{"id":15041,"date":"2012-11-09T15:03:07","date_gmt":"2012-11-09T14:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15041"},"modified":"2012-11-09T17:45:22","modified_gmt":"2012-11-09T16:45:22","slug":"hinweise-des-tages-ii-83","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15041","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">1% der Deutschen besitzt fast die H&auml;lfte des Geldverm&ouml;gens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Deutsche Reformen kein Vorbild f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">US-Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Existenznot der deutschen Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Siemens-Chef L&ouml;scher plant hartes Sparprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Werkvertr&auml;ge: Rum&auml;nien wollte sie hinter sich lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wagenknecht will UBS Banklizenz entziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Schuldneratlas 2012 &ndash; Vielen Deutschen geht das Geld aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Eine statistische Verzerrung: Die Geburtenraten in Europa sind relativ stabil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundestag dr&uuml;ckte sich um Rentenbeitr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Zeichentrickfilm &uuml;ber Preisstabilit&auml;t f&uuml;r den Gebrauch in Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Arztbesuch: Lukrative Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Grenzen der China AG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">F&uuml;nf Menschen sterben pro Tag an Europas Aussengrenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Drohnenkriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Promille am Steuer &ndash; vorzugsweise steuerbefreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Tagesthemen &ndash; CSU-Style<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>1% der Deutschen besitzt fast die H&auml;lfte des Geldverm&ouml;gens<\/strong><br>\nWer aber sind die 1%, wie gro&szlig; sind ihre Geldsch&auml;tze?<br>\nAntwort darauf gibt u.a. der D.A.CH &ndash; Verm&ouml;gensreport 2012 der Internationalen Investmentgesellschaft Valluga (Liechtenstein). Der allj&auml;hrliche Report konzentriert sich auf die Million&auml;rsverm&ouml;gen der deutschsprachigen L&auml;nder Deutschland, &Ouml;sterreich, Schweiz (D.A.CH). F&uuml;r Deutschland kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es 2011 hierzulande 826.000 Euro-Geld-Million&auml;re (mit mindestens eine Million Euro Finanzverm&ouml;gen) gab, 4000 weniger als im Jahr davor (Capgemini\/RBC Wealth Management kommen in ihrem World Wealth Report 2012<br>\nzu dem Ergebnis, dass die Zahl der Dollar-Million&auml;re 2011 in Deutschland um 27.000 auf 951.000 stieg). Diese 826.000 Euro-Million&auml;re machen genau ein Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung aus.<br>\nNach VallugaAG verf&uuml;gten sie insgesamt &uuml;ber ein Finanzverm&ouml;gen von 2.176 Milliarden Euro (2,18 Billionen) (D.A.CH-Report,S. 15). Das sind knapp 45 Prozent des deutschen Geldverm&ouml;gens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/reichtum-fs-20121104.pdf\">isw &ndash; Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung e.V. [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Reformen kein Vorbild f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie Deutschen kennen die Zweiklassengesellschaft bereits: Auf der einen Seite diejenigen, die noch gut bezahlte Jobs und sichere Arbeitspl&auml;tze haben und auf der anderen Seite die prek&auml;r Besch&auml;ftigten, die sich in Niedriglohnkellern aufhalten, zum Aufstocken verdammt und vom Rest der Gesellschaft abgeh&auml;ngt sind. Es gibt mehr als acht Millionen Ein-Euro- und Mini-Jobber\/-innen, Hunderttausende Leiharbeiter\/-innen und Millionen unfreiwillige Teilzeitjobber\/-innen. Zudem etliche Rentner\/-innen, die trotz jahrzehntelanger Arbeit nicht &uuml;ber die Runden kommen. Und 6,6 Millionen Deutsche sitzen in der Schuldenfalle.<br>\nArmut ist inzwischen aus Deutschland nicht mehr wegzudenken &ndash; egal, wie es mit der Konjunktur steht.<br>\n&nbsp;Das hat Folgen f&uuml;r die ganze Gesellschaft: Armutsl&ouml;hne ruinieren die Steuerbasis f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand und verursachen Steuermindereinnahmen mit massiven Folgen f&uuml;r die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge. Rund 50&nbsp;% der deutschen Haushalte zahlen keine Einkommensteuer, weil sie zu wenig verdienen. Das Aufstocken der Niedrigl&ouml;hne auf das Niveau von Hartz IV kostet den Staat sogar j&auml;hrlich f&uuml;nf&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro.<br>\nDie wachsende Armutszone spaltet auch den deutschen Einzelhandel. Die Gutverdiener k&ouml;nnen sich hochwertige G&uuml;ter und Bio-Produkte leisten. Doch die Abgeh&auml;ngten sind meist auf Ein-Euro-Shops und Discounter f&uuml;r Textilien und Lebensmittel angewiesen. Allm&auml;hlich entsteht ein Markt f&uuml;r minderwertige und billige Produkte, eine Ramsch&ouml;konomie, die weder nachhaltig noch mit Prinzipien menschenw&uuml;rdiger Arbeit zu vereinbaren ist. Die Ramsch&ouml;konomie fordert auch die deutschen Unternehmen mit ihren hochwertigen, technologieintensiven, aber teuren Produkten heraus. Denn Innovationen, komplexe und nachhaltige Produkte werden immer weniger rentabel, wenn die Nachfrage schleichend schwindet. In der Vorkrisenzeit konnten deutsche Unternehmen dieser Entwicklung mit der Expansion ihrer Gesch&auml;fte im Ausland entgegenwirken. Die boomenden Eurol&auml;nder und der stabile Euro machten den Au&szlig;enhandel zum Motor f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung in Deutschland. Umgekehrt konnten immer mehr ausl&auml;ndische Billiganbieter, vor allem aus Schwellenl&auml;ndern, in Deutschland Fu&szlig; fassen und hiesige Niedrigl&ouml;hner mit Billigprodukten versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/38_2012_klartext_Eurozone_Deutsche_Reformen_kein_Vorbild_fuer_Europa.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Denis  Snower &ndash; Verteilen Sie um, Mr President!<\/strong><br>\nOberste Priorit&auml;t muss die Rettung des &ldquo;American Dream&rdquo; haben, also der Erwartung der meisten Amerikaner, dass sie erreichen k&ouml;nnen, was sie wollen &ndash; solange sie nur hart genug daf&uuml;r arbeiten. Dieser amerikanische Traum ist jedoch von der Realit&auml;t eingeholt worden: Wer arm geboren wird, hat in den USA keine gr&ouml;&szlig;eren Chancen, reich zu werden, als in Europa. Die Einkommensmobilit&auml;t ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig zur&uuml;ckgegangen. Relativ gesehen sind die Reichen reicher und die Armen &auml;rmer geworden, w&auml;hrend das mittlere Einkommen in den USA stagniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:obamas-wichtigste-baustellen-verteilen-sie-um-mr-president\/70115235.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Fox News mit der Realit&auml;t ringt<\/strong><br>\nObamas Sieg ist f&uuml;r den konservativen US-Sender Fox News eine Niederlage. Am Tag nach der Wahl lecken Moderatoren und Experten ihre Wunden &ndash; und m&uuml;ssen zudem noch den Spott des liberalen Konkurrenzsenders MSNBC ertragen: Der zeigt gen&uuml;sslich, wie die Fox-Wahlnacht beinahe im Chaos endete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kabelfernsehen-am-tag-nach-obama-sieg-wie-fox-news-mit-der-realitaet-ringt-1.1517685\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Meanwhile, Europe<\/strong><br>\n(&hellip;) Europe has been out of the spotlight for a while, partly because of the election focus here, but also because the acute financial strains have abated a bit. The ECB&rsquo;s apparent willingness to buy bonds has combined with what looks like a surprising willingness of peripheral economies to accept even more austerity; the result is smaller bond spreads and less immediate risk of meltdown. But the macroeconomics of austerity and internal devaluation haven&rsquo;t gotten any better: unemployment is still rising fast, and at some point the strain will just be too much to take.<br>\nAnd I think it&rsquo;s worth pointing out that this isn&rsquo;t just a Greece\/Spain issue. If you look at the euro area as a whole, it has in effect been following drastic fiscal austerity with no offset on the monetary side. Here, from the IMF&rsquo;sFiscal Monitor, is one measure of the overall fiscal stance for the euro area, the cyclically adjusted primary surplus (that is, what the budget balance ignoring interest payments would be if the economy weren&rsquo;t so depressed): (&hellip;)<br>\nThat&rsquo;s a big move toward austerity &mdash; 1937 big. And as I said, not at all offset by anything on the monetary side. And Europeans wonder why the economy is in trouble.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/11\/08\/meanwhile-europe\/\">NewYorkTimes<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zum besseren Verst&auml;ndnis zum Fiskalmultiplikator sei hier noch einmal der Artikel <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/10424\/eine-iwf-box-sorgt-fur-aufregung\/\">&bdquo;Der IWF-Chef&ouml;konom sorgt f&uuml;r Aufregung&ldquo;<\/a> empfohlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rettungsmilliarden f&uuml;r Zypern: Reiche Banken, armer Staat<\/strong><br>\nZypern verhandelt mit den Euro-Partnern &uuml;ber ein Milliarden-Rettungspaket &ndash; doch von der Hilfe k&ouml;nnten ausgerechnet Banken profitieren, die auf der Insel gro&szlig;e Summen russischen Schwarzgelds verwalten. Laut einem internen Bericht des Bundesnachrichtendiensts BND, &uuml;ber den der SPIEGEL berichtete, lagern in Zyperns Banken 26 Milliarden Dollar russischer Eigent&uuml;mer. Bei dem Geld soll es sich laut BND gro&szlig;enteils um Schwarzgeld handeln, das vor dem russischen Fiskus in Sicherheit gebracht wurde. Die Summe ist f&uuml;r zyprische Verh&auml;ltnisse gewaltig &ndash; die gesamte Wirtschaftsleistung der Insel betr&auml;gt gerade einmal 17 Milliarden Euro. Ausgerechnet der Mini-Staat mit gerade mal 900.000 Einwohnern ist der gr&ouml;&szlig;te ausl&auml;ndische Direkt-Investor in Russland. Die Erkl&auml;rung daf&uuml;r liegt in den Auslandskonten der Russen:&nbsp; Angelockt von niedrigen Steuers&auml;tzen bringen sie ihr Geld nach Zypern und investieren es dann &uuml;ber in Zypern registrierte Kapitalgesellschaften zur&uuml;ck in der Heimat. SPD und Gr&uuml;ne hatten im Haushaltsausschuss des Bundestags bereits im Sommer die Bundesregierung aufgefordert, den niedrigen K&ouml;rperschaftsteuersatz von zehn Prozent und die Geldw&auml;schevorw&uuml;rfe bei den Verhandlungen mit Zypern anzusprechen. Ob es am Ende eine EU-Taskforce gegen Geldw&auml;sche auf Zypern geben wird, ist ungewiss. Noch unwahrscheinlicher ist die Erh&ouml;hung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes. Schon einmal flossen schlie&szlig;lich europ&auml;ische Rettungsmilliarden in ein Steuerparadies. Irland bekam 2010 rund 85 Milliarden Euro aus dem EFSF. Aus Deutschland wurde damals die Forderung laut, den K&ouml;rperschaftsteuersatz von 12,5 Prozent zu erh&ouml;hen. Doch die irische Regierung weigerte sich standhaft, ihren Standortvorteil aufzugeben &ndash; und kam damit durch.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/euro-krise-zypern-will-esm-milliarden-trotz-schwarzgeld-aus-russland-a-865478.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da schafft es die EU locker, wei&szlig; Gott gr&ouml;&szlig;ere Volkswirtschaften als Zypern mit tief in die jeweilige Volkswirtschaft eingreifenden Sparauflagen zu bepflastern, versagt dabei aber vollkommen, kleinere innereurop&auml;ische Steueroasen wie Zypern oder Irland trocken zu legen. Viel ist die Rede von einem gemeinsamen Haus Europa, gar einer Fiskalunion, aber es besteht nicht der Wille &ndash; oder sollte es tats&auml;chlich Unf&auml;higkeit sein &ndash; den Unterbietungswettbewerb bei Steuers&auml;tzen auf Profite von Unternehmen zu unterbinden oder bestimmte Mindestnormen in&nbsp; der Gestaltung des Konzernrechts oder der Transparenz von Eigentumsverh&auml;ltnissen zu schaffen. Die Folgen dieser Unterlassung <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-keine-hilfe-fuer-steueroasen\/6807412.html\">beschreibt Sven Giegold so<\/a>: &ldquo;Zyperns Gesch&auml;ftsmodell der letzten Jahre war es, mit niedrigen Steuers&auml;tzen und gro&szlig;z&uuml;gigen Geheimhaltungsregeln m&ouml;glichst viel Steuersubstrat aus anderen Mitgliedstaaten anzulocken. Wie auch Irland konnte Zypern mit diesem Gesch&auml;ftsmodell zu Lasten anderer L&auml;nder Europas zun&auml;chst einen Boom im eigenen Land ausl&ouml;sen, hat aber keine nachhaltige Wertsch&ouml;pfung erzielt und steckt heute in tiefen Problemen. Ein Antrag Zyperns auf Mittel des Rettungsfonds w&uuml;rde bedeuten, dass ein Land Hilfe von genau jenen Staaten beantragt, die bislang Steuerausf&auml;lle durch die Standortpolitik Zyperns verkraften m&uuml;ssen. Damit gef&auml;hrdet man auf wieder neue Art und Weise die Akzeptanz der Rettungsschirme f&uuml;r den Euro.&rdquo;<br>\nZiemlich absurd wird es, wenn der deutsche und der britische Finanzminister auf dem G 20-Gipfel vorschlagen, steuersparende Gewinnverschiebungen von Unternehmen in Niedrigsteuerl&auml;nder zu verbieten. Warum ist dies nicht innerhalb des europ&auml;ischen Binnenmarktes, sp&auml;testens in der Eurozone, schon l&auml;ngst geschehen? &lsquo;Transfer pricing&rsquo; ist nun wirklich nichts Neues. Es ist schon seit den 90er Jahren bekannt, dass multinationalen Unternehmen ihre anderswo entstandene Gewinne z.B.&nbsp; in der irischen Steueroase konzentrieren. Ber&uuml;hmt ist das Beispiel der Arbeiter in der Coca-Cola-Essenzfabrik in Drogheda, die zwei Mill. Pfund Profit pro Kopf erwirtschaften. In Zypern &ndash;&nbsp; auf&nbsp; 900.000 Einwohner kommen etwa 250.000 Kapitalgesellschaften &ndash; kommt hinzu, dass zypriotischer Holdings ihre Gewinne unbesteuert aus der EU heraus verlagern k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland-Troika: Lernkurve null<\/strong><br>\nDas Sparpaket ist das Gegenteil davon, was der volkswirtschaftliche Verstand lehrt<br>\nSelten hat sich ein europ&auml;ischer Regierungschef so von seinen lieben Partnern in der Union vorf&uuml;hren lassen m&uuml;ssen. Griechenlands Kreditgeber haben Antonis Samaras eine drei Monate w&auml;hrende Farce von &ldquo;Verhandlungen&rdquo; &uuml;ber ein Sparpaket zugemutet, an deren Ende ziemlich das Gegenteil von dem stand, was Samaras wollte und volkswirtschaftlicher Verstand lehrt: noch weitgehendere Gehalts- und Pensionsk&uuml;rzungen, Steuererh&ouml;hungen und Steigerungen der allt&auml;glichen Lebenskosten der Griechen zur Drosselung des Konsums, Abschreckung von Investitionen und Vertiefung der Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350260822017\/Griechenland-Troika-Lernkurve-null\">derstandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Europa &ndash; Bundeskanzlerin emp&ouml;rt &uuml;ber &raquo;die Griechen&laquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel war am Mittwoch emp&ouml;rt. Und das ganz &ouml;ffentlich. Sie sprach vor dem Europ&auml;ischen Parlament in Br&uuml;ssel &uuml;ber die Zukunft der EU. Zur gleichen Zeit war in Athen Generalstreik. Hunderttausende wehrten sich dort gegen die ihnen zugedachte Rolle als Armenmeute der Europ&auml;ischen Union. Daf&uuml;r fehlt Merkel jedes Verst&auml;ndnis. &raquo;Es ist nicht in Ordnung, da&szlig; ich jedes Mal einen Streik mache, wenn eine Privatisierung erfolgen soll; es ist nicht in Ordnung, da&szlig; ein Eisenbahnsystem &uuml;ber die Fahrkartenpreise nicht mal soviel einbringt, da&szlig; man davon die Besch&auml;ftigten bezahlen kann; es ist nicht in Ordnung, wenn man ein Steuersystem hat, aber keine Steuern zahlt.&laquo;<br>\nMerkels Emp&ouml;rung ist echt. Sie richtet sich gegen &raquo;die Griechen&laquo;. Niemand wei&szlig;, warum. Denn &raquo;die Griechen&laquo; streiken gar nicht, wenn eine Privatisierung erfolgen soll. Es streiken vielmehr jene, die die Privatisierung bezahlen m&uuml;ssen. Und zwar mit nichts Geringerem als ihrer Existenzgrundlage. Million&auml;re, Unternehmer und Banker streiken nicht. Und da&szlig; ein &raquo;Eisenbahnsystem &uuml;ber die Fahrpreise nicht mal soviel einbringt, da&szlig; man davon die Besch&auml;ftigten bezahlen kann, das ist nur in Merkels Europa m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-09\/025.php\">junge Welt<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Not welcome anymore<\/strong><br>\nNach dem turbulenten Empfang im Europaparlament in Br&uuml;ssel droht Kanzlerin Merkel ein Spie&szlig;rutenlauf in Lissabon. Vor ihrem Portugal-Besuch am 12. November protestieren 100 Intellektuelle und K&uuml;nstler gegen ihre Politik. Merkel sei &ldquo;Hauptf&ouml;rderin der neoliberalen Doktrin, die Europa ruiniert&rdquo; &ndash; und deshalb nicht willkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/not-welcome\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in Europe<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Existenznot der deutschen Lebensversicherer<\/strong><br>\nDas Finanzministerium warnt vor existenzbedrohenden Problemen bei zahlreichen Lebensversicherern. Dabei ist die Zinsflaute mindestens so gef&auml;hrlich wie steigende Zinsen und steigende Inflation. (&hellip;)<br>\nDer Grund f&uuml;r die Misere der Gesellschaften ist nicht ein Missmanagement der Kundengelder. Vielmehr bekommen die Anbieter wie jeder normale Sparer auch die andauernde Zinsflaute zu sp&uuml;ren. Die erwirtschafteten Renditen reichen kaum noch aus, um die Anspr&uuml;che der Kunden dauerhaft zu befriedigen.<br>\nSichere Bundesanleihen werfen kaum noch etwas ab. Am Donnerstag rutschte die Umlaufrendite, also der Durchschnittszins aller am Markt gehandelten deutschen Staatsanleihen, auf 1,13 Prozent. Das ist ein Drittel dessen, das die Versicherer ihren Kunden versprochen haben.<br>\nIm Durchschnitt garantieren die Lebensversicherer ihren Kunden 3,3 Prozent, bei jedem vierten Vertrag sind sogar vier Prozent zugesagt. Bei Vertr&auml;gen, die zwischen 1995 und dem Juni 2000 abgeschlossen wurden, lag der sogenannte Garantiezins bei vier Prozent.<br>\nDoch selbst der reduzierte Garantiezins mutet angesichts der Mickerzinsen ambitioniert an. Die Umlaufrendite von 1,13 Prozent liegt deutlich unter jenen 1,75 Prozent, die f&uuml;r Policen seit diesem Jahr gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article110825161\/Die-Existenznot-der-deutschen-Lebensversicherer.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses Problem betrifft beileibe nicht nur die Lebensversicherungen, sondern auch die private Altersvorsorge bei der Riester- und R&uuml;ruprente und auch die privaten Krankenkassen, die allesamt das Kapital der Versicherten in niedrig verzinste Papiere investieren m&uuml;ssen. Die gesamte Privatisierung der Daseinsvorsorge gleicht einer tickenden Zeitbombe, die nur dann entsch&auml;rft werden kann, wenn Europa schnell und konsequent die Krise durch Wachstumspolitik beendet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Siemens-Chef L&ouml;scher plant hartes Sparprogramm<\/strong><br>\nMit einem unerwartet harten Sparprogramm will Siemens-Vorstandschef Peter L&ouml;scher Europas gr&ouml;&szlig;ten Elektrokonzern wieder profitabler machen: In den kommenden zwei Jahren sollen die Kosten des Konzerns um mindestens sechs Milliarden Euro dr&uuml;cken. Arbeitsplatzverluste in Deutschland plant das Unternehmen aber offenbar nicht.<br>\nIm Ende September abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr 2011\/2012 hat der Konzern beim Ergebnis einen deutlichen Einbruch hinnehmen m&uuml;ssen. Der Gewinn betr&auml;gt 4,6 Milliarden Euro &ndash; ein Minus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der Auftragseingang sackte 2012 um zehn Prozent ab.<br>\nDer Umsatz dagegen stieg um sieben Prozent auf 78,3 Milliarden Euro. Damit konnte eine Betriebsrendite von 9,5 Prozent erzielt werden.&nbsp;<br>\nDoch das reicht L&ouml;scher nicht. Er will die operative Marge mit seinem Sparprogramm auf mindestens zw&ouml;lf Prozent steigern. &ldquo;Wir wissen, was zu tun ist und sorgen f&uuml;r eine konsequente Umsetzung der Ma&szlig;nahmen&rdquo;, sagte L&ouml;scher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/elektronikkonzern-siemens-chef-loescher-plant-hartes-sparprogramm-1.1517545\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Fr&uuml;her soll es noch Unternehmen und Unternehmer gegeben haben, die so etwas wie gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung f&uuml;r ihre Mitarbeiter kannten. Diese Zeiten sind mit dem Shareholderirrsinn l&auml;ngst vorbei, es z&auml;hlt nur die maximale Rendite um letztendlich die globale Geldelite noch reicher zu machen. Man muss sich einmal anschauen welche Situation hier als dramatisch eingestuft wird:&nbsp; Der Gewinn betr&auml;gt 4,6 Milliarden Euro, der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 78,3 Milliarden Euro, es ist das zweitbesten Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens<br>\nDas alles reicht aber nicht. Und so fragt man sich welche Strategie L&ouml;scher au&szlig;er der gnadenlosen Renditemaximierung eigentlich verfolgt? Vor lauter Aufkaufen und wieder Verkaufen von Unternehmensbereichen wei&szlig; man inzwischen nicht mehr wof&uuml;r Siemens &uuml;berhaupt steht. Wie man die Belegschaft bei dieser st&auml;ndigen Achterbahnfahrt motiviert ist auch fraglich, aber letztendlich auch egal solange nur die Dividende stimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Werkvertr&auml;ge: Rum&auml;nien wollte sie hinter sich lassen<\/strong><br>\nEin Schlachtbetrieb arbeitet mit Subunternehmen. Diese gehen verd&auml;chtig schnell pleite. Ein besonderer Fall von Lohndumping. 2008 kam Geanina Scrimiciuc nach Oberbayern, um hier in einem Schlachtbetrieb zu arbeiten.&nbsp; Zwischen 1.300 und 1.600 Euro zahlte der Schlachthof im Industriegebiet der 24.000-Einwohner-Stadt monatlich, abh&auml;ngig von Arbeitsaufkommen, &Uuml;berstunden und Nachtschichten. Am 29. Juni 2012 meldete das Dienstleistungsunternehmen Global Insolvenz an. Der Schlachtbetrieb stand trotzdem keine Sekunde still. Noch am selben Tag traten zwei neue Subunternehmen auf den Plan. In einer Versammlung wurden die Besch&auml;ftigten von der Insolvenz ihres Auftraggebers informiert. Ihnen wurde ein Aufhebungsvertrag vorgelegt sowie ein neuer Arbeitsvertrag der Nachfolgefirma CCF, den sie unterschreiben sollten. Einige bekamen deutsche Arbeitsvertr&auml;ge, wie vorher auch. Geanina Scrimiciuc aber sollte, wie alle rum&auml;nischen Angestellten, nun einen rum&auml;nischen Arbeitsvertrag bei einem in Rum&auml;nien ans&auml;ssigen Betrieb namens Salamandra unterzeichnen. Den Gro&szlig;teil ihres Lohns &ndash; etwas weniger als zuvor, immer noch abh&auml;ngig von der Anzahl der geschlachteten Tiere &ndash; h&auml;tte sie dann bar auf die Hand bekommen. Umgerechnet 173 Euro w&auml;ren auf ein rum&auml;nisches Konto &uuml;berwiesen worden. So hoch ist der rum&auml;nische Mindestlohn, der garantieren soll, dass sie in ihrem Heimatland zumindest auf dem Papier krankenversichert ist. F&uuml;r rum&auml;nische Arbeitnehmer in Deutschland bedeutet das de facto, dass sie ohne deutsche Versicherungskarte in Deutschland gar nicht zum Arzt gehen. Sie weigerte sich zu unterschreiben, verlangte einen deutschen Arbeitsvertrag &ndash; und wurde zum 31. Juli gek&uuml;ndigt. &ldquo;Der Chef hat zu mir gesagt: Geanina, mit rum&auml;nischem Arbeitsvertrag, oder es ist aus.&rdquo;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F11%2F07%2Fa0093&amp;cHash=2d92ab604b56bbe471915e1f60f8abe0\">taz<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Ausbeutung outgesourct<\/strong><br>\nEdeka und Rewe gliedern in gro&szlig;em Stil Filialen an &raquo;Selbst&auml;ndige&laquo; aus. Tarifvertr&auml;ge und Mitbestimmung bleiben auf der Strecke<br>\nErst Lidl, dann Schlecker, jetzt Edeka und Rewe. Die beiden gr&ouml;&szlig;ten deutschen Lebensmittelkonzerne sehen sich massiver Kritik von ver.di ausgesetzt. Die Dienstleistungsgewerkschaft beklagt eine &raquo;von der &Ouml;ffentlichkeit unbemerkte dramatische Entwicklung&laquo;, von der bereits 250000 Besch&auml;ftigte betroffen seien. Im Zentrum der Vorw&uuml;rfe steht ein &raquo;ausbeuterisches Gesch&auml;ftsmodell&laquo;, bei dem Superm&auml;rkte in gro&szlig;em Stil an &raquo;selbst&auml;ndige&laquo; Kaufleute ausgegliedert werden. In der Folge w&uuml;rden Tarife unterlaufen, Mitbestimmungsrechte ausgehebelt und Arbeitsbedingungen verschlechtert. In der am Mittwoch in Ingolstadt vorgestellten Studie &raquo;Sch&ouml;ne neues Handelswelt!?&laquo; sind an ausgew&auml;hlten Beispielen die Zust&auml;nde in derart &raquo;privatisierten&laquo; Gesch&auml;ften dargestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-09\/021.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wagenknecht will UBS Banklizenz entziehen<\/strong><br>\nExklusiv Die Mannheimer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Deutschland-Tochter der Schweizer. F&uuml;r die Linken-Politikerin Anlass zu sagen: Es reicht. (&hellip;)<br>\nWagenknecht greift auch Weber direkt an. &ldquo;Es kann kein Zufall sein, dass mit Axel Weber der ehemalige oberste deutsche Bankenaufseher nun an der Spitze einer Schweizer Gro&szlig;bank steht, die mit Beihilfe zur Steuerflucht das gro&szlig;e Geld verdient. Die Ermittler sollten keine Angst vor hohen Tieren haben. Die Chefs der Schweizer Steuerhinterzieherbanken geh&ouml;ren auf die Fahndungsliste&rdquo;, sagte sie der FTD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:angebliche-beihilfe-zur-steuerhinterziehung-wagenknecht-will-ubs-banklizenz-entziehen\/70115728.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schuldneratlas 2012 &ndash; Vielen Deutschen geht das Geld aus<\/strong><br>\n&nbsp;In Deutschland ist die Zahl der &uuml;berschuldeten Menschen 2012 wieder merklich gestiegen. 6,6 Millionen Deutsche sind betroffen, also fast jeder zehnte erwachsene Bundesb&uuml;rger. Das geht aus dem sogenannten &ldquo;Schuldneratlas&rdquo; der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/schuldneratlas-ueberschuldung-bei-jungen-erwachsenen-steigt-drastisch-1.1517868\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boniversum.de\/studien-und-presse\/presse\/news-detailansicht\/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=140&amp;cHash=a68800f94d3e1e8725a5588d396f2957\">Boniversum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Analyse ist wieder einmal unterirdisch. Das f&auml;ngt schon mit der Einleitung an: &ldquo;Doch nicht nur Staaten k&ouml;nnen die Kontrolle &uuml;ber ihre Ausgaben verlieren. Auch f&uuml;r Privatpersonen k&ouml;nnen Schulden zum Problem werden.&rdquo; Wenn schon vergleichen, dann bitte richtig. Die Bild der Privatinsolvenzen s&auml;he ganz anders aus, wenn die Staaten sich nicht nur auf die Bankenrettung konzentriert h&auml;tten. Gut, das ist auf dem Mist der wirtschaftsliberalen Seite der SZ gewachsen. Aber die Analyse in Schuldneratlas ist nicht viel besser:&nbsp; &ldquo;Am&nbsp; st&auml;rksten&nbsp; zugelegt&nbsp; haben&nbsp; bei&nbsp; den Hauptursachen der &Uuml;berschuldung derzeit unangemessenes&nbsp; Konsumverhalten&nbsp; (Ver&auml;nderung&nbsp; 2011\/12:&nbsp; +&nbsp; 31 Prozent),&nbsp; Scheidung\/Trennung&nbsp; (+&nbsp; 29&nbsp; Prozent)&nbsp; und Krankheit&nbsp; (+&nbsp; 19&nbsp; Prozent).&nbsp; Vorwiegend&nbsp; &ouml;konomische Ausl&ouml;ser&nbsp; wie&nbsp; Arbeitslosigkeit&nbsp; (-&nbsp; 15&nbsp; Prozent)&nbsp; und&nbsp; gescheiterte&nbsp; Selbstst&auml;ndigkeit&nbsp; (-&nbsp; 20&nbsp; Prozent)&nbsp; haben&nbsp; zumindest&nbsp; vorl&auml;ufig&nbsp; an&nbsp; Bedeutung&nbsp; verloren,&nbsp; was&nbsp; zum Gro&szlig;teil&nbsp; auf&nbsp; die&nbsp; noch&nbsp; relativ&nbsp; stabile&nbsp; Konjunkturentwicklung in Deutschland zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein d&uuml;rfte.&rdquo; Unangemessenes Konsumverhalten? Weswegen?&nbsp; &ldquo;Nach Jahren des R&uuml;ckgangs sind jetzt bei steigenden Einkommen und vergleichsweise positiven &ouml;konomischen Rahmenbedingungen &ndash; etwa am Arbeitsmarkt &ndash; mehr ostdeutsche Verbraucher dabei, entgangenen Konsum nachzuholen und auf diese Weise in nachhaltige Zahlungsst&ouml;rungen zu geraten.&rdquo;&nbsp; Man w&uuml;rde schon ganz gerne wissen auf welchen Fakten diese Aussage beruht. Noch haben wir &uuml;ber das vergangene Jahrzehnt gerechnet Verluste bei realen L&ouml;hnen. Nun sind 2011 die Reall&ouml;hne 2011 um 1 Prozent gestiegen und fallen 2012 wohl &auml;hnlich aus. Das soll dann die Haupterkl&auml;rung sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine statistische Verzerrung: Die Geburtenraten in Europa sind relativ stabil<\/strong><br>\nStark sinkende Geburtenraten in Deutschland waren noch vor wenigen Jahren in aller Munde. Wissenschaftler des Vienna Instituts of Demography konnten jetzt allerdings zeigen, dass die Schwankungen der Geburtenzahlen weit geringer sind, als &ouml;ffentlich diskutiert. Die j&auml;hrlichen Geburtenziffern wurden lediglich durch verschiedene Faktoren verzerrt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/1914243\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2012\/11\/06\/dlf_20121106_1644_2620afee.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast, mp3)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundestag dr&uuml;ckte sich um Rentenbeitr&auml;ge<\/strong><br>\nDer Bundestag verst&ouml;&szlig;t gegen die eigenen Gesetze und besch&auml;ftigt eine Scheinselbst&auml;ndige, urteilt das Sozialgericht Berlin. F&uuml;r die Richter ist das &bdquo;in hohem Ma&szlig; unverst&auml;ndlich&ldquo;: Statt den Fehler einzur&auml;umen, biss sich die Bundestagsverwaltung lieber an einem teuren Rechtsstreit fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/scheinselbstaendige-studentin-bundestag-sparte-sich-rentenbeitraege-a-865047.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das ist einfach nur peinlich und skandal&ouml;s. In jeder Personalabteilung ist bekannt, dass bei Einbindung in einen betrieblichen Ablauf keine selbstst&auml;ndige T&auml;tigkeit vorliegt. Indizien wie Dienstkleidung, eigener Telefon- und\/oder E-Mail-Anschluss oder Visitenkarten sprechen ganz eindeutig f&uuml;r eine abh&auml;ngige Besch&auml;ftigung. Die angebliche grunds&auml;tzliche Bedeutung, mit der von der Bundestagsverwaltung ein Gerichtsverfahren betrieben wurde, ist der Gipfel; dazu gibt es bereits ein einschl&auml;giges <a href=\"http:\/\/www.rechtpraktisch.de\/artikel.html?id=955\">Urteil des Bundessozialgerichts von 2003<\/a> (!!!).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zeichentrickfilm &uuml;ber Preisstabilit&auml;t f&uuml;r den Gebrauch in Schulen<\/strong><br>\nUnterrichten Sie junge Teenager im Fach Wirtschaft? Dann k&ouml;nnte das Informationspaket &uuml;ber Preisstabilit&auml;t f&uuml;r Sie von Interesse sein. Es besteht aus einem achtmin&uuml;tigen Zeichentrickfilm, einem Informationsheft f&uuml;r Sch&uuml;ler, in dem das Thema verst&auml;ndlich aufbereitet wird, und einem ausf&uuml;hrlicheren Lehrerheft. Das Informationspaket wurde von der Europ&auml;ischen Zentralbank in Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken des Eurogebiets erstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ecb.int\/ecb\/educational\/pricestab\/html\/index.de.html\">Europ&auml;ische Zentralbank<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung einer jungen Leserin:<\/strong> Das mussten wir uns an unserer Schule heute im Unterricht Wirtschaft und Recht in der 9. Klasse  Gymnasium anschauen. Dar&uuml;ber habe ich mich richtig ge&auml;rgert, da hier nur dargestellt wird, was f&uuml;r die Wirtschaft gut ist. Was f&uuml;r die Menschen gut w&auml;re, wird nicht besprochen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arztbesuch: Lukrative Patienten<\/strong><br>\nWie viel Geld hat der Patient, der auf dem Behandlungsstuhl sitzt? Lohnt es sich, ihm teure IGeL-Leistungen zu verkaufen? plusminus ist auf Software gesto&szlig;en, die den &Auml;rzten diese Fragen beantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/plusminus\/arztbesuch-lukrative-patienten?documentId=12384258\">WDR plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Grenzen der China AG<\/strong><br>\nChinas regierenden Kommunisten ist das gelungen, woran die anderen realsozialistischen L&auml;nder allesamt bitter gescheitert sind: der Aufbau eines profitablen Staatssektors, der betriebswirtschaftlichen Regeln folgt, trotzdem vom Staat kontrolliert wird. Und Chinas Staatssektor ist gewaltig: Er macht auch heute noch mehr als 40 Prozent der Wirtschaftsleistung aus und hat damit ganz wesentlich zum &ouml;konomischen Aufstieg der Volksrepublik beigetragen. Dabei ist das Konzept an und f&uuml;r sich nicht wirklich spektakul&auml;r: Der Staat stellt &uuml;ber seine ebenfalls verstaatlichten Banken seinen Unternehmen billiges Kapital zur Verf&uuml;gung. Zugleich sch&uuml;tzt er sie vor Konkurrenz aus dem Ausland. Schl&uuml;sselindustrien wie Energie, Stahl, Verkehrswesen und Telekommunikation bleiben komplett in Staatshand. Effizienzsteigerung und rasantes Wirtschaftswachstum tun ihr &Uuml;briges. Doch immer mehr zeichnet sich ab: Dieses Modell st&ouml;&szlig;t an seine Grenzen &ndash; oder hat sie sogar schon l&auml;ngst durchsto&szlig;en. Die gezielte Beg&uuml;nstigung der staatlichen Unternehmen hat zugleich dazu gef&uuml;hrt, dass sie dem Privatsektor die Gesch&auml;fte abw&uuml;rgen und viele Firmen damit vom Markt dr&auml;ngen. Allein im ersten Halbjahr 2009 gaben die Staatsbanken fast 50 Prozent mehr Geld aus als im gesamten Jahr 2008. Aber nur 15 Prozent davon floss an den Privatsektor. &ldquo;Das hat die Staatsunternehmen noch mehr aufgebl&auml;ht und m&auml;chtiger gemacht&rdquo;, sagt t Yuan Gangming, &Ouml;konom an der Akademie der Sozialwissenschaften in Peking. China-Kenner Richard McGregor geht mit seiner Kritik noch weiter. Die Gewinne aus Chinas Wirtschaftsboom seien auf Kosten der Bev&ouml;lkerung gegangen: &ldquo;Die gut gef&uuml;llte Kriegskasse des Staates dient auch zur Selbstbereicherung der Parteispitze.&rdquo; Tats&auml;chlich haben Korruption und Selbstbereicherung in den vergangenen Jahren ein Ausma&szlig; angenommen, das vor zehn Jahren noch kaum einer f&uuml;r m&ouml;glich gehalten hat. Es ist denn auch kein Zufall, dass die wohlhabendsten 70 Delegierten des Volkskongresses mittlerweile &uuml;ber Verm&ouml;gen von insgesamt 90 Milliarden Dollar verf&uuml;gen. Nicht nur sie: Wie der j&uuml;ngste Bericht der New York Times &uuml;ber das Familienverm&ouml;gen von Premier Wen Jiabao zeigt: Selbst die h&ouml;chste Partei- und damit Staatsspitze wirtschaftet kr&auml;ftig mit. Die zwei Dutzend Mitglieder des Politb&uuml;ros sind unter den 500 reichsten Chinesen gelistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F11%2F07%2Fa0086&amp;cHash=2b4cd7d69a92f758461f720b30cc851f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon irritierend, wie ausufernd die hiesigen Medien den US-Wahlkampf verfolgten und im Gefolge der US-Berichterstattung jeden &lsquo;Pups&rsquo; als wahlentscheidend hochstilisierten &ndash; w&auml;hrend der Generationenwechsel  der chinesischen F&uuml;hrungsspitze kaum interessiert. Dass China keine Demokratie, kein Rechtsstaat ist, wissen wir allm&auml;hlich. Und dennoch konzentrieren sich viele Journalisten allzu gerne nur auf dieses  Thema. Dass wir bzw. unsere Regierungen  allenfalls rhetorisch reagieren und eher als Bittsteller des westlichen Kapitals in China vorstellig werden, wird schon weniger thematisiert.  Das Kapital t&auml;tigt ja  mit und in diesem Land gl&auml;nzende Gesch&auml;fte. Ob und wie sich diese Gesch&auml;fte auf L&ouml;hne, Arbeitnehmerrechte und Umwelt, nicht nur in China, auswirken, interessiert am Rande. Andererseits w&auml;re es auch ganz n&uuml;tzlich, einmal die Leistungen der chinesischen F&uuml;hrung unter Hu Jintao  und Wen Jiabao unter die Lupe zu nehmen und anhand diverser Kriterien die Entwicklung des Lebensstandards zu untersuchen. Immerhin hat China eine nachholende Industrialisierung zu Wege gebracht, von der andere Entwicklungsl&auml;nder wie z.B. Indien nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. &ndash; Ja &uuml;ber Korruption kann man auch reden, auch &uuml;ber den deutlichen Zusammenhang von Einparteienherrschaft und Korruption. Selbst Hu Jintao sah sich in seiner Rede vor dem 18. Parteikongress dazu gezwungen. Nicht nur dass er von moralischem Versagen und fehlender Disziplin, die zu Korruption f&uuml;hrten, sprach und sich f&uuml;r den Kampf gegen pers&ouml;nliche Bereicherung einsetzte, er forderte ausdr&uuml;cklich von den Funktion&auml;ren und deren Familienmitgliedern und Mitarbeitern M&auml;&szlig;igung.  Nur, wenn zwei Dutzend Mitglieder des Politb&uuml;ros &ndash;  das w&auml;ren dann fast alle &ndash;  zu den 500 reichsten Chinesen geh&ouml;ren und viele Mitglieder des neuen Politb&uuml;ros aus den Reihen der Prinzlinge (Kinder hoher KP-Funktion&auml;re) kommen, besteht wenig Hoffnung auf &Auml;nderung. Ob Korruption die entscheidende Wachstumsbremse in China sein wird, ist angesichts der riesigen Probleme des chinesischen Transformationsprozesses, der immer noch nicht abgeschlossen ist, zu bezweifeln. Und machen wir uns nichts vor, Korruption ist ein weltweites Ph&auml;nomen, wenn auch nicht in der offenen Form wie in vielen Entwicklungsl&auml;ndern. Die Ungleichheit der Verm&ouml;gen und Einkommen hat global zugelegt und Korruption &ndash; hierzulande w&uuml;rde man vielleicht von Netzwerkf&auml;higkeit sprechen &ndash; spielt dabei immer eine Rolle. Oder glauben Sie, dass die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte oder die Absenkung der Steuers&auml;tze f&uuml;r die Superreiche, die &uuml;ber 80 Prozent des weltweiten Einkommens verf&uuml;gen, durch reine &Uuml;berzeugungsarbeit <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/cms\/upload\/pdf\/Inequality_120722_You_dont_know_the_half_of_it.pdf\">von statten ging [PDF &ndash; 425 KB]<\/a>? <\/em><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>Erfolgreich und ungeliebt &ndash; Machtwechsel in China<\/strong><br>\nHeute  beginnt in China eine gewaltige Umtauschaktion. Fast die gesamte politische F&uuml;hrung wird ausgewechselt, also politisches Nippes entsorgt. In China passiert das hinter den verschlossenen T&uuml;ren eines Parteitags und wahrscheinlich werden allen vorher die Handys abgenommen. Es darf ja nichts unzensiert nach au&szlig;en dringen. Hysterischer als ohnehin schon versucht die kommunistische F&uuml;hrung, alle Informationen zu zensieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20121108.mp3\">hr2 Der Tag &ndash; Podcast<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;nf Menschen sterben pro Tag an Europas Aussengrenzen<\/strong><br>\nMindestens 2000 Menschen h&auml;tten im vergangenen Jahr an den EU-Aussengrenzen den Tod gefunden, gab das Netzwerk Migreurop in Paris bekannt. Nach Angaben von Migreurop kamen in den vergangenen 20 Jahren an den europ&auml;ischen Aussengrenzen mindestens 16&rsquo;250 Migranten ums Leben &ndash; durch Ertrinken, Ersticken, Hunger, K&auml;lte oder Suizid. Fast 13&rsquo;000 davon verschwanden im Meer an den S&uuml;dgrenzen der EU, davon wiederum etwa 6000 im Golf von Sizilien, 2500 bei Gibraltar und fast 3000 im Umfeld der Kanarischen Inseln. Die Grenze zwischen Polen und der Ukraine sei eine weitere, besonders t&ouml;dliche Zone f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Die Z&auml;hlung st&uuml;tzt sich auf eine Liste, die von einer in Amsterdam ans&auml;ssigen Vereinigung auf der Basis von Zeitungsartikeln und Mitarbeitern vor Ort erstellt wurde. Nach Angaben von Migreurop sind nur die Opfer gez&auml;hlt, deren Leichen gefunden wurde oder &uuml;ber deren Tod sp&auml;ter &Uuml;berlebende etwa von Schiffsungl&uuml;cken berichteten. Boote mit Fl&uuml;chtlingen, die untergehen und bei denen keine &Uuml;berlebenden gerettet werden, wurden entsprechend nicht eingerechnet. &ndash; Das Netzwerk prangert die restriktive Einwanderungspolitik der EU an und sprach von einem &laquo;Krieg gegen Migranten&raquo;. Die Verst&auml;rkung der Grenzkontrollen habe an den Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men nichts ge&auml;ndert, nur w&uuml;rden die Menschen nun gr&ouml;ssere Risiken eingehen. Harsche Kritik &uuml;bte Migreurop auch am Verhalten der Milit&auml;rs der Nato w&auml;hrend des Libyen-Einsatzes; trotz massiver Pr&auml;senz im Mittelmeer sei in Seenot geratenen Fl&uuml;chtlingen nicht geholfen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/fuenf-menschen-sterben-pro-tag-an-europas-aussengrenzen-1.17779280\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine zugegeben platte Frage, aber dennoch: H&auml;tten 20.000 Migranten mehr die EU arm gemacht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Drohnenkriege<\/strong><br>\nStell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.&ldquo;, schrieb 1936 hoffnungsvoll der amerikanische Dichter Carl Sandburg. Heute scheint sein Gedanke passender denn je, aber nicht, weil sich die Menschheit dem Pazifismus zugewandt h&auml;tte. Vielmehr werden Kriege zunehmend aus der Ferne gef&uuml;hrt, wobei Drohnen &ndash; unbemannte Luftfahrzeuge &ndash; das T&ouml;ten &uuml;bernehmen.<br>\nUnter Pr&auml;sident Barack Obama ist die Zahl der von den USA durchgef&uuml;hrten Drohnenangriffe steil angestiegen; allein in Pakistan wurden mehr als 300 derartige Angriffe gemeldet. Im M&auml;rz 2011 schulte die US-Luftwaffe erstmals mehr Piloten f&uuml;r Drohnen als f&uuml;r jeden anderen Zweck.<br>\nDies wirft ernste ethische Fragen auf. Ohne dass Milit&auml;rangeh&ouml;rige dabei ihr Leben riskieren, vereinfachen Drohnen das T&ouml;ten und die Rechtfertigung von Kriegsaktivit&auml;ten gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit im eigenen Lande. Zudem steht die Zur&uuml;ckhaltung eines Menschen, zu t&ouml;ten, in einer Umkehrrelation zur Distanz zwischen Angreifer und Ziel. Im Falle eines Piloten, der per Joysticks aus Nevada Drohnen &uuml;ber dem Jemen steuert, ist die Schwelle, den Abzug zu bet&auml;tigen, gef&auml;hrlich niedrig. T&ouml;ten wird so zu etwas, das einfach zum Job dazu geh&ouml;rt, und anschlie&szlig;end geht man dann kegeln oder genie&szlig;t einen geruhsamen Abend zu Hause.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/america-s-legally-questionable-drone-campaign-by-barbara-lochbihler\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Promille am Steuer &ndash; vorzugsweise steuerbefreit<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen konnte man wieder mehrfach h&ouml;ren und lesen, dass der Posten des m&auml;chtigsten Mannes der Welt zur Wahl stehe. Gemeint war freilich die durch Legislaturende theoretisch vakant gewordene Stelle im Oval Office. Der m&auml;chtigste Mann der Welt, so w&uuml;rde Hans J&uuml;rgen Krysmanski an dieser Stelle einhaken, ist nicht mehr als der primus inter pares unter den politischen Verteilungseliten. Solche, die vom m&auml;chtigsten Mann der Welt schreiben oder berichten, so w&uuml;rde er nachlegen, t&auml;ten dies in Aus&uuml;bung ihrer Funktion als Funktions- und Wissenseliten, die &ldquo;f&uuml;r den Erhalt des Gesamtsystems unerl&auml;sslich sind&rdquo;. Anders k&ouml;nnte er auch sagen, dass es sich um eine Art Vorsitz des einen Prozent (Politik) handle, hochgepusht durch die zehn Prozent (Medien), die beide im Dienste stehen f&uuml;r die 0,1 (Konzern- und Finanzeliten) und vor allem die 0,01 Prozent (Superreichen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/11\/promille-am-steuer-vorzugsweise.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Tagesthemen &ndash; CSU-Style<\/strong><br>\nEndlich haben die Anrufe von CSU-Sprechern bei Journalisten ein Ende: extra 3 zeigt die Tagesthemen, wie die CSU sie sich w&uuml;nschen w&uuml;rde. Von Johannes B&uuml;chs und Marike Schmidt-Glenewinkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/extra_3\/videos\/extra4597.html\">extra3<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15041","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15041"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15050,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15041\/revisions\/15050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}