{"id":14941,"date":"2012-11-02T16:14:41","date_gmt":"2012-11-02T15:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14941"},"modified":"2019-01-30T10:54:40","modified_gmt":"2019-01-30T09:54:40","slug":"die-zerstorung-des-sozialen-immunsystems-am-beispiel-der-von-der-stadt-giesen-geplanten-privatisierung-des-wochenmarkts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14941","title":{"rendered":"Die Zerst\u00f6rung des sozialen Immunsystems &#8211; am Beispiel der von der Stadt Gie\u00dfen geplanten Privatisierung des Wochenmarkts"},"content":{"rendered":"<p>In der Gie&szlig;ener Stadtverwaltung gibt es offenbar Pl&auml;ne, den dortigen Wochenmarkt zu privatisieren, f&uuml;r dessen Betrieb bisher die Stadt zust&auml;ndig ist. Der Markt geh&ouml;re, so l&auml;sst die Oberb&uuml;rgermeisterin verlauten, zu den &bdquo;defizit&auml;ren Einrichtungen&ldquo;, die den Haushalt der Stadt belasteten. Mit 26.000 Euro habe der Eigenbetrieb Wochenmarkt im Jahr 2011 zu Buche geschlagen. Die Kosten fallen an f&uuml;r die Auswahl und Zulassung der Beschicker, die F&uuml;hrung der Geb&uuml;hrenkasse, die Marktaufsicht inklusive Reinigung und Instandhaltung des Marktgel&auml;ndes und Abfallentsorgung. Man befinde sich gegenw&auml;rtig in einem &bdquo;Interessenbekundungsverfahren&ldquo; und verhandle mit m&ouml;glichen neuen Betreibern. Von <strong>G&ouml;tz Eisenberg[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14941#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDie Berufung auf Sachzw&auml;nge, die in solchen Zusammenh&auml;ngen gern erfolgt, versucht eine unerreichbare Schicksalsmacht f&uuml;r eine Realit&auml;t verantwortlich zu machen, die in Wirklichkeit von Menschen verursacht und darum von Menschen auch korrigierbar ist. Die Privatisierung des Wochenmarktes w&uuml;rde den baldigen Tod einer Institution bedeuten, die f&uuml;r das soziale Immunsystem der Stadt eine enorme Bedeutung hat. Er ist, um in einem Bild zu sprechen, das emotionale Herzst&uuml;ck der Stadt. Viele Gie&szlig;ener nennen, wenn man sie fragt, was sie an diese ansonsten reichlich unattraktive Stadt bindet, an erster Stelle den Wochenmarkt.<\/p><p>Ein privater Betreiber w&uuml;rde den Markt nur aus einem einzigen Grund betreiben: Er will einen Gewinn erzielen. Im Handumdrehen w&uuml;rden die kleinen Marktbeschicker aus den D&ouml;rfern der Umgebung ihre St&auml;nde aufgeben m&uuml;ssen, weil sie die zu erwartenden h&ouml;heren Standmieten nicht aufbringen k&ouml;nnten. Der Wochenmarkt w&uuml;rde zu einer Art Shopping Mall, zu einer ausgelagerten Obst- und Gem&uuml;seabteilung irgendeines Kaufhauses oder Gro&szlig;h&auml;ndlers.<\/p><p>&bdquo;Gut dasses de Makkt gibt, dass mer sisch trifft&ldquo;, h&ouml;rte ich vor einiger Zeit eine alte Frau zu einer Bekannten sagen. Hinter der Kulisse der &ouml;konomischen Transaktionen geht es um ganz andere Dinge: Der Wochenmarkt ist ein Treffpunkt, eine St&auml;tte der Kommunikation, eine B&ouml;rse f&uuml;r Nachrichten, Klatsch und Tratsch. Jeder Marktbesucher hat seine speziellen Zeiten und bevorzugten St&auml;nde. Man kauft etwas, schlendert weiter, trifft Bekannte und plaudert, kauft an einem anderen Stand etwas anderes. Zwischen Kunden und Verk&auml;ufern entwickeln sich Beziehungen: Man wird wiedererkannt, jede l&auml;ngere Abwesenheit f&auml;llt auf, man spricht &uuml;ber dies und das. Wo sonst kann man in unserer &ouml;konomisch ausgen&uuml;chterten, hektischen Welt diese Erfahrung noch machen? Das Einkaufen in Superm&auml;rkten und Malls geht &ndash; bis auf das obligatorische, floskelhafte &bdquo;sch&ouml;nen Tag noch&ldquo; &ndash; vollkommen sprach- und emotionslos vonstatten; wer etwas sagt oder fragt, blockiert den reibungslosen Betrieb. &Auml;ltere Menschen, die etwas Zeit brauchen, ihre Eink&auml;ufe vom Band zu r&auml;umen und in ihren Geldb&ouml;rsen umst&auml;ndlich nach M&uuml;nzen suchen, gelten als Sand im Getriebe und St&ouml;rfaktor.<\/p><p>Das ist auf dem Wochenmarkt erfreulich anders. Es ist, als betr&auml;te man eine andere Zeitzone, hier geht man hin, um Zeit zu verlieren, nicht um Zeit zu gewinnen oder einzusparen. Auf dem Markt sind die sinnliche Dichte der Welt und ihre saftige F&uuml;lle und Vielfalt noch erfahrbar. Er ist auch ein Ort der Balz und des Flirts. Und es wird viel gelacht auf dem Markt. Er besitzt einen spezifischen Humor, der sich nur in dieser &ouml;konomischen Nische und seiner spezifischen Zeitstruktur entfalten kann. Kurzum: Der Wochenmarkt ist eine Enklave der Ungleichzeitigkeit, ein bunter Fleck in einer ver&ouml;deten und total kommerzialisierten st&auml;dtischen Lebenswelt. Er ist Teil eines sozialen Immunsystems, eines Geflechts von sozialen Bindungen und Kontakten, das Menschen ebenso dringend ben&ouml;tigen wie das k&ouml;rperliche Immunsystem. Das Vorhandensein und die Qualit&auml;t beider haben gro&szlig;en Einfluss darauf, ob wir k&ouml;rperliche und seelische Abwehrkr&auml;fte mobilisieren k&ouml;nnen. In unserer durch&ouml;konomisierten Welt ist alles &ldquo;in die Funktionale gerutscht&rdquo;, wie Brecht sagte. Umso dringender ben&ouml;tigen wir Orte, an denen das Unzeitgem&auml;&szlig;e und Nicht-Funktionale gedeihen kann.<\/p><p>Ein demokratisches Gemeinwesen braucht Orte, an denen Demokratie und &Ouml;ffentlichkeit sich festmachen und entfalten k&ouml;nnen, Orte, die sich sinnlich besetzen lassen. Dazu geh&ouml;ren Theater, Parks, Schwimmb&auml;der, botanische G&auml;rten, Bibliotheken und &ouml;ffentliche Pl&auml;tze. Den Erhalt solcher Einrichtungen &ndash; der Soziologe Oskar Negt spricht von &bdquo;mittleren Gef&auml;&szlig;en&ldquo;, die zwischen Individuum und Gesellschaft vermitteln &ndash; kann und muss eine lebendige Demokratie sich etwas kosten lassen. Sie darf ihre Steuereinnahmen eben nicht nur f&uuml;r repr&auml;sentative und imagetr&auml;chtige Ereignisse wie zum Beispiel eine Landesgartenschau, die Renovierung des Bahnhofsvorplatzes (ein paar hundert Meter weiter verrottet das Geb&auml;ude der alten Post, das sich ein Spekulant unter den Nagel gerissen hat) und irgendwelche neo-barocken Sichtachsen verausgaben. Der Wochenmarkt ist auch der Ort einer diskutierenden &Ouml;ffentlichkeit, wo B&uuml;rger zusammentreffen und sich &uuml;ber ihre Belange austauschen. Immer wieder st&ouml;&szlig;t man auf kleine Gr&uuml;ppchen, die sich &uuml;ber kommunalpolitische und gesellschaftliche Themen die K&ouml;pfe hei&szlig; reden. Nicht umsonst bildet der Markt, die Agora, im Athen des Altertums die Wiege der Demokratie. Jeder, der eine solche Einrichtung schleifen will, indem er sie vollst&auml;ndig dem Diktat der &bdquo;gef&uuml;hllosen, baren Zahlung&ldquo; (Marx) unterwirft, begeht einen weiteren Anschlag auf unsere ohnehin von Auszehrung befallene und gef&auml;hrdete Gesellschaftlichkeit und damit einer lebendigen Demokratie. In Zeiten, da die Kanzlerin dieses Landes von der Notwendigkeit redet, die Demokratie &bdquo;marktkonform&ldquo; umzugestalten, muss man ohnehin mit dem Schlimmsten rechnen. Wenn sich der Trend, Orte, an denen Demokratie gelebt und sinnlich erfahren werden kann, die Bindeglieder zwischen dem einzelnen und seinem Gemeinwesen darstellen, zum Verschwinden zu bringen, fortsetzt, werden immer mehr Individuen mit dem gesellschaftlichen Ganzen gar nicht mehr verbunden sein und sich g&auml;nzlich ins vermeintlich Private zur&uuml;ckziehen. &bdquo;There is no such thing as Society&ldquo;, das war das kalte Gesellschaftsbild von Margret Thatcher. Ein solcher Mangel an Verbundenheit tr&auml;gt nicht nur zur Ausbreitung von Apathie und Desinteresse am Allgemeinwohl bei, sondern ist auch ein Risikofaktor f&uuml;r die Verbreitung &bdquo;abweichenden Verhaltens&ldquo; bis hin zu Kriminalit&auml;t und Drogenkonsum.<\/p><p>Ich h&auml;tte mir fr&uuml;her nicht tr&auml;umen lassen, dass wir eines Tages den (Wochen-)Markt vor dem Markt w&uuml;rden verteidigen m&uuml;ssen! Wie kann man in einem rot-gr&uuml;nen Magistrat nur auf so eine Idee verfallen? Nur vom Virus des Neoliberalismus infizierte Gehirne k&ouml;nnen so etwas aushecken. Dessen erkl&auml;rtes Ziel war und ist es, den Markt dem freien Spiel der Kr&auml;fte des Wettbewerbs zu &uuml;berlassen, diese Kr&auml;fte als einziges Regulativ anzuerkennen und zur Quelle sowohl gesellschaftlichen Reichtums als auch individuellen Wohlergehens zu erheben.<\/p><p>Im Bann vermeintlicher oder auch realer Sparzw&auml;nge riskieren Bund, L&auml;nder und Gemeinden die Auszehrung und den Tod lebenswichtiger Institutionen und &ouml;ffentlicher Einrichtungen. Wie man die Bedeutung der Vitamine erst entdeckte, als Mangelerkrankungen auftraten, so werden wir auch die Bedeutung der mittleren Gef&auml;&szlig;e und des sozialen Immunsystems erst erkennen, wenn soziale Mangelerkrankungen und Dysfunktionen &uuml;berhand nehmen. Dann kann es aber bereits zu sp&auml;t sein. Wie soll man zum Beispiel in einem Krankenhaus gesund werden, wenn niemand mehr Zeit hat, sich zu einem ans Bett zu setzen und einfach nur zu reden und Trost zu spenden?<\/p><p>Erinnern wir uns an einen ber&uuml;hmten Schwank aus Schilda. Danach hatten die Schildb&uuml;rger ein Pferd, das mit weniger Hafer dieselbe Leistung wie vorher erbrachte. Um zu sparen, beschlossen sie, dem Tier die Rationen nach und nach weiter zu k&uuml;rzen. Am Tag, als sie glaubten, ihr Ziel erreicht zu haben, das Pferd also ganz ohne Futter arbeiten w&uuml;rde, fanden sie es tot in seinem Stall vor.<\/p><p>Im Schlagschatten des Marktfundamentalismus sind unsere St&auml;dte zum Aufmarschgebiet der Waren verkommen. Den kapitalstarken Unternehmen und Ladenketten ist es gelungen, die alteingesessenen Gesch&auml;fte in den Ruin zu treiben. Mittels eines raffinierten &ldquo;Stadtmarketings&rdquo; und Arm in Arm mit willf&auml;hrigen Kommunalpolitikern haben sie die angestammten Milieus aus den Innenst&auml;dten vertrieben und zu St&auml;tten des kalten Kommerzes gemacht. Sie haben etwa den Seltersweg &ndash; die Gie&szlig;ener Fu&szlig;g&auml;ngerzone &ndash; in einen sterilen &bdquo;Boulevard der Marken&ldquo;  verwandelt &ndash; sie haben sogar die Chuzpe, ihn so zu nennen! Sie benehmen sich, als geh&ouml;re die Stadt ihnen.<\/p><p>Vor einiger Zeit sah ich den ehemaligen Inhaber eines alten Gie&szlig;ener Gesch&auml;fts. Er hatte die R&auml;ume seines einstigen Ladens betreten, in die nun eines dieser Franchiseunternehmen eingezogen ist, die kommen und gehen wie Goldgr&auml;ber, die eine Weile sch&uuml;rfen und weiterziehen, wenn die Mine nicht mehr genug abwirft. Sie sind auf Kurzfristigkeit angelegt, ruhelos und nomadisch, ohne jede Bindung an Orte und Menschen. Stets stehen irgendwelche Gesch&auml;ftsr&auml;ume leer wie ausgelaugte Goldgr&auml;berst&auml;tten, die dann nach einer kurzen Renovierungs- und Umbaupause vom n&auml;chsten Gl&uuml;cksritter &uuml;bernommen werden. Der Mann stand einfach da. Er wirkte in seiner Erstarrung inmitten des gesch&auml;ftigen Treibens wie ein steinerner Gast. Die H&ouml;he der Mieten und die Konkurrenz der Discounter haben ihn vor einigen Jahren zur Gesch&auml;ftsaufgabe gezwungen. Am Ende seines beruflichen Lebens hat ein Mensch das Resultat seines jahrzehntelangen Bem&uuml;hens gern vor Augen und m&ouml;chte, wenn er zur&uuml;ckblickt, sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Das hat sich gelohnt, das ist halbwegs gegl&uuml;ckt!&ldquo; Es muss etwas an sich und f&uuml;r mich eine zusammenh&auml;ngende Bewegung ergeben, damit ich sagen kann: &bdquo;Das hatte Sinn.&ldquo; Anonyme und abstrakte &ouml;konomische Mechanismen haben diesen Mann enteignet, &ouml;konomisch und existenziell. Mit dem Gesch&auml;ft ging ja viel mehr verloren als nur eine Einnahmequelle. Ein Mensch verlor das Metronom, das den Takt seines Lebens bestimmte und es mit Sinn ausstattete, eine Familie das, was sie &uuml;ber Generationen verband und zusammenhielt und in die Zukunft wies.<\/p><p>Mit dem Verschwinden der alteingesessenen Gesch&auml;fte und ihrer Inhaber hat der Seltersweg  seine charakteristischen Z&uuml;ge eingeb&uuml;&szlig;t und ist eine Einkaufsmeile geworden, wie man sie in jeder anderen x-beliebigen Stadt findet. Paderborn, Passau und Pforzheim und Gie&szlig;en unterscheiden sich nur durch die unterschiedliche Anordnung der Boutiquen, Handy-Shops und 1-Euro-L&auml;den. Was Herbert Achternbusch &uuml;ber seine bayrische Heimat gesagt hat, k&ouml;nnte man auch &uuml;ber Hessen und Gie&szlig;en sagen: &bdquo;Fr&uuml;her ist hier Bayern gewesen. Jetzt herrscht hier die Welt. Auch Bayern ist wie der Kongo oder Kanada von der Welt unterworfen, wird von der Welt regiert. Bayern ist eine Kolonie der Welt. Auch dieses St&uuml;ck Erde ist Welt geworden. Und Welt ist nur ein anderes Wort f&uuml;r Geld. Je mehr die Welt regiert, desto mehr wird die Erde vernichtet, werden wir, die dieses St&uuml;ck Erde bewohnen, vernichtet. Die Welt vernichtet uns, das kann man sagen.&rdquo;<\/p><p>Auf Globalisierung und &Ouml;konomisierung, die sich wie ein Alb auf das Leben der Menschen legen und es in eine eisige Gletscherlandschaft verwandeln, sollten wir mit einer kritischen Aufladung des Begriffs &bdquo;Heimat&ldquo; und Strategien der Wiederaneignung von Lebensbedingungen, die unter die Kontrolle von Herrschaft und Profit gebracht worden sind, antworten. Wir d&uuml;rfen Begriffe wie &bdquo;Heimat&ldquo; nicht den reaktion&auml;ren Kr&auml;ften &uuml;berlassen, sondern m&uuml;ssen ihn mit humanen und solidarischen Inhalten aufladen. Wir brauchen emanzipatorische Begriffe und Wegweiser f&uuml;r die unter der d&uuml;nnen Decke angepassten Verhaltens schwelende Wut, sonst eignen sich wieder einmal die Rechten diese Energien an und setzen sie nach r&uuml;ckw&auml;rts und m&ouml;rderisch in Gang. Zorn und Wut m&uuml;ssen aber auch deswegen planvoll in eine aufkl&auml;rerische Richtung gelenkt werden, weil sie sich andernfalls, wie die Ghetto-Revolten der letzten Zeit gelehrt haben, eines Tages ungerichtet und blind ent&auml;u&szlig;ern.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] G&ouml;tz Eisenberg (* 1951), Sozialwissenschaftler und Publizist, arbeitet als Gef&auml;ngnispsychologe im Erwachsenenstrafvollzug. Neben der Arbeit mit den Gefangenen schreibt er Essays, die in &ldquo;Der Freitag&rdquo;, der Zeitschrift &ldquo;psychosozial&rdquo;, der &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo;, im Online-Magazin &bdquo;Auswege&ldquo; und auf den &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo; erscheinen. Als einer der ersten Autoren in Deutschland wandte er sich dem Thema &bdquo;Amok&ldquo; zu und ver&ouml;ffentlichte zu diesem Thema zuletzt 2010 im M&uuml;nchner Pattloch-Verlag den Band &ldquo;Damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind&rdquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Gie&szlig;ener Stadtverwaltung gibt es offenbar Pl&auml;ne, den dortigen Wochenmarkt zu privatisieren, f&uuml;r dessen Betrieb bisher die Stadt zust&auml;ndig ist. Der Markt geh&ouml;re, so l&auml;sst die Oberb&uuml;rgermeisterin verlauten, zu den &bdquo;defizit&auml;ren Einrichtungen&ldquo;, die den Haushalt der Stadt belasteten. Mit 26.000 Euro habe der Eigenbetrieb Wochenmarkt im Jahr 2011 zu Buche geschlagen. 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