{"id":149945,"date":"2026-05-05T12:00:21","date_gmt":"2026-05-05T10:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149945"},"modified":"2026-05-05T08:58:22","modified_gmt":"2026-05-05T06:58:22","slug":"wie-ein-ertrinkender-o-toene-zum-probejahr-von-kanzler-merz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149945","title":{"rendered":"\u201eWie ein Ertrinkender\u201c \u2013 O-T\u00f6ne zum \u201eProbejahr\u201c von Kanzler Merz"},"content":{"rendered":"<p>Friedrich Merz beendet gerade sein erstes &bdquo;Probejahr&ldquo; im Amt des Bundeskanzlers. Das bisherige Ergebnis ist miserabel: 83 Prozent der Forsa-Befragten geben an, sie seien mit der Arbeit des neuen Regierungschefs unzufrieden &ndash; der schlechteste Wert, der von diesem Meinungsforschungsinstitut jemals f&uuml;r einen Kanzler gemessen wurde.<strong> <\/strong>Selbst aus den Reihen der Union ist Kritik an Merz und an der Regierungskoalition immer lauter zu vernehmen. Mit dem j&uuml;ngsten Spiegel-Interview, in dem der Kanzler kaum Selbstkritik an den Tag legte, sich daf&uuml;r aber dar&uuml;ber beklagte, er werde zu heftig &bdquo;angegriffen und herabgesetzt&ldquo;, hat sich Merz sicherlich noch weiter geschadet. Eine neue Ausgabe der O-T&ouml;ne. Zusammenfassung von <strong>Valeri Schiller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/V9fYV2LT1ec\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Bundestag am 6. Mai 2025: Wahl des Bundeskanzlers<\/strong><\/p><p><em>Bundestagspr&auml;sidentin Julia Kl&ouml;ckner<\/em>: &bdquo;Mit &sbquo;ja&lsquo; haben gestimmt 310 der Abgeordneten. Mit &sbquo;nein&rsquo; haben gestimmt 307. Enthaltungen &ndash; drei. Der Abgeordnete Friedrich Merz hat die erforderliche Mehrheit von mindestens 316 Stimmen nicht erreicht.&ldquo; (&hellip;)<\/p><p><em>AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel<\/em>: &bdquo;Der Wahlbetr&uuml;ger Friedrich Merz wurde hier ganz klar abgestraft. Das ist ein Indiz daf&uuml;r, dass es eine h&ouml;chst instabile Veranstaltung ist. Und da kann man nur empfehlen, den Weg zu &ouml;ffnen &ndash; sofort.&ldquo; (&hellip;)<\/p><p><em>CSU-Chef Markus S&ouml;der<\/em>: &bdquo;Es geht schon ums Ganze. Die h&ouml;hnischen Kommentare der AfD zeigen ganz genau, was es ausl&ouml;st, und die Unsicherheit im Ausland, die kommt dazu.&ldquo; (&hellip;)<\/p><p><em>CDU-Bundestagsabgeordneter Jens Spahn<\/em>: &bdquo;Wir werden heute im Einvernehmen mit den Fraktionen Union, SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei einen zweiten Wahlgang um 15:15 Uhr vornehmen k&ouml;nnen.&ldquo; (&hellip;)<\/p><p><em>Julia Kl&ouml;ckner<\/em>: &bdquo;Mit &sbquo;ja&lsquo; haben gestimmt 325 Abgeordnete.&ldquo;<\/p><p><em>Redaktionskommentar<\/em>: &bdquo;Drei &sbquo;ja&lsquo;-Stimmen weniger, als die Koalition eigentlich hat, doch diesmal reicht&acute;s.&ldquo; (&hellip;)<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=h6EfAbCdXTg\">ZDF Nachrichten<\/a>, ab Minute 0:46 und ab Minute 2:09 und ab Minute 3:13 und ab Minute 6:35 und ab Minute 7:03)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Christian von Stetten (CDU), Chef von Parlamentskreis Mittelstand, am 28. April 2026<\/strong><\/p><p><em>Journalistin:<\/em> &bdquo;Was glauben Sie denn, wie lange h&auml;lt diese Regierung noch durch?<\/p><p><em>Von Stetten:<\/em> &bdquo;Naja, also zumindest keine vier Jahre.&ldquo;<\/p><p><em>Journalistin:<\/em> &bdquo;Was ist so Ihre Prognose, Ende des Jahres? Geben Sie eine Bestandsaufnahme: November 2026. Wo stehen wir da?&ldquo;<\/p><p><em>Von Stetten:<\/em> &bdquo;Naja, es sind drei Parteien &ndash; wenn man CDU und CSU jetzt zusammennimmt, sind es zwei Parteien mit der SPD. Sie passen am Ende des Tages einfach nicht zusammen. Jetzt wird schon &uuml;ber neue Schulden diskutiert, &uuml;ber h&ouml;here Steuern, das geht eben in die v&ouml;llig falsche Richtung. Und wenn man am Ende des Tages zum Ergebnis kommt, dass diese zwei Parteien nicht zusammen k&ouml;nnen und das Land nicht nach vorne bringen k&ouml;nnen, dann bringt es auch nichts, jetzt drei Jahre jeden Monat noch nach Berlin zu fahren.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Oh7uWyJAhw4\">NIUS<\/a>, ab Minute 0:21)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss am 30. April 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;&hellip; und Friedrich Merz schafft es in dieser Situation, sich als Opfer darzustellen, als eine Art Jesus. &sbquo;Niemand hat so gelitten wie ich.&lsquo; Das ist kommunikativ wirklich fatal. Es erinnert mich wirklich an &hellip; also wie ein Ertrinkender, der darum k&auml;mpft, &uuml;ber Wasser zu bleiben. Und er ist offenbar nur noch von Selbstmitleid getrieben.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/nius.de\/nius-live\/pauline-voss-ueber-den-kanzler-merz-wirkt-wie-ein-ertrinkender-der-darum-kaempft-noch-irgendwie-ueber-wasser-zu-bleiben\">NIUS<\/a>, ab Minute 0:34)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>WELT-Chefreporterin Anna Schneider am 30. April 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Zuerst kam mal dieses glorreiche Interview im <em>Spiegel<\/em> raus. Ich glaube, er hat das ja eigentlich gemacht, um sich als gro&szlig;er Kanzler zu pr&auml;sentieren. Was dann aber daraus wurde und vor allem auch in den sozialen Medien, damit h&auml;tte man rechnen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen. Also er meinte da ja irgendwie, er sei der Kanzler, der so viel ertragen muss wie noch nie einer vor ihm, was historisch und pers&ouml;nlich &hellip; es stimmt einfach nicht. Wir erinnern uns zum Beispiel nur an Angela Merkel und Olaf Scholz, die wurden auch nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst von den Medien oder von den B&uuml;rgern. Also diese Weinerlichkeit ist so derma&szlig;en unsexy.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mtthZjMYJeY\">WELT<\/a>, ab Minute 0:30)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz am 30. April 2026<\/strong><\/p><p><em>Friedrich Merz<\/em>: &bdquo;Ich sage nur, wir leben heute in einer Zeit, wo das politische Spitzenpersonal &ndash; und da bin ich nicht der Einzige &ndash; in einer Art und Weise auch angegriffen wird und auch pers&ouml;nlich angegriffen und herabgesetzt wird, die nach meinem Empfinden eine giftige Wirkung auf das gesellschaftliche Klima hat.<\/p><p><em>Moderator<\/em>: Und warum ist das so?<\/p><p><em>Merz<\/em>: Ja, warum ist das so? Es ist zum Beispiel deshalb so, weil in den sozialen Netzwerken jeder anonym einfach sagen kann, was er gerade so denkt und wie er so denkt.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xAD-pr7UojA\">BILD<\/a>, ab Minute 0:30)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Kolumnist Hans-Ulrich J&ouml;rges am 27. April 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Er [Friedrich Merz. &ndash; Anm. d. Red.] ist ein Mann ohne Prinzipien, er macht prinzipienlose Politik. Er w&auml;hlt die Richtung, die ihm gerade angezeigt erscheint. Und wenn das die falsche war, korrigiert er das sofort und geht in die andere Richtung. Und das ist f&uuml;r einen Kanzler sehr schlecht. Und ich glaube, wir haben in diesem Fall einen falschen Kanzler gezogen.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/video69eefe671bc92a13d62a5a5c\/hans-ulrich-joerges-merz-ist-ein-mann-ohne-prinzipien-haben-in-diesem-fall-einen-falschen-kanzler-gezogen.html\">WELT<\/a>, ab Minute 3:01)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz am 30. April 2026<\/strong><\/p><p><em>Journalistin<\/em>: &bdquo;Was ist eigentlich f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser geworden, seit Sie Kanzler sind?&ldquo;<\/p><p><em>Merz<\/em>: &bdquo;Naja, also f&uuml;r eine Bilanz ist es zu fr&uuml;h. Aber wir haben in diesem einem Jahr hinbekommen &ndash; und das m&ouml;gen Sie jetzt nicht allzu hochwertig ansehen, wie ich es ansehe &ndash;, aber wir haben in diesem einem Jahr hinbekommen, die NATO zu retten. Wir haben mit unserem Verteidigungsbeitrag auch mit meinem Engagement in der Europ&auml;ischen Union Europa zusammengehalten, und wir gehen jetzt Schritt f&uuml;r Schritt in die Reformen, die uns erm&ouml;glichen, unseren Wohlstand zu erhalten.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uMBNb5UwYRk\">Kameramann Bayern<\/a>, ab Minute 19:48)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>Titelbild: Screenshots NIUS, WELT, BILD<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrich Merz beendet gerade sein erstes &bdquo;Probejahr&ldquo; im Amt des Bundeskanzlers. 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