{"id":14974,"date":"2012-11-07T08:53:02","date_gmt":"2012-11-07T07:53:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974"},"modified":"2012-11-07T08:53:02","modified_gmt":"2012-11-07T07:53:02","slug":"hinweise-des-tages-1755","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h01\">220 000 Kita-Pl&auml;tze fehlen noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h02\">S&amp;P muss f&uuml;r falsches Rating zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h03\">Neue Strategie der Commerzbank &ndash; Gescheiterter Gigant sucht Spargroschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h04\">Zeitarbeit und Arbeitsmarktchancen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h05\">Zwei Jahrzehnte Flexibilisierung: Ein Drittel arbeitet atypisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h06\">&Ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung (SGB II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h07\">Schlechtzahlende Arbeitgeber unter &ouml;ffentlichen Druck setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h08\">Arno Kl&ouml;nne: Gewerkschaften &ndash; vaterl&auml;ndisch gespalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h09\">Das M&auml;rchen vom teuren &Ouml;kostrom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h10\">Fukushima: Das wahre Ausma&szlig; der gesundheitlichen Folgen untersuchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h11\">Deutschland ist kein Musterland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h12\">Minus von 3,3 Prozent. Der deutschen Industrie brechen die Auftr&auml;ge weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h13\">Warum wuchernde Patentdickichte zunehmend die Innovationst&auml;tigkeit der Unternehmen behindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h14\">Folgen der Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h15\">Vorsto&szlig; am G-20-Gipfel: Konzerne sollen im Heimatland Steuern zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h16\">Halten Steinbr&uuml;ck und die SPD das aus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h17\">Von SPD und Bahn verjagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h18\">Jeffrey Sachs: Vom Tellerw&auml;scher zum Tellerw&auml;scher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h19\">Ungarns Justizreform verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h20\">Thomas Leif: 18 Thesen zur schwindenden Pressevielfalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h21\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Ausschussware<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>220 000 Kita-Pl&auml;tze fehlen noch<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>27,6 % der unter 3-J&auml;hrigen zum 1. M&auml;rz 2012 in Kindertagesbetreuung &ndash; 220 000 Pl&auml;tze fehlen noch<\/strong><br>\nZum 1. M&auml;rz 2012 wurden 558 000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Kindertagespflege betreut. Das waren 44 000 Kinder mehr als im Vorjahr. Die Betreuungsquote der unter 3-J&auml;hrigen, das hei&szlig;t der Anteil der Kinder in Kindertagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe lag im M&auml;rz 2012 bei 27,6 % (2011: 25,2 %). Um das Ziel zu erreichen, bis zum August 2013 f&uuml;r 780 000 der unter 3-J&auml;hrigen ein Betreuungsangebot zur Verf&uuml;gung zu stellen, m&uuml;ssen noch rund 220 000 Pl&auml;tze f&uuml;r Kleinkinder geschaffen werden. &bdquo;Der Zuwachs muss binnen 18 Monaten damit st&auml;rker ausfallen als in den letzten vier Jahren insgesamt&ldquo;, sagte Karl M&uuml;ller, Direktor beim Statistischen Bundesamt (Destatis), heute auf einer Pressekonferenz zur Statistik der Kinderbetreuung in Berlin.<br>\nDie Betreuungsquoten sind in den einzelnen Altersjahren der unter 3-J&auml;hrigen sehr unterschiedlich. Im M&auml;rz 2012 haben die Eltern von jedem vierten Kind (28,4 %) im Alter von 1 Jahr ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen. Bei Kindern im Alter von 2 Jahren lag die Betreuungsquote bereits bei 51,1 %. Eine vergleichsweise geringe Bedeutung hat die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr. Die Betreuungsquote betrug hier 2,8 %.<br>\nBetrachtet man den Zeitraum seit dem Krippengipfel von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden im Jahr 2007, gab es bei den Kindern unter 3 Jahren insgesamt den h&ouml;chsten Zuwachs der Betreuungsquote in Schleswig-Holstein. Sie stieg hier binnen f&uuml;nf Jahren um 16,0 %-Punkte auf 24,2 %. &Uuml;berdurchschnittlich hohe Zuw&auml;chse gab es auch in Niedersachsen (+ 15,2 %-Punkte) und Rheinland-Pfalz (+ 15,0 %-Punkte). Die h&ouml;chsten Betreuungsquoten weisen jedoch nach wie vor die ostdeutschen Fl&auml;chenl&auml;nder auf. Hier lagen die Quoten ausnahmslos deutlich &uuml;ber 45 %. Von den westdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern hatte Rheinland-Pfalz mit 27,0 % die h&ouml;chste Betreuungsquote. Der Stadtstaat Hamburg erreichte einen Wert von 35,8 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/11\/PD12_382_225.html;jsessionid=01571DDE815BA2392DEE528653D194F2.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krippengipfel dringend notwendig<\/strong><br>\nZur Ver&ouml;ffentlichung der Kinderbetreuungszahlen durch das Statistische Bundesamt erkl&auml;rte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Dienstag in Berlin:<br>\n&bdquo;Das Recht auf einen Krippenplatz ist eines der wichtigen Modernisierungsprojekte dieser Gesellschaft. Es erm&ouml;glicht jungen M&uuml;ttern und V&auml;tern, Beruf und Familie zu vereinbaren und es verbessert die Arbeitsmarktchancen junger Frauen &ndash; gerade alleinerziehender. Wir m&uuml;ssen deshalb den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz retten. Wenn der Ausbau wie bisher im Schneckentempo voranschreitet, wird es aber kaum gelingen, ab August 2013 f&uuml;r 39 Prozent der Kleinkinder einen Betreuungsplatz anbieten zu k&ouml;nnen. Noch immer fehlen bundesweit 220.000 Pl&auml;tze. Wir brauchen deshalb einen Krippengipfel auf dem sich Bund, L&auml;nder und Gemeinden auf einen gemeinsamen Ausbauplan einigen. Den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu verschieben oder gar qualitativ aufzuweichen, k&ouml;nnen wir uns nicht leisten. Dieser Weg ist nicht akzeptabel. Deshalb m&uuml;ssen die vorgerechneten Milliarden f&uuml;r das Betreuungsgeld in den Ausbau der Krippenpl&auml;tze investiert werden.<br>\nDoch auch die fehlenden Erzieherinnen und Erzieher k&ouml;nnen Bund, L&auml;nder und Kommunen einen Strich durch ihr Versprechen machen. Etwa 40.000 zus&auml;tzliche Fachkr&auml;fte werden ben&ouml;tigt und das auch nur, wenn man die derzeitige Personalstruktur beibeh&auml;lt. Eine echte Qualit&auml;tsoffensive in der fr&uuml;hkindlichen Bildung verlangt jedoch kleinere Gruppen in den Krippen, also noch mehr Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++f9fac812-281a-11e2-af49-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>S&amp;P muss f&uuml;r falsches Rating zahlen<\/strong><br>\nDie US-amerikanische Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s hat Investoren mit einem falschen Rating in die Irre gef&uuml;hrt. Das hat ein Gericht in Australien entschieden. Die Ratingagentur muss nun Schadenersatz zahlen&hellip;<br>\nDie Bewertung der Papiere der Gro&szlig;bank ABN Amro mit der Bestnote AAA sei &ldquo;irref&uuml;hrend und tr&uuml;gerisch&rdquo; gewesen, erkl&auml;rte das australische Bundesgericht &ndash; das h&ouml;chste Gericht des Landes &ndash; am Montag. Es verurteilte Standard &amp; Poor&rsquo;s, ABN Amro sowie die Firma LGFS, die den Gemeinden die Finanzprodukte verkauft hatte, zu einer Entsch&auml;digungszahlung von 30 Millionen australischen Dollar (24 Millionen Euro)&hellip;<br>\nDie Entscheidung des australischen Bundesgerichts d&uuml;rfte weltweite Auswirkungen haben, am meisten wom&ouml;glich in Europa und den USA, sagte der Anwalt der Gemeinden, Piper Alderman. Ratingagenturen k&ouml;nnten sich nicht l&auml;nger hinter einem Haftungsausschluss verstecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/recht-steuern\/urteile-entscheidungen\/gerichtsurteil-sundp-muss-fuer-falsches-rating-zahlen\/7344748.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, ob dieses Urteil Bestand hat. Und selbst wenn, diese Schadensersatzsummen zahlt S&amp;P aus der Portokasse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Strategie der Commerzbank &ndash; Gescheiterter Gigant sucht Spargroschen<\/strong><br>\nDie Commerzbank hat eine radikale Schrumpfkur hinter sich. Lag ihre Bilanzsumme im M&auml;rz 2009 noch bei mehr als einer Billion Euro, sind es heute gerade mal noch 673 Milliarden Euro &ndash; Tendenz fallend. Vom Anspruch, ein zweiter &ldquo;nationaler Champion&rdquo; neben der Deutschen Bank zu sein, ist nicht mehr viel geblieben. Stattdessen muss sich Konzernchef Blessing immer &ouml;fter den Sparkassen-Vergleich anh&ouml;ren.<br>\nDie Bank, die vor vier Jahren mit 18 Milliarden Euro Staatsgeld vor dem Bankrott gerettet werden musste, hat zuletzt vor allem die Fehler der Vergangenheit weggeschrumpft: Den Gro&szlig;teil des Investmentbankings, das sie von der Dresdner Bank &uuml;bernommen hatte, den Immobilien- und Staatsfinanzierer Eurohypo sowie die ukrainische Tochtergesellschaft Bank Forum &ndash; alles Konzernteile, die Blessing und sein Vorg&auml;nger Klaus-Peter M&uuml;ller zuvor mit viel Tamtam einkauft hatten und die dann zur Last wurden. &ldquo;Das Management hat damals zielsicher genau die Sachen gekauft, die jetzt keiner mehr haben will&rdquo;, sagt Dieter Hein vom unabh&auml;ngigen Analysehaus Fairesearch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/commerzbank-blessing-stellt-neue-strategie-vor-a-865474.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Ist doch alles kein Problem. Hat man sich verzockt oder eine falsche Strategie verfolgt, kann man in Deutschland sicher sein, dass die Allgemeinheit mit Steuergeldern daf&uuml;r gerade steht (Hallo, Herr Steinbr&uuml;ck). Angenehmer Nebeneffekt f&uuml;r Neoliberalen, man kann dann gleich die zu hohe Staatsverschuldung beklagen. Allerdings hat man bis heute aus dieser Ecke noch nicht geh&ouml;rt wie die Bankenrettung mit der reinen neoliberalen Lehre des freien Marktes ohne Staatsintervention korrespondiert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Klaus-Peter M&uuml;ller wurde zum Dank f&uuml;r seine Fehlleistungen als Vorstand zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Commerzbank bestimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zeitarbeit und Arbeitsmarktchancen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zeitarbeit verbessert Arbeitsmarktchancen f&uuml;r Arbeitslose<\/strong><br>\nEffekte werden aber &uuml;bersch&auml;tzt und sind nur langfristig wirksam &ndash; Reformen erforderlich.<br>\nArbeitslose Arbeitnehmer haben eine gr&ouml;&szlig;ere Chance auf eine regul&auml;re Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit, wenn sie zun&auml;chst eine Zeitarbeit aufnehmen. Allerdings tritt dieser Effekt erst langfristig ein, und nur ein Teil der Arbeitslosen ist auf diesem Weg erfolgreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des RWI im Auftrag der Bertelsmann Stiftung &uuml;ber die sogenannten &ldquo;Klebe- und Sprungbretteffekte&rdquo; von Zeitarbeit.<br>\nDanach werden von Zeitarbeitnehmern durchschnittlich sieben Prozent in ein festes Anstellungsverh&auml;ltnis &uuml;bernommen. Der errechnete nahtlose &Uuml;bernahmeeffekt ist bei kleinen Betrieben ausgepr&auml;gter als bei gro&szlig;en Betrieben. Das Resultat f&auml;llt bei den &ldquo;unternehmensnahen Dienstleistungen&rdquo; mit neun Prozent am gr&ouml;&szlig;ten aus. Er bleibt aber in jedem Fall in allen Branchen und &uuml;ber alle Gruppen deutlich unter den 30 Prozent, die dem &ldquo;Klebeeffekt&rdquo; in der &ouml;ffentlichen Debatte h&auml;ufig zugeschrieben werden.<br>\nDennoch waren zwei Jahre nach Eintritt in die Zeitarbeit etwa 70 Prozent der vormals Arbeitslosen in Besch&auml;ftigung, davon knapp zwei Drittel au&szlig;erhalb der Zeitarbeit, w&auml;hrend ein gutes Drittel weiterhin in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung t&auml;tig war&hellip;<br>\nStatistisch messbare Unterschiede bei der Aufnahme von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen au&szlig;erhalb der Zeitarbeit zeigen sich vor allem bei den Chancen, eine Vollzeitbesch&auml;ftigung zu finden. Allerdings weist die Studie auch nach, dass die Aufnahme von Zeitarbeit kurzfristig keinen substanziellen Vorteil und die Hoffnung auf ein Normalarbeitsverh&auml;ltnis verschafft. In den ersten Monaten einer Arbeitslosigkeit verharren die Zeitarbeitskr&auml;fte vielmehr zun&auml;chst in der Zeitarbeitsbranche, w&auml;hrend die vergleichbaren Arbeitslosen schneller wieder eine andere Besch&auml;ftigung auf dem regul&auml;ren Arbeitsmarkt finden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-5320ED83-CE4A8E49\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_114002.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-5320ED83-CE4A8E49\/bst\/xcms_bst_dms_36799_36800_2.pdf\">Die RWI-Auftragsstudie &bdquo;Durchl&auml;ssiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit? [PDF &ndash; 2.2 MB]<\/a> \n<p><em>Dazu allerdings:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von wegen Klebeeffekt<\/strong><br>\nStudie belegt: Nur den wenigsten Betroffenen verhilft Zeitarbeit in einen festen Job. Bertelsmann-Stiftung versucht sich an Ehrenrettung der Branche.<br>\nWeil in der Branche lange Zeit 30 Prozent und mehr unter Tarif bezahlt wurde, gab es &uuml;ber Jahre kein Halten mehr. Zwischen 1994 und 2008 verf&uuml;nffachte sich die Zahl der Betroffenen auf &uuml;ber 800000. Nach dem heftigen Einbruch in der Finanz- und Wirtschaftskrise bewegt sich deren Zahl heute stramm auf die Million zu.<br>\nGleichwohl gibt es Kr&auml;fte, die sich Sorgen machen, die &raquo;Erfolgsgeschichte&laquo; k&ouml;nnte einmal zu Ende gehen. Die Bertelsmann-Stiftung, so etwas wie die Erfinderin von Gerhard Schr&ouml;ders (SPD) &raquo;Reformpolitik&laquo;, hat am Montag eine Studie pr&auml;sentiert. Die Untersuchung &raquo;Durchl&auml;ssiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit&laquo; hat sich die G&uuml;tersloher Denkfabrik durch das Rheinisch-Westf&auml;lische Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) erstellen lassen &ndash; und ist offenbar der Versuch eine Art Ehrenrettung der Leitarbeit einzuleiten. Das Komische daran: Die &Ouml;konomen haben eigentlich nichts anderes als einen Verri&szlig; abgeliefert, der das g&auml;ngige Versprechen der Leiharbeit, Erwerbslose in regul&auml;re Arbeit zu &uuml;berf&uuml;hren, als pure Legende entlarvt.<br>\nNicht nur passiert dies &auml;u&szlig;ert selten, es geschieht auch weniger schnell als bisher angenommen. Der sogenannte Klebeeffekt, also eine nahtlose &Uuml;bernahme durch das Entleihunternehmen, liegt demnach bei d&uuml;rftigen sieben Prozent. Er bleibe damit &raquo;in allen Branchen und &uuml;ber alle Gruppen deutlich unter den 30 Prozent&laquo;, die in der &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig propagiert w&uuml;rden, schreiben die RWI-Forscher&hellip;<br>\nNach zw&ouml;lf Monaten Leiharbeit haben gerade einmal 34 Prozent, nach zwei Jahren rund 45 Prozent ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis au&szlig;erhalb der Zeitarbeit. Aber die allermeisten Leiharbeiter werden nur drei Monate und weniger engagiert.<br>\nEin noch gr&ouml;&szlig;erer Haken: Im Vergleich zu jenen Erwerbslosen, die sich auf dem traditionellen Weg um Arbeit bem&uuml;hen, soll die &raquo;Besch&auml;ftigungswahrscheinlichkeit&laquo; durch die Aufnahme einer Zeitarbeit zwar um 20 Prozent h&ouml;her liegen. &raquo;Allerdings geschieht dies auch l&auml;ngerfristig vorrangig durch T&auml;tigkeiten in der Zeitarbeitsbranche selbst&laquo;, schreibt die Stiftung in einer Pressemitteilung. Ist man also erst einmal in die M&uuml;hle Leiharbeit hineingeraten, kommt man so schnell nicht wieder heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-07\/010.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwei Jahrzehnte Flexibilisierung: Ein Drittel arbeitet atypisch<\/strong><br>\nMehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer muss mit Leiharbeit, Mini- und Midijobs, Teilzeit oder befristeten Arbeitsvertr&auml;gen &uuml;ber die Runden kommen. Die wenigsten entscheiden sich freiwillig daf&uuml;r, ein erheblicher Teil erh&auml;lt einen Niedriglohn&hellip;<br>\nIhrer Analyse zufolge haben s&auml;mtliche Formen atypischer Besch&auml;ftigung seit den 1990er-Jahren zugenommen. Der Anteil der Leiharbeiter, Mini- und Midijobber, befristet oder in Teilzeit Besch&auml;ftigten hat sich in diesem Zeitraum von etwa 20 Prozent auf mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer erh&ouml;ht. Am weitesten verbreitet ist Teilzeitarbeit mit mittlerweile &uuml;ber 26 Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten&hellip;<br>\nEinen befristeten Arbeitsvertrag hatten 2010 &ndash; ohne Auszubildende &ndash; etwa 10 Prozent der Besch&auml;ftigten. Vor allem J&uuml;ngere seien von Befristung &uuml;berproportional h&auml;ufig betroffen, konstatieren die Forscher. Die unter 25-J&auml;hrigen stellen nur 4 Prozent der unbefristet, aber 19 Prozent der befristet Besch&auml;ftigten&hellip;<br>\nIm vergangenen Jahr gab es 7,4 Millionen Minijobber &ndash; im Vergleich zu 5,5 Millionen 2003&hellip;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2012_17_4_rdax_518x600.jpg\" width=\"470\" alt=\"Grafik: Zwei Jahrzehnte Flexibilisierung\" title=\"Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer muss mit Leiharbeit, Mini- und Midijobs, Teilzeit oder befristeten Arbeitsvertr&auml;gen &uuml;ber die Runden kommen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41389_41400.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung (SGB II)<\/strong><br>\nIm Oktober 2012 wurden nach vorl&auml;ufigen Daten der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) insgesamt 185.814 Frauen und M&auml;nner in Besch&auml;ftigung schaffenden Ma&szlig;nahmen (BSM) im Rechtskreis SGB II gef&ouml;rdert, einschlie&szlig;lich BEZ (Besch&auml;ftigungszuschuss: &sect; 16e alt) und der nicht im SGB II geregelten Besch&auml;ftigungsphase &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo;.<br>\nDies waren 47 Prozent (166.480) weniger als zwei Jahre zuvor bzw. 14 Prozent (30.057) weniger als ein Jahr zuvor.<br>\nSeit Februar 2012, als mit nur noch insgesamt 158.730 gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten der Tiefststand erreicht wurde, ist jedoch wieder ein leichter, offensichtlich nicht nur saisonal bedingter Anstieg zu beobachten &ndash; fast ausschlie&szlig;lich in den sechs ostdeutschen L&auml;ndern und fast ausschlie&szlig;lich bei den &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; (Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante).<br>\nDie 185.814 gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten im Oktober 2012 verteilen sich, nach vorl&auml;ufigen, zum Teil von der Statistik der BA hochgerechneten Daten, auf die folgenden SGB II-Instrumente bzw. das nicht im SGB II (Hartz IV) geregelte Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo;:\n<ul>\n<li>Arbeitsgelegenheiten (AGH; beide Varianten zusammen) 148.002\n<ul>\n<li>Variante Mehraufwand (&bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo;) 142.822<\/li>\n<li>Variante Entgelt (Restabwicklung seit 1. April 2012) 5.180<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungszuschuss (BEZ: &sect; 16e SGB II alt) 6.454<\/li>\n<li>F&ouml;rderung von Arbeitsverh&auml;ltnissen (FAV: &sect; 16e SGB II neu) 2.238<\/li>\n<li>Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; (Besch&auml;ftigung) 29.120<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-11-06_bsm-sgb2-laender-0710-1012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 170 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlechtzahlende Arbeitgeber unter &ouml;ffentlichen Druck setzen<\/strong><br>\nDer gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn reicht nicht; er h&auml;lt mit den steigendem Lebenshaltungskosten nicht Schritt. Weswegen Labour-Chef Ed Miliband eine &ldquo;menschenw&uuml;rdige Entlohnung&rdquo; zur zentralen Forderung einer neuen Kampagne seiner Partei erhebt. &ldquo;Living wage&rdquo; hei&szlig;t das Schlagwort, das die einkommensschwachen Schichten ansprechen soll, wo die niedrigen L&ouml;hne gerade zum &Uuml;berleben reichen. Die Unternehmen sollen dazu gebracht werden, die Angestellten in einer H&ouml;he zu entlohnen, die den Familien die Grundlage f&uuml;r ein anst&auml;ndiges Leben garantiert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37937\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne: Gewerkschaften &ndash; vaterl&auml;ndisch gespalten<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB), ca. 6 Millionen Mitglieder haben die in ihm f&ouml;derierten Verb&auml;nde, hat den 14.11. zum &ldquo;Europ&auml;ischen Aktionstag&rdquo; ausgerufen. Der gew&auml;hlte Begriff deutet Selbstbescheidung an &ndash; einen europaweiten Generalstreik wird es nicht geben, in der Bundesrepublik zum Beispiel werden die Gewerkschaften sich mit Solidarit&auml;tserkl&auml;rungen begn&uuml;gen, vielleicht kommen die &uuml;blichen Info-St&auml;nde hinzu, attac und &auml;hnliche Gruppen werden sicherlich Helfer daf&uuml;r stellen. Eine gesamteurop&auml;ische gewerkschaftliche Aktivit&auml;t, die den Namen &ldquo;Bewegung&rdquo; realisieren k&ouml;nnte, existiert nicht.<br>\nDer EGB, in Br&uuml;ssel residierend, ist auf einen &ldquo;sozialen Dialog&rdquo; zwischen Regierungen, Kapital und Arbeitnehmerorganisationen ausgerichtet&hellip;<br>\nIn der Bundesrepublik haben jetzt einige gewerkschaftliche Spitzenfunktion&auml;re zusammen mit kritischen Wissenschaftlern einen Appell herausgebracht, der die &Uuml;berschrift tr&auml;gt &ldquo;Europa neu begr&uuml;nden&rdquo;. Das klingt gro&szlig;artig&hellip;<br>\nDer Appell, den auch Wissenschaftler wie Rudolf Hickel, J&uuml;rgen Habermas oder Elmar Altvater unterschrieben haben, ist gewiss auch als kleines Sympathiesignal f&uuml;r die gewerkschaftlichen Proteste im S&uuml;den Europas zu verstehen. Aber nicht zu erwarten ist, dass die beiden gr&ouml;&szlig;ten deutschen Einzelgewerkschaften und der Deutsche Gewerkschaftsbund zum 14.11. Hunderttausende ihrer Mitglieder dazu animieren, auf die Stra&szlig;e zu gehen. Es ist auch fraglich, ob Massen von deutschen Arbeitnehmern einer solchen Ermunterung folgen w&uuml;rden.<br>\nDie Gewerkschaften stehen, wenn sie internationale oder europ&auml;ische Solidarit&auml;t vom Wort in die Tat umsetzen wollen, vor einem massiven Problem: Die Interessen der Lohnarbeit sind nach wie vor zum weitesten Teil nationalstaatlich &uuml;berformt&hellip;<br>\nDas gro&szlig;e Kapital aber hat keine vaterl&auml;ndischen Bindungen, es verf&uuml;gt &uuml;ber internationale Mobilit&auml;t, dies umso mehr, je gr&ouml;&szlig;er der Stellenwert der Finanzsph&auml;re bei der Kapitalverwertung ist. Insofern verl&auml;uft die Auseinandersetzung zwischen Kapital und Lohnarbeit &ldquo;asymmetrisch&rdquo;&hellip;<br>\nEine europ&auml;isch-solidarische gewerkschaftliche Bewegung? Sie kann nur in Gang kommen, wenn in der Arbeitnehmerbev&ouml;lkerung vaterl&auml;ndische Illusionen sich aufl&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37936\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen vom teuren &Ouml;kostrom<\/strong><br>\nStudien zeigen: Wind, Wasser und Sonne liefern schon heute die Energie billiger als Atom- und Kohlekraftwerke. Das f&auml;llt aber nicht auf. Die hohen Subventionen f&uuml;r konventionelle Erzeuger, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen, m&uuml;ssen die Steuerzahler tragen&hellip;<br>\nDoch das Get&ouml;se der EEG-Umlage, die im n&auml;chsten Jahr auf 5,28 Cent je Kilowattstunde steigen wird, ist nur ein Teil der Wahrheit. Was Industrievertreter und konservative Politiker lieber nicht sagen: Atom- und Kohleenergie kosten die Verbraucher unter dem Strich deutlich mehr als &Ouml;kostrom. Das zeigt eine Studie des Forums &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S). &ldquo;Konventionelle Energien verursachen deutlich mehr Kosten, als den Stromkunden direkt in Rechnung gestellt wird&rdquo;, sagt Eike Meyer, stellvertretender Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer beim F&Ouml;S.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/studie-zu-energiekosten-das-maerchen-vom-teuren-oekostrom-1.1515904?google_editors_picks=true\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foes.de\/pdf\/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf\">Studie &bdquo;Was Strom wirklich kostet?&ldquo; [PDF &ndash; 556 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fukushima: Das wahre Ausma&szlig; der gesundheitlichen Folgen untersuchen<\/strong><br>\nDie deutsche Sektion der IPPNW hat in einem Brief an die Weltgesundheitsorganisation appelliert, die medizinische Forschung &uuml;ber die Gesundheitsfolgen der atomaren Katastrophe von Fukushima erheblich auszuweiten. Die von United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR) f&uuml;r 2013 geplante Studie soll ausschlie&szlig;lich grobe Absch&auml;tzungen verschiedener japanischer und internationaler Experten ber&uuml;cksichtigen, aus denen dann die zu erwartenden Gesundheitseffekte theoretisch abgeleitet werden. Dringend notwendig seien jedoch unabh&auml;ngige epidemiologische Studien sowie die baldige Einrichtung eines umfassenden Registers, in dem alle Menschen erfasst werden, die aufgrund der Katastrophe von Fukushima vermutlich mehr als 1 mSv Strahlung durch unterschiedliche Quellen ausgesetzt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/d137aa2c1c\/das-wahre-ausmass-der-gesundheitlich.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschland ist kein Musterland<\/strong><br>\nEric Bonse wundert sich &uuml;ber die einseitige und polemische Kampagne der Deutschen gegen Paris. Dabei steht die Grande Nation strukturell viel besser da&hellip;<br>\nMein Punkt ist, dass Frankreich strukturell immer noch besser dasteht als Deutschland. Die franz&ouml;sische Wirtschaft ist l&auml;ngst nicht so exportabh&auml;ngig wie in Deutschland, die Bev&ouml;lkerung ist viel j&uuml;nger, und Reformen lassen sich schneller umsetzen als im angeblichen Musterland.<br>\nRichtig ist zwar, dass Hollande z&ouml;gert, den von Sarkozy geerbten Reformstau aufzul&ouml;sen. Richtig ist aber auch, dass das Hauptrisiko f&uuml;r Frankreich derzeit in einem allzu brutalen Sparkurs besteht &ndash; genauer: in der &uuml;berst&uuml;rzten Einhaltung des Drei-Prozent-Defizit-Ziels, wie sie von Berlin und Br&uuml;ssel gefordert wird.<br>\nUm es ganz klar zu sagen: die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Eurozone geht derzeit von der Merkel&rsquo;schen Austerit&auml;tspolitik aus, die die &ldquo;eiserne Kanzlerin&rdquo; allen anderen verordnet, nur nicht ihrem eigenen Land. Denn der Sparkurs w&uuml;rgt die Konjunktur nicht nur im S&uuml;den, sondern auch im &ldquo;Kern&rdquo;, also in Deutschland, Frankreich und Benelux, ab&hellip;<br>\nNicht etwa eine franz&ouml;sische, sondern die Deutsche Bank schaffte es auf einen &ldquo;Spitzenplatz&rdquo; unter den international gef&auml;hrlichsten Geldinstituten der Welt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/blog\/eric-bonse-lost-europe\/2012-11-05\/deutschland-ist-kein-musterland\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Minus von 3,3 Prozent. Der deutschen Industrie brechen die Auftr&auml;ge weg<\/strong><br>\nVolkswirte hatten nur mit einem kleinen Minus gerechnet, die deutsche Wirtschaft erlebt im September aber einen &uuml;berraschend tiefen Einbruch des Auftragseingangs von 3,3 Prozent. Besonders stark war der R&uuml;ckgang aus dem Euroraum.<br>\nDie deutsche Industrie hat im Zuge der Eurokrise im September einen &uuml;berraschend tiefen Einbruch des Auftragseingangs erlebt. Die Bestellungen sanken gegen&uuml;ber dem Vormonat um 3,3 Prozent, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mit. Volkswirte hatten nur mit einem kleinen Minus von 0,4 Prozent gerechnet, so die Median-Prognose von 40 &Ouml;konomen in einer Bloomberg-Umfrage. Vor allem Vorleistungs- und Investitionsg&uuml;ter sind weniger gefragt.<br>\nBesonders stark war der Auftragsr&uuml;ckgang aus dem Euroraum: Er brach im September um 9,6 Prozent ein. Hingegen hielt sich die Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum besser. Sie sank nur um 1,5 Prozent. Die Inlandsbestellungen nahmen um 1,8 Prozent ab. Der Auftragseingang ist im Trend schon seit mehr als einem Jahr im Sinkflug. Gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat liegt er nun schon mehr als 10 Prozent im Minus, bereinigt um den Arbeitstage-Effekt waren es 4,7 Prozent.<br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium kommentierte die neuen Zahlen eher zur&uuml;ckhaltend. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/minus-von-3-3-prozent-der-deutschen-industrie-brechen-die-auftraege-weg-11951550.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warum wuchernde Patentdickichte zunehmend die Innovationst&auml;tigkeit der Unternehmen behindern<\/strong><br>\nTausende von Patenten sch&uuml;tzen heutzutage innovative Produkte wie etwa Smartphones. Solche Patentdickichte erweisen sich zunehmend als Bremse f&uuml;r die Innovationst&auml;tigkeit der Volkswirtschaft und als schlecht kalkulierbares Risiko f&uuml;r die Unternehmen. Patentstreitigkeiten gro&szlig;er Technologiekonzerne wie Apple, Google oder Motorola machen diese Problematik deutlich. Viele Unternehmen l&auml;sst diese Entwicklung inzwischen z&ouml;gern, ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. Dies zeigt eine empirische Studie des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW), die den Einfluss von Dickichten sich &uuml;berlappender Patente auf die Innovationsneigung der Unternehmen untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/presse\/2117\">ZEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Folgen der Austerit&auml;tspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spanien: Zur&uuml;ck in die 1960er Jahre<\/strong><br>\nDie Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt entspannt sich einfach nicht.  Besonders hart betroffen sind die Jugendlichen. Mehr als die H&auml;lfte &ndash; 52 Prozent &ndash; der unter 25-J&auml;hrigen sind heute offiziell erwerbslos. Zu Recht ist von einer verlorenen Generation die Rede. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres wanderten 55.000 meist junge Menschen aus, um vor allem in Mittel- und Nordeuropa Arbeit zu suchen. Das sind 21,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2011. Bis zum Ende des Jahrzehnts d&uuml;rfte das Land auf der iberischen Halbinsel eine Million Einwohner verlieren. Anders als in den 1960er und 1970er Jahren gehen nicht die wenig qualifizierten Arbeitskr&auml;fte. Es sind gut die Ausgebildeten &ndash; vor allem Ingenieure, Architekten und Besch&auml;ftigte aus dem Gesundheitswesen. Spanien blutet aus. Selbst wenn sich die wirtschaftliche Lage irgendwann wieder erholte, viele derer, die heute gehen, werden kaum zur&uuml;ckkommen. &ndash; Und die, die in Spanien bleiben? Sie haben eine schwierige Zukunft. Das Schulsystem versagt auf voller Linie. Jeder dritte Schulabg&auml;nger hat nicht einmal den Pflichtabschluss geschafft, das sind &ndash; so zeigt eine Studie der Unesco &ndash; doppelt so viele wie im EU-Schnitt. K&uuml;rzungen im Bildungsbereich werden diese Bilanz noch verschlimmern. Spanien wird zum Billiglohnland und Lieferant von Arbeitskr&auml;ften f&uuml;r den reichen Norden. Europ&auml;ische Integration sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F11%2F06%2Fa0102&amp;cHash=2c74c921d85860e16edc858bb9f054fc\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarktreformen in Griechenland: Kritik aus dem Europarat<\/strong><br>\nIm Europarat in Stra&szlig;burg w&auml;chst die Kritik an den Arbeitsmarktreformen in Griechenland im Zuge der Schuldenkrise. &ldquo;Bestimmte Reformschritte versto&szlig;en gegen die Europ&auml;ische Sozialcharta&rdquo;, sagte Liliane Maury Pasquier, die Vorsitzende des Sozialausschusses des Europarats-Parlaments, am Mittwoch. Sie kritisierte die Entscheidung, die Probezeit f&uuml;r neu eingestellte Arbeitnehmer auf ein Jahr zu verl&auml;ngern. Besorgt zeigte sie sich auch &uuml;ber den Beschluss, den Mindestlohn f&uuml;r Arbeitnehmer unter 25 Jahren auf zwei Drittel des nationalen Mindestlohns zu senken. Beide Ma&szlig;nahmen aus dem Jahr 2010 seien illegal und m&uuml;ssten ge&auml;ndert werden, unterstrich Maury Pasquier. Dies habe der Europ&auml;ische Ausschuss f&uuml;r soziale Rechte bereits in der vergangenen Woche in einem Urteil festgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_wirtschaft\/article110224001\/Kritik-aus-dem-Europarat.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Meldung ist schon einige Tage alt und das Urteil fand leider kaum Beachtung in den deutschen Medien. Auch die Welt unterschl&auml;gt einen wichtigen Aspekt:&nbsp; Die sogenannten &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; in Griechenland sind ein Diktat der Troika. Prim&auml;r verst&ouml;&szlig;t nicht Griechenland, sondern die EU selbst gegen ihre eigene Sozialcharta. So w&uuml;rden mit der K&uuml;rzung des Mindestlohns Jugendliche unter 25 Jahren unter die Armutsgrenze von 580 Euro monatlich sinken. Damit verbunden ist auch ein Absinken des Arbeitslosengeldes von 462 Euro auf 322 Euro monatlich. Auch wenn der &uuml;ber die Sozialcharta wachende Ausschuss ein zahnloser Tiger ist &ndash; die Urteile sind rechtlich nicht bindend &ndash; liefern sie doch eine gewisse Handhabe f&uuml;r ein juristisches Vorgehen gegen die skandal&ouml;sen Auflagen der Troika. Die Vorsitzende des Europ&auml;ische Ausschusses f&uuml;r soziale Rechte Liliane Maury Pasquier forderte im Namen des Europarates&nbsp; zudem:&nbsp; &rdquo; &hellip; a profound re-orientation of austerity programmes, ending their quasi-exclusive focus on expenditure cuts in social areas, which often hit the most vulnerable hardest.&rdquo; <a href=\"https:\/\/wcd.coe.int\/ViewDoc.jsp?id=1994149&amp;Site=DC&amp;ShowBanner=no&amp;Target=_self&amp;BackColorInternet=F5CA75&amp;BackColorIntranet=F5CA75&amp;BackColorLogged=A9BACE\">Dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merck liefert Krebsmedikament nicht mehr an griechische Kliniken<\/strong><br>\nDas Mittel sei in Griechenland aber weiterhin erh&auml;ltlich, Patienten k&ouml;nnten es &uuml;ber Apotheken beziehen, sagte ein Merck-Sprecher am Samstag. Finanzchef Matthias Zachert sagte der &ldquo;B&ouml;rsen-Zeitung&rdquo; (Samstagausgabe), in Griechenland sei der Konzern mit zu vielen Schwierigkeiten konfrontiert gewesen, es sei jedoch nur ein einziges Produkt betroffen. Erbitux ist gemessen am Umsatz das zweitwichtigste Medikament von Merck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companiesNews\/idDEBEE8A201O20121103\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Euro-Rettungsprogramm verlangt eben Opfer ab.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vorsto&szlig; am G-20-Gipfel: Konzerne sollen im Heimatland Steuern zahlen<\/strong><br>\nDeutschland und Gro&szlig;britannien haben am G-20-Treffen strengere Steuerstandards f&uuml;r internationale Gro&szlig;konzerne gefordert. Sie wollen verhindern, dass diese ihre Gewinne in Staaten mit tieferen Steuers&auml;tzen verschieben&hellip;<br>\nF&uuml;r Schlagzeilen hatten in j&uuml;ngster Zeit Gro&szlig;konzerne mit ihren sehr niedrigen Ertragssteuern auf wichtigen Kernm&auml;rkten gesorgt. In die Kritik kamen deswegen etwa der Computerkonzern Apple und die US-Kaffeekette Starbucks.<br>\nSteuersparende Gewinnverschiebungen von Unternehmen in Niedrigsteuerl&auml;nder sollen deshalb verboten werden. Ein gemeinsames Vorgehen verspreche den gr&ouml;&szlig;ten Erfolg gegen Steuerhinterziehung, argumentierten Sch&auml;uble und Osborne am G-20-Treffen. Ihr Vorsto&szlig; zielt darauf ab, gemeinsame Standards zur Unternehmensbesteuerung zu erarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/g-20-steuern-1.17765752\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Halten Steinbr&uuml;ck und die SPD das aus?<\/strong><br>\nIn Krisen gilt es, schnell alle Karten auf den Tisch zu legen und nur zu versprechen, was man halten kann. Das hat Steinbr&uuml;ck nicht geschafft. Ihm fehlen Erfahrungen im Umgang mit Krisen. Und qualifizierte Berater. Es dauerte zu lange, bis seine Honorare aufgelistet waren. Selbst dann wies er sie nicht vollst&auml;ndig aus. Bis heute bleiben Fragen offen. Seine Aufkl&auml;rung verst&auml;rkte die Irritationen. Sie verl&auml;ngern die Krise und spitzen sie zu.<br>\nIhre Dynamik entfaltet sie auf zwei Ebenen: in der Bev&ouml;lkerung und in der SPD. Ihm wird rechtlich nichts vorgeworfen. Dennoch bleiben in der Bev&ouml;lkerung zwei Eindr&uuml;cke h&auml;ngen: Er habe sich unanst&auml;ndig stark bereichert. Und er werde seinen Anspr&uuml;chen an Transparenz nicht gerecht. Beide Einsch&auml;tzungen r&uuml;cken ihn in die N&auml;he der Unaufrichtigkeit. Sie unterminieren seine Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/11\/07\/halten-steinbruck-und-die-spd-das-aus\/\">Post von Horn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;The first cut hast o be the deepest&ldquo;, gegen diese banale Regel der Krisenkommunikation hat Steinbr&uuml;ck und sein Umfeld versto&szlig;en. H&auml;tte er wirklich gehalten, was er versprochen hat, n&auml;mlich seine Eink&uuml;nfte auf &bdquo;Euro und Cent&ldquo; zu deklarieren, dann h&auml;tte es vielleicht noch ein paar Tage Mediensturm gegeben, aber dann w&auml;re im deutschen Medienbetrieb die Sache erledigt gewesen. Wie bei Wulff, wird jetzt nach jeder Haarnadel im Heu gesucht. Vielleicht geht es Steinbr&uuml;ck auch wie Wulff.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Von SPD und Bahn verjagt<\/strong><br>\nDie SPD vertreibt mit Hilfe der Bahn Wohnungslose aus der Hamburger Innenstadt. Doch in den Unterk&uuml;nften fehlen noch Eintausend Schlafpl&auml;tze f&uuml;r Obdachlose&hellip;<br>\nDie neue Linie der Hamburger Sozialdemokraten zeigt sich nicht nur im Umgang mit Marginalisierten am Bahnhof. Fl&uuml;chtlinge werden in Hamburg neuerdings in &uuml;berf&uuml;llten 40-Mann-Zelten untergebracht, weil die R&auml;ume im Geb&auml;ude der Erstaufnahmestelle im Norden der Stadt &uuml;berf&uuml;llt sind und es an Sozialwohnungen mangelt&hellip;<br>\nIm Winternotprogramm stellt die SPD in den kalten Monaten 252 Schlafpl&auml;tze f&uuml;r Obdachlose bereit. Tats&auml;chlich werden erheblich mehr Menschen einen Schlafplatz ben&ouml;tigen, sagen Experten der Wohnungslosenhilfe. In Hamburg lebten 2009 nach Angaben der Sozialbeh&ouml;rde 1.029 Menschen auf der Stra&szlig;e, Sozialverb&auml;nde gehen inzwischen von deutlich h&ouml;heren Zahlen aus. Demnach sind heute 1.500 Menschen in Hamburg ohne Obdach&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Obdachlose-in-Hamburg\/!104935\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jeffrey Sachs: Vom Tellerw&auml;scher zum Tellerw&auml;scher<\/strong><br>\nZu Unrecht gelten die USA als Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten f&uuml;r alle. Tats&auml;chlich sorgt die dortige Politik daf&uuml;r, dass Arme auch arm bleiben &ndash; anders als in vielen anderen Industriestaaten&hellip;<br>\n Um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, muss ein Land in die Zukunft seiner Kinder investieren und nicht in die Inhaftierung von j&auml;hrlich 2,3 Millionen Menschen &ndash; wobei viele wegen Delikten einsitzen, die als Symptome der Armut zu begreifen sind. Viele Politiker sind willige Komplizen dieses Wahnsinns. Sie spielen mit den &Auml;ngsten der Mittelschicht, ihren &Auml;ngsten gegen&uuml;ber Minderheiten, um die fehlgeleiteten sozialen Bem&uuml;hungen und Staatsausgaben endlos fortzusetzen&hellip;<br>\nAus Daten der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht hervor, dass die USA mit 17,3 Prozent eine Armutsrate aufweisen, die etwa doppelt so hoch liegt wie der schwedische Wert von 8,4 Prozent. Und die Inhaftierungsrate ist in den USA zehnmal h&ouml;her als in Schweden, wo nur 70 Personen pro 100.000 Einwohner im Gef&auml;ngnis sitzen. Im Durchschnitt sind die Vereinigten Staaten reicher als Schweden, aber die Einkommensschere zwischen Reichsten und den &Auml;rmsten klafft in den USA viel weiter auseinander. Und die Amerikaner gehen mit ihren Armen nicht unterst&uuml;tzend, sondern bestrafend um. Amerika weist unter den L&auml;ndern mit hohen Einkommen heute den beinahe niedrigsten Grad an sozialer Mobilit&auml;t auf&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-jeffrey-sachs-vom-tellerwaescher-zum-tellerwaescher\/70112263.html?mode=show\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ungarns Justizreform verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban in die Schranken gewiesen und die Zwangspensionierung von Hunderten von Richtern gestoppt. Folgt Budapest dem Urteil nicht, kann die EU harte finanzielle Sanktionen gegen das hochverschuldete Land verh&auml;ngen. Das Urteil aus Luxemburg ist eine heftige Ohrfeige f&uuml;r den rechtskonservativen Ministerpr&auml;sidenten. Die Opposition hatte ihm vorgeworfen, mit dem 2011 beschlossenen Gesetz unliebsame Richter loswerden und durch Gefolgsleute ersetzen zu wollen. Nimmt Orban das Gesetz nicht zur&uuml;ck, drohen finanzielle Sanktionen der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/europaeischer-gerichtshof-ungarns-justizreform-1.17768504\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So erfreulich es ist, das Viktor Orban wieder einmal in die Schranken gewiesen wurde, es stellt sich doch die Frage, ob dieses Urteil die Absichten des ungarischen Regierungschefs trifft.  Ein Versto&szlig; gegen die Richtlinie &uuml;ber die Gleichbehandlung in Besch&auml;ftigung und Beruf klingt etwas matt gegen&uuml;ber der plausiblen These der Opposition, Orban wolle auf lange Sicht die Justiz in seinem Sinne gleichschalten. Und Orban schreitet in der Sicherung seiner Macht inzwischen immer weiter. Die Abgeordneten der Regierungsmehrheit beschlossen vor kurzem eine &Auml;nderung der Verfassung: W&auml;hler m&uuml;ssen sich k&uuml;nftig registrieren lassen. Wahlrechtsexperten sprechen von keiner Notwendigkeit einer W&auml;hlerregistrierung, da z.B. im Gegensatz zu den USA oder Gro&szlig;britannien ein zentrales Melderegister existiere. Die Opposition verweist darauf, dass &auml;rmere W&auml;hlerschichten sich eher nicht registrieren lassen w&uuml;rden. Zudem er&ouml;ffneten sich Betrugsm&ouml;glichkeiten z.B. &uuml;ber Mehrfachabstimmungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Thomas Leif: 18 Thesen zur schwindenden Pressevielfalt<\/strong><br>\nMeine Kernthese lautet: Zeitungen werden von Medienmanagern und Verlagen zu &bdquo;Gesch&auml;ftsmodellen&ldquo; ausgerichtet. In ausgereiften und abgeschotteten M&auml;rkten (Oligopolen) entscheiden die Werbeums&auml;tze &uuml;ber die Qualit&auml;t der &bdquo;publizistischen Vielfalt&ldquo;. Verlage vernachl&auml;ssigen ihr klassisches Redaktions-Gesch&auml;ft und investieren weniger in den Journalismus&hellip;<br>\nDie zehn f&uuml;hrenden deutschen Verlagsgruppen konzentrieren heute fast 60 Prozent der verkauften Zeitungsauflage auf sich. Der Marktanteil der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Verlagsgruppen (Springer 18,8%, S&uuml;dwest Presse, WAZ, DuMont, Madsack) betr&auml;gt 44,2 Prozent. &bdquo;Die Beziehungen zwischen den gro&szlig;en Marktteilnehmern werden immer enger&ldquo; (Horst R&ouml;per, format, 11.6.12) Heute gibt es noch 133 &bdquo;Publizistische Einheiten&ldquo;, also Kernredaktionen, die zumindest einen eigenst&auml;ndigen &bdquo;Mantel&ldquo; herstellen. Auch der Trend zur Zusammenlegung von Redaktionen &ndash; wie j&uuml;ngst im Fall des Hamburger Abendblatts mit den Zeitungen der Welt-Gruppe (vgl. taz, 26.10.12) &ndash; ersch&uuml;ttert weder Medienpolitik noch &Ouml;ffentlichkeit&hellip;<br>\nDer Beruf des Journalisten wandelt sich &ndash; mit Ausnahmen &ndash; unter dem &ouml;konomischen Druck zu einem &bdquo;Material-Konfektionisten&ldquo; aus zweiter Hand und unter Zeitdruck. Der Journalismus wird h&auml;ufig zur  &bdquo;Kommentierung von Marketing&ldquo; und lebt von gefilterter Luft. Die zunehmende Verschmelzung von PR und Unterhaltung bedroht den &ouml;ffentlichen Auftrag und eigenen Anspruch des Journalismus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/50686\/18-thesen-zur-schwindenden-pressevielfalt\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Ausschussware<\/strong><br>\nWie viel Geld bekommt man, wenn man seine Kinder nicht in die Schule schickt&hellip;Fehlt nur nicht die Hirn-nicht-Benutzungs-Pr&auml;mie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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