{"id":14874,"date":"2012-10-29T15:21:55","date_gmt":"2012-10-29T13:21:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14874"},"modified":"2015-05-02T10:26:50","modified_gmt":"2015-05-02T08:26:50","slug":"der-anruf-des-csu-sprechers-beim-zdf-wirkt-wie-ein-paravent-hinter-dem-sich-schlimmeres-verburgt-und-auch-nicht-neu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14874","title":{"rendered":"Der Anruf des CSU-Sprechers beim ZDF wirkt wie ein Paravent, hinter dem sich Schlimmeres verbirgt. Und auch nicht neu."},"content":{"rendered":"<p>Fordernde und kritisierende Anrufe von Politikern und ihren Zuarbeitern bei Fernsehsendern sind schlimm, aber sie sind &uuml;blich. Der Chefredakteur des ZDF berichtete mir schon Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, dass er regelm&auml;&szlig;ig vom Generalsekret&auml;r der CDU mit Kritik behelligt w&uuml;rde und sich &uuml;ber die damalige Zur&uuml;ckhaltung der SPD wunderte. Also, so neu ist nicht, was der CSU-Sprecher versucht hat. Noch wichtiger: die anderen Einflussnahmen auf die ideologische Linie, auf einzelne Inhalte, auf Sendungen und Sendewochen, auf Talkshows, auf die Auswahl der G&auml;ste und des Publikums sind viel schlimmer. Die Dauer-PR, also die Integration von Public Relations-Journalisten in den Reaktionen wie auch der ausgepr&auml;gte Kampagnenjournalismus einer Reihe von Redaktionen stellt die Anrufe der Sprecher von CSU Politikern weit in den Schatten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nZu Ihrer Information vorweg der Hinweis auf einige wenige Beitr&auml;ge zum Thema. In der Anlage finden Sie eine Auswahl &ndash; von der S&uuml;ddeutschen Zeitung &uuml;ber die FAZ bis zur Bild-Zeitung.<\/p><p>Damit keine Missverst&auml;ndnisse aufkommen, wiederhole ich: Was da von CSU-Seite geschah, ist schlimm. Ich will nur anregen, dass Sie sich den Blick auf noch gravierendere Vorg&auml;nge nicht verstellen lassen. Einige davon liste ich nacheinander auf, stichwortartig und ohne Gewichtung:<\/p><ol>\n<li><strong>Personalpolitik und personelle Verflechtung mit ideologisch eindeutig ausgerichteten Organisationen<\/strong><br>\nDie Union und mit ihr rechtskonservative, der Wirtschaft nahestehende Gruppen und Einrichtungen haben Einfluss auf die Personalpolitik der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender. Wichtige Positionen beim ZDF, beim WDR, beim Bayerischen Rundfunk, beim MDR und Deutschlandfunk, beim SWR u.a.m. sind vom konservativen, der neoliberalen Ideologie zugeneigten Personen besetzt. Es gibt kaum noch Personen in wichtigen Funktionen, die den abh&auml;ngig Arbeitenden und den Gewerkschaften nahe stehen. Wenn nach ungeschriebenen Gesetzen die SPD Einfluss auf die Personalentscheidungen hatte, dann hat sie sich f&uuml;r eher konservativ gewirkte Personen entschieden. Ein Musterbeispiel ist Peter Frey auf dem Sessel des Chefredakteurs des ZDF. Er ist ein netter Kerl, aber zum Beispiel hammerhart gegen jede politische Alternative links von Frau Merkel. Peter Frey ist seit 2006 <a href=\"http:\/\/www.cap-lmu.de\/cap\/fellows\/frey.php\">Fellow<\/a> der Bertelsmann Gr&uuml;ndung CAP. Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theve&szlig;en, also Peter Freys Stellvertreter, ist verl&auml;sslich rechtskonservativ verortet. Liese f&uuml;r andere Sender beispielhafte &bdquo;Mischung&ldquo; zeigt, dass die Personalpolitik um vieles nachhaltiger wirkt als noch so viele Telefonanrufe.<\/li>\n<li><strong>PR<\/strong><br>\nWie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sender in Diensten von Public Relations und Public Relations-Agenturen stehen, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass die Verflechtung gro&szlig; ist. Es ist ja auch au&szlig;erordentlich lukrativ f&uuml;r Journalistinnen und Journalisten, nebenher f&uuml;r Verb&auml;nde und Unternehmen zu arbeiten. Schlie&szlig;lich bekommt man daf&uuml;r nicht nur Geld. Man wird auch mit Informationen best&uuml;ckt. Wer f&uuml;r die Pharmaindustrie arbeitet oder f&uuml;r die Versicherungswirtschaft, der hat auch Zugang zu den Daten dieser Wirtschaftszweige und ist schon deshalb schneller und oft auch besser informiert, als der Kollege ohne Public Relations Verbindung und &ndash;Auftrag. Mir begegnete diese Verkn&uuml;pfung schon Ende der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts, als ich davon erfuhr, dass ein bedeutender Wirtschaftsjournalist der Bonner Szene viel mehr &uuml;ber Auftr&auml;ge von Verb&auml;nden, Sparkassen und Unternehmen verdiente als durch seine redaktionelle Arbeit. Im Sp&auml;therbst 1969 war ich mit dem Ph&auml;nomen konfrontiert, dass ein Agenturjournalist f&uuml;r einfache Humantouch-Geschichten zu Gunsten einer Partei im Bundestagswahlkampf 1969 innerhalb von maximal neun Monaten &uuml;ber eine halbe Million DM verdiente.<br>\nSiehe dazu auch einen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7327\">Beitrag in den NachDenkSeiten vom 11. November 2010<\/a>.\n<blockquote><p><em>&bdquo;40 Prozent von allem, was man in den USA in den Zeitungen liest oder im Fernsehen sieht, ist von PR-Firmen im Auftrag ihrer Kunden geschrieben oder produziert worden. Die PR-Erzeugnisse werden in den freien Medienmarkt gedr&uuml;ckt von den &uuml;ber 200.000 Mitarbeitern der Public Relations Industrie.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das war die Aussage von John Stauber, dem damaligen Leiter von PR-Watch in einem Feature von Elise Fried und Peter Kreysler f&uuml;r den Deutschlandfunk\/WDR vom 1.4.2003. Inzwischen ist es vermutlich noch schlimmer. (Das Manuskript der Sendung ist immer noch lesenswert. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121029_kreysler010403.pdf\">PDF siehe hier [PDF &ndash; 273.8 KB]<\/a>)<\/p><\/li>\n<li><strong>Kampagnenjournalismus<\/strong><br>\nEs ist nicht zu &uuml;bersehen, dass auch die &Ouml;ffentlich-rechtlichen Sender ZDF und ARD in Kampagnen der Meinungsmache eingebaut sind und ihrer Aufgabe, das Geschehen kritisch zu begleiten nicht gerecht werden. Ein herausragend gutes Beispiel daf&uuml;r ist die Kampagne zum angeblich dramatischen demographischen Wandel und der angeblichen Notwendigkeit, privat vorzusorgen. In den einzelnen Sendern liefen reihenweise Sendungen dieser Art. Serien wurden angesetzt, um die Propaganda im Interesse der Versicherungskonzerne, der Banken und der Finanzdienstleister zu unterst&uuml;tzen. Dazu nur wenige Beispiele:\n<ul>\n<li>Zum Beispiel die Ver&ouml;ffentlichung einer so genannten Studie des Berlin Instituts zum demographischen Wandel am 15. M&auml;rz 2006 und das gleichzeitige Feuerwerk an PR-gesteuerten Artikeln und Sendungen in nahezu allen deutschen Medien. Wir sind auf den NachDenkSeiten mehrmals darauf eingegangen. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1077\">Hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=246\">hier<\/a> zum Beispiel.<\/li>\n<li>Das ZDF engagiert sich. Drei Folien aus meiner ppt-Dokumentation.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_zdf_01.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_zdf_02.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121029_zdf_03.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Das war nur ein winziger Ausschnitt aus der Welt der Kampagnen beim ZDF wie bei der ARD und selbstverst&auml;ndlich bei den privaten elektronischen und gedruckten Medien.<\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li><li><strong>Die Ausgliederung der Produktion wichtiger Sendungen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender in eigene private Gesellschaften, typisch die Talkshows.<\/strong><br>\nDa gibt es zum Beispiel:\n<ul>\n<li><strong>Produktion &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/hartaberfair\/sendungen\/2012\/0123\/index.php5\">hart aber fair<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nist eine Gemeinschaftsproduktion der Produktionsfirmen &ldquo;Ansager &amp; Schnipselmann&rdquo; (A&amp;S) und klarlogo im Auftrag des WDR<\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.vincent-tv.de\/de\/tv\/index_tv.php\">Vincent TV<\/a><\/strong><br>\nist die Produktionsgesellschaft von &bdquo;Menschen bei Maischberger&ldquo;<\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.cinecentrum.de\/ueber-uns\/unternehmensstruktur\/beckground-tv.html\">CineCentrum<\/a><\/strong><br>\nist die Produktionsgesellschaft von Reinhold Beckmann<\/li>\n<li><strong>Die Firma <a href=\"http:\/\/www.docstation.de\/index\/aboutus\">doc.station Medienproduktion GmbH<\/a><\/strong><br>\nproduziert die Talkshow von Maybritt Illner. Diese GmbH wurde im August 1999 gegr&uuml;ndet und hat ihren Sitz in Hamburg. Einziger Gesellschafter ist die Firma ZDF-Enterprises aus Mainz.<\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/iutv.de\/\">I&amp;uTV<\/a><\/strong><br>\nproduziert Sendungen von G&uuml;nther Jauch, und auch Sendungen f&uuml;r <a href=\"https:\/\/iutv.de\/produktionen\">RTL und f&uuml;r Stern TV<\/a> &ndash; Stern TV ist das Kind der Bertelsmann Gesellschaft Gruner &amp; Jahr. <\/li>\n<li>Etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit der Auslagerung der Produktion ist de facto auch ein weiter Dispositionsspielraum in private Produktionsgesellschaften verlagert worden. Das kann die Themenauswahl bestimmen; es bestimmt mit Sicherheit die Auswahl der eingeladenen G&auml;ste wie auch die Auswahl des applaudierenden Publikums.<\/p>\n<p>Diese Konstellation &ouml;ffnet die Talkshows f&uuml;r den Einfluss privater Interessen und ihrer PR Agenturen und dies ist bei weitem pr&auml;gender f&uuml;r die Medien als noch so viele Anrufe von Pressesprechern der Parteien.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die einseitige Auswahl von Experten<\/strong><br>\nDie Professoren Raffelh&uuml;schen, R&uuml;rup, Sinn, Straubhaar, Miegel, H&uuml;ther etc, von denen ausreichend bekannt ist, dass sie als Lobbyisten t&auml;tig sind oder dass sie sich schon gewaltig geirrt haben, werden auch von &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien immer wieder als &bdquo;Experten&ldquo; geladen und auch so genannt, obwohl dies in den meisten F&auml;llen eine grobe Unwahrheit darstellt. Besonders apart ist die auffallend h&auml;ufige Beanspruchung des Direktors des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael H&uuml;ther. Er m&uuml;sste seine Interessenabh&auml;ngigkeit gar nicht hinter einem Professorentitel verstecken. Er wird trotzdem unentwegt als &bdquo;Experte&ldquo;  eingeladen. Das geht nur, weil die einschl&auml;gigen Medienmacher der Wirtschaft nahe stehen.<\/li>\n<li><strong>Die &Uuml;bernahme von Produktionen, die unter Lobby Einfluss stehen und auch von dort bezahlt wurden.<\/strong><br>\nBestes Beispiel aus der Vergangenheit ist die Produktion von Sozialstaats-kritischen Fernsehsendungen mit Unterst&uuml;tzung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft durch G&uuml;nter Ederer.<\/li>\n<li><strong>Die Vereinnahmung von Chefredakteuren durch Angela Merkel<\/strong><br>\nGelegentlich treffen sich Spitzenpolitiker mit den Chefredakteuren wichtiger Medien. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden &ndash; es sei denn, diese Chefredakteure lassen sich bei solchen Gelegenheiten &bdquo;einkaufen&ldquo;. Als solches muss man das Treffen der Bundeskanzlerin mit den Chefredakteuren wichtiger Medien wenige Tage nach der Rettung der HRE durch die Bundesregierung Ende September 2008 betrachten. Ich zitiere dazu aus seinem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/serie-wozu-noch-journalismus-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398-2\">Beitrag von Jakob Augstein vom 22.7.2010<\/a>:\n<blockquote><p>&bdquo;<strong><em>Merkels Einladung der Chefredakteure<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erw&auml;hnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der gro&szlig;en Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausf&uuml;hrlichen Bericht &uuml;ber dieses Treffen, der ver&ouml;ffentlicht worden w&auml;re und &uuml;berhaupt nur wenige Erw&auml;hnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in d&uuml;rren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zur&uuml;ckhaltend &uuml;ber die Krise zu berichten und keine Panik zu sch&uuml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate sp&auml;ter, wunderte sich die taz &uuml;ber die Medien: &ldquo;Sie halten die B&uuml;rger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden B&uuml;rgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats&rdquo;l&ouml;hne&rdquo; das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.<\/em><\/p>\n<p><em>Die S&uuml;ddeutsche vom 15. Januar beispielsweise versteckt die Mitteilung, dass die Hypo Real Estate zum vierten Mal in vier Monaten Milliarden Bargeld und B&uuml;rgschaften braucht, unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Wenn Steinbr&uuml;ck an die T&uuml;r klopf&rdquo;. Die Bild-Zeitung &uuml;brigens bekam sogar einen Preis daf&uuml;r, dass sie so &ldquo;verantwortungsvoll&rdquo; berichtet habe. Einen Preis, der von Journalisten verliehen wurde.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Im konkreten Fall hat Angela Merkel im Gespr&auml;ch mit den Chefredakteuren nicht nur erreicht, dass diese keine Panik in der Finanzkrise verbreiten. Sie hat auch erreicht, dass &uuml;ber die gro&szlig;en Skandale der unn&ouml;tigen und teuren Rettung von IKB und HRE zum Beispiel bis heute weit gehend geschwiegen wird. Ein Beitrag im Berliner Tagesspiegel &uuml;ber die mit &uuml;ber 100 Milliarden &euro; f&uuml;r die HRE Geretteten wurde anschlie&szlig;end nicht weiter ausgewertet, obwohl er sehr viel mehr gab. Auch das ist ein Ergebnis der Einbindung der Chefredakteure.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die besondere Verbindung der Bundeskanzlerin zu wichtigen Medieneignern<\/strong><br>\nDie Union braucht eigentlich keine Telefongespr&auml;che zwischen Parteisprechern und Redakteuren der verschiedenen Medien. Angela Merkel ist eng vernetzt mit den Spitzen der Medienkonzerne (Liz Mohn, Friede Springer) und den Redaktionen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender&hellip;<\/li>\n<li><strong>Verabredetes Schweigen &uuml;ber die politische Konkurrenz<\/strong><br>\nOffenbar gibt es so etwas wie konkludentes Handeln bei den Medien, also unausgesprochen einvernehmliches Agieren. Das aus meiner Sicht beste Beispiel daf&uuml;r ist die systematische Stigmatisierung und immer mehr auch das Verschweigen von Aktionen der Linkspartei. Die deutschen Medien haben offensichtlich mehrheitlich entschieden, dass es keine Koalition Links von Merkels Union geben soll. Also wird die Linkspartei totgeschwiegen, wenn es irgendwie geht wird die M&ouml;glichkeit einer Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei wie das Selbstverst&auml;ndlichste auf der Welt aus der Debatte verbannt. Dieses verschweigen muss nicht nur Sympathisanten der Linkspartei irritieren. Es irritiert auch all jene, f&uuml;r die das Leben der Demokratie eng mit der M&ouml;glichkeit von politischen Alternativen und damit von Wahlm&ouml;glichkeiten verbunden ist.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Anlage:<\/strong><br>\nDas folgende sind die &Uuml;berschriften und die Einf&uuml;hrungen zu einigen wenigen Artikeln zur Aff&auml;re um den Pressesprecher der CSU. Zu Ihrer schnellen Information und ohne jeden Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit:<\/p><ul>\n<li><strong>Nach Anruf beim ZDF <\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/nach-anruf-beim-zdf-csu-sprecher-strepp-gibt-auf-1.1505976\">CSU-Sprecher Strepp gibt auf<\/a><\/strong>\n<p>25.10.2012, 12:24<\/p>\n<p>Der wegen des Anrufs beim ZDF in die Kritik geratene CSU-Sprecher Hans Michael Strepp h&ouml;rt auf. Parteichef Seehofer entsprach einer Bitte Strepps, ihn von seiner Aufgabe zu entbinden.<br>\n&hellip;<\/p><\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1377709\">Medien &ndash; Parteien: Medien-Aff&auml;re der CSU weitet sich aus<\/a><\/strong><br>\n&hellip;<\/li>\n<li><strong>CSU ruft ZDF an<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/csu-ruft-zdf-an-oeffentlich-naechtlich-11941610.html\">&Ouml;ffentlich- N&auml;chtlich<\/a><\/strong><br>\n28.10.2012 &middot; Wer die Pressefreiheit bedroht, muss das gar nicht auf so offensichtliche Weise machen wie die Sprecher aus M&uuml;nchen. Die R&auml;te, nicht die Anrufe sind das Problem.<br>\n&hellip;<\/li>\n<li><strong>Presseschau zum Fall Strepp <\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/csu\/zdf-affaere-bringt-seehofer-in-not-presseschau-26888432.bild.html\">ZDF-Aff&auml;re bringt Seehofer in Not<\/a><\/strong><br>\nAuch nach der Entlassung des CSU-Sprechers ist der Fall um die angeblich versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung des ZDF f&uuml;r die Christsozialen nicht ausgestanden<br>\n&hellip;<\/li>\n<li><strong>Nach der ZDF-Aff&auml;re <\/strong><br>\n<strong>CSU w&uuml;tend und in Kampfeslaune<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/regional\/muenchen\/csu\/affaere-pressesprecher-hans-michael-strepp-zdf-26921702.bild.html\">Fraktionschef Schmid fordert eidesstattliche Versicherungen von Journalisten<\/a><\/strong><br>\n&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fordernde und kritisierende Anrufe von Politikern und ihren Zuarbeitern bei Fernsehsendern sind schlimm, aber sie sind &uuml;blich. Der Chefredakteur des ZDF berichtete mir schon Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, dass er regelm&auml;&szlig;ig vom Generalsekret&auml;r der CDU mit Kritik behelligt w&uuml;rde und sich &uuml;ber die damalige Zur&uuml;ckhaltung der SPD wunderte. 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