{"id":14963,"date":"2012-11-06T08:48:34","date_gmt":"2012-11-06T07:48:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963"},"modified":"2012-11-06T08:48:34","modified_gmt":"2012-11-06T07:48:34","slug":"hinweise-des-tages-1754","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h01\">Debatte um Annullierung von Staatsschulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h02\">Was man f&uuml;r Geld nicht kaufen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h03\">Gallois-Reformplan &ndash; Schocktherapie f&uuml;r Frankreichs sieche Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h04\">&Ouml;konomen streiten &uuml;ber Verteilungsfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h05\">ESM finanziert zuerst die starken Eurol&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h06\">Mark Thoma &ndash; Hurricane Sandy&rsquo;s Lesson on Preserving Capitalism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h07\">Inequality: The silly tales economists like to tell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h08\">Zeitarbeit entt&auml;uscht Hoffnung auf feste Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h09\">Marktgesetze in der Medizin &ndash; &ldquo;Ein gro&szlig;er Irrtum&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h10\">Homeless families to be expelled from London by councils<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h11\">Jugendgewalt &ndash; Zu schrecklich, um wahr zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h12\">Das andere Amerika &ndash; Querulanten, Quertreiber und Dissidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h13\">Koalitionsgipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h14\">Die versteckten Kosten des Privatfernsehens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963#h15\">Chodorkowski und der russische Kapitalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14963&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Debatte um Annullierung von Staatsschulden<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Schuld der entwickelten L&auml;nder betr&auml;gt &uuml;ber 110% ihres Bruttoinlandprodukts (BIP). Die Summe der von den Zentralbanken im Rahmen der quantitativen Lockerung vom Privatsektor aufgekauften Staatsschulden ist nicht unerheblich. Die Bank von England hat rund einen Viertel aller ausstehenden Gilts auf ihren B&uuml;chern (375 Mrd. &pound;), bei der US-Notenbank liegen gegen 10% aller Treasuries, und die japanische Notenbank erh&ouml;ht den Kauf von Anlagen, zumeist Staatsanleihen, auf 91 Bio. Yen bzw. rund 20% des BIP. Kernpunkt der Argumente im Markt ist, dass die bei der quantitativen Lockerung von den Notenbanken erworbenen Staatsanleihen problemlos annulliert werden k&ouml;nnen, da es sich um Transaktionen innerhalb des &ouml;ffentlichen Sektors handle, die sich gegenseitig aufheben: Die Schuld der Regierung einerseits ist die Forderung der Notenbank anderseits, und beide Posten heben sich gegenseitig auf. Es ergibt auch keinen Sinn, wie Jim Leaviss, Leiter des Kapitalmarktteams des Verm&ouml;gensverwalters M&amp;G Investments, am Beispiel Grossbritanniens betont, wenn das Schatzamt Zinsen f&uuml;r Staatspapiere an die Bank von England zahlt, die diese mit neuem Geld erworben hat. Ein &laquo;Netting&raquo; der Staatstitel w&uuml;rde die britische Staatsschuld von 63% des BIP auf 41% senken und den Zinsaufwand von &uuml;ber 50 Mrd. &pound; auf 32 Mrd. &pound; senken, rechnete Leaviss k&uuml;rzlich vor. Am ehesten erg&auml;be die Annullierung bei der Bank von Japan Sinn, meint Kit Juckes von der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale, da nicht nur der sehr hohe Verschuldungsgrad des Landes reduziert werden k&ouml;nnte, sondern auch zwei gegenw&auml;rtig eher erw&uuml;nschte Effekte eintr&auml;ten: etwas Inflation statt Deflation und ein Druck auf den hohen Wechselkurs. Genau die Effekte einer h&ouml;heren Inflation und einer Schw&auml;chung der W&auml;hrung &ndash; die noch um den drohenden Vertrauensverlust zu erg&auml;nzen w&auml;ren &ndash; f&uuml;hren Kritiker einer Annullierung der von Notenbanken erworbenen Staatstitel an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/debatte-um-annullierung-von-staatsschulden-1.17759016\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist wichtig, dass diese Debatte endlich ernsthaft gef&uuml;hrt wird. Es gibt weniger Argumente gegen und sehr viele und gute Argumente f&uuml;r eine Annullierung der Staatsanleihen, die von den jeweiligen Notenbanken gehalten werden. Schlussendlich d&uuml;rfte dies auch in der Eurozone der einzige Ausweg aus dem griechischen Schuldendilemma sein. Symptomatisch ist auch bei dieser Debatte, dass sie in den USA, in Gro&szlig;britannien und in Japan aber nicht in der Eurozone gef&uuml;hrt wird. In Kontinentaleuropa ist man noch nicht so weit und vor allem in Deutschland ist jegliche Diskussion &uuml;ber eine modernere Zentralbankpolitik vermintes Terrain. Hier gibt es zweifelsohne nicht nur Nachhol-, sondern vor allem Informationsbedarf &ndash; und zwar nicht nur f&uuml;r die Allgemeinheit, sondern vor allem f&uuml;r &Ouml;konomen und Finanzpolitiker selbst.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch auf den NachDenkSeiten: H&auml;ufig gestellte Fragen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14817\">Muss der Steuerzahler f&uuml;r Verluste der Zentralbanken haften<\/a>?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was man f&uuml;r Geld nicht kaufen kann<\/strong><br>\nPl&auml;doyer des Moralphilosophen Michael Sandel gegen Kommerzialisierung aller Lebensbereiche<br>\nHarvard University. Man sieht es Michael Sandel nicht unbedingt an. Aber: Dieser Prof ist ein Superstar und f&uuml;llt mit seinen Vorlesungen ganze Stadien. Auf seine Frage: &ldquo;Sind Sie bereit f&uuml;r eine Debatte mit mir?&rdquo; erntet er Jubel aus den Reihen der Studierenden. Sandel fesselt die Massen mit Philosophie &ndash; live und in Onlinekursen. Mit Fragen wie &ldquo;Finden Sie, man sollte ein Adoptivkind ersteigern d&uuml;rfen?&rdquo; bringt Sandel das Weltbild seiner Zuh&ouml;rer ins Wanken. Sein aktuellstes Thema sind die moralischen Grenzen des Marktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/ndr\/2012\/sandel-104.html\">ttt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gallois-Reformplan &ndash; Schocktherapie f&uuml;r Frankreichs sieche Wirtschaft<\/strong><br>\nNiedrige Lohnkosten, h&ouml;here Mehrwertsteuer, weniger B&uuml;rokratie: Ein Berater von Pr&auml;sident Hollande empfiehlt Frankreich eine Radikalkur, die den deutschen Hartz-Gesetzen &auml;hnelt. Doch der Staatschef selbst konterkariert das Konzept &ndash; dabei hat die Grande Nation Reformen dringend n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frankreich-gallois-reformkonzept-a-la-hartz-hat-kaum-chancen-a-865407.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Absatzflauten mit Lohnk&uuml;rzungen und Sozialabbau bek&auml;mpfen &ndash; das grandiose Rezept hat schon die deutsche Wirtschaft ruiniert. Leider bin ich nicht so optimistisch zu glauben, da&szlig; das Konzept &ldquo;keine Chance&rdquo; hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Die Gralsh&uuml;ter der Agenda 2010 k&ouml;nnen es nicht lassen:<\/em><br>\nZitat: <\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der verkn&uuml;pfte sein politisches Schicksal mit den Reformen und setzte den Gro&szlig;teil der Hartz-Vorschl&auml;ge in Form der Agenda 2010 gegen massiven Widerstand vor allem aus den eigenen Reihen durch. Heute gilt seine Reformpolitik als Hauptgrund f&uuml;r die wirtschaftliche St&auml;rke Deutschlands.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Kein Wort zu dem damit verbundenen sozialen Niedergang, Lohndr&uuml;ckerei, prek&auml;re Besch&auml;ftigung etc. Kein Wort dazu, dass sich Deutschland nicht an das vereinbarte Inflationsziel gehalten und  allein dadurch schon einen enormen Wettbewerbsvorteil auf Kosten der anderen Eurol&auml;nder verschafft hat.<\/em><br>\n<em>Kein Wort dazu, dass dieses Verhalten massiv zu den wirtschaftlichen Problemen unserer Nachbarn beitr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Risiko F&#822;&#822;r&#822;&#822;a&#822;&#822;n&#822;&#822;k&#822;&#822;r&#822;&#822;e&#822;&#822;i&#822;&#822;c&#822;&#822;h&#822; Deutschland<\/strong><br>\nDie Spannungen zwischen Berlin und Paris werden immer heftiger. Kurz nachdem Ex-Kanzler Schr&ouml;der den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Hollande vor angeblichen Marktrisiken warnte, erkl&auml;rte die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung Frankreich zum Pleitekandidaten. &ldquo;Wird Frankreich zum n&auml;chsten Griechenland?&rdquo; hie&szlig; die infame Zeile, die der konservative &ldquo;Figaro&rdquo; willig aufgriff. Dabei liegen die wahren Risiken ganz woanders.<br>\nSeit 1994 verfolge ich die deutsch-franz&ouml;sischen Beziehungen, zuerst aus Paris, seit 2004 aus Br&uuml;ssel. Doch so eine einseitige und polemische Kampagne gegen Paris wie jetzt habe ich noch nie erlebt. Erst forderten die franz&ouml;sischen Arbeitgeber die neue sozialistische Regierung ultimativ auf, die Sozialbeitr&auml;ge zu senken &ndash; nat&uuml;rlich mit dem obligatorischen Verweis auf Schr&ouml;ders Agenda 2010. Dann meldete sich der Ex-Kanzler selbst zu Wort (charmanterweise aus Berlin) und behauptete, Frankreich sei genauso ein Krisenkandidat wie Italien oder Spanien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/risiko-deutschland\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;konomen streiten &uuml;ber Verteilungsfrage<\/strong><br>\nDie Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr &Ouml;konomen &uuml;berzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache f&uuml;r die weltweite Finanzkrise.<br>\nInzwischen aber findet in der &ouml;konomischen Zunft ein Umdenken statt &ndash; immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des &ldquo;Forschungsnetzwerks Makro&ouml;konomie&rdquo; zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte &uuml;ber die Zukunft der makro&ouml;konomischen Forschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/wirtschaftswissenschaften-oekonomen-streiten-ueber-verteilungsfrage\/7328592.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ESM finanziert zuerst die starken Eurol&auml;nder<\/strong><br>\nDer permanente Euro-Rettungsschirm ESM verwendet die ersten Mittel von den Mitgliedsl&auml;ndern nicht um den Euro-Probleml&auml;ndern zu helfen, sondern daf&uuml;r, niedrigverzinste Anleihen starker Eurol&auml;nder zu kaufen, best&auml;tigte ESM-Chef Klaus Regling in Wien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350260391780\/ESM-finanziert-zuerst-die-starken-Eurolaender\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist schon paradox. Die Gelder f&uuml;r den ESM stammen ja schlie&szlig;lich nicht nur aus Deutschland, den Niederlanden und &Ouml;sterreich. Nun zahlen also Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland Geld in den ESM, um damit u.a. deutsche Staatsanleihen zu kaufen. Das ist Eurorettung ad absurdum. Und was passiert, wenn der ESM die &bdquo;freien Mittel&ldquo; ben&ouml;tigt, um seiner eigentlichen Funktion nachzukommen? Dann m&uuml;ssen die AAA-Anleihen (u.U. auf einen Schlag) verkauft werden, was bei einem Volumen von 32 Mrd. Euro selbstverst&auml;ndlich die Kurse massiv dr&uuml;cken und somit die Zinsen steigen lassen wird. Spekulanten wie Pimco und Co. werden sich jetzt schon die H&auml;nde reiben und Herrn Regling f&uuml;r seine Steilvorlage f&uuml;r Spekulationsgewinne zu Lasten der &ouml;ffentlichen Haushalte danken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mark Thoma &ndash; Hurricane Sandy&rsquo;s Lesson on Preserving Capitalism<\/strong><br>\nWith long gas lines and other shortages putting people on edge in the wake of Hurricane Sandy, the usual post-disaster debate over the economics and ethics of price-gouging is underway. However, while the question of whether it is okay, even desirable, for businesses to raise prices after natural disasters is certainly important, there are larger lessons that can be drawn from this debate.<br>\nEconomists do not like the term &ldquo;price-gouging.&rdquo; They believe that price increases are the best way to allocate scarce goods and services after a natural disaster and, importantly, to encourage additional supply. When people can make a large profit by supplying goods and services to a market, they will work extraordinarily hard to meet the demand.<br>\nBut if there is such an advantage to allowing the price system to work after an event like Hurricane Sandy, why did producers often choose to stick with pre-disaster prices? Why would they leave profits on the table by maintaining pre-disaster prices and allocating goods through other mechanisms such as first-come, first-serve until supplies run out? One answer is that price-gouging after a natural disaster is illegal in many places. But this just begs the question. Why do so many places choose to prohibit large price increases in response to disaster induced shortages?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thefiscaltimes.com\/Columns\/2012\/11\/06\/Hurricane-Sandys-Lesson-on-Preserving-Capitalism.aspx#page1\">The Fiscal Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Inequality: The silly tales economists like to tell<\/strong><br>\nSome economists don&rsquo;t get paid to know about the economy, but to justify the trickle-up of wealth.<br>\nThere is no serious dispute that the United States has seen a massive increase in inequality over the last three decades. However there is a major dispute over the causes of this rise in inequality.<br>\nThe explanation most popular in elite and policy circles is that the rise in inequality was simply the natural working of the economy. Their story is that the explosion of information technology and globalisation have increased demand for highly-skilled workers while sharply reducing the demand for less-educated workers.<br>\nWhile the first part of this story is at best questionable, the second part should invite ridicule and derision. It doesn&rsquo;t pass the laugh test.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/11\/03\/inequality-the-silly-tales-economists-like-to-tell\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zeitarbeit entt&auml;uscht Hoffnung auf feste Jobs<\/strong><br>\nEine neue Studie des RWI zeigt: Leiharbeit ist nicht zwangsl&auml;ufig eine Br&uuml;cke in den Arbeitsmarkt. Experten fordern daher Reformen. [&hellip;]<br>\nArbeitslose finden weit weniger schnell als bisher angenommen &uuml;ber Zeitarbeit einen Job. Der sogenannte &ldquo;Klebeeffekt&rdquo; &ndash; die nahtlose &Uuml;bernahme durch das Entleihunternehmen &ndash; liegt nach einer neuen Studie bei gerade einmal sieben Prozent. Er bleibe damit &ldquo;in allen Branchen und &uuml;ber alle Gruppen deutlich unter den 30 Prozent&rdquo;, die in der &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig propagiert w&uuml;rden, hei&szlig;t es in der Studie, die das Rheinisch-Westf&auml;lische Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt hat und die der FTD vorliegt. &ldquo;Die Hoffnung auf einen raschen &Uuml;bergang in ein Arbeitsverh&auml;ltnis au&szlig;erhalb der Zeitarbeit geht nur selten in Erf&uuml;llung&rdquo;, sagte die<br>\nzust&auml;ndige Projektmanagerin Juliane Landmann. Erst langfristig gelinge es, &uuml;ber die Zeitarbeit eine Stelle zu finden. [&hellip;]<br>\nBisherige Studien hatten den Klebeeffekt auf mindestens 14 Prozent gesch&auml;tzt. Die neue Studie untergr&auml;bt die gro&szlig;en Hoffnungen &uuml;ber den Nutzen der Zeitarbeit als Br&uuml;cke in den Arbeitsmarkt &ndash; und befeuert die laufende Debatte zwischen Gewerkschaften und Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere\/karriere\/:arbeitsmarkt-zeitarbeit-enttaeuscht-hoffnung-auf-feste-jobs\/70113856.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &ldquo;Hoffnung auf feste Jobs&rdquo; haben h&ouml;chstens PR-Spezialisten als feststehenden Begriff in die Welt gesetzt. Es war nie geplant, (im gr&ouml;&szlig;eren Umfang) aus billigen Leiharbeitern teurere Festangestellte zu machen. Interessant aber, da&szlig; das RWI *Lohnerh&ouml;hungen* f&uuml;r Zeitarbeiter als eine L&ouml;sungsm&ouml;glichkeit ansieht. (Logisch, aber kontr&auml;r zum sonstigen Allheilmittel Lohnsenkungen.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Marktgesetze in der Medizin &ndash; &ldquo;Ein gro&szlig;er Irrtum&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gesetze des Marktes auf die Krankenversorgung anzuwenden war ein Fehler, sagt Medizinethiker Giovanni Maio. Er fordert von &Auml;rzten, wieder den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/medizinethik\/?sid=825968\">&Auml;rzte Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Homeless families to be expelled from London by councils<\/strong><br>\nSurvey reveals councils acquiring properties across the UK for vulnerable families due to welfare cuts and high London rents&hellip;<br>\nGuardian research shows London councils have acquired rental properties in Luton, Northampton, Broxbourne, Gravesend, Dartford, Slough, Windsor, Margate, Hastings, Epping Forest, Thurrock and Basildon, and are considering accommodation as far away as Manchester, Hull, Derby, Nottingham, Birmingham and Merthyr Tydfil in south Wales.<br>\nCouncils said the move was inevitable because there was virtually no suitable private rented temporary accommodation for larger families in London that was affordable within government-imposed housing benefit allowances, which are capped at &pound;400 a week.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/society\/2012\/nov\/04\/london-boroughs-housing-families-outside-capital\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin L.C.:<\/strong> Mir war ganz &uuml;bel nach der Lekt&uuml;re, denn ich denke, hier lesen wir nur,  was sich so oder &auml;hnlich auch bald in Deutschlands Gro&szlig;st&auml;dten abspielen wird. Ganz nach dem Motto &ldquo;Eure Armut kotzt mich an&rdquo;, k&ouml;nnen die Reichen und Erfolgreichen in unseren auf Hochglanz polierten Innenst&auml;dten dann endlich unter sich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jugendgewalt &ndash; Zu schrecklich, um wahr zu sein<\/strong><br>\nManches sei, behauptet der Volksmund, zu sch&ouml;n, um wahr zu sein, aber an der Wahrheit des Schrecklichen wird nur selten gezweifelt. Geschieht ein furchtbares Verbrechen &ndash; wie j&uuml;ngst in Berlin der brutale Mord an einem 20-J&auml;hrigen durch sechs junge M&auml;nner &ndash;, dann gen&uuml;gt es den Medien nicht, der Kundschaft die blutige Tat vor Augen zu f&uuml;hren, unvermeidlich wird es zus&auml;tzlich mit der Nachricht konfrontiert, die schreckliche Tat sei nur Ausdruck einer schrecklichen Lage, die Brutalit&auml;t der jugendlichen T&auml;ter unwiderleglicher Beleg zunehmender Brutalit&auml;t der Jugend, der die Justiz endlich mit h&auml;rterem Durchgreifen begegnen m&uuml;sse&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/jugendgewalt-zu-schrecklich--um-wahr-zu-sein,1472602,20767054.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das andere Amerika &ndash; Querulanten, Quertreiber und Dissidenten<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit der Occupy-Bewegung wei&szlig; man, dass neben Washington und Wallstreet, Evangelikalen und der Teaparty-Bewegung ein anderes Amerika existiert. Doch w&auml;hrend sich die Zeltlager in amerikanischen St&auml;dten ausd&uuml;nnen oder von der Polizei ger&auml;umt werden, k&auml;mpft das dissidente Amerika wie vordem weiter.<br>\nEs sind Linke, Konservative, B&uuml;rger, Arbeiter und Intellektuelle, Krankenschwestern und Ex-Banker, die gegen die offizielle Politik der USA protestieren und mobil machen. Ihre Forderungen liegen oft auf einer Linie mit weit verbreiteten Ansichten der restlichen Bev&ouml;lkerung. Sie streiten f&uuml;r eine gesetzliche Krankenversicherung, radikalen Klimaschutz oder die Einhaltung von internationalem Recht. Sie &uuml;ben Druck aufs Kapitol aus und aufs Wei&szlig;e Haus &ndash; ob mit oder ohne Barack Obama als Pr&auml;sident. Das Feature besucht die Frauenaktivistengruppe Code Pink, die Radio-Macher von &ldquo;Democracy Now!&rdquo;, den Dissidenten Noam Chomsky, friedensbewegte GIs und den einzigen sozialistischen Senator der USA Bernie Sanders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/feature\/rueckschau\/-\/id=659912\/nid=659912\/did=10356312\/14t5cf9\/index.html\">SWR2 Feature<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Koalitionsgipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach dem Gipfel ist vor dem Streit<\/strong><br>\nWer bisher noch Zweifel hatte, ob die Koalition wirklich so schlecht ist wie ihr Ruf, der ist jetzt bekehrt worden: Sie ist noch schlechter. Die Spitzen von Union und FDP brauchen eine ganze Nacht, um zu entscheiden, was l&auml;ngst h&auml;tte entschieden sein m&uuml;ssen. Der Gipfel sollte Handlungsf&auml;higkeit demonstrieren und zeigte doch nur eines: das Scheitern dieser Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-der-koalitionsrunde-nach-dem-gipfel-ist-vor-dem-streit-1.1514002\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ergebnis der Koalitionsgespr&auml;che insgesamt entt&auml;uschend<\/strong><br>\n&bdquo;Die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Abschaffung der Praxisgeb&uuml;hr ist an sich erfreulich, hat aber einen bitteren Beigeschmack.&ldquo; Dies erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Montag zu den Ergebnissen der Koalitionsrunde vom Sonntag. &bdquo;Wie bei einem Kuhhandel soll im Gegenzug nun doch ein Betreuungsgeld eingef&uuml;hrt werden.&ldquo; Alles in allem wertete der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t die Ergebnisse des Koalitionsgipfels als entt&auml;uschend und Ausdruck einer Schaufensterpolitik zur Bundestagswahl 2013.<br>\nUnter dem Strich bleibe, dass f&uuml;r viele Eltern der Rechtsanspruch auf eine Betreuung in einer Kindereinrichtung zum 1. August 2013 nicht eingel&ouml;st wird, kritisierte Winkler. &ldquo;In rund 130.000 F&auml;llen wird daher das Prinzip der Wahlfreiheit nicht zur Geltung kommen. Die Mittel f&uuml;r das Betreuungsgeld w&auml;ren besser in den Ausbau von Kindereinrichtungen und in die Ausbildung von Fachkr&auml;ften investiert worden.&rdquo; Als &ldquo;besonders unsinnig&rdquo; bezeichnete der Verbandspr&auml;sident die beabsichtigte Regelung, das Betreuungsgeld zus&auml;tzlich mit einer Option zu verbinden, die eine staatliche F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge vorsieht. &ldquo;Anstatt st&auml;rker die Kinderbetreuung zu f&ouml;rdern und damit auch die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Eltern, eigenes Geld zu verdienen und Anspr&uuml;che in der gesetzlichen Rente zu erwerben, setzt die Koalition auf einen fragw&uuml;rdigen Ausbau der privaten Altersvorsorge, f&uuml;r den die Steuerzahler aufkommen m&uuml;ssen. Das ist ein sozialpolitischer Irrweg.&rdquo;<br>\nWinkler kritisierte auch die Absprachen im Bereich der Alterssicherung. &ldquo;Die an sich richtige Weiterf&uuml;hrung der Rente nach Mindestentgeltpunkten f&uuml;r Niedrigverdiener wird mit so vielen Einschr&auml;nkungen versehen, dass sie unter dem Strich f&uuml;r die von Altersarmut bedrohten Rentnerinnen und Rentner nicht viel bringen wird. Von einer &lsquo;Lebensleistungsrente&rsquo; zu sprechen, die nur wenig &uuml;ber der zu niedrigen Grundsicherung liegen soll, ist geradezu ein Hohn. Das hat mit einer wirksamen Bek&auml;mpfung von Altersarmut nichts zu tun. Auch die Verbesserungen bei Kindererziehungszeiten und f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige bleiben v&ouml;llig offen. Offenbar hat die Haushaltskonsolidierung Vorrang vor armutsfesten Renten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_koalitionsgipfel.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Kompass der Koalition<\/strong><br>\nVor lauter Staunen &uuml;ber die grottenschlechte Arbeit der Regierung droht das Wichtigste aus dem Blick zu geraten: Die Beschl&uuml;sse aus der Nacht zum Montag folgen, genauer betrachtet, sehr wohl einem ideologischen Kompass. Der zeigt, versteckt hinter den vermeintlich b&uuml;rgerfreundlichen &ldquo;Wahlgeschenken&rdquo;, in eine Richtung, die sich die &ldquo;Beschenkten&rdquo; eigentlich verbitten m&uuml;ssten: Der Weg dieser Regierung bringt uns der Privatisierung sozialer Risiken wieder ein St&uuml;ck n&auml;her. An zwei Stellen setzt Schwarz-Gelb fort, was Schr&ouml;ders Rot-Gr&uuml;ne mit Riester begonnen haben. Zweimal steckt in den Vereinbarungen eine zus&auml;tzliche St&auml;rkung dessen, was besch&ouml;nigend &ldquo;private Altersvorsorge&rdquo; genannt wird und in Wahrheit gro&szlig;enteils der politischen F&ouml;rderung eben jener Finanzindustrie dient, der wir die gegenw&auml;rtige Krise Europas verdanken. Da ist zum einen das Betreuungsgeld. Es stellt nicht nur ein absurdes und teures Zugest&auml;ndnis an die CSU dar. Es enth&auml;lt auch die Regel, dass zus&auml;tzliches Steuergeld erh&auml;lt, wer die Leistung zur &ldquo;privaten Vorsorge&rdquo; nutzt, also direkt an den Finanzmarkt weiterleitet. Noch schlimmer ist es bei dem, was die Koalition&auml;re in geradezu Orwellscher Marketingsprache &ldquo;Lebensleistungsrente&rdquo; nennen. Sie besteht, das wird mit Recht auch von der Opposition kritisiert, aus einem Almosen von zehn bis 15 Euro zus&auml;tzlich zum Existenzminimum. Aber es kommt ein kaum beachteter Aspekt hinzu: In den Bedingungen, um wenigstens dieses Almosen zu bekommen, stehen nicht nur 40 Jahre Beitragszahlung (f&uuml;r viele eine blanke Illusion angesichts immer zahlreicherer gebrochener Berufsbiografien). Es steht in diesen Bedingungen auch, dass &ldquo;privat vorgesorgt&rdquo; haben muss, wer die Zusatzrente erhalten will. Auf Deutsch: Diese Regierung zwingt die unterste Schicht der arbeitenden Bev&ouml;lkerung, sich privat zu versichern von dem Geld, das diese Schicht nicht hat. Die Regierung denkt gar nicht daran, die Rente &uuml;ber ein reformiertes Beitrags- oder Steuersystem handlungsf&auml;hig zu halten. &ndash; Niemand sollte vor lauter Streit-Get&ouml;se vergessen, wof&uuml;r diese Regierung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/betreuungsgeld-statt-praxisgebuehr-der-kompass-der-koalition,10808020,20791824.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Berg krei&szlig;te und gebar die erwartbare Maus: Eine ideale Vorgabe f&uuml;r Kabarett und Opposition. Allerdings verweist Stephan Hebel zurecht darauf, dass die ideologische Ausrichtung &ndash; bis auf Abschaffung der Praxisgeb&uuml;r &ndash; in sich konsistent sei, &ldquo;dass man froh sein kann, wenn diese Regierung zu zerstritten ist,&rdquo; diesem Kompass konsequenter zu folgen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die versteckten Kosten des Privatfernsehens<\/strong><br>\nWas haben Sie eigentlich letztes Jahr f&uuml;r das Privatfernsehen bezahlt?<br>\nDas sehen Sie gar nicht? Macht nichts, Sie zahlen dennoch&hellip;<br>\n8,3 Milliarden Euro erl&ouml;sten die privaten Fernsehsender im Jahr 2006 mit Werbesendungen. Das Geld stammt letztlich aus den Geldb&ouml;rsen derjenigen, welche die beworbenen Produkte kaufen. Vor allem bei neuen, &bdquo;trendigen&ldquo; Produkten &uuml;bersteigt der im Verkaufspreis enthaltene Anteil f&uuml;r Werbung die Herstellungskosten oft um ein Vielfaches. Gutgl&auml;ubige Rentner lassen sich ja manchmal auf Kaffeefahrten &uuml;berteuerte Produkte aufschwatzen &ndash; ihren coolen Enkeln zuhause vor der Glotze geschieht genau das Gleiche, nur &ouml;fter.<br>\nDie im Produktpreis steckenden Werbungskosten sind noch deutlich h&ouml;her als das, was bei Sat.1 &amp; Co ankommt: Die Werbespots selbst kosten Geld &ndash; oft mehr als die Sendungen, in die sie eingeblendet werden. Die vermittelnden Werbeagenturen wollen auch gut leben und lassen sich von beiden Seiten gern mal etwas zustecken, wie der ehemalige Sat.1-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Roger Schawinski (&bdquo;Die TV-Falle&ldquo;) ausgeplaudert hat. Doch bleiben wir der Einfachheit halber bei den 8,3 Milliarden Euro Werbungskosten und der Zielgruppe, die von der Werbung angesprochen werden soll: den 14- bis 49-j&auml;hrigen. In dieser Altersgruppe gibt es etwa 40 Millionen Bundesb&uuml;rger, die in 14 Millionen Haushalten leben. Auf jeden Haushalt entfallen also im Durchschnitt 593 Euro f&uuml;r Fernsehwerbung pro Jahr &ndash; fast das Dreifache der GEZ-Geb&uuml;hr (204 Euro)&hellip; Die teilweise ganz offensichtliche Ausrichtung der privaten Programme auf Arbeitslose und sozial Schwache legt zumindest den Verdacht nahe, dass diese Schichten auch den L&ouml;wenanteil an diesen Werbeeinnahmen tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ralphaltmann.de\/bibliothek\/text.php?txt=essay\/privatfernsehen\">Ralph Altmann<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Chodorkowski und der russische Kapitalismus<\/strong><br>\nMichail Chodorkowski sei den einen ein Genie, den anderen ein Wirtschaftskrimineller, schreibt die russische Journalistin Natalija Geworkjan am Anfang des Buches. Dessen Titel t&auml;uscht gl&uuml;cklicherweise. Michail Chodorkowskis politisches Bekenntnis ist keine moralisierende L&auml;uterungsgeschichte. Stattdessen enth&auml;lt es die beste Analyse der kapitalistischen Revolution in Russland, die bislang in deutscher Sprache erschienen ist. Zu verdanken ist das Natalija Geworkjan, die heute als Korrespondentin der Zeitung Kommersant in Paris arbeitet. Ihre Abschnitte machen fast zwei Drittel des Buches aus. Ausf&uuml;hrlich zu Wort kommen mehr als 100 Zeitzeugen, die aus immer neuen Perspektiven den russischen Umbruch schildern. Zwar ist alles auf den Oligarchen Chodorkowski fokussiert, der der reichste Russe war, inzwischen aber seit fast zehn Jahren im Lager sitzt. Er tritt in diesem Buch kaum als Person auf, vielmehr ist er die Personifizierung der neuen russischen Kapitalistenklasse. Detailreich und spannend wie ein Thriller wird der Aufstieg geschildert. Chodorkowski steht f&uuml;r viele, f&uuml;r Abramowitsch, Beresowski, Potanin, Deripaska. Sie nutzten ein Jahrzehnt lang die L&uuml;cken in der russischen Gesetzlichkeit, um sich schamlos zu bereichern. Wie das funktioniert hat, wird nat&uuml;rlich nicht in allen, so doch vielen Einzelheiten geschildert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/auslese-chodorkowski-und-der-russische-kapitalismus,1472602,20773308.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14963","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14963"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14963\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14966,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14963\/revisions\/14966"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}