{"id":149687,"date":"2026-04-28T10:05:36","date_gmt":"2026-04-28T08:05:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149687"},"modified":"2026-04-28T10:05:36","modified_gmt":"2026-04-28T08:05:36","slug":"unterste-schublade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149687","title":{"rendered":"Unterste Schublade"},"content":{"rendered":"<p>Skandal in der Enquete-Kommission des Bundestags zur Corona-Aufarbeitung: Der CDU-Abgeordnete Axel M&uuml;ller nutzte bei der Befragung des ehemaligen Krisenmanagement-Beamten Stephan Kohn eine Missbrauchserfahrung aus dessen Kindheit zur Diskreditierung seiner Person und seiner Einsch&auml;tzung. Ein Vorgang, der tief blicken l&auml;sst und leider symptomatisch f&uuml;r die Auseinandersetzung mit Dissidenten und &bdquo;Andersdenkenden&ldquo; in unserer Republik ist. Ein Artikel von <strong>Maike Gosch<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nStephan Kohn war von der AfD als Sachverst&auml;ndiger zu den Corona-Ma&szlig;nahmen geladen worden. Er war als hochrangiger Beamter im Referat Krisenmanagement und Bev&ouml;lkerungsschutz t&auml;tig und wurde zu Beginn der Pandemie Anfang 2020 als Verfasser eines Auswertungsberichts mit dem Titel <em>&bdquo;Coronakrise 2020 aus Sicht des Schutzes Kritischer Infrastrukturen&ldquo;<\/em> bekannt. Diesen hatte Kohn &ndash; nachdem es intern und auch durch das B&uuml;ro des damaligen Gesundheitsministers Seehofer nicht weitergeleitet wurde &ndash; an seinen Vorgesetzten, den Corona-Krisenstab und das Kanzleramt sowie in Kopie an die Landesregierungen geschickt. Diese Mail wurde geleakt und die Inhalte des Berichts f&uuml;hrten zu einem Skandal, da Kohn darin zu einem sehr kritischen Urteil &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen der Regierung kam. Kohn wurde daraufhin vom Dienst suspendiert und sp&auml;ter &ndash; nach einem Disziplinarverfahren &ndash; ganz aus dem Dienst entfernt. Kohn wurde in Folge zu einer wichtigen und qualifizierten Stimme in der Bewegung der Corona-Ma&szlig;nahmenkritiker.<\/p><p>Im Untersuchungsausschuss <a href=\"https:\/\/x.com\/tomdabassman\/status\/2047316159125410131?s=20\">befragte nun der Abgeordnete M&uuml;ller<\/a> Stephan Kohn als Sachverst&auml;ndigen. Nach einigen sachlichen Fragen, die auf Kohns Kompetenz und Erfahrung abzielten, fragte er Kohn:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Hatten Sie den Eindruck, dass da etwas vertuscht wurde?&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Man hatte auch an dieser Stelle schon stark den Eindruck, dass es sich um die Befragung eines Angeklagten durch die Staatsanwaltschaft und nicht die Befragung eines Sachverst&auml;ndigen in einer Bundestagskommission handelt. Aber Kohn ging nicht in die ihm damit vermutlich gestellte Falle und antwortete, er wolle sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern. Danach und in direktem Zusammenhang dazu kam es dann zu M&uuml;llers Frage, die im Saal f&uuml;r gro&szlig;en Aufruhr sorgte. Pl&ouml;tzlich wurde er n&auml;mlich sehr pers&ouml;nlich. Vermeintlich mitf&uuml;hlend fing er an:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Sie hatten ein schweres Schicksal. Das ist mir wohl bewusst. Ihnen ist gro&szlig;es Unrecht angetan worden in Ihrer Kindheit und Ihrer Jugend, weil etwas vertuscht wurde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Daraufhin kam es zum Aufruhr im Saal, da viele der Anwesenden wussten, worauf M&uuml;ller hier abspielte: eine schreckliche Erfahrung aus Kohns Kindheit. Er war von seinem Stiefvater, einem evangelischen Pfarrer, sexuell missbraucht worden, was dann sehr viel sp&auml;ter &ouml;ffentlich wurde und zu einem gro&szlig;en Skandal (Ahrensburger Missbrauchsskandal) gef&uuml;hrt hatte.<\/p><p>Aus dem Saal kam der emp&ouml;rte Zwischenruf: <em>&bdquo;Das ist doch nicht ihr Ernst?&ldquo;<\/em> Herr M&uuml;ller tat daraufhin sehr unschuldig und sagte: <em>&bdquo;Was ist das denn hier?&ldquo;<\/em>, als wisse er nicht, worauf sich die Emp&ouml;rung beziehe. Erstaunlicherweise griff die Vorsitzende der Kommission, Franziska Hoppermann (CDU\/CSU), hier nicht ein, sondern reagierte erst, als es einen Antrag zur Gesch&auml;ftsordnung durch den AfD-Abgeordneten und Obmann Kay-Uwe Ziegler gab. Dieser bat die Befragung auf das Thema der Sitzung zu beschr&auml;nken und das Privatleben von Herrn Kohn au&szlig;en vor zu lassen. Die Vorsitzende sagte daraufhin den in diesem Zusammenhang sehr merkw&uuml;rdigen Satz: <em>&bdquo;So, jetzt beruhigen wir uns alle mal eine Runde.&ldquo;<\/em> Sp&auml;testens hier h&auml;tte eine sehr scharfe Zur&uuml;ckweisung der Vorgehensweise von Herrn M&uuml;ller durch sie erfolgen sollen. Das Problem war ja nicht der Aufruhr, sondern die Fragerichtung M&uuml;llers, die deutlich unter die G&uuml;rtellinie ging und auch &ndash; f&uuml;r jeden erkennbar &ndash; die Glaubw&uuml;rdigkeit und Objektivit&auml;t des Sachverst&auml;ndigen untergraben sollte. Aber Frau Hoppermann blieb freundlich, gab den Hinweis nur weiter und erteilte das Wort wieder Herrn M&uuml;ller f&uuml;r eine neue Frage. Der hielt sich aber &uuml;berhaupt nicht daran, sondern fuhr sehr unverfroren mit seiner gerade erst kritisierten Frage fort:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Wenn man einmal erfahren hat, dass etwas vertuscht wurde, l&ouml;st das bei einem etwas aus. Hat das bei Ihnen etwas ausgel&ouml;st und wenn ja, in welcher Form &ndash; im Zusammenhang mit dieser Krise?&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>So ein dickes Fell muss man erst einmal haben. Dies wird von Stefan Homburg zu Recht entgeistert kommentiert mit: <em>&bdquo;Er macht einfach weiter.&ldquo;<\/em> Die Vorsitzende f&uuml;hlt sich jetzt bem&uuml;&szlig;igt zu sagen: <em>&bdquo;Herr Homburg, Sie haben nicht das Wort&ldquo;,<\/em> anstatt selbst gegen&uuml;ber M&uuml;ller einzugreifen, wozu sie jetzt wirklich verpflichtet gewesen w&auml;re. Aber Herr Kohn ergreift da schon selbst das Wort und bittet darum, antworten zu d&uuml;rfen, worauf die Vorsitzende ihn ermahnt, dass er daf&uuml;r nur 15 Sekunden Zeit habe. Kohns Antwort ist w&uuml;rdevoll:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Also, durchschaubarer Versuch nat&uuml;rlich, meine Kompetenz oder Autorit&auml;t zu hinterfragen, aber ich glaube, wenn man Lebenserfahrung gemacht hat, dass man auch mal Unrecht erlebt hat oder auch schwere Schicksalsschl&auml;ge und auch gegen Widerstand &hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Da ert&ouml;nt schon der Gong, der den Zeitablauf der Sitzung signalisiert. Kohn beendet aber noch seine Ausf&uuml;hrung:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;&hellip; eine vern&uuml;nftige Position vertreten musste, dann ist man ein bisschen robust und resilient gegen Anforderungen, sich stromlinienf&ouml;rmig irgendwo einzupassen, egal ob das richtig ist oder nicht &hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Hier unterbricht ihn jetzt die Vorsitzende mit <em>&bdquo;Vielen Dank&ldquo;<\/em>, um ihm das Wort zu entziehen. Aber Kohn spricht seinen Satz noch zu Ende:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;&hellip; und ich glaube, das ist keine schlechte Qualifikation.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Es ist menschlich schwer, diese Aufzeichnung anzusehen. Immer, wenn man denkt, es ginge nicht tiefer, wird das Niveau durch aktuelles politisches Verhalten noch einmal unterboten.<\/p><p>Es gab einen gro&szlig;en Aufschrei in den sozialen Medien, nachdem dieser Austausch bekannt wurde. So schrieb zum Beispiel die AfD-Bundestagsabgeordnete <a href=\"https:\/\/x.com\/DrChristinaBaum\/status\/2047575126149840959?s=20\">Christina Baum auf <em>X<\/em><\/a>: <em>&bdquo;Ungeheuerliche Entgleisung des CDU-Mitglieds Axel M&uuml;ller in der Fragerunde.&ldquo;<\/em> Aber nicht nur AfD-Mitglieder oder -Unterst&uuml;tzer waren entsetzt. Auch zum Beispiel <a href=\"https:\/\/x.com\/HollsteinM\/status\/2047417901351641220?s=20\">Miriam Hollstein<\/a>, die Chefreporterin Politik der <em>Welt<\/em>, <a href=\"https:\/\/x.com\/HollsteinM\/status\/2047417901351641220?s=20\">kommentierte<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich glaube, die @CDU sollte mal ein ernstes Wort mit Herrn M&uuml;ller sprechen. Das ist mit Abstand das Sch&auml;bigste, was ich seit langem im politischen Raum gesehen habe.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der fr&uuml;here Pressesprecher der Gr&uuml;nen Berlin, Christian Storch, schrieb:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das ist eine so derma&szlig;en b&ouml;swillige &amp; niedertr&auml;chtige Art, einen Menschen pers&ouml;nlich zu verletzen &amp; vor dem Bundestag blo&szlig;zustellen, dass ich erwarte, dass sowohl Jens Spahn als auch Julia Kl&ouml;ckner hierzu deutliche Worte f&uuml;r ihren Fraktionskollegen finden &amp; um Entschuldigung bitten&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Medien wie <em>Reitschuster<\/em>, <em>Apollo News<\/em> und <em>Nius<\/em> berichteten dar&uuml;ber. Einen Tag sp&auml;ter zogen dann auch <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesellschaft\/wegen-corona--eklat-im-bundestag---cdu-politiker-attackiert-gutachter-37340018.html\"><em>Stern<\/em><\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/politik\/schaebig-ungeheuerliche-entgleisung-corona-sitzung-mit-cdu-politiker-axel-mueller-eskaliert-4530023\"><em>Nordkurier<\/em><\/a> nach. Inzwischen lag dann auch eine Stellungnahme von Herrn M&uuml;ller vor. <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesellschaft\/wegen-corona--eklat-im-bundestag---cdu-politiker-attackiert-gutachter-37340018.html\">Auf Anfrage des <em>Stern<\/em> hatte er sich folgenderma&szlig;en ge&auml;u&szlig;ert<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das Ziel meiner Fragen an den Sachverst&auml;ndigen Herrn Kohn war es, besser zu verstehen, warum er bereits zu einem sehr fr&uuml;hen Zeitpunkt der Pandemie zu der Einsch&auml;tzung gelangt ist, es liege im Ergebnis keine Gef&auml;hrdungssituation vor&ldquo;. Es sei &bdquo;gewiss nicht&ldquo; seine Absicht gewesen, &bdquo;Herrn Kohns Leiden zu instrumentalisieren, sondern sein Handeln im Jahr 2020 nachvollziehbarer zu machen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>R&uuml;ckblickend tue ihm aber einiges an der Situation leid. &bdquo;Meine Fragen an Herrn Kohn haben ein Thema ber&uuml;hrt, das f&uuml;r ihn pers&ouml;nlich sehr belastend sein kann&ldquo;, schrieb M&uuml;ller: &bdquo;Wenn Herr Kohn &ndash; oder andere Opfer von Traumata und Missbrauch &ndash; dies als belastend erlebt haben sollten, bedaure ich das ausdr&uuml;cklich. Gerade wegen meiner vielen Ber&uuml;hrungspunkte mit Menschen mit einer solchen Lebensgeschichte habe ich gro&szlig;es Verst&auml;ndnis f&uuml;r deren Handeln in besonderen Lebenssituationen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Eine Nichtentschuldigung. Er gibt vor, Herrn Kohn lediglich &bdquo;besser verstehen&ldquo; zu wollen. Und spricht dann davon, er bedaure, sollte jemand das als &bdquo;belastend erlebt&ldquo; haben; l&uuml;gt also &ndash; meiner Einsch&auml;tzung nach &ndash; &uuml;ber seine Motive. Und sieht nicht selbst ein, wie belastend seine Frage f&uuml;r Herrn Kohn sein k&ouml;nnte.<\/p><p>Das Verhalten des CDU-Abgeordneten ist absolut unterste Schublade.<\/p><p>Er benutzte hier sehr offensichtlich den Hinweis auf einen in der Vergangenheit erlittenen Missbrauch, um Herrn Kohn wahnhaftes Verhalten und Paranoia zu unterstellen. Und dies, um dessen sachliche Kritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen zu delegitimieren. Das ist ad hominem auf Steroiden. Man kann nur hoffen, dass Herr M&uuml;llers politische Karriere durch diesen uns&auml;glichen Vorgang Schaden nimmt.<\/p><p>Aber unabh&auml;ngig von der Einzelfallbetrachtung ist der Vorgang auch die konsequente Weiterentwicklung des uns&auml;glichen Umgangs seit jetzt schon &uuml;ber zehn Jahren mit Dissidenten zur herrschenden Meinung in Deutschland. Anstatt auf Sachebene zu bleiben und mit Fakten zu argumentieren, werden sie verunglimpft, in die rechte oder extremistische Ecke gestellt und jetzt auch noch pathologisiert.<\/p><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang eine <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/FAQ_Verschwoerungsideologien.pdf\">Brosch&uuml;re der Amadeu Antonio Stiftung<\/a> mit dem Titel <em>&bdquo;FAQ Verschw&ouml;rungsideologien&ldquo;. <\/em>Dort findet sich zur Frage 11 <em>&bdquo;Gibt es Menschen, die anf&auml;lliger f&uuml;r Verschw&ouml;rungsideologien sind als andere?<\/em> folgende Antwort:<\/p><blockquote><p><em>&bdquo;(&hellip;) Personen, die nicht gut in der Lage sind, Widerspr&uuml;che auszuhalten, neigen eher zu Verschw&ouml;rungsmentalit&auml;ten. Anf&auml;lliger sind zudem auch Personen, die sich von der Gesellschaft ausgeschlossen f&uuml;hlen, also ein Gef&uuml;hl der Machtlosigkeit erfahren. Dabei ist die eigene Wahrnehmung entscheidend und nicht, ob tats&auml;chlich eine reale Ausgrenzungserfahrung vorliegt.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Ich m&ouml;chte hier nicht spekulieren, ob Herr M&uuml;ller an einer Fortbildung der Amadeu Antonio Stiftung oder einer &auml;hnlichen Initiative teilgenommen hat und so auf die Idee f&uuml;r seine perfide Rahmung (framing) der Aussagen von Herrn Kohn kam. Aber was man hier sieht, ist eine Entwicklung, vor der wir uns alle in Acht nehmen sollten &ndash; egal, welcher politischen &Uuml;berzeugung wir angeh&ouml;ren: Menschen, die eine andere politische Meinung vertreten, sind nicht (notwendigerweise) verr&uuml;ckt, traumatisiert, ungebildet oder b&ouml;se.<\/p><p>Insbesondere, wenn sie sich gegen staatliche Ma&szlig;nahmen zur Wehr setzen oder diese kritisieren, ist dies oft eher ein Zeichen von Mut und Aufrichtigkeit. Sich in der Auseinandersetzung mit ihnen als Hobby-Therapeut aufzuspielen und ihnen psychologische Probleme zu unterstellen, ist ein Zeichen f&uuml;r zwei Dinge: Die Schw&auml;che der eigenen Argumente und die unglaubliche Arroganz und &Uuml;berheblichkeit der Verteidiger der M&auml;chtigen.<\/p><p><small>Quelle: YouTube \/ <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hOJPV9TZCcg&amp;t=201s\">Prof. Stefan Homburg<\/a><\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/f354bc9287c4496bb415dbb252c1a819\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Skandal in der Enquete-Kommission des Bundestags zur Corona-Aufarbeitung: Der CDU-Abgeordnete Axel M&uuml;ller nutzte bei der Befragung des ehemaligen Krisenmanagement-Beamten Stephan Kohn eine Missbrauchserfahrung aus dessen Kindheit zur Diskreditierung seiner Person und seiner Einsch&auml;tzung. 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