{"id":15052,"date":"2012-11-12T08:53:38","date_gmt":"2012-11-12T07:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052"},"modified":"2012-11-12T08:53:38","modified_gmt":"2012-11-12T07:53:38","slug":"hinweise-des-tages-1758","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h01\">Rudolf Hickel: Minusmultiplikator Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h02\">&raquo;Dann sollen die Damen und Herren mal abwarten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h03\">Lucas Zeise: Wor&uuml;ber die Weisen sich wundern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h04\">Trotz Schlupfl&ouml;chern: Schweiz und Griechenland verhandeln &uuml;ber die Abgeltungssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h05\">Niedrigzinsen: Der Kampf um die Lebensversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h06\">Oskar Lafontaine: &ldquo;Ein europaweiter Generalstreik ist notwendig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h07\">Spanien: Kampf gegen Zwangsr&auml;umungen immer dramatische<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h08\">Betriebsrenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h09\">Zugewanderte Mediziner: Doktor Kannitverstan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h10\">Remarks by the President<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h11\">Was Banker, Fernsehpromis und Merkel gemeinsam haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h12\">Gauck: Pogromnacht und Mauerfall nicht getrennt betrachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h13\">Blair Inc.: Die &auml;u&szlig;erst erfolgreichen Gesch&auml;fte des britischen Ex-Premiers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h14\">Robert Misik &ndash; Wenn Konservative der Irrsinn packt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h15\">Klassenkampf von oben und Occupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h16\">zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Verm&ouml;genskrise &ndash; Schulden, Hehler und Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052#h17\">Das Letzte: Steuerzahler muss Million f&uuml;r Dienstw&auml;gen der Altkanzler blechen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15052&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: Minusmultiplikator Griechenland<\/strong><br>\nIm Zuge mehrerer Einsparrunden zeigt sich der negative Multiplikator in Griechenland besonders stark. Die Austerit&auml;tsprogramme haben vor allem wegen der Belastungen der Binnenwirtschaft den Absturz der &Ouml;konomie erzeugt. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2010 um 4,9% und 2011 um 7,1% geschrumpft F&uuml;r dieses Jahr wird mit einem erneuten Produktionseinbruch von 7,9% gerechnet. Eine Modellrechnung zeigt, dass sich im kommenden Jahr der Absturz mit knapp 9% fortsetzen wird. Allein wegen der auf die bisherigen Streichma&szlig;nahmen draufgesattelten K&uuml;rzung bei den Staatsausgaben um 9 Mrd. Euro &ndash; die Steuererh&ouml;hungen mit 2 Mrd. Euro nicht eingerechnet &ndash; wird die Gesamtproduktion um knapp 7% sinken. Dabei ist der vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) angenommene Ausgabenmultiplikator f&uuml;r den Euro-Raum mit 1,4 eingesetzt worden. Der anhaltende Einbruch schl&auml;gt auf extrem hohe Raten der Arbeitslosigkeit durch. Folge dieser Schrumpfpolitik sind sinkende Steuer- und Beitragseinnahmen und der kontraproduktive Anstieg der Staatsverschuldung. Der auf das Bruttoinlandsprodukt bezogene Schuldenstand wird sich von 118,6% in 2010 in diesem Jahr auf &uuml;ber 126% erh&ouml;hen. Die mit diesen Auflagen f&uuml;r Finanzhilfen erzwungene Austerit&auml;tspolitik muss beendet werden. Die F&uuml;hrungsrolle bei der Sanierung &ouml;ffentlicher Haushalte liegt bei der St&auml;rkung der Wirtschaftskraft und der Stabilisierung der sozialen Verh&auml;ltnisse. Die Br&uuml;ningsche Notverordnungspolitik ist durch einen Herkulesplan abzul&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121112_rudolf-hickel-minusmulitplikator.pdf\">Rudolf Hickel [PDF &ndash; 20 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Dann sollen die Damen und Herren mal abwarten&laquo;<\/strong><br>\nEin Hartz-IV-Empf&auml;nger ist in den Hungerstreik getreten &ndash; er scheint es ernst zu meinen. Ein Gespr&auml;ch mit Ralph Boes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-10\/041.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum wir die Sanktionspraxis f&uuml;r verfassungsrechtlich h&ouml;chst problematisch halten, k&ouml;nnen sie nachlesen unter &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14908\">Die W&uuml;rde des Menschen ist antastbar<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Ich halte allerdings die Aktion von Ralph Boes nicht f&uuml;r den richtigen Weg, die Sanktionen vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen. Dass der Umgang mit der Hartz Beh&ouml;rde abschreckend und entw&uuml;rdigend ist, das kann ich jedem nachf&uuml;hlen, aber mit dieser Aktion wird jede Auseinandersetzung mit dem System Hartz selbst aufgek&uuml;ndigt.Ralph Boes geht es nicht um die Abschaffung des Hartz-Systems, sondern er will mit dieser Aktion f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf Hartz-IV Basis k&auml;mpfen.<\/em> <em>Das halte ich f&uuml;r falsch.<\/em><br>\n<em>Lesen Sie kritische Positionen zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?s=Grundeinkommen\">bedingungslosen Grundeinkommen auf den NachDenkSeiten<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wir haben uns in der letzten Zeit nicht mehr mit dem Thema auseinandergesetzt, weil es nie eine Realisierungschance hat: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7849\">Macht es Sinn, eine Idee zum Dauerthema zu machen, wenn sie nie realisiert werden wird?<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Die falsche Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nWarum das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens nicht aufgeht<br>\nvon Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker, Volker Meinhardt und Dieter Vesper.<br>\nDrei Grundpositionen stehen beim Thema Grundeinkommen im Wettstreit miteinander: zum einen die neoliberale, die m&ouml;glichst wenig Eingriffe des Staates in die Einkommensverteilung f&uuml;r richtig h&auml;lt und das bedingungslose Grundeinkommen ablehnt; zum anderen die der Bef&uuml;rworter von Umverteilung durch den Staat, die das derzeitige Umverteilungssystem in Richtung h&ouml;herer Gleichverteilung reformieren, aber nicht g&auml;nzlich umkrempeln will; und drittens die, die mit der Einf&uuml;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens eine Art dritten Weg jenseits von m&ouml;glichst unangetasteter Prim&auml;rverteilung und starker Umverteilung beschreiten m&ouml;chte. Wir stellen dagegen eine neue Position vor, die vor allem bei der Prim&auml;rverteilung ansetzt.<br>\nDie Frage nach den Spielregeln, unter denen die Prim&auml;rverteilung gegenw&auml;rtig und nach einem Systemwechsel zuk&uuml;nftig zustande kommt, wird weder von den Bef&uuml;rwortern des Grundeinkommens noch von denen ernsthaft gestellt, die auf die herk&ouml;mmliche, zu verst&auml;rkende Sekund&auml;rumverteilung von oben nach unten setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/11\/09.mondeText1.artikel,a0014.idx,6\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Wor&uuml;ber die Weisen sich wundern<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsweisen geben sich &uuml;berrascht, da&szlig; die Konjunktur in Deutschland auf die Krise in Euro-Europa und anderswo auf der Welt reagiert. Wie kommt es, da&szlig; die Herren so &uuml;berrascht sind, da sie doch wissen, da&szlig; Deutschland eine Exportnation ist? Die Antwort ist einfach. Sie haben ihren eigenen Unsinn geglaubt. Dieser Unsinn bestand darin zu meinen, es werde in Deutschland zu einer Belebung der Nachfrage im Inland kommen. Das war aber keineswegs der Fall. Nach ihren eigenen Sch&auml;tzungen als Wirtschaftsweisen sind die Konsumausgaben in diesem Jahr real um weniger als ein Prozent gestiegen und damit geringer als in den beiden Vorjahren . Und das, obwohl, wie der Rat findet, sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland als vorz&uuml;glich, aber jedenfalls als besser als in der &uuml;brigen Euro-Zone darstellt.  Die Investitionen sind sogar gesunken. Die weisen Herren rechnen mit einem R&uuml;ckgang real um 3,3 Prozent. Das widerspricht allem, was sie selber erwartet hatten und so reden sie in ihrem viele hundert Seiten starken Gutachten davon, da&szlig; &raquo;stetig wiederkehrende Unsicherheitssch&uuml;be&laquo; aus dem Euro-Gebiet &raquo;&uuml;ber den Au&szlig;enhandels- und Vertrauenskanal&laquo; die Investitionsneigung der deutschen Unternehmer gehemmt haben m&uuml;ssen.<br>\nDas h&auml;tte man aber auch schon vorher ahnen k&ouml;nnen. Kl&uuml;gere als die Wirtschaftsweisen es sind, haben seit zwei Jahren auf den extrem schlichten Zusammenhang hingewiesen, da&szlig; sich auf dem europ&auml;ischen Binnenmarkt weniger Waren absetzen lassen, wenn man die Konjunktur in den Euro-L&auml;ndern abw&uuml;rgt. Das leuchtet auch den deutschen Unternehmern ein. Sie rechnen mit dem Ende der Exportsause und lassen das Investieren sein. Die auch 2012 weiter rasant gestiegenen Gewinne &auml;ndern daran nichts. So bl&ouml;d sind die Unternehmer und Manager nun auch wieder nicht, da&szlig; sie die vom Sachverst&auml;ndigenrat vertretene Angebotstheorie glauben und dann investieren, wenn ihre Gewinne hoch sind, egal ob Nachfrage da ist oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-10\/014.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da hat Lucas Zeise einen sch&ouml;nen Fund gemacht: der &ldquo;Au&szlig;enhandels- und Vertrauenskanal&rdquo;. Dreimal bringt der SVR diesen Begriff bzw. dieses Bild &ndash; zweimal sogar fett gedruckt.  Nur,  was soll der Vertrauenskanal bedeuten? Eine Definition findet man vergeblich, anscheinend ein in der &Ouml;konomie gebr&auml;uchlicher Terminus, der beschreibt, dass die Marktakteure aufgrund von bestimmten Daten der Zukunft trauen oder misstrauen. &ldquo;Die zweite Jahresh&auml;lfte 2012 steht damit im Zeichen der im Euro-Raum weit verbreiteten rezessiven Tendenzen, die &uuml;ber den Au&szlig;enhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft ausstrahlen und durch eine r&uuml;ckl&auml;ufige Investitionst&auml;tigkeit das Tempo der wirtschaftlichen Expansion beeinflussen&rdquo; schreibt der SVR auf Seite 10. Also f&uuml;r den Normalsterblichen scheint mir die Definition im Duden g&uuml;ltig: &ldquo;Festes &Uuml;berzeugtsein von der Verl&auml;sslichkeit, Zuverl&auml;ssigkeit jemandes&rdquo; und sollte aus den Vokabular der &Ouml;konomen schleunigst verschwinden. Was soll das? Ist jetzt das Vertrauen der deutschen Unternehmen in die anderen europ&auml;ischen Volkswirtschaften entt&auml;uscht worden? Vertrauen scheint aber das Modewort dieser Jahre zu werden. Viel ist ja auch von dem Wiedergewinn des Vertrauens in die Finanzwirtschaft die Rede. Nein, die Marktakteure sind, wie das System eben ist: kapitalistisch, profitorientiert. Wenn man schon von Vertrauen spricht, dann bitte gegen&uuml;ber den Personen, die die Rahmenbedingungen f&uuml;r die M&auml;rkte schaffen, den PolitikerInnen. Dieser Vertrauenskanal strahlt wenig erfreuliches bzw. er strahlt gar nicht, denn selbst die Nicht&ouml;konomen d&uuml;rften kein Vertrauen mehr  in die F&auml;higkeiten der Politik haben, die Finanzm&auml;rkte zu regulieren oder eine gescheite Europapolitik hinzulegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trotz Schlupfl&ouml;chern: Schweiz und Griechenland verhandeln &uuml;ber die Abgeltungssteuer<\/strong><br>\nDie Schweizer Regierung tut, was sie kann, um den automatischen Informationsaustausch in Steuerfragen abzuwehren. Indirekt behindert sie auch m&ouml;gliche Fortschritte bei der Revision der EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie. Wichtigstes Instrument ihrer Strategie ist der Vorschlag einer anonymen Abgeltungssteuer. Dazu f&uuml;hrt sie seit letztem Mittwoch nun auch offizielle Verhandlungen mit Griechenland. Mit Italien sind seit dem Fr&uuml;hling dieses Jahres regelm&auml;ssige Vorgespr&auml;che im Gang.<br>\nEin wesentliches Problem der Abgeltungssteuer ist, dass sie sich &uuml;ber angels&auml;chsische Discretionary Trusts oder liechtensteinische Ermessensstiftungen leicht umgehen l&auml;sst. Parlamentsabgeordnete der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz haben in den lezten Monaten deshalb eine ganze Serie von Anfragen und Vorst&ouml;ssen lanciert, die kritisch auf solche Schlupfl&ouml;cher hinweisen. Hervorzuheben sind etwa die Interpellationen von Nationalrat Manuel Tornare (hier oder hier) und eine Motion von Margret Kiener Nellen und weiteren sozialdemokratischen Nationalratsmitgliedern. Sie alle fragen, wie verhindert werden soll, dass Trusts und Stiftungen zur Umgehung der Abgeltungssteuer beitragen. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass solche Vehikel auch zur Geldw&auml;sche und der &Uuml;berweisung von Diktatorengeldern dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/11\/trotz-schlupflochern-schweiz-und.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Gerade Griechenland h&auml;tte die durch Steuerhinterziehung entzogenen Gelder bitter n&ouml;tig. Leider befinden sich die Griechen jedoch in der denkbar schlechtesten Verhandlungsposition mit den Schweizern. Und daran ist Deutschland nicht ganz unschuldig, hat der &bdquo;m&auml;chtige Musterstaat&ldquo; doch der ganzen Welt gezeigt, dass die Schweizer bei Steuerabkommen am l&auml;ngeren Hebel sitzen. Nur die USA machen dieses Spiel nicht mit und diktieren der Schweiz ganz einfach ihre Regeln. Das k&ouml;nnte Deutschland auch, Griechenland kann es nicht. Mit der Hilfe Deutschlands k&ouml;nnte Griechenland jedoch ebenfalls gegen&uuml;ber der Schweiz St&auml;rke beweisen. Aber echte Hilfe haben die Griechen &ndash; nicht nur in diesem Fall &ndash; aus Deutschland nicht zu erwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Niedrigzinsen: Der Kampf um die Lebensversicherung<\/strong><br>\nVersicherte und Experten sorgen sich um die Garantiezahlungen aus Lebensversicherungen. Die Institute bestreiten eine Instabilit&auml;t scharf. Doch sie wecken Zweifel, wenn sie Erleichterungen von der Regierung verlangen. Bei Politikern und Betroffenen w&auml;chst der Unmut.<br>\n[&hellip;]<br>\nHintergrund sind Sorgen von Versicherten und Experten, ob die Assekuranz ihre Zusagen an die Kunden angesichts der niedrigen Zinsen auf den Finanzm&auml;rkten einhalten kann. Und indirekt n&auml;hrt die Branche sogar Zweifel an ihrer Stabilit&auml;t, indem sie von Bundesregierung und Bundestag Erleichterungen verlangte &ndash; und erhielt: Am Mittwoch hatte der Finanzausschuss auf Dr&auml;ngen der Versicherungslobby eine &Auml;nderung des Versicherungsvertragsgesetzes beschlossen. K&uuml;nftig m&uuml;ssen die Gesellschaften ausscheidenden Kunden nicht mehr 50 Prozent der stillen Reserven aus den Kapitalanlagen auszahlen, sondern nur einen je nach Kapitalmarktumfeld deutlich reduzierten Wert. Wenn das Gesetz in Kraft tritt, werden Kunden mit ablaufenden oder gek&uuml;ndigten Vertr&auml;gen sp&uuml;rbar weniger erhalten. Gleichzeitig wird die Stabilit&auml;t der Versicherer gest&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/:niedrigzinsen-der-kampf-um-die-lebensversicherung\/70115627.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> So werden mal eben die Auszahlungen f&uuml;r die Versicherungskunden gesenkt.<br>\nHaben wir dann die f&auml;llig &ouml;ffentliche Bemerkung aus der Politik zur Unsicherheit der &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Altersvorsorge gelesen?<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Gro&szlig;e Lebensverunsicherung<\/strong><br>\nMit fiesen Tricks und erfolgreicher Lobbyarbeit reagiert die Versicherungsbranche auf angebliche Probleme durch niedrige Zinsen. Hintergrund ist, dass alte Lebensversicherungen f&uuml;r die Unternehmen mittlerweile teuer sind: Die Kunden, die vor dem Jahr 2000 einen Vertrag abgeschlossen haben, bekommen 4 Prozent Zinsen garantiert. Doch weil die Renditen auf sichere Anlagen, etwa deutsche Staatsanleihen, mittlerweile deutlich unter dieses Niveau gesunken sind &ndash; derzeit gibt es bei zehnj&auml;hriger Laufzeit 1,38 Prozent -, wird es f&uuml;r die Unternehmen zunehmend schwieriger, die Summe zu finanzieren. Obwohl das Bundesfinanzministerium in einem der taz vorliegenden Protokoll zu dem Schluss kommt, dass &ldquo;eine anhaltende Niedrigzinsphase alleine bis 2018 keinen deutschen Lebensversicherer in Schwierigkeiten&rdquo; bringt und allenfalls f&uuml;r &ldquo;einzelne Unternehmen&rdquo; k&uuml;nftige Schwierigkeiten &ldquo;nicht ausgeschlossen&rdquo; werden k&ouml;nnten, setzt die Politik den Wunsch der Branche um: Nachdem sie den Garantiezins zu Beginn dieses Jahres bereits auf den historischen Tiefststand von 1,75 Prozent abgesenkt und die Steuern f&uuml;r Lebensversicherer gesenkt hat, soll den Versicherungen nun ein leichterer Zugriff auf die R&uuml;ckstellungen gegeben werden, die eigentlich den Versicherten zustehen und ihnen als &Uuml;berschussbeteiligung oder im Fall von Vertragsk&uuml;ndigungen oder Todesf&auml;llen ausgezahlt werden. K&uuml;nftig soll ein erheblicher Teil der R&uuml;ckstellungen dabei nicht mehr ber&uuml;cksichtigt werden. &ndash; F&uuml;r den Bund der Versicherten ist die Konsequenz der geplanten &Auml;nderung eindeutig: &ldquo;Die Mehrheit der Verbraucher wird schlechtergestellt&rdquo;, schreibt die Verbraucherschutzorganisation. Darum sei die Neuregelung &ldquo;unter allen Umst&auml;nden abzulehnen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F11%2F09%2Fa0134&amp;cHash=99e9d427bbde4de26e62131cb94a47c0\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NDS hatten bereits auf die Pl&auml;ne der Versicherer hingewiesen. Neu ist, dass anscheinend die Versicherer selbst an der Panikmache beteiligt sind, um neue gesetzliche Regelungen zwecks Profitsicherung auf den Weg zu bringen. Auf lange Sicht hat Jens Berger nat&uuml;rlich mit seinem Hinweis recht, dass die gesamte Privatisierung der Daseinsvorsorge einer tickenden Zeitbombe gleiche.  Leider hat auch Malte Kreutzfeld recht, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F11%2F09%2Fa0161&amp;cHash=23fc97d369471748c4f5e30a70071df6\">wenn er schreibt<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Was hingegen nicht passiert, ist ein grunds&auml;tzliches Hinterfragen der Fixierung auf private Vorsorge. Wenn Lebensversicherungen wirklich kaum mehr Ertr&auml;ge erwirtschaften und die Bedingungen f&uuml;r die KundInnen dadurch schlechter werden, widerlegt das schlie&szlig;lich eindrucksvoll die These von der &Uuml;berlegenheit privater Altersvorsorge. Das k&ouml;nnte man zum Anlass nehmen, die staatlichen Anreize f&uuml;r die &ndash; von der heutigen Opposition beschlossenen &ndash; Riester-&amp;-Co.-Renten zu &uuml;berpr&uuml;fen, statt sie, wie im Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld geplant, auszubauen. Doch ein solcher Kurswechsel ist nicht zu erwarten &ndash; daf&uuml;r wird mit Versicherungen zu viel Geld verdient. Dass sie daran nichts zu &auml;ndern gedenkt, hat die Regierung mit ihrer j&uuml;ngsten Entscheidung eindrucksvoll unter Beweis gestellt.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &ldquo;Ein europaweiter Generalstreik ist notwendig&rdquo;<\/strong><br>\nArbeitnehmer, Rentner und Besch&auml;ftigte des &ouml;ffentlichen Dienstes w&uuml;rden f&uuml;r die Zockereien der Banken und ihrer Kunden in brutalster Form zur Kasse gebeten, schreibt Lafontaine. Ein Generalstreik sei ein Mittel, um die Fehlentscheidungen von Parlamenten r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. &bdquo;Das Versagen der Regierungen, die korrupte Politik in Athen und die Lohndr&uuml;ckerei in Deutschland schaden den Menschen in ganz Europa.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-der-Woche\/!105231\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Mit Blick auf die &ldquo;europaweiten &ldquo;Mobilisierung&rdquo; ( Arno Kl&ouml;nne &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14974#h08\">Vaterl&auml;ndisch gespalten<\/a>&rdquo; ) zum 14. November kommt jetzt Oskar Lafontaine auf sein altes Lieblingsthema &ndash; den Generalstreik auch f&uuml;r Deutschland &ndash; zur&uuml;ck (allein deshalb liebe ich ihn, vgl. &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/erfahrung\/polstreik_bahl.html\">Export&uuml;berschuss und ein politischer Streik f&uuml;r Deutschland..<\/a>&ldquo;)<\/em><br>\n<em>Der Oskar hatte das auch noch einmal im Jahr 2010 in einem Gespr&auml;ch mit Heribert Prantl in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; in die Diskussion geworfen  (vgl. die Seite 1 <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/real\/dgbstruktur_bahl.html\">hier<\/a>) und er meinte , die deutschen Gewerkschaften h&auml;tten das schon gegen die Hartz-&ldquo;Reformen&rdquo; als Druckmittel einsetzen k&ouml;nnen &ndash; nur angesichts der BAG-Rechtsprechung zum Streikrecht in Deutschland mit diesem &ldquo;Nipperdey&acute;schen K&auml;fig&rdquo; konnte das zun&auml;chst nur rechtswidrig sein &ndash; und war mit hohen Geldstrafen &ldquo;bewehrt&rdquo; , die die Gewerkschaften ruinieren.<\/em><br>\n<em>Umso wichtiger bleibt diese Diskussion um ein umfassendes Streikrecht &ndash; wie in den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern in Europa &ndash; auch f&uuml;r Deutschland &ndash; denn sonst wird durch das Lohndumping in Deutschland auch noch das umfassendere Streikrecht in den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern ausgehebelt. (zu den &ouml;konomischen Ungleichgewichten und den ungleichen Kampfbedingungen der Gewerkschaften vgl. <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl19.html\">noch einmal<\/a>)<\/em><br>\n<em>Und man muss der taz danken, dass sie jetzt vor der  &ldquo;europaweiten&rdquo; Mobilisierung zum 14. November &ndash; eben mit Generalstreiks in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern, dieses Thema in ihrem Streit-Thema wieder &ldquo;frisch&rdquo; aufgetischt hat. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-der-Woche\/!104947\/\">Hier<\/a> sowie <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-der-Woche\/!105231\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spanien: Kampf gegen Zwangsr&auml;umungen immer dramatische<\/strong><br>\nDie Zwangsr&auml;umungen in Spanien werden immer mehr zum Politikum. Jetzt brachte sich eine weitere Betroffene um, weil ihre Familie ihre Hypothek nicht mehr bezahlen konnte. Die ersten Banken lenken nun ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/spanien-kampf-gegen-zwangsraeumungen-immer-dramatischer\/7375296.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Betriebsrenten<\/strong><br>\nDer Spiegel berichtet in seiner neuen Printausgabe &uuml;ber die Risiken der Betriebsrenten.Viele Betriebsrenten w&uuml;rden zum teuren Reinfalls f&uuml;r Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.<br>\nDie Direktversicherungen, also von Unternehmen Vertr&auml;ge mit Lebensversicherern abschl&ouml;ssen, lohnten sich oft nicht &ndash; sei es, dass man sehr alt werden m&uuml;sste, um auch nur einen Inflationsausgleich auf das angesparte Kapital zur&uuml;ckzuerhalten, sei es, dass &ndash; angesichts niedriger Zinsen &ndash; die Garantieversprechen nicht eingehalten werden k&ouml;nnten.<br>\nDie Vorsorgevertr&auml;ge enthielten versteckte Kosten (z.B. f&uuml;r Provisionen).<br>\nDeutschland sei bei den Betriebsrenten eine Zweiklassengesellschaft. Einigerma&szlig;en komfortable Renten b&ouml;ten nur gro&szlig;e Unternehmen.<br>\nDie Rentenverpflichtungen w&uuml;rden etwa f&uuml;r Siemens inzwischen &uuml;ber ein Viertel der gesamten Bilanzsumme ausmachen. Viele Unternehmen w&uuml;rden deshalb in den Augen der Investoren schwach erscheinen. Zunehmend w&auml;lzten sie deshalb das Risiko auf die Belegschaft ab, d.h. die Rendite richtete sich nach der Marktlage.<br>\nMit dem Rentenkonzept von SPD-Chef Gabriel w&uuml;rde ein Anreiz geschaffen, dass die Arbeitgeber aufgrund der staatlichen F&ouml;rderung ihren freiwilligen Eigenbeitrag sparten.<br>\nQuelle: Spiegel Printausgabe (nicht im Netz)<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zugewanderte Mediziner: Doktor Kannitverstan<\/strong><br>\nIn Deutschland arbeiten immer mehr &Auml;rzte aus dem Ausland. Das ist gut, denn sonst blieben viele Stellen in Kliniken unbesetzt. Doch Verb&auml;nde fordern mehr und bessere Sprachkurse: Viele der  neuen Kollegen sprechen so schlecht Deutsch, dass Patienten in Gefahr geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/aerzte-aus-dem-ausland-deutschkenntnisse-als-sicherheitsproblem-a-865664.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Ist doch egal &ndash; Hauptsache billig. Um die deutschen &Auml;rzte zu halten, m&uuml;&szlig;ten die Kliniken, m&uuml;&szlig;te der Staat halt wettbewerbsf&auml;hige Geh&auml;lter zahlen, was nicht gew&uuml;nscht ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Remarks by the President<\/strong><br>\n[&hellip;] It&rsquo;s a plan to make sure this country is a global leader in research and technology and clean energy, which will attract new companies and high-wage jobs to America.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.whitehouse.gov\/the-press-office\/2012\/11\/09\/remarks-president\">Whitehouse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Und Deutschland findet es toll, Niedriglohn-Arbeitspl&auml;tze ins Land zu holen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was Banker, Fernsehpromis und Merkel gemeinsam haben<\/strong><br>\nThomas Rietzschel &uuml;ber Dilettantismus als Massenph&auml;nomen unserer Zeit. Mit &bdquo;Stunde der Dilettanten &ndash; Wie wir uns verschaukeln lassen&ldquo; hat der Autor und ehemalige Kulturkorrespondent der FAZ Thomas Rietzschel ein kluge und scharfz&uuml;ngige Kritik an den gegenw&auml;rtigen politischen und kulturellen Zust&auml;nden verfasst. Auch der Leser, welcher den Tenor seiner Ausf&uuml;hrungen in der Gesamtheit nicht teilt, kann das Buch erstens mit Vergn&uuml;gen lesen, weil es &uuml;ber weite Strecken brillant geschrieben ist. &hellip;<br>\n&bdquo;Wir leben l&auml;ngst in einer Epoche des professionellen Dilettantismus. Die Vort&auml;uschung der Kompetenz &ndash; vor sich und den anderen &ndash; ist zur eigentlichen Profession geworden. Zumal in der Politik kann man es damit weit bringen, bis zur Bundeskanzlerin, die uns einen unendlichen Bl&ouml;dsinn &uuml;ber die Wirtschaft erz&auml;hlt, das aber mit einem Gestus der Macht und der &Uuml;berzeugung, dem die Mehrheit nur allzu gern erliegt.<br>\nOder nehmen wir die Finanzkrise. Die, die sie angerichtet haben, wollte vor allem eines sein, n&auml;mlich so wie Gordon Gekko in dem Hollywoodfilm Wallstreet. Mit ihrer eingebildeten Kompetenz haben sie einen Schaden angerichtet, der uns alle unterdessen Milliarden kostet. Reihenweise haben die Banker erfolgreich versagt, sind sie in der Sache erb&auml;rmlich gescheitert und pers&ouml;nlich mit Boni abgefunden worden. Gro&szlig;meister des Dilettantismus.<br>\nAlle Welt wiegte sich in dem Glauben, Unternehmen wie die M&uuml;nchner Hypo Real Estate oder die KfW w&uuml;rden von ausgewiesenen Experten gef&uuml;hrt, bis wir pl&ouml;tzlich feststellen mussten, dass diese Elite von dem Metier, in dem sie sich gefiel, viel zu wenig, oft gar nichts verstand. Noch die Sparkassendirektoren aus der Provinz sind mit dem Geld, das die Gemeinde f&uuml;r das neue Schwimmbad oder die Oma f&uuml;r den Enkel zur&uuml;ckgelegt hat, losgezogen, um auf den Finanzpl&auml;tzen dieser Welt den gro&szlig;en Max zu markieren. Von dem, was sie dabei angerichtet haben, konnten sie sich keinen Begriff machen. Der Mut der Dilettanten verdankt sich ihrer Ahnungslosigkeit. &ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37922\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gauck: Pogromnacht und Mauerfall nicht getrennt betrachten<\/strong><br>\nDie Ereignisse der Pogromnacht vom 9. November 1938 und der Fall der Mauer vor 23 Jahren sollten nach Ansicht von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Geschichte geh&ouml;re zusammen, sagte Gauck am Freitag nach Gespr&auml;chen mit Sch&uuml;lern eines J&uuml;dischen Gymnasiums in Berlin. &ldquo;Unsere jungen Leute sollen nicht zwei konkurrierende Geschichtserz&auml;hlungen verinnerlichen&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu.  Es sei richtig, niemals zu vergessen, &ldquo;was die Nazi-Barbarei gemacht hat&rdquo;. Ebenso wichtig ist es nach Ansicht Gaucks auch, &ldquo;die gl&uuml;ckhafte Geschichte des Mauerfalls&rdquo; darzustellen. Die junge Generation m&uuml;sse deshalb auch den 9. November 1989 in ihr Gedenken mit einbeziehen. Zugleich rief Gauck zur Zivilcourage auf. Man k&ouml;nne nicht immer stark genug sein, &ldquo;um eine f&uuml;nfk&ouml;pfige Clique in ihre Grenzen zu weisen&rdquo;, antwortet das Staatsoberhaupt. Dies k&ouml;nne der Staat auch nicht verlangen, sagt Gauck und f&uuml;gt hinzu: &ldquo;Aber wir k&ouml;nnen Zeuge sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news3\/article110864824\/Gauck-Pogromnacht-und-Mauerfall-nicht-getrennt-betrachten.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht tun wir Politikern unrecht, wenn wir jedes ihrer Worte, das sie irgendwo in der &Ouml;ffentlichkeit von sich geben, auf die Goldwaage legen. Vielleicht sollte man Joachim Gauck nachsehen, dass er als ostdeutscher den Mauerfall in seiner geschichtlichen Bedeutung so hoch angesetzt, dass er in diesen in einem Zug mit der Reichspogromnacht  nennen kann. Und dennoch wirkt diese Verbindung sehr befremdlich. Da schwingt irgendwie mit, dass das deutsche Volk nicht nur barbarische Seiten in seiner Geschichte aufzeigen k&ouml;nne, sondern eben auch gl&uuml;ckhafte und &ndash; dass diese sich in gewisser Weise aufheben k&ouml;nnten. Nat&uuml;rlich hat Gauck dies nicht gesagt, aber er hat auch nicht bedacht, dass diese Verkn&uuml;pfung so interpretiert werden k&ouml;nnte. Ich muss gestehen, ich wei&szlig; nicht was Gauck mit dieser Verkn&uuml;pfung gemeint hat. Ich verstehe auch nicht, was er mit der Verinnerlichung  zweier &ldquo;konkurrierender Geschichtserz&auml;hlungen&rdquo; meint. Was hei&szlig;t hier konkurrierend? Es besteht doch, jenseits der Gewichtung ein Gegensatz zwischen den kollektiven Wegschauen der deutschen Bev&ouml;lkerung in den Novemberpogromen und einem der seltenen Momente, in dem Deutsche ihr politisches Schicksal in die eigene Hand nahmen. Sollte sein Hinweis so schlicht sein, dass man eben gl&uuml;ckliche und ungl&uuml;ckliche Momente in der Geschichte eines Volkes sehen m&uuml;sse, dass es neben Hitler eben auch einen Goethe gebe bzw. in &Ouml;sterreich ein Mozart? Dann d&uuml;rfen wir also den Geburtstag Mozarts (27. Januar) genauso feiern wie wir am selben Jahrestag  der Befreiung der 7.600 &Uuml;berlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz gedenken?<\/em><br>\n<em>Unangemessen schlicht hat Gauck auf die Zweifel von Sch&uuml;lern reagiert, als er &ldquo;mit Blick auf die Geschehnisse von damals&rdquo; zur Zivilcourage aufgerufen hat. Die Sch&uuml;ler hatten gefragt, ob sie als einzelne &uuml;berhaupt f&auml;hig w&auml;ren, sich Schl&auml;gertypen in den Weg zu stellen, indem er einr&auml;umte, dass man k&ouml;nne nicht immer stark genug sein k&ouml;nne, &ldquo;um eine f&uuml;nfk&ouml;pfige Clique in ihre Grenzen zu weisen &hellip; Aber wir k&ouml;nnen Zeuge sein.&rdquo; Eine wahrlich seltsame Melange: Die Novemberpogrome, der Mauerfall und der Mord am beim Alexanderplatz und fertig ist die Geschichtsstunde. Dabei hat Gauck mit dem Wort Zeuge ein bedeutungsschwangeres Wort in die Runde geworfen. Da ist nicht einfach der Zeuge f&uuml;r das Polizeiprotokoll  bzw. f&uuml;r die Anklage gemeint, oder doch?  Der ehemalige Pastor m&uuml;sste es besser wissen. Im Christentum hie&szlig; &ldquo;Zeugnis ablegen&rdquo; einst auch: mit seinem Leben die Existenz Gottes bezeugen. Im Griechischen hei&szlig;t die Aussage, das Zeugnis &lsquo;Martyria&rsquo;. Diese ersten Zeugen wurden als &lsquo;martys&rsquo; bezeichnet, woraus sich der Begriff M&auml;rtyrer entwickelte. In einer s&auml;kularen Welt treten wir nicht f&uuml;r Gott mit unserem Leben ein, aber durchaus wichtig, w&auml;re die Frage: Wie weit sollen\/k&ouml;nnen wir gehen, um f&uuml;r unsere Werte, unseren zivilisatorischen Standard einzutreten? Was hei&szlig;t als Zeuge auftreten Herr Gauck? Meiner Meinung nach haben sie bei diesem Auftritt diese Jugendlichen im Stich gelassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Blair Inc.: Die &auml;u&szlig;erst erfolgreichen Gesch&auml;fte des britischen Ex-Premiers<\/strong><br>\nSeit seinem Auftritt in New York am 11. Oktober dieses Jahres geh&ouml;rt auch Nicolas Sarkozy zum erlauchten Kreis der gut bezahlten Redner. Seine Amtszeit war kaum beendet, da h&auml;uften sich schon die Anfragen, die in der Regel mit Honoraren von um die 100 000 Euro locken, auf dem Schreibtisch des franz&ouml;sischen Expr&auml;sidenten. Man k&ouml;nnte meinen, dass h&ouml;chste Staats&auml;mter nur noch als Durchgangsstation dienen und das eigentliche Karriereziel in der Anh&auml;ufung eines gro&szlig;en privaten Verm&ouml;gens liegt. Sarkozy jedenfalls dachte schon 2008 in dieser Weise &uuml;ber seine Zukunft nach: &ldquo;2012 bin ich 57 Jahre alt, da trete ich nicht noch einmal an. Wenn ich die Milliarden sehe, die Clinton verdient &ndash; ich mache das hier jetzt f&uuml;r f&uuml;nf Jahre, danach gehe ich meiner Wege und stopfe mir die Taschen voll.&rdquo; Der ehemalige US-Pr&auml;sident, der bei seinem Ausscheiden aus dem Wei&szlig;en Haus im Januar 2001 etwa 11 Millionen Dollar Schulden hatte, wurde danach zum &ldquo;Autor und Redner&rdquo;. Innerhalb eines Jahres stieg das Einkommen des Ehepaars Clinton von 358 000 auf 16 Millionen Dollar, vor allem dank des Vorschusses auf Bill Clintons Memoiren und gro&szlig;z&uuml;giger Rednerhonorare. Eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten im kleinen Kreis der ehemaligen Staatsoberh&auml;upter ist wohl die Wandlung des fr&uuml;heren britischen Premierministers Tony Blair (1997 bis 2007). Zwischen den Konferenzen, auf denen es mal um die Rettung der Wildv&ouml;gel, mal um die Verbreitung des christlichen Glaubens geht, hat er seine Firma Tony Blair Associates gegr&uuml;ndet, die &ldquo;strategische Beratung zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen und staatlichen Reformprozessen&rdquo; anbietet. Der ehemalige Arbeiterf&uuml;hrer ber&auml;t au&szlig;erdem die Investmentbank J.P. Morgan, Zurich Financial Services, die Regierung von Kuwait, den Investmentfonds Mubadala aus Abu Dhabi und weitere Finanzkonzerne und Regierungen in aller Welt. Unter seinen Kunden sind Oligarchen und Kleptokraten aus dem Nahen Osten, Afrika und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion deutlich &uuml;berrepr&auml;sentiert. Sch&auml;tzungen zufolge hat Blair nach seinem Ausstieg aus der Politik ein Verm&ouml;gen zwischen 20 und 60 Millionen Pfund angeh&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/11\/09.mondeText1.artikel,a0059.idx,21\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bisher wusste man nur von Entwicklungsl&auml;ndern, dass f&uuml;r die heimische Intelligenz die Chance zu Geld und Macht zu kommen weitaus eher in der Politik zu suchen war, als in der kaum entwickelten Wirtschaft.  Ibrahim Warde spricht aus, was wir bei den Karrieren von Schr&ouml;der, Clement, Fischer oder Koch in unseren &ldquo;fortschrittlichen&rdquo; L&auml;ndern zu ahnen beginnen, dass &ldquo;&ouml;ffentliche &Auml;mter kein Ziel f&uuml;r sich mehr sind, sondern nur noch eine Stufe auf der Karriereleiter, und das Amt zum Mittel einer in die nahe Zukunft verschobenen pers&ouml;nlichen Bereicherung wird.&rdquo; Schlimm genug, wenn solche Pers&ouml;nlichkeitsstrukturen die Politik dominieren sollten und die Diskussion um das Gemeinwohl entscheiden, und verheerend, wenn wir Jack Abramoff recht geben m&uuml;ssten, dass &ldquo;man einen Politiker am besten korrumpiert, indem man ihm einen lukrativen Posten in Aussicht stellt.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Wenn Konservative der Irrsinn packt<\/strong><br>\nObamas Wahlsieg ist fast noch &uuml;berzeugender, als der von vor vier Jahren<br>\nIch habe die US-Wahlen in den vergangenen zwei Wochen aus n&auml;chster N&auml;he erlebt, daf&uuml;r aber meinen Computer geschrottet. Deshalb gibt&rsquo;s heute nur eine FS-Misik-Notfallsvariante, die ein bisschen aussieht wie aus der Stratosph&auml;re gefunkt.<br>\nMit ein paar interessanten Details zum Wahlergebnis: Bundesstaaten, in denen haupts&auml;chlich amerikanische Autos &ndash; General Motors, Chrysler, Ford &ndash; gefahren werden, haben mehrheitlich Republikaner gew&auml;hlt, wer Import-Autos f&auml;hrt, w&auml;hlt Demokraten. Es gilt also: Sage mir, welches Auto Du f&auml;hrst, und ich sage Dir, wie Du w&auml;hlst.<br>\nWie sehr deuten die Details des Wahlergebnisses und Nachwahl-Befragungen auf eine progressive Hegemonie in Amerika hin? Wenn man es sich genau ansieht, auf sehr &uuml;berzeugende Weise.<br>\nDie Konservativen haben sich also mit ihrem Rechtskurs weit ins Abseits man&ouml;vriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350261042429\/Wenn-Konservative-der-Irrsinn-packt\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Klassenkampf von oben und Occupy<\/strong><br>\nF&uuml;r Teile der deutschen Linke war Occupy eine schwierige Bewegung, deren Kapitalismuskritik nicht immer konkret und zu stark auf einzelne Punkte fokussiert war, f&uuml;r andere Teile war Occupy eine wichtige Modernisierung der antikapitalistischen Bewegung in neuen Worten und anderen Aktionsformen. Die Kritik der amerikanischen Linken war deutlich schw&auml;cher, die Beteiligung an der Bewegung ausgerp&auml;gter und st&auml;rker. Eine Bilanz &uuml;ber die Erfolge und das Wirken der Bewegung hat Noam Chomsky, einer der bedeutensten amerikanischen Linken, geschrieben<br>\nDer 84-J&auml;hrige Sprachenwissenschaftler sieht in der Bewegung einen &ldquo;sehr bedeutsamen Moment der amerikanischen Geschichte&rdquo;. Das erste Mal seit gut drei&szlig;ig Jahren sei durch sie eine &ldquo;kontinuierliche Antwort&rdquo; auf die Politik des Neoliberalismus erkennbar.<br>\nMit der Krise Ende der 70er Jahre, so Chomsky, begann die Politik einer radikalen sozialen Verschiebung, die sich gegen Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose richtete und das Ende des fordistischen Kompromisses einl&auml;utete. Die &Auml;rmsten traf es ebenso wie den Mittelstand, der sich bei sinkendem Realeinkommen immer mehr verschuldet &ndash; sei es, um per Kreditkarte das t&auml;gliche Leben zu bezahlen oder um die von der Bank aufgeschwatzte Immobilie abzustottern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/buchrezension\/klassenkampf-von-oben-und-occupy\">Die Freiheheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Verm&ouml;genskrise &ndash; Schulden, Hehler und Reichtum<\/strong><br>\nMitternachtsspitzen vom 10.11.2012<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XM9TCb2id40&amp;feature=youtu.be\">Youtube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Steuerzahler muss Million f&uuml;r Dienstw&auml;gen der Altkanzler blechen<\/strong><br>\nDer Steuerzahler hat bis dato mehr als eine Million Euro f&uuml;r Dienstwagen bezahlt, die von fr&uuml;heren Bundeskanzlern benutzt werden.<br>\nGerhard Schr&ouml;der hat die meisten, Helmut Schmidt die modernsten und Helmut Kohl die dicksten Autos: Deutschlands Altkanzler k&ouml;nnen auf einen stattlichen Fuhrpark zugreifen. So stehen Schr&ouml;der (SPD) gleich sieben Fahrzeuge zur Verf&uuml;gung, darunter neben mehreren Mercedes-Limousinen zwei VW-Transporter T5. Schmidt (SPD) begn&uuml;gt sich mit vier Autos, allerdings waren zwei davon besonders teuer: Je 94.275,55 Euro &uuml;berwies der Bund f&uuml;r zwei Mercedes 420 cdi. Kohl (CDU) wiederum reist am bequemsten von allen, er verf&uuml;gt &uuml;ber drei &ndash; allerdings schon etwas &auml;ltere &ndash; Mercedes 600 SEL sowie drei kleinere Mercedes-Modelle. Insgesamt zahlte der Bund laut Bundesinnenministerium f&uuml;r alle Altkanzler-Autos &ldquo;ab Inbetriebnahme bis heute rd. 1,265 Mio. Euro f&uuml;r Instandsetzung, Reparatur, Unterhaltung und Betrieb etc.&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wochenblatt.de\/nachrichten\/regensburg\/ueberregionales\/Steuerzahler-muss-Million-fuer-Dienstwaegen-der-Altkanzler-blechen;art5578,146021\">Wochenblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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