{"id":15034,"date":"2012-11-09T09:33:29","date_gmt":"2012-11-09T08:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15034"},"modified":"2012-11-09T09:33:29","modified_gmt":"2012-11-09T08:33:29","slug":"hinweise-des-tages-1757","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15034","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Pogromnacht am 9. November 1938<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">IMK: &ldquo;Fiscal Cliff&rdquo; in den USA sch&auml;digt auch deutsche Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Folgen der Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Deutschlands schr&auml;ger Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Exporte sinken so stark wie zuletzt im Krisenjahr 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Belgische Arbeiter randalieren vor K&ouml;lner Ford-Werk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Steuerrekord!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Steuerabkommen: SPD-L&auml;nder legen sich auf Nein fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Leiharbeit bremst Berufskarriere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Betreuungsgeld soll um Altersvorsorge und Bildungssparen erweitert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Lebensversicherer suchen nach Alternativen zum Garantiezins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">BGH genehmigt Abschlusskosten-Verbuchung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">2013 keine Beteiligung des Bundes an Kosten der Arbeitsf&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Vielen Deutschen geht das Geld aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Mythos Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zum Gutachten des &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrates&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Aufforderung zum Patientenbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Chinas Expansion ins Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Das Letzte: Bundespr&auml;sident redet beim &bdquo;F&uuml;hrungstreffen Wirtschaft 2012&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Allerletzte: Werbung der FDP<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pogromnacht am 9. November 1938<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121109_Hinweise_1.jpg\" alt=\"Pogromnacht\" title=\"Pogromnacht\"><\/p>\n<p>Der 9. November ist der Gedenktag des Umschlagens von gesellschaftlicher Rassendiskriminierung und weit verbreitetem Antisemitismus in Gewalt und Terror gegen Juden und andere ethnische Minderheiten.<br>\nAuch heute denken ein F&uuml;nftel der Menschen in diesem Land antisemitisch, jeder Achte hegt rassistisches Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit wird gesch&uuml;rt und ist auf dem Vormarsch , Langzeitarbeitslose werden diskriminiert und abgewertet.<br>\nGerichte m&uuml;ssen Fackel(!)m&auml;rsche der Neo-Nazis zu Asylbewerberheimen und vorbei an Synagogen <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news3\/article110809673\/Gericht-genehmigt-Aufmarsch-von-NPD-Jugend-mit-Auflagen.html\">verhindern<\/a>. Der rechte Mob muss mit den Brands&auml;tzen &ndash; noch &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nordkurier.de\/cmlink\/nordkurier\/nachrichten\/mv\/gericht-genehmigt-npd-aufmarsch-ohne-fackeln-1.504072\">300 Meter Abstand halten<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IMK: &ldquo;Fiscal Cliff&rdquo; in den USA sch&auml;digt auch deutsche Konjunktur<\/strong><br>\nDas &ldquo;Fiscal Cliff&rdquo; in den USA &ndash; Steuerh&ouml;hungen und drastische staatliche Ausgabenk&uuml;rzungen, die nach den aktuell g&uuml;ltigen Budgetbeschl&uuml;ssen Anfang 2013 wirksam werden &ndash; w&uuml;rde die US-Wirtschaft in die Rezession treiben und auch die deutsche Konjunktur deutlich belasten. Darauf weist das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hin. &ldquo;Wenn es Demokraten und Republikanern nicht noch gelingt, diesen v&ouml;llig unsinnigen Automatismus zu entsch&auml;rfen, wird die amerikanische Wirtschaft im kommenden Jahr abst&uuml;rzen&rdquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. Davor hat das Institut auch in seiner aktuellen Konjunkturprognose gewarnt.*<br>\n&ldquo;Insbesondere die deutsche Wirtschaft tr&auml;fe das ebenfalls hart. Denn kr&auml;ftige Exporte in die USA haben f&uuml;r viele Unternehmen die gravierende Nachfrageschw&auml;che unserer europ&auml;ischen Partner wenigstens etwas gemildert. Damit w&auml;re es dann vorbei&rdquo;, erkl&auml;rt der &Ouml;konom. Hinzu k&auml;men indirekte Wirkungen: Wenn eine schwache Nachfrage aus den USA die wirtschaftliche Entwicklung in Asien ausbremse, ziehe das wiederum auch deutsche Exporte in Mitleidenschaft. In seine Prognose f&uuml;r das deutsche Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr &ndash; 0,4 Prozent &ndash; hat das IMK die Wirkungen des &ldquo;Fiscal Cliffs&rdquo; einbezogen.<br>\nAngesichts der drohenden Krise in den USA sei es umso wichtiger, die Konjunktur im Euroraum zu entlasten, analysiert das IMK. Dazu trage es wesentlich bei, die Sparpakete in den Krisenl&auml;ndern zeitlich zu strecken. &ldquo;Unrealistische Konsolidierungsziele, die die Wirtschaft abw&uuml;rgen n&uuml;tzen niemandem etwas&rdquo;, sagt Horn. Parallel dazu sei es wichtig, dass wirtschaftlich robustere L&auml;nder wie Deutschland durch zus&auml;tzliche staatliche Investitionen in Zukunftsbereiche wie Bildung, Infrastruktur und Kinderbetreuung weitere Impulse geben. Um die notwendigen Mittel zu mobilisieren, m&uuml;sse die Bundesregierung nicht die Verschuldung erh&ouml;hen. Die Wissenschaftler sehen Spielraum f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen auf hohe Einkommen, Kapitaleink&uuml;nfte und gro&szlig;e Verm&ouml;gen. Diese w&uuml;rden die Wirtschaftsentwicklung nur wenig belasten, so dass insgesamt ein expansiver Effekt entst&uuml;nde.<br>\nAls Vorsichtsma&szlig;nahme angesichts der konjunkturellen Schw&auml;che pl&auml;dieren die IMK-Experten daf&uuml;r, die gesetzlichen Regelungen zur Kurzarbeit m&ouml;glichst rasch wieder so gro&szlig;z&uuml;gig auszugestalten wie w&auml;hrend der akuten Wirtschaftskrise 2009.<br>\nQuelle: IMK Pressemitteilung (nicht im Netz)<br>\n* IMK-Arbeitskreis Konjunktur: Im Sog der Krise. Deutsche Konjunktur im Herbst 2012. IMK Report Nr. 74, Oktober 2012. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_74_2012.pdf\">Download [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Folgen der Austerit&auml;tspolitik in Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>580 Seiten Sparkatalog f&uuml;r die Griechen<\/strong><br>\nZur Mehrheit im Athener Parlament wird es laut GSEE-Chef&ouml;konom reichen, f&uuml;r den Weg aus der Krise nicht.<br>\nDas ganze Sparpaket, das Griechenlands Abgeordnete am heutigen Mittwoch annehmen soll, ist nur wieder sinnloses St&uuml;ckwerk&hellip;<br>\nDenn was die Sozialkassen im Land durch die fortgesetzten Pensionsk&uuml;rzungen einsparen, verlieren sie an Beitragszahlungen durch arbeitslos gewordene Griechen; die m&uuml;ssen sie wiederum mit Arbeitslosengeld unterst&uuml;tzen&hellip;<br>\nNeben den Pensionsbeziehern verlieren auch Beamte an Universit&auml;ten, der Justiz, Armee und der Polizei erneut beim Gehalt&hellip; Der Uni-Professor verdiente vor der Krise 3200 Euro im Monat nach Abzug der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge. Nach verschiedenen Sparrunden fiel er auf 2200 Euro herunter; jetzt nimmt ihm der Staat nochmals 20 Prozent. Macht unter 1800 Euro nach 40 Berufsjahren, sch&auml;tzt der &Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350260509432\/580-Seiten-Sparkatalog-fuer-die-Griechen\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Nach Abstimmung &uuml;ber Sparpaket: &bdquo;Griechenland wird ausgepl&uuml;ndert&ldquo;<\/strong><br>\nMit Wut und Emp&ouml;rung haben viele Griechen auf das neue Sparpaket reagiert. Im Interview mit tagesschau.de warnt Elias Tsolakidis vor den Folgen f&uuml;r die Menschen. Das Land werde ausgepl&uuml;ndert. Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen Systemwechsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/sparpaketgriechenland100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanische Immobilienkrise: Schon 400.000 Familien mussten Wohnungen r&auml;umen<\/strong><br>\nSeit dem Beginn der Krise vor f&uuml;nf Jahren haben hunderttausende Familien in Spanien ihr Haus, ihre Wohnung oder ihren kleinen Laden verloren. Viele Richter wollen keine Zwangsr&auml;umungen mehr anordnen. Regierung und Opposition suchen einen Ausweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/spanien\/spanische-immobilienkrise-schon-400-000-familien-mussten-wohnungen-raeumen-11954507.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Alles Gute kommt von unten<\/strong><br>\nW&auml;hrend Italiens Mitte-links-Parteien weiter die Regierung von Mario Monti st&uuml;tzen, gibt es Ans&auml;tze f&uuml;r eine Koalition der sozialen Bewegungen. Ihre St&auml;rke und Einheit am &laquo;No-Monti-Day&raquo; war bemerkenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1245\/italien\/alles-gute-kommt-von-unten\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreich: Was ist ein &bdquo;Vertrauensschock&ldquo;<\/strong><br>\nDas Konzept von Gallois kreist um eine Absenkung der Arbeitgeberabgaben um 20 Mrd. Euro und der Arbeitnehmerbeitr&auml;ge um 10 Mrd. Euro, die kompensiert werden sollen durch eine Mehrwertsteuererh&ouml;hung und eine Anhebung der allgemeinen Sozialabgabe. Mit dieser Arbeitgeberentlastung ist die chronisch defizit&auml;re Krankenversicherung und die Rentenversicherung nicht in stand zu setzen. Ebenso wenig hilft dieses Konzept bei der geplanten Reduzierung des allgemeinen Haushaltsdefizits. Es erf&uuml;llt einzig und allein die Aufgabe, in der &ouml;ffentlichen Debatte das Argument der notwendigen Unternehmensentlastung mehrheitsf&auml;hig zu machen. Im Regierungslager wird mit Vielstimmigkeit reagiert: Der Industrieminister Montebourg will nur investierende Unternehmen entlasten, eine PS-Sprecherin begr&uuml;&szlig;t die Konzentration auf Forschungsf&ouml;rderung, f&uuml;r den fr&uuml;here Vorstand von Renault (Staatsbeteiligung) stellen die Lohnkosten &raquo;nur zehn Prozent des Problems&laquo; dar. Wirkliche Wachstumsimpulse fehlen jedoch in diesem Konzept, von der angestrebten Ausdehnung franz&ouml;sischer Weltmarktanteile ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/was-ist-ein-vertrauensschock\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Rede vor EU-ParlamentMerkel wirbt f&uuml;r grundlegende Reform Europas<\/strong><br>\nAngela Merkel hat vor dem EU-Parlament f&uuml;r weitere Instrumente zur Haushaltskonsolidierung innerhalb der europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion geworben. Aus den Reihen der EU-Abgeordneten kam scharfe Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/rede-vor-eu-parlament-merkel-wirbt-fuer-grundlegende-reform-europas\/v_detail_tab_print\/7360016.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Dazu ein offener Brief aus Portugal:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,<br>\nZuallererst m&ouml;chten wir darauf hinweisen, dass wir uns an Sie als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland wenden, und zwar nur als solche. Wir haben Sie nicht gew&auml;hlt, erkennen keine Kanzler\/in Europas an. In diesem Sinne m&ouml;chten wir, die Unterzeichner dieses offenen Briefes, diesen Weg nutzen, um an Sie, Frau Bundeskanzlerin, zu schreiben. Wir, die Unterzeichner, sind B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger des Landes, welches Sie am 12. November besuchen werden, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die sich solidarisch mit den von den Sparprogrammen attackierten L&auml;ndern verbunden f&uuml;hlen. Aufgrund des Charakters Ihres angek&uuml;ndigten Besuches und vor dem Hintergrund der katastrophalen &ouml;konomischen und sozialen Lage Portugals, betonen wir, dass Sie hier nicht willkommen sind. Sie sollten sich auf portugiesischem Territorium als persona non grata betrachten, denn Sie mischen sich eindeutig in innere Angelegenheiten ein, f&uuml;r die Sie kein demokratisch von den hier lebenden Menschen ausgestelltes Mandat haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carachancelermerkel.blogspot.de\/p\/blog-page.html\">Cara Chanceler Merkel<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.P.:<\/strong> Wenn die Deutschen und vor allem die deutschen Medien nur so viel w&uuml;sten wie die portugiesischen Verfasser dieses Briefes.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Deutschlands schr&auml;ger Aufschwung<\/strong><br>\nSeit Monaten steigt der &Uuml;berschuss deutscher Exporte gegen&uuml;ber den Importen rasant. Im Sp&auml;tsommer lagen die Ausfuhren um rekordverd&auml;chtige 16 Mrd. Euro &uuml;ber den Einfuhren &ndash; in einem einzigen Monat&hellip;<br>\nDie Trendumkehr wirkt umso bizarrer, als Europas viel kritisierte Krisenl&auml;nder ihre Au&szlig;enbilanzen dramatisch verbessern, auch gegen&uuml;ber den Deutschen &ndash; wenn auch teils auf brutale Art&hellip; Logisch: Da muss es jetzt andere geben, die umso mehr Defizit einfahren und sich verschulden &ndash; so wie einst die, die (auch) deshalb heute in der Krise stecken&hellip;<br>\nZu den Kandidaten z&auml;hlt Frankreich. Hier ist der deutsche &Uuml;berschuss an Exporten seit 2009 um rund die H&auml;lfte gestiegen. Im Fr&uuml;hjahr verkauften die Deutschen beim Nachbarn f&uuml;r fast 10 Mrd. Euro im Quartal mehr, als sie dort einkauften&hellip;<br>\nWenn die Deutschen &uuml;berhaupt global wettbewerbsf&auml;higer geworden sind, dann wegen der krisenbedingten Euro-Schw&auml;che, die Waren im Ausland verbilligt &ndash; zweifelhafter Verdienst. Der Hauptgrund f&uuml;r das Wiederhochschnellen des Handels&uuml;berschusses liegt auf der anderen Seite der Bilanz: bei der Schw&auml;che der deutschen Importnachfrage.<br>\nSeit sich die Euro-Krise zugespitzt hat, schwindet aller Beteuerung zum Trotz die Dynamik der Binnennachfrage. F&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse mag es nach zehn tristen Jahren toll wirken, dass die Verbraucher 2012 real ein Prozent mehr ausgeben. Das ist so weit vom Konsumboom entfernt wie die Erde vom Mars.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/11\/08\/die-kolumne-deutschlands-schrager-aufschwung\/\">FTD WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Exporte sinken so stark wie zuletzt im Krisenjahr 2009<\/strong><br>\nDie Ausfuhren sanken um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 91,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. &ldquo;Das ist der erste R&uuml;ckgang im Jahresvergleich seit Januar 2010 und zugleich der st&auml;rkste seit November 2009&rdquo;, sagte ein Statistiker der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nGrund daf&uuml;r ist die Rezession in vielen Euro-L&auml;ndern&hellip;<br>\nDie Exporte in die krisengeplagte Euro-Zone brachen um 9,1 Prozent ein, die in die EU-L&auml;nder um 7,0 Prozent. Dagegen wuchsen die Ausfuhren in Drittl&auml;nder &ndash; zu denen beispielsweise die USA und gro&szlig;e Schwellenl&auml;nder wie China geh&ouml;ren &ndash; um 1,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE8A700H20121108\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Reuters meldet weiter, dass die &Ouml;konomen &bdquo;&uuml;berrascht&ldquo; seien. Dabei muss man kein &Ouml;konom sein, um zu begreifen, dass, wenn in der Euro-Zone eine Rezession um sich greift, fr&uuml;her oder sp&auml;ter deren Nachfrage auch nach unseren Exporten nachlassen muss. Zum Handelsbilanz&uuml;berschuss siehe oben Thomas Fricke.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Belgische Arbeiter randalieren vor K&ouml;lner Ford-Werk<\/strong><br>\nSie kamen mit Feuerwerksk&ouml;rpern und brannten Reifenstapel ab: Belgische Ford-Arbeiter haben in K&ouml;ln ihrem &Auml;rger &uuml;ber Werkschlie&szlig;ungen Luft gemacht. Mehrere Polizisten wurden verletzt.<br>\nDie Europa-Direktion von Ford hatte vor zwei Wochen angek&uuml;ndigt, das Werk im fl&auml;mischen Genk mit rund 4300 Mitarbeitern 2014 schlie&szlig;en zu wollen. Wegen der massiv gesunkenen Nachfrage in Westeuropa schlie&szlig;t der US-Autobauer zudem zwei Werke in Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/gewaltsame-proteste-belgische-arbeiter-randalieren-vor-koelner-ford-werk-1922624.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch so handfest kann die europ&auml;ische Wirtschaftskrise auf Deutschland zur&uuml;ckschlagen. Dass es &bdquo;uns&ldquo; &ndash; noch &ndash; relativ besser geht, ist da kein Trost.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerrekord!?<\/strong><br>\n&bdquo;Rekordeinnahmen!&ldquo;, &bdquo;Erstmals &uuml;ber 600 Milliarden Steuern&ldquo;, &bdquo;So viel wie noch nie!&ldquo; Mit diesen Schlagzeilen stellte die Presse die Ergebnisse der aktuellen Steuersch&auml;tzung vor.<br>\nFalsch ist das nicht. Aber an Einf&auml;ltigkeit kaum zu &uuml;berbieten. Wenn die Wirtschaft w&auml;chst und die Preise steigen, steigen normalerweise L&ouml;hne, Gewinne und eben auch die Steuereinnahmen.<br>\nDaher erreichen sie in jedem Jahr einen neuen Rekord.<br>\nDaraus eine Schlagzeile zu machen w&auml;re so, als ob bei jeder Lohnerh&ouml;hung ein neuer Lohnrekord zu feiern w&auml;re.<br>\nDie gro&szlig;e Finanz- und Wirtschaftskrise hinterl&auml;sst noch lange ihre Spuren bei den Steuereinnahmen. Erst 2011 hatten sie wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht.<br>\nSie liegen aber noch &uuml;ber 40 Milliarden Euro niedriger, als die Steuersch&auml;tzer vor der Krise f&uuml;r 2012 erwartet haben. Auch die Steuergeschenke von Schr&ouml;der und Merkel an Reiche und Unternehmen wirken weiter.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121109_Hinweise_7.jpg\" alt=\"Steuereinnahmen aktuell\" title=\"Steuereinnahmen aktuell\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 18<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerabkommen: SPD-L&auml;nder legen sich auf Nein fest<\/strong><br>\nBei einer Aktion des B&uuml;ndnisses &ldquo;Kein Freibrief f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger&rdquo; legten sich die SPD-regierten L&auml;nder erstmals &ouml;ffentlich fest, das Steuerabkommen mit der Schweiz geschlossen abzulehnen. Dies erkl&auml;rte der nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) im Beisein der Finanzminister Carsten K&uuml;hl (Rheinland-Pfalz, SPD), Karoline Linnert (Bremen, Gr&uuml;ne) und der Staatssekret&auml;rin der Finanzen aus Brandenburg, Daniela Trochowski (Linke)&hellip;<br>\n&ldquo;Das Abkommen ist l&ouml;chrig wie ein Schweizer K&auml;se und zementiert das Schweizer Steuerfluchtsystem. Die vielen Schlupfl&ouml;cher lassen die zu erwartenden Einnahmen auf ein Minimum schrumpfen. Mehr Erfolg verspricht die EU-Zinsrichtlinie, die derzeit reformiert wird&rdquo;, sagte Markus Henn vom Tax Justice Network. &ldquo;Das Steuerabkommen mit der Schweiz blockiert die Bem&uuml;hungen der Europ&auml;ischen Union und verpasst dem gemeinsamen Kampf gegen Steuerflucht einen herben R&uuml;ckschlag. Zugleich wird die Abgeltungssteuer zementiert, die schon innerhalb von Deutschland die steuerliche Entlastung von Kapital massiv beg&uuml;nstigt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/64126\/2359624\/steuerabkommen-spd-laender-legen-sich-auf-nein-fest-buendnis-begruesst-klare-festlegung-protest-vor\">presseportal<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Analyse des Tax Justice Network zu den Schlupfl&ouml;chern des Abkommens:<\/strong><br>\nTrotz Nachverhandlungen bleibt das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen inakzeptabel. Die Schlupfl&ouml;cher des Abkommens im Hinblick auf die betroffenen Personen und die erfassten Verm&ouml;genswerte sind weiterhin riesig. In den meisten F&auml;llen, in denen die r&uuml;ckwirkende Einmalzahlung f&auml;llig w&uuml;rde, m&uuml;ssten Steuerbetr&uuml;ger lediglich einen Steuersatz im unteren Bereich (durchschnittlich 21-25%) bezahlen. Ob daher &uuml;berhaupt mehr als die geringe Vorauszahlung von zwei Mrd. CHF (umgerechnet rund 1,67 Mrd. Euro, Stand 18.7.2012) von deutschen Steuerpflichtigen einzuholen w&auml;re, ist ungewiss. Auch die k&uuml;nftigen j&auml;hrlichen Zahlungen an den deutschen Fiskus werden sich auf einen Bruchteil der vom deutschen Finanzministerium vermuteten Summe belaufen. Zudem wird die Verfolgung von Steuerstraftaten durch umfangreiche Amnestieregelungen erschwert.<br>\nDas Steuerabkommen dient einzig allein dazu, den automatischen Informationsaustausch von der Schweiz fern zu halten, der im Gegensatz zur anonymen Abgeltungssteuer f&uuml;r echte Steuertransparenz und Steuergerechtigkeit sorgen w&uuml;rde. Damit l&auml;uft das Abkommen zugleich dem Versuch zuwider, die EU-Zinsrichtlinie auszuweiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/cms\/upload\/pdf\/Deutsch\/2012-Deutsch-Schweizer-Steuerabkommen-Analyse-Update.pdf\">tax justice network [PDF &ndash; 250 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Leiharbeit bremst Berufskarriere<\/strong><br>\nF&uuml;r Berufsanf&auml;nger, die mit einer Leiharbeitsstelle starten, ist das Arbeitslosenrisiko h&ouml;her. Beim Einkommen liegen sie oft noch Jahre sp&auml;ter hinter dem der gleich Qualifizierten in Vollzeitstellen.<br>\nDie Einbeziehung der Minijobs in die Sozialversicherung und eine bessere Bezahlung der Leiharbeitskr&auml;fte sind f&uuml;r die Gewerkschaften vorrangige Ziele, um die Ordnung auf dem Arbeitsmarkt wiederherzustellen. Geringe Einkommen und mangelnde Berufsperspektiven begleiten junge Menschen, die mit befristeten Vertr&auml;gen oder einer Anstellung in einem Leiharbeitsunternehmen ins Arbeitsleben einsteigen, m&ouml;glicherweise ein Leben lang. Nach einer neuen Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden immer weniger Berufsanf&auml;ngerInnen in einem Normalarbeitsverh&auml;ltnis eingestellt. Der Einstieg, etwa &uuml;ber Leiharbeit, wird aber immer h&auml;ufiger zum berufslebenslangen Nachteil: &bdquo;Gelingt ein passender Einstieg in den ersten drei Jahren nicht, dann ist das nur schwer zu korrigieren&ldquo;, warnte IAB-Direktor Joachim M&ouml;ller, bei der Pr&auml;sentation des &bdquo;Handbuch Arbeitsmarkt 2013&ldquo; Mitte Oktober in Berlin.<br>\nDenn wer mit befristeter Anstellung oder in Leiharbeit startet, hat ein h&ouml;heres Arbeitslosenrisiko. Diese Besch&auml;ftigtengruppe war drei Jahre nach dem Berufsabschluss mit 196 Tagen fast doppelt so h&auml;ufig arbeitslos wie die &uuml;brigen Berufsstarter. Auch beim Einkommen sind LeiharbeitnehmerInnen langfristig benachteiligt. Wer beim Berufseinstieg drei Monate oder l&auml;nger befristet arbeitet oder einen Leiharbeitsvertrag unterschreibt, liegt f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter rund 17 Prozent unter dem Einkommen gleich Qualifizierter im Normalarbeitsverh&auml;ltnis.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121109_Hinweise_9.jpg\" alt=\"Leiharbeit\" title=\"Leiharbeit\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/einblick.dgb.de\/themen\/++co++d31967be-24da-11e2-93e6-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betreuungsgeld soll um Altersvorsorge und Bildungssparen erweitert werden<\/strong><br>\nDas geplante Betreuungsgeld soll f&uuml;r den Aufbau einer privaten Altersvorsorge oder f&uuml;r ein sogenanntes Bildungssparen eingesetzt werden k&ouml;nnen. Dies sieht der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen CDU\/CSU und FDP (17\/11315) vor, der am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten werden soll. Zeitgleich wird der Bundestag abschlie&szlig;end &uuml;ber die Einf&uuml;hrung des Betreuungsgeldes ab August 2013 beraten. Das Betreuungsgeld in H&ouml;he von 150 Euro monatlich sollen all jene Eltern erhalten, die ihre ein- und zweij&auml;hrigen Kinder nicht in einer staatlich gef&ouml;rderten Betreuungseinrichtung betreuen lassen. Das sogenannte Betreuungsgelderg&auml;nzungsgesetz sieht die monatliche Aufstockung des Betreuungsgeldes um 15 Euro vor, wenn die Bezieher es sich nicht auszahlen lassen, sondern f&uuml;r eine private Altersvorsorge oder f&uuml;r Ausbildungszwecke ihres Kindes ansparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_11\/2012_509\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein staatliches Subventionsprogramm f&uuml;r die Versicherungswirtschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur privaten Altersvorsorge passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lebensversicherer suchen nach Alternativen zum Garantiezins<\/strong><br>\nDen Lebensversicherern f&auml;llt es immer schwerer, die Garantien zu erwirtschaften, die sie ihren Kunden versprochen haben. Antr&auml;ge auf Aussetzung der Mindest&uuml;berschussbeteiligung sind im Gespr&auml;ch &ndash; und neue Produkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:finanztreffen-der-assekuranz-lebensversicherer-suchen-nach-alternativen-zum-garantiezins\/70114904.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BGH genehmigt Abschlusskosten-Verbuchung<\/strong><br>\nFondsgesellschaften d&uuml;rfen Provisionen und sonstige Abschlusskosten bei Riester-Vertr&auml;gen auch k&uuml;nftig &uuml;ber f&uuml;nf Jahre von den eingezahlten Beitr&auml;gen abziehen. Die Anleger in solche zertifizierten Altersvorsorgevertr&auml;ge w&uuml;rden durch die &ndash; bei Lebens- und Rentenversicherungen &uuml;bliche &ndash; Praxis der &ldquo;Zillmerung&rdquo; nicht unangemessen benachteiligt, entschied der Versicherungssenat des Bundesgerichtshofes (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe (Az.: IV ZR 292\/10). Er gab damit der Deutschen-Bank -Tochter DWS recht, die von Verbrauchersch&uuml;tzern wegen der Klauseln f&uuml;r seine &ldquo;DWS RiesterRente Premium&rdquo; verklagt worden war.<br>\nDie DWS hatte die Abschluss- und Vertriebskosten von 5,5 Prozent in f&uuml;nf Jahresraten von den Beitr&auml;gen abgezogen &ndash; das Geld stand damit nicht zur Anlage in Fondsanteile zur Verf&uuml;gung. Dagegen wandten sich die Verbrauchersch&uuml;tzer und beriefen sich auf das Investmentgesetz. Danach d&uuml;rfen die Abzugsbetr&auml;ge im ersten Jahr nur ein Drittel der eingezahlten Beitr&auml;ge ausmachen, der Rest muss &uuml;ber die gesamte Laufzeit verteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/riester-rente-bgh-genehmigt-abschlusskosten-verbuchung\/v_detail_tab_print\/7361526.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Zillmerung&ldquo; bedeutet, dass &bdquo;Versicherungs- und Abschlusskosten, s&auml;mtliche Vertriebs- und Akquisitionskosten&ldquo; mit den ersten umgewandelten Lohnraten bezahlt werden. Erst danach baut sich ein &bdquo;Deckungskapital f&uuml;r die Altersversorgung&ldquo; auf.<br>\nIn Abkehr von <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2293\">Untergerichten<\/a> hat der BGH nun diese Abzocke der Versicherer genehmigt. Es gilt das Prinzip: Die Versicherer sichern erst einmal ihren Reibach und der Versicherte kann dann sehen, wo er bleibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>2013 keine Beteiligung des Bundes an Kosten der Arbeitsf&ouml;rderung<\/strong><br>\nDie Beteiligung des Bundes an Kosten der Arbeitsf&ouml;rderung wird im kommenden Jahr gestrichen. Das sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung eines Haushaltsbegleitgesetzes 2013 (17\/10588) vor, dem der Haushaltsausschuss am Donnerstagnachmittag in ge&auml;nderter Fassung zustimmte. F&uuml;r den Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen, die Opposition votierte dagegen.<br>\nGleichzeitig soll danach der von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit an den Bund zu leistende Eingliederungsbeitrag wegfallen. Dadurch sollen sich f&uuml;r den Bund im kommenden Jahr Minderausgaben von 2,15 Milliarden Euro ergeben. In den Jahren 2014 bis 2016 sollen diese Minderausgaben jeweils rund zwei Milliarden Euro betragen.<br>\nLaut Gesetzentwurf sollte im kommenden Jahr der Zuschuss f&uuml;r die Gesetzliche Krankenversicherung einmalig um zwei Milliarden Euro abgesenkt werden. Auf Antrag der Koalitionsfraktionen wurde dieser Zuschuss um weitere 0,5 Milliarden Euro abgesenkt, so dass er im kommenden Jahr nur 11,5 Milliarden Euro betr&auml;gt. Die Absenkung um jeweils 1,25 Milliarden Euro in den Jahren 2014 bis 2016 bleibt wie im Regierungsentwurf vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_11\/2012_512\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal mehr: Sparen zu Lasten der Sozialkassen. Zur gleichen Zeit werden Milliarden Wahlgeschenke f&uuml;r die CSU in Form des Betreuungsgeldes verteilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vielen Deutschen geht das Geld aus<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Zahl der &uuml;berschuldeten Menschen 2012 wieder merklich gestiegen. 6,6 Millionen Deutsche sind betroffen, also fast jeder zehnte erwachsene Bundesb&uuml;rger. Das geht aus dem sogenannten &ldquo;Schuldneratlas&rdquo; der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor&hellip;<br>\nIm Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 190.000 Personen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von drei Prozent&hellip;<br>\nDie Autoren sehen vor allem die Verschuldung durch unangemessenes Konsumverhalten als Ursache f&uuml;r den Anstieg. Dadurch ausgel&ouml;ste Zahlungsschwierigkeiten haben um ein Drittel zugenommen. Besonders in Ostdeutschland war dies h&auml;ufig der Grund f&uuml;r &Uuml;berschuldung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/schuldneratlas-ueberschuldung-bei-jungen-erwachsenen-steigt-drastisch-1.1517868\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Ich frage mich immer mehr, woher diese &ldquo;sogenannten&rdquo; Experten die Fantasie nehmen, solche beklagenswerten Entwicklungen wie die Zunahme von Privatinsolvenzen mit einem steigenden Einkommen in den letzten Jahren und dem angeblich damit verbundenen &ldquo;Kaufrausch&rdquo; erkl&auml;ren zu wollen. Jegliche seri&ouml;se Erhebung, sei es zur Einkommensentwicklung oder seien es zur Entwicklung der Einzelhandelsums&auml;tze in den letzten Jahren straft diese Erkl&auml;rungen L&uuml;gen. Aber damit reiht man sich problemlos in die Aussagekraft des GfK-Konsumindex ein. Der liegt zwar auch immer neben der Realit&auml;t, nur hinterfragt wird dies &ldquo;offiziell&rdquo; nie.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r eine &bdquo;Creditreform&ldquo;, dass sie nur auf die Ausgabenseite der Haushalte schaut, aber nicht auf die Einnahmeseite der Verschuldeten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mythos Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/mediathek\/suche\/video87812_zc-485c01ae_zs-d23ba9ff.html\">MDR Mediathek Video<\/a>\n<p><strong>Trotz Milliardengewinn: Siemens plant radikales Sparprogramm<\/strong><br>\nSiemens hat eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte hinter sich, trotzdem legt der Industriekonzern ein drastisches K&uuml;rzungsprogramm auf. Sechs Milliarden Euro sollen bis 2014 eingespart werden &ndash; wie viele Stellen wegfallen, ist noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/siemens-plant-milliarden-sparprogramm-a-866001.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sichern &bdquo;wir&ldquo; unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit und nat&uuml;rlich auch die Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zum Gutachten des &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrates&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Diese Sachverst&auml;ndigen besser einsparen &ndash; sie sind nicht L&ouml;sung, sondern Teil des Problems<\/strong><br>\nDer so genannte Sachverst&auml;ndigenrat bleibt sich treu: &ldquo;Flexibilit&auml;t&rdquo; auf dem Arbeitsmarkt erhalten und noch ausbauen, &ldquo;moderate Lohnpolitik&rdquo;, gegen &ldquo;regulierende Einfl&uuml;sse&rdquo; wie Mindestl&ouml;hne oder Lohnuntergrenzen, aber f&uuml;r weitere Steuerentlastungen f&uuml;r Unternehmen in H&ouml;he von 4,6 Mrd. Euro, &ldquo;mehr Ehrgeiz bei Konsolidierung&rdquo; der &ouml;ffentlichen Haushalte; Schuld an der kommunalen Finanzlage seien &ldquo;hohe Sozialleistungen&ldquo;, statt aktiver Krisenbew&auml;ltigung mittels staatlicher Eingriffe, Fokus auf &ldquo;langfristigen Ordnungsrahmen&ldquo;, weiterer Sozialabbau und weitere Privatisierung der Sozialversicherungen; trotz hoher Arbeitslosigkeit sei das Produktionspotenzial &ldquo;&uuml;berausgelastet&ldquo;; und er st&uuml;tzt die M&auml;r von &ldquo;Erfolgen der Strukturanpassungsma&szlig;nahmen&rdquo; in den Krisenl&auml;ndern der Eurozone.<br>\nDie Medien greifen diesen Tenor bereitwillig auf&hellip;<br>\n&ldquo;Merkel betonte, dass sie die Einsch&auml;tzung nicht in allen Fragen teile. Deutschland stehe in dem Spannungsfeld, dass es einerseits die Schuldenbremse schon 2013 einhalten wolle, andererseits international dem Vorwurf aufgesetzt sei, zu stark zu sparen &ndash; und damit der Weltwirtschaft Wachstumsimpulse entziehe. &acute;In diesem Spannungsverh&auml;ltnis versuchen wir immer, den Weg zu finden.&rdquo;<br>\nDer Chef&ouml;konom der Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD), Heiner Flassbeck, kommentierte dies gegen&uuml;ber Wirtschaft und Gesellschaft mit den Worten:<br>\n&ldquo;Die bemerkenswerte Einsch&auml;tzung von Frau Merkel zeigt, dass die deutschen &Ouml;konomen eine v&ouml;llig losgel&ouml;ste und provinzielle Diskussion f&uuml;hren, die der Bedeutung und der Intensit&auml;t der internationalen und europ&auml;ischen Verflechtungen in keiner Weise gerecht wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=6582\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<p><strong>Mehrheit der Wirtschaftsweisen nimmt die Realit&auml;t nicht wahr<\/strong><br>\nDie Mehrheit des Sachverst&auml;ndigenrates nimmt die Realit&auml;t nicht wahr. Sie untersch&auml;tzt die anhaltende Krise und die negativen Folgen der europ&auml;ischen K&uuml;rzungspolitik v&ouml;llig. Die &Ouml;konomen wollen Erfolge der Sparpolitik erkennen und glauben, Licht am Ende des Krisentunnels zu sehen.<br>\nDie Realit&auml;t sieht anders aus: Europa steckt in der Rezessionsfalle. Die Arbeitslosigkeit in den Krisenl&auml;ndern erreicht Rekordst&auml;nde. Private und &ouml;ffentliche Armut nimmt zu. Die Schuldenquote der Krisenl&auml;nder w&auml;chst, obwohl dort eine Sparauflage nach der anderen durchgedr&uuml;ckt wird. Das hat auch negative Auswirkungen auf den deutschen Au&szlig;enhandel. Die europ&auml;ischen Absatzm&auml;rkte schrumpfen unter der Last der Ausgabenk&uuml;rzungen. Deutschlands Exporte in die Nachbarl&auml;nder gehen zur&uuml;ck. Damit werden auch hierzulande Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet.<br>\nSieht man von Peter Bofinger und seiner Minderheitenmeinung ab, verharmlosen die Wirtschaftsweisen in unverantwortlicher Weise die drohende Rezession. Anstatt die notwendigen Konjunktur stabilisierenden Ma&szlig;nahmen zu fordern, wird das &uuml;berholte, neoliberale Mantra von &sbquo;marktwirtschaftlichen L&ouml;sungen&rsquo; heruntergebetet. So soll Europa mit einem &sbquo;Maastricht 2.0&rsquo; zu noch h&auml;rteren K&uuml;rzungen getrieben werden, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll den Todessto&szlig; bekommen und die Gesundheitsvorsorge soll verst&auml;rkt &sbquo;einkommensunabh&auml;ngig&rsquo; &ndash; also zu Lasten von Geringverdienern &ndash; ausgestaltet werden.<br>\nAuch die Analyse des Besch&auml;ftigungsbooms geht v&ouml;llig an der Realit&auml;t vorbei, wie der Wirtschafsweise Bofinger in seiner Minderheitenmeinung unterstreicht. Der Boom ist nicht auf die Arbeitsmarktreformen 2002-2007 zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Letztere haben vielmehr Armut, Ungleichheit und Prekarisierung bef&ouml;rdert. Umso absurder klingt es, dass die Mehrheit der Sachverst&auml;ndigen diese Fehlentwicklungen weiter fortsetzen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++042f818c-28df-11e2-a566-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p>\n<li><strong>Inflations&auml;ngste unbegr&uuml;ndet<\/strong><br>\nIn seinem Jahresgutachten gibt der Sachverst&auml;ndigenrat Entwarnung und stellt fest, &bdquo;dass die Inflationsgefahren in der breiten &Ouml;ffentlichkeit wohl eher &uuml;bersch&auml;tzt werden&ldquo;. Auch nehmen die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi gegen die scharfe Kritik von Bundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann in Schutz. Mit seiner unkonventionellen Geldpolitik, insbesondere der Bereitschaft zum Ankauf von Staatsanleihen, habe Draghi die Kapitalm&auml;rkte und Banken stabilisiert. Diese Politik sei bisher &bdquo;erfolgreich&ldquo;, erkl&auml;ren die Top-&Ouml;konomen&hellip;<br>\nMit dem Programm f&uuml;r Anleihek&auml;ufe weiche die EZB die Grenze zwischen Geld- und Fiskalpolitik bedenklich auf. Doch befinde sich die Notenbank in einer Zwickm&uuml;hle, weil die Regierungen vers&auml;umt h&auml;tten, die W&auml;hrungsunion zu stabilisieren. So seien die Rettungsfonds EFSF und ESM zu klein, um L&auml;nder wie Italien oder Spanien zu sch&uuml;tzen. In dieser bedrohlichen Lage sei es die EZB gewesen, &bdquo;die mit ihren unkonventionellen geldpolitischen Ma&szlig;nahmen die Lage im Euro-Raum stabilisiert hat&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/euro-krise-inflationsaengste-unbegruendet,1472780,20814526,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wolfgang Wodarg: Aufforderung zum Patientenbetrug<\/strong><br>\nDerweil sich ganz Deutschland sehr zu Recht dar&uuml;ber erregte, dass Spenderorgane offenbar immer h&auml;ufiger an der offiziellen Warteliste vorbei verteilt werden, wurde an anderer Stelle weitgehend unbemerkt dem Betrug und der Korruption im &Auml;rztewesen T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Bereits am 22. Juni dieses Jahres hat der Gro&szlig;e Senat in Strafsachen des Bundesgerichtshofes (BGH) festgestellt, dass Kassen&auml;rzte keine Amtstr&auml;ger sind. Die Konsequenz: Damit k&ouml;nnen sie sich nach dem geltenden Strafrecht weder der aktiven oder passiven Bestechung noch der Vorteilsnahme strafbar machen. Denn nur f&uuml;r den Fall ihrer Amtstr&auml;gerschaft w&auml;ren die Bestechungsparagraphen des Strafrechts auch auf die Vertrags&auml;rzte der gesetzlichen Krankenkassen anwendbar. Sie d&uuml;rfen sich somit von Kliniken, Pharmaindustrie und anderen straflos korrumpieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/november\/aufforderung-zum-patientenbetrug\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Chinas Expansion ins Meer<\/strong><br>\nIm Streit zwischen China und Japan um ein paar unbewohnte Inseln l&auml;sst die F&uuml;hrung in Peking ihre Muskeln spielen. Der aktuelle Fall ist jedoch nur einer in einer ganzen Reihe von Konflikten, mit denen China seine Anspr&uuml;che auf gro&szlig;e Teile der angrenzenden Meere durchsetzen will.<br>\nSeit Fr&uuml;hjahr 2012 drohen die Spannungen im Ost- und im S&uuml;dchinesischen Meer zu eskalieren. Im April kam es in den umstrittenen Gew&auml;ssern um das Scarborough-Riff 200 Kilometer westlich von Manila zu einem Scharm&uuml;tzel zwischen chinesischen Fischerbooten und der philippinischen K&uuml;stenwache. Der Zusammensto&szlig; wuchs sich zu einer monatelangen Konfrontation aus. Als im Juni die Vietnamesen neue Schifffahrtsregeln f&uuml;r das Gebiet um die Spratly- und die Paracel-Inseln verk&uuml;ndeten, reagierte die Pekinger F&uuml;hrung mit der Erhebung der Siedlungen auf den Inseln in den Rang einer Stadt und der Stationierung einer Milit&auml;rgarnison. Im September spitzte sich dann der Konflikt zwischen China und Japan zu, als die Regierung in Tokio den Kauf der Senkaku-Inseln (auf Chinesisch Diaoyu-Inseln) bekannt gab. Die Chinesen antworteten mit Wirtschaftssanktionen, umf&auml;nglichen Milit&auml;rman&ouml;vern, antijapanischen Demonstrationen in mehreren Gro&szlig;st&auml;dten und verst&auml;rkten Patrouillen in den umstrittenen Gew&auml;ssern.<br>\nDas S&uuml;dchinesische Meer ist eine der wichtigsten Schifffahrtsstra&szlig;en der Welt und verf&uuml;gt &uuml;ber riesige unterseeische Ressourcen. Genau deshalb ist es ein potenzieller Konfliktherd zwischen China, den s&uuml;dostasiatischen Anrainerstaaten Vietnam, Philippinen, Malaysia und Brunei sowie den USA. Bei seinen asiatischen Nachbarn l&ouml;ste China 2009 gro&szlig;e Besorgnis aus, als es bei den Vereinten Nationen eine Landkarte mit der sogenannten Neun-Striche-Linie einreichte. Diese neun Striche bilden eine u-f&ouml;rmige Linie, die den gr&ouml;&szlig;ten Teil des S&uuml;dchinesischen Meeres umfasst, wobei das umrissene Gebiet mit dem vagen Begriff &ldquo;relevante Gew&auml;sser&rdquo; bezeichnet wurde.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/11\/09\/a0008.text\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p>Auf dieser Karte kann man sich einen &Uuml;berblick zu diesem gef&auml;hrlichen Regionalkonflikt um Meereszonen und Rohstoffe verschaffen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pdf\/lmdkarte.pdf\">Le Monde diplomatique [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/p>\n<p>Und hier das vollst&auml;ndige Inhaltsverzeichnis der neuen Le Monde diplomatique:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p>(Am Freitag, den 9. November liegt die Zeitung der taz.die tageszeitung bei. Ab dem 10. November gibt es Le Monde diplomatique separat am Kiosk.)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: Bundespr&auml;sident redet beim &bdquo;F&uuml;hrungstreffen Wirtschaft 2012&ldquo;<\/strong><br>\nVom 14. &ndash; 17. November findet das sog. <a href=\"http:\/\/www.sz-fuehrungstreffen.de\/bundesprasident-halt-rede-zur-verantwortung-der-wirtschaft\/\">&bdquo;F&uuml;hrungstreffen Wirtschaft&ldquo;<\/a> der S&uuml;ddeutschen Zeitung, nat&uuml;rlich im Hotel Adlon in Berlin statt. Sponsoren sind Audi, BP, ING-Diba, Prime Office, Roland Berger Strategy Consultants, Telef&oacute;nica.<br>\nDie Anmeldung kostet 3.095,00 zzgl. MwSt., nat&uuml;rlich steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar. Es ist also eine kommerzielle closed-shop Veranstaltung, wo sich &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;fte&ldquo; gegenseitig ihre Rolle als &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;fte&ldquo; bescheinigen und unter &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;ften&ldquo; sich und einigen politischen &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;ften&ldquo; &bdquo;ihre&ldquo; Welt erkl&auml;ren. Mit einem demokratischen Diskurs hat das Treffen nichts zu tun. Es ist auch keine Versammlung eines Interessenverbandes, wie etwa dem Arbeitgeberverband, der Gewerkschaften oder der Kirchen. Nein, man bleibt unter sich und feiert sich selbst in vornehmem Ambiente. Dass &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;fte&ldquo; der Politik, wie etwa Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz, der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbr&uuml;ck, und der Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, J&uuml;rgen Trittin, dort ihre Aufwartung machen, ist schon bemerkenswert, dass aber der Repr&auml;sentant des gesamten Volkes dort die &bdquo;Er&ouml;ffnungsrede&ldquo; h&auml;lt, halte ich f&uuml;r skandal&ouml;s. Es ist nicht nur peinlich, dass sich das Staatsoberhaupt hierbei zum Aush&auml;ngeschild einer kommerziellen Veranstaltung machen l&auml;sst, es widerspricht jeglicher demokratischen Kultur, dass er einer informellen, aber m&auml;chtigen Kaste die staatliche Ehre erweist, die sich dadurch selbst beweihr&auml;uchern kann. (WL)<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Werbung der FDP<\/strong><br>\nEin Leser informiert uns:\n<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren von den Nachdenkseiten,<br>\nich wei&szlig;, dass Minister Br&uuml;derle (FDP) in diesem Jahr schon einmal Werbematerial f&uuml;r die FDP als Massensendungen an alle Haushalte verschicken lie&szlig;. Auf Kosten der Steuerzahler! s. dazu z.B.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fdp-briefe-bundestagspraesident-lammert-will-sachverhalt-klaeren-a-831117.html\">Spiegel online vom 03.05.2012<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/thema\/nrw_landtagswahl_2012\/fdp-droht-aerger-um-werbebrief-aus-steuermitteln-id6613187.html\">WAZ vom 01.05.2012<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/streit-um-bruederle-brief-gruene-werfen-fdp-unzulaessige-wahlwerbung-vor-1.1348154\">S&uuml;ddeutsche vom 15.05.2012<\/a>.<br>\nHeute fand ich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121109_FDP_Werbung.pdf\">folgendes Schreiben [PDF &ndash; 213 KB]<\/a> in meinem Briefkasten. Die Pers&ouml;nlichen Angaben habe ich aus Datenschutzgr&uuml;nden unkenntlich gemacht. Sollte es sich herausstellen, dass dieses Schreiben wieder auf Kosten der Steuerzahler verschickt wurde, ist dies ein Skandal und m&uuml;sste rechtliche Schritte gegen Herrn Br&uuml;derle und seine Partei unbedingt nach sich ziehen. Davon abgesehen hoffe ich, dass auch solche verzweifelten L&uuml;gen die FDP nicht vor dem Untergang retten werden. <\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15034","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15034"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15038,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15034\/revisions\/15038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}