat keinen so starken Organisationsgrad, mit Ausnahme der gro&szlig;en &ouml;ffentlichen Versorgungsunternehmen und Kommunen, wo sie gut aufgestellt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=6220\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein bemerkenswertes Interview. Selten ging ein aktives oder ehemaliges Mitglied aus der DGB-Spitze mit sich selbst und den Gewerkschaften derart kritisch ins Gericht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>H&ouml;hepunkt der Einkommensungleichheit in Deutschland &uuml;berschritten?<\/strong><br>\nDie durchschnittlichen bedarfsgewichteten und inflationsbereinigten Markteinkommen der Personen in privaten Haushalten sind von 1991 bis 1998 nahezu unver&auml;ndert geblieben, Ende der 90er Jahre stiegen sie im Zug des konjunkturellen Aufschwungs deutlich, gingen dann aber bis 2005 wieder zur&uuml;ck &hellip;<br>\nIn Westdeutschland sanken die durchschnittlichen Markteinkommen von 1999 bis 2005 um rund 1 000 Euro (&ndash;4 Prozent), in Ostdeutschland waren es rund 2 000 Euro (&ndash;13 Prozent). Diese Entwicklung war vor allem Folge einer Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt; in Ostdeutschland nahm die Zahl der Arbeitslosen in dieser Zeit deutlich st&auml;rker zu als in Westdeutschland.<br>\nMit dem seither zu beobachtenden deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit ging eine Trendwende in der Einkommensentwicklung einher. In Westdeutschland stiegen die Markteinkommen, deren Hauptkomponente die Erwerbseinkommen sind, von 2005 bis 2010 um knapp 1 000 Euro oder vier Prozent. Das durchschnittliche Markteinkommen war damit wieder so hoch wie zur Jahrtausendwende. In Ostdeutschland, wo die Arbeitslosigkeit<br>\nst&auml;rker zur&uuml;ckging als im Westen, war der Einkommenszuwachs mit knapp 2 900 Euro oder 20 Prozent wesentlich kr&auml;ftiger. Im Durchschnitt erreichte Ostdeutschland damit knapp 71 Prozent des westdeutschen Einkommensniveaus.<br>\nBei den verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen war die Entwicklung in den Grundz&uuml;gen &auml;hnlich wie bei den Markteinkommen.<br>\nGrunds&auml;tzlich hat sich das Armutsrisiko seit 2005 auf hohem Niveau eingependelt. Damals erreichte es vor allem aufgrund der negativen Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland einen Anteil von 14 Prozent, w&auml;hrend die Quote noch in den 90er Jahren zwischen zehn und zw&ouml;lf Prozent schwankte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.410475.de\/12-43-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 403 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Studie vergleicht im Wesentlichen die Durchschnittseinkommen. Bei Durchschnittswerten gilt jedoch der alte Spruch: &bdquo;Der See war im Durchschnitt einen Meter tief. Trotzdem ist die Kuh ertrunken.&ldquo; Interessanter ist es deshalb die viel realit&auml;tsgerechtere Entwicklung der Medianeinkommen (Median <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Median\">siehe hier<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_01_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die Verlaufskurven zweiten zwar ein &auml;hnliches Bild, doch der Medianwert liegt deutlich niedriger als der Durchschnittswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview mit St&eacute;phane Hessel: Vater der Kapitalismuskritik<\/strong><br>\nMit seinem Pamphlet &ldquo;Emp&ouml;rt euch!&rdquo; trat der ehemalige Widerstandsk&auml;mpfer St&eacute;phane Hessel die Occupy-Bewegung los. Auch nach deren Scheitern will der 95-J&auml;hrige vor allem eins: Den Kapitalismus an die Kette legen. [&hellip;]<br>\nFTD: Monsieur Hessel, Sie haben mal gesagt: &ldquo;Von au&szlig;en betrachtet ist Europa das Land der Vergangenheit. Es ist das Land des Kapitalismus, der sich nicht erneuert hat.&rdquo; Das war 1962. Wie muss sich der Kapitalismus heute angesichts der Euro-Krise erneuern?<br>\nSt&eacute;phane Hessel: Die Idee von Europa in die Tat umzusetzen ist sicher das Wichtigste und Gelungenste, was meine Generation erreicht hat. Das 20. Jahrhundert war gepr&auml;gt durch den Aufbau Europas. Ungl&uuml;cklicherweise hat dieses Europa noch nicht die Form gefunden, die es ihm erm&ouml;glicht, die Probleme der jetzigen Krise zu l&ouml;sen: eine gesamteurop&auml;ische Sozialdemokratie, die den Menschenrechten, der Umweltpolitik und der sozialen Gerechtigkeit ihren verdienten Platz einr&auml;umt. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich im Zuge eines deregulierten Kapitalismus in den letzten 20 Jahren immer mehr vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nFTD:W&auml;re eine R&uuml;ckkehr zur sozialen Marktwirtschaft denn die L&ouml;sung f&uuml;r Europa?<br>\nSt&eacute;phane Hessel: Der Schl&uuml;sselbegriff lautet ausgleichende Gerechtigkeit. Wir m&uuml;ssen zu einem Gleichgewicht zur&uuml;ckfinden, das bereits existiert hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Phase von 30 Jahren, in denen die Wirtschaft stabil war und die Grundbed&uuml;rfnisse der Europ&auml;er befriedigte, eben weil die M&auml;rkte reguliert wurden. Das war die Bundesrepublik von Adenauer und Brandt, das Amerika Carters. Leider folgten darauf Thatcher, Kohl, Reagan und Bush. Wir k&ouml;nnen dieses Gleichgewicht wiederfinden, wenn wir entsprechende Ma&szlig;nahmen im Sozialsystem ergreifen und die Funktionsweise des Marktes &auml;ndern. Der deutsche Entwurf zur Begrenzung des Hochfrequenzhandels etwa geht in die richtige Richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/panorama\/vermischtes\/:interview-mit-stephane-hessel-vater-der-kapitalismuskritik\/70110234.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Ouml;konomie neu denken: Vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt<\/strong><br>\nDie Krise der Wirtschaft ist auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaft. Die klassischen Modelle passen nicht zur Realit&auml;t. Doch die Disziplin steht nicht still. Im Gegenteil. Junge &Ouml;konomen revolutionieren das Fach. Wie das neue Paradigma der Disziplin im Detail aussehen wird, ist unklar &ndash; offen ist, ob es &uuml;berhaupt ein von der gro&szlig;en Mehrheit der &Ouml;konomen akzeptiertes, Denk- und Analyseschema geben wird oder ob f&uuml;r die &Ouml;konomik der Zukunft gilt, was Mao 1957 propagierte: &bdquo;Lasst 1000 Blumen bl&uuml;hen.&ldquo; Nur im makro&ouml;konomischen Establishment ist der Erneuerungsbedarf noch nicht angekommen. Bis auf wenige Ausnahmen wie den Princeton-Professor Markus Brunnermeier und den Londoner Notenbanker Andrew Haldane gibt es wenige f&uuml;hrende Makro-Professoren, die neue Wege gehen. Viele leugnen den Reformbedarf. &bdquo;Viele Hochschulprofessoren versuchen noch, die Zitadelle zu verteidigen&ldquo;, sagt Haldane. Diese Forscher haben oft Jahrzehnte ihres Lebens in die jetzt in die Kritik geratenen Ideen investiert und wehren sich dagegen, sie zumindest teilweise abzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/oekonomie-neu-denken-vom-kopf-auf-die-fuesse-gestellt-seite-all\/7274356-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dennoch stimmt es nicht sonderlich optimistisch, wenn sich Olaf Storbeck letztlich der These Kuhns anschlie&szlig;t, dass ein Paradigmenwechsel erst dann erfolgt, wenn die Vertreter des alten Paradigmas aussterben. Zumal selbst dieser &Uuml;bergang noch lange nicht einfach verl&auml;uft, denn wer Karriere machen will, muss sich h&auml;ufig den alten Herren f&uuml;gen. Und bist Du erst einmal im Mainstream gelandet und hast einige Mainstreamtexte ver&ouml;ffentlicht, wird es schwer, sich wider zu l&ouml;sen. &ndash; Ein kleiner Nachtrag: Wie letztlich Jens Berger schrieb, ist Olaf Storbeck bzw. seine &Ouml;konomie-Seite, der Grund das Handelsblatt zu lesen. <a href=\"http:\/\/www.blicklog.com\/2012\/10\/26\/warum-ich-olaf-storbeck-beim-handelsblatt-vermissen-werde\/\">Bedauerlicherweise verl&auml;sst Storbeck das Handelsblatt<\/a> und geht zum Kommentardienst Breaking Views von Reuters, der kostenpflichtig ist. Neben dem Weggang von Lucas Zeise bei der FTD ist dies ein weiterer Verlust f&uuml;r das an Aufkl&auml;rung interessierte Publikum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslosenkasse spaziert auf d&uuml;nnem Eis<\/strong><br>\nDer Arbeitslosenversicherung droht das Geld knapp zu werden. F&uuml;r das n&auml;chste Jahr geht die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit schon von einem deutlichen Defizit aus. Schuld ist aber nicht die Konjunktur &ndash; sondern die Regierung&hellip;<br>\nDer 2007 als Ausgleich f&uuml;r die umstrittene Mehrwertsteuererh&ouml;hung eingef&uuml;hrte Bundeszuschuss von acht Milliarden Euro pro Jahr an die Beitragskasse f&auml;llt 2013 endg&uuml;ltig weg. Zuvor war er schon halbiert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/finanzpolster-fehlanzeige-arbeitslosenkasse-spaziert-auf-duennem-eis\/7305108.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Michael Sandel: What Money Can&rsquo;t Buy &ndash; The Moral Limits of Markets<\/strong><br>\nIs there something wrong with a world in which everything is for sale? If so, how can we prevent market values from reaching into spheres of life where they don&rsquo;t belong? What are the moral limits of markets?<br>\nNoted public philosopher and Harvard professor Michael J. Sandel will explore some of these pressing questions with responses from Stephanie Flanders, Professor Julian Le Grand and Bishop Peter Selby. St Paul&rsquo;s Cathedral is delighted to host a discussion on this vital topic within a sacred space in order to explore the intersection between faith, morality and markets and the power that money has in our lives. Questions and comments from the audience will be taken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZafL7_CaMbg\">Recorded on 23 May 2012 in St Paul&rsquo;s Cathedral, London. YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Moderne M&auml;gde<\/strong><br>\nSie ziehen von Stadt zu Stadt, um fremde, schwer kranke Menschen zu pflegen. Besuch bei zwei besch&auml;mend gering bezahlten Frauen. &hellip;<br>\nBirgit Vogel und Alena Knirsch sind zwei von Zigtausenden Frauen, die Dienst an deutschen Alten tun und nebenbei ein System vor dem Kollaps bewahren. Sie sind moderne Wanderarbeiterinnen, die f&uuml;r einen besch&auml;mend niedrigen Lohn quer durchs Land ziehen. Sie geben f&uuml;r Wochen und Monate ihre Leben auf, lassen Familie, Freunde, Wohnungen und Hobbys zur&uuml;ck, um rund um die Uhr f&uuml;r fremde, oft schwer kranke Leute da zu sein. Sie heben und schleppen, waschen und kochen, f&uuml;ttern und windeln. F&uuml;r 1.000 Euro und ein bisschen.<br>\nWenn die Zahl der Pflegef&auml;lle in Deutschland von heute 2,4 Millionen auf die vorausgesagten 3,36 Millionen bis zum Jahr 2030 anschwillt &ndash; wird der Pflegealltag von Vogel und Knirsch dann zur Normalit&auml;t?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/43\/Pflegekraefte-Pflegenotstand-Heimpflege\/seite-1\">ZEIT online<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Teure Pflege: 400.000 Senioren k&ouml;nnen Altenheim nicht mehr zahlen<\/strong><br>\nHunderttausende Senioren k&ouml;nnen sich aus eigener Kraft keine Altenpflege mehr leisten &ndash; das geht laut einem Zeitungsbericht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Die Krankenkassen diskutieren nun kosteng&uuml;nstigere Modelle, wonach deutsche Pflegef&auml;lle im Ausland versorgt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hunderttausende-senioren-koennen-ihre-altenpflege-nicht-mehr-zahlen-a-863822.html\">SPIEGEL online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine ganz tolle Idee, in der Situation die Renten immer weiter herunterzuk&uuml;rzen und den Sozialstaat noch weiter zu ramponieren. Aber anscheinend kann man ja alles, was hier nicht erw&uuml;nscht ist (z. B. alte Menschen, die nicht mehr arbeiten k&ouml;nnen), in den Rest der Welt outsourcen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sepsis-Studie: Tausende Patienten sterben unn&ouml;tig<\/strong><br>\nBakterien fluten den K&ouml;rper, das Immunsystem streikt: An einer Blutvergiftung sterben j&auml;hrlich rund 60.000 Menschen in Deutschland. Doch nach SPIEGEL-Informationen k&ouml;nnten Tausende Sepsis-Tote noch leben &ndash; denn Patienten erhalten rettende Medikamente oft zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/krankenhaus-zehntausend-patienten-sterben-unnoetig-an-blutvergiftung-a-863850.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Bei der &Uuml;berschrift fragt man sich unweigerlich, was denn bitte ein &bdquo;n&ouml;tiges Sterben&ldquo; sein soll? Leider &bdquo;vergisst&ldquo; der SPIEGEL darauf hinzuweisen, dass die Sepsis-Todesf&auml;lle auch eine Folge der Privatisierung des Krankenhaussektors sein. Die immer gravierende Personalknappheit und damit verbundene &Uuml;berlastung f&uuml;hren in Kombination mit der abnehmenden Qualifizierung und Ausbildung des Personal zwangsl&auml;ufig zu &bdquo;unn&ouml;tigen Todesf&auml;llen&ldquo;. Ja, wir bezahlen im Extremfall letzten Endes sogar mit unserem Leben f&uuml;r die Renditen der Krankenhauskonzerne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von 400 auf 450 Euro: Wie sinnvoll ist die neue Verdienstgrenze bei Minijobs?<\/strong><br>\nMinijobber k&ouml;nnen ab Januar 50 Euro mehr verdienen. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie keine Sozialabgaben zahlen. Aus 400-Euro-Jobs werden 450-Euro-Jobs. Wie sinnvoll ist die Aufstockung und wer profitiert davon?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/politik\/von-400-auf-450-euro-wie-sinnvoll-ist-die-neue-verdienstgrenze-bei-minijobs\/\">detektor.fm (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/images\/uploads\/mp3\/450_Euro_Jobs_WEB.mp3\">detektor.fm (Interview,Podcast) [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Billigarbeit kommt teuer zu stehen: IAQ-Forscher pl&auml;diert f&uuml;r eine Neuordnung am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\n&bdquo;Mit Billigarbeit wird die deutsche Wirtschaft im internationalen Innovationswettbewerb nicht bestehen k&ouml;nnen&ldquo;, warnt Prof. Dr. Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE). Fast jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte (2010: 23,1 Prozent) wird schlecht bezahlt. &bdquo;Den Fachkr&auml;ftemangel der kommenden Jahre werden wir nur mit einer anderen Arbeitsmarktordnung bew&auml;ltigen k&ouml;nnen&ldquo;, pl&auml;diert der Arbeitsmarktexperte.<br>\n&hellip;<br>\nBillige Arbeit wird aber f&uuml;r den Steuerzahler sehr kostspielig. Allein 2010 mussten 11,5 Milliarden Euro aufgebracht werden, um nicht ausreichende Einkommen durch Arbeitslosengeld aufzustocken. Da viele Renten unterhalb der Grundsicherung im Alter bleiben, werden Gegenwartsprobleme auf Kosten der J&uuml;ngeren in die Zukunft verschoben. Steigender globaler Wettbewerb und technischer Fortschritt k&ouml;nnen nach Ansicht Boschs die zunehmende Spaltung des Arbeitsmarktes nicht erkl&auml;ren. Andere L&auml;nder wie D&auml;nemark oder Schweden sind davon ebenso betroffen, ohne dass dort die Ungleichheit zugenommen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/presse\/2012\/121023.php\">IAQ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kritik am schnellen Wechsel des ehemaligen Vizepr&auml;sidenten der Bundesnetzagentur zum Lobbyisten f&uuml;r Offshore-Windanlagen<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen kritisieren den Seitenwechsel eines ehemaligen Spitzenbeamten der Bundesregierung f&uuml;r die Energiewirtschaft. Johannes Kindler (CDU), bis Jahresanfang Vizepr&auml;sident der Bundesnetzagentur, wirbt nun als Lobbyist im Auftrag des amerikanischen Energiekonzerns Anbaric f&uuml;r eine &Auml;nderung des Energiewirtschaftsgesetzes zugunsten der Industrie. Das sei &ldquo;h&ouml;chst bedenklich&rdquo;, findet der Abgeordnete Oliver Krischer (Gr&uuml;ne). Spitzenbeamte d&uuml;rften nicht &ldquo;sofort zu gutdotierten Jobs in die Privat wirtschaft wechseln&rdquo;. Das Bundeswirtschaftsministerium hat Kindler die Arbeit in der Anwaltskanzlei Bird&amp;Bird genehmigt, es habe dabei aber nichts von &ldquo;konkreten k&uuml;nftigen Mandaten&rdquo; gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/johannes-kindler-von-der-bundesnetzagentur-zum-energiekonzern-a-863789.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&laquo;Es ist ein brandgef&auml;hrlicher Prozess im Gang&raquo;<\/strong><br>\nDie Schweizer Armee probt den Krieg gegen den inneren Feind &ndash; und liegt damit im Trend. In ganz Europa, sagt der deutsche Friedensforscher Tobias Pfl&uuml;ger, findet eine zivilmilit&auml;rische Aufr&uuml;stung statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1243\/militarisierung\/es-ist-ein-brandgefaehrlicher-prozess-im-gang\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Pr&auml;sidentenwahl: Texas droht OSZE-Wahlbeobachtern<\/strong><br>\nEs wirkt schon beinahe grotesk: Der texanische Generalstaatsanwalt Greg Abbott hat der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gedroht, dass sich ihre Wahlbeobachter strafbar machen k&ouml;nnten, wenn sie sich bei der anstehenden US-Pr&auml;sidentschaftswahl den Wahllokalen n&auml;hern. &ldquo;Gruppen und Einzelne au&szlig;erhalb der Vereinigten Staaten d&uuml;rfen nicht in den Wahlprozess in Texas eingreifen oder ihn beeinflussen&rdquo;, schrieb der Generalstaatsanwalt in einem offenen Brief.  Die ODIHR, eine in Warschau ans&auml;ssige Unterorganisation der OSZE, &uuml;berwacht weltweit regelm&auml;&szlig;ig Wahlen der Mitgliedstaaten, zu denen auch die USA geh&ouml;ren. Texas will die &Uuml;berwachung nun verhindern. Sollten sich ODIHR-Experten n&auml;her als 100 Fu&szlig; (rund 30,5 Meter) am Eingang des Wahllokals befinden, k&ouml;nne dies ein krimineller Akt sein, so Abbott.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-wahl-texas-droht-osze-wahlkampfbeobachtern-a-863264.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider geht es nich tum einen Streich eines hinterw&auml;ldlerischen Staatsanwalts irgendwo in der Provinz , sondern um den texanischen Generalstaatsanwalt. &ndash;  Wenn man nicht allzu verschw&ouml;rungstheoretisch vorgehen will, verbleibt dieses &uuml;bersteigerte, amerikanische &ldquo;Sich- selbst-genug-Sein&rdquo;. Man braucht sich eben in Sachen Demokratie nicht belehren zu lassen, andere schon. Wie meinte Abbott: &ldquo;The OSCE may be entitled to its opinions about voter ID laws, but your opinion is legally irrelevant in the United States, where the supreme court has already determined that voter ID laws are constitutional. Und der Kongressabgeordnete Connie Mack aus Florida kommentiert folgerichtig: &ldquo;The only ones who should ever oversee American elections are Americans.&rdquo; Da hat der Abgeordnete wohl vergessen, dass es gerade in Florida bei der Stimmenausz&auml;hlung der 54. Wahl des Pr&auml;sidenten der USA im November 2000 zu Unregelm&auml;ssigkeiten kam, die letztlich George W. Bush zur Pr&auml;sidentschaft verhalfen. Der republikanisch dominierte Supreme Court hatte letztinstanzlich eine erneute Nachz&auml;hlung in bestimmten Wahlkreisen Floridas verboten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wertkonservativ, jedenfalls nicht links<\/strong><br>\nKretschmann will &Ouml;ffnung zur CDU<br>\nIn Gelsenkirchen hatten die Bewerber f&uuml;r die Kandidaten-Doppelspitze der Gr&uuml;nen beim elften Urwahlforum das letzte Mal Gelegenheit, sich der Basis zu pr&auml;sentieren. Doch nicht nur die Personalfrage ist bei den Gr&uuml;nen aktuell &ndash; vor der Bundesdelegiertenkonferenz im November gewinnt die Debatte &uuml;ber den Kurs der Partei wieder an Fahrt. Nach Erfolgen im S&uuml;dwesten versuchen Realos, die Gr&uuml;nen noch weiter auf einen Kurs der Mitte zu dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/802672.wertkonservativ-jedenfalls-nicht-links.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ausverkauf des Wissens verhindern<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Grundfinanzierung der Universit&auml;ten durch die L&auml;nder eher stagniert, steigt der Anteil privater Geldgeber. Und es steigt die Zahl derer, die das problematisch finden. Die Technische Universit&auml;t Berlin hat jetzt reagiert und sich einen Verhaltenskodex gegeben.<br>\nBerlins Technische Universit&auml;t ist stolz auf sich &ndash; in den letzten sechs Jahren ist es der TU gelungen, ihre Drittmittel zu verdoppeln. Im bundesweiten Ranking steht sie jetzt auf Platz 4. Das bedeutet auch, der &Uuml;berblick &uuml;ber mehrere Hundert Kooperationsvertr&auml;ge droht verloren zu gehen. Deshalb jetzt der Verhaltenskodex, sagt TU Pr&auml;sident J&ouml;rg Steinbach&hellip;<br>\nDer jetzt vom Kuratorium der Uni verabschiedete Verhaltenskodex soll verhindern, dass die Hochschule bei Vertr&auml;gen mit Unternehmen den K&uuml;rzeren zieht, au&szlig;erdem die Freiheit von Forschung und Lehre gew&auml;hrleisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1904513\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigte in High-Tech-Sektoren in den Regionen Europas<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_02_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.eds-destatis.de\/downloads\/publ\/KS-HA-12-001-EN-N.pdf\">Eurostat regional yearbook 2012, Abbildung 11.3, Seite 156 [PDF &ndash; 8.2 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Abbildung zeigt, dass es in Norwegen und Schweden deutlich mehr Regionen mit &uuml;ber 22% der aktiven Bev&ouml;lkerung gibt, die im High-Tech-Sektor arbeiten als in Deutschland. Auch Finnland schneidet in der Fl&auml;che deutlich besser ab. In Deutschland k&ouml;nnen da nur die Region M&uuml;nchen, die Regionen um Stuttgart, die Region um Aachen, Hamburg und Berlin mithalten. Gemessen am EU-27-Durchschnitt liegen nur das n&ouml;rdliche Baden-W&uuml;rttemberg, einige Gebiete Hessens, der Raum Hannover und Teile Sachsens dar&uuml;ber. Besonders schlecht sieht es im Nord-Westen Deutschlands aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Paradigmenwechsel in der Lehre<\/strong><br>\nRund 50 Prozent aller deutschen Studierenden der Ingenieurwissenschaften brechen ihr Studium ab. Doch Ingenieure werden gebraucht. Die technische Universit&auml;t Hamburg Harburg will daf&uuml;r zur aktiven Form des Lernens wechseln.<br>\nAktives Lernen muss gef&ouml;rdert werden, sagt Professor S&ouml;nke Knutzen, Vizepr&auml;sident der TU. Um das zu erreichen, wurde an der Hochschule das neue Zentrum f&uuml;r Lehre und Lernen, kurz ZLL, geschaffen. F&uuml;nf Millionen Euro Investition f&uuml;r insgesamt 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sollen helfen eine moderne Lehrkompetenz zu f&ouml;rdern, die auch auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basiert&hellip;<br>\nEin Drittel der Lehrveranstaltungen soll in den kommenden Jahren didaktisch und methodisch neu gestaltet werden. Problem- und projektorientiertes Lernen sind dabei wichtige Methoden, neben anderen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/pisaplus\/1905398\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Innovation nach Plan<\/strong><br>\nRund drei Milliarden Euro schie&szlig;t der Staat Jahr f&uuml;r Jahr in die Entwicklungsabteilungen der deutschen Firmen. Industrieforschung f&uuml;r die Gesellschaft? Kritiker haben da so ihre Zweifel. Oliver Koppel zum Beispiel, er ist Wirtschaftsforscher am unternehmernahen Institut der Deutschen Wirtschaft:<br>\n&ldquo;Viele haben ein Projekt in der Schublade und dann guckt man, ob es nicht auch F&ouml;rdermittel daf&uuml;r gibt, und streicht im Rahmen eines Mitnahmeeffekts noch ein paar F&ouml;rdermittel ein, das kann nat&uuml;rlich nicht der Sinn sein.&rdquo;<br>\nDas allein w&auml;re aus Koppels Sicht gar nicht einmal so schlimm, w&uuml;rden die Mittel nur halbwegs fair verteilt.<br>\n&ldquo;Projektf&ouml;rderung in Deutschland kommt im Moment nur noch den Gro&szlig;unternehmen zugute, die kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen haben es sehr schwer, &uuml;berhaupt im F&ouml;rderdschungel durchzublicken. Und von der reinen Verteilung her ist es so, dass die gro&szlig;en zwar auch mehr forschen als die kleinen, aber sie erhalten auch &uuml;berproportional mehr Gelder.&rdquo;&hellip;<br>\nWirkliche Innovationen lassen sich naturgem&auml;&szlig; nicht vorhersehen &ndash; richten sich nicht nach den Interessen von Ministerien und Gremien. In der &ouml;ffentlichen Forschung an den Hochschulen spricht man deshalb schon seit Jahren vom &ldquo;Innovationskiller Projektf&ouml;rderung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1904861\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Fernsehr&auml;terepublik<\/strong><br>\nDie CSU profitiert davon, dass sie einerseits als reine Regionalpartei im Bundestag Teil des Fraktionsverbundes mit der CDU ist, andererseits aber als eigenst&auml;ndige Partei mit bundesweitem Anspruch behandelt wird. Dies f&uuml;hrt dann auch zu den aburden Generalsekret&auml;rsrunden nach Landtagswahlen, an denen auch die CSU teilnimmt, obwohl sie nicht geringste mit diesen Wahlen zu tun hat.<br>\nDeshalb kann von Chancengleichheit der bayerischen Parteien im Kampf um die politische F&uuml;hrung des Landes keine Rede sein. Und das bisschen, was der bayrischen SPD an TV-Aufmerksamkeit geg&ouml;nnt wird, wollte Strepp auch noch beseitigen&hellip;<br>\nBeim ZDF werden Verwaltungs- und Fernsehrat von aktiven Parteipolitikern, darunter vier Ministerpr&auml;sidenten, und ihrem Anhang dominiert.<br>\nDas f&uuml;hrt dazu, dass zentrale Personalentscheidungen von denen gef&auml;llt werden, die eigentlich kontrolliert werden sollen. Immer noch  herrscht die Unsitte, die wesentlich gravierender ist als der Fall Strepp, dass F&uuml;hrungspositionen nach dem Rechts\/Links-Schema besetzt werden. Und die Journalisten, die trotz des parteipolitischen Kuhhandels unabh&auml;ngig ihrem Auftrag nachkommen, m&uuml;ssen sich anschlie&szlig;end vor politischen R&auml;ten f&uuml;r ihre Arbeit rechtfertigen. Dadurch ist Machtmi&szlig;brauch geradezu institutionalisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3929\">Sprengsatz<\/a> \n<p><strong>Dazu auch: Die unheimlichen Mainzelmacher<\/strong><br>\nDer Skandal um die CSU-Intervention beim ZDF? Schlimm genug. Schlimmer: Politiker kontrollieren in Rundfunkgremien diejenigen, die sie kontrollieren sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politische-Einflussnahme-auf-Medien\/!104431\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Romneys Pl&auml;ne f&uuml;r die Wirtschaft<\/strong><br>\nF&uuml;r seinen ersten Tag im Wei&szlig;en Haus hat sich Mitt Romney viel vorgenommen. Der neue Pr&auml;sident will gleich nach der Amtseinf&uuml;hrung am 20. Januar 2013 &ldquo;Obamacare&rdquo; aufheben, die Gesundheitsreform des Vorg&auml;ngers. Noch vor dem Lunch kn&ouml;pft er sich dann China vor: Romney hat angek&uuml;ndigt, die zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht der Welt als &ldquo;W&auml;hrungsmanipulator&rdquo; zu brandmarken, um Handelssanktionen zu erleichtern. Die Mittagspause f&auml;llt aus, denn: &ldquo;An seinem ersten Tag im Amt wird Romney alle Bundesbeh&ouml;rden anweisen, die R&uuml;cknahme jedweder Regulierung der Obama-Regierung einzuleiten, die die Wirtschaft oder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen &uuml;ber Geb&uuml;hr belastet&rdquo;, haben die Republikaner in ihrem Wachstumsplan versprochen.<br>\nDas Herzst&uuml;ck von Romneys Pl&auml;nen ist die Senkung der Steuers&auml;tze quer &uuml;ber den Tarif. Der Spitzensteuersatz w&uuml;rde von 35 auf 28 Prozent fallen; der niedrigste Satz von zehn auf acht Prozent. Unternehmen sollen nur noch 25 statt wie bisher 35 Prozent zahlen. Die Reform soll aufkommensneutral sein, finanziert durch die Streichung von Schlupfl&ouml;chern und Abschreibungsm&ouml;glichkeiten. Das, urteilte Bruce Bartlett, Berater des fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten Ronald Reagan, stimuliere die Wirtschaft im Prinzip schon: &ldquo;Aber die Idee, dass eine Steuerreform eine Wirtschaft auf Touren bringt, die unter den Nachwirkungen eines zyklischen Abschwungs leidet, ist Unsinn.&rdquo; Allerdings glaubt ohnehin niemand, dass die Steuerreform voll gegenfinanziert werden kann. Das Obama-Lager beziffert die Kosten auf 5000 Mrd. Dollar &uuml;ber eine Dekade und beruft sich dabei auf eine Studie des unabh&auml;ngigen Tax Policy Center. Romney bestreitet das, ist aber Details zur Finanzierung schuldig geblieben.Innerhalb von &ldquo;acht bis zehn Jahren&rdquo; will der Republikaner den Haushalt ausgleichen, obwohl er h&ouml;here Milit&auml;rausgaben plant. 500 Mrd. Dollar will er j&auml;hrlich einsparen &ndash; unterstellt dabei aber ein &uuml;ppiges Wachstum von vier Prozent. Barry Eichengreen, Professor in Berkeley, rechnet f&uuml;r den Fall, dass die Republikaner auch die Mehrheit im Senat erringen, mit &ldquo;scharfen Ausgabenk&uuml;rzungen&rdquo;. &ldquo;Das w&auml;re schlecht f&uuml;rs Wachstum&rdquo;, sagt er, denn es w&uuml;rde kurzfristig zu einem negativen fiskalischen Impuls f&uuml;hren. Mittelfristig w&uuml;rde der Staat weniger f&uuml;r Infrastruktur, Bildung, Forschung ausgeben, warnt der &Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:us-wahl-2012-romneys-plaene-fuer-die-wirtschaft\/70111054.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer am <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/diskussionen\/obama_gegen_romney_wer_ist_der_bessere_fuers_weisse_haus_\/535045?datum=2012-10-28\">Sonntag den Presseclub angesehen hat<\/a>, kann sich nur wundern.<\/em><br>\n<em>Mitt Romney wurde in einer Weise weichgesp&uuml;lt (pragmatisch, unideologisch, Mann der Mitte), die einen wieder einmal verzweifeln lie&szlig;, an der Auswahl solcher Runden bzw. der Qualit&auml;t unserer Spitzenjournalisten. Die im Vorwahlkampf und Wahlkampf vorgetragenen Positionen seien nicht der wahre Romney, sondern nur Situation geschuldet. Das ist doch albern, inwiefern soll Romney als Pr&auml;sident pl&ouml;tzlich f&uuml;r Finanzmarktregulierungen einstehen, wenn in seinem Programm die Aufhebung von Regulierungen steht usw. Als ob es das nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit bestimmte Video nie gegeben h&auml;tte, im dem er vor Gleichgesinnten die H&auml;lfte der Amerikaner zu Sozialschmarotzern erkl&auml;rt und damit sein wahres Gesicht zeigte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14865\">Michael Glos und sein Amtseid<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Einige Leser wiesen mich darauf hin, dass folgende Formulierung ungl&uuml;cklich ist:<\/em>\n<blockquote><p><em>Was einen M&uuml;llermeister mit mittlerer Reife dazu qualifiziert, von der Beteiligungsgesellschaft RHJ (fr&uuml;her Ripplewood) als Berater mehr als 7.000 Euro pro Monat beziehen, wei&szlig; sicher nur Michael Glos.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Leser haben recht, die Formulierung ist in der Tat ungl&uuml;cklich. Selbstverst&auml;ndlich will ich einem Meister oder einem Absolventen der mittleren Reife nichts absprechen. Im Gegenteil, wer mit beiden Beinen im Leben steht, h&auml;tte eigentlich gerade f&uuml;r &bdquo;Heuschrecken&ldquo; wie RHJ sicherlich wesentlich sinnvollere Tips als das Heer der BWLer und Anw&auml;lte, das f&uuml;r RHJ t&auml;tig ist. Meine Anmerkung will dann auch genau diesen Widerspruch ins Zentrum r&uuml;cken. In der Welt der Investmentbanker, Heuschrecken und Berater z&auml;hlen eben nicht die Qualit&auml;ten und Qualifikationen, die in einer vern&uuml;nftigen Wirtschaftswelt z&auml;hlen sollen. In dieser Welt gilt nun einmal &ndash; so zynisch sich das anh&ouml;ren mag &ndash; ein M&uuml;llermeister nicht viel. Das verteidige ich nicht, ich kritisiere dieses Denken ausdr&uuml;cklich und finde es zynisch von Michael Glos, seine Arbeitgeber aus der freien Wirtschaft auf diese Art und Weise rein waschen zu wollen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser M.B. machte uns auch auf folgendes aufmerksam:<\/strong> Passend zu Glos Amtseid hat auch die Berliner Wirtschaftssenatorin Yzer ihr Amt definiert: Auf die Frage &ldquo;Sie werden bisher vor allem als ehemalige Pharma-Lobbyistin wahrgenommen. Ein Problem f&uuml;r Sie?&rdquo; antwortet Yzer, mit offensichtlich zutiefst korrumpierter Grundeinstellung:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Ich bin jetzt Wirtschaftssenatorin und damit allen Unternehmen dieser Stadt verpflichtet, nicht nur einer Branche.&rdquo;<\/em><br>\n<em>nachzulesen <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/wirtschaftssenatorin-cornelia-yzer--meine-arbeit-im-verband-ist-vergangenheit-,10809148,20657348.html\">hier<\/a> (Berliner Zeitung, 18.10.2012)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Zu Cornelia Yzer sehe auch hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14437\">Cornelia Yzer &ndash; Durch die Dreht&uuml;r und zur&uuml;ck<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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