{"id":150147,"date":"2026-05-10T13:00:35","date_gmt":"2026-05-10T11:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150147"},"modified":"2026-05-08T21:27:44","modified_gmt":"2026-05-08T19:27:44","slug":"vergessene-kriege-kamerun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150147","title":{"rendered":"Vergessene Kriege \u2013 Kamerun"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Welt&ouml;ffentlichkeit auf die gro&szlig;en Krisen blickt, versinkt ein weiteres afrikanisches Land im Schatten der Aufmerksamkeit. Kamerun steht f&uuml;r koloniale Altlasten, ausgebeutete Rohstoffe, autorit&auml;re Herrschaft und vergessene B&uuml;rgerkriege. Der Westen schaut weg &ndash; solange &Ouml;l, Gas und strategische Interessen gesichert bleiben. Die Leidtragenden sind Millionen Menschen ohne Stimme. Von <strong>Dr. Gabriele Lademann-Priemer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die achte Wahl von Paul Biya<\/strong><\/p><p>Es war eher eine Randnotiz in der Mainstream-Presse, dass am 12. Oktober 2025 der 92-j&auml;hrige Paul Biya (geb. 1933) seine achte Amtszeit als Pr&auml;sident in Kamerun antrat. Er hatte 53,66 Prozent der Stimmen, sein Rivale 35,19 Prozent. 2008 schaffte Biya die Begrenzung der Amtszeit des Pr&auml;sidenten ab. Allerdings gab es nach der Wahl Unruhen von jungen Menschen und Oppositionellen, es soll vier Tote und 100 Festnahmen gegeben haben, auch Sicherheitskr&auml;fte seien verletzt worden.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Biya regiert das Land seit 1982, er ist der am l&auml;ngsten amtierende und &auml;lteste Regierungschef &uuml;berhaupt. Seine Partei ist die RDPC (Rassemblement D&eacute;mocratique du Peuple Camerounais). Regelm&auml;&szlig;ig werden Wahlen abgehalten, die freilich hinsichtlich des demokratischen Verfahrens umstritten sind. Biya h&auml;lt sich aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden weitgehend in der Schweiz auf; seine Familie und seine Klientel verf&uuml;gen &uuml;ber einflussreiche Posten. Angeblich habe jedoch die Tochter Brenda aufgerufen, ihren Vater nicht zu w&auml;hlen, wohingegen einer der S&ouml;hne von Biyas Ehefrau Chantal als Nachfolger im Gespr&auml;ch sei.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Die Parlamentswahlen, zun&auml;chst verschoben auf Februar 2026, sollen mittlerweile auf Dezember 2026 verlegt worden sein.<\/p><p><strong>Das Land Kamerun<\/strong><\/p><p>Aber was wei&szlig; &bdquo;man&ldquo; schon &uuml;ber Kamerun? Allenfalls vielleicht, dass das Land von 1884 bis 1919 eine deutsche Kolonie war. 1884 landete Gustav Nachtigal (1834-1885) in Kamerun. Nachtigal war Afrikaforscher und ein leidenschaftlicher Kritiker des Sklavenhandels, den er selbst in Afrika erlebt hatte. Seit 1882 war er Reichskommissar, der im westlichen Afrika die Flaggen des Deutschen Reiches hisste.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Kamerun ist im S&uuml;den begrenzt von &Auml;quatorial Guinea, Gabun und der Republik Kongo (ehemals Kongo-Brazzaville), im Osten von der Zentralafrikanischen Republik, im Norden vom Tschad und von Nigeria und im Westen von Nigeria sowie dem S&uuml;d-Atlantik. In der Tourismusbranche wird Kamerun manchmal als &bdquo;das kleine Afrika&ldquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] bezeichnet, denn es umfasst die verschiedenen Landschaftstypen und Klimate: Regenwald, Str&auml;nde, Bergregionen mit dem meistens von Wolken verhangenen Mount Cameroon (4095m, der h&ouml;chste Berg Westafrikas), sodann Savanne und au&szlig;erdem W&uuml;ste im h&ouml;chsten Norden des Landes. Seit 50.000 Jahren ist die Region bewohnt, 1472 betrat der Portugiese Fern&atilde;o do P&oacute; als erster Europ&auml;er das Land, sp&auml;ter entwickelte sich der Sklavenhandel und dann der Handel mit Gummi und Palm&ouml;l.<\/p><p>Kamerun hat ca. 30.640.800 Einwohner, mehr als 100 Ethnien, die Amtssprachen sind Franz&ouml;sisch und Englisch, aber darauf komme ich noch. Die Ureinwohner waren Baka-Pygm&auml;en, die bis heute im Urwald leben &ndash; eine unterdr&uuml;ckte Bev&ouml;lkerung, deren menschenrechtliche Probleme gar nicht beleuchtet werden. Bantu und Fulbe wanderten in das Gebiet des sp&auml;teren Kamerun ein.<\/p><p>In den Jahren nach 2016 wurde gelegentlich von Aufst&auml;nden berichtet, von &bdquo;Rebellen&ldquo;, die den &bdquo;Staat Ambazonia&ldquo; (Hinterland der Bucht von Ambas) ins Leben riefen, sowie von Entf&uuml;hrungen von Europ&auml;ern in der Grenzregion im &auml;u&szlig;ersten Norden, dem L&auml;ndereck Kamerun\/Tschad\/Nigeria. Aber seither h&ouml;rt man nicht mehr sehr viel, andere Konflikte und Kriege erregen deutlich mehr mediale Aufmerksamkeit. Ob der Besuch des Papstes im April 2026 Spuren hinterl&auml;sst, wird sich zeigen.<\/p><p><strong>Franz&ouml;sische Kolonie Kamerun<\/strong><\/p><p>Nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Deutsche Reich seine Kolonien, Kamerun wurde dem V&ouml;lkerbund unterstellt und aufgeteilt in ein britisches und ein franz&ouml;sisches Mandatsgebiet. Das britische Gebiet umfasste einen Teil Nordkameruns, der sp&auml;ter an Nigeria angeschlossen wurde, sowie einen britischen Streifen im Nordwesten Kameruns, der einige traditionelle K&ouml;nigt&uuml;mer (Fon-t&uuml;mer) umfasst. Ein s&uuml;dlicher Teil wurde &bdquo;Franz&ouml;sisch-Kamerun&ldquo;.<\/p><p>In den F&uuml;nfzigerjahren k&auml;mpften politische Parteien in Kamerun um die Unabh&auml;ngigkeit, und Frankreich f&uuml;hrte bis 1958 einen in Deutschland v&ouml;llig unbekannten Kolonialkrieg[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] gegen sogenannte Rebellen. Zum einen war damals das mediale Augenmerk auf die franz&ouml;sischen Kolonialkriege in Vietnam (damals Indochina 1945-1954) und Algerien (1954-1962) gerichtet sowie auf den Mau-Mau-Aufstand in Kenia (1952-1960) gegen die Briten, zum anderen flogen zwar franz&ouml;sische Piloten Kampfeins&auml;tze in Kamerun, es wurden jedoch afrikanische Truppen gegen die Bev&ouml;lkerung eingesetzt, wenn auch die Franzosen mindestens Zeugen von Massakern wurden. Jedoch war auch der Widerstand der sogenannten Up&eacute;cistes (Anh&auml;nger der UPC, Union des Populations du Cameroun) gewaltt&auml;tig.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] 1958 ermordeten die Franzosen den als charismatisch geltenden &bdquo;Rebellenf&uuml;hrer&ldquo; Ruben Um Nyob&egrave; (geb. 1913), der die Aufst&auml;ndischen hatte vereinen wollen und Generalsekret&auml;r der UPC gewesen war. Sein Name wurde ausgemerzt, und es war gef&auml;hrlich, sich seines Todes zu erinnern.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Die Aufst&auml;ndischen gingen in den &bdquo;Busch&ldquo;, daher ihre Bezeichnung als Maquisards (von Maquis, Busch). Man versuchte, sp&auml;testens seit Januar 1958 den Busch abzuholzen und niederzulegen. Gegen politische Gegner und Maquisards wurde mit Gef&auml;ngnis, Folter und Mord vorgegangen. Anf&uuml;hrer wurden auch im Exil verfolgt und zum Teil ermordet. F&eacute;lix-Roland Moumi&eacute;, geb. 1925 oder 1926, ebenfalls ein F&uuml;hrer der UPC, wurde 1960 in Genf vom franz&ouml;sischen Geheimdienst mit Rattengift umgebracht.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Andere Mitglieder der Maquisards wurden gefoltert und, wenn sie &uuml;berlebten, in Umerziehungslager verbracht.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Der letzte Chef der UPC Ernest Ouandi&eacute;, geb. 1914, kehrte 1961 aus dem Exil nach Kamerun zur&uuml;ck und k&auml;mpfte als F&uuml;hrer der Maquisards gegen das Regime. Beeinflusst waren die Maquisards vom Kommunismus. Ouandi&eacute; wurde zehn Jahre sp&auml;ter in Bafoussam im Januar 1971 mit zwei Kameraden auf dem Marktplatz erschossen, Bischof Ndongmo (1926-1992), der ihn unterst&uuml;tzt hatte, verschwand in einem Umerziehungslager.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>1960 erlangte Kamerun seine Unabh&auml;ngigkeit, und die englischsprachigen Gebiete sollten sich entscheiden, ob sie an Nigeria oder Kamerun angeschlossen werden wollten \/sollten. Die Option der Unabh&auml;ngigkeit bestand nicht. Die Verwaltungen des britischen und franz&ouml;sischen Teils unterschieden sich insofern, als die britische Verwaltung f&ouml;deral war, die franz&ouml;sische zentralistisch. Der Weg f&uuml;hrte f&uuml;r die Fon-t&uuml;mer im Nordwesten in den Zentralismus.<\/p><p><strong>Kamerun und die Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><\/p><p>Der erste Pr&auml;sident Kameruns von 1960 bis 1982 war Amadou Ahidjo (1924-1989), ein Fulbe; er war ein Gegner Um Nyob&egrave;s. Einerseits wurde Ahidjo wegen seiner undemokratischen Herrschaft kritisiert, andererseits aber auch gelobt als einer, der die Korruption bek&auml;mpfte.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Er beendete den Autonomiestatus der ehemaligen britischen Provinzen. 1972 wurde Kamerun zum Einparteienstaat. Englisch und Franz&ouml;sisch wurden nicht mehr als gleichberechtigt anerkannt, Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit breiteten sich aus.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Damit war der Grundstein gelegt f&uuml;r den Kampf um die Abspaltung und die Gr&uuml;ndung von &bdquo;Ambazonia&ldquo; im Nordwesten Kameruns.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Ambazonia umfasst ca. 43.000 Quadratkilometer und hat ca. sechs Millionen Einwohner. Was als friedlicher Protest begonnen hatte, wurde immer gewaltt&auml;tiger auf beiden Seiten. Zun&auml;chst gab es Proteste u.a. von Lehrern und Juristen gegen die Benachteiligung der englischen Sprache; die Demonstrationen wurden blutig niedergeschlagen. 2017 wurde nach dem Generalstreik von 2016 die &bdquo;Republik Ambazonia&ldquo; ausgerufen. Paul Biya nannte die &bdquo;Sezessionisten&ldquo; &bdquo;Terroristen&ldquo;. Was f&uuml;r den einen Widerstandsk&auml;mpfer sind, sind f&uuml;r den anderen Terroristen, es kommt auf den jeweiligen Standpunkt an, allerdings schlie&szlig;en sich Widerstandskampf und Terrorismus nicht unbedingt aus.<\/p><p>2024 gab es ca. 600.000 Binnenfl&uuml;chtlinge, 73.000 Fl&uuml;chtlinge ins benachbarte Nigeria sowie mehr als 6.500 Tote. Kinder sind durch Schulschlie&szlig;ungen von der Bildung ausgeschlossen.<\/p><p>Zugest&auml;ndnisse der Regierung blieben in der Umsetzung hinter den Vereinbarungen zur&uuml;ck, die K&auml;mpfe flammten seitens der Aufst&auml;ndischen wieder auf. Es handelt sich wohl jetzt in erster Linie um &Uuml;berf&auml;lle kleiner Gruppen, um Entf&uuml;hrungen und Attentate, sodass das Gebiet im Nordwesten insgesamt unsicher ist. Der Tourismus ist hier zum Erliegen gekommen. Versch&auml;rfend wirken Korruption und &Uuml;bergriffe durch verantwortliche Politiker. Die Hilfe, die von Kanada (2023) und der Schweiz angeboten wurde, wurde als Einmischung von au&szlig;en abgelehnt. China investiert in Kamerun, mischt sich jedoch nicht ein, u.a. vermutlich, um keine Konzessionen zu verlieren.<\/p><p>Pressefreiheit gibt es nicht, die Opposition wird eingesch&uuml;chtert. 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind unter 25 Jahre alt, deren Anliegen werden in der herrschenden Klasse aus Klientelismus und Nepotismus nicht beachtet.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Die Forderung lautet, die Republik Ambazonia sollte anerkannt werden, Staatsoberhaupt solle der Fon (K&ouml;nig) Gorji-Dinka werden. Der Fon ist Rechtsanwalt und hat politisches Asyl in England nach Jahren von Gef&auml;ngnis, Folter, Hausarrest. Ob andere Widerstandsgruppen diesen Plan teilen, ist nicht bekannt.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Im Fon-tum Oku im Nordwesten Kameruns treiben Rebellengruppen ihr Unwesen, allerdings ist nicht bekannt, wer dazu geh&ouml;rt und wer sie genau sind. Die beiden Zufahrtsstra&szlig;en dorthin sind unsicher.<\/p><p>Im hohen Norden operieren Gruppen wie Boko Haram grenz&uuml;bergreifend. Vermutlich ist die Gruppe der Kotoko inzwischen wegen ihres &bdquo;Heidentums&ldquo; ausgerottet von den Islamisten. Die Kotoko vermischten den Islam mit ihrer Tradition. Entf&uuml;hrungen und &Uuml;berf&auml;lle sind im &auml;u&szlig;ersten Norden an der Tagesordnung. Schulen sind geschlossen, die Menschen leben in Unsicherheit. Man rechnet hier mit ca. 500.000 Binnenvertriebenen zwischen August 2022 und 2023. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Seit 2024 ist ein amerikanisches Hilfsprogramm eingestellt.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p><strong>Kameruns Wirtschaft<\/strong><\/p><p>Frankreich unterh&auml;lt mit Kamerun wirtschaftliche und milit&auml;rische Beziehungen; der Westen hofft, dass durch das herrschende Regime Rebellengruppen und Kommunisten bek&auml;mpft werden.<\/p><p>Gesch&auml;fte werden mit korrupten afrikanischen Eliten gemacht. Ihre Korruption wird teilweise negiert aus Gr&uuml;nden des Antirassismus. Kamerun bietet Tropenh&ouml;lzer, die weitgehend nach Arabien und China verschifft werden. In der EU sind meines Wissens Tropenh&ouml;lzer seit einigen Jahren als Baumaterial verboten. Die Abholzung des Urwalds durch F&auml;llen der B&auml;ume und Anlegen von Stra&szlig;en zum Abtransport entzieht den Pygm&auml;en ihre Lebensgrundlage. Viele von ihnen arbeiten unter sklaven&auml;hnlichen Bedingungen, zersetzt von Krankheit und Alkohol, auf den Farmen der bantust&auml;mmigen Bev&ouml;lkerung. Menschenrechtsorganisationen scheinen diesen Missstand nicht im Blick zu haben. Es gibt in Kamerun eine Menschenrechtsorganisation, eine Kontaktaufnahme scheiterte. Sie ist regierungsabh&auml;ngig.<\/p><p>Insgesamt ist Zentralafrika unruhig, ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Im Golf von Guinea, einem Tiefseebecken, gibt es &Ouml;lf&ouml;rderung aller gro&szlig;en Konzerne. &Ouml;lplattformen sind vom Strand von Kribi aus zu sehen. ExxonMobil baute ferner zwischen 2000 und 2003 eine &Ouml;l-Pipeline von Tschad zum Hafen von Kribi (Kribi Deepwater Port) &ndash; mit erheblichen Beeintr&auml;chtigungen f&uuml;r die Umwelt. Inzwischen hat der Konzern seine Anteile an Savannah Energy verkauft, der Konzern ist in London registriert.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Es gibt LNG-Projekte u.a. vor der K&uuml;ste Kameruns, und Europa hofft anscheinend auf LNG aus Afrika. Jedoch scheinen infrastrukturelle Probleme und politische Unsicherheit hinderlich zu sein.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Grunds&auml;tzlich ist anzumerken, dass die Eink&uuml;nfte aus den Konzessionen an die gro&szlig;en Konzerne meistens nicht der Bev&ouml;lkerung zugutekommen, sondern den jeweiligen Machthabern.<\/p><p>Die Haupteinnahmequelle Kameruns sind Erdgas und Erd&ouml;l, andere Exportg&uuml;ter sind Kakao, Kaffee, Aluminium, Baumwolle und Kautschuk. F&uuml;r Kaffee und auch Honig gibt oder gab es b&auml;uerliche Kooperativen.<\/p><p><strong>Kamerun und der Papstbesuch 2026<\/strong><\/p><p>Seit dem 19. Jahrhundert sind die Katholiken mit heute 38,3 Prozent, Presbyterianer und Baptisten heute mit 25,5 Prozent die gr&ouml;&szlig;ten christlichen Kirchen in Kamerun. Die traditionellen Religionen sind verbreitet, der herk&ouml;mmliche Islam mischt sich mit einheimischen Kulten und Gebr&auml;uchen, allerdings breitet sich seit Jahren ein arabisch gepr&auml;gter Islamismus aus. 24,4 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind muslimisch.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Alle anderen werden anscheinend den traditionellen Religionen zugez&auml;hlt.<\/p><p>In vielen Regionen werden traditionelle Feste gefeiert, Maskenumz&uuml;ge, Orakellesungen mit einer Mischung von Tradition und Islam sind verbreitet, die alten G&ouml;tter und Geister werden verehrt. Angeblich macht sogar die herrschende Familie Biya von der Heil- und Kr&auml;uterkunde der Pygm&auml;en Gebrauch, auch wenn diese Menschen verachtet sind. Geheimgesellschaften sorgen im Nordwesten f&uuml;r Recht und Ordnung, dem muss sich selbst der Sultan von Foumban beugen; die Geheimgesellschaft zieht ihn alle zwei Jahre f&uuml;r seine Regierungsgesch&auml;fte zur Rechenschaft. Es ist jedoch nicht bekannt, dass je ein Sultan abgesetzt wurde. Nat&uuml;rlich ist der Sultan von der Regierung in Yaound&eacute; abh&auml;ngig.<\/p><p>Vom 15. bis 18.April 2026 besuchte Papst Leo XIV. Kamerun. Er appellierte an die Regierung, die Korruption zu beenden und sich f&uuml;r den Frieden einzusetzen. Der Papst besuchte auch Krisengebiete wie die anglophone Region um die Stadt Bamenda, wo er bei einem interreligi&ouml;sen Treffen sprach. Laut der International Crisis Group haben die K&auml;mpfe dort seit 2017 mehr als 6.000 Todesopfer gekostet und 600.000 Menschen sind geflohen.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] &bdquo;Scharfe Worte richtete der Papst in seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede an die Kriegsparteien. &sbquo;Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht w&uuml;ssten, dass ein Augenblick gen&uuml;gt, um zu zerst&ouml;ren; dass aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wiederaufzubauen&lsquo;, sagte er. &sbquo;Sie tun so, als s&auml;hen sie nicht, dass Milliarden Dollars verbraucht werden, um zu t&ouml;ten und zu verw&uuml;sten, dass man jedoch nicht die Mittel findet, um zu heilen, zu erziehen und wiederaufzurichten.&lsquo;<\/p><p>Weiter erkl&auml;rte Leo XIV.: &sbquo;Wer euer Land seiner Ressourcen beraubt, investiert in der Regel einen Gro&szlig;teil der Gewinne in Waffen, in eine Spirale von Destabilisierung und endlosem Sterben.&lsquo; Jeder aufrichtige Mensch m&uuml;sse dies anprangern. &sbquo;Die Welt wird von wenigen Herrschenden zerst&ouml;rt und von Myriaden solidarischer Br&uuml;der und Schwestern aufrechterhalten!&lsquo;&ldquo;[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p><small>Titlbild: EVER STOCK\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><strong>Weitere Literatur<\/strong>:<\/p><p><em>H.Boum<\/em>, Les Maquisards, Ciboure 2015 (Roman), hier wird der Tod Ruben Um Nyob&egrave;s beschrieben<\/p><p><em>T. Deltombe \/ M. Domergue\/ J. Tatsitsa<\/em>, La Guerre du Cameroun &ndash; L&rsquo; Invention de la Fran&ccedil;afrique, Paris 2016<\/p><p><em>A. Mbembe,<\/em> La naissance du maquis dans le Sud-Cameroun, Paris 1996<\/p><p><em>V. Seitz,<\/em> Afrika wird arm regiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann, M&uuml;nchen 2018<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Vgl. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-10\/kamerun-praesidentschaftswahl-proteste-douala-biya\">zeit.de\/politik\/ausland\/2025-10\/kamerun-praesidentschaftswahl-proteste-douala-biya<\/a>, abgerufen am 28.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Vgl. <a href=\"http:\/\/www.evangelisch.de\/\">evangelisch.de<\/a>, Nachricht von epd vom 19.09.2025; ferner <a href=\"http:\/\/www.jeuneafrique.com\/\">jeuneafrique.com<\/a>, abgerufen am 16.04.2025.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Vgl. G. Rettenmaier unter: <a href=\"http:\/\/www.kolonialgeschichtema.com\/gustav-nachtigal-1834-1885-wegbereiter-der-deutschen-kolonien\/\">kolonialgeschichtema.com\/gustav-nachtigal-1834-1885-wegbereiter-der-deutschen-kolonien\/<\/a>, abgerufen am 28.04.2026; vgl. ferner: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/gustav-nachtigal-afrikaforscher-bei-den-sklavenjaegern-a-1082581.html\">spiegel.de\/geschichte\/gustav-nachtigal-afrikaforscher-bei-den-sklavenjaegern-a-1082581.html<\/a>, abgerufen am 16.0402026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Z.B. unter: <a href=\"https:\/\/kamerungo.org\/kamerun-das-kleine-afrika\/\">kamerungo.org&nbsp;&rsaquo; kamerun-das-kleine-afrika<\/a> , abgerufen am 29.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Ein hier ebenfalls unbekannter Kolonialkrieg wurde 1947 von den Franzosen gegen aufst&auml;ndische Madagassen gef&uuml;hrt mit ca. 20.000 Todesopfern.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Zu den internen Auseinandersetzungen innerhalb der UPC vgl. A. Mbembe, La naissance du maquis dans le Sud-Cameroun (1920-1960), Paris 1996, ohne Seitenzahlen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Vgl. G. K. Glassner, &ldquo;Dr. F&eacute;lix-Roland Moumi&eacute; and the Revolution in French Cameroon, 1948-1960&rdquo; (1980). Master of Arts (MA), Thesis, History, Old Dominion University, DOI: 10.25777\/8m7x-2124 <a href=\"https:\/\/digitalcommons.odu.edu\/history_etds\/127\">digitalcommons.odu.edu\/history_etds\/127<\/a>, abgerufen am 28.04.2026. Vgl. ferner: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/die-raetselhafte-ermordung-des-doktor-moumie-ld.1433817\">nzz.ch\/schweiz\/die-raetselhafte-ermordung-des-doktor-moumie-ld.1433817<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Vgl.Th.Deltombe\/ M. Domergue\/ J.Tatsitsa, La Guerre du Cameroun, Paris 2016, S. 210-211.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Ebd., S. 214-215; <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/\">youtube.com<\/a>, &eacute;quinox TV, Ernest Ouandie&rsquo; s Fierce Fight against Colonial Rule in Cameroon, abgerufen am 28.04.2026. In dem Buch Ernest Ouandi&eacute; von L.K. Kamga wird er als &bdquo;Le &sbquo;Che Guevara&lsquo; africain&ldquo; gefeiert, erschienen 2016 bei Harmattan.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Vgl. V. Seitz, Afrika wird arm regiert, M&uuml;nchen 2018, S. 110.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Zu Ahidjo vg. <a href=\"https:\/\/dokumen.pub\/imperialistic-politics-in-cameroun-resistance-amp-the-inception-of-the-restoration-of-the-statehood-of-southern-cameroons-9956558508-9789956558506-9789956715565.html\">dokumen.pub\/imperialistic-politics-in-cameroun-resistance-amp-the-inception-of-the-restoration-of-the-statehood-of-southern-cameroons-9956558508-9789956558506-9789956715565.html<\/a>, abgerufen am 28.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Vgl. <a href=\"https:\/\/ambazonia.org\/\">ambazonia.org<\/a>, abgerufen am 16.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Vgl. <a href=\"http:\/\/www.theconversation.com\/cameroun-could-do-with-some-foreign-help-to-solve-anglophone-crisis-but-the-state-doesnt-want-it-244770\">theconversation.com\/cameroun-could-do-with-some-foreign-help-to-solve-anglophone-crisis-but-the-state-doesnt-want-it-244770<\/a>, abgerufen am 16.04.2026; M. Glund, Kamerun, unter: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/kriege-konflikte\/dossier-kriege-konflikte\/327306\/kamerun\/\">bpb.de\/themen\/kriege-konflikte\/dossier-kriege-konflikte\/327306\/kamerun\/<\/a>, abgerufen am 15.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Vgl. <a href=\"https:\/\/ambazonia.org\/\">ambazonia.org<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"http:\/\/Www.caritas-international.de\/\">caritas-international.de<\/a> ruft zu Spenden auf und auch <a href=\"http:\/\/www.vaticannews.va\/\">vaticannews.va<\/a> weist auf den Konflikt hin, ferner: A. B. Atabong, <a href=\"https:\/\/blog.bti-project.de\/2025\/10\/09\/kamerun-vor-den-praesidentschaftswahlen-paul-biya-zementiert-die-scheindemokratie\/\">Kamerun vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen &ndash; Paul Biya zementiert die Scheindemokratie<\/a> vom 9.10.2025, au&szlig;erdem m&uuml;ndliche Mitteilungen von H. Christoph.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/fr\/conflits-armes-inondations-insecurite-alimentaire-plongent-million-personnes-dans-urgence\/video-75534766\">dw.com\/fr\/conflits-armes-inondations-insecurite-alimentaire-plongent-million-personnes-dans-urgence\/video-75534766<\/a> , abgerufen am 29.04.2026. Dieser Artikel ist vom 17.01.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Vgl. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/klimaschutz\/energiewende\/oelausstieg\/esso-zerstoert-afrikas-natur-bau-tschad-kamerun-pipeline\">greenpeace.de\/klimaschutz\/energiewende\/oelausstieg\/esso-zerstoert-afrikas-natur-bau-tschad-kamerun-pipeline<\/a> und jpt.spe.org\/exxonmobil-extis-chad-and-cameroon, abgerufen am 30.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Vgl. Hoffnung f&uuml;r Europas Gaskrise: LNG aus Afrika, unter: <a href=\"http:\/\/www.op-online.de\/wirtschaft\/hoffnung-fuer-europas-gaskrise-lng-aus-afrifa-zr-94240224.html\">op-online.de\/wirtschaft\/hoffnung-fuer-europas-gaskrise-lng-aus-afrifa-zr-94240224.html<\/a>, abgerufen am 30.04.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Lt. Wikipedia sub voce Kamerun.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/laouvelletribune.info\/2026\/04\/devant-paul-biya-leon-xiv-reclame-la-fin-de-la-corruption-et-lerespect-des-drits-delhomme-au-cameroun\/\">laouvelletribune.info\/2026\/04\/devant-paul-biya-leon-xiv-reclame-la-fin-de-la-corruption-et-le-respect-des-drits-delhomme-au-cameroun\/<\/a>, abgerufen am 16.04.2026. Selbst wenn sich die Zahlenangaben z.T. &uuml;berschneiden und notwendigerweise etwas vage sind, zeigt es sich, dass es Hunderttausende von Binnenfl&uuml;chtlingen gibt, die von Hunger und Elend bedroht sind.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.katholische-sonntagszeitung.de\/papst-leo-xiv-in-kamerun-appelle-gegen-krieg-und-auspluenderung-614322\/\">katholische-sonntagszeitung.de\/papst-leo-xiv-in-kamerun-appelle-gegen-krieg-und-auspluenderung-614322\/<\/a>, abgerufen am 29.04.2026.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Welt&ouml;ffentlichkeit auf die gro&szlig;en Krisen blickt, versinkt ein weiteres afrikanisches Land im Schatten der Aufmerksamkeit. Kamerun steht f&uuml;r koloniale Altlasten, ausgebeutete Rohstoffe, autorit&auml;re Herrschaft und vergessene B&uuml;rgerkriege. Der Westen schaut weg &ndash; solange &Ouml;l, Gas und strategische Interessen gesichert bleiben. Die Leidtragenden sind Millionen Menschen ohne Stimme. Von <strong>Dr. Gabriele Lademann-Priemer<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":150148,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,20,171,190],"tags":[881,912,2760,3024,1055,2564,3647,1792],"class_list":["post-150147","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","category-wahlen","tag-armut","tag-buergerkrieg","tag-bodenschaetze","tag-ethnische-minderheiten","tag-fluechtlinge","tag-gewalt","tag-kamerun","tag-kolonialismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shutterstock_2758464809.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150147"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150147\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150251,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150147\/revisions\/150251"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/150148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}