{"id":150512,"date":"2026-05-16T13:00:02","date_gmt":"2026-05-16T11:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150512"},"modified":"2026-05-16T16:01:58","modified_gmt":"2026-05-16T14:01:58","slug":"leserbriefe-zu-algorithmen-kaufen-keine-algorithmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150512","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAlgorithmen kaufen keine Algorithmen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\nIn diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150324\">Beitrag<\/a> diskutiert <strong>Jens Berger<\/strong> &uuml;ber die Folgen der KI-Revolution und erinnert an Henry Fords Diktum &bdquo;Autos kaufen keine Autos&ldquo;, mit dem er eines der grundlegenden Paradoxa des Kapitalismus des 20. Jahrhunderts beschrieben habe: Massenproduktion ben&ouml;tigt Massenkonsum. Die M&ouml;glichkeiten, teure Mitarbeiter durch KI aus der Arbeitswelt zu verdr&auml;ngen, seien in der Theorie grenzenlos. Bei der KI-Revolution gehe es jedoch &bdquo;weniger darum, durch Rationalisierung und Produktivit&auml;tssteigerung neue Technologien in den Massenmarkt zu bringen, sondern darum, die bereits vorhandene Massenproduktion und den bereits vorhandenen Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich durch KI kosteneffizienter zu machen&ldquo;. Dieses Problem werde von den Tech-Gurus und paradoxerweise auch vielen Linken zwar sehr wohl erkannt, aber nicht als Problem, sondern als Chance gesehen. Abschlie&szlig;end wird u.a. gefragt, ob eine Umorientierung des Steuersystems von der Arbeit zum Kapital nicht eine sinnvolle Alternative w&auml;re. Eine Debatte finde allerdings nicht statt. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante E-Mails bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. F&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>wieder ein sehr gut verst&auml;ndlich geschriebener Artikel von Jens Berger! Leider wurden alle diese Themen (Arbeitsplatzabbau, Deutschland als Billiglohn-Land) und L&ouml;sungen (z.B. Maschinensteuer) sp&auml;testens seit den Neunziger Jahren behandelt, unter anderem in der damals noch lesbaren &bdquo;Die Zeit&ldquo;. Geholfen hat es nichts.<\/p><p>Mit den Schlu&szlig;s&auml;tzen bin ich diesmal nicht so ganz einig. Warum wird KI, in diesem Fall die Konsequenz Arbeitsplatzvernichtung, als gottgegeben hingenommen? M&uuml;ssen wir nicht das gesamte Gesellschaftssystem auf den Kopf stellen, um hier eine sozial vertr&auml;gliche L&ouml;sung finden? Umverteilung, ja bitte, aber wie, ohne dass die Geld\/Machtelite auf die Barrikaden steigt?<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, und weiter so, Wolfgang Blendinger<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Blendinger,<\/em><\/p><p><em>Erst mal sch&ouml;nen Dank f&uuml;r ihre Zuschrift! Gottgegeben ist die KI nicht; sofern man nicht das Bild der B&uuml;chse der Pandora allzu w&ouml;rtlich nimmt. In einer international vernetzten Welt ist es schlicht nicht m&ouml;glich, national eine derart disruptive Technologie zu &bdquo;verbieten&ldquo;. Selbst bei einer dringend n&ouml;tigen Regulierung sehe ich da schwarz. K&ouml;nnten Sie sich heute vorstellen, dass man das Internet oder gar den Computer verbietet? Die sind beide auch nicht gottgegeben. Ich wei&szlig;, Sie sprechen nicht vom &bdquo;Verbieten&ldquo;, sondern von der Arbeitsplatzvernichtung. Auch das halte ich f&uuml;r nicht realistisch umsetzbar. Wenn die gesamte Rechtsabteilung z.B. in einen virtuellen Raum, der irgendwo im globalen Netz ist, ausgelagert werden kann &hellip; wie soll die Politik dies verhindern?<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><p><em><strong>Antwort von Wolfgang Blendinger:<\/strong> Lieber Herr Berger,<\/em><\/p><p><em>danke f&uuml;r Ihre Reaktion. Ich glaube, wir haben etwas unterschiedliche Denkans&auml;tze, und das ist ja auch nicht sch&auml;dlich. F&uuml;r mich ist die Hauptfrage, was ist der Gesellschaft zutr&auml;glich, was schadet ihr. Ich verlasse da auch ganz gerne mal das &ldquo;hermetisch abgeriegelte Gedankengew&ouml;lbe&rdquo; (sensu Mausfeld) und komme so auf Schlu&szlig;folgerungen, die unter Fortschreibung der gegenw&auml;rtigen Verh&auml;ltnisse eigentlich &ldquo;undenkbar&rdquo; (auch sensu Mausfeld) sind. Meine gelegentliche Kritik an Ihren &ndash; insgesamt ausgezeichneten &ndash; Artikeln ist berufsbedingt und sollte idealerweise diskussionsausl&ouml;send sein, so wie in diesem Fall!<\/em><\/p><p><em>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Wolfgang Bendinger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke Herr Berger,<\/p><p>das ist ein Klasse Text und sehr zum Nachdenken anregend. &Auml;hnliche Entwicklungen wie jetzt durch Digitalisierung und KI hatten wir schon einmal. Damals ging es um Automatisierung und Dampfmaschinen. Die jeweiligen Profiteure nahmen so wenig Anteil am Schicksal der Abgeh&auml;ngten und Ausgebeuteten bis es zu blutigen Revolten kam und das wird wieder passieren, es sei denn wir lernen aus der Geschichte und vermeiden das. Haben wir inzwischen nicht eine Demokratie? (nicht lachen, bitte!)<\/p><p>Eine gangbare L&ouml;sung w&auml;re Limitarismus, also ein Verhindern von Geld-Machtballung. Die Nachdenkseiten sollten ihre Leser unbedingt auf das Buch Limitarismus von Ingrid Robeyns hinweisen. Eine niederl&auml;ndische Professorin untersucht in gut verst&auml;ndlicher und fundierter Art inwieweit die Superreichen nicht blo&szlig; die Normalgesellschaft sondern auch die Demokratie bedrohen und zeigt Wege auf, wie man demokratisch und unblutig dagegenhalten kann. Die n&ouml;tige Debatte dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir schon selber ansto&szlig;en, die Hochwohlgeborenen und Hochm&ouml;genden sowie ihre Marionetten werden es nicht tun.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHeidemarie Wegener<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>mit dem Artikel &ldquo;Algorithmen kaufen keine Algorithmen&rdquo; trifft Jens Berger genau den entscheidenden Punkt. Wir werden ein erhebliches Nachfrageproblem bekommen, wobei ich hinzuf&uuml;gen m&ouml;chte, dass wir das doch auch jetzt schon haben, weil die Sparrate der privaten Haushalte von im Schnitt 10 %, dem Wirtschaftskreislauf kontinuierlich Geld entzieht, wobei Arme logischerweise kaum sparen k&ouml;nnen und die Sparrate mit dem Einkommen steigt. Schlie&szlig;lich funktioniert unsere Wirtschaft doch im Grunde nur noch deshalb, weil sich die Staaten erheblich verschulden und so die Sparrate der privaten Haushalte ausgleichen. Deutschland war hier in der Vergangenheit ein Sonderfall, weil andere L&auml;nder verst&auml;rkt deutsche G&uuml;ter nachfragten. Dadurch verschuldeten wir die anderen L&auml;nder durch unseren Export&uuml;berschuss und konnten uns mit einer verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringen Staatsverschuldung br&uuml;sten. KI wird dieses Nachfrageproblem versch&auml;rfen. Mich w&uuml;rde doch sehr interessieren wie die Eliten der Welt dieses Problem l&ouml;sen wollen. Elon Musk favorisiert ein bedingungsloses Grundeinkommen. Nun weist Jens Berger zurecht darauf hin, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen aus den Taschen der Steuerzahler ein linke Tasche, rechte Tasche Nullsummenspiel ist. Warum aber nicht, die Zentralbank eine gewisse Summe X zinslos als Helikoptergeld sch&ouml;pfen lassen und an alle verteilen? Die Summe wird von der als unabh&auml;ngig wahrgenommenen Zentralbank bestimmt und ist so hoch, dass es weder zu einer zu hohen Inflation noch zu einer Deflation kommt. Die Schulden w&uuml;rden in der Bilanz der Zentralbank aufsummiert, aber sie belasten niemanden, da es sich lediglich um eine Zahl auf einem Computer handelt, die jedes Jahr erh&ouml;ht wird. Damit k&ouml;nnte das Nachfrageproblem beseitigt werden. Es sieht gerecht aus und die Reichen m&uuml;ssten nicht zur Kasse gebeten werden und das d&uuml;rfte den Eliten beim WEF, Bilderberger und Co. doch am Wichtigsten sein. Andernfalls k&ouml;nnte man das Nachfrageproblem nur l&ouml;sen, wenn man das Verm&ouml;gen der Reichen absch&ouml;pft und nach unten umverteilt. Das scheue Reh des Kapitals wird das sicher zu verhindern wissen. Einzig dem neoliberal indoktrinierten B&uuml;rger in Deutschland wird das schwierig zu vermitteln sein, wenn man ihm einfach so was schenkt, er nicht leiden darf und der Stacheldraht in seinem Kopf ihn nur Inflationsangst f&uuml;hlen l&auml;sst.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ. Schubert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>&ldquo;&hellip; dass Gleichstellungsbeauftragte, Yogalehrer und taz-Kolumnistinnen allein nicht ausreichen, um den gesellschaftlichen Wohlstand zu erhalten.&rdquo;<\/p><p>sehr sch&ouml;n, das mit den &ldquo;taz-Kolumnistinnen&rdquo;!<\/p><p>Schaut man sich die Entwicklung der Produktion und die damit verbundene der menschlichen Gesellschaft an, so ging das richtig los mit dem &Uuml;bergang von der Stammes- zur Agrargesellschaft. Dann die Stadtstaaten. Verbunden jeweils mit einer Differenzierung in den Bereichen Produktion und Arbeit. Zu vorletzt dann die Industrielle Revolution. Jedes mal war das Maximum an Intelligenz und Differenzierung in der obersten Stufe konzentriert. Daraus folgt, dass mit dem &Uuml;bergang zur k&uuml;nstlichen Intelligenz der Mensch &uuml;berfl&uuml;ssig wird.<\/p><p>Milit&auml;r und Politik arbeiten schon daran, letzteren abzuschaffen.<\/p><p>Was w&auml;re die Rettung? Laut Einstein: &ldquo;So einfach wie m&ouml;glich, so kompliziert wie n&ouml;tig.&rdquo; F&uuml;r einen Nagel gen&uuml;gt ein Hammer. Und KI ist zum &uuml;berwiegenden Teil ein Spielzeug f&uuml;r Tech-Milliard&auml;re und asoziale Freaks. Buddha Shakyamuni hat die &ldquo;Gier&rdquo; als eines der gr&ouml;&szlig;ten der &Uuml;bel der Menschheit identifiziert. Was Karl-Marx dann zur Zeit der Industriellen Revolution in systemtheoretische Sprache, gest&uuml;tzt auf aktuelle Beobachtungen, &uuml;bersetzt hat.<\/p><p>Bei Individuen kann das funktionieren, dass der nat&uuml;rliche Drang nach Entwicklung sich heilsamere Wege sucht, wenn einer sich als zerst&ouml;rerisch erweist. Ob das auch bei ganzen Gesellschaften, der Menschheit, funktioniert, daran habe ich so meine Zweifel. Ken Wilber sagt ja. Daraus wird dann der Yogalehrer (s.o.). Jiddu Krishnamurti sagt nein.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><p>p.s.: Dass Sie &ldquo;100 Jahre alt werden m&ouml;gen&rdquo;, w&uuml;nsche ich Ihnen jetzt nicht. Am Ende werden Sie 103 und ich bin der Gelackmeierte. Also: Gesundheit und ein langes Leben!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, dies ist eine interessante Aussage (Algorithmen kaufen keine Algorithmen).<\/p><p>Aber diese Frage stellte sich auch ein Herr Harari:<\/p><p>&ldquo;Was machen wir nur mit den unn&uuml;tzen Essern&rdquo;<\/p><p>Der neue Feudalismus braucht keine 8 &ndash; 10 Milliarden Menschen.<\/p><p>Auf jeden Fall will man diese nicht alimentieren.<\/p><p>mfg<br>\nWolfgang Wei&szlig;berg<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hallo Herr Wei&szlig;berg,<\/em><\/p><p><em>Mal ganz amoralisch gesprochen: Harari hat recht und unrecht zugleich. Denn auch der neue Feudalismus braucht Kunden. &Auml;hnlich hatte sich auch mal Peter Thiel ge&auml;u&szlig;ert. Was beide &bdquo;vergessen&ldquo;. Wie soll die sch&ouml;ne neue KI-Welt funktionieren, wenn es kaum noch Nachfrage gibt? Zurzeit wird das ganze AI-Business vor allem durch Werbeeinnahmen (Google, Facebook und Co.) von au&szlig;en gespeist. Der gro&szlig;e Rest sind reine Kreislaufgesch&auml;fte. Dazu hatte ich mal was geschrieben: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141525\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141525<\/a><\/em><\/p><p><em>Wem will man aber Werbung zeigen (und warum?), wenn es keine Massenkaufkraft mehr gibt?<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger<\/p><p>Die Aufl&ouml;sung des Paradoxons ist im Grunde sehr einfach: Die Auszahlung des wie auch immer finanzierten Grundeinkommens (daf&uuml;r werden sich M&ouml;glichkeiten finden) wird an Wohlverhalten gekoppelt sein. Die Abh&auml;ngigikeit des Kapitals von Lohnarbeit (Streikgefahr! etc.) war dem Kapital schon immer ein Dorn im Auge.<\/p><p>&ldquo;Sonne auf Kredit&rdquo; oder &ldquo;Wir werden nichts besitzen, aber gl&uuml;cklich sein&rdquo; zeigen die Richtung an.<\/p><p>Die totale Abh&auml;ngigkeit und die Kontrolle sind das Ziel. Die KI-Revolution ist ein hervorragendes Werkzeug.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nPeter Poser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r diesen Beitrag! Ich bin auf die Diskussion gespannt.<\/p><p>Ich denke, KI ist und bleibt, wie die ganze IT bisher, ultra schnelle und pr&auml;zise Nachahmung menschlichen Planens und Handelns, inzwischen halt auf der Basis eines riesigen Erfahrungsschatzes, aber auch nicht mehr.<\/p><p>Die Motivation, ihre Freunde zum 100.Geburtstag zum Kaffee einzuladen, wird KI nie empfinden, h&ouml;chstens nachahmen.<\/p><p>Wir haben jetzt (z.B. in Westeuropa) 80 exzeptionelle Jahre in Fortschritt und Frieden erlebt und sind ma&szlig;los tr&auml;ge und unflexibel geworden, auch eingeengt durch Gutmenschentum und Die-Welt-Retten-Wollen.<\/p><p>Die Menschheit geht durch ihre Energieblindheit, und weil sie nicht gut in Systemen denken kann, wir denken und handeln haupts&auml;chlich auf uns selbst bezogen, und zynisch ausgedr&uuml;ckt: auch durch den medizinischen Fortschritt einer Unmenge von Krisen und Problemen entgegen.<\/p><p>Wenn aus Krisen wie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vielleicht gro&szlig;e Kriege entstehen, kann KI das nicht vorhersagen, wie ja gerade festgestellt wurde, geschweige denn verhindern.<\/p><p>Wie es im Jahr 2072 aussieht, wer wei&szlig; das. Unsere nat&uuml;rliche Ur-Motivation, die 3 N, Neid, Neugier und Nachkommen, die bleibt uns unver&auml;ndert erhalten. Aus diesem Potential an Ver&auml;nderung wird immer viel Arbeit zum Abrei&szlig;en, Aufbauen und zum Reparieren entstehen, wenn wir Solidarit&auml;t und Freiheit verteidigen.<\/p><p>Arbeitslosigkeit, Sorgen und Ungl&uuml;cklich-sein werden durch Pharmaprodukte und Leben in virtuellen Welten behandelt, wie jetzt schon.<\/p><p>Brave new world, oder Leben wie in Nordkorea, wird Total-Manipulation wahrscheinlicher durch Algorithmen? Im 3. Reich hat es auch ohne funktioniert.<\/p><p>Michael W&uuml;st<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gute Frage, mit der Jens Berger seinen Artikel beendet:<\/p><p>&ldquo;W&auml;re eine Umorientierung des Steuersystems von der Arbeit zum Kapital nicht eine sinnvolle Alternative? Hier ist die Politik gefragt! Doch wo findet die daf&uuml;r n&ouml;tige Debatte statt?&rdquo;<\/p><p>Ja, diese sinnvolle Alternatiative geh&ouml;rt breit in der Bev&ouml;lkerung debattiert und zwar im Rahmen geloster B&uuml;rgerr&auml;te die allen &ldquo;politische Machtgleichheit&rdquo; erm&ouml;glichen w&uuml;rde, was eine Verfassungsreform erforderlich macht. Der Parteien-Staat geh&ouml;rt &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht, da eine Fehlkonstruktion.<\/p><p>Wann setzt sich die NDS-Redaktion damit auseinander?<\/p><p>Hier ein Strohhalm f&uuml;r alle Verzweifelten:<\/p><p>&ldquo;Werde Losdemokrat, dann kannst Du ruhigen Blicks in alle gesellschaftlichen Abgr&uuml;nde blicken!&rdquo; &#128521;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NSllVB3vouQ\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NSllVB3vouQ<\/a><\/p><p>Und nat&uuml;rlich ganz ernsthaft gemeint:<\/p><p>Demokratie: Ein Neuanfang:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4XdFqxzNSHY&amp;t=8s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4XdFqxzNSHY&amp;t=8s<\/a><\/p><p>Friedensbewegte Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>Sie h&auml;ngen zu sehr am Geld.<\/p><p>Einer der n&auml;chsten, theoretisch m&ouml;glichen Schritte, k&ouml;nnte die Abschaffung des Bargeldes sein &ndash; in Verbindung mit einer Zuteilungswirtschaft, f&uuml;r alle nur denk- und vorstellbaren G&uuml;ter und Dienstleistungen, basierend auf einem Punkte-gest&uuml;zten &ldquo;social-score&rdquo; eines verhaltens-basierendem Verhaltens- und Belohnungssystems.<\/p><p>&Uuml;ber die verschiedlichen Auspr&auml;gungen zur Gestaltung dieses Systems m&ouml;gen bitte andere spekulieren&hellip; In der Tat ist leider, trotz Grundgesetz, sehr viel vorstellbar, schaut man sich die menschliche Geschichte und Entwicklung an &ndash; bis hin zur erwarteten oder verpflichtenden Organspende.<\/p><p>Wer diese M&ouml;glichkeiten f&uuml;r nicht sehr wahrscheinlich h&auml;lt, m&ouml;ge sich bitte vor Augen halten, wie die erzielten Produktivit&auml;tsfortschritte heute an die Arbeitnehmer weitergegeben werden.<\/p><p>Alleine bei den &Uuml;berstunden:<\/p><ol>\n<li>Verg&uuml;tung von Mehrarbeit, Wie viele &Uuml;berstunden fallen pro Arbeitnehmer:in an? <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/17994\/so-viele-eeberstunden-machen-die-deutschen\/\">https:\/\/de.statista.com\/infografik\/17994\/so-viele-eeberstunden-machen-die-deutschen\/<\/a><\/li>\n<li>Besch&auml;ftigte in Deutschland leisten 1,3 Milliarden &Uuml;berstunden, Auf jeden Besch&auml;ftigten entfallen im Schnitt rund 32 &Uuml;berstunden. Die Summe entspricht 835.000 Vollzeitstellen. <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/ueberstunden-grossteil-der-1-3-milliarden-stunden-mehrarbeit-in-deutschland-sind-unbezahlt-a-3cb68788-9f42-437b-81e6-2f6cb69de012\">https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/ueberstunden-grossteil-der-1-3-milliarden-stunden-mehrarbeit-in-deutschland-sind-unbezahlt-a-3cb68788-9f42-437b-81e6-2f6cb69de012<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Gru&szlig;<br>\nLothar Gl&uuml;ck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger<\/p><p>Erste Artikel die die angesprochene Problematik thematisierten hatte ich in den 1970ern oder -80ern gelesen, allerdings noch nicht so weit gedacht. Aber damals ging es noch um Industrieroboter, die punktschwei&szlig;en. Es war die Zeit der ersten historischen Roboter-made-K&ouml;pfung beim Robotereinrichten&hellip;auch mir w&auml;re im programmierten Maschinenbau fast mal ein Finger maschinenprogrammiert abhanden gekommen.<\/p><p>Was nicht vorausgeschaut wurde ist, dass die Entwicklung &ldquo;humanoider&rdquo; Roboter &ndash; die artikelentsprechende Bezeichnung w&auml;re &ldquo;Maschinen jeglicher Form, die blue collar Arbeiten durchf&uuml;hren&rdquo; &ndash; jetzt auch nicht mehr in ferner Zukunft liegt. Ingenieure mit Haus-Boot-Frau konstruieren f&uuml;r Geld, f&uuml;r Ihre Lieben alles au&szlig;er Waffensysteme :))<\/p><p>Ist es off-topic auf ein ganz anderes Problem hinzuweisen?<br>\nIm nicht kastrierten heise.de-newsletter (IT) wurde vor einiger Zeit eine Meldung ver&ouml;ffentlicht, die &uuml;ber ein KI-Experiment berichtete: Eine bildgestaltende KI-Software wurde mit von KI gestalteten Bildern trainiert. Dabei sollen &ldquo;entstellte&rdquo;, grausame Bilder entstanden sein. Wenn die Menschheit ihrer Faulheit bzw. dem Profit-Schnelldruck nachgibt, welche Welt wird dann aus der KI-Unterst&uuml;tzung entstehen? Aktuell erleben wir noch die Zusammenfassung menschlich Erdachtens. Quasi eine Datenbankabfrage mit v&ouml;llig freier Abfragesprache-Syntax. Was aber, wenn die Maschinen aus ihren eigenen Erg&uuml;ssen Neues kreieren? Mit jedem Schritt wird es gruseliger. Man k&ouml;nnte es Dateninzucht nennen. &sup1;) Was dann wohl als Ersatz f&uuml;r die klappernde Kaffeemaschine geliefert wird?<\/p><p>Sollte es anders werden, wenn die Speicherkapazit&auml;ten die des menschlichen Gehirns &uuml;bertreffen werden???<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Besteck<\/p><p>p.s. Wer das mal selbst ausprobieren m&ouml;chte kann den aktuell ersten Schritt visualisieren. Dazu braucht es einen Nachrichtenartikel mit einem eindeutig KI-generiertem Bild. Auf dem Bild sekund&auml;re (rechte) Maustaste, dann speichern. Das gespeicherte Bild mit einem Bildverarbeitungsprogramm &ouml;ffnen (z.B. Gimp) und dann um z.B. das Zehnfache horizontal (vertikal k&ouml;nnte auch interessant sein) strecken. (Wie, das kann KI erkl&auml;ren.) Das so entstandene gro&szlig;e Bild mit mindestens 100% Darstellungsgr&ouml;&szlig;e ansehen und auf die Details achten.<\/p><p>&sup1;) Interessant: <a href=\"https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/oesterreich-magazin\/oesterreich-magazin-600-000-euro-fuer-urin-provokation-was-erlaubt-sich-der-kulturbetrieb\">https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/oesterreich-magazin\/oesterreich-magazin-600-000-euro-fuer-urin-provokation-was-erlaubt-sich-der-kulturbetrieb<\/a> ab Min. (14:40 bzw.) 20:43 (die Nichthuldingung des Marxismus mag nicht huldingsw&uuml;rdig sein, aber was &uuml;ber KI berichtet wird, schon &ndash; &ldquo;unpolitische&rdquo; Kritik an KI)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>da haben Sie eine tolle Fundmentalfrage gestellt! Der Kabarettist Matthias Eggersd&ouml;rfer hat das 2014 WUNDERVOLL gesagt:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D6xiFdtFu5w\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D6xiFdtFu5w<\/a><\/p><p>Tja &ndash; die KI &hellip; Viele sagen ja: &bdquo;So schlimm wird das schon nicht!&ldquo; Aber zur aller-ersten Dampfmaschine hatte man vielleicht auch gesagt: &bdquo;Dieser schnaufende Kasten? der nicht mal so stark ist wie ein halbes Pferd? und wo ich immer Kohlen nachschippen muss?&ldquo; &ndash; aber ein paar Jahrzehnte sp&auml;ter hatte der schnaufende Kasten die Welt ver&auml;ndert &hellip;<\/p><p>Ich glaube, wir leben an der entscheidendsten Weichenstellung der Menschheits-geschichte. Ja, ich wei&szlig;: Zeitenwenden werden &uuml;berbewertet, jeder glaubt, aus-gerechnet ER lebe in einer ganz wichtigen Zeitphase &ndash; aber was, wenn es wirklich mal so IST?<\/p><p>Die Menschheitsgeschichte ist &ndash; denke ich &ndash; eine Oper in 3 Akten:<\/p><p>1.Akt: ES GIBT NUR UNTERE &ndash; in der Steinzeit waren wir alle gleich arm und es gab keine Technik (nur 1 Faustkeil).<\/p><p>2.Akt: ES GIBT OBERE UND UNTERE &ndash; und die Oberen (vom Pharao bis BlackRock) beherrschen die Untertanen, und die Technik w&auml;chst von der T&ouml;pferscheibe zur Fabrik.<\/p><p>3.Akt: ES GIBT NUR NOCH OBERE? Weil sie die Unteren nicht mal mehr zum Ausbeuten brauchen, weil die Technik und die KI alles macht??<\/p><p>Wir stehen an der Schwelle vom 2. zum 3. Akt &ndash; die Menschheit muss sich jetzt h&auml;uten. Zu zwei Zuk&uuml;nften: eine sch&ouml;ne oder eine schreckliche &hellip;<\/p><p>Zukunft A: so sch&ouml;n wie in Star Trek, ich liiiebe ja diese Szene:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cj4owPyklts\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cj4owPyklts<\/a><\/p><p>bei Minute 2:44 fragt Lily, die (ungef&auml;hr) aus unserer Zeit stammt, wie viel Geld das alles gekostet hat, und Picard antwortet, dass die &Ouml;konomie der Zukunft gar nicht mehr so funktioniert mit Geld &hellip;&hellip;. Und es stimmt ja: Die KI hei&szlig;t ja nicht, dass die Wirtschaft nicht mehr funktionieren kann, sondern nur, dass sie nicht mehr KAPI-TALISTISCH funktionieren kann &ndash; eigentlich w&uuml;rde uns die sch&ouml;ne Technik ja sooo viele M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnen, wir k&ouml;nnten so vieles werden &ndash; Sternenentdecker oder liebende G&auml;rtner dieser Erde &hellip;<\/p><p>Zukunft B: eine schreckliche kalte Maschinenwelt, wo einige wenige stinkreiche Menschen <em>alles<\/em> besitzen und sich an ihrem kalten Glanz erfreuen &ndash; und wir un-n&ouml;tig gewordenen Unteren aus der Welt verschwunden sind (auf die eine oder andere Weise, sage ich mal bewusst vage&hellip;). Ja, das klingt wie finstere Ver-schw&ouml;rungsfantasien &ndash; aber kann man nicht 2 + 2 zusammenz&auml;hlen? Was werden die, die uns schon jetzt so herzlos behandelten, wo sie uns noch zum Ausbeuten brauchten, tun, wenn wir &uuml;berfl&uuml;ssig sind? Dann ganz pl&ouml;tzlich ihr Herz f&uuml;r uns entdecken und einen Gnadenhof f&uuml;r uns bauen?<\/p><p>Also &ndash; ich seh schwarz. Zumindest f&uuml;r diesen Teil der Welt. Wie es anderswo aussehen wird, wei&szlig; ich nicht. Wenn der n&auml;chste Putin wieder ein Jelzin ist, k&ouml;nnte ja auch Russland wieder in den westlichen BlackRock-Sumpf, dem die Zukunft B gewiss ist, zur&uuml;ckrutschen &hellip; Und China, wo es schon jetzt so viel Kontrollmechanismen und KI gibt, macht mir auch keine gro&szlig;e Hoffnung &hellip;<\/p><p>Ach, manchmal denk ich, unsere Chance ist nur noch, lauter kleine D&ouml;rfer zu bauen wie die Amish, um dieser &bdquo;Sch&ouml;nen neuen Welt&ldquo; zu entgehen &hellip;<\/p><p>LG Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Aufruf zum Neoluddismus<br>\nEin Manifest<\/p><p>Wir leben in einer Zeit, in der jede neue Maschine als Fortschritt verkauft wird, jede Automatisierung als Befreiung, jede digitale Vernetzung als unausweichliches Schicksal. Uns wird gesagt, Technologie sei neutral. Doch Technologien entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie dienen Interessen. Sie formen Gesellschaften. Sie ver&auml;ndern Menschen.<\/p><p>Der moderne Mensch arbeitet schneller als je zuvor und hat dennoch weniger Zeit. Er ist vernetzter als je zuvor und zugleich isolierter. Er besitzt Zugang zu unendlichen Informationen und verliert die F&auml;higkeit zur Konzentration. Die Maschinen, die uns dienen sollten, organisieren inzwischen unseren Alltag, unsere Aufmerksamkeit, unsere Beziehungen und unsere Arbeit.<\/p><p>Der Neoluddismus ist kein blinder Hass auf Technik. Er ist die Weigerung, jede technische Entwicklung automatisch als Fortschritt anzuerkennen.<\/p><p>Wir stellen einfache Fragen:<\/p><ul>\n<li>Wem n&uuml;tzt diese Technologie?<\/li>\n<li>Was ersetzt sie?<\/li>\n<li>Was zerst&ouml;rt sie?<\/li>\n<li>Wer gewinnt Macht durch sie?<\/li>\n<li>Was macht sie mit unserer W&uuml;rde, unserem Denken, unseren Gemeinschaften?<\/li>\n<\/ul><p>Wir lehnen eine Welt ab, in der Menschen zu Anh&auml;ngseln algorithmischer Systeme werden. Wir lehnen eine Wirtschaft ab, die Menschen &uuml;berfl&uuml;ssig machen will. Wir lehnen die Idee ab, dass Effizienz wichtiger sei als Erfahrung, Geschwindigkeit wichtiger als Weisheit und Daten wichtiger als Leben.<\/p><p>Nicht alles, was m&ouml;glich ist, sollte gebaut werden.<\/p><p>Wir verteidigen:<\/p><ul>\n<li>menschliches Handwerk gegen totale Automatisierung,<\/li>\n<li>lokale Gemeinschaften gegen digitale Entwurzelung,<\/li>\n<li>Stille gegen permanente Beschallung,<\/li>\n<li>Reparatur gegen Wegwerfproduktion,<\/li>\n<li>Konzentration gegen Aufmerksamkeits&ouml;konomie,<\/li>\n<li>menschliche Entscheidung gegen algorithmische Verwaltung.<\/li>\n<\/ul><p>Der neoluddistische Gedanke fordert Grenzen. Nicht jede Innovation verdient Akzeptanz. Gesellschaften m&uuml;ssen das Recht besitzen, Technologien abzulehnen, die sie entmenschlichen.<\/p><p>Wir glauben:<\/p><ul>\n<li>Eine langsamere Welt kann eine freiere Welt sein.<\/li>\n<li>Abh&auml;ngigkeit von gigantischen technischen Systemen macht Gesellschaften verletzlich.<\/li>\n<li>Wahre Autonomie entsteht nicht durch totale Vernetzung, sondern durch F&auml;higkeiten, Gemeinschaft und Selbstbegrenzung.<\/li>\n<\/ul><p>Der Kult des permanenten technologischen Wachstums hat &ouml;kologische Verw&uuml;stung, psychische Ersch&ouml;pfung und soziale Vereinzelung hervorgebracht. W&auml;hrend Maschinen effizienter werden, werden Menschen austauschbarer.<\/p><p>Genug.<\/p><p>Wir rufen nicht zur Zerst&ouml;rung von Maschinen auf, sondern zur Wiedergewinnung menschlicher Ma&szlig;st&auml;be. Technik muss dem Menschen dienen &mdash; nicht der Mensch der Technik.<\/p><p>Der Neoluddismus ist Widerstand gegen Entfremdung.<br>\nEr ist Zweifel am digitalen Absolutismus.<br>\nEr ist die Verteidigung des Menschlichen.<\/p><p>Und vielleicht beginnt Freiheit heute mit einer einfachen Handlung:<br>\ndem Mut, sich dem Zwang zur permanenten technologischen Beschleunigung zu verweigern.<\/p><p>Vielleicht hilft uns die KI ja bei der Revolution.<\/p><p>(Ich gestehe, habe ich mir von Chatgpt schreiben lassen)<br>\nMM<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>nach der zum Nachdenken anregenden Lektuere von Jens Berger&rsquo;s Artikel &ldquo;Algorithmen kaufen keine Algorithmen&rdquo; biete ich in meinem Leserbrief (angehaengt als txt-Datei) eine andere Sicht auf die Dinge an. Ich wuerde mich freuen, wenn mein Artikel zur Debatte in Form eines Leserbriefes beitraegt.<\/p><p>Mit freundlichen Gruessen,<\/p><p>Philipp<\/p><p>&bdquo;Das gro&szlig;e Paradox des Kapitalismus des 21. Jahrhunderts&ldquo; lautet laut Jens Berger: &bdquo;Algorithmen kaufen keine Algorithmen&ldquo;. Die M&ouml;glichkeit, dass KI ein Gro&szlig;teil der Arbeitspl&auml;tze wegrationalisiert, wird f&uuml;r einen Einbruch der Massenkaufkraft sorgen, sodass am Ende die Wirtschaft von der KI gar &bdquo;totrationalisiert&ldquo; wird. Damit die Massenkaufkraft, welche direkt an die materielle Lebensqualit&auml;t koppelt, erhalten bleibt, m&uuml;ssen daher &bdquo;schnell genug neue Einkommensquellen entstehen.&ldquo;<\/p><p>Ich glaube, jeder Mainstream-&Ouml;konom w&uuml;rde hier jubelnd zustimmen: eine brilliante und korrekte Analyse &ndash; zumindest solange man sich in den geistigen Fesseln des Kapitalismus bewegt. Um diese Fesseln zu sprengen, erlaube ich mir hier mal drei ungefragte Annahmen von Jens Berger in Frage zu stellen.<\/p><p>These 1: Vor der KI wurden zwar auch Produktionsprozesse rationalisiert und viele Arbeitspl&auml;tze gingen verloren, aber diese wurden durch neue und wichtige Arbeitspl&auml;tze ersetzt, wie z.B. dem des Onlineredakteurs (jedoch nicht denen des Gleichstellungsbeauftragten, Yogalehrers oder taz-Kolumnisten).<\/p><p>Antithese 1: Schon seit langem ist die Anzahl n&uuml;tzlicher Jobs signifikant geschrumpft &ndash; laut Graeber&lsquo;s viel beachteten Buchs &bdquo;Bullsshit Jobs&ldquo; sind circa 40% der Jobs nutzlos (und oft genug sogar explizit sch&auml;dlich) f&uuml;r die Gesellschaft. Diese Sch&auml;tzung scheint nicht verkehrt, wenn man bedenkt, dass die meisten historischen Gesellschaften, und auch Naturv&ouml;lker, nur circa halb so viel arbeiteten wie wir (vgl. Sahlins&lsquo; ber&uuml;hmtes Buch &ldquo;Stone age economics&rdquo;). Ein Grossteil der &bdquo;White Collar&ldquo; Management- und Verwaltungsjobs (die sich sowohl in der Privatwirtschaft wie auch im &ouml;ffentlichen Dienst zu Hauf befinden) werden also nicht durch KI nutzlos: sie waren es vorher schon, und sie wurden bis heute nicht wegrationalisiert.<\/p><p>These 2. Massenkaufkraft (und damit Massenkonsum) ist eine gute Sache: sie ist wichtig f&uuml;r das Wachstum und sie muss unbedingt aufrecht erhalten werden, damit der materielle Lebensstandard nicht gef&auml;hrdet ist.<\/p><p>Antithese 2. Mehr Massenkaufkraft und Wachstum sind schon lange entkoppelt vom Wohlbefinden der westlichen Bev&ouml;lkerung, und langsam d&auml;mmert es dem einen oder anderen sogar, dass es vielleicht sogar sch&auml;dlich sein k&ouml;nnte. Ich zumindest habe keine Lust in 40 Jahren doppelt so viel zu essen, meine Handy jedes Jahr zu wechseln, und mit Ryanair zu 10 Junggesellenabschieden zu fliegen &ndash; aber gerne kann Jens Berger das f&uuml;r mich ausgleichen, und vier mal so viel essen, sein Handy jedes halbe Jahr wechseln, und zu 20 Junggesellenabschieden fliegen.<\/p><p>These 3. Das &bdquo;vollends dumme&ldquo; bedingungslose Grundeinkommen ist dazu da, die Massenkaufkraft aufrecht zu erhalten.<\/p><p>Antithese 3. Das bedingunslose Grundeinkommen ist dazu da, um (zum ersten Mal in der Geschichte der &bdquo;Zivilisation&ldquo;) Arbeitszwang und elementare Menschrenrechte zu entkoppeln. Das bedingungslose Grundeinkommen w&uuml;rde die Wirtschaft und Gesellschaft, wie wir sie kennen, auf den Kopf stellen, und &ndash; ganz im Gegenteil zu Berger&rsquo;s These &ndash; sorgt es daf&uuml;r, dass man ein selbstbestimmtes Leben ohne Konsumzwang f&uuml;hren kann.<\/p><p>Schlussbemerkungen:<\/p><p>Berger&rsquo;s Analyse ist ein Paradebeispiel f&uuml;r Fisher&rsquo;s &bdquo;Capitalist Realism&ldquo; (kapitalistischen Realismus): Die Unf&auml;higkeit selbst von Kritikern, noch au&szlig;erhalb des Kapitalismus denken zu k&ouml;nnen &ndash; oder wie es Fredric Jameson formulierte: &bdquo;Es ist einfacher sich das Ende der Welt als das Ende des Kapitalismus vorzustellen.&ldquo; Vielleicht sollte man mal das Nachdenken-einengende Vokabular in Frage stellen: Massenkaufkraft, Wachstum, Wohlstand &ndash; Wie bitte? Was ist denn zum Beispiel der zentrale Aspekt, bei dem sich linke wie auch rechte Parteien sofort einig sind? K&ouml;nnte das vielleicht der Grund der Misere sein?<\/p><p>Das gro&szlig;e Paradox des Kapitalismus des 21. Jahrhunderts ist f&uuml;r mich n&auml;mlich die Frage: Wie kann es sein, dass trotz allen Wissens, aller Kritik, aller negativen Tendenzen und Hiobsbotschaften der Kapitalismus heutzutage ungef&auml;hrdeter denn je mit seinen Krakenarmen die Menscheinheit als Geisel h&auml;lt? Eine erste Antwort darauf liefert Jens Berger&rsquo;s Text.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie schreiben: &ldquo;Das soll vor allem durch die Verdr&auml;ngung teurer menschlicher Arbeitskraft gelingen und anders als bei der Automatisierung ist davon weniger der Arbeiter in der Produktion (&bdquo;Blue Collar&ldquo;), sondern mehr der Angestellte am Schreibtisch (&bdquo;White Collar&ldquo;) betroffen.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Es d&uuml;rfte allerdings auch zu einem Downgrading und Verdr&auml;ngungswettbewerb nach unten kommen. Die ehemals (gut bezahlten) Schreibtisch-Angestellten verdr&auml;ngen die weniger gut bezahlten Angestellten und Arbeiterinnen\/Arbeiter im produzierenden Gewerbe inklusive Dienstleistungssektor.<\/p><p>Wenn der Bedarf an &ldquo;Fachkr&auml;ften&rdquo; dann gedeckt ist, werden viele schlecht bezahlte Jobs, die sich nicht so schnell durch die KI ersetzen lassen oder nicht durch die KI ersetzt werden, weil Drohnen, Roboter usw. zu teuer sind, dann noch g&uuml;nstiger bzw &ldquo;billiger&rdquo;.<\/p><p>Ausnahmen best&auml;tigen wie immer die Regel. Eine kleine Angestellte der ARD (&bdquo;Na herzlichen Dank an alle Ungeimpften! Dank euch droht der n&auml;chste Winter im Lockdown&rdquo;) fiel 2025 die Karierreleiter ganz steil nach oben und ist seitdem Leiterin des Pressereferats im BMI und Sprecherin des Bundesinnenministers und ausgewiesenen Experten f&uuml;r Pkw-Maut Alexander Dobrind (CSU).<\/p><p>Zitat: &ldquo;Ohne ausreichend breite Erwerbseinkommen und Transfersysteme ger&auml;t die Massenkaufkraft jedoch unter Druck.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Dazu f&auml;llt mir diese wunderbare Passage aus dem Vorwort eines kleines Buches mit dem Titel: &ldquo;Wohlstand f&uuml;r Alle&rdquo; ein. Das Buch stammt aus den 1950er Jahren (= Nachkriegszeit), Autor ist offiziell ein gewisser Ludwig Erhard. Erhard, der bislang noch nicht als &ldquo;links&rdquo; geframt wurde, war schlie&szlig;lich einmal der Vorvorvorvor&hellip;g&auml;nger von Katherina Reiche von der CDU (seit 2025 Bundesministerin f&uuml;r Wirtschaft und Energie) und ein Parteikollege unseres &ldquo;geliebten&rdquo; Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU).<\/p><blockquote><p>&hellip; &ldquo;So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, da&szlig; ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu f&uuml;hren vermag. Am Ausgangspunkt stand der Wunsch, &uuml;ber eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endg&uuml;ltig zu &uuml;berwinden.<\/p>\n<p>Diese &uuml;berkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine d&uuml;nne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet.<\/p><\/blockquote><p>Zum Verst&auml;ndnis und historischen Einordnung sollte man hinzuf&uuml;gen, dass sich die Bezeichnung &ldquo;alte konservative soziale Struktur&rdquo; auf die Demokratie der Weimarer Republik und das Dritte Reich bezieht.<\/p><p>Die amtierende schwarz-rote Bundesregierung aus CDU und SPD macht 2026 mit ihrer Politik allerdings genau das Gegenteil. Sie macht die &ldquo;d&uuml;nne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten&rdquo; kann , noch leistungsf&auml;higer und entzieht der &ldquo;quantitativ breiten Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft&rdquo; noch mehr Kaufkraft.<\/p><p>Zitat: Nun werden Anh&auml;nger der KI-Revolution sicher argumentieren, dass die damit verbundenen Kostenvorteile ja an den Kunden weitergegeben werden k&ouml;nnen, und im Kern kann man da auch gar nicht widersprechen.<\/p><p>Anmerkung: Das ist auch sicherlich richtig, die Kostenvorteile k&ouml;nnen und k&ouml;nnten (theoretisch und auch praktisch) an die Kunden weitergegeben werden. Aber sie m&uuml;ssen in der Realit&auml;t nicht weitergegeben werden, wenn die Produzenten der Kostenvorteile das nicht wollen und das Unternehmen auf andere Art und Weise w&auml;chst z. B. durch Fusionen oder durch die &Uuml;bernahme konkurrierender Unternehmen.<\/p><p>Die menschliche Gier ist bekanntlich grenzenlos, schrankenlos, uferlos und ma&szlig;los. Der US-amerikanische Tech-Milliard&auml;r William Henry Gates III (&ldquo;Mr. Microsoft&rdquo;) und der reichste Ladeninhaber der Welt, ein gewisser Jeffrey Preston Bezos (&ldquo;Mr. Amazon&rdquo;), kaufen seit geraumer Zeit in den USA jeden Quadratmeter Farmland auf, den sie bekommen k&ouml;nnen (Quellen: agrarheute.de und kontrast.at). Sie machen das sicherlich nicht, weil sie Freude daran haben, demn&auml;chst als Landwirt bzw. Bauer zu arbeiten und mit dem Traktor auf den Acker zu fahren, um Zuckerr&uuml;ben oder Mais anzupflanzen.<\/p><p>Ein bekannter indischer Rechtsanwalt sagte schon vor langer Zeit: &ldquo;Die Welt hat genug [Ressourcen] f&uuml;r jedermanns Bed&uuml;rfnisse, aber nicht f&uuml;r jedermanns Gier.&rdquo;<\/p><p>Die relevante gesellschaftspolitische Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Warum w&auml;hlt die Mehrheit in sogenannten &ldquo;Demokratien&rdquo; Politiker und Regierungen, die diese Einkommens- und Verm&ouml;genskonzentration zulassen oder sogar noch pushen?<\/p><p>Zitat: &ldquo;Dieses Problem wird von den Tech-Gurus und paradoxerweise auch vielen Linken zwar sehr wohl erkannt, aber nicht als Problem, sondern als Chance gesehen.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Ich bin mir sicher, dass das vielen milliardenschweren Tech-Gurus und besserverdienenden Pseudo-Linken auch ganz einfach am gepolsterten Hintern vorbeigeht. Ausnahmen best&auml;tigen auch hier die Regel wie z. B. dieser Fabio de Masi, ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter und ehemaliges Mitglied der &ldquo;Linken&rdquo;.<\/p><p>Zitat: &ldquo;Mir pers&ouml;nlich fehlt auch jede Fantasie, dass man dies auf internationaler Ebene &ndash; die nationale Ebene scheidet hier logischerweise aus &ndash; l&ouml;sen k&ouml;nnte.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Auch meine Fantasie hat in dieser Hinsicht Grenzen. Die &ouml;konomische und soziale Realit&auml;t wird f&uuml;r viele Menschen allerdings brutal werden, wenn man diese Entwicklung einfach so weiterlaufen l&auml;sst nach dem Motto: Der Markt und die Marktwirtschaft werden das schon richten. Die &ldquo;Kr&ouml;nung&rdquo; des Marktes ist der Krieg und zwar der Krieg zwischen den Staaten und innerhalb der Staaten. Innerhalb der Staaten kommt es dann entweder zu einem B&uuml;rgerkrieg oder die Regierung erkl&auml;rt Armut zum Straftatbestand, wie dies in einigen Bundesstaaten der USA bereits der Fall ist, und steckt die Armen in den Knast. Vielleicht l&auml;sst die Regierung auch auf die Armen schie&szlig;en, wenn es &ldquo;zu viele&rdquo; werden und der Knast &uuml;berf&uuml;llt ist?<\/p><p>Zitat: &ldquo;Erst wenn der letzte Bandarbeiter bei VW entlassen wurde und der letzte Ingenieur bei BASF zum Pfleger umgeschult wurde, werdet ihr merken, dass Gleichstellungsbeauftragte, Yogalehrer und taz-Kolumnistinnen allein nicht ausreichen, um den gesellschaftlichen Wohlstand zu erhalten.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Ist zwar etwas lang, aber w&auml;re das nicht ein guter Wahlslogan f&uuml;r das BSW? Man sollte den potentiellen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern allerdings erkl&auml;ren, was damit gemeint ist, damit sie es verstehen k&ouml;nnen. Letzteres k&ouml;nnte bei einigen taz-Kolumnistinnen in der Tat schwierig werden.<\/p><p>Zitat: &ldquo;Doch wo findet die daf&uuml;r n&ouml;tige Debatte statt?&rdquo;<\/p><p>Anmerkung: Im Deutschen Bundestag, in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Talkshows von Markus Lanz, Maybrit Illner, Louis Klamroth, Sandra Maischberger und Caren Miosga sicherlich nicht und an den Lehrst&uuml;hlen deutscher Universit&auml;ten und Hochschulen, an denen &ldquo;Wirtschaftswissenschaften&rdquo; gelehrt wird, leider auch nicht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDetlef Schmiedel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-150512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150512"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150557,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150512\/revisions\/150557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}