{"id":149540,"date":"2026-04-25T12:00:04","date_gmt":"2026-04-25T10:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149540"},"modified":"2026-04-24T20:32:50","modified_gmt":"2026-04-24T18:32:50","slug":"suedkorea-dunkle-wolken-ueber-der-friedensinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149540","title":{"rendered":"S\u00fcdkorea: Dunkle Wolken \u00fcber der \u201eFriedensinsel\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jeju-do, knapp 100 Kilometer s&uuml;dlich vom s&uuml;dkoreanischen Festland gelegen, ist die Trauminsel vieler Touristen und Jungverm&auml;hlter aus dem In- wie Ausland &ndash; vor allem aus Japan und China. Das subtropische Eiland ist reich an Sandstr&auml;nden, Palmen, Mandarinenhainen, Golfpl&auml;tzen, Meeresfr&uuml;chten und erstklassigen Hotels. Einige Flecken der Insel hat die UNESCO zum Weltnaturerbe erkl&auml;rt. Vom Liebreiz Jejus konnten sich vor einem Vierteljahrhundert selbst bundesdeutsche Kicker &uuml;berzeugen. Anl&auml;sslich der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2002 spielten die Mannen um Oliver Kahn u.a. in Seogwipo, der zweitgr&ouml;&szlig;ten Stadt der Insel. Doch seit 2010 ist es vorbei mit der Idylle; eine fortschreitende Militarisierung macht den Inselbewohnern zu schaffen. Ein R&uuml;ckblick unseres Ostasienexperten <strong>Rainer Werning<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Ein Dorf macht mobil: Widerstand &ndash; Proteste &ndash; Festnahmen<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Rettet Jeju &ndash; Kein Marinest&uuml;tzpunkt auf Jeju&rdquo; &ndash; &bdquo;Wir wollen hier keinen Krieg!&rdquo; &ndash; &bdquo;Kein Guam, kein Hawaii, kein Okinawa&ldquo; &ndash; &bdquo;Kampf bis zum Tod gegen die US-imperialistische Anti-China-Marinebasis!&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Solche und &auml;hnliche Parolen werden gemeinhin im Zuge aufgew&uuml;hlter politischer Protestm&auml;rsche laut. Nicht jedoch in einem Dorf wie <em>Gangjeong, <\/em>das um die Jahreswende 2010\/2011 gerade mal 2.000 Seelen z&auml;hlte. Bis dahin gingen dessen meist b&auml;uerliche und Fischerhaushalte friedlich ihrer Arbeit nach und f&uuml;hrten ein beschauliches Leben in einer Gegend, die von der Natur verw&ouml;hnt und vom Tourismus umworben ist. Mehr noch: S&uuml;dkoreas Ex-Pr&auml;sident <em>Roh Moo-Hyun<\/em> (2003 &ndash; 2008), der wie sein Vorg&auml;nger <em>Kim Dae-Jung<\/em> (1998 &ndash; 2003) gegen&uuml;ber Nordkorea eine auf Ausgleich gerichtete &bdquo;Sonnenscheinpolitik&ldquo; praktizierte, hatte Jeju im Jahre 2005 gar zur &bdquo;Friedensinsel&ldquo; erkoren.<\/p><p>Ausgerechnet dort, im S&uuml;dwesten der Insel Jeju, begann ab 2011 die s&uuml;dkoreanische Marine mit dem Bau eines St&uuml;tzpunkts (offiziell als <em>Jeju Civilian-Military Complex <\/em>firmierend), der zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung und Inbetriebnahme im Februar 2016 umgerechnet ann&auml;hernd eine Milliarde US-Dollar verschlang. Die Marinebasis bietet Platz f&uuml;r 20 Kriegsschiffe (inklusive Unterseeboote) und dient gleichzeitig als Hafen f&uuml;r zivile Kreuzfahrtschiffe und Luxusliner. Der L&ouml;wenanteil der Bewohner von Gangjeong war strikt gegen den Bau dieses Mammutprojekts, das sich laut der Lokalzeitung <em>Jeju Weekly<\/em> &uuml;ber zirka 500.000 Quadratmeter erstreckt. Daf&uuml;r mussten unter anderem fruchtbares Ackerland, Gew&auml;chsh&auml;user, Korallenb&auml;nke, G&auml;rten und buddhistische Tempel weichen.<\/p><p>F&uuml;r die Betroffenen eine Horrorvorstellung, zumal die Gemeinde noch wenige Jahre zuvor vergleichsweise wohlhabend war und &uuml;ber eines der besten Frischwasserreservoirs auf der Insel verf&uuml;gte. Seit Beginn der Bauarbeiten 2011 regten sich deshalb wachsender Widerstand und Protest der lokalen Bev&ouml;lkerung. Jung und Alt, Fischerleute und Mandarinenbauern hatten Zelte aufgebaut und Protestplakate installiert, und sie be&auml;ugten rund um die Uhr eine Baustellenzufahrt auf der gegen&uuml;berliegenden Stra&szlig;enseite. Einige hatten es vorgezogen, lieber hier zu verweilen und Wache zu schieben, als weiterhin der Feldarbeit nachzugehen. Hungerstreiks wurden durchgef&uuml;hrt und es gab Verletzte unter den Demonstranten, als diese anr&uuml;ckende Baumaschinen blockierten. Immer wieder erfolgten auch Festnahmen von Aktivisten sowie K&uuml;nstlern und bekannten Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens, die sich zeitweilig Demonstrationen angeschlossen hatten. Sympathiebekundungen und Solidarit&auml;tsbotschaften erhielten die Protestierenden unter anderem aus Okinawa, wo sich die Bev&ouml;lkerung seit Jahren f&uuml;r die Verlegung beziehungsweise Schlie&szlig;ung der <em>Futenma<\/em>-Milit&auml;rbasis stark machte. Dort sind etwa 35.000 der insgesamt 54.000 US-Soldaten in Japan stationiert, wobei Okinawa immerhin den Gro&szlig;teil der von den USA unterhaltenen Milit&auml;rbasen in Japan (etwa 70 Prozent) beherbergt.<\/p><p><strong>Geostrategisch sensible Lage<\/strong><\/p><p>Beide, das (s&uuml;d-)koreanische Festland und die Insel Jeju, verbindet aber auch ein &bdquo;Makel&ldquo;; seine geostrategische Lage wurde (S&uuml;d-)Korea in der Geschichte mehrfach zum Verh&auml;ngnis. Eingekeilt zwischen China und Japan, verlaufen ausgerechnet in seinen Gew&auml;ssern bedeutsame Schifffahrtsrouten, wo &uuml;berdies riesige &Ouml;l- und Gasvorkommen vermutet werden, auf die neben den Anrainerstaaten auch die USA begehrliche Blicke geworfen haben. W&auml;hrend S&uuml;dkorea den Bau der Marinebasis mit dem Argument bef&uuml;rwortete, nur so lie&szlig;en sich die Seewege f&uuml;r seine &Ouml;limporte und wachsende Ausfuhren auf lange Sicht sichern, versuchte Seoul stets den Spagat, gleichzeitig mit der Bekr&auml;ftigung seiner von den USA &bdquo;gesch&uuml;tzten Sicherheitsinteressen&ldquo; das enger gestaltete Verh&auml;ltnis zu Beijing in den Bereichen Wirtschaft und Handel nicht zu unterminieren.<\/p><p>In den vergangenen Jahren war zwischen Beijing und Washington ein Streit &uuml;ber die Einbindung der s&uuml;dkoreanischen Streitkr&auml;fte in ein von den USA entwickeltes regionales Raketenabwehrsystem entbrannt. Dieser Zwist versch&auml;rfte sich, als die s&uuml;dkoreanische Marine dazu &uuml;berging, ihrer Flotte moderne <em>KDX-III-Zerst&ouml;rer<\/em> hinzuzuf&uuml;gen, die mit dem amerikanischen <em>AEGIS-Fr&uuml;hwarn- und Feuerleitsystem<\/em> ausgestattet sind. W&auml;hrend sich die Volksrepublik China dadurch herausgefordert und bedroht sieht, wertet man in Washington, Seoul und Tokio diese Ma&szlig;nahme unisono &bdquo;als Schutz vor Raketenangriffen aus Nordkorea&ldquo;.<\/p><p><em><strong>Exkurs:<\/strong><\/em><strong> Bleierne Schatten oder Das grauenvolle Erbe messianischen Antikommunismus<\/strong><\/p><p>Jejus Bev&ouml;lkerung hat in der Geschichte stets versucht, seine eigenen Traditionen zu wahren und seine inneren Angelegenheiten selbstbestimmt zu regeln und sich nicht von au&szlig;en g&auml;ngeln zu lassen. Das schien der Insel auch in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu gelingen, als damit gleichzeitig auch die &Auml;ra des verhassten Kolonialjoch Japans (1910 &ndash; 1945) &uuml;ber die Koreanische Halbinsel abrupt endete. Doch als die Herrschenden in Seoul im April 1948 ihre geballte Macht einsetzten, um die dreij&auml;hrige Selbstverwaltung der Insel durch die als &bdquo;kommunistisch unterwandert&ldquo; geltenden demokratischen <em>Volkskomitees<\/em> zu beenden, antworteten die Menschen auf Jeju mit einem Aufstand.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die amerikanische Milit&auml;rregierung&ldquo;, <\/em>schrieb Christian Schmidt-H&auml;uer in der Wochenzeitung <em>Die Zeit<\/em> (Nr. 22\/2002)<em>, &bdquo;r&uuml;stete das 9. Regiment auf Jeju mit schweren Waffen aus, nachdem sie die koreanische Armee bis dahin nicht einmal mit Karabinern versehen hatte. Sie setzte rechtsextreme Kommandanten an die Spitze des verst&auml;rkten Regiments. Einer von ihnen, Kim Sang Gjom, rief seine Soldaten auf: &sbquo;T&ouml;tet alle, verbrennt alles, pl&uuml;ndert alles!&rsquo; Der erste Chef der US-Milit&auml;rberatergruppe, Brigadegeneral Roberts, hatte zuvor die Devise ausgegeben: &sbquo;Die roten Banditen im amerikanischen Stil ausrotten.&rsquo; So zitierte ihn das Blatt Dong-A Ilbo am 9. Mai 1948 unwidersprochen. (&hellip;) &sbquo;Weite Teile Koreas&rsquo;, <\/em>berichtete Walter Sullivan im M&auml;rz 1950 f&uuml;r die <em>New York Times<\/em>,<em> &sbquo;sind heute verd&uuml;stert durch eine Wolke von Terror, der wahrscheinlich beispiellos ist in der Welt.&rsquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Jeju verbrannten 270 von 400 Inseld&ouml;rfern. 38.285 H&auml;user, so die offizielle Z&auml;hlung, wurden zerst&ouml;rt. (&hellip;) In den US-Nationalarchiven findet sich die Aussage des damaligen Gouverneurs von Jeju gegen&uuml;ber amerikanischen Geheimdienstlern, wonach 60.000 Menschen ums Leben kamen. (&hellip;) 1962 wurde ausgerechnet Song Yo Chang[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Ministerpr&auml;sident S&uuml;dkoreas. Er hatte im Krieg in der japanischen Armee gedient und war im Juli 1948 von der US-Milit&auml;rregierung zum Kommandanten des 9. Regiments auf Jeju ernannt worden &ndash; und damit f&uuml;r die Politik der verbrannten Erde mitverantwortlich. Unter ihm durfte der Aufstand mit keinem Wort erw&auml;hnt werden (&hellip;).&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der erbarmungslose Feld- und Rachezug der Truppen Rhee Syngmans bedeutete eine traumatische Z&auml;sur im Leben der Menschen dort. F&uuml;r den damaligen US-Au&szlig;enminister Dean Acheson und den Chef des Politischen Planungsstabs im State Department, George F. Kennan, war die Niederschlagung von Dissens, Protest und Widerstand gegen die Beh&ouml;rden in Seoul indes der Lackmus-Test f&uuml;r das politische &Uuml;berleben des Rhee-Regimes. Je effektiver und schneller dies geschehe, so das Kalk&uuml;l in Seoul und Washington, umso besser.<\/p><p>F&uuml;nfzig lange Jahre musste die Bev&ouml;lkerung von Jeju ein staatlich verordnetes Beschweigen dieser Gr&auml;ueltaten erdulden, bis der gerade frisch gek&uuml;rte Pr&auml;sident Kim Dae-Jung anordnete, das bis dahin strengst geh&uuml;tete Tabu langj&auml;hriger Milit&auml;rdiktatur zu brechen, den &bdquo;Geschehnissen&ldquo; auf der Insel auf den Grund zu gehen und eine entsprechende Untersuchungskommission einzusetzen. Im Jahr 2003 erkannte die s&uuml;dkoreanische Regierung unter Pr&auml;sident Roh Moo-Hyun das Ausma&szlig; des Massakers offiziell an und sprach eine Entschuldigung aus. Heute ist das Massaker als <em>&bdquo;Jeju 4.3&Prime;<\/em> bekannt, und eine Gedenkst&auml;tte erinnert an die Opfer.<\/p><p><strong>Erneute Auseinandersetzungen &ndash; unerw&uuml;nschte Raketentests<\/strong><\/p><p>Im Fr&uuml;hjahr 2026 regt sich auf Jeju erneut Unmut. Vertraute Parolen erschallen, und die Insel r&uuml;ckt wiederum ins Blickfeld innen- wie regionalpolitischer Auseinandersetzungen.<\/p><p>&bdquo;<em>Stoppt den gemeinsamen Seestart des s&uuml;dkoreanischen Milit&auml;rs, von Hanwha Systems und der Provinzregierung von Jeju!&ldquo;<\/em> lautet die Petition, mit der engagierte B&uuml;rger- und Menschenrechtsorganisationen den bis Ende April geplanten Test einer Feststoff-Tr&auml;gerrakete vor der K&uuml;ste von Seogwipo verhindern wollen. Organisiert wird diese Aktion von der Gr&uuml;nen Partei Jeju, dem Jeju-Ortsverband der Gerechtigkeitspartei und der Organisation <em>&bdquo;People Opposing Space Militarization and Rocket Launches&ldquo;<\/em> (S&uuml;dkorea).<\/p><p>Die Organisationen fordern den Stopp des Tests, weil sie bef&uuml;rchten, dass auf diese Weise die Militarisierung von Jeju verst&auml;rkt, das lokale &Ouml;kosystem und die Umwelt g&auml;nzlich zerst&ouml;rt sowie die Demokratie bedroht werden. Laut einem Exklusivbericht von <em>CBS Nocut News<\/em> vom Februar plant das s&uuml;dkoreanische Milit&auml;r, bis Ende n&auml;chsten Jahres etwa zehn solcher Raketenstarttests durchzuf&uuml;hren. Als Reaktion darauf gaben 19 B&uuml;rgerinitiativen auf Jeju bereits am 23. Februar eine gemeinsame Erkl&auml;rung ab, in der sie die Provinzregierung zu einer Stellungnahme aufforderten. Bislang blieb sowohl seitens der Provinzregierung von Jeju als auch von Milit&auml;rsprechern eine offizielle Stellungnahme aus. Vage hei&szlig;t es lediglich, der Start stehe &bdquo;im Zusammenhang mit milit&auml;rischen F&auml;higkeiten&ldquo;.<\/p><p>Dennoch f&ouml;rdert die Provinzregierung von Jeju die Raumfahrtindustrie als &bdquo;zuk&uuml;nftigen Wachstumsmotor&ldquo;. Nachdem sie das Jahr 2025 zum &bdquo;ersten Jahr einer Raumfahrtindustrie, die die Einwohner konkret erleben k&ouml;nnen&ldquo; erkl&auml;rt hat, positioniert sie die Raumfahrtindustrie neben der Energiebranche und KI als Kernsektor. Das Unternehmen, das in vollem Umfang von Jejus Investitionen in die Raumfahrtindustrie profitiert hat, ist <em>Hanwha Systems<\/em>, ein Hersteller von Kriegswaffen. Hanwha, so hei&szlig;t es in der oben genannten Petition, ist Gesch&auml;ftsbeziehungen mit israelischen Unternehmen eingegangen und hat zum Massaker an Pal&auml;stinensern beigetragen. Zudem treibe es seinen Aktienkurs durch Waffenexporte weiter in die H&ouml;he, selbst inmitten des Angriffskriegs der USA und Israels gegen den Iran.<\/p><p>Hanwha Systems ist ein zentraler Akteur innerhalb der s&uuml;dkoreanischen Hanwha Group, der ma&szlig;geblich an der technologischen Modernisierung und Militarisierung (im Sinne der Aufr&uuml;stung und Digitalisierung von Verteidigungsf&auml;higkeiten) beteiligt ist. Das Unternehmen konzentriert sich auf <em>Defense Electronics<\/em> (Verteidigungselektronik), <em>C5I-Systeme<\/em> (Command, Control, Communications, Computers, and Intelligence) und Raumfahrttechnologien. Dessen Vision ist es, Jeju als eine der vier tragenden S&auml;ulen der koreanischen Raumfahrtindustrie zu etablieren, neben der Provinz S&uuml;d-Jeolla (Tr&auml;gerraketen), der Provinz S&uuml;d-Gyeongsang (Satelliten) und Daejeon (Forschung), die bereits als Raumfahrtindustrie-Cluster ausgewiesen wurden.<\/p><p>Die vor einem Jahrzehnt fertiggestellte Marinebasis Gangjeong dient den US-Streitkr&auml;ften zum jetzigen Zeitpunkt mehr denn je als einer der zahlreichen vorgeschobenen St&uuml;tzpunkte gegen die Volksrepublik China &ndash; zusammen mit Milit&auml;rbasen in Japan, auf Okinawa sowie in den Philippinen, wo GIs permanent neun Milit&auml;reinrichtungen der philippinischen Streitkr&auml;fte (AFP) nutzen k&ouml;nnen. In S&uuml;dkorea selbst sind aktuell 28.500 US-Soldaten stationiert &ndash; mit Camp Humphreys (etwa 70 Kilometer s&uuml;dlich von Seoul), dem Hauptquartier der <em>US-Streitkr&auml;fte Korea (USFK),<\/em> als weltweit gr&ouml;&szlig;tem US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt au&szlig;erhalb der Vereinigten Staaten und gesch&auml;ftigstem Flugfeld der US Army in Asien.<\/p><p><strong>Rainer Werning<\/strong> ist u.a. Co-Autor der beiden B&uuml;cher:<em> Korea: Von der Kolonie zum geteilten Land <\/em>(zusammen mit Du-Yul Song * Wien 2012) und<em> Brennpunkt Nordkorea: Wie gef&auml;hrlich ist die Region? Berichte, Daten und Fakten <\/em>(zusammen mit Helga Picht * Berlin 2018)<\/p><p><em><strong>Weiterf&uuml;hrende Literatur &amp; Links<\/strong><\/em><\/p><ul>\n<li>Choe, Sang-Hun (2011): <em>Island&rsquo;s Naval Base Stirs Opposition in South Korea<\/em>, in: The New York Times. August 18.<\/li>\n<li>Cumings, Bruce (1998): <em>Die Verantwortung der USA bei der Unterdr&uuml;ckung des<\/em><\/li>\n<li><em>Aufstandes auf der Insel Cheju<\/em>, in: Korea Forum Nr. 1. Essen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.swlaw.edu\/sites\/default\/files\/2022-10\/Human%20Rights%20and%20Reparative%20Justice%20%28Jeju%29%20WEIJ%202018%20%284%29.pdf\">Human Rights and Reparative Justice (Jeju) EIJ 2018<\/a><\/li>\n<li>Kim, Dong-choon (2010): <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/services\/aop-cambridge-core\/content\/view\/933DFA24F2E9BA0260D911F43A089318\/S1557466010009423a.pdf\/the-truth-and-reconciliation-commission-of-korea-uncovering-the-hidden-korean-war.pdf\"><em>The Truth and Reconciliation Commission of Korea: Uncovering the Hidden Korean War<\/em><\/a>, in: <em>The Asia-Pacific Journal | Japan Focus<\/em> (Vol. 8, Issue 9, No. 5). Cambridge University Press<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/insidesources.com\/jeju\/\">Kirk, Donald (2018): <em>Is the U.S. to Blame for the Massacre on Jeju?<\/em><\/a><\/li>\n<li>K&ouml;nig, Ewald (2024): <a href=\"https:\/\/www.diplo.news\/articles\/das-massaker-jeju-4-3---vom-tabu-zum-unesco-welterbe\"><em>Jeju 4.3: Aufarbeitung eines verschwiegenen Massakers und der Weg zur UNESCO-Erinnerung<\/em><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/german.korea.net\/NewsFocus\/Society\/view?articleId=269664\"><em>Aufzeichnungen zum Jeju-Aufstand wurden ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen<\/em><\/a> &ndash; <a href=\"http:\/\/Korea.net\/\">Korea.net<\/a> (2025)<\/li>\n<li>Lienemann-Perrin, Christine (2004): <em>Healing Memories. Verdr&auml;ngen, Erinnern und Vers&ouml;hnen. Religionen und politisches Ged&auml;chtnis am Beispiel Koreas,<\/em> in: Walter Dietrich \/ Wolfgang Lienemann (Hrsg.): Gewalt wahrnehmen &ndash; von Gewalt heilen. Theologische und religionswissenschaftliche Perspektiven (212-223). Stuttgart<\/li>\n<li>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hanwhasystems.com\/en\/index.do\">hanwhasystems.com\/en\/index.do<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hanwha_Group\">de.wikipedia.org\/wiki\/Hanwha_Group<\/a>\n<\/p><\/ul><p><small>Titelbild: Mehaniq\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Der Autor meinte offensichtlich Generalleutnant Song Yo-Chan, der vom 3. Juli 1961 bis zum 16. Juni 1962 als Premierminister (damals: Chief Cabinet Minister) S&uuml;dkoreas amtierte und unter Generalskollegen und Offizieren kurz &bdquo;Tiger&ldquo; genannt wurde: <a href=\"http:\/\/www.time.com\/time\/magazine\/article\/0,9171,865052,00.html\">time.com\/time\/magazine\/article\/0,9171,865052,00.html<\/a> <em>(Anm. &ndash; RW)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeju-do, knapp 100 Kilometer s&uuml;dlich vom s&uuml;dkoreanischen Festland gelegen, ist die Trauminsel vieler Touristen und Jungverm&auml;hlter aus dem In- wie Ausland &ndash; vor allem aus Japan und China. Das subtropische Eiland ist reich an Sandstr&auml;nden, Palmen, Mandarinenhainen, Golfpl&auml;tzen, Meeresfr&uuml;chten und erstklassigen Hotels. Einige Flecken der Insel hat die UNESCO zum Weltnaturerbe erkl&auml;rt. Vom Liebreiz Jejus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149540\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":137457,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20],"tags":[1435,282,2102,893,2177,1216,3571,1983,969,2490,1556],"class_list":["post-149540","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","tag-buergerinitiative","tag-buergerproteste","tag-geostrategie","tag-militarisierung","tag-militaerdiktatur","tag-petitionen","tag-raumfahrt","tag-suedkorea","tag-selbstverwaltung","tag-staatsterrorismus","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/original_1580405113_s.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=149540"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149540\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149614,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149540\/revisions\/149614"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/137457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=149540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=149540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=149540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}