{"id":150350,"date":"2026-05-13T09:00:39","date_gmt":"2026-05-13T07:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150350"},"modified":"2026-05-13T09:10:07","modified_gmt":"2026-05-13T07:10:07","slug":"der-grosse-befreiungsschlag-russlands-praesident-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150350","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe \u201eBefreiungsschlag\u201c \u2013 Russlands Pr\u00e4sident unter Druck?"},"content":{"rendered":"<p>Als am 9. Mai in Moskau der 81. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion gegen das faschistische Hitler-Regime und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa (in S&uuml;dostasien ging er bis August 1945 weiter) gefeiert wurde, wurde nicht nur auf die Rede des russischen Pr&auml;sidenten geachtet, sondern auch auf die abgespeckte Milit&auml;rparade. In hiesigen Medien mutma&szlig;te man, die milit&auml;rische Hardpower Russlands sei am Limit und daher k&ouml;nne Moskau sich eine umfassende Parade gar nicht leisten, da das Material und Personal an der Front gebraucht w&uuml;rde. Eine alternative These war, der Kreml f&uuml;rchte ukrainische Drohnenangriffe auf den Roten Platz und wolle daher die Parade so klein wie m&ouml;glich halten. Beide Mutma&szlig;ungen haben denselben Kern: <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2026\/05\/11\/putin-russia-ukraine-war-moscow-victory-parade\/\">Russland verliere die Initiative in der Ukraine<\/a>. Ein Grund zur Freude oder ein Grund zur Furcht? Von <strong>Alexander Neu<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nOb Russland gegenw&auml;rtig die Initiative auf dem ukrainischen Schlachtfeld verliert oder nicht, vermag ich im Gegensatz zu unseren journalistischen Sofagener&auml;len nicht abschlie&szlig;end beantworten. Es gibt zu viele abh&auml;ngige Variablen und widerspr&uuml;chliche Indikatoren, als dass gesicherte Aussagen m&ouml;glich w&auml;ren. Aber nicht selten h&auml;ngen unsere Experten aus Politik, Milit&auml;r, Thinktanks und Medien dem Wunschdenken an, statt saubere Analysen zu leisten. Im Hinblick auf Russland gibt es eine interessante historische Aussage zu dessen F&auml;higkeiten: Russland sei nie so stark wie es sage und nie so schwach wie wir glaubten.<\/p><p>Fakt ist, Russland erobert bislang nach wie vor &ndash; wenn auch sehr langsam &ndash; Territorien. Die geringe Geschwindigkeit ist kein Novum, im Gegenteil. Seit etwa Sommer 2023 handelt es sich um einen kriechenden Bewegungskrieg oder Fast-Stellungskrieg. Manche Frontbilder erinnern an den deutsch-franz&ouml;sischen Stellungskrieg in Verdun w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges: Sch&uuml;tzengr&auml;ben, Panzersperren, umw&uuml;hlte Landschaften. Der Unterschied zu Verdun: Kampf- und Aufkl&auml;rungsdrohnen am Himmel, die einen umfassenden Bewegungskrieg verunm&ouml;glichen. Der Krieg in der Ukraine wird im erweiterten Frontbereich mittlerweile dominant von den Kampfdrohnen bestimmt, die das Schlachtfeld in erheblichem Ma&szlig;e &bdquo;einfrieren&ldquo;, da sie die milit&auml;rische Hardware sowie Soldaten des jeweiligen Feindes geradezu jagen.<\/p><p>Die ukrainische und die russische Armee leisten sich im Drohnensegment einen harten Wettkampf um technische und operativ-taktische Innovationen der modernen Kriegsf&uuml;hrung. Die neue Kriegsf&uuml;hrung des 21. Jahrhunderts begann in der Ukraine und wird auch erfolgreich im iranisch-US-amerikanischen Krieg seitens des Irans praktiziert. F&uuml;r Russland bedeutet dies, dass trotz massiver konventioneller &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber der Ukraine im klassischen Sinne &ndash; Panzer, Schiffe und Infanterie &ndash; mehr oder minder eine Pattsituation entsteht, die auf einen Abnutzungskrieg hinausl&auml;uft. Die Frage ist, wer den l&auml;ngeren Atem hat &ndash; Russland oder die von EU-Europa materiell und finanziell massiv unterst&uuml;tzte Ukraine. Diese Phase des Abnutzungskrieges l&auml;uft nun bereits seit kurz nach Beginn der russischen Invasion. Was ist also neu?<\/p><p><strong>Wachsende Unruhe in Russland<\/strong><\/p><p>Seit einigen Monaten jedoch scheint sich in Russland eine wachsende Unzufriedenheit in der Gesellschaft und bei den Kriegsbloggern gegen&uuml;ber der russischen F&uuml;hrung breitzumachen. Nicht nur, dass der Krieg mittlerweile l&auml;nger dauert als der &bdquo;<em>Gro&szlig;e Vaterl&auml;ndische Krieg<\/em>&ldquo;, also der deutsch-sowjetische Krieg von Juni 1941 bis Mai 1945, sondern auch, dass nach vier Jahren mit geringen Gel&auml;ndegewinnen nun auch zunehmend russische Energie- sowie R&uuml;stungsinfrastruktur durch ukrainische Kamikazedrohnen mit erheblichen Reichweiten angegriffen und zerst&ouml;rt werden. Der Krieg kommt, wie auch bereits seit der letzten &ndash; schlie&szlig;lich zwar gescheiterten &ndash; Kursk-Offensive der ukrainischen Streitkr&auml;fte erneut nach Russland zur&uuml;ck. In der Gesellschaft sowie bei russischen Milit&auml;rbloggern kommt das gar nicht gut an.<\/p><p>Und auch im Sicherheitsapparat scheint die Unzufriedenheit mit der Kriegsf&uuml;hrung des Kremls zu wachsen. Schon wird mal wieder &uuml;ber ein Ende der &bdquo;Putinherrschaft&ldquo; in westlichen Medien fabuliert. Diese d&uuml;rfte gegenw&auml;rtig nicht im Raume stehen, die wachsende Unzufriedenheit wohl aber sehr. Denn nach Auffassung russischer Blogger als auch anerkannter Milit&auml;rexperten und Milit&auml;rs k&ouml;nnte Russland viel h&auml;rter gegen die Ukraine vorgehen; und auch &ndash; und hier der wichtigste Punkt &ndash; gegen die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten der Ukraine. Die Lieferung von R&uuml;stungsg&uuml;tern, insbesondere auch im Drohnensegment (Drohnen und andere Waffensysteme mit gro&szlig;er Reichweite) st&ouml;&szlig;t nicht mehr nur auf Widerspruch und Kritik Moskaus, sondern wird zunehmend durch Drohungen erg&auml;nzt. Eine weitere Eskalationsstufe wird derweil seitens der Bundesregierung durch die <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/2196306\/2420584\/d1086d9698ecba67167dc8ee554002dc\/2026-04-14-d-ukr-regkonsultationen-erklaerung-deu-data.pdf?download=1&amp;enodia=eyJleHAiOjE3NzY5NDAxNTgsImNvbnRlbnQiOnRydWUsImF1ZCI6ImF1dGgiLCJIb3N0Ijoid3d3LmJ1bmRlc3JlZ2llcnVuZy5kZSIsIlNvdXJjZUlQIjoiMTcyLjk0Ljg4LjMwIiwiQ29uZmlnSUQiOiI4ZGFkY2UxMjVmZDJjMzkzMmI5NDNiNTJlOWQyY2Q2NTA1NzU0ZTE2MjIxMmEyY2UxYmI1YWYxNWMwZDRiYmZlIn0=.Wv3zHzDilVgFfF5Kd9ln-IPcxFVA_xFMk4RiPtpH9sg=\">Kooperationsabsichten und -ma&szlig;nahmen<\/a> im Hinblick auf eine deutsch-ukrainische Waffenproduktion, insbesondere weitreichender Drohnen, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-pistorius-selenskyj-drohnen-100.html\">beschritten<\/a>.<\/p><p>Bereits im Sommer 2023 &auml;u&szlig;erte sich der russische Au&szlig;en- und Sicherheitsexperte Sergei Karaganow (die <em>NachDenkSeiten<\/em> berichteten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104682\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120248\">hier<\/a>) sehr dezidiert &uuml;ber notwendige Schl&auml;ge gegen die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten der Ukraine, um den roten Linien Moskaus wieder Geltung zu verschaffen. Im Jahre 2024 wurde eine Studie von ihm und dem ebenfalls bekannten Sicherheitspolitologen Dmitri Trenin mit dem Titel <a href=\"https:\/\/amzn.to\/4wrM0Ta\">&bdquo;Von der passiven zur aktiven Abschreckung: Russlands neue Sicherheits- und Geopolitik&ldquo;<\/a> ver&ouml;ffentlicht, in der sie detailliert die Lage analysieren und sehr dezidiert zun&auml;chst konventionelle Schl&auml;ge gegen politische, milit&auml;rische und r&uuml;stungsindustrielle Ziele in Europa fordern &ndash; bei &bdquo;Uneinsichtigkeit&ldquo; auch anschlie&szlig;end nukleare Schl&auml;ge. Diese Studie wurde f&uuml;r den Kreml erarbeitet. Seinerzeit befand sich Karaganow mit seiner Position noch in der Minderheit, das habe sich zwischenzeitlich ge&auml;ndert, so Karaganow in einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2Gd5jdl36cg\">Interview mit dem norwegischen Politologen Glenn Diesen<\/a>.<\/p><p><strong>Zu viele Rote Linien und zu &bdquo;wenig Konsequenzen&ldquo; &ndash; Druck auf Putin w&auml;chst<\/strong><\/p><p>Anfangs waren es die Forderungen von ein paar Experten, nun aber w&auml;chst offensichtlich auch der Druck aus der russischen Gesellschaft sowie aus dem Sicherheitsapparat, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/experten-sehen-russische-fuehrung-zunehmend-in-der-krise-regime-ist-ins-wanken-geraten-100.html\">&bdquo;etwas gegen Europa zu tun&ldquo;<\/a>. Damit &auml;ndert sich auch die Lage f&uuml;r den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin: Wenn er den R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung &ndash; die einen wollen ein schnelles Kriegsende, die anderen einen harten Kurs gegen den Westen und dann den Sieg in der Ukraine &ndash; verliert, droht er die Legitimit&auml;t seiner Herrschaft als Pr&auml;sident zu verlieren. So sehr im Westen so mancher M&ouml;chtegern-Stratege auf einen Machtwechsel in Moskau setzt, so sehr k&ouml;nnte dieser Machtwechsel auch ein b&ouml;ses Erwachen mit sich bringen. Wenn Putin abgesetzt werden sollte, dann wohl nicht durch die Fraktion der &bdquo;Friedenstauben&ldquo;.<\/p><p>Mit anderen Worten: Putin ger&auml;t unter Druck, zu handeln &ndash; sehr bald zu handeln. Eine r&auml;umliche Entgleisung des Krieges auf den Rest Europas k&ouml;nnte tats&auml;chlich noch 2026 geschehen. Und Deutschland gilt mittlerweile als der Gegner Nummer eins f&uuml;r Russland. Keine guten Aussichten, wenn nicht endlich auch die Merz-Regierung auf die Bremse dr&uuml;ckt.<\/p><p><strong>Russland in der Defensive &ndash; was dann?<\/strong><\/p><p>Aber einmal ungeachtet des wachsenden Drucks auf Putin, die Initiative, die Eskalationsdominanz wieder zu ergreifen, stellt sich generell das Problem des Sieges versus Niederlage der einen oder anderen Konfliktseite in diesem festgefahrenen Krieg:<\/p><p>Wem (Russland oder der Ukraine und EU-Europa) in dem Abnutzungskrieg, sollte er so weitergehen, zuerst die Puste ausgeht, ist derweil nicht vorhersehbar. Die EU-europ&auml;ischen Entscheidungstr&auml;ger sind wie auch die russischen jeweils der Auffassung, sie sitzen am l&auml;ngeren Hebel. Daf&uuml;r steht nicht zuletzt der neue 90-Milliarden-Euro-&bdquo;Kredit&ldquo; der EU-Steuerzahler an die Ukraine. Dass indes eines Tages einem der beiden Konfliktparteien die Puste ausgehen wird &ndash; sei es, dass die &ouml;konomischen Daten in den Keller rauschen, sei es, dass die Zustimmungswerte zur Fortsetzung des Krieges in EU-Europa wie auch in Russland auf ein kritisches Niveau sinken &ndash;, sollte der Krieg in der gegenw&auml;rtigen Qualit&auml;t fortgesetzt werden, ist naheliegend. F&uuml;r beide, EU-Europa\/europ&auml;ische NATO-Staaten als auch f&uuml;r Russland, wird dieser Krieg zum Schicksals-, zum existenziellen Krieg erhoben. Leider ist da auch etwas dran angesichts der Verbissenheit, wie beide Seiten diesen (Stellvertreter-)Krieg verstehen und fortsetzen:<\/p><ul>\n<li>Verliert Russland den Krieg, steht der Westen an seinen Grenzen, f&auml;llt Wei&szlig;russland in das westliche Lager, k&ouml;nnten separatistische Tendenzen auch mit westlicher Unterst&uuml;tzung wieder um sich greifen und sich von der Peripherie bis ins Zentrum Russlands vorfressen, w&uuml;rde die russische Staatlichkeit existenziell gef&auml;hrdet werden.<\/li>\n<li>Verliert EU-Europa, die europ&auml;ischen NATO-Staaten den Krieg, sind alle Tr&auml;ume von einer Gro&szlig;macht &bdquo;Europa&ldquo; in einer neuen Weltordnung ausgetr&auml;umt. Die Folge k&ouml;nnte die Desintegration der ohnehin angeschlagenen EU sein. Die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150142\">NATO-D&auml;mmerung<\/a> selbst steht angesichts der Politik Donald Trumps bereits wie ein Elefant im Raume.<\/li>\n<\/ul><p>Im britischen <em>The Telegraph<\/em> publizierte vor wenigen Tagen ein ehemaliger britischer Offizier <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2026\/05\/11\/putin-russia-ukraine-war-moscow-victory-parade\/\">einen Gastbeitrag<\/a> unter dem Titel: &bdquo;<em>Putin is down. This is the time to start kicking him<\/em>&ldquo; (&bdquo;<em>Putin ist am Boden. Das ist die Zeit, ihn zu treten<\/em>&ldquo;. Wie bereits der Titel nahelegt, glaubt der Autor, Russland und Putin schw&auml;chelten. Nun sei es Zeit, ihm und Russland den Rest zu geben:<\/p><blockquote><p>&bdquo;What Saturday demonstrated beyond doubt [Milit&auml;rparade am 9. Mai auf dem Roten Platz &ndash; A. Neu]<em> is that Putin is wounded politically, militarily and psychologically. History teaches us that when a dangerous predator is weakened, that is precisely the moment to apply maximum pressure &ndash; not to offer concessions for the sake of expediency. The most effective time to kick a man is when he&rsquo;s down&ldquo;. (&bdquo;Was der Samstag [Milit&auml;rparade am 9. Mai auf dem Roten Platz &ndash; A. Neu] zweifelsfrei gezeigt hat, ist, dass Putin politisch, milit&auml;risch und psychologisch angeschlagen ist. Die Geschichte lehrt uns, dass man maximalen Druck aus&uuml;ben muss, wenn ein gef&auml;hrlicher Angreifer geschw&auml;cht ist &ndash; und nicht, um aus Zweckm&auml;&szlig;igkeitsgr&uuml;nden Zugest&auml;ndnisse zu machen. Der effektivste Zeitpunkt, um einen Mann zu treten, ist, wenn er am Boden liegt.&ldquo;)<\/em><\/p><\/blockquote><p>Einmal ungeachtet der Frage, ob der britische Autor mit seiner Diagnose &uuml;ber den derzeitigen Zustand Putins und Russlands richtig liegt oder nicht vielmehr vom Wunschdenken getrieben wird, stellt sich generell die Frage: W&uuml;rde Russland als die gr&ouml;&szlig;te Atommacht der Welt, w&uuml;rde Wladimir Putin eine Niederlage auf dem konventionellen Schlachtfeld akzeptieren, sich den Forderungen der Ukraine, EU-Europas und Gro&szlig;britanniens unterordnen, den Verlust seines Gro&szlig;machtstatus und der m&ouml;glichen Desintegration der Russischen F&ouml;deration ohne nuklearen Schlag zur Abwendung einer Niederlage ergeben? Das umfassende Arsenal der taktischen Atomwaffen bildet f&uuml;r Russland das Gegengewicht zur konventionellen &Uuml;berlegenheit &ndash; auch bereits der europ&auml;ischen Mitgliedsstaaten &ndash; der NATO. Im Gegensatz zu strategischen Atomwaffen, die absolut priorit&auml;r eine politische Abschreckungsfunktion innehaben und w&auml;hrend des Kalten Krieges eine strategische Stabilit&auml;t zwar nicht garantierten, jedoch faktisch schufen, sind taktische Atomwaffen daf&uuml;r konzipiert, auf kleineren geographischen R&auml;umen &ndash; also auch im Gefechtsfeld &ndash; eingesetzt zu werden. Bei taktischen Atomwaffen ist der Schritt von einer Abschreckungswaffe hin zu einer Anwendungswaffe wesentlich k&uuml;rzer.<\/p><p>Die im Jahr 2024 aktualisierte russische Nukleardoktrin mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125274\">&bdquo;GRUNDLAGEN der staatlichen Politik der Russischen F&ouml;deration zur Nuklearen Abschreckung&ldquo;<\/a> beschreibt eindeutig die Einsatzbedingungen und -szenarien russischer Nuklearwaffen. Ist diese fixierte Eindeutigkeit auch so eindeutig f&uuml;r den Kreml, dass sie einem Automatismus folgen, oder ist die Eindeutigkeit so wachsweich wie die Eindeutigkeit der Roten Linien? Und unterliegen unsere Entscheidungseliten (Russland wird keine Atomwaffen einsetzen) einem gef&auml;hrlichen Wunschdenken auf Kosten Europas und seiner V&ouml;lker? Die Frage ist offen, wird aber bei einer Fortsetzung des bisherigen Kurses zweier Z&uuml;ge, die auf demselben Gleis aufeinander zu rasen, wom&ouml;glich bald beantwortet werden.<\/p><p><small>Titelbild: photoibo \/ shutterstock.com<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/e419a68f7fbe4ea9b72a8a8f0ffd52e1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als am 9. Mai in Moskau der 81. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion gegen das faschistische Hitler-Regime und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa (in S&uuml;dostasien ging er bis August 1945 weiter) gefeiert wurde, wurde nicht nur auf die Rede des russischen Pr&auml;sidenten geachtet, sondern auch auf die abgespeckte Milit&auml;rparade. In hiesigen Medien<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150350\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":150351,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[1519,3611,813,3360,2301,915,259,260],"class_list":["post-150350","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-aussenpolitische-doktrin","tag-drohnen","tag-europaeische-union","tag-konfrontationspolitik","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shutterstock_2718792849.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150350"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150352,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150350\/revisions\/150352"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/150351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}