{"id":150304,"date":"2026-05-12T09:00:46","date_gmt":"2026-05-12T07:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150304"},"modified":"2026-05-12T10:39:01","modified_gmt":"2026-05-12T08:39:01","slug":"eu-sanktionen-gegen-journalisten-erschreckendes-schweigen-und-aktives-wegsehen-der-zivilgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150304","title":{"rendered":"EU-Sanktionen gegen Journalisten: Erschreckendes Schweigen und aktives Wegsehen der Zivilgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Journalistenverb&auml;nde und -gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Sozialverb&auml;nde, Kirchen und Parteien sich nicht mehr uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r die Pressefreiheit einsetzen, l&auml;sst dies Ungutes f&uuml;r die Zukunft erahnen. An ihren Reaktionen auf eine Presseanfrage zur drohenden humanit&auml;ren Notlage des sanktionierten deutschen Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru l&auml;sst sich ableiten, wie stark diese Organisationen bereits in eine politische Kampagne zur Zensur der Meinungsfreiheit eingebunden sind. Eine Argumentation mit einem Rechtswissenschaftler zeigt die Schw&auml;chen der Position auf, die EU-Sanktionen seien mit den Grundrechten vereinbar. Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDeutschland ist auf der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit 2026 im Vergleich zum Vorjahr um drei Pl&auml;tze auf den 14. Platz abgerutscht, <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/artikel\/pressemitteilungen\/4237\/nur-noch-ein-prozent-der-weltbevolkerung-lebt-in-landern-mit-guter-pressefreiheit\">teilte<\/a> die Organisation &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; (RSF &ndash; abgeleitet vom franz&ouml;sischen Namen &bdquo;Reporters sans fronti&egrave;res&ldquo;) vor Kurzem mit. Leser der <em>NachDenkSeiten<\/em> und anderen oppositionellen Medien d&uuml;rften als Grund daf&uuml;r sofort an die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145695\">EU-Sanktionen<\/a> gegen deutsche Journalisten im In- und Ausland und den Schweizer Publizisten Jacques Baud sowie an die Versch&auml;rfung des Umgangs damit durch die Bundesregierung denken. Auch das rechtlich fragw&uuml;rdige Vorgehen der staatsnahen Landesmedienanstalten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124710\">gegen regierungskritische Medien<\/a> sowie das <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/de-banking-chronik\">De-Banking<\/a> von Journalisten, die nicht auf Regierungslinie sind, kommen in den Sinn.<\/p><p>Doch von alledem ist bei RSF nichts zu vernehmen. Der <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/rangliste\/2026\">Grund f&uuml;r die schlechtere Bewertung Deutschlands<\/a> soll laut der Organisation stattdessen in der &bdquo;Delegitimierung&ldquo; der Arbeit vieler Reporter liegen, die durch &bdquo;schnell wachsende publizistische Milieus aus dem rechtsradikalen Spektrum&ldquo; befeuert werden. Diese w&uuml;rden mit &bdquo;Zuspitzung und Desinformation&ldquo; immer mehr Reichweite erzielen. Das sind exakt die Schl&uuml;sselbegriffe der politischen Kampagne, die sp&auml;testens seit der Ampelkoalition auf allen einflussreichen medialen Kan&auml;len vorangetrieben wird, um die wachsende Popularit&auml;t der Opposition zu schw&auml;chen und gleichzeitig die Angst vor Russland in der Bev&ouml;lkerung zu steigern.<\/p><p>Die internationale Journalistenorganisation RSF behauptet von sich, ihre &bdquo;strategischen Ziele unabh&auml;ngig von Interessen Dritter und politischer Einflussnahme&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/ueber-uns\/unsere-arbeit\">zu definieren<\/a>. Deren deutsche Sektion finanziert sich jedoch laut des eigenen <a href=\"https:\/\/media.reporter-ohne-grenzen.de\/production\/5417\/01K9SH6VTVYKPBFGZVJXMD1663.pdf\">Jahresberichts 2024<\/a> zu knapp 20 Prozent aus Mitteln der Bundesregierung und der Berliner Senatsverwaltung sowie aus weiteren F&ouml;rdermitteln und zweckgebundenen Spenden.<\/p><p>Am Beispiel der EU-Sanktionen gegen den deutschen Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru l&auml;sst sich zeigen, wie der Widerstand der Zivilgesellschaft gegen Aufr&uuml;stung und Wiedereinf&uuml;hrung des Wehrdiensts sowie gegen die Transformation der deutschen und europ&auml;ischen Industrie zur Kriegswirtschaft gebrochen wird und wie ausgerechnet diejenigen gesellschaftlichen Institutionen, die sich vordergr&uuml;ndig f&uuml;r Grund- und Menschenrechte einsetzen, dabei willf&auml;hrig unterst&uuml;tzen. Diese Organisationen stehen zwischen zwei St&uuml;hlen. Auf der einen Seite haben sie sich dem Erhalt und der Verteidigung universeller Prinzipien wie der Presse- und Meinungsfreiheit sowie den Menschen- und Grundrechten im Allgemeinen verschrieben. Auf der anderen Seite sind sie integrativer Teil einer breiten politischen Kampagne, die eine Einschr&auml;nkung ebendieser Grundrechte zugunsten einer kriegerischen L&ouml;sung des Konfliktes in der Ukraine vorantreibt. An ihren Antworten auf eine Presseanfrage zum Fall Do&#287;ru l&auml;sst sich erkennen, f&uuml;r welche Seite sie sich entschieden haben.<\/p><p><strong>Hintergrund und Inhalt der Presseanfrage<\/strong><\/p><p>Der Autor dieses Beitrags hat im Rahmen einer Recherche zu einer <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/meldungen\/0402\">Meldung f&uuml;r das Magazin Multipolar<\/a> eine ganze Reihe von Journalistenverb&auml;nden und -gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Sozialverb&auml;nden, Kirchen, Parteien, Politikern und auch einen Juristen angeschrieben. Erfragt wurden die Reaktionen dieser Organisationen und Personen auf die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/koennen-unsere-kinder-nicht-mehr-ernaehren-behoerden-sperren-konten-von-journalisten-ehefrau-10027407\">drohende humanit&auml;re Notlage<\/a> des von der EU sanktionierten Berliner Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru.<\/p><p>Do&#287;ru war im Mai 2025 von der EU auf die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=OJ:L_202500965\">Liste der Russlandsanktionen<\/a> gesetzt worden mit der Begr&uuml;ndung, &uuml;ber &bdquo;tiefe strukturelle Beziehungen zu Einrichtungen der staatlichen russischen Medien&ldquo; zu verf&uuml;gen, &bdquo;systematisch falsche Informationen &uuml;ber politisch kontroverse Themen&ldquo; zu verbreiten, &bdquo;politische und religi&ouml;se Zwietracht&ldquo; zu s&auml;en sowie damit &bdquo;Handlungen der Regierung der Russischen F&ouml;deration&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. Abgesehen davon, dass der sanktionierte deutsche Journalist haupts&auml;chlich &uuml;ber den Konflikt in Gaza sowie die Proteste in Deutschland gegen das gewaltsame Vorgehen Israels gegen die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung berichtet hat und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143829\">alle Vorw&uuml;rfe bestreitet<\/a>, w&uuml;rde keine der Begr&uuml;ndung in einem Strafprozess zu einer Verurteilung f&uuml;hren. Denn seine Arbeit ist durch die in Deutschland und Europa geltende Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt.<\/p><p>Die Fragen an die Adressaten lauteten:<\/p><ul>\n<li>Sind die Folgen der Sanktionsma&szlig;nahmen gegen H&uuml;seyin Do&#287;ru mit elementaren Grundrechten wie beispielsweise Artikel 1 des Grundgesetzes vereinbar?<\/li>\n<li>Halten Sie die Sanktionen gegen Journalisten und Publizisten in der EU mit elementaren Grundrechten vereinbar, wie sie in den Menschenrechten, der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union oder dem Grundgesetz f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland verankert sind?<\/li>\n<li>Inwieweit setzen Sie sich f&uuml;r eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen H&uuml;seyin Do&#287;ru und andere Betroffene wie beispielsweise den Schweizer Publizisten Jacques Baud ein?<\/li>\n<\/ul><p>Die Presseanfrage war mit ausf&uuml;hrlichen Hintergrundinformationen sowie zugeh&ouml;rigen Quellen versehen &ndash; so zum Beispiel ein von EU-Abgeordneten des BSW beauftragtes <a href=\"https:\/\/bsw-ep.eu\/wp-content\/uploads\/Rechtsgutachten_Sanktionen_gegen_natuerliche_Personen_BSW_von_der_Schulenburg_Firmenich.pdf\">Rechtsgutachten<\/a>, das im EU-Sanktionsregime gegen nat&uuml;rliche Personen eine Vielzahl an Verst&ouml;&szlig;en gegen EU-Recht feststellt.<\/p><p><strong>Schweigen und Ablehnung bei einschl&auml;gigen Journalistenverb&auml;nden<\/strong><\/p><p>Die Pressestelle von RSF ignorierte die Presseanfrage trotz Nachhakens. Auf ihrer <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/2025\/\">Webseite<\/a> bittet die Organisation um Spenden mit der Begr&uuml;ndung, weltweit f&uuml;r die Pressefreiheit zu k&auml;mpfen. &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; setze sich daf&uuml;r ein, &bdquo;dass Journalist*innen sicher und unabh&auml;ngig berichten k&ouml;nnen&ldquo;. Dazu w&uuml;rden die &bdquo;Unterst&uuml;tzung verfolgter Journalist*innen&ldquo;, der &bdquo;Einsatz gegen Desinformation und digitale Zensur&ldquo; sowie die &bdquo;internationale Lobbyarbeit f&uuml;r Medienfreiheit&ldquo; geh&ouml;ren. Eine Internetrecherche ergab, dass sich die Organisation bisher in keiner Form zum Fall Do&#287;ru ge&auml;u&szlig;ert, geschweige denn f&uuml;r ihn eingesetzt hat.<\/p><p>In welchem Ma&szlig;e sich RSF an der breiten politische Kampagne vieler europ&auml;ischer Regierungen und der EU-Kommission gegen oppositionelle Kr&auml;fte, die sich gegen einen direkten Konflikt mit Russland einsetzen, beteiligt, wird in einer <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/artikel\/pressemitteilungen\/4116\/strategien-russischer-desinformation\">Pressemitteilung<\/a> der Organisation mit dem Titel &bdquo;Strategien russischer Desinformation&ldquo; deutlich. Darin hei&szlig;t es, russische Propaganda werde auch dadurch immer globaler, &bdquo;dass externe Akteure Desinformationen weltweit verbreiten (&hellip;) &ndash; ob direkt vom Kreml gesteuert oder nicht&ldquo;. Staatsmedien wie <em>RT<\/em> w&uuml;rden erfolgreich Sanktionen in Europa umgehen und ihre Reichweite gleichzeitig ausdehnen, so RSF. Man braucht den Begriff &bdquo;externer Akteur&ldquo; lediglich durch den Namen &bdquo;H&uuml;seyin Do&#287;ru&ldquo; ersetzen und erh&auml;lt damit eine plausible Antwort, warum sich die internationale Journalistenorganisation zum Fall Do&#287;ru in Schweigen h&uuml;llt.<\/p><p>Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU), eine Organisation innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie Berufsgruppe innerhalb der Fachgruppe Medien in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), antworte auf die Presseanfrage, &bdquo;zu diesem Einzelfall derzeit keine &ouml;ffentliche Bewertung abgeben&ldquo; zu k&ouml;nnen. Es l&auml;gen &bdquo;keine weiteren Erkenntnisse zu dem Fall des Medienunternehmers H. Do&#287;ru vor, die eine eingehende Pr&uuml;fung erm&ouml;glichen k&ouml;nnten&ldquo;. Die Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der DJU geht in ihrem Antwortschreiben davon aus, &bdquo;dass auch der Familie Do&#287;ru ein Anspruch auf Grundsicherungsniveau zusteht&ldquo;.<\/p><p>Auf der <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/medien\/dju\">Webseite der Gewerkschaft<\/a> hei&szlig;t es stattdessen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir sch&uuml;tzen deine Rechte, sichern faire Honorare und k&auml;mpfen f&uuml;r gute Arbeitsbedingungen und Pressefreiheit, denn: Wir lieben Journalismus &ndash; und die, die ihn machen. (&hellip;) Pressefreiheit ist die Grundlage journalistischer Arbeit. Wir informieren, ordnen ein und unterst&uuml;tzen dich dort, wo sie angegriffen und eingeschr&auml;nkt wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>In einer <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/medien\/presse\/pressemitteilungen\/75-jahre-dju-pressefreiheit-muss-auch-heute-verteidigt-werden\">Pressemitteilung der DJU<\/a> zum Tag der Pressefreiheit 2026 werden die gleichen Schl&uuml;sselworte der bekannten politischen Kampagne verwendet, wie sie auch bei RSF zu finden sind. Demnach sollen &bdquo;Angriffe auf Medienschaffende sowie neue Machtstrukturen in der digitalen &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; f&uuml;r &bdquo;grundlegende Ver&auml;nderungen journalistischer Arbeitsbedingungen&ldquo; sorgen. In Zeiten &bdquo;zunehmender Desinformation, Propaganda und autokratischer Tendenzen&ldquo; wachse die Bedeutung &bdquo;verl&auml;sslicher journalistischer Informationen f&uuml;r die demokratische &Ouml;ffentlichkeit&ldquo;. &bdquo;Professioneller Journalismus&ldquo; sorge f&uuml;r &bdquo;Einordnung, Kontrolle von Macht und transparente Debatten&ldquo;.<\/p><p>Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, zu der die DJU geh&ouml;rt, finanziert sich laut ihres <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/transparenzberichte\/verdi-transparenzbericht-fuer-jahr-2025\">Transparenzberichtes<\/a> ausschlie&szlig;lich aus den Beitr&auml;gen ihrer Mitglieder.<\/p><p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), gr&ouml;&szlig;te Journalistenorganisation Europas mit Sitz in Berlin und Bonn, ignorierte die Anfrage. Gegen&uuml;ber der Tageszeitung <em>nd (Neues Deutschland)<\/em> &auml;u&szlig;erte die sich als Kombination aus Gewerkschaft und Berufsverband selbst darstellende Organisation, Do&#287;ru sei &bdquo;f&uuml;r die mit dem russischen Propagandakanal RT verflochtene Plattform RED&ldquo; t&auml;gig. Solange keine gegenteiligen Informationen vorl&auml;gen, sehe der Verband &bdquo;keinen Anlass, die Sanktionen gegen Herrn Do&#287;ru zu kritisieren&ldquo;. Auf der Webpr&auml;senz der Organisation steht hingegen auf einer Seite mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/medienpolitik\/pressefreiheit\/\">&bdquo;Kein Sch&ouml;nwetterrecht &ndash; Pressefreiheit&ldquo;<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Pressefreiheit bezeichnet das Recht der Medien, insbesondere der Presse und des Rundfunks, ihre T&auml;tigkeit frei von staatlicher Zensur oder unangemessener Einflussnahme auszu&uuml;ben. Dieses Recht erm&ouml;glicht es Journalist:innen, Nachrichten und Meinungen frei und ohne vorherige Genehmigung oder Eingriffe seitens der Regierung oder anderer staatlicher Organe zu ver&ouml;ffentlichen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Auch beim DJV finden sich die Schl&uuml;sselbegriffe der politischen Kampagne wieder, die im Grunde eine Zensur von Meinung und Presse vorantreibt. So hei&szlig;t es auf <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/medienpolitik\/desinformation\/\">der Webseite des Verbandes<\/a> mit dem Titel &bdquo;Stoppt Fake News&ldquo;, &bdquo;zunehmend mehr Akteure aus dem In- und Ausland&ldquo; w&uuml;rden versuchen, &bdquo;das Wahlverhalten der Bundesb&uuml;rgerinnen und Bundesb&uuml;rger durch online verbreitete Desinformation zu manipulieren&ldquo;. Ziel der &bdquo;Social-Media-Aktion&ldquo; des DJV sei unter anderem, &bdquo;die Verbreitung von Desinformation durch Weiterleitung einzud&auml;mmen&ldquo;.<\/p><p>Der DJV muss als eingetragener Verein seine Finanzierung nicht ver&ouml;ffentlichen. Der Verband bezeichnet sich selbst als &bdquo;politisch wie finanziell unabh&auml;ngig&ldquo;. Es ist davon auszugehen, dass die Finanzierung &uuml;berwiegend aus Mitgliedsbeitr&auml;gen stammt. Nach Informationen von <em>nd<\/em> ist H&uuml;seyin Do&#287;ru Mitglied sowohl der DJU als auch des DJV, die er durch seine Beitr&auml;ge mitfinanziert.<\/p><p>Auch weitere einschl&auml;gige Journalistenverb&auml;nde wie der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Medienverband der freien Presse (MVFP), der Deutsche Presserat und die Bundespressekonferenz ignorierten die Presseanfrage oder verweigerten die Stellungnahme. Der Deutsche Presserat antwortete, der Fall Do&#287;ru l&auml;ge au&szlig;erhalb seiner &bdquo;Zust&auml;ndigkeit&ldquo;, und verwies auf die Organisation &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo;. Auf den Webpr&auml;senzen dieser Organisationen finden sich <a href=\"https:\/\/www.bdzv.de\/alle-themen\/pressefreiheit\">ausdr&uuml;ckliche<\/a> <a href=\"https:\/\/www.mvfp.de\/politik-recht\/pressefreiheit-ist-deine-freiheit\">Bekenntnisse<\/a> zur <a href=\"https:\/\/www.presserat.de\/pressefreiheit.html\">Verteidigung<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.bundespressekonferenz.de\/templates\/File\/Downloads\/210503%20Erklaerung%20Vorstand%20BPK_NEU.pdf\">Pressefreiheit<\/a>).<\/p><p>Doch auch dort hallen die <a href=\"https:\/\/www.bdzv.de\/service\/presse\/branchennachrichten\/2025\/regionale-zeitungen-ein-bollwerk-gegen-desinformation\">Schl&uuml;sselworte<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.mvfp.de\/nachricht\/artikel\/reporter-ohne-grenzen-polarisierung-desinformation-angriffe-die-lage-der-pressefreiheit-in-deutschland\">politischen Kampagne<\/a> zum Teil wider. Die Bundespressekonferenz verweigerte gar die Teilnahme des Journalisten Florian Warweg, der vor seinen T&auml;tigkeiten als Redakteur bei den <em>NachDenkSeiten<\/em> und der <em>Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung<\/em> Chef vom Dienst beim Onlinedienst von <em>RT Deutsch<\/em> war. Warweg gelang es jedoch, seinen Zugang zur Konferenz &uuml;ber den Rechtsweg <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/sieg-fuer-warweg-4812649\/\">einzuklagen und zu behaupten<\/a>.<\/p><p><strong>Auch Menschenrechtsorganisationen, Sozialverb&auml;nde, Kirchen, Parteien und Politiker verweigern gr&ouml;&szlig;tenteils die Stellungnahme<\/strong><\/p><p>Zu den angefragten Organisationen und Personen, welche die Presseanfrage ignorierten beziehungsweise eine Stellungnahme ablehnten, geh&ouml;ren<\/p><ul>\n<li>Amnesty International (Verweis an &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo;)<\/li>\n<li>Human Rights Watch,<\/li>\n<li>der Europarat (Verweis an die &bdquo;zust&auml;ndigen Institutionen der Europ&auml;ischen Union&ldquo;),<\/li>\n<li>die Agentur der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Grundrechte,<\/li>\n<li>das B&uuml;ro des Hochkommissars der Vereinten Nationen f&uuml;r Menschenrechte,<\/li>\n<li>der Sozialverband Deutschland,<\/li>\n<li>der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB),<\/li>\n<li>die Deutsche Bischofskonferenz,<\/li>\n<li>die Evangelische Kirche in Deutschland,<\/li>\n<li>der Zentralrat der Muslime in Deutschland,<\/li>\n<li>die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU),<\/li>\n<li>die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU),<\/li>\n<li>die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD),<\/li>\n<li>B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen,<\/li>\n<li>Die Linke,<\/li>\n<li>Die Freie Demokratische Partei (FDP),<\/li>\n<li>Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier,<\/li>\n<li>die ehemalige deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock und<\/li>\n<li>die ehemalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth.<\/li>\n<\/ul><p>Steinmeier (SPD) hatte 2023 auf dem Bundespresseball &ndash; einer Veranstaltung der Bundespressekonferenz &ndash; <a href=\"https:\/\/www.leadersnet.de\/news\/68742,tanzen-fuer-die-pressefreiheit.html\">in einer Rede ge&auml;u&szlig;ert<\/a>, eine freie Presse sei &bdquo;ein wesentlicher Beitrag f&uuml;r die Resilienz unserer Gesellschaft und der Demokratie&ldquo;. Die Gr&uuml;nen-Politikerin Baerbock hatte 2024 auf der Veranstaltung &bdquo;Global Media Forum der Deutschen Welle&ldquo; in ihrer damaligen Funktion <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/2663926-2663926\">als Bundesau&szlig;enministerin gesagt<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wenn die Pressefreiheit unter Druck ger&auml;t, ist die Freiheit selbst, die Freiheit aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, in Gefahr &ndash; das d&uuml;rfen wir nicht vergessen. Deshalb setzt sich Deutschland so engagiert f&uuml;r die Medienfreiheit ein.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>In ihrer damaligen Funktion als Kulturstaatsministerin hatte Roth (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) anl&auml;sslich des Tages der Pressefreiheit 2025 <a href=\"https:\/\/kulturstaatsminister.de\/presse\/staatsministerin-claudia-roth-zum-tag-der-pressefreiheit-1\">in einer Pressemitteilung ge&auml;u&szlig;ert<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wo die Pressefreiheit eingeschr&auml;nkt wird, ist auch die Demokratie in Gefahr. Deshalb tragen wir alle eine besondere Verantwortung, Journalistinnen und Journalisten sowie die Strukturen f&uuml;r unabh&auml;ngigen Journalismus zu sch&uuml;tzen und zu st&auml;rken.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Im Grunde hat auch das angeschriebene &bdquo;Deutsche Institut f&uuml;r Menschenrechte&ldquo; zum konkreten Fall von H&uuml;seyin Do&#287;ru eine Stellungnahme verweigert, in seiner Antwort jedoch hinzugef&uuml;gt, dass Grundrechtseinschr&auml;nkungen &bdquo;unter anderem rechtsstaatlichen Standards entsprechen&ldquo; und demnach &bdquo;auf einer normenklaren gesetzlichen Grundlage basieren und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&ldquo; sein m&uuml;ssen. Auch die Bek&auml;mpfung sogenannter &bdquo;hybrider Bedrohungen&ldquo; m&uuml;sse &bdquo;aus menschenrechtlicher Perspektive grunds&auml;tzlich rechtsstaatlichen Standards gen&uuml;gen, die W&uuml;rde von Personen achten und ihr menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum gew&auml;hrleisten&ldquo;. Ob dies im Fall Do&#287;ru zutr&auml;fe, k&ouml;nne das Institut aufgrund seines &bdquo;Mandatsumfangs&ldquo; sowie der &bdquo;vorliegenden Informationen&ldquo; nicht beurteilen.<\/p><p>Die &bdquo;Deutsche UNESCO-Kommission&ldquo; antwortete auf die Anfrage, in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union sei &bdquo;die gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung von Ma&szlig;nahmen, wie die, von denen H&uuml;seyin Do&#287;ru und Jacques Baud betroffen sind, m&ouml;glich&ldquo;. Insofern stehe es den beiden Personen frei, &bdquo;sich an die zust&auml;ndigen Gerichte auf nationaler bzw. europ&auml;ischer Ebene zu wenden&ldquo;. Man w&uuml;rde die Entwicklungen &bdquo;mit Interesse&ldquo; weiterverfolgen.<\/p><p>Einzig Vertreter der Parteien AfD und BSW haben ausf&uuml;hrlich auf die Presseanfrage geantwortet, die Sanktionen als grundrechtswidrig eingestuft und konkrete Ma&szlig;nahmen zur Unterst&uuml;tzung der Betroffenen angek&uuml;ndigt beziehungsweise Solidarit&auml;t mit Do&#287;ru bekundet. Erw&auml;hnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die B&uuml;rgerinitiative GemeinWohlLobby eine <a href=\"https:\/\/gemeinwohl-lobby.de\/sanktionen-gegen-meinungsfreiheit\/\">E-Mail-Aktion<\/a> wegen der &bdquo;Sanktionen gegen Einzelpersonen&ldquo; gestartet hat, an der sich jeder beteiligen kann.<\/p><p><strong>Ansichten eines Rechtswissenschaftlers zu Pressefreiheit und Desinformation<\/strong><\/p><p>Auf die Presseanfrage geantwortet hat auch der &ouml;sterreichische Rechtswissenschaftler Matthias Kettemann, Leiter eines Instituts an der Universit&auml;t Innsbruck, Forschungsprogrammleiter am Leibniz-Institut f&uuml;r Medienforschung in Hamburg sowie Mitglied der &bdquo;World Commission on the Ethics of Scientific Knowledge and Technology&ldquo;, ein Beratungsgremium der Organisation der Vereinten Nationen f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Kettemann hatte zum Internationalen Tag der Pressefreiheit 2023 in einem Beitrag auf der Webseite des Leibniz-Instituts f&uuml;r Medienforschung <a href=\"https:\/\/leibniz-hbi.de\/pressefreiheit-weltweit-deutschland-rutscht-auf-platz-21-ab\/\">geschrieben<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Pressefreiheit als grundrechtlich gesch&uuml;tztes Gut ist zentraler Bestandteil jeder Demokratie. Wenn Art 5 GG festh&auml;lt, dass &sbquo;die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film&lsquo; gew&auml;hrleistet sind und eine &sbquo;Zensur&lsquo; nicht stattfindet, dann hei&szlig;t das, dass Rundfunk, Presse und andere Medien vor staatlichen Eingriffen in ihrer T&auml;tigkeit gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Staaten sollen keinen Einfluss darauf nehmen, welche Inhalte verbreitet werden &ndash; oder auch nicht verbreitet werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>In seiner ersten Antwort verwies der Jurist auf die Begr&uuml;ndungen der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=OJ:L_202500965\">Sanktionsbeschl&uuml;sse gegen H&uuml;seyin Do&#287;ru<\/a> und <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202502568\">Jacques Baud<\/a> und f&uuml;gte hinzu, er habe &bdquo;keine eigenen Befunde, die diesen Feststellungen widersprechen w&uuml;rden&ldquo;. Indes, so f&uuml;hrte er mit Verweis auf ein <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/1102364\/EU-6-030-25.pdf\">Gutachten<\/a> der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages weiter aus, habe das EU-Sanktionsregime &bdquo;nat&uuml;rlich ein robustes Rechtsschutzsystem und gibt Herrn Baud wie Herrn Do&#287;ru die M&ouml;glichkeit, die ergangenen Sanktionierungen zu bek&auml;mpfen&ldquo;.<\/p><p>Da die Antworten Kettemanns nicht auf die Fragen eingingen &ndash; insbesondere, ob die Sanktionen gegen Journalisten und Publizisten in der EU mit elementaren Grundrechten vereinbar sind &ndash; und er anbot, f&uuml;r weitere Fragen zur Verf&uuml;gung zu stehen, hakte der Autor nach. In der R&uuml;ckfrage wurde darauf hingewiesen, dass weder H&uuml;seyin Do&#287;ru noch Jacques Baud gegen ein in der EU g&uuml;ltiges Gesetz versto&szlig;en haben und ihnen ohne ein ordentliches Gerichtsverfahren zumindest die in der <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/charter\/pdf\/text_de.pdf\">Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union<\/a> festgelegten Rechte wie die Berufsfreiheit und das Recht zu arbeiten (Artikel 15) sowie ihr Eigentumsrecht (Artikel 17) entzogen wurden.<\/p><p>In seiner zweiten Antwort behauptete der an der Harvard Law School und der Universit&auml;t Graz ausgebildete Rechtswissenschaftler, die das EU-Sanktionsregime aufstellende <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202402642\">Durchf&uuml;hrungsverordnung<\/a> steht &bdquo;im Einklang mit den Grundrechten und Grunds&auml;tzen, die in der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union verankert sind, weil sie einen wirksamen Rechtsbehelf vor einem unabh&auml;ngigen und unparteiisches Gericht erm&ouml;glicht&ldquo;.<\/p><p>Diese nicht weiter begr&uuml;ndete Einsch&auml;tzung steht in diametralem Gegensatz zu dem bereits eingangs erw&auml;hnten <a href=\"https:\/\/bsw-ep.eu\/wp-content\/uploads\/Rechtsgutachten_Sanktionen_gegen_natuerliche_Personen_BSW_von_der_Schulenburg_Firmenich.pdf\">Rechtsgutachten<\/a>. Darin kommen die beiden Rechtsexpertinnen, eine ehemalige Richterin am Europ&auml;ischen Gerichtshof und eine Rechtswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt V&ouml;lkerrecht, zu dem Schluss, dass die Verordnung des Rates der EU, auf denen das Sanktionsregime basiert, &bdquo;keine notwendigen Bestimmungen zu rechtlichen Garantien&ldquo; enth&auml;lt. Diese sehe beispielsweise &bdquo;kein Recht auf Anh&ouml;rung vor, bevor eine Person, der Desinformation vorgeworfen wird, in die Liste aufgenommen wird&ldquo;. Des Weiteren versto&szlig;en die EU-Sanktionen gem&auml;&szlig; des Gutachtens neben den Artikeln 15 und 17 auch gegen die Artikel 7 (Achtung des Privat- und Familienlebens), 8 (Schutz personenbezogener Daten), 11 (Meinungs- und Informationsfreiheit), 16 (Unternehmerfreiheit), 35 (Gesundheitsversorgung) und 45 (Freiz&uuml;gigkeit und Aufenthaltsfreiheit) der Grundrechtscharta der EU.<\/p><p>Ferner &auml;u&szlig;erte Kettemann in seiner zweiten R&uuml;ckmeldung, dass in dem den Sanktionen zugrunde liegenden <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202402643\">Beschluss des Rates der EU<\/a> f&uuml;r ihn &bdquo;&uuml;berzeugend&ldquo; dargelegt sei, &bdquo;warum Ma&szlig;nahmen erforderlich sind, um gegen die hybride Kriegsf&uuml;hrung Russlands, insbesondere die bewusste Nutzung von Informationsoperationen und den Versuch der Destabilisierung Europas vorzugehen&ldquo;.<\/p><p>Da die Antworten Kettemanns vor dem Hintergrund des Rechtsgutachtens alles andere als &uuml;berzeugend waren, wollte der Autor in einer zweiten Nachfrage wissen,<\/p><ul>\n<li>ob der Rechtswissenschaftler eine Definition von &bdquo;hybrider Kriegsf&uuml;hrung&ldquo; nennen kann, die eine klare Grenze zwischen neutraler bis hin zu regierungskritischer Berichterstattung &ndash; beispielsweise zu den Hintergr&uuml;nden der Konflikte in der Ukraine oder im Nahen Osten &ndash; auf der einen und russischer Propaganda auf der anderen Seite zieht,<\/li>\n<li>wie Journalisten vor staatlichen Eingriffen in ihrer T&auml;tigkeit gesch&uuml;tzt sind, wenn sie jederzeit damit rechnen m&uuml;ssen, dass der Rat der EU ihnen aufgrund der Aus&uuml;bung ihres Grundrechts auf Meinungs- und Pressefreiheit ohne Gerichtsverfahren und vorherige Anh&ouml;rung ihre Grundrechte entziehen kann, und<\/li>\n<li>wie es mit dem Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit vereinbar ist, wenn Journalisten sich vorausschauend selbst zensieren, um nicht Gefahr zu laufen, sanktioniert zu werden.<\/li>\n<\/ul><p>Die von dem Rechtswissenschaftler &uuml;bermittelten Antworten zeigen, auf welch sandigem Untergrund seine Argumentation aufgebaut ist. So behauptete er, &bdquo;Teil einer hybriden Bedrohung w&auml;re, wenn mit dem Ziel, Russland zu unterst&uuml;tzen, die Aussage verbreitet wird, der Krieg sei eine Inszenierung der Ukraine oder die Ukraine begehe V&ouml;lkermord in der Ostukraine&ldquo;. Ausschlaggebend sei &bdquo;ein Muster von Informationsmanipulation, das Teil einer hybriden Bedrohung ist&ldquo;. Doch woher wei&szlig; der EU-Ministerrat, dass beispielsweise H&uuml;seyin Do&#287;ru und Jacques Baud das Ziel hatten, Russland zu unterst&uuml;tzen, und wer legt fest, was ein Muster ist und was nicht? Die Betroffenen bestreiten eine Unterst&uuml;tzung Russlands, und solange es nicht zu einer unabh&auml;ngigen juristischen Pr&uuml;fung kommt, steht hier Aussage gegen Aussage &ndash; ganz abgesehen davon, dass auch eine &ouml;ffentliche verbale Unterst&uuml;tzung Russlands von der Meinungsfreiheit prinzipiell gedeckt ist.<\/p><p>Des Weiteren schrieb Kettemann in seiner R&uuml;ckmeldung, die Grenzen der Aus&uuml;bung von Grundrechten seien &bdquo;die Grundrechte anderer und die Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und Stabilit&auml;t von Staat und EU&ldquo;. Auch wer jemanden beleidige und daf&uuml;r bestraft werde, erfahre &bdquo;einen Eingriff in die Grundrechte&ldquo;, aber dieser sei &ndash; &bdquo;weil auch andere Menschen Rechte haben&ldquo; &ndash; gerechtfertigt. Der ausgewiesene Rechtsexperte vergleicht in diesem Fall sprichw&ouml;rtlich &Auml;pfel mit Birnen. In einem Strafrechtsprozess wegen Beleidigung besteht zun&auml;chst die Unschuldsvermutung. Ein Angeklagter kann Rechtsbeistand ersuchen und sich verteidigen. Selbst wenn ein Urteil gef&auml;llt wird, bleibt die M&ouml;glichkeit der Berufung. Erst wenn es rechtskr&auml;ftig wird, erfolgt die Strafe &ndash; und diese ist zeitlich beziehungsweise materiell begrenzt.<\/p><p>Im Gegensatz dazu ist der Rat der EU bei den Sanktionen quasi Ankl&auml;ger, Richter und Vollstrecker zugleich. Die Betroffenen k&ouml;nnen sich zwar im Nachhinein rechtlich wehren, allerdings sind sie im Zeitraum der juristischen Pr&uuml;fung eines Gro&szlig;teils ihrer Grundrechte sowie ihrer materiellen Mittel beraubt. Die Sanktionen sind zeitlich nicht begrenzt und werden erst aufgehoben, wenn der Rat der EU dies beschlie&szlig;t. Selbst wenn die Sanktionierten nach Monaten oder voraussichtlich eher Jahren den Europ&auml;ischen Gerichtshof davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, dass sie zu Unrecht &bdquo;gelistet&ldquo; wurden, kann der Rat der EU daraufhin die Sanktionierung mit einer minimal angepassten Begr&uuml;ndung fortf&uuml;hren, und der kafkaesk anmutende juristische Prozess geht von vorne los &ndash; wie beispielsweise bei den Sanktionen gegen den russischen Unternehmer Dmitry Pumpyansky <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/eu-ignoriert-eigene-urteile-trotz-niederlage-bleiben-sanktionen-bestehen-berlin-schweigt-10020567\">dreimal hintereinander geschehen<\/a>.<\/p><p>Zudem schrieb der &ouml;sterreichische Rechtsprofessor als Antwort auf die Nachfrage:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Niemand kann behaupten, nicht zu wissen, wenn man russische Desinformation verbreitet. (&hellip;) F&uuml;hlen Sie sich &sbquo;zensiert&lsquo;, wenn Sie nicht eine Plattform ins Leben rufen d&uuml;rfen, in der Desinformationen verbreitet werden und v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffe legitimiert werden? Das w&auml;re dann doch ein Verst&auml;ndnis von Zensur, das nicht jenem des Bundesverfassungsgerichts entspricht.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Seit Jahrzehnten werden im gesamten Spektrum der europ&auml;ischen Medien V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che sowie Kriegsverbrechen der Vereinigten Staaten und ihrer Alliierten in Berichterstattungen und Kommentaren legitimiert. Erst im Juni 2025 hatte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz anl&auml;sslich des einhellig als v&ouml;lkerrechtswidrig eingestuften Angriffskrieges der USA und Israel gegen den Iran <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/g7-gipfel-merz-100.html\">ge&auml;u&szlig;ert<\/a>, Israel mache die &bdquo;Drecksarbeit&ldquo; f&uuml;r uns alle. Weder gegen die Medien, die diese Auffassung verbreiteten, noch gegen den Urheber der Rechtfertigung sind aus diesem Grund EU-Sanktionen verh&auml;ngt worden.<\/p><p>Schlussendlich bezeichnete Kettemann die Gefahr, als Journalist jederzeit Opfer von EU-Sanktionen zu werden, wenn Ver&ouml;ffentlichungen von der Sichtweise des EU-Ministerrates abweichen, als &bdquo;&uuml;berschie&szlig;ende Bef&uuml;rchtung&ldquo;. Diese werde &bdquo;durch entsprechenden Rechtsschutz&ldquo;, der gegen die Sanktionierungen bestehe, &bdquo;abgefedert&ldquo;. Auf entsprechende R&uuml;ckfragen, die sich aus seinen Antworten ergaben, reagierte der Rechtswissenschaftler nicht mehr.<\/p><p><strong>Warum es sich beim &bdquo;Kampf gegen Desinformation&ldquo; um eine politische Kampagne gegen die Opposition handelt<\/strong><\/p><p>Im Grunde muss man dem &ouml;sterreichischen Rechtsgelehrten f&uuml;r seine Einsch&auml;tzungen dankbar sein. Denn sie zeigen, wie man selbst als juristischer Laie immense rechtliche Zweifel an der Argumentation eines promovierten und zum Professor berufenen Rechtswissenschaftlers aufdecken kann. Dies ist deswegen so einfach, weil auf der einen Seite der Argumentation unver&auml;u&szlig;erliche Grundrechte stehen und auf der anderen Seite eine Verordnung sowie Beschl&uuml;sse der Au&szlig;enminister der EU, die diesen Grundrechten diametral widersprechen. Denn de facto werden die sanktionierten Personen &ndash; entgegen jeglicher Grunds&auml;tze der Rechtsstaatlichkeit &ndash; f&uuml;r ihre Meinungs&auml;u&szlig;erungen mit dem zeitlich nicht festgelegten Entzug eines wesentlichen Teils ihrer Grundrechte bestraft.<\/p><p>Die Argumentation zeigt auch, wie fadenscheinig die Begr&uuml;ndung derjenigen Organisationen f&uuml;r ihre Unt&auml;tigkeit im Fall Do&#287;ru ist, es l&auml;gen &bdquo;keine weiteren Erkenntnisse&ldquo; oder &bdquo;keine gegenteiligen Informationen&ldquo; vor. Denn selbstverst&auml;ndlich liegen diese vor &ndash; beispielsweise in Form des von den EU-Abgeordneten in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens oder allein in der Tatsache, dass die Betroffenen die Vorw&uuml;rfe des EU-Ministerrats bestreiten.<\/p><p>Neben der offensichtlichen Widerspr&uuml;chlichkeit der Sanktionen mit den Grundrechten besteht deren eigentliche Problematik in der Begr&uuml;ndung mit extrem dehnbaren Begriffen wie &bdquo;hybride Kriegsf&uuml;hrung&ldquo;, &bdquo;Desinformation&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo;, &bdquo;Informationsmanipulation&ldquo; oder &bdquo;Untergrabung der Stabilit&auml;t und Sicherheit in der Union&ldquo;. Denn darunter l&auml;sst sich im Grunde jede Kritik an den Regierungen der EU-Staaten, an der EU-Kommission oder am EU-Ministerrat einordnen, wenn die Au&szlig;enminister der Union der Meinung sind, sie k&ouml;nne Russland n&uuml;tzlich sein.<\/p><p>Das seit 2022 direkte milit&auml;rische Eingreifen der russischen Armee in den seit 2014 bestehenden B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine wird von deutschen V&ouml;lkerrechtlern quasi einhellig als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnet. Tats&auml;chlich erscheint die russische Begr&uuml;ndung, die beiden sich f&uuml;r unabh&auml;ngig erkl&auml;rten ukrainischen Regionen Luhansk und Donezk offiziell anzuerkennen und ihnen im Rahmen von <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/charta\/\">Artikel 51 der UN-Charta<\/a> in ihrer Selbstverteidigung kollektiv beizustehen, zumindest ebenso fadenscheinig wie die Rechtfertigung der USA im Jahr 2001, Afghanistan anzugreifen.<\/p><p>Damals behauptete die US-Regierung, der von 19 Terroristen &ndash; von denen keiner Afghane war &ndash; ausge&uuml;bte Terroranschlag auf das World Trade Center und das Pentagon sei von Afghanistan ausgegangen und man d&uuml;rfe sich daher gem&auml;&szlig; Artikel 51 UN-Charta gegen das Land ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates selbst verteidigen. Mit der gleichen Begr&uuml;ndung h&auml;tte die US-Armee auch Saudi-Arabien bombardieren k&ouml;nnen, da 15 der Attent&auml;ter aus diesem Land stammten, oder gar Deutschland, weil der Anf&uuml;hrer der Gruppe zum Zeitpunkt des Anschlags in Hamburg gemeldet war.<\/p><p>Allein dieser Vergleich zeigt, dass es den vielen europ&auml;ischen Staaten sowie der EU-Kommission bei ihrer Unterst&uuml;tzung der Ukraine, die prinzipiell von ebendiesem Artikel 51 abgedeckt ist, prim&auml;r nicht um die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts durch Russland geht. Sonst h&auml;tte beispielsweise die Bundesregierung 2001 auch den US-Angriff auf Afghanistan verurteilen m&uuml;ssen, anstatt sich im Rahmen des damals von den USA ausgerufenen NATO-B&uuml;ndnisfalls an der 20-j&auml;hrigen Besatzung des Landes zu beteiligen. Noch deutlicher wird der Widerspruch angesichts der aktuellen Reaktion der Bundesregierung auf die Angriffskriege der USA und Israels gegen den Iran.<\/p><p>Auch die Behauptung, Russland w&uuml;rde nach dem Krieg in der Ukraine weitere europ&auml;ische L&auml;nder angreifen, erscheint aufgrund der gebetsm&uuml;hlenartig wiederholten Dementis des Kremls sowie anhand historischer Vergleiche mehr als fadenscheinig. Als die US-Armee 1999 ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates Serbien angriff, haben weder die EU-Kommission noch die deutsche oder die meisten anderen europ&auml;ischen Regierungen dagegen opponiert und vor weiteren Angriffen der USA in Europa gewarnt. Stattdessen haben sich neben Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien und Italien noch eine Reihe weiterer europ&auml;ischer Staaten an diesem weithin als v&ouml;lkerrechtswidrig eingestuften Angriffskrieg beteiligt.<\/p><p>Es bleibt letztendlich nur ein logischer Grund f&uuml;r die beispiellose milit&auml;rische und finanzielle Unterst&uuml;tzung der Ukraine sowie die immensen Ausgaben f&uuml;r eine zuk&uuml;nftige milit&auml;rische Auseinandersetzung mit Russland: Eigeninteresse. Hierf&uuml;r braucht man nicht lange zu suchen, um f&uuml;ndig zu werden. Sei es die Aufrechterhaltung der transatlantischen Allianz mit den USA, die Aufnahme der Ukraine in die EU, um europ&auml;ischen Unternehmen einen rechtlich gesch&uuml;tzten Zugang auf die Ressourcen des Landes zu gew&auml;hren, oder die Erweiterung der NATO, um den geopolitischen und milit&auml;rischen Einfluss des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses in Osteuropa zu erweitern &ndash; die Liste der m&ouml;glichen Eigeninteressen ist lang und gut belegt.<\/p><p>Diesem Vorhaben steht eine stetig wachsende politische Opposition entgegen, die f&uuml;r ein Ende der Sanktionen gegen Russland und der Waffenlieferungen in die Ukraine wirbt &ndash; in Deutschland am prominentesten vertreten durch die AfD und das BSW. Was liegt da n&auml;her, als diesen Parteien sowie Medien, die einzelne Positionen von AfD und BSW teilen, eine N&auml;he zu Russland zu unterstellen, ihnen Extremismus und Destabilisierung vorzuwerfen sowie zu behaupten, sie verbreiteten Desinformation und Verschw&ouml;rungstheorien?<\/p><p>In diesem Zusammenhang scheint es erw&auml;hnenswert, dass die Linke zwar auch f&uuml;r einen generellen Stopp von Waffenlieferungen wirbt, jedoch einzelne Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten will. Zudem setzt sich die Partei nicht f&uuml;r die sanktionierten Personen ein, was besonders deutlich wird an der <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/jacques-baud-wegen-ukraine-propaganda-sanktioniert-cancel-culture-94114189.html\">&Auml;u&szlig;erung<\/a> der europapolitischen Sprecherin der Linksfraktion gegen&uuml;ber der <em>Frankfurter Rundschau<\/em> hinsichtlich der Sanktionierung von Jacques Baud Anfang 2026:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Russische Desinformation ist ein massives Problem, die bisherigen Sanktionen gegen von Russland finanzierte und gest&uuml;tzte Propagandisten in der EU sind Instrumente einer wehrhaften und handlungsf&auml;higen Demokratie. In diesem Sinne verstehen wir auch die Entscheidungen des Rates im Dezember.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Schlussbemerkung<\/strong><\/p><p>Das erschreckende Schweigen und aktive Wegsehen durchweg aller etablierten zivilgesellschaftlichen Organisationen &ndash; von Journalistenverb&auml;nden &uuml;ber Menschenrechtsorganisationen bis zu den Kirchen &ndash; zum Schicksal der von der EU sanktionierten Journalisten und Publizisten l&auml;sst kaum einen Zweifel daran zu, dass diese l&auml;ngst Teil einer breiten politischen Kampagne zur Unterdr&uuml;ckung der Opposition und zur Vorbereitung einer direkten milit&auml;rischen Konfrontation mit Russland sind. Das ist auch daran zu erkennen, dass sie die Schl&uuml;sselworte der Kampagne zum Teil l&auml;ngst in ihre Selbstdarstellung integriert haben. Wer sich im ersten Absatz f&uuml;r die Pressefreiheit stark macht und im zweiten Absatz auf die Gefahr von Desinformation hinweist, deren Bek&auml;mpfung mit einer Einschr&auml;nkung ebendieser Pressefreiheit einhergeht, widerspricht sich nicht nur selbst, sondern macht sich verd&auml;chtig, mit Orwell&lsquo;schem Doppelsprech Gehirnw&auml;sche zu betreiben.<\/p><p>Nicht zu untersch&auml;tzen ist in diesem Zusammenhang auch die Rolle der einflussreichen etablierten Medien. Sie tragen ma&szlig;geblich dazu bei, dass bereits eine kritische Einsch&auml;tzung der westlichen Sichtweise auf den Konflikt in der Ukraine &ndash; Stichwort &bdquo;unprovozierter brutaler Angriffskrieg Russlands&ldquo; &ndash; als prorussische Propaganda einzuordnen ist und im Grunde wie ein Verbrechen geahndet werden muss. Gleiches gilt f&uuml;r eine kritische Sichtweise auf den Krieg in Gaza und das Vorgehen Israels, wenn Interviews mit Vertretern der Hamas oder die Berichterstattung von pro-pal&auml;stinensischen Protesten mit Terrorunterst&uuml;tzung und Antisemitismus gleichgesetzt werden. Die Sanktionen gegen H&uuml;seyin Do&#287;ru und Jacques Baud best&auml;rken dieses Vorgehen geradezu. Mitgliederstarke Organisationen m&uuml;ssen aus diesem Grund damit rechnen, dass ein Gro&szlig;teil ihrer Einnahmen wegbricht, wenn sie sich konsequent f&uuml;r die sanktionierten Personen und damit den uneingeschr&auml;nkten Erhalt der Grundrechte einsetzen &ndash; insbesondere dann, wenn sie zus&auml;tzlich staatliche F&ouml;rdermittel erhalten.<\/p><p>Es ist durchaus zu bef&uuml;rchten, dass die derzeitige Entwicklung in noch mehr Zensur und einen autokratischen Staat m&uuml;ndet. Sp&auml;testens dann, wenn es tats&auml;chlich zu einer direkten milit&auml;rischen Auseinandersetzung zwischen Russland und seinen westlichen europ&auml;ischen Nachbarn kommt, ist damit zu rechnen, dass mit den derzeit noch in der Erprobung befindlichen Instrumenten die politische Opposition verboten und regierungskritische Medien im Namen des Erhalts der Demokratie weiter zensiert werden. Was bleibt, ist die H&uuml;lle. Auch die DDR war zumindest ihrem Namen nach &bdquo;demokratisch&ldquo;.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot \/ H&uuml;seyin Dogru<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/4264e4930cd54413a57b095e68c8bf2d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Journalistenverb&auml;nde und -gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Sozialverb&auml;nde, Kirchen und Parteien sich nicht mehr uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r die Pressefreiheit einsetzen, l&auml;sst dies Ungutes f&uuml;r die Zukunft erahnen. An ihren Reaktionen auf eine Presseanfrage zur drohenden humanit&auml;ren Notlage des sanktionierten deutschen Journalisten H&uuml;seyin Do&#287;ru l&auml;sst sich ableiten, wie stark diese Organisationen bereits in eine politische Kampagne zur Zensur der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150304\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":149965,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,123,11],"tags":[351,3223,3058,2062,3635,2005,418,2669,1554,1415,1934,309,3542,1019,220],"class_list":["post-150304","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-kampagnentarnworteneusprech","category-strategien-der-meinungsmache","tag-afghanistan","tag-baud-jacques","tag-diffamierung","tag-djv","tag-dogru-hueseyin","tag-fake-news","tag-grundgesetz","tag-leitmedien","tag-orwell-2-0","tag-pressefreiheit","tag-reporter-ohne-grenzen","tag-repressionen","tag-schweigespirale","tag-wirtschaftssanktionen","tag-zensur"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/260504-EU_Kampagne.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150304"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150321,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150304\/revisions\/150321"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/149965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}