{"id":148925,"date":"2026-04-10T10:00:36","date_gmt":"2026-04-10T08:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148925"},"modified":"2026-04-10T11:17:49","modified_gmt":"2026-04-10T09:17:49","slug":"fahnenflucht-die-daemme-brechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148925","title":{"rendered":"Fahnenflucht: Die D\u00e4mme brechen"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland bereitet sich darauf vor, ein Land im Krieg zu werden. Milit&auml;risch und wirtschaftlich soll die Republik Kriegst&uuml;chtigkeit beweisen. An Ostern berichtete die Frankfurter Rundschau, dass im neuen Wehrgesetz eine Regel vorgesehen ist, nach der M&auml;nner im Alter zwischen 17 und 45 Jahren bei l&auml;ngeren Auslandsaufenthalten eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148776\">Genehmigung ben&ouml;tigen<\/a>. Gerade forderte der CDU-Politiker Thomas R&ouml;wekamp eine <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article69d71b7c8b52f2de5d6b9747\/bundeswehr-cdu-politiker-fordert-pflicht-zu-wehruebungen-fuer-reservisten.html\">Wehr&uuml;bungspflicht f&uuml;r Reservisten<\/a>. Die Meldungen reihen sich an eine lange Kette aus Nachrichten, die verdeutlichen: Das politische Gro&szlig;projekt Kriegst&uuml;chtigkeit ist voll am Laufen. Von der Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht ist l&auml;ngst die Rede. Sollte es soweit kommen, dann wird es auch um <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148870\">Zwang<\/a> gehen. Ein Begriff taucht auf, der wie aus einer l&auml;ngst vergangenen Zeit klingt: Fahnenflucht. Bereits kurz vor Weihnachten 2023 lautete die &Uuml;berschrift eines FAZ-Kommentars in Bezug auf wehrpflichtige Ukrainer: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ukraine-krieg-es-gibt-kein-recht-auf-fahnenflucht-19400836.html\">&bdquo;Kein Recht auf Fahnenflucht&ldquo;.<\/a> In seinem Buch &bdquo;Kriegst&uuml;chtig &ndash; Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront, hat sich <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> &uuml;ber den Begriff Fahnenflucht Gedanken gemacht. Wir ver&ouml;ffentlichen das Kapitel.<br>\n<!--more--><br>\nWie wird Deutschland mit seinen Soldaten, mit seinen S&ouml;hnen und T&ouml;chtern und M&uuml;ttern und V&auml;tern umgehen, die sich dem T&ouml;ten und Abschlachten auf den Schlachtfeldern entziehen wollen? Wie wird es sein, wenn die Kriegst&uuml;chtigkeit nicht mehr nur auf Trainingsebene verstanden wird, sondern wenn tats&auml;chlich Krieg ausbrechen sollte und Marschbefehle auf die K&uuml;chentische der Familien flattern? Wie wird es mit dem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aussehen? Das sind sehr unangenehme Fragen. Leider ist es dringend geboten, &uuml;ber einen Begriff zu sprechen, der verstaubt, alt, aber auch irgendwie seltsam klingt: Fahnenflucht. Fahnenflucht? Es gibt vieles, was wir Menschen und B&uuml;rger unter den Teppich kehren k&ouml;nnen. Aber diesen Dreck, den die &raquo;Zeitenwende&laquo; aufwirbelt, der sollte nicht ignoriert werden. Das ist ohnehin bereits so viel, der Dreck der Zeitenwende w&uuml;rde nicht unter den gr&ouml;&szlig;ten Teppich in Deutschland passen.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Manche Begriffe erz&auml;hlen uns Geschichten, wie es ein Roman auf hunderten von Seiten nicht besser k&ouml;nnte. Ganze Dramen lassen sich in ihnen entdecken. Fahnenflucht, das ist so ein Begriff &ndash; der vor allem von Dramen einer l&auml;ngst vergangenen Zeit erz&auml;hlt. Und so entsteht leicht der Eindruck, als sei der Begriff in der Vergangenheit verwurzelt; als w&uuml;rde er uns nicht mehr tangieren. Doch das t&auml;uscht. Er k&ouml;nnte bald f&uuml;r viele in Deutschland wieder sehr aktuell werden. &raquo;Kein Recht auf Fahnenflucht&laquo; &ndash; unter dieser &Uuml;berschrift ver&ouml;ffentlichte die FAZ ein paar Tage vor Weihnachten 2023 einen Kommentar. Der Redakteur Reinhard M&uuml;ller fokussierte auf die Ukrainer, die vor dem Wehrdienst nach Deutschland gefl&uuml;chtet sind. Zun&auml;chst ein paar grunds&auml;tzliche Gedanken.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>In den Begriff Fahnenflucht ist ein monstr&ouml;ses Denken eingeschrieben, das uns tief in jene Bereiche f&uuml;hrt, wo Unmenschlichkeit und Grausamkeit auf der Lauer liegen. Eine einfache Betrachtung des Begriffs gibt dar&uuml;ber noch keinen Aufschluss. Im Gegenteil: Dieser so deutsche Begriff, der die Hauptw&ouml;rter Fahne und Flucht zusammenbringt, hat, naiv betrachtet, etwas Komisches an sich. Fast lie&szlig;e sich der Begriff mit einer Klamotte in Verbindung bringen, wo menschliche Verhaltensweisen bis ins Groteske &uuml;berzeichnet werden. Fahnenflucht &ndash; wie kann ein Mensch vor einer Fahne fl&uuml;chten? Also vor einem St&uuml;ck Stoff? Vor einem Lappen? Flucht ist ein Verhalten, das mit Angst, ja: mit gro&szlig;er Angst einhergeht. Naiv betrachtet lie&szlig;e sich leicht annehmen, dass doch nur ein Narr vor einem St&uuml;ck Stoff vor Angst getrieben fl&uuml;chten w&uuml;rde. Die Realit&auml;t ist leider eine andere. Von diesem St&uuml;ck Stoff, das als Fahne bezeichnet wird, ist in der Vergangenheit immer wieder gro&szlig;e Gefahr ausgegangen. Menschen sind vor der Fahne, oder genauer: vor dem, was hinter ihr steht, gefl&uuml;chtet, weil tats&auml;chlich ihr Leben in gro&szlig;er Gefahr war. Wer sich den Begriff Fahnenflucht genauer anschaut, sieht einen Abgrund an Monstrosit&auml;t. Leid, Todesangst, Tod, Mord &ndash; das steckt in ihm.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Die Soldaten fl&uuml;chten n&auml;mlich vor einer tief in die Fahne eingeschriebenen Gewalt. Es ist die Gewalt der Staatsmacht &uuml;ber die B&uuml;rger. Die Fahne war und ist schon immer mehr gewesen als nur ein Lappen. Die Fahne ist ein Symbol. Ein Symbol, das f&uuml;r ein jeweiliges Land, aber auch seinen Staat steht. In diesem Symbol verdichtet sich ein ganzer Komplex an Zuschreibungen, Gedanken und Wahrnehmung, staatlichen Strukturen, Denkweisen, Handlungen und konnotativen Einlagerungen. Die Fahne ist wahrzunehmen als Symbol f&uuml;r das Heimatland. F&uuml;r die &raquo;Mutter Erde&laquo;, wo man geboren wurde, wo man hingeh&ouml;rt, zu der man sich zugeh&ouml;rig f&uuml;hlt. Die Fahne wird auf der eher patriotischen Ebene positiv und mit viel heimatverbundener Liebe betrachtet. Die Fahne &ndash; sie symbolisiert unser Land, unsere Werte, unsere Identit&auml;t. Und wenn so eine Fahne, so ein Symbol, so positiv aufgeladen ist, so verstanden wird, dann l&auml;sst sich leicht ausrechnen, wie &raquo;man&laquo; zu so einem Symbol &raquo;zu stehen hat&laquo;. Sie verdient Anerkennung. Sie verdient Achtung. Sie verdient Respekt. Die Fahne hisst man, also h&auml;ngt sie hoch, damit sie schon aus der Weite zu erkennen ist. Ein Soldat schw&ouml;rt seinen Fahneneid. Ein Soldat salutiert vor der Fahne &ndash; und damit nat&uuml;rlich auch vor seinem Land, vor all dem Guten, wof&uuml;r sein Land steht. Die Fahne beschmutzt man folglich nicht, weder im physischen, direkten noch im &uuml;bertragenen Sinne &ndash; etwa mit Worten oder Gedanken. Die Fahne sollte kein Mensch mit Achtung gegen&uuml;ber seinem Land &raquo;entehren&laquo;. Und, selbstredend, kein anst&auml;ndiger Mensch w&uuml;rde gar vor seiner Fahne fl&uuml;chten. Schlie&szlig;lich, gerade doch in den dunkelsten Stunden eines Landes, wo Krieg herrscht, wo es darum geht zu k&auml;mpfen, das Land zu sch&uuml;tzen, hat doch ein jeder aufrichtige B&uuml;rger die Pflicht, zu dieser Fahne, zu diesem Land zu stehen.<\/p><p>All das sind Ansichten, Vorstellungen und Zuschreibungen, die mitunter sehr tief bei einem Teil der B&uuml;rger verankert sind.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Doch dann ist da auch der Staat. Dieses Gebilde, das sich mit seinen Strukturen, mit seinen Regeln, mit seinen Gesetzen, mit seinen Forderungen und Anspr&uuml;chen in die Fahne legt. Ohne an dieser Stelle in die Geschichte des Staatswesens einzutauchen und dar&uuml;ber zu sprechen, was eigentlich ein Staat im Detail ist, wie er sich konstituiert, wie er ausgeformt wird und sich weiter entwickelt: Das Land bzw. der Staat sowie die Vorstellungen, die wir von beiden haben oder haben sollen, spiegeln sich in den Landesfahnen dieser Welt wider. Das Elend ist vorprogrammiert. Positive Attributionen und negative Herrschaft verbinden sich. Sie werden zu einem sehr machtvollen, manipulativen Instrument, das sich gegen den Menschen richtet, der sich nicht einer Fahne, sondern seinem freien Willen in Verpflichtung sieht.<\/p><p>Auch wenn der Begriff Fahnenflucht alt und verstaubt anmutet: Er existiert. Er wurde nicht etwa mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges abgeschafft.<\/p><blockquote><p>&raquo;Fahnenflucht ist in Deutschland nach &sect; 16 Wehrstrafgesetz (WStG) strafbar. Schutzgut des Straftatbestandes ist die Schlagkraft der Truppe. Danach wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu f&uuml;nf Jahren bestraft, wer eigenm&auml;chtig seine Truppe oder Dienststelle verl&auml;sst oder ihr fernbleibt, um sich der Verpflichtung zum Wehrdienst dauernd oder f&uuml;r die Zeit eines bewaffneten Einsatzes zu entziehen oder die Beendigung des Wehrdienstverh&auml;ltnisses zu erreichen. Bereits der Versuch der Fahnenflucht ist strafbar.&laquo;<\/p><\/blockquote><p>Um zu verstehen, was hier steht, gilt es, sich zun&auml;chst das Warum vor Augen zu f&uuml;hren. Warum betrachtet es der Staat in Form des Wehrstrafgesetzes als strafbar, Fahnenflucht zu begehen?<\/p><p>Die Antwort liegt auf der Hand: Wenn ein Soldat seine Truppe verl&auml;sst, wird deren Schlagkraft gemindert. Je schwieriger die Lage ist, etwa bei einem Krieg, bei einer direkten Konfrontation mit feindlichen Truppen an der Front, umso weitreichender kann Fahnenflucht sein. Ein Fahnenfl&uuml;chtiger mag in vielen Situationen zwar nicht wirklich die Effektivit&auml;t seines Regiments vor Ort schw&auml;chen, andererseits: Wenn hier nicht sofort hart bestraft wird, dann kommen vielleicht noch mehr Soldaten auf die Idee, Fahnenflucht zu begehen. Und, je nach Situation, je nach Kampfst&auml;rke, wird die Truppe tats&auml;chlich geschw&auml;cht, vielleicht bis zu einem Punkt, wo der Feind sie schlagen kann. Anders gesagt: Der Fahnenfl&uuml;chtige kann also, entsprechend der Situation, seine Kameraden durch seine Flucht gef&auml;hrden. Deshalb wird Fahnenflucht in wohl jeder Armee auf dieser Welt mehr oder weniger hart bestraft.<\/p><p>Die Bestrafung der Fahnenflucht richtet ihren Fokus zwar stark auf die konkret-abstrakte verminderte Schlagkr&auml;ftigkeit einer Armee, aber sie baut ihre gesellschaftliche Akzeptanz oder den fehlenden gesellschaftlichen Widerspruch vor allem auf eine verlogene, b&ouml;st&auml;uschende Moral und verquere Vorstellungen von Richtig und Falsch. Viele Staaten auf dieser Welt ma&szlig;en sich an, &uuml;ber einen Soldaten, das hei&szlig;t eben auch: einen Menschen!, eine solche Gewalt auszu&uuml;ben, die ihn, wenn es hart auf hart kommt, dazu zwingt, gegen seinen ausdr&uuml;cklichen Willen zu k&auml;mpfen und gegebenenfalls auch zu t&ouml;ten.<\/p><p>Die rechtliche Legitimation, um Fahnenflucht zu bestrafen, zieht der Staat in Deutschland formal aus dem Wehrstrafgesetz, aber die moralische Legitimation erfolgt &uuml;ber die Vorstellung, dass in seiner Grunds&auml;tzlichkeit, aber erst recht in einer Krisensituation, der Soldat k&auml;mpfen muss. Weiter vorne im Buch ist thematisiert, was der &raquo;Dienst am Vaterland&laquo; auch bedeuten kann oder faktisch bedeutet, wenn die sch&ouml;nen Sonntagsreden der Realit&auml;t weichen, n&auml;mlich: die Aufgabe des eigenen Willens und die Unterwerfung unter die Autorit&auml;t der Armee.<\/p><p>Im Umgang des Staates mit Fahnenfl&uuml;chtigen zeigt sich, was die formale Unterwerfung des eigenen Willens bedeuten kann. Sie hei&szlig;t, auch wenn sich pl&ouml;tzlich der Wille bemerkbar macht, nicht in einen Krieg einzutreten, nicht an die Front zu fahren, nicht gegen den als Feind bestimmten Gegner zu k&auml;mpfen, es trotzdem zu machen. Machen zu m&uuml;ssen! Denn das sieht die Unterwerfung, das sieht die Pflicht, das sieht das Gesetz vor. Der Soldat muss eben k&auml;mpfen. Er muss t&ouml;ten (wenn nicht morden, auch wenn es nat&uuml;rlich nicht so genannt werden soll). Und er muss bereit sein, sich t&ouml;ten zu lassen. Davon kann ausgegangen werden. All der sch&ouml;nen Sonntagsreden und den eigentlich im Recht festgehaltenen Ausnahmen zum Trotz: Wenn es knallt, wird Befehl Befehl sein.<\/p><p>In Deutschland gilt zwar: &raquo;Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das N&auml;here regelt ein Bundesgesetz&laquo; (Artikel Art. 4, Abs. 3 Grundgesetz). Und:<\/p><blockquote><p>&raquo;Auch ein Soldat auf Zeit hat noch die M&ouml;glichkeit, einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zu stellen.&laquo;<\/p><\/blockquote><p>Doch wie wird das im Kriegsfalle sein? Wie tragf&auml;hig und widerstandsf&auml;hig wird das Papier sein, auf dem die Kriegsdienstverweigerung steht? Gesetze k&ouml;nnen ge&auml;ndert werden. Auch das Grundgesetz.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Soldat sein zu m&uuml;ssen, widerspricht elementar jenen hehren Grunds&auml;tzen, die wir als Menschen und B&uuml;rger in einer Demokratie verinnerlicht haben sollten. So wie kein Mensch einen anderen Menschen zwingen kann, ihn zu lieben, so kann auch keiner einen anderen zwingen, f&uuml;r ihn zu k&auml;mpfen. Staaten ma&szlig;en sich diese Macht an. In Deutschland ist das Strafma&szlig; von heute f&uuml;r Fahnenflucht von bis zu f&uuml;nf Jahren Gef&auml;ngnis noch als &raquo;milde&laquo; zu betrachten, wenn man sich vor Augen h&auml;lt, wie w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges Fahnenflucht in der Praxis zum Teil bestraft wurde. Auf Fahnenflucht stand die Todesstrafe. Das war also der maximale Druck. Entweder bleibt der Soldat auf Gedeih und Verderb bei seiner Einheit oder er wird exekutiert. Das Monstr&ouml;se wird sichtbar.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Das Folgende erz&auml;hle ich aus meiner Erinnerung. Es geht um einen alten Soldaten der Wehrmacht, der zu einem Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie von einem Radiosender interviewt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere, war es zum 75. Jahrestag.<\/p><p>Als der Beitrag mit dem ehemaligen Soldaten gesendet wurde, wollte ich zuerst einen anderen Sender aufrufen, weil mich das Thema nicht sonderlich interessierte. Aus irgendeinem Grund habe ich dennoch weitergeh&ouml;rt und dann etwas sehr Bewegendes miterlebt. Manches ist klar in meiner Erinnerung sichtbar, manches verschwommen, manches vergessen. Aber die Geschichte kann trotz der Unsch&auml;rfen auch so kurz nacherz&auml;hlt werden. Dieser alte Mann, er war, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, in seinen 90er Jahren, erz&auml;hlte vom Krieg, von der Schlussphase und auch etwas von seinem Leben. Seine Worte lie&szlig;en den Zuh&ouml;rer erkennen, dass er trotz des hohen Alters &uuml;ber einen klaren Blick und Verstand verf&uuml;gte. An irgendeiner Stelle erz&auml;hlte er h&ouml;rbar emotional, dass es da etwas gibt, was er sich nicht verzeihen k&ouml;nne. Er tat etwas, wovon er sp&uuml;rte, dass es falsch war. Aber was damals getan werden musste. Es ging um Deserteure. Ich wei&szlig; nicht mehr, ob er von einem oder von mehreren sprach. Aber mindestens einer seiner Kameraden war gefl&uuml;chtet. Nach der Ergreifung und Festnahme des oder der Deserteure wurde kurzer Prozess gemacht. Der Befehl zur Exekution wurde erteilt. Der alte Mann war einer der Auserw&auml;hlten, die das Todesurteil vollstrecken sollten. Anlegen, zielen, abdr&uuml;cken. Er tat, was ihm befohlen wurde. Mir sind die Stimme und die Art, wie der alte Mann schluchzend von dieser Begebenheit erz&auml;hlte, noch gut im Ohr. Er sagte zum Ende seiner Ausf&uuml;hrungen, dass das damals so war. Das sagte er aber nicht auf eine Weise, als wollte er sein Handeln rechtfertigen. Vielmehr lag eine tiefe Verzweiflung in seiner Stimme und seinen Worten.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>In Deutschland ist es leider seit langem so: Wer denkt, noch tiefer k&ouml;nnten Politik und Journalismus nicht sinken, den belehrt das gut harmonisierende Zweigespann kurze Zeit darauf eines Besseren.<\/p><p>Einerseits spielen sich Journalismus und Politik als die &raquo;Helfer&laquo; der Ukraine auf, denen einzig und allein das Wohl der Ukrainer am Herzen liege. Andererseits sind von Medien und Journalisten Aussagen zu h&ouml;ren, die fassungslos machen. Da wollen Ukrainer nicht die Waffe in die Hand nehmen, sie wollen nicht t&ouml;ten oder den Kriegstod sterben und fl&uuml;chten nach Deutschland. Anstatt diese Menschen hier in Ruhe leben zu lassen, versetzen Medien und Politik sie in Angst und Schrecken. Versetzen wir uns in die Lage von Menschen, die vor dem Krieg fl&uuml;chten. Wir sehen uns einer Situation ausgesetzt, in der wir das Leben unserer Familie und unser eigenes Leben existenziell bedroht sehen. Wir sehen uns zur Flucht gen&ouml;tigt. Aus Gewissensgr&uuml;nden lehnen wir es ab, mit der Waffe auf den Feind zu schie&szlig;en. Wir fl&uuml;chten. Wir lassen unsere Heimat und nahezu alle unsere Habseligkeiten zur&uuml;ck. Wir fl&uuml;chten also in ein Land, in das wir die Hoffnung setzen, dass es uns Schutz gew&auml;hrt. Wir wollen in Ruhe und Frieden leben. Doch ben&ouml;tigt unser Heimatland immer mehr Soldaten. Die Politik l&auml;sst verk&uuml;nden, dass sie die Gefl&uuml;chteten zur&uuml;ckhaben m&ouml;chte, damit sie als Soldaten in den Krieg geschickt werden k&ouml;nnen. Wir h&ouml;ren das mit Entsetzen. Aber haben die Hoffnung, dass der Schutz hier in diesem Land, wo wir Gefl&uuml;chteten unterkommen, h&auml;lt. Doch dann br&ouml;ckelt die Schutzmauer. Schlie&szlig;lich ist da: die FAZ.<\/p><p>&raquo;Kein Recht auf Fahnenflucht&laquo; lautet, wie eingangs schon angesprochen, die &Uuml;berschrift eines FAZ-Kommentars. Der Tenor: Wehrf&auml;hige Ukrainer m&uuml;ssen ihrem Land &raquo;helfen&laquo;. Kurzum: Ab mit ihnen in ihre &raquo;Heimat&laquo; oder genauer: An die Front!<\/p><p>An die intellektuelle Schlichtheit in den Kommentaren unserer &raquo;Leitmedien&laquo; hat man sich ja l&auml;ngst gew&ouml;hnt. Wie gro&szlig; allerdings das Ma&szlig; an Empathielosigkeit ist, kam erst so richtig in der Coronazeit zum Vorschein. Und wird nun weiter unter Beweis gestellt. In der Sinnwelt des Kommentars verkommt der Wert des einzelnen Menschen zur Bedeutungslosigkeit.<\/p><p>FAZ-Redakteur M&uuml;ller schreibt:<\/p><blockquote><p>&raquo;Am Anfang des Krieges war es M&auml;nnern im wehrf&auml;higen Alter untersagt, das Land zu verlassen. Gleichwohl befinden sich mittlerweile offenbar Hunderttausende au&szlig;er Landes, viele davon in Deutschland. Sosehr man das im Einzelfall nachvollziehen kann: Das ist weder im Interesse der Ukraine noch Deutschlands. Wenn man den Kampf gegen Putins Russland, der die Ausl&ouml;schung der Ukraine zum erkl&auml;rten Ziel hat, f&uuml;r gerechtfertigt und gerecht h&auml;lt &ndash; und ist das nicht der klassische Fall des gerechten Krieges? &ndash;, dann muss Deutschland ein sicherer Hafen f&uuml;r Schutzbed&uuml;rftige sein &ndash; aber nicht f&uuml;r wehrpflichtige M&auml;nner, die sich ihrer Pflicht entziehen.&laquo;<\/p><\/blockquote><p>Der Wert und die W&uuml;rde des einzelnen ukrainischen Mannes, der, wie jeder Mensch, ein ureigenes Recht auf Willens- und Gewissensfreiheit haben muss und darf &ndash; weggestrichen mit ein paar Zeilen, die in ihrer Eindimensionalit&auml;t nur noch von ihrer emotionalen K&auml;lte &uuml;bertroffen werden. So stellt man sich den eiskalten technokratischen Blick vor. Der Mensch wird zum &raquo;Ding&laquo;, zum &raquo;Objekt&laquo; degradiert, das gef&auml;lligst zu tun hat, was seine &raquo;Pflicht&laquo; ist, n&auml;mlich zu funktionieren, und jenen Dienst, den sein Besitzer von ihm erwartet, erf&uuml;llt. Und wenn &raquo;das Ding&laquo; Mensch eben f&uuml;r den Zweck des gr&ouml;&szlig;eren Ganzen an der Front eingesetzt und dort sein K&ouml;rper auseinandergesprengt wird: Dann ist dem eben so. Haben nicht wir alle Opfer zu bringen? Der Zynismus springt dem Leser schon f&ouml;rmlich aus der &Uuml;berschrift ins Gesicht.<\/p><p>Zwar hei&szlig;t es einschr&auml;nkend in dem zitierten Passus, dass sich die Flucht vor dem Wehrdienst &raquo;im Einzelfall&laquo; ja nachvollziehen lasse: Aber die Gesamtausrichtung des Kommentars l&auml;sst erahnen, dass es sich bei der Aussage eher um eine Art taktisches Zugest&auml;ndnis handelt, um etwas Empathie zu simulieren. Die Aussage kann als &raquo;falscher Fuffziger&laquo; verstanden werden. Ich kann nicht als Autor einem Menschen ins Gesicht sagen, dass ich Verst&auml;ndnis f&uuml;r seine Flucht habe, um dann der &Ouml;ffentlichkeit mitzuteilen, dass es &raquo;kein Recht auf Fahnenflucht&laquo; gibt. Einerseits die Hand auf die Schulter des Gefl&uuml;chteten legen und andererseits die Gefl&uuml;chteten mit Worten in Richtung Front treiben? Oh ja! Tief sind die Tiefpunkte in der deutschen Presse.<\/p><p>Die Wahrscheinlichkeit, dass ein in den Kriegsdienst geschickter Ukrainer schwer verletzt oder get&ouml;tet wird, ist real. Umso bizarrer wirkt ein Kommentar, in dem ein Redakteur aus sicherer Umgebung die Auffassung vertritt, &raquo;Kiew k&auml;mpft einen Kampf ums &Uuml;berleben gegen den russischen Aggressor &ndash; dazu braucht es jeden. Auch hier muss Deutschland helfen.&laquo;<\/p><p>Nach Ansicht M&uuml;llers sei es nur &raquo;konsequent, dass alle, die der Wehrpflicht unterliegen, nun herangezogen werden sollen, um ihrem Land im Rahmen ihrer M&ouml;glichkeiten zu dienen&laquo;.<\/p><p>Wo sind hier der Wert und die W&uuml;rde des einzelnen Ukrainers? Unter die R&auml;der der Schreibtischstrategien sind sie geraten.<\/p><p>Erinnern wir uns an Immanuel Kant. In Bezug auf den Wert und die W&uuml;rde des singul&auml;ren menschlichen Lebens hei&szlig;t es bei der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung:<\/p><blockquote><p>&raquo;Dinge sind wertvoll, wenn wir sie brauchen k&ouml;nnen. Schuhe sind zum Beispiel wertvoll, wenn sie passen und man gut in ihnen laufen kann. Wenn die Schuhe kaputt sind und niemand mehr in ihnen laufen kann, haben sie keinen Wert mehr. Bei Menschen ist das anders. Der Mensch hat immer einen Wert. Auch wenn er krank ist. Auch wenn er nicht arbeiten kann. Wenn etwas immer einen Wert hat, sagt man: Es hat eine W&uuml;rde. Jeder Mensch ist deshalb wertvoll, weil er ein Mensch ist.&laquo;<\/p><\/blockquote><p>Mit gutem Grund beginnt dieser Beitrag zur W&uuml;rde des Menschen mit Artikel 1, Grundgesetz:<\/p><blockquote><p>&raquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch&uuml;tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&laquo;<\/p><\/blockquote><p>Kant schilderte in seiner Arbeit eindrucksvoll, dass der Mensch nie nur &raquo;Mittel zum Zweck&laquo; sein darf. In seinem Werk &raquo;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&laquo; legt Kant die Grundprinzipien der Menschenw&uuml;rde dar. Diese Prinzipien umfassen die &raquo;Achtung vor dem Anderen&laquo;, die Anerkenntnis, dass Menschen ein Recht zu existieren haben, und die &raquo;prinzipielle Gleichwertigkeit aller Menschen, die anerkannt werden m&uuml;sse&laquo;. Kant, so hei&szlig;t es erl&auml;uternd zu seinen Darstellungen, &raquo;geht davon aus, dass der Mensch ein Zweck an sich sei und demnach nicht einem ihm fremden Zweck unterworfen werden darf. Das hei&szlig;t: Die Menschenw&uuml;rde wird verletzt, wenn ein Mensch einen anderen blo&szlig; als Mittel f&uuml;r seine eigenen Zwecke benutzt &ndash; etwa durch Sklaverei, Unterdr&uuml;ckung oder Betrug (&hellip;).&laquo; Denken wir an die Angabe, dass 50&ndash;70 Prozent der an die Front kommenden Soldaten in den ersten Tagen den Tod finden. Wie gesagt, es ist egal, ob diese Zahlen stimmen. Selbst wenn es &raquo;nur&laquo; 10 Prozent w&auml;ren: Wenn Soldaten gegen ihren Willen in den Krieg geschickt werden: Wo ist hier die Anerkennung, dass Menschen ein Recht zu leben haben? Und: Wie sehr wird ein B&uuml;rger, der kein Soldat ist, aber im Zuge einer Mobilisierung und der Wehrpflicht gegen seinen Willen zum Kriegseinsatz gezwungen wird, einem ihm fremden Zweck unterworfen? Ist die Menschenw&uuml;rde hier nicht unantastbar? Doch, denn anders als bei anderen Grundrechten darf sie nicht abgewogen werden.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Neben den publizistischen Spitzmarken zur Fahnenfluchtdebatte haben sich auch Politiker zu der vorhersagbaren Sto&szlig;richtung entschieden.<\/p><p>&raquo;Das Mindeste&laquo;, so der bayerische Innenminister Herrmann, &raquo;ist, dass wir kein solches B&uuml;rgergeld zahlen und insbesondere nicht an M&auml;nner, die eigentlich zum Wehrdienst in ihrer ukrainischen Heimat verpflichtet sind. (&hellip;) Wir wollen die Ukraine bestm&ouml;glich unterst&uuml;tzen, aber es kann nicht gleichzeitig sozusagen auch noch Pr&auml;mien geben f&uuml;r diejenigen, die fahnenfl&uuml;chtig sind.&laquo;<\/p><p>Mit anderen Worten: Auch in der Politik ist der Begriff Fahnenflucht angekommen. Eine furchtbare Denkweise breitet sich in Medien und Politik aus, die auch schon bei Corona sichtbar wurde, n&auml;mlich, dass der Mensch zum Verf&uuml;gungsobjekt wird.<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Mein Eindruck ist, dass sich bei allem, was sich hier im &ouml;ffentlichen Diskurs offenbart, ein sehr rauer Wind bemerkbar machen wird, sollte Deutschland direkt in einen Krieg verwickelt werden. Wenn jetzt schon Medien und Politik gegen Fahnenfl&uuml;chtige eines anderen Landes wettern, kann sich jeder vorstellen, was im Ernstfall in Deutschland los w&auml;re. Die Reihen der Fraktion &raquo;Kampf&laquo; w&uuml;rden sich schlie&szlig;en. W&uuml;rden junge Menschen, Teenies, 18, 19, die eben noch mit der Playstation gespielt haben und sich nun dem Dienst an der Waffe widersetzten, &ouml;ffentlich zum &raquo;Abschaum des Landes&laquo; erkl&auml;rt?<\/p><p> <strong style=\"display:block;text-align:center\">*<\/strong><\/p><p>Werfen wir noch einen Blick in die &raquo;Berichterstattung&laquo;.<\/p><p>Der Spiegel schreibt:<\/p><blockquote><p>\n    &raquo;Ukrainischer Grenzschutz erschie&szlig;t Deserteur.<\/p>\n<p>    Die ukrainische Armee hat auch mit Fahnenflucht zu k&auml;mpfen. Der Grenzschutz hat nach eigenen Angaben nun das Entkommen einer Gruppe von Deserteuren verhindert &ndash; und dabei einen Mann erschossen.&laquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Und der Tagesspiegel schreibt zu dem Vorfall:<\/p><blockquote><p>\n    &raquo;Von Truppen&uuml;bungsplatz geflohen: Ukrainischer Grenzschutz erschie&szlig;t Deserteur an Grenze zu Moldau. Die ukrainische Armee k&auml;mpft im Krieg mit Russland auch mit Fahnenflucht. Der Grenzschutz hat nun die Flucht einer Gruppe von Deserteuren nach Moldau verhindert &ndash; mit t&ouml;dlichen Folgen.&laquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Beide Artikel gehen auf Nachrichtenagenturen zur&uuml;ck.<\/p><p>Erschreckend n&uuml;chtern beschreiben die Agenturen bzw. die Medien den Vorfall. Keine kritische Einordnung. Kein kollektiver Aufschrei, dass in Europa unsere &raquo;Br&uuml;der&laquo;, unsere Mitmenschen erschossen werden, weil sie desertieren. Welch eine moralische Bankrotterkl&auml;rung.<\/p><p>Das sollen &raquo;unsere&laquo; Werte sein?<\/p><p><em>Lesetipp: Marcus Kl&ouml;ckner &ndash; <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-von-fiftyfifty\/kriegstuechtig.html\">Kriegst&uuml;chtig! Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront.<\/a> Verlag Fifty Fifty, 6. Januar 2025, 160 Seiten, broschiert, ISBN 978-3946778431, 16 Euro.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland bereitet sich darauf vor, ein Land im Krieg zu werden. Milit&auml;risch und wirtschaftlich soll die Republik Kriegst&uuml;chtigkeit beweisen. An Ostern berichtete die Frankfurter Rundschau, dass im neuen Wehrgesetz eine Regel vorgesehen ist, nach der M&auml;nner im Alter zwischen 17 und 45 Jahren bei l&auml;ngeren Auslandsaufenthalten eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148776\">Genehmigung ben&ouml;tigen<\/a>. Gerade forderte der CDU-Politiker Thomas<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=148925\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":127041,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,165,183,161],"tags":[3293,3525,1542,418,890,893,3287,260,2433],"class_list":["post-148925","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-medienkritik","category-wertedebatte","tag-bellizismus","tag-buchauszug","tag-faz","tag-grundgesetz","tag-menschenwuerde","tag-militarisierung","tag-mobilmachung","tag-ukraine","tag-wehrdienst"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/240110_Buch-Kopie.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=148925"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148925\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148942,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/148925\/revisions\/148942"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/127041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=148925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=148925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=148925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}