{"id":148870,"date":"2026-04-09T11:00:16","date_gmt":"2026-04-09T09:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148870"},"modified":"2026-04-09T13:12:29","modified_gmt":"2026-04-09T11:12:29","slug":"dienst-an-der-waffe-von-zwang-pflicht-und-der-brutalen-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148870","title":{"rendered":"Dienst an der Waffe: Von Zwang, Pflicht und der brutalen Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/x.com\/JohannesVarwick\/status\/2037265476787855569\">&bdquo;Wenn es notwendig w&auml;re, w&auml;re ich auch f&uuml;r Zwang&ldquo;<\/a>, sagte vor kurzem Johannes Varwick bei einer Diskussionsrunde am Berliner Schadow-Gymnasium zum Thema Wehrdienst. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146574\">Varwick<\/a> geh&ouml;rt zu jenen mutigen Wissenschaftlern, die sich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146566\">immer wieder<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KT0hg_8tn7M\">kritisch<\/a> zum Ukraine-Krieg und dem Verhalten der NATO &auml;u&szlig;ern. Seine Aussage zum Thema Wehrpflicht erschreckt jedoch. Immer wieder ist festzustellen, dass selbst kritische Geister unter bestimmten Umst&auml;nden einen Zwang beim Wehrdienst bef&uuml;rworten. Daf&uuml;r haben sie bestimmt Gr&uuml;nde. Doch begreifen sie, was Zwang bei diesem Thema in letzter Konsequenz bedeuten kann? Zur Erinnerung: Die Politik hat die Losung &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; ausgeben. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nKein Staat darf das Recht haben, einen Menschen dazu zu zwingen, einen anderen Menschen zu t&ouml;ten. Kein Staat darf einen anderen Menschen in eine Situation bringen, in der er gezwungen ist, sich selbst t&ouml;ten zu lassen. Beides passiert in einem Krieg. Beides ist barbarisch. Beides ist unmenschlich. Und genau das kann in letzter Konsequenz passieren, wenn ein Staat B&uuml;rger gegen ihren Willen mit der Waffe in der Hand in den Krieg schickt.<\/p><p>Dass diese Zeilen gleich zu Beginn dieses Textes stehen, hat einen Grund. Doch der Reihe nach.<\/p><p>Werfen wir zuerst einen Blick in die Ukraine.<\/p><p>Die Ukraine ist im Krieg. In der Ukraine gibt es eine Wehrpflicht. Und es gibt Ukrainer, die nicht in den Krieg ziehen wollen. Wohl jeder d&uuml;rfte mittlerweile die furchtbaren Videos aus der Ukraine kennen, die zeigen, wie M&auml;nner, die sich dem Wehrdienst entziehen wollen, behandelt werden. Die Szenen &auml;hneln sich immer wieder. Mitarbeiter der staatlichen Beh&ouml;rde wollen M&auml;nner auf der Stra&szlig;e kontrollieren, um zu sehen, ob sie zur Ableistung des Wehrdienstes ausgeschrieben sind. Je nach Umstand sollen die M&auml;nner sofort mitgenommen werden. Widersetzen sich die Kontrollierten, kommt es zum Einsatz k&ouml;rperlicher Gewalt. Unter Schl&auml;gen, Tritten und dem Einsatz von Pfefferspray werden die M&auml;nner in Autos gezerrt. <\/p><p>Die Videos k&ouml;nnen nicht immer verifiziert werden. Doch die mittlerweile <a href=\"https:\/\/kyivindependent.com\/ukrainian-ombudsman-receives-over-6-000-complaints-against-enlistment-officers-in-2025\/\">tausenden Beschwerden<\/a> beim Ombudsman des ukrainischen Parlaments, die Rekrutierungen betreffend, lassen erahnen: Hier geht es um ein reales Problem. Die Berichte von etwa der <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cz994d6vqe5o\"><em>BBC<\/em><\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/inside-ukraines-search-for-suspected-draft-dodgers\/video-75236215\"><em>Deutschen Welle<\/em><\/a>, <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/en\/international\/article\/2024\/10\/03\/ukraine-is-employing-increasingly-controversial-methods-for-mobilization_6728127_4.html\"><em>Le Monde<\/em><\/a>, zahlreicher <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2025\/8\/8\/ukraines-conscription-crisis-alleged-abuse-leads-to-protests-emigration\">anderer Medien<\/a> sowie die vielen auf der zivilgesellschaftlichen Plattform <a href=\"https:\/\/busification.org\/\">Bussification<\/a> ver&ouml;ffentlichten Videos f&uuml;hren den Schrecken vor Augen.<\/p><p>Der ukrainische Botschafter in Deutschland ver&ouml;ffentlichte die Tage einen <a href=\"https:\/\/x.com\/Makeiev\/status\/2040009721348861966\">Tweet<\/a> auf der Plattform <em>X<\/em> mit den Worten:<\/p><blockquote><p>\n<em>Ein Land im Krieg organisiert seine Verteidigung. Das hei&szlig;t Generalmobilmachung, nicht &bdquo;Zwangsrekrutierung&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der ukrainische Botschafter mag den Begriff &bdquo;Zwangsrekrutierungen&ldquo; ablehnen: Es &auml;ndert nichts an der Realit&auml;t. In der Ukraine ist zu beobachten, was man als Menschenf&auml;ngerei bezeichnen muss. Allerdings, das gilt es hervorzuheben: Die Mitarbeiter der Beh&ouml;rde d&uuml;rfen, wenn Personen sich bei der Kontrolle widersetzen, legal auch Gewalt anwenden, wenngleich nicht exzessiv. Schlie&szlig;lich: Die M&auml;nner, die sich dem Wehrdienst widersetzen wollen, versto&szlig;en gegen das Gesetz.<\/p><p>Ein grundlegendes Problem wird sichtbar.<\/p><p>Was das mit der aktuellen Debatte in Deutschland zum Thema Wehrpflicht zu tun hat, liegt auf der Hand. Ein Recht, das den Wehrdienst zur Pflicht macht, kann gef&auml;hrlich werden. Denn: Wo Pflicht ist, ist Zwang nicht weit. Und wo Zwang ist, droht Gewalt.<\/p><p>In Deutschland gab es lange eine Wehrpflicht. Das war in der Praxis kein gr&ouml;&szlig;eres Problem. Niemand wurde in Deutschland zum Dienst an der Waffe gezwungen. Wer nicht &bdquo;zum Bund&ldquo; wollte, konnte einen Ersatzdienst im zivilen Bereich ableisten.<\/p><p>Sollte demn&auml;chst &ndash; was nicht unwahrscheinlich ist &ndash; wieder eine Wehrpflicht eingef&uuml;hrt werden, wird es diese Option wieder geben. Und, sehr wichtig:<\/p><p>In Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n<em>Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das N&auml;here regelt ein Bundesgesetz.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Damit ist doch alles Ordnung, oder? Zwangsrekrutierungen, wie sie in der Ukraine zu beobachten sind, haben doch nichts mit Deutschland zu tun, oder?<\/p><p>Die Beobachtung der Realit&auml;t verdeutlicht: Das Grauen, das am Ende einer Entwicklung zu beobachten ist, zeigt sich eher selten am Anfang. Zu Beginn eines Krieges ziehen gesunde, muntere M&auml;nner los. Schwer traumatisiert, verst&uuml;mmelt und f&uuml;r den Rest ihres Leben gezeichnet, kommen sie danach zur&uuml;ck &ndash; wenn sie &uuml;berhaupt lebend das Schlachtfeld verlassen.<\/p><p>Ein Wehrpflicht hei&szlig;t gewiss nicht automatisch, dass irgendwann Zwangsrekrutierungen auf offener Stra&szlig;e unter dem Einsatz massiver Gewalt stattfinden werden. Dass das Eine aber die T&uuml;r f&uuml;r das Andere &ouml;ffnen <em>kann<\/em>, sollte jedem klar sein. Genauso einleuchtend sollte sein, dass es einen gro&szlig;en Unterschied zwischen einem Land gibt, das sich im Frieden befindet, und einem Land, das im Krieg ist.<\/p><p>In Deutschland gibt es den Schutzschild Grundgesetz. Doch dieser Schutzschild kam noch nie in einer Kriegssituation zum Einsatz.<\/p><p>Die Politik hat die Losung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127039\">Kriegst&uuml;chtigkeit<\/a> ausgegeben. In dem propagandistisch verseuchten Begriff steckt das Wort &ndash; um es deutlich hervorzuheben &ndash; <em>Krieg<\/em>. Politiker, die ein Land kriegst&uuml;chtig machen wollen, fassen den Begriff Krieg ins Auge. Diese gegenw&auml;rtige Situation gilt es, bei der Diskussion um den Dienst an der Waffe zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p>Alle kennen die Binsenweisheit: Papier ist geduldig. Auch das Grundgesetz steht auf Papier. In der Coronakrise wurde deutlich, das schwerste Grundrechtseingriffe vorgenommen wurden. Viele waren im Hinblick auf eine gesunde Grundrechtsauffassung untragbar. Menschen aus unserer Mitte mussten alleine, ohne ihre Lieben, in Krankenh&auml;usern und Heimen sterben. &bdquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar&ldquo;, lautet der erste, wichtigste Satz im Grundgesetz. Die Politik hat die W&uuml;rde des Menschen angetastet &ndash; freilich, f&uuml;r ein &bdquo;h&ouml;heres Gut&ldquo;, nur im &bdquo;besten Sinne&ldquo; f&uuml;r unser Gemeinwesen.<\/p><p>Wenn Politiker schon von Kriegst&uuml;chtigkeit sprechen, dann gibt es guten Grund, die Frage aufzuwerfen: Wie wird es im Kriegsfall in Deutschland sein?<\/p><p>Wer sich mit Macht auseinandersetzt, wei&szlig;: Macht vermag unter bestimmten Bedingungen alles. Gesetze k&ouml;nnen zu Wachs in den H&auml;nden der Politik werden. Und: Zu scheinbar unverr&uuml;ckbaren &bdquo;roten Linien&ldquo; sagte vor gar nicht so langer Zeit der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz: <a href=\"https:\/\/www.meine-zeitschrift.de\/die-zeit-49-2021.html?srsltid=AfmBOooheoUMJiFFTEi-CyiztYrZ0F64mztlNlI0RiyGgT8txtPNDuD3\">&bdquo;F&uuml;r meine Regierung gibt es keine roten Linien mehr&rdquo;<\/a>.<\/p><p>Einen gro&szlig;en Aufschrei der Demokratie gab es nicht.<\/p><p>Es gibt keinen vern&uuml;nftigen Grund anzunehmen, dass in einer extremen Ausnahmesituation wie etwa im Kriegsfall Politiker mit dem ehrenwerten Grundgesetz anders umgehen werden wie in der Coronazeit. Die Annahme, dass im &bdquo;Falle eines Falles&ldquo; das Grauen auch in Deutschland einziehen wird, hat ihre Berechtigung.<\/p><p>Im Krieg greifen Staaten nach den B&uuml;rgern. Die Politik will und braucht dann B&uuml;rger, die als Soldaten k&auml;mpfen.<\/p><p>Noch gibt es keinen Krieg. Doch schon jetzt ist der Griff des Staates nach den M&auml;nnern zu erkennen. Das neue Wehrgesetz, das zum 1. Januar g&uuml;ltig wurde, zeigt es. An Ostern wurde bekannt, dass im neuen Wehrgesetz eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148776\">Regel<\/a> steht, nach der M&auml;nner im Alter zwischen 17 und 45 Jahren eine l&auml;ngere Abwesenheit au&szlig;erhalb des Landes sich genehmigen lassen m&uuml;ssen. Nach heftiger Kritik &auml;u&szlig;erte sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit den Worten: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article69d52e2933b5b27dfdea0de2\/wehrdienst-alle-duerfen-selbstverstaendlich-verreisen-pistorius-reagiert-auf-kritik.html\">&bdquo;Derzeit &auml;ndert sich f&uuml;r die M&auml;nner nichts: Ob 17 oder 45 Jahre oder dazwischen &ndash; alle d&uuml;rfen selbstverst&auml;ndlich verreisen und brauchen derzeit daf&uuml;r auch keine Genehmigung&ldquo;.<\/a><\/p><p>Das Schl&uuml;sselwort lautet: <em>&bdquo;derzeit&ldquo;<\/em> &ndash; das in dem Zitat gleich zwei Mal Verwendung findet.<\/p><p>Das Wort hat den Charakter eines Scheunentors. Wehe, wenn die Politik dieses &bdquo;Tor&ldquo; &ouml;ffnet.<\/p><p>Anfang 2025 hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128940\">Beschluss<\/a> dargelegt, warum die Auslieferung eines ukrainischen Kriegsdienstverweigerers aus Deutschland zul&auml;ssig ist. Auch wenn es hier nicht um deutsche Wehrpflichtige geht, l&auml;sst die Argumentation des Gerichts tief blicken. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung sei demnach nicht absolut, es k&ouml;nne in einer au&szlig;erordentlichen Lage eingeschr&auml;nkt werden, die Aussetzung des Kriegsdienstverweigerungsrechts sei nicht von vornherein undenkbar. Kritiker des BGH-Beschlusses sagen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129326\">&bdquo;Im Kriegsfall wird es in Deutschland kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung geben.&ldquo;<\/a><\/p><p>Ob dem so sein wird oder nicht, sei dahingestellt. Die Gesamtentwicklung bietet Anlass zu gro&szlig;er Sorge.<\/p><p>Ende M&auml;rz lud das Berliner Schadow-Gymnasium zu einer Diskussion zum Thema Wehrpflicht. Auch Johannes Varwick war zu Gast. In einem Videoausschnitt <a href=\"https:\/\/x.com\/JohannesVarwick\/status\/2037265476787855569\">sagt<\/a> der Politikwissenschaftler:<\/p><blockquote><p>\n<em>Wenn es notwendig w&auml;re, dann w&auml;re ich auch f&uuml;r Zwang.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Auf Nachfrage auf der Plattform <em>X<\/em>, wie die Aussage zu verstehen sei, <a href=\"https:\/\/x.com\/JohannesVarwick\/status\/2037404929640304937\">antwortete er<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>Genau so, wie ich es sagte: ein Staat kann und darf Zwang aus&uuml;ben &ndash; soweit zwingend erforderlich (und legitim)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und er <a href=\"https:\/\/x.com\/JohannesVarwick\/status\/2037428528849826303\">f&uuml;gt an<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>Wir k&ouml;nnen (und m&uuml;ssen) &uuml;ber Legitimit&auml;t streiten. Aber bei der Frage des Zwangs haben wir vermutlich Bewertungsunterschiede.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Angesprochen in einem NachDenkSeiten-Interview auf seine Positionierung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148494\">konkretisierte<\/a> Varwick mit folgenden Worten:<\/p><blockquote><p>\n<em>Altkanzler Helmut Schmidt hat mal bei einem &ouml;ffentlichen Gel&ouml;bnis vor Bundeswehrrekruten gesagt: Ihr k&ouml;nnt euch darauf verlassen, dieser Staat wird euch nicht missbrauchen. Das ist f&uuml;r mich der Ma&szlig;stab. Anders formuliert: Wenn die sicherheitspolitische Lage eine Wehrpflicht zur Landesverteidigung erforderlich machen w&uuml;rde, dann w&auml;re ich daf&uuml;r, zumal das Recht auf zivilen Ersatzdienst ebenso Verfassungsrang hat. Beides w&uuml;rde aber auch Zwangselemente beinhalten. Wenn das nicht m&ouml;glich w&auml;re, w&auml;re ein Staat am Ende.<\/em><\/p>\n<p><em>Und die moralische Grenze muss jeder f&uuml;r sich selbst ausloten &ndash; wer sich dem System entziehen will, der kann dies tun, muss aber dann die Konsequenzen tragen. Im &Uuml;brigen: Im Krieg w&uuml;rden auch Zivilisten gegen ihren Willen get&ouml;tet und wir m&uuml;ssen dar&uuml;ber streiten, wie sich das verhindern l&auml;sst. So weit sind wir gl&uuml;cklicherweise in Deutschland derzeit nicht, aber deshalb brauchen wir zugleich eine politische Debatte &uuml;ber die richtige Sicherheitspolitik. Das kann man einfach nicht von der Beurteilung zur Legitimit&auml;t einer Wehrpflicht trennen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Diese S&auml;tze gilt es, sacken zu lassen. Aussagen sind zu h&ouml;ren, die vielleicht vordergr&uuml;ndig vern&uuml;nftig und rational nachvollziehbar scheinen. Und Aussagen wie diese sind &ndash; auf die eine oder andere Weise &ndash; immer mal wieder auch von kritischen Leuten zu h&ouml;ren, die mit aktuellen Entwicklungen ebenfalls nicht einverstanden sind, aber unter Umst&auml;nden einen Zwang in Sachen Landesverteidigung f&uuml;r angebracht halten. Doch was hier vern&uuml;nftig und nachvollziehbar klingt, h&auml;lt einer kritischen Betrachtung nicht stand.<\/p><p>Schmidt geh&ouml;rte noch zu jener Generation Politiker, die den Krieg und seinen Schrecken erlebt haben. Von Schmidt stammt auch die Aussage: &bdquo;Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als 1 Minute schie&szlig;en.&ldquo; So klingt eine von tiefer Einsicht auf Vernunft basierende Aussage.<\/p><p>Doch wo gibt es diese Vernunft heute noch auf politischer Seite? Aufseiten der Regierungsparteien?<\/p><p>Helmut Schmidt &ndash; das war, mehr oder weniger, noch die &bdquo;alte Bonner Republik&ldquo;. Die alte Bonner Republik, das war damals auch: Willy Brandt. Das war Kniefall. Das war die Zeit pers&ouml;nlicher Diplomatie zwischen Brandt und Breschnew. Das war die Zeit der &bdquo;Neuen Ostpolitik&ldquo;. Das war auch die Zeit einer starken Friedensbewegung. Und sp&auml;ter war es dann die Zeit einer echten Entspannungspolitik.<\/p><p>Die von Varwick zitierten Schmidt-Worte stammen aus dem Jahr 2008.<\/p><p>2008 &ndash; das war viele Jahre vor dem Maidan. 2008 &ndash; das war lange vor den demokratischen Zumutungen der Coronazeit. 2008 &ndash; da waren es noch 14 Jahre bis zum Krieg in der Ukraine. 2008 &ndash; damals wagte es noch kein deutscher Politiker, von Kriegst&uuml;chtigkeit zu sprechen. 2008 &ndash; da hatte auch noch kein Johann Wadephul als Au&szlig;enminister gesagt: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/kuenftiger-aussenminister-wadephul-russland-wird-immer-ein-feind-fuer-uns-bleiben-li.2320148\">&bdquo;Russland wird immer ein Feind f&uuml;r uns bleiben.&ldquo;<\/a> 2008 &ndash; da sagte auch noch kein deutscher Politiker: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kiesewetter-den-krieg-nach-russland-tragen\/a-68215200\">Der Krieg muss nach Russland getragen werden.<\/a>&ldquo;<\/p><p>Dass Varwick an der zitierten Stelle gerade Schmidt anf&uuml;hrt, mag im Hinblick auf eine romantisierte Vorstellung bundesrepublikanischer Demokratieverh&auml;ltnisse der Gegenwart nett erscheinen. Es klingt sogar sympathisch, an die Haltung Schmidts zu erinnern und sie zum Ma&szlig;stab zu nehmen. Nur: Wird das der Realit&auml;t gerecht?<\/p><p>Halten wir uns vor Augen: Damals stand da Helmut Schmidt. Heute steht da der Ex-BlackRocker Friedrich Merz.<\/p><p>Im Grunde genommen sagt dies bereits alles.<\/p><p>Wenn Varwick davon spricht, dass er f&uuml;r Zwang sei, &bdquo;wenn die sicherheitspolitische Lage eine Wehrpflicht zur Landesverteidigung erforderlich mache&ldquo;, tappt er in eine Art Denkfalle, in die viele seit Urzeiten immer und immer und immer wieder tappen.<\/p><p>Wir alle kennen diese schier unendlich und furchtbar erm&uuml;dende Diskussion, wenn ein Pazifist und ein Bef&uuml;rworter des bewaffneten Kampfes diskutieren. Mit allen m&ouml;glichen herbeifantasierten Vorstellungen wird versucht, den Pazifisten aus der Reserve zu locken. &bdquo;W&uuml;rdest du nicht einmal zur Waffe greifen, wenn ein Feind deine Frau t&ouml;ten wollte?&ldquo; &bdquo;W&uuml;rdest du nicht einmal dann zur Verteidigung bereit sein, wenn der b&ouml;se Feind vergewaltigend und mordend durch dein Land, deine Heimat z&ouml;ge?<\/p><p>Nicht alle, die solche Fragen stellen, meinen das b&ouml;se. Aber bei manchen schimmert &ndash; warum auch immer &ndash; ein schier teuflisches Vergn&uuml;gen durch, doch endlich, endlich diesen Pazifisten dazu zu bringen, &bdquo;Ja!&ldquo; zu sagen.<\/p><p>Bei Varwick ist das nicht der Fall. Seine Aussagen bewegen sich auf der rationalen Ebene. Schlie&szlig;lich: Der Gedanke, dass es doch vielleicht tats&auml;chlich eine wie auch immer geartete &bdquo;sicherheitspolitische Lage&ldquo; geben mag, die aus seiner Sicht nun mal einen &bdquo;Zwang&ldquo; erforderlich machte, darf doch gedacht werden. Denn: K&ouml;nnte es nicht tats&auml;chlich einmal soweit kommen?<\/p><p>Hier ist sie, die Falle.<\/p><p>Erstens gibt es keine &bdquo;sicherheitspolitischen Lagen&ldquo;. Was es gibt, sind Politiker, die oft katastrophale Entscheidungen treffen und im Vorfeld von Kriegen an vielen Stellen die M&ouml;glichkeit h&auml;tten, ihr Land vor einem Krieg zu bewahren &ndash; selbst wenn es auf der Basis eines schlechten Kompromisses w&auml;re. Nach allem, was &uuml;ber Kriege bekannt ist, wei&szlig; man, das Kriege nicht vom Himmel fallen. Sie haben oft eine lange Vorlaufzeit. Nach allem, was man &uuml;ber Kriege wei&szlig;, sollte jedem klar sein, dass die hehren Ziele, die sowohl Angreifer als auch Angegriffener immer wieder vor sich hertragen, um ihren Krieg als &bdquo;gerecht&ldquo;, &bdquo;unabdingbar&ldquo;, &bdquo;notwendig&ldquo; f&uuml;r das &bdquo;Gute&ldquo; usw. zu verkaufen, oft von schamlosen L&uuml;gen und tiefenpolitischen Interessen durchzogen sind.<\/p><p>Zweitens zerschellt die Annahme, dass Deutschland ja vielleicht doch angegriffen werden k&ouml;nnte, an der Realit&auml;t. Wer sollte Deutschland angreifen? D&auml;nemark? Holland? Schweden?<\/p><p>Drittens: Selbst unter der irrigen Annahme, dass Russland Deutschland angreifen w&uuml;rde: Unter einer derartigen &bdquo;sicherheitspolitischen Lage&ldquo; w&auml;re es irrelevant, ob Deutschland nun &uuml;ber 150.000, 200.000 oder 300.000 und mehr Soldaten verf&uuml;gt. Bei einem Angriff Russlands auf Deutschland spr&auml;chen wir von einem Krieg mit der NATO inklusive einer sehr raschen nuklearen Eskalation.<\/p><p>Viertens: Selbst unter der Annahme, dass die NATO zerbricht und Deutschland allein dast&uuml;nde: Einen Krieg mit einer Atommacht zu f&uuml;hren, w&auml;re Wahnsinn. Auch in dieser Situation w&auml;re die Anzahl der Soldaten und die Wehrf&auml;higkeit allenfalls etwas f&uuml;r der Realit&auml;t trotzende politisch-milit&auml;rische Gedankenspiele, nach denen Deutschland doch eine &bdquo;Chance&ldquo; im Kampf haben werde.<\/p><p>F&uuml;nftens, um Varwick entgegenzukommen: Selbst wenn man die Annahme einer f&uuml;r Deutschland schwerwiegenden &bdquo;sicherheitspolitischen Lage&ldquo; im Vagen l&auml;sst und auf der theoretischen Ebene die Annahme durchexerziert, dass ein b&ouml;ser Feind X irgendwann zu einer Bedrohung werden k&ouml;nnte, und dann eben ein Staat im Hinblick auf eine Wehrpflicht zu Zwang greifen m&uuml;sste: Was ist das nur f&uuml;r eine Auffassung? Haben wir als Gesellschaft denn gar nichts gelernt? Haben wir als ein dem Humanismus und den universellen Menschenrechten sich verpflichtet f&uuml;hlendes Gemeinwesen denn gar nichts begriffen? Wollen wir wirklich Menschenleben gegen Menschenleben aufwiegen? Wollen wir wirklich sagen: Wenn eine Horde zerst&ouml;render, vergewaltigender, mordender Feinde das Land &uuml;berf&auml;llt, zwingen wir M&auml;nner zur Verteidigung? Weil die alte Frau und das wehrlose Kind sich nicht verteidigen k&ouml;nnen, zwingt der Staat den 20-j&auml;hrigen Michael und den 30-j&auml;hrigen Stefan gegen seinen Willen dazu, ein Gewehr in die Hand zu nehmen und zu t&ouml;ten &ndash; oder sich selbst t&ouml;ten zu lassen?<\/p><p>Wenn die Menschheit doch etwas gelernt haben sollte, dann das: Ein Staat darf seine B&uuml;rger bitten, die Waffen zu ergreifen. Er darf an das &bdquo;Pflichtgef&uuml;hl&ldquo;, an &bdquo;Mut&ldquo;, an &bdquo;Kampfgeist&ldquo; appellieren, wenn es n&ouml;tig ist (auf Propaganda achten!), aber einen Menschen (B&uuml;rger!) zum Kampf gegen seinen Willen zu zwingen: Das ist barbarisch, unmenschlich. Das &bdquo;Pflichtgef&uuml;hl&ldquo;, die Bereitschaft, das eigene Leben f&uuml;r einen Anderen zu opfern, darf nur auf einer freien, individuellen Willensentscheidung beruhen.<\/p><p>Wenn wir das als zivilisiertes, demokratisches Gemeinwesen nicht begriffen haben, haben wir nichts begriffen.<\/p><p>Ist es nicht so, dass Menschen im Grunde genommen &uuml;ber ein relativ gut ausgepr&auml;gtes Gesp&uuml;r f&uuml;r Gerechtigkeit verf&uuml;gen? Menschen brauchen keine Politiker, die ihnen sagen, dass da ein &bdquo;Feind&ldquo; steht, der &bdquo;b&ouml;se&ldquo; ist.<\/p><p>Im Falle eines Falles entscheiden m&uuml;ndige Staatsb&uuml;rger selbst, ob da ein Feind ist und ob sie bereit sind, gegen ihn zu k&auml;mpfen.<\/p><p>In dem einen Fall mag ein Land einen Krieg gut &uuml;berstehen, in dem anderen Fall mag es untergehen. Vielleicht wollen die B&uuml;rger k&auml;mpfen, vielleicht auch nicht. Vielleicht sind sie mutig, feige, ehrenhaft, unehrenhaft, dumm oder klug. Die Entscheidungen m&ouml;gen &bdquo;richtig&ldquo;, &bdquo;falsch&ldquo;, &bdquo;tragisch&ldquo; oder was auch immer sein: Dann ist es eben so, wie es ist. Doch Zwang in Bezug auf einen Krieg ist durch nichts gerechtfertigt.<\/p><p>Vor einigen Jahren war in einem Radiosender ein Beitrag &uuml;ber das Ende des 2. Weltkriegs zu h&ouml;ren. Es war ein Jahrestag und ein alter Wehrmachtssoldat erz&auml;hlte. Er sprach &uuml;ber die letzten Tage im Krieg und seine Zeit danach. Im Gro&szlig;en und Ganzen brachte er den Krieg gut hinter sich und hatte ein geordnetes Leben. W&auml;hrend er erz&auml;hlte, stockte seine Stimme. Er berichtete davon, dass es da aber ein Erlebnis gibt, das ihn bis heute nicht loslasse. Er erz&auml;hlte davon, wie ein Kamerad desertierte. Der Kamerad begang &bdquo;Fahnenflucht&ldquo;. Nach einer kurzen Flucht wurde er eingefangen und die Exekution angeordnet. Er, der gerade im Radio erz&auml;hlt, wurde mit ausgesucht, um den Kameraden zu erschie&szlig;en. Sein Gewissen sagte ihm, dass das falsch ist. Aber es gab da diese Pflicht. Es gab da diesen Befehl. Er legte, zusammen mit anderen Soldaten, an. Und schoss. Mit den Tr&auml;nen k&auml;mpfend, berichtete der ehemalige Soldat von diesem Vorfall.<\/p><p>Fliegende Standgerichte, summarische Exekutionen ohne ordentliches Verfahren: So war das. Die genaue Zahl der exekutierten Fahnenfl&uuml;chtigen aufseiten der Wehrmacht ist nicht leicht in Erfahrung zu bringen. Von Zehntausenden ist auszugehen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ukraine-krieg-es-gibt-kein-recht-auf-fahnenflucht-19400836.html\">&bdquo;Es gibt kein Recht auf Fahnenflucht&ldquo;<\/a> &ndash; so lautet die &Uuml;berschrift eines Kommentars der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em>, der im Dezember 2023 erschienen ist. Der Redakteur richtet seine Aufmerksamkeit auf wehrpflichtige Ukrainer, die sich dem Wehrdienst durch Flucht entziehen. Von einem &bdquo;gerechten Krieg&ldquo; ist die Rede. Und davon, dass Deutschland kein &bdquo;sicherer Hafen&ldquo; f&uuml;r wehrpflichtige Ukrainer sein solle. Der Autor schreibt, man m&uuml;sse den ukrainischen Verteidigungsminister verstehen und es drohe doch die &bdquo;Ausl&ouml;schung&ldquo; der Ukraine.<\/p><p>Obwohl dieser Text hier von der Wehrpflicht in Deutschland handelt, beginnt und endet er mit dem, was in der Ukraine passiert. Wie anschaulich braucht man es hierzulande noch? Ein Blick in die Ukraine gen&uuml;gt, um das Grauen, das sich aus einer Wehr<em>pflicht<\/em> in Kriegszeiten ergeben kann, zu sehen.<\/p><p>Wehrpflicht, Zwang, Fahnenflucht und die gesetzliche Gewalt, die auf sie folgt: Sie sind miteinander verklammert.<\/p><p>Es darf nicht der Denkfehler begangen werden, auf hypothetische Bedrohungsszenarien und auf angebliche, f&uuml;r das Land gef&auml;hrliche &bdquo;sicherheitspolitische Lagen&ldquo; Gesetze und Regeln aufzubauen, die eine Schande f&uuml;r ein gesundes Freiheitsverst&auml;ndnis sind und am langen Ende Unmenschlichkeit bedingen k&ouml;nnen.<\/p><p>Deutschland tut gut daran, <em>jetzt<\/em> wach zu sein. Wenn schon jetzt von Kriegst&uuml;chtigkeit die Rede ist, ist die Gefahr gro&szlig;, dass es irgendwann zu sp&auml;t ist. M&ouml;gen im Zusammenhang mit dem Gerede um einen neuen Wehrdienst niemals mehr die Begriffe Pflicht und Zwang gebraucht werden.<\/p><p><small>Titelbild: Mahmoud Mahdi Photo \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/x.com\/JohannesVarwick\/status\/2037265476787855569\">&bdquo;Wenn es notwendig w&auml;re, w&auml;re ich auch f&uuml;r Zwang&ldquo;<\/a>, sagte vor kurzem Johannes Varwick bei einer Diskussionsrunde am Berliner Schadow-Gymnasium zum Thema Wehrdienst. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146574\">Varwick<\/a> geh&ouml;rt zu jenen mutigen Wissenschaftlern, die sich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146566\">immer wieder<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KT0hg_8tn7M\">kritisch<\/a> zum Ukraine-Krieg und dem Verhalten der NATO &auml;u&szlig;ern. Seine Aussage zum Thema Wehrpflicht erschreckt jedoch. Immer wieder<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148870\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":148871,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,165,161],"tags":[442,418,399,260,3627,2433],"class_list":["post-148870","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-wertedebatte","tag-eigenverantwortung","tag-grundgesetz","tag-schmidt-helmut","tag-ukraine","tag-varwick-johannes","tag-wehrdienst"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/shutterstock_2514857571.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=148870"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148870\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148885,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148870\/revisions\/148885"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/148871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=148870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=148870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=148870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}