{"id":149196,"date":"2026-04-17T10:00:59","date_gmt":"2026-04-17T08:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149196"},"modified":"2026-04-17T11:08:42","modified_gmt":"2026-04-17T09:08:42","slug":"schein-oder-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149196","title":{"rendered":"\u201eSchein oder Sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend in Washington Kameras klicken und Diplomaten von &bdquo;historischen Treffen&ldquo; sprechen, fallen im Libanon weiter Bomben. <strong>Karin Leukefeld<\/strong> seziert von Beirut aus die Inszenierung hinter den Schlagzeilen: viel Symbolik, wenig Frieden. Hinter wohlfeilen Worten &uuml;ber Waffenruhe und Stabilit&auml;t stehen Machtpolitik, Besatzungspl&auml;ne und die fortgesetzte Verw&uuml;stung eines Landes, dessen Souver&auml;nit&auml;t im Westen offenbar nur zweitrangig ist.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Zur Information:<\/em><\/p><p><em>W&auml;hrend dieser Text am Donnerstag, 16.4.2026, entstand, entwickelten sich politische Ansagen von US-Pr&auml;sident Donald Trump, &uuml;ber die im Verlauf des Textes berichtet wird. Aktuell hei&szlig;t es, dass am Donnerstagabend 21:00 GMT (22:00 MEZ und 24:00 Libanon) eine &bdquo;Waffenruhe im Libanon&ldquo; beginnen solle. F&uuml;r 10 Tage! Und was dann? Dieser Artikel &uuml;ber das libanesisch-israelische Botschaftertreffen in Washington und was das mit dem US-israelischen Krieg gegen Iran zu tun hat, soll Hintergrund in den medialen Nebel bringen, der &uuml;ber dem &ouml;stlichen Mittelmeer bis zur Persischen Golfregion liegt. Was wirklich geschieht und welche Pl&auml;ne die Akteure tats&auml;chlich haben, bleibt unklar. Nichts ist gesagt &uuml;ber die Verluste und das Leid der Bev&ouml;lkerung. Nichts ist gesagt dar&uuml;ber, was die urspr&uuml;nglichen Bewohner dieser Region anstreben.<\/em> (kl)<\/p><p><strong>Ein Botschaftertreffen in Washington im Nebel der Medien<\/strong><\/p><p>Ein Treffen der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und des israelischen Botschafters in den USA, Jechiel Leiter, in Washington am vergangenen Dienstag hat medialen Wirbel verursacht. Ort des Treffens war das US-Au&szlig;enministerium, Gastgeber war US-Au&szlig;enminister Marco Rubio. Der hatte mit dem Empfang der beiden Diplomaten und der Begr&uuml;&szlig;ung am blumengeschm&uuml;ckten Konferenztisch vor laufenden Kameras f&uuml;r die Bilder gesorgt, die um die Welt gingen. Rubio gratulierte beiden L&auml;ndern zu einem &bdquo;historischen Treffen&ldquo;, bei dem es um einen Waffenstillstand und die Entwaffnung der Hisbollah gehen solle. <\/p><p>Bei dieser ersten direkten Begegnung von Botschaftern beider L&auml;nder seit 1993 solle der Rahmen f&uuml;r ein &bdquo;Friedensabkommen&ldquo; zwischen Libanon und Israel ausgelotet werden, so Rubio. Die libanesische Regierung sprach lediglich von einem &bdquo;vorl&auml;ufigen Treffen&ldquo;. Kultusminister Ghassan Salame erkl&auml;rte vor Journalisten in Beirut, man strebe eine &bdquo;Unterbrechung der milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten&ldquo; an. Israel hatte bereits zuvor klargestellt, &bdquo;keinem Waffenstillstand zuzustimmen&ldquo;, berichteten israelische Medien. Premierminister Netanjahu hat wiederholt erkl&auml;rt, Ziel der israelischen &bdquo;Milit&auml;roperationen&ldquo; sei &bdquo;die Entwaffnung der Hisbollah&ldquo;. Die libanesische Regierung, die den milit&auml;rischen Arm der Hisbollah am 2. M&auml;rz f&uuml;r &bdquo;illegal&ldquo; erkl&auml;rt hatte, verfolge das gleiche Ziel.<\/p><p>Bundeskanzler Friedrich Merz telefonierte mit dem israelischen Premier, um diesen zu &bdquo;direkten Friedensgespr&auml;chen zu ermutigen&ldquo;. Die &bdquo;Kampfhandlungen im S&uuml;den des Libanon&ldquo; sollten beendet werden, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin laut der Deutschen Presseagentur <em>dpa<\/em> mit. Die Hisbollah m&uuml;sse die Waffen niederlegen.<\/p><p>Auch Bundesau&szlig;enminister Johann &bdquo;Jo&ldquo; Wadephul griff zum Telefonh&ouml;rer und rief seinen libanesischen Amtskollegen Youssef &bdquo;Joe&ldquo; Rajji an. Direkte Gespr&auml;che zwischen Israel und Libanon seien wichtig f&uuml;r die Zukunft beider L&auml;nder, hie&szlig; es in der dpa-Meldung: &bdquo;Israels legitime Sicherheitsinteressen &amp; Libanons Recht auf territoriale Integrit&auml;t &amp; Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; m&uuml;ssten geachtet werden, so eine Nachricht &uuml;ber <em>X<\/em>, ehemals <em>Twitter<\/em>. Die Angriffe der Hisbollah m&uuml;ssten aufh&ouml;ren und die Bundesregierung &bdquo;unterst&uuml;tze die Aus&uuml;bung des Gewaltmonopols Libanons auf seinem ganzen Territorium &amp; die Entwaffnung der Hisbollah. Zugleich muss die israelische Armee Zivilbev&ouml;lkerung &amp; zivile Infrastruktur sch&uuml;tzen.&ldquo;<\/p><p>An dieser Stelle sei aus journalistischer Sicht darauf hingewiesen, dass der deutsche Au&szlig;enminister im Gespr&auml;ch mit seinem libanesischen (!) Amtskollegen jeweils die Interessen Israels an erster Stelle nennt, nicht die Interessen des Libanon, den der libanesische Au&szlig;enminister vertritt.<\/p><p>Am Tag der Telefonate von Kanzler und Au&szlig;enminister meldete das libanesische Gesundheitsministerium, dass Israel seit dem erneuten Beginn des Krieges am 2. M&auml;rz 2026 mehr als 2.124 Personen get&ouml;tet hat. 6.921 Verletzte wurden registriert. Im s&uuml;dlichen Libanon, in der Bekaa-Ebene und in Teilen von Beirut wurde zivile Infrastruktur durch israelische Luft-, Drohnen- und Angriffe von See zerst&ouml;rt, darunter Wohnh&auml;user, Krankenh&auml;user, st&auml;dtische Infrastruktur, Gesundheitszentren. In Naqoura, der s&uuml;dwestlichsten Stadt des Libanon, wurde das Geb&auml;ude der libanesischen Hafenbeh&ouml;rde zerst&ouml;rt. Es ist unklar, ob diese Tatsachen in den jeweiligen Gespr&auml;chen eine Rolle spielten.<\/p><p><strong>Mehr Schein als Sein<\/strong><\/p><p>Konkrete Ergebnisse des Botschaftertreffens wurden nicht bekannt. Ein Sprecher des US-Au&szlig;enministeriums sprach von einem &bdquo;historischen Meilenstein&ldquo;, die USA werde weitere Gespr&auml;che unterst&uuml;tzen. Washington unterst&uuml;tze die Pl&auml;ne der libanesischen Regierung, das Gewaltmonopol gegen die Hisbollah durchzusetzen und den &bdquo;herrschenden Einfluss des Iran zu beenden&ldquo;. Israel habe das Recht, sich gegen die Angriffe der Hisbollah zu verteidigen. Sollten Libanon und Israel sich einigen, k&ouml;nne Libanon mit &bdquo;bedeutender Wiederaufbauhilfe und wirtschaftlicher Erholung&ldquo; rechnen, so das US-Au&szlig;enministerium. Investitionsm&ouml;glichkeiten w&uuml;rden beide L&auml;nder umfassen. <\/p><p>Aus der N&auml;he betrachtet scheint es mehr &bdquo;Schein als Sein&ldquo; hinter den Schlagzeilen &uuml;ber das Botschaftertreffen zu geben. &bdquo;Hauptsache ein Foto&ldquo;, kommentieren Gespr&auml;chspartner in Beirut. Und Parlamentssprecher Nabih Berri meint: &bdquo;Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer&ldquo;.<\/p><p><strong>Hintergrund ist der US-israelische Krieg gegen Iran<\/strong><\/p><p>Das Treffen in Washington kam auf Druck der US-Administration zustande. Hintergrund ist der US-israelische Krieg gegen Iran, der am 8. April durch die Vermittlung einer Waffenruhe durch Pakistan, Saudi-Arabien, &Auml;gypten und die T&uuml;rkei f&uuml;r zwei Wochen ausgesetzt wurde. F&uuml;r die bilateralen Gespr&auml;che zwischen USA und Iran waren zuvor Forderungen von beiden Seiten aufgelistet worden. Der Iran hatte auch einen &bdquo;umfassenden Waffenstillstand in der Region, einschlie&szlig;lich Libanon, Jemen und Gaza&ldquo; gefordert, dem nach Auskunft des Vermittlers Pakistan von den USA nicht widersprochen worden war.<\/p><p>Israel ist weder mit der Waffenruhe noch den iranischen Forderungen nach &bdquo;umfassendem Waffenstillstand in der Region&ldquo; einverstanden und sieht das US-EU-NATO-Projekt des &bdquo;Gr&ouml;&szlig;eren Mittleren Ostens&ldquo; und &bdquo;Gro&szlig;-Israel&ldquo; dadurch gef&auml;hrdet. Nur wenige Stunden nach Beginn der Waffenruhe am 8. April startete Israel um die Mittagszeit eine massive, blitzartige Angriffswelle auf den Libanon einschlie&szlig;lich der Hauptstadt Beirut. Rettungshelfer und das libanesische Gesundheitsministerium meldeten am Abend des Tages bis zu 350 Tote, darunter viele Kinder, Frauen und &auml;ltere Menschen. Die Kritik an Israel nahm international zu, die USA mussten handeln. Seit dem Tag ist zumindest Beirut nicht mehr von israelischen Angriffen betroffen.<\/p><p>Um bei den Gespr&auml;chen mit dem Iran weiterzukommen, sahen sich die USA gezwungen, Israel &bdquo;etwas zu liefern&ldquo; und dr&auml;ngten auf das Botschaftertreffen von Libanon und Israel in Washington mit dem Ziel, Libanon zu Zugest&auml;ndnissen zu dr&auml;ngen und von Israel die Zustimmung zu einer Waffenruhe zu bekommen.<\/p><p><strong>US-Pr&auml;sident Trump verk&uuml;ndet zehn Tage Waffenruhe f&uuml;r Libanon<\/strong><\/p><p>Israelische Medien (<em>Haaretz<\/em>) berichten am Donnerstag &uuml;ber eine einw&ouml;chige Waffenruhe, &uuml;ber die schon am Mittwochabend die israelische Regierung debattiert habe. Gleichzeitig wird der israelische Premierminister Netanjahu mit der Ansage zitiert, er habe die Armee angewiesen, die Angriffe auf die Hisbollah weiter zu versch&auml;rfen. US-Pr&auml;sident Donald Trump meldete sich &uuml;ber seinen sozialen Medienkanal zu Wort mit der Ansage, &bdquo;die (politischen) F&uuml;hrer von Israel und Libanon&ldquo; w&uuml;rden am Donnerstag miteinander sprechen. Seitens der Regierung in Beirut hie&szlig; es dazu, man sei nicht &uuml;ber irgendeinen bevorstehenden Kontakt informiert. Am Abend wurde bekannt, dass US-Pr&auml;sident Trump mit dem libanesischen Pr&auml;sidenten Joseph Aoun telefoniert habe. Dieser habe gedr&auml;ngt, dass die USA Druck auf Israel aus&uuml;ben m&uuml;sse, die Angriffe gegen Libanon einzustellen. Ali Rizk, Analyst f&uuml;r Politik und Sicherheitsfragen in Beirut, sagt im katarischen Nachrichtensender <em>Al Jazeera<\/em>, es werde deutlich, dass die Trump-Administration wenig Erfahrung mit der Region habe.<\/p><p>Wenig sp&auml;ter wird bekannt, Donald Trump habe in einer Art telefonischer &bdquo;Shuttle-Diplomatie&ldquo; mit Joseph Aoun in Beirut und Benjamin Netanjahu in Tel Aviv eine zehnt&auml;gige Waffenruhe durchgesetzt. &bdquo;Waffenruhe im Libanon soll am Donnerstag um 21:00 Uhr MEZ beginnen&ldquo;, lautet die Schlagzeile beim katarischen Nachrichtensender <em>Al Jazeera<\/em>. Die israelischen Luftangriffe auf Ziele im S&uuml;den des Libanon h&auml;tten sich derweil massiv verdichtet, berichtet ein Reporter aus Tyros. Innerhalb einer Stunde seien mindestens 60 Bombeneinschl&auml;ge entlang der K&uuml;ste zwischen Tyros und Naqoura gez&auml;hlt worden. Die Bev&ouml;lkerung hoffe auf eine Waffenruhe, doch bis dahin k&ouml;nnten noch mehr israelische Angriffe das Land verw&uuml;sten. Und was wird nach 10 Tagen sein?<\/p><p><strong>Misstrauen bleibt<\/strong><\/p><p>Laut Umfragen vertraut mehr als die H&auml;lfte der libanesischen Bev&ouml;lkerung &ndash; ungeachtet ihrer Haltung zu Hisbollah &ndash; Israel nicht und lehnt daher die Gespr&auml;che in Washington und Verhandlungen mit Israel ab. Vor dem Parlament in Beirut hatten zu Wochenbeginn lautstarke Proteste gegen Gespr&auml;che mit Israel stattgefunden. Libanesen, die als Fl&uuml;chtlinge in Notunterk&uuml;nften Zuflucht vor den Angriffen Israels gefunden haben, erkl&auml;rten Journalisten, wenn es &uuml;berhaupt Verhandlungen geben sollte, wollten sie durch die Hisbollah vertreten werden.<\/p><p>Die Hisbollah war bei den Washingtoner Gespr&auml;chen nicht dabei. Generalsekret&auml;r Naim Kassem bezeichnete am Vorabend des Washington-Treffens ein Treffen als &bdquo;sinnlos&ldquo;, zumal Israel seine Angriffe auf den Libanon verst&auml;rke. Der milit&auml;rische Widerstand der Hisbollah gegen den israelischen Vormarsch im S&uuml;den des Landes geht weiter. <\/p><p>Der israelische Minister f&uuml;r Strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, hat nach Berichten libanesischer Medien &ndash; die sich auf westliche Diplomaten berufen &ndash; bereits einen Plan f&uuml;r die geplante Besatzung des s&uuml;dlichen Libanons ausgearbeitet. Das Gebiet soll demnach in drei Zonen eingeteilt werden. Ein acht Kilometer breiter Streifen entlang der &bdquo;Blauen Linie&ldquo; soll eine &bdquo;Pufferzone&ldquo; werden. S&uuml;dlich des Flusses Litani will die israelische Armee milit&auml;risch freie Hand haben, um Hisbollah-Struktur zu zerst&ouml;ren. Ein R&uuml;ckzug der israelischen Armee werde erst dann folgen, wenn die &bdquo;Operationen&ldquo; als beendet bezeichnet werden. Das Gebiet n&ouml;rdlich des Litani &ndash; sozusagen der &bdquo;Rest&ldquo; des Libanon &ndash; soll von der libanesischen Armee kontrolliert werden mit dem Auftrag, die Hisbollah komplett zu entwaffnen. Das sei die Voraussetzung daf&uuml;r, dass Israel sich aus dem Libanon zur&uuml;ckziehe, hei&szlig;t es. Im &Uuml;brigen soll f&uuml;r die israelische Armee &bdquo;gr&uuml;nes Licht&ldquo; f&uuml;r Angriffe im ganzen Land gelten, sobald sie eine Gefahr &bdquo;f&uuml;r die Sicherheit Israels&ldquo; entdeckt haben. Beweise daf&uuml;r m&uuml;ssen &ndash; wie seit der &bdquo;Waffenruhe&ldquo; 2024 &ndash; nicht vorgelegt werden.<\/p><p><strong>Der Libanon und Israel sind im Kriegszustand<\/strong><\/p><p>Das steht in der libanesischen Verfassung. Der Grund sind die zahlreichen milit&auml;rischen Angriffe Israels auf das n&ouml;rdliche Nachbarland. Aktuell hat die israelische Armee erneut Teile der &bdquo;Blauen Linie&ldquo;, der von den UNO-Friedenstruppen UNIFIL kontrollierten Waffenstillstandslinie zwischen beiden L&auml;ndern, durchbrochen, israelische Einheiten sind mehrere Kilometer auf libanesisches Territorium vorgedrungen. Das ist &ndash; wie die fortlaufenden Angriffe auf zivile Infrastruktur &ndash; ein Bruch des internationalen Rechts. Doch Libanon ist machtlos gegen&uuml;ber der israelischen milit&auml;rischen Gewalt. Die libanesische Armee war von der Regierung in Beirut angewiesen worden, sich zur&uuml;ckzuziehen. Ohnehin verf&uuml;gt die Armee nicht &uuml;ber die notwendigen Waffen, um den Gegner abzuschrecken, aufzuhalten oder zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Die einzige Kraft, die die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t des Libanon auch milit&auml;risch verteidigt, ist die Hisbollah. Unterst&uuml;tzt wird sie vom Iran, der bei den Verhandlungen mit den USA zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen Iran einen &bdquo;Waffenstillstand f&uuml;r Libanon, Jemen und Gaza&ldquo; fordert. Doch Israel hat andere Pl&auml;ne. <\/p><p><strong>Alte Pl&auml;ne werden neu aufgelegt<\/strong><\/p><p>Schon 1919 legte die Zionistische Nationalbewegung auf der Pariser Friedenskonferenz Karten vor, auf denen ihr Staat, den sie in Pal&auml;stina gr&uuml;nden wollten, skizziert war. Vom Libanon wollten sie schon damals den gesamten S&uuml;den zwischen der Hafenstadt Sidon und dem Berg Hermon, arabisch &bdquo;Jbeil Sheikh&ldquo;, ihr &bdquo;Eigen&ldquo; nennen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260416-Botschaftertreffen-Washington-01.jpeg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260416-Botschaftertreffen-Washington-01.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Es folgten milit&auml;rische Invasionen zionistischer Milizen in den Libanon 1947, der israelischen Streitkr&auml;fte 1948, 1967, 1978, 1982, 2006, 2024. Im April 2026 dringen israelische Truppen &uuml;ber die &bdquo;Blaue Linie&ldquo; in den s&uuml;dlichen Libanon ein, verw&uuml;sten D&ouml;rfer, St&auml;dte, Felder, Plantagen, vertreiben und t&ouml;ten die urspr&uuml;nglichen Bewohner des Landes. Teile des Libanon, einschlie&szlig;lich der s&uuml;dlichen Vororte von Beirut, w&uuml;rden dann aussehen wie Rafah und Beit Hanoun im Gazastreifen, drohten die israelischen Minister Smotrich und Katz. Die 1919 in Paris vorgelegte Karte der Zionisten wurde k&uuml;rzlich von der israelischen Armee verbreitet. Es war die Warnung an den Libanon, den gesamten S&uuml;den des Landes zu besetzen.<\/p><p><small>Titelbild: hapelinium\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend in Washington Kameras klicken und Diplomaten von &bdquo;historischen Treffen&ldquo; sprechen, fallen im Libanon weiter Bomben. <strong>Karin Leukefeld<\/strong> seziert von Beirut aus die Inszenierung hinter den Schlagzeilen: viel Symbolik, wenig Frieden. Hinter wohlfeilen Worten &uuml;ber Waffenruhe und Stabilit&auml;t stehen Machtpolitik, Besatzungspl&auml;ne und die fortgesetzte Verw&uuml;stung eines Landes, dessen Souver&auml;nit&auml;t im Westen offenbar nur zweitrangig ist.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":149197,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,170,171],"tags":[3240,2829,2175,951,1557,1583,1850,1800,1556,3553,2360],"class_list":["post-149196","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-friedenspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-hisbollah","tag-interventionspolitik","tag-iran","tag-israel","tag-libanon","tag-rubio-marco","tag-trump-donald","tag-usa","tag-waffenruhe","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/shutterstock_2533982603.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=149196"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149225,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149196\/revisions\/149225"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/149197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=149196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=149196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=149196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}