{"id":149972,"date":"2026-05-05T15:00:58","date_gmt":"2026-05-05T13:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149972"},"modified":"2026-05-05T15:05:16","modified_gmt":"2026-05-05T13:05:16","slug":"leserbriefe-zu-besuche-von-bundeswehroffizieren-an-schulen-stark-gestiegen-schulen-unterstuetzen-den-griff-nach-der-jugend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149972","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBesuche von Bundeswehroffizieren an Schulen stark gestiegen \u2013 Schulen unterst\u00fctzen den Griff nach der Jugend\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149743\">Hier<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> den Umstand, dass alleine in den ersten Monaten des Jahres 2026 sich die Zahl der Bundeswehrvertreter, die Schulen besuchen, seit 2021 verdoppelt hat. Im Wesentlichen w&uuml;rden die Offiziere der Bundeswehr nur auf Einladung der Schulen kommen &ndash; und im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen zwischen einzelnen Bundesl&auml;ndern, wie etwa in Hessen und Bayern. Das sei eine &bdquo;riesengro&szlig;e Sauerei&ldquo;. Gefragt wird, wie ideologisch verblendet Lehrpersonal sein m&uuml;sse, das unsere Kinder unterrichtet, dass sie die Bundeswehr an die Schulen einladen, w&auml;hrend die Republik auf Kriegst&uuml;chtigkeit getrimmt werde. Es sei eine &bdquo;intellektuelle und zugleich p&auml;dagogische Bankrotterkl&auml;rung!&ldquo;. Gefragt wird jedoch auch, wo die Gegenwehr der Eltern bleibe. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Von unseren Leserinnen und Lesern haben wir dazu zahlreiche und interessante Zuschriften erhalten. Daf&uuml;r bedanken wir uns. Die nun folgende Leserbrief-Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>wie man es auch dreht und wendet, ob nun Lehrer wissen, was sie tun, oder Bundeswehroffiziere, keiner von allen hat eine Ahnung, was Krieg ist, sonst w&uuml;rden sie sich anders verhalten, w&uuml;rden vor den Schrecken des Krieges warnen. Das gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r die Politiker, die Kriegst&uuml;chtigkeit beschw&ouml;ren o.&auml;. (&hellip;). <\/p><p>Fritz Schmidt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>auch hier ein ganz klares nein. Bundeswehroffiziere und Militarismus haben mit dem Bildungsauftrag der Schulen nichts zu tun und geh&ouml;ren da nicht hin. Erst recht nicht das vermitteln von Feindbildern und unbewiesenen Bedrohungslagen durch Russland, denn das d&uuml;rfte wohl die Zielsetzung dieser Kampagnen sein. Verantwortliche, Lehrer und letztendlich die Eltern, die solch eine Form der Kriegstreiberei mitmachen und unterst&uuml;tzen, sollten sich bewu&szlig;t sein, wo sie die Heranwachsenden vermeidlich hinf&uuml;hren. Zu Tod, Zerst&ouml;rung und unermesslichem Leid. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas St&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>dass Lehrer das Regime unterst&uuml;tzen, dass sie bezahlt, ist nicht neu.<\/p><p>Das war so zu Kaisers Zeiten, bei den Nazis und in der DDR (Wehrkundeunterricht). Bedingt durch die Tatsache, dass die Lehrerschaft im wesentlichen Informationen &uuml;ber Mainstreamquellen bezieht, kann man nichts anderes erwarten. Die glauben, was &Ouml;RR &amp; Co von sich geben. Die Sch&uuml;ler selbst k&ouml;nnen sich kaum wehren. Wenn sie solch einer Veranstaltung kritisch gegen&uuml;berstehen, wird das Konsequenzen f&uuml;r sie haben, wie seinerzeit bei Kritik wegen &uuml;berbordender Coronama&szlig;nahmen. Deshalb sind hier in aller erster Linie die Eltern in der Pflicht. Die k&ouml;nnten ihren Kindern z.B. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/4tkbT4l\">dieses Buch schenken<\/a>.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. Binde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Marcus Kl&ouml;ckner, vielen Dank f&uuml;r den wichtigen Artikel.<\/p><p>Einige Textvorschl&auml;ge als Pflichtlekt&uuml;re &ndash; nicht nur in den Schulen:<\/p><p>&ndash; Heinrich B&ouml;ll, Wanderer kommst du nach Spa &hellip;<br>\n&ndash; Gerhard Zwerenz, Man kann sich doch nicht alles gefallen lassen<\/p><p>&ndash;  Die Liedtexte (vorgetragen von Hannes Wader):<br>\n<em>Es ist an der Zeit&hellip;<br>\nWo soll ich mich hinwenden&hellip;<\/em><\/p><p>&ndash;  Die Songs von J. Cash: Don&lsquo;t take your guns to town&hellip;<\/p><p>und:<\/p><p>&ndash;  B. S. Marie: Universal Soldier&hellip;<\/p><p>Mit friedlichen Gr&uuml;&szlig;en Udo und Ulrike B&ouml;ttcher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e Sie werte  NDS &ndash; LESERBRIEFE und werter Marcus Kl&ouml;ckner.<\/p><p>Gut, dass es Sie gibt.<\/p><p>In meinem Umfeld leben auch junge Familien, die Kinder haben, die den Herrschenden &ldquo;auf den Leim gehen&rdquo; k&ouml;nnten. Auf ernsthafte Gespr&auml;che  lassen sich die Eltern und auch deren Kinder nicht ein. Die sind auch noch der &ldquo;alten&rdquo; &Uuml;berzeugung, dass es nicht so schlimm werden wird, wie wir Schwarzmaler es beschreiben und haben nach dem Schulabgang dann auch wenigstens eine &ldquo;Bleibe&rdquo;, wo sie auch noch gutes Geld verdienen k&ouml;nnen, und vielleicht auch noch eine Ausbildung erhalten, die sie dann &ldquo;in der Zeit danach&rdquo; auch gut nutzen k&ouml;nnen &hellip;!?<\/p><p>Genau mit diesen Argumenten haben sie mich damals 1966 gelockt, 4 Jahre; es war nicht &ldquo;meine Welt&rdquo;, es war dumpfer Schwachsinn und ich war heilfroh, als das vorbei war.<\/p><p>In den 1970-er Jahren habe ich dann den Kriegsdienst verweigert, siehe Vietnam und andere Ort, und wurde auch als Kriegsdienstverweigerer anerkannt.<\/p><p>Das waren noch fast Friedenszeiten.<\/p><p>Und heute ist der einiger-massen &ldquo;Frieden&rdquo;, den wir eine zeitlang hatten, von denen zerst&ouml;rt worden, die nun auf ihre  Revanche warten, um sich r&auml;chen zu k&ouml;nnen f&uuml;r den letzten &ldquo;verlorenen Krieg&rdquo; 1933 &ndash; 1945.<\/p><p>Das sollten alle Sch&uuml;ler-innen wissen und alles noch mal &uuml;berdenken, bevor sie unterschreiben &hellip;&hellip;. !<\/p><p>J. Sales<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>der Kommentar von Marcus Kl&ouml;ckner hat mich als Lehrer an einer ostdeutschen Sekundarschule pers&ouml;nlich getroffen. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen wurden in der DDR sozialisiert und zum Frieden erzogen. Keiner von uns begr&uuml;&szlig;t die gegenw&auml;rtige Militarisierung der Gesellschaft.<\/p><p>Wenn Schulamt oder Kultusministerium Veranstaltungen der Bundeswehr an Schulen erm&ouml;glichen oder organisieren, haben einzelne Lehrkr&auml;fte darauf oft kaum Einfluss. Wir k&ouml;nnen h&ouml;chstens unsere pers&ouml;nliche Haltung deutlich machen. Zugleich bin ich als Beamter zur politischen Neutralit&auml;t verpflichtet, und die m&ouml;glichen Konsequenzen einer offen gegen den Mainstream gerichteten Position sind auch f&uuml;r Angestellte nicht immer absehbar.<\/p><p>Lehrerinnen und Lehrern pauschal Unkenntnis, Dummheit oder ideologische &bdquo;Verstrahltheit&ldquo; vorzuwerfen, empfinde ich deshalb als ehrverletzend und dem Thema nicht angemessen. Gerade weil die Frage der Militarisierung von Schulen so wichtig ist, sollten die NachDenkSeiten solche Beitr&auml;ge sorgf&auml;ltiger pr&uuml;fen. Polemik gegen Lehrkr&auml;fte schw&auml;cht die notwendige Kritik eher, als dass sie ihr hilft.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Reber<\/p><p><em><strong>Anmerkung Marcus Kl&ouml;ckner:<\/strong> Zun&auml;chst ein Dank f&uuml;r diese Zuschrift. Dass nat&uuml;rlich nicht alle Lehrer in Deutschland so sind, wie die in dem Beitrag Kritisierten, versteht sich meines Erachtens von selbst. Zweifelsfrei gibt es gute, anst&auml;ndige, nicht ideologisch verblendete Lehrer, die mit den Mitteln, die ihnen zur Verf&uuml;gung stehen, tun, was sie k&ouml;nnen. Das soll hier gerne hervorgehoben werden &ndash; und ihnen gilt es Respekt zu zollen. Gut, dass es sie gibt. In dem Leserbrief ist die Rede davon, dass es zu bedenken gebe, Lehrer seien zur &bdquo;politischen Neutralit&auml;t&ldquo; verpflichtet und bei einer &bdquo;offen gegen den Mainstream gerichteten Position&ldquo; sei mit m&ouml;glichen Konsequenzen zu rechnen. Beides stimmt. Allerdings, auch wenn die Angst vor Repressionen ihre Berechtigung hat: Wenn sich keiner traut, auf eine kluge Weise &ouml;ffentlich Position zu beziehen, sich gegebenenfalls Verb&uuml;ndete zu suchen und bereit ist sich in den m&ouml;glichen Sturm zu stellen, dann ist das sehr traurig und die Konsequenzen d&uuml;rften auf einer andere Ebene auch sehr weitreichend sein. In dieser Zeit ist R&uuml;ckgrat gefragt. Unterm Strich haben alle gute und berechtigte Gr&uuml;nde zu schweigen &ndash; manche sind mutig und reden trotzdem&hellip; . <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, in Ihrem Kommentar beschuldigen Sie Lehrer, der Bundeswehr den Zugriff auf die Gehirne der Sch&uuml;ler zu erm&ouml;glichen. Ich verwahre mich dagegen, auf diese Weise in meinem Beruf diskreditiert zu werden. Ich verstehe nicht, wie Sie zu dieser unzul&auml;ssigen Verallgemeinerung kommen. Das von Ihnen geschilderte Vorgehen trifft auf die Mehrheit der Schulen nicht zu.<\/p><p>Weder an der Schule meines Enkels noch an meiner eigenen war je die Bundeswehr zu Gast. Im Deutschunterricht lesen wir den von Ihnen zitierten Autor und sorgen auch sonst f&uuml;r eine Vermittlung der Ideen von Frieden und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung. <\/p><p>Ich bitte Sie um differenziertere Kommentierung der genannten Ergebnisse der Anfrage einer Partei, die durch das Abstimmungsverhalten ihrer Abgeordneten in den verschiedensten Parlamenten zur Etablierung der Hochr&uuml;stung und Kriegsert&uuml;chtigung und damit zu einer ver&auml;nderten Sicht auf die Rolle der Bundeswehr als m&ouml;gliche Angriffsarmee beigetragen hat. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIlka M&uuml;ller<\/p><p><em><strong>Anmerkung Marcus Kl&ouml;ckner:<\/strong> Auch dieser Leserbriefschreiberin m&ouml;chte ich f&uuml;r die Zuschrift und die ge&auml;u&szlig;erten Gedanken und Anmerkungen danken. Auch ihr sei gesagt: Dass es sich aus meiner Sicht von selbst versteht, dass nicht alle Lehrer so sind, wie in dem Kommentar beschrieben. Wie die Mehrheitsverh&auml;ltnisse aufseiten der Lehrerschaft sind, l&auml;sst sich an dieser Stelle nicht sagen. Aus soziologischer Sicht l&auml;sst sich die gut begr&uuml;ndete Vermutung anstellen, dass eine betr&auml;chtliche Anzahl an Lehrern aufgrund ihrer Klassenlage, Sozialisation und der damit verbundenen Einverleibung einer spezifischen Vorstellung von Realit&auml;t, dazu neigt, ihre Wahrnehmungs-, Denk-, und Handlungsschemata stark an der &bdquo;Orthodoxie&ldquo; auszurichten. Sprich: Ihre habituspsezifische Sicht auf die Welt, die Politik und die aktuellen Entwicklungen in Deutschland  d&uuml;rften erwartungsgem&auml;&szlig; einen starken Hang zur Anerkennung der &bdquo;rechten Sicht&ldquo; aufweisen &ndash; das hei&szlig;t jener Sicht, die als &bdquo;Mainstream&ldquo; im &ouml;ffentlichen Raum etabliert ist. Die Anerkennung von gewissen &Uuml;ber- und Unterordnungsverh&auml;ltnissen im Sinne &bdquo;der Macht&ldquo;, ist zu erwarten. Eine Einordnung zumindest eines gewissen Teils der Lehrerschaft im Hinblick auf ihre Position in einem politischen Macht- und Herrschaftsraum, ist sicherlich interessant, soll aber hier nicht weiter ausgef&uuml;hrt werden. Nur noch kurz zu den Fakten: Wenn innerhalb von wenigen Monaten &uuml;ber 2000 Mal Vertreter der Bundeswehr an Schulen waren, wenn es f&uuml;r diese Besuche notwendig war, dass Lehrer bzw. Schulen diese Vertreter ausdr&uuml;cklich eingeladen haben, dann ist Kritik angebracht &ndash; auch wenn es bestimmt Lehrer gibt, die dieser Entwicklung kritisch gegen&uuml;berstehen. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Kl&ouml;ckner, Team Nachdenkseiten,<\/p><p>sie fragen in ihrem Artikel:&ldquo; Wo bleibt die Gegenwehr der Eltern?&ldquo; Richtig!<\/p><p>Allerdings, wo bleibt die Gegenwehr der Gesellschaft insgesamt gegen&uuml;ber den gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Land?<\/p><p>Sie argumentieren hier (Nachdenkseiten), andere argumentieren, mit gleicher Berechtigung, an anderer Stelle. Kann man alles sehen wie man will, ist demokratisch und bisweilen verwirrend.<\/p><p>Was will ich sagen? Ich kann verstehen das eine gewisse Erm&uuml;dung gegen&uuml;ber den bestehenden, gesellschaftlichen Verwerfungen zu einer Art Phlegmatismus des Einzelnen f&uuml;hrt, die eben genau die von ihnen beschriebene, nicht vorhandene, Gegenwehr zur Folge hat. Sehr viele Menschen sind &uuml;berfordert mit dem was sich abspielt.<\/p><p>Die aktuelle Regierungspolitik gibt allerdings die (Marsch)richtung vor. Dies in zweierlei Hinsicht. 1. Unser Weg ist der Richtige (Apodiktisch\/National). 2. Eigentlich wissen wir es auch nicht besser und sind mit der Gesamtsituation (Geopolitisch\/National) &uuml;berfordert. <\/p><p>Wer, als Einzelb&uuml;rger, einfach nur ein friedliches Dasein will, richtet sich im Hier und Jetzt ein.<\/p><p>Gegenwehr erfordert Kampf. Alles sehr un&uuml;bersichtlich.<\/p><p>Rainer Mrochen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>im o. g. Artikel wurde folgende Frage gestellt: &ldquo;Doch auch die Eltern sollten hier nicht aus der Verantwortung gelassen werden. Wie stehen sie dazu? Warum gibt es keinen Widerstand gegen diese Besuche? Oder ist die Entwicklung egal?&rdquo;<\/p><p>Dazu eine R&uuml;ckmeldung aus dem Postleitzahlenbereich 16225\/16227.<\/p><p>Ich habe &uuml;ber die Elternkonferenz eines Gymnasiums (&ldquo;Die Versammlung der Elternvertreter aller Klassen&rdquo;) eine Beschlussvorlage zur &Auml;nderung der Hausordnung eingereicht, die darauf abzielte, Bundeswehrveranstaltungen jeglicher Art an dieser Schule unter &ldquo;Genehmigungsvorbehalt&rdquo; der Eltern &amp; Lehrer zu stellen bzw. sicherzustellen, dass diese Veranstaltungen ausgewogen (Pro\/Contra) gestaltet sind.<\/p><p>Dieser Antrag wurde hitzig diskutiert, letztendlich aber abgelehnt. Besonders feurigen Widerstand erhielt der Antrag von Angeh&ouml;rigen von Bundeswehrsoldaten, die die T&auml;tigkeit in der Bundeswehr mit denen des THW, der Polizei oder der Feuerwehr gleichstellten und sich &ndash; aus meiner Sicht &ndash; diskriminiert sahen.<\/p><p>Beratend in Bezug auf den Antrag gaben die Lehrervertreter den Eltern und Sch&uuml;lern zu verstehen, dass die Bundeswehr &ldquo;doch eine Verfassungsarmee unter Parlamentsbefehl&rdquo; sei, der man den Zutritt zu Schulen doch nicht verweigern k&ouml;nne. Die Direktorin gab zu bedenken, dass die Annahme des Antrages ggf. dazu f&uuml;hre, dass der &ldquo;Lehrauftrag der Schule&rdquo; nicht mehr erf&uuml;llt werden k&ouml;nne. Die Eltern und Lehrer wiesen auch darauf hin, dass die Sch&uuml;ler m&uuml;ndig genug seien, sich umfassend &uuml;ber alle Berufsangebote zu informieren und daher ein solcher Antrag nicht notwendig sei.<\/p><p>Die Sch&uuml;ler selbst standen dem Antrag verst&auml;ndnislos\/leidenschaftslos gegen&uuml;ber, weil sie sich die &ldquo;Informationen der Bundeswehr&rdquo; doch nicht vorenthalten lassen wollten.<\/p><p>Soviel dazu&hellip;.<\/p><p>Vincent Bouvier<\/p><p>Anhang (gern als Anregung f&uuml;r andere Eltern):<\/p><p>Beschlussvorlage:<br>\n&ndash; Werbema&szlig;nahmen, Karriereberatung und Informationsveranstaltungen der Bundeswehr sowie anderer milit&auml;rischer Organisationen sind im gesamten Bereich der Schule untersagt. Dies gilt f&uuml;r Geb&auml;ude, Au&szlig;engel&auml;nde und alle schulischen Veranstaltungen<br>\n&ndash; Die Nutzung schulischer R&auml;umlichkeiten und Ressourcen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung und\/oder Unterst&uuml;tzung von Bundeswehr-Werbeveranstaltungen ist nicht gestattet<br>\n&ndash; Ausnahmen sind nur bei dedizierter Evaluierung durch die Schulkonferenz m&ouml;glich und bed&uuml;rfen einer vorherigen Zustimmung aller beteiligten Gremien; in diesem Zusammenhang ist dann durch geeignete Ma&szlig;nahmen sicherzustellen, dass eine Ausgewogenheit der Pr&auml;sentation gew&auml;hrleistet ist (z. B.: Informationen zur Kriegsdienstverweigerung, Interviews von Veteranen\/Kriegsopfern etc.)<\/p><p>Begr&uuml;ndung:<br>\nDie Schule soll ein gesch&uuml;tzter Raum f&uuml;r freies und kritisches Denken sein. Die Konfrontation mit Werbung und gezielter Ansprache der Bundeswehr widerspricht dem p&auml;dagogischen Auftrag. Frieden und die friedliche Beilegung von Konflikten ist ein zentraler Kern dieses Auftrages. Die gesellschaftliche Debatte &uuml;ber Krieg und Frieden sowie die j&uuml;ngsten Berichte und Erlebnisse im Zusammenhang mit milit&auml;rischen Eins&auml;tzen verdeutlichen die Notwendigkeit einer strikten Trennung milit&auml;rischer Werbung vom schulischen Alltag. Diese Regelung soll dazu beitragen, Gewissenskonflikte bei Lernenden und Lehrenden zu vermeiden und das Recht auf eine friedensorientierte Bildung zu st&auml;rken bzw. sicherzustellen.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Marcus Kl&ouml;ckner:<\/strong> Ohne Worte, lieber Herr Hentze. Ohne Worte&hellip;<br>\nHerzlich<br>\nMK<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>meine Tochter besucht die neunte Klasse einer Realschule in NRW.<\/p><p>Noch ist es so, dass hier in NRW keine Besuche von Bundeswehroffizieren stattfinden.<br>\nDennoch habe ich schon im Vorfeld mein entschiedenes Nein zu solchen Veranstaltungen der Schulleitung mitgeteilt und darum gebeten, dass alternativ doch lieber Friedensunterricht erteilt wird.<br>\nMan versprach, das Thema in der n&auml;chsten Lehrerkonferenz vorzutragen.<br>\nNach 6 Wochen bekam ich dann eine R&uuml;ckmeldung von der Schulleitung.<br>\nIn der Lehrerkonferenz war man zwar angetan von diesem Impuls, aber Friedensunterricht w&auml;re nicht umsetzbar.<br>\nMan w&uuml;rde daher im Rahmen des Geschichts- und Politikunterricht vermehrt darauf achten, den Frieden in den Mittelpunkt zu stellen&hellip;<br>\nDas ist bedauerlicherweise bisher noch nicht geschehen.<br>\nStattdessen wurde &uuml;ber Krieg und Angst und die &ldquo;b&ouml;sen&rdquo; Feinde gesprochen.<\/p><p>Wehm&uuml;tig denke ich meine Schulzeit, als meine Lehrer sich vehement f&uuml;r den Frieden engagiert haben.<br>\n1981 haben Essener Lehrer und Erzieher einen Aufruf f&uuml;r Abr&uuml;stung und Frieden in der WAZ ver&ouml;ffentlicht.<br>\n&Uuml;ber 6oo P&auml;dagogen haben sich &ouml;ffentlich bekannt und unterschrieben.<br>\nTeilweise hat man sogar gemeinsam an den damaligen Osterm&auml;rschen teilgenommen.<\/p><p>Heute undenkbar.<br>\nNein, nicht ganz.<br>\nBeim 1. Sch&uuml;lerstreik am 05.11.2025 habe ich tats&auml;chlich Lehrer getroffen, die mit ihren Sch&uuml;lern zusammen gegen die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht auf die Stra&szlig;e gegangen sind.<br>\nLeider sind diese Sch&uuml;lerstreiks schnell okkupiert worden und das urspr&uuml;ngliche &ldquo;Nein zur Wehrpflicht&rdquo; wurde zu &ldquo;alerta alerta antifascista&rdquo;.<\/p><p>Als Kind, das im sogenannten kalten Krieg aufgewachsen ist, sp&uuml;re ich immer noch die gesch&uuml;rte Angst in mir.<br>\nDiese Angst zusammen mit den Erz&auml;hlungen von den traumatischen Kriegserlebnissen und der anschlie&szlig;enden Flucht meiner Eltern und Gro&szlig;eltern lassen einzig und allein eine Antwort auf all das S&auml;belrasseln, Messerwetzen und Aufpeitschen zu:<br>\nNEIN,  niemals. Ich verweigere meine Zustimmung.<br>\nUnd ich werde auch nicht m&uuml;de, Nein zu sagen und mich sch&uuml;tzend vor mein Kind zu stellen, deshalb habe ich unter Pax Eirene einen Telegramkanal er&ouml;ffnet, auf der Suche nach Gleichgesinnten.<\/p><p>Ich hatte sogar einige Bundestagsabgeordnete meiner Stadt angeschrieben und klar und deutlich mein Nein mitgeteilt, meine Kinder als Erf&uuml;llungsgehilfen f&uuml;r die meiner Meinung nach gescheiterte Politik des Dialogs und der Friedenswahrung zu missbrauchen.<br>\nEin einziger schrieb zur&uuml;ck, mit Dank f&uuml;r meine offenen Worte, aber angesichts der sicherheitspolitischen Situation m&uuml;sse man verteidigungsf&auml;hig werden.<br>\nDarauf antwortete ich, dass die Verantwortung f&uuml;r ein Gelingen im Miteinander der Staaten eigentlich den Regierungen obliegt und diese nicht ihren Nachwuchs, ihre Zukunft aufs Spiel setzen sollten, sondern selbst t&auml;tig werden.<br>\nDenn auch ein freiwilliger Soldat, der im Krieg umkommt, ist ein totes Kind irgendwelcher Eltern.<br>\nUnd ich m&ouml;chte nicht, nein, ich will nicht, dass irgendein Kind sein Leben verliert im Kampf f&uuml;r meinen Schutz und meine Sicherheit und meinen Wohlstand und meinen Frieden.<br>\nWie ich schon im 1. Brief schrieb, sei es meine Aufgabe meine Kinder zu sch&uuml;tzen und nicht umgekehrt.<br>\nAlso sollten vielmehr die Verfechter einer Bundeswehr selbst den Dienst antreten und nicht ihre Kinder, denn diese sind das Kostbarste, was wir haben.<br>\nIch bekam dann keine Antwort mehr.<br>\nSchweigen als Antwort f&uuml;r das Fehlen der Worte spricht B&auml;nde.<\/p><p>Ich verbleibe mit freundlichen und friedevollen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKirsten H&ouml;nig-Kuhn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Kl&ouml;ckner, <\/p><p>das &lsquo;Lehrpersonal&rsquo; steht stramm wie bei Corona.<\/p><p>Wie bestellt so geliefert und null komma nichts aus den Katastrophen der Vergangenheit gelernt.<\/p><p>Henryk M. Broder hat 100% recht mit seinem Statement, leider.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;sse,<br>\nPaul Sonne<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten, lieber Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel &uuml;ber die hohe Zahl von Propagandaoffizier-Auftritten der Bundeswehr an deutschen Schulen.<\/p><p>Sie haben das schon richtig herausgearbeitet: Eine Mehrheit auch der Lehrer teilt das &uuml;ber die Mainstreammedien verbreitete Propagandanarrativ vom Imperialisten und Feind Russland oder steht dem Thema mehr oder weniger gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;ber.<\/p><p>Lehrer sind hier nicht anders, als die meisten Menschen: Sie vertrauen nach wie vor den Systemmedien, wenn es darum geht, sich &uuml;ber Politik zu informieren, sie sind auch gerne mal hedonistisch unterwegs, pflegen ihre Hobbys, genie&szlig;en das Leben, schauen sich im Kino Hollywood-Blockbuster an, h&ouml;ren Musik von Gr&ouml;nemeyer oder Coldplay und haben sicher auch famili&auml;re Pflichten und Sorgen. Kurz: Es bleibt nicht viel Zeit &uuml;brig, um den allgemeinen Verblendungszusammenhang (Adorno) &uuml;berhaupt erstmal zu erkennen, geschweige denn  zu durchbrechen, auch bezogen auf das Thema Krieg, Feinbildaufbau, Kriegst&uuml;chtigkeit. Die Narrative sind so fest eingebrannt, werden immer wieder aufgefrischt und mit neuen &ldquo;Belegen&rdquo; untermauert. Weiterhin dieses ewige Gequatsche von &ldquo;unserer Demokratie&rdquo; und &ldquo;unserer Art zu leben&rdquo; &ndash; es ist wirklich nicht leicht dieser &ldquo;Matrix&rdquo; zu entkommen.<\/p><p>Auch bei mir hat es Jahre gedauert und war sogar von Zuf&auml;llen gepr&auml;gt, ehe ich bzgl. Russland\/ Ukraine aber auch Venezuela, Weissrussland, Israel\/ Pal&auml;stina, Jugoslawien die Propaganda einigerma&szlig;en durchschaut habe. Bei Russland war der erste Initialschuss gar nicht prim&auml;r politischer Art. Es war bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Andauernd wurde man in ARD und ZDF vor den Sportevents darauf hingewiesen, dass man blo&szlig; nicht auf &ldquo;Putins Propaganda&rdquo; hereinfallen soll, die er &uuml;ber die Spiele weltweit verbreiten wolle. Einmal hat man in der deutschen Vorberichterstattung sogar das &ldquo;K&uuml;nstlerkollektiv&rdquo; Pussy Riot (auf deutsch: Fotzen-Randale) auftreten lassen. Da ist mir die Hutschnur gerissen und ich hab` meine Frau gefragt, warum die TV-Macker den Russen ihre sch&ouml;ne Olympiade nicht g&ouml;nnen.<\/p><p>Trotzdem hat es dann noch bis 2019\/ 2020 gedauert, ehe ich richtig aufgewacht bin, da war ich schon 56 Jahre alt! 2019 war der Guaido-Putsch-Versuch in Venezuela und irgendwie merkte ich, dass an der Berichterstattung was faul war. Zuf&auml;llig fand ich fast zeitgleich im Internet einen Videovortrag eines gewissen Daniele Gansers, eben &uuml;ber Venezuela. Das war ein wirklicher A-ha-Effekt: die USA stecken dahinter. 2020 waren Pr&auml;sidentschaftswahlen in Weissrussland. Auch hier kam mir die Berichterstattung schon w&auml;hrend des Wahlkampfes komisch vor, auch das in Deutschland alle Medien, wie auf ein Zeichen, unisono und gleichzeitig das Wording Belarus einf&uuml;hrten. Als dann der Versuch der Farbrevolution am Wahlabend gestartet wurde, tippte ich, schon ganz verzweifelt, bei Google  ein: Was ist blo&szlig; in Weissrussland los? So fand ich den Anti-Spiegel von Thomas R&ouml;per und kurze Zeit sp&auml;ter auch die Nachdenkseiten, aber wie viele Lebensjahre hatte ich da schon auf dem Buckel!<\/p><p>Solche &ldquo;Aufwach-Biografien&rdquo; und Lagebeschreibungen bei den Lehrern k&ouml;nnten entmutigend wirken. Das d&uuml;rfen sie aber nicht &ndash; im Gegenteil! Die Menschen, die erkannt haben, dass Kriege nicht schicksalhaft vom Himmel fallen, sondern Ursachen und Vorgeschichten haben und auch schon in den kapitalistisch strukturierten Volkswirtschaften mit ihren entsprechenden politischen &Uuml;berbauten (&ldquo;Parlamentarische Demokratie&rdquo;) angelegt sind, haben die moralische Pflicht ihre Stimme zu erheben, aufzukl&auml;ren und Alternativen anzubieten, auch wenn &uuml;ber diesem Kampf, denn ein solcher ist es ohne Zweifel, das Schicksal des Umsonst stehen k&ouml;nnte. Und wenn man das nicht schafft (keine Zeit, kein Talent, Angst anzuecken bei Obrigkeiten etc.) so kann man zumindest die Nachdenkseiten, den Anti-Spiegel, das Portal Manova oder auch RT-DE u.v.a. weiterempfehlen.<\/p><p>Peter Werner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, liebes NDS Team,<\/p><p>was w&auml;re denn, wenn als Fall 4 inzwischen die Lehrerausbildung wieder Duckm&auml;user hervorbringt?<\/p><p>Sp&auml;testens mit dem WK I f&uuml;hrten die Milit&auml;rs diese barbarische Kriegsf&uuml;hrung auch in Europa &ndash; in der &bdquo;Strategie&ldquo; gegen die Kolonien war diese Menschenverachtung (&ldquo;Wir k&auml;mpfen gegen menschliche Tiere und handeln entsprechend&ldquo;) schon l&auml;ngst Teil der Menschent&ouml;tung unserer &bdquo;h&ouml;herstehenden Zivilisation&ldquo;.<\/p><p>Mit dem WK II wurden pauschal &bdquo;Die Slawen&ldquo;, &bdquo;Die Russen&ldquo; oder &bdquo;Die Juden&ldquo; und sp&auml;ter &bdquo;Die Deutschen&ldquo; zu quasi Tieren erkl&auml;rt.<\/p><p>In der allt&auml;glichen Politik werden wir inzwischen so unglaublich h&auml;ufig belogen, weil die Wahrheit und die Realit&auml;t hinter dem Begriff &gt;&bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;, &bdquo;Umstritten&ldquo;, &bdquo;Kontrovers&ldquo;, &bdquo;Querdenker&ldquo;-Szene, &bdquo;Antisemit&ldquo;&lt; verschlossen werden muss, um jedem das exakte Gegenteil der dreisten unglaubw&uuml;rdigen unrealistischen M&uuml;nchhausener Kriegsl&uuml;gen einzupr&uuml;geln.\n\nOb Bomben auf Hamburg, Dresden, England oder Japan, Vietnam (in die Steinzeit mit Napalm, &bdquo;Agent Orange&ldquo;, Giftgas), Korea, Kongo, Chile, Irak, Afghanistan, jetzt Iran, Gaza, Libanon &ndash; immer wieder sehen und lesen wir &uuml;ber Kriegsverbrechen, &uuml;ber Ermordungen von Babys, Kinder, Jugendliche, Frauen, M&auml;nner, Alte, Kranke!\n\nEkel gegen diese Gr&auml;uel, gegen diese Verbrechen &ndash; ob vollzogen von &bdquo;ausgezeichneten&ldquo; Soldaten, den Experten, oder &bdquo;belohnten Hilfskr&auml;ften&ldquo; (UCK, Siedler etc.) Menschenhassern &ndash; unterbleibt &ndash; unterbleibt &bdquo;aus Gr&uuml;nden&ldquo;.\n\nDarf eine skrupellose Regierung die nachfolgende, junge Generation t&ouml;ten, bzw. t&ouml;ten lassen? Darf &bdquo;Der Staat&ldquo; seine Staatsb&uuml;rger so \"liebend gerne\" in den sicheren Tod schicken; und sei es &bdquo;nur zu seiner Verteidigung&ldquo;? Darf der Krieg erzwungen werden, um dieses &bdquo;noch nicht angegriffene Land&ldquo; &bdquo;ab 5:45&ldquo; zu verteidigen?\n\nWir &bdquo;im freien Westen&ldquo; haben es gelernt zu Gendern, Kulturelle Aneignung zu verabscheuen und gleichzeitig die eigenen Barbareien zu ignorieren.\n\nOrwell : &bdquo;Aber was mich damals beeindruckt hat und mich seitdem beeindruckt hat, ist, dass Grausamkeiten nur aus Gr&uuml;nden der politischen Vorliebe geglaubt oder ungl&auml;ubig werden. Jeder glaubt an die Grausamkeiten des Feindes und glaubt an die seiner eigenen Seite, ohne sich jemals die M&uuml;he zu machen, die Beweise zu untersuchen.&ldquo;\n\nFreuen wir uns also auf den WK III\n \nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en\nR. Lerche\n\n\n\n<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Kl&ouml;ckner erregt sich zurecht. Da er aber offenbar nicht als P&auml;dagoge t&auml;tig war, ist ihm das Leben an der Schule aus Erwachsenensicht nicht in allen Einzelheiten bekannt. Es werden ja auch keine pikanten Details ver&ouml;ffentlicht &ndash; denn welche Kollegin und welcher Kollege traut sich schon die vielen kleinen Skandale, die m&uuml;hsam unter den Teppichboden im Lehrerzimmer gekehrt werden, &ouml;ffentlich zu machen? Immerhin w&uuml;rde dann dem &bdquo;singenden&ldquo; Landesbediensteten der finanzielle Hahn zugedreht oder die Pension gestrichen, weil er offene Unbotm&auml;&szlig;igkeit zeigt und gegen das Schweigegebot verst&ouml;&szlig;t, was gern flexibel ausgelegt wird. Das hei&szlig;t aber, die Kolleginnen und Kollegen hindert ihre verbeamtete Feigheit daran Zivilcourage zu zeigen. Nun ist das auch einleuchtend, wenn man einmal die Studie des Prof. Schaarschmidt von der Universit&auml;t Potsdam zur Motivation des Lehrerberufs in Abh&auml;ngigkeit von der Eignung betrachtet. Ein Drittel der P&auml;dagogen w&auml;hlen diese T&auml;tigkeit nur wegen der Verbeamtung. Dieses Drittel m&uuml;sste wegen ihrer Eignung zu diesem Beruf eigentlich von einem Gericht mit einer Bannmeile bei Androhung einer Gef&auml;ngnisstrafe im Falle der Zuwiderhandlung belegt werden, sollten sie sich einer Schule n&auml;hern. Das zweite Drittel, darunter befinden sich naturgem&auml;&szlig; mehr Kolleginnen, ergreifen den Beruf, weil die Eltern diesen auch ausge&uuml;bt haben und man Schwangerschaft und Erziehungszeiten so organisieren kann, dass sie durch gezielte Mutterschaften in zehn Jahren nur etwa 30% der Zeit davon unterrichten m&uuml;ssen. Die Stelle bleibt blockiert und kann dann wieder problemlos durch ein &bdquo;Dienstantrittsformular&ldquo; bis zum n&auml;chsten Anlass daf&uuml;r sorgen, dass &bdquo;einem zu Hause nicht die Decke auf den Kopf f&auml;llt&ldquo;. Die Vertretungen besorgen die Kollegen. Das letzte Drittel, die Gekniffenen, haben den Beruf als eine Lebensversicherung gegen das Altern und wegen nie aufkommender Langeweile ergriffen. Ohne Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern fehlt ihnen ein wichtiger Teil der Lebensqualit&auml;t, daf&uuml;r m&uuml;ssen sie auch den &Auml;rger mit Eltern, Schulleitungen und der Dienstaufsicht in Kauf nehmen. Diese Minderheit sieht sich aber einer Mehrheit von Opportunisten gegen&uuml;ber. Wie kommt es dazu, dass sich aus einst motivierten, geistig unabh&auml;ngigen Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen glatte, devote und nach unten tretende Pauker entwickeln?<\/p><p>Der Staat, vertreten durch die L&auml;nder, hat dazu &auml;hnlich wie bei der Bundeswehr oder der ehemaligen NVA ein &bdquo;Ausbildungsprogramm&ldquo; ersonnen. Es dient allein dazu, das R&uuml;ckgrat der Lehramtsbewerber, milit&auml;risch bezeichnet man sie als Rekruten, zu brechen. Wer das zweite Staatsexamen erreichen will, muss lernen sich unterzuordnen, freudig seinen Pflichten nachkommen und die Schulleitung als ein &bdquo;h&ouml;heres Wesen, das wir verehren&ldquo; (nach Bur-Malottke) zu preisen. Widerspenstige werden nie bef&ouml;rdert, erhalten zus&auml;tzliche Aufgaben, die niemand anders ausf&uuml;hren m&ouml;chte und gelten als &bdquo;Nestbeschmutzer&ldquo;. Angesichts der Tatsache, dass die Lehrerausbildung eine Einbahnstra&szlig;e mit sehr wenig Karrierechancen ist, sorgt schon der Druck bei einem Verlust des Arbeitsplatzes daf&uuml;r, dass der &bdquo;Vern&uuml;nftige&ldquo; sein Verhalten der Struktur anpasst. Diese Struktur ist fast milit&auml;rischer Art.<\/p><p>Daher ist es nicht verwunderlich, dass es keinen Widerspruch seitens der Kollegen gibt. Man nimmt es hin, muckert gegen&uuml;ber Freunden gegen die Weisungen von oben, aber es ist halt die Dienstpflicht, die schwerer wiegt. Man zieht sich darauf zur&uuml;ck, dass die Bundeswehr ja eine reine Verteidigungsarmee ist, obgleich eher die Verteidigung in dem Wachstum der Dividenden der R&uuml;stungsindustrie besteht, und diese nun einmal Kriege braucht wie die Luft zum Atmen. Das wird den Sch&uuml;lern aber aus Feigheit und Obrigkeitsh&ouml;rigkeit, eine typische Lehrertugend, verschwiegen. Deshalb ist auch die ehemals wichtige Pflichtlekt&uuml;re von Wolfgang Borchert l&auml;ngst aus den Lehrpl&auml;nen verschwunden. Die Schulleitungen sind der Sandwichbelag zwischen renitenten Eltern und der oberen Schulbeh&ouml;rde. Um seine Ruhe zu haben, muss die Schulleiterin oder Schulleiter alles ausmerzen, was zu Konflikten f&uuml;hren k&ouml;nnte, die in der Lokalpresse ein schlechtes Licht auf die Schule werfen k&ouml;nnten. Da nun die Medien sich aber als erste Frontk&auml;mpfer gegen die Barbarei, sprich Russland, f&uuml;hlen, die unerm&uuml;dlich zum Angriff trompeten, solange ihre Schreiberlinge im sicheren Bunker sitzen, kann es sich keine Schule leisten mit lumpenpazifistischen Aktionen aufzuwarten. Gleichg&uuml;ltig wie viele Tafeln und Aufkleber im Schuleingang den Besucher begr&uuml;&szlig;en. Besonders attraktiv: &bdquo;Schule ohne Gewalt&ldquo;, &bdquo;Schule f&uuml;r alle Nationen&ldquo;, oder etwas geschlechtsspezifischer: &bdquo;Zertifizierte Schule ohne Stehpinkler&ldquo;. &bdquo;Drogenfrei&ldquo; ist schon problematisch, denn wie will man den Konsum der &bdquo;Kriegsdroge&ldquo; rechtfertigen?<\/p><p>Daraus ergibt sich die Frage: &bdquo;Ist von deutschen Schulen, die sich auf Langemarck beriefen, am Volkstrauertag zu den Feiern am Kriegerdenkmal Spalier stehen und morgen den Schulsportplatz zum Robben, eine Wand und einen Graben f&uuml;r Hindernislauf mit Gep&auml;ck samt Ausbildungsoffizier stolz pr&auml;sentieren werden, etwa eine Erziehung zur gewaltlosen Konfliktl&ouml;sung, zu einem angemessenen Verhalten eines friedlichen demokratischen Staatsb&uuml;rgers zu erwarten?<br>\nDazu die Lekt&uuml;reempfehlung: &bdquo;Sagt Nein!&ldquo; (W. Borchert, 1923-1947)<\/p><p>Stephan Ebers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der NDS,<\/p><p>dieses Problem treibt mich schon l&auml;nger um. Dazu ein paar Gedanken, g&uuml;ltig f&uuml;r BW. Andere Bundesl&auml;nder d&uuml;rften &auml;hnliche Schulgesetze haben:  <\/p><p>Ich denke Lehrer, die da nicht mitmachen wollen haben einen knochigen Weg vor sich. Gleichzeitig sing hier die rechtlichen M&ouml;glichkeiten der Eltern beschrieben:<\/p><p>F&uuml;r diese, Eltern und Lehrer, z&auml;hlt das SchulG BW, hier gleich der &sect; 1, der die Schule zur freiheitlich demokratischen Grundordnung verpflichtet (siehe friedensbetonende Pr&auml;ambel und Sinn unseres Grundgesetzes, welches aufgrund der Erfahrungen die Friedenspflicht betont).<\/p><p>Und jetzt der 6. Teil des SchulG BW.<br>\nAb &sect;55 ff. ist die Mitwirkung von Eltern und SMV geregelt.<br>\n&bdquo;Die Schule f&ouml;rdert und unterst&uuml;tzt die Eltern bei der Wahrnehmung ihrer schulischen Elternrechte; &hellip;..&ldquo;<br>\nDarin und in den weiteren &sect;&sect; ist die Pflicht der Schule zur Zusammenarbeit mit Eltern und SMV betont. Hier sind die Eltern aufgefordert ihre Rechte zur Friedenserziehung einzufordern.<br>\nIn &sect; 56 SchulG BW ist die Klassenpflegschaft beschrieben:<br>\n&bdquo;Au&szlig;erdem sollen die Lehrer im Rahmen des M&ouml;glichen auf Fragen zu besonderen methodischen Problemen und Unterrichtsschwerpunkten zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\n(2) Bei Meinungsverschiedenheiten &uuml;ber Lernmittel, die nicht dem Zulassungsverfahren des Kultusministeriums unterliegen, kann die Klassenpflegschaft die Schulkonferenz anrufen.&ldquo;<br>\n&sect; 57 SchulG BW beschreibt den Elternbeirat.<br>\n&bdquo;Der Schulleiter unterrichtet den Elternbeirat &uuml;ber seine Rechte und Pflichten sowie alle Angelegenheiten, die f&uuml;r die Schule von allgemeiner Bedeutung sind, und erteilt die notwendigen Ausk&uuml;nfte. Der Elternbeirat soll geh&ouml;rt werden, bevor der Schulleiter Ma&szlig;nahmen trifft, die f&uuml;r das Schulleben von allgemeiner Bedeutung sind.&ldquo;<br>\nInsgesamt geht aus allem hervor, dass SMV und Eltern sehr viel Macht haben, so sie diese wollen!<br>\n&bdquo;Das Recht und die Aufgabe, die Erziehungsarbeit der Schule zu f&ouml;rdern und mitzugestalten, nehmen die Eltern<br>\n1. in der Klassenpflegschaft,<br>\n2. in den Elternvertretungen und<br>\n3. in der Schulkonferenz<br>\nwahr.&ldquo;<br>\nAllerdings sollten sich Lehrer und Eltern die rechtlichen Hintergr&uuml;nde, die Gesetze, erarbeiten. Es geht tats&auml;chlich so weit, dass Eltern und Sch&uuml;ler das Schulkonzept, auch bauliche Gegebenheiten, mit der Schulleitung und dem Schultr&auml;ger erarbeiten k&ouml;nnen. Es gibt Schulen in BW in denen Eltern und Sch&uuml;ler zusammen mit Schule und Schultr&auml;ger ganze Schulen &bdquo;umgekrempelt&ldquo; haben. Leider habe ich dazu nicht mehr den erforderlichen Verwaltungszugang. Darin waren Beispiele nachzulesen.<\/p><p>Und weiter, die ersten S&auml;tze der KMK:<br>\n&bdquo;Eltern und Schule tragen Verantwortung f&uuml;r die Bildung und Erziehung der Kinder<br>\nund Jugendlichen. Dieser Auftrag des Grundgesetzes kann nur in einer partner-schaftlichen Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt werden&hellip;<br>\nElternmitwirkung geh&ouml;rt zur lebendigen Demokratie und zur Schule im Rechtsstaat.<br>\nDemokratie lebt vom Mitmachen. Daraus ergibt sich beiderseits eine aktive Verpflich-<br>\ntung zur Zusammenarbeit im gegenseitigen Respekt&hellip;&ldquo;<br>\nUnd weiter:<br>\n&bdquo;Eine wichtige Rolle bei der Zusammenarbeit spielen die Elternvertretungen und El-<br>\nternverb&auml;nde, insbesondere bei der Artikulation von Anliegen und Interessen.&ldquo;<br>\nEs sind immer wieder die Eltern, welche die Aufgabe haben den Unterricht mitzugestalten.<br>\nM&ouml;glicherweise m&uuml;ssen sich Lehrer oder auch Eltern mit der GEW zusammensetzen (<a href=\"https:\/\/www.gew.de\/mein-arbeitsplatz\/schule\/bundeswehr\/einfluss-der-bundeswehr-an-schulen-zurueckdraengen\">https:\/\/www.gew.de\/mein-arbeitsplatz\/schule\/bundeswehr\/einfluss-der-bundeswehr-an-schulen-zurueckdraengen<\/a>).<br>\nInteressant in diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung von Kriegsdienstverweigerern in den Unterricht. Bereits 1994\/95 hat die SPD in BW angeregt diese miteinzubeziehen. Ich wei&szlig; nicht, ob und was daraus wurde.  <\/p><p>Hier k&ouml;nnten sich Lehrer und Eltern weiter erkundigen:<br>\n&ndash; <a href=\"https:\/\/www.friedensbildung-bw.de\/\">https:\/\/www.friedensbildung-bw.de\/<\/a><br>\n&ndash; <a href=\"https:\/\/www.bildungsserver.de\/elixier\/elixier2_list.php?feldinhalt1=Kriegsdienstverweigerung&amp;bool1\">https:\/\/www.bildungsserver.de\/elixier\/elixier2_list.php?feldinhalt1=Kriegsdienstverweigerung&amp;bool1<\/a><\/p><p>Es sind alles nur Anregungen. Was mir auch fehlt ist die rechtlich m&ouml;gliche Weigerung der Lehrer Milit&auml;r in den Unterricht zu nehmen.(<a href=\"https:\/\/www.philovernetzt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Baustein-2_Wann-darf-oder-soll-ich-verweigern-Erlaeuterungen.pdf\">https:\/\/www.philovernetzt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Baustein-2_Wann-darf-oder-soll-ich-verweigern-Erlaeuterungen.pdf<\/a>).<\/p><p>Insgesamt zun&auml;chst ein steiniger Weg, der aber viel erreichen kann.<\/p><p>LG<br>\nUwe Greiffenberger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-149972","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=149972"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149972\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149985,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/149972\/revisions\/149985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=149972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=149972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=149972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}