{"id":150797,"date":"2026-05-23T14:00:09","date_gmt":"2026-05-23T12:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150797"},"modified":"2026-05-22T16:01:25","modified_gmt":"2026-05-22T14:01:25","slug":"leserbriefe-zu-mercedes-und-kriegstuechtigkeit-bereit-mitzumachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150797","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMercedes und Kriegst\u00fcchtigkeit: Bereit, mitzumachen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150568\">Hier<\/a> kommentiert Marcus Kl&ouml;ckner ein Interview von Mercedes-Chef Ola K&auml;llenius mit der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/mercedes-als-ruestungsfirma-wir-waeren-dazu-bereit-sagt-chef-kaellenius-6a0805bcd1570d73067a17f3#fromWall\"><em>BILD-Zeitung<\/em><\/a>. Der schwedisch-deutsche Vorstandsvorsitzende der Mercedes Benz Group habe u.a. gesagt, dass die Welt &bdquo;unberechenbarer geworden&ldquo; sei, und es sei &bdquo;v&ouml;llig klar, dass Europa seine Verteidigungsf&auml;higkeit ausbauen&ldquo; m&uuml;sse. Und schlie&szlig;lich habe er gesagt: &bdquo;Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen k&ouml;nnen, w&auml;ren wir dazu bereit.&ldquo; Alles sei ge&auml;u&szlig;ert worden, &bdquo;ohne auch nur den Hauch von Kritik erkennen zu lassen&ldquo;. Hinterfragt wird, ob von einem Mann mit derartigen Bildungs- und beruflichen Hintergr&uuml;nden erwarten werden d&uuml;rfe, dass er den Unterschied zwischen &bdquo;Medienwahrheit&ldquo; und der Realit&auml;t erkennt. Denn: &bdquo;Die angeblich &sbquo;unberechenbarer&lsquo; gewordene Welt ist das Ergebnis einer sehr berechnenden Politik&ldquo;. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften hierzu. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. F&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>die KI hat schon mal ein Konzept entwickelt f&uuml;r den Mecedes Benz S-Klasse Guard.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260521-lbs-s-klasse-panzer-ki.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260521-lbs-s-klasse-panzer-ki.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Gefragt nach passenden Werbeslogans schl&auml;gt die KI vor (ich habe im Prompt einfach nur nach einem passenden Slogan gefragt und nicht explizit nach ironischen Vorschl&auml;gen):<\/p><ul>\n<li>&bdquo;Luxus trifft Feuerkraft.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Die S-Klasse. Jetzt mit Kettenantrieb.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Komfort auf jedem Terrain.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Eleganz. &Uuml;berlegenheit. Einsch&uuml;chterung.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Wenn Chauffeurservice allein nicht mehr reicht.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Gebaut f&uuml;r Staatschefs. Gef&uuml;rchtet von Gener&auml;len.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Mehr Prestige geht nur mit 120-mm-Kanone.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Die neue Definition von Vorfahrt.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Souver&auml;nit&auml;t in ihrer schwersten Form.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;First Class. Auch im Gefechtsfeld.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Der leiseste Panzer seiner Klasse.&ldquo; <\/li>\n<li>&bdquo;Mercedes-Benz S-Klasse Guard Panzer &ndash; Weil Sicherheit manchmal Ketten braucht.&ldquo; <\/li>\n<\/ul><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend immer noch &lsquo;geforscht und aufgearbeitet&rsquo; wird in welcher Weise &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; die &ldquo;Nazi-Politik&rdquo; erm&ouml;glichte, hofierte und davon profitierte, und all die Beschw&ouml;rungen eines &ldquo;nie wieder&hellip;.&rdquo; sich als Schall und Rauch erweisen, ist bereits eine Neuauflage einer kriegst&uuml;chtigen Politik im Gange.<\/p><p>Wenn Marcus Kl&ouml;ckner schreibt: &rdquo; Die Politik will das Land <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127039\">&bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo;<\/a> machen &ndash; und die Wirtschaft macht mit.&rdquo; fragt sich, wer hier wen zu was antreibt und warum?<\/p><p>K&ouml;nnte es sein, dass die systemische Fehlkonstruktion Politik zu machen&nbsp;daran mit&nbsp; &ldquo;schuld&rdquo; ist , sprich die Drehscheibe von Verkommenheit und Verheerungen sich ohne systemische Ver&auml;nderung weiter drehen wird?<\/p><p>Nicht &ldquo;Neue M&auml;nner braucht das Land&rdquo;,&nbsp; wie einst gesungen von der Ina Deter Band, sondern eine neue Verfassung ist angesagt:<\/p><p>&ldquo;Eine Vision f&uuml;r unser Land&rdquo;<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/8Xh1Pgu7tz8\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>DEMOKRATIE: EIN NEUANFANG<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/4XdFqxzNSHY\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Erhellende Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner und Macher der Nachdenkseiten,<\/p><p>nachdem die deutschen Automobilkonzerne, allen voran VW und Daimler, in den letzten Jahren massive Verluste eingefahren haben, will man nun auch ein St&uuml;ck vom R&uuml;stungskuchen abhaben und die Rendite steigern. Die CEOs, Blume oder K&auml;llenius, sind nur Marionetten der Grossaktion&auml;re, die mindestens ihre 20% Rendite vor Steuern sehen wollen.&nbsp;<\/p><p>Daimler war &uuml;brigens im 2. Weltkrieg f&uuml;r Hitlerdeutschland dick im&nbsp; R&uuml;stungsgesch&auml;ft&nbsp;und setzte dazu auch Zwangsarbeiter ein.<\/p><p>Erst D. Zetsche f&uuml;hrte den Konzern wieder zu seinen Wurzeln &ndash; dem Automobilbau zur&uuml;ck.<\/p><p>Manchmal denke ich, wir sind in einer Zeitschleife. Das was an Hochr&uuml;stung zwischen 1933 und 1939 von Hitler auf Pump f&uuml;r den 2. Weltkrieg finanziert wurde, findet heute wieder statt. Die Propaganda und Wortwahl (Kriegst&uuml;chtig) gegen die Russen &auml;hneln sich ja bereits.&nbsp;<\/p><p>Zitat von Bert Brecht:<\/p><p>Das gro&szlig;e Karthago f&uuml;hrte drei Kriege.&nbsp;<\/p><p>Nach dem ersten war es noch m&auml;chtig.&nbsp;<\/p><p>Nach dem zweiten war es noch bewohnbar.&nbsp;<\/p><p>Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.<\/p><p>Ersetzt Karthago durch Deutschland.<\/p><p>Alle Macht Frieden und Diplomatie &ndash; keine Macht dem Krieg.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nM. Vogel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, <\/p><p>Daimler erkl&auml;rt sich also gro&szlig;z&uuml;gigerweise bereit, an der Kriegst&uuml;chtigkeit Deutschlands mitzuwirken. Wie patriotisch und selbstlos(?)!<\/p><p>Aber da erkl&auml;rt der Chef &ldquo;ganz zwischendurch: &ldquo;&hellip;&nbsp;dass es sich aber &bdquo;lohnen&ldquo; m&uuml;sse.&rdquo;<\/p><p>Aha, also so ganz ohne Eigennutz geht nat&uuml;rlich nichts. Herr Kl&ouml;ckner meint, &ldquo;An der Spitze eines der wichtigsten Unternehmen Deutschlands steht ein Mann, der ideologisch auf Linie ist.&rdquo;<\/p><p>Dem m&ouml;chte ich widersprechen. Mit Ideologie hat der Standpunkt des Olaf K&auml;llenius sehr wenig zu tun. Es ist der Standpunkt des Kapitalisten, den nicht eine Ideologie, sondern nur seine Bilanzen, Gewinne und B&ouml;rsenkurse interessieren und der mit Neid auf die Supergewinne der R&uuml;stungsindustrie wie Rheinmetall schaut. Er m&ouml;chte auch ein St&uuml;ck &ndash; und zwar ein m&ouml;glichst gro&szlig;es &ndash; vom Kuchen des Aufr&uuml;stungswahnsinns f&uuml;r sich haben. Und nachdem die zivile Autofertigung durch eine verbl&ouml;dete Politik an die Wand gefahren wurde, mu&szlig; jetzt eben der Steuerzahler f&uuml;r Milit&auml;rtechnik blechen, aber bitte auch an Daimler-Benz!<\/p><p>Mit &ldquo;Ideologie&rdquo; hat das alles nichts zu tun, au&szlig;er man betrachtet das Mantra des Kapitalismus &ldquo;Gewinnmaximierung&rdquo; als Ideologie. Die Erkl&auml;rung, Daimler w&uuml;rde &ldquo;mitmachen&rdquo; unterstellt ja, dass man damit Deutschland einen Gefallen t&auml;te &ndash; und das ist schlicht eine Frechheit.<\/p><p>Frdl. Gru&szlig;<br>\nHeinz Kreuzhuber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>klar, die Mitmacher sind bereit, wie hier der genannte Mercedes Chef und f&uuml;llen ihre Kassen.<\/p><p>M&ouml;glich machen es dann aber letztendlich die aktiven Mitl&auml;ufer aus Politik, Medien und gesellschaftlichen Profiteuren. Ausschlaggebend und den Deckel darauf macht die gro&szlig;e Masse der schweigenden, passiven Mitl&auml;ufer in der Bev&ouml;lkerung. Erschreckenderweise hat sich das Narrativ der scheinbar unbelehrbaren Kriegstreiber und Hetzer in allen Bereichen fest zementiert. Und genau diese genannte Mischung aus aktiven und passiven Mitmachern und Mitl&auml;ufern macht die Welt unberechenbarer. Ohne Ausstiegsszenario durch eine R&uuml;ckkehr zur Diplomatie wird unaufh&ouml;rlich Richtung Krieg mit dem selbsternannten Feind Russland, wie nun wieder der Generalinspekteur der Bundeswehr, Herr Breuer bekundet hat, getrommelt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas St&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ohlala OLA!!<\/p><p>Kl&ouml;ckner pr&auml;sentiert uns gleich das Wesentliche! OLA doziert: &ldquo;Die Welt ist unberechenbarer geworden!&rdquo; So isses halt. Wenn einer nicht rechnen kann, dann beginnt die Unberechenbarkeit ihre Bl&uuml;ten zu treiben. Das hat auch damit zu tun, dass der Alte Schwede (halbdeutsch sei er auch noch dazu) ein ganz Besonderer ist! Wikipedia stellt ihn uns auf ein ganz besonderes Podest: &ldquo;Er ist bekannt f&uuml;r seine vision&auml;ren Strategien und hat den Konzern von einem traditionellen Autohersteller zu einem Mobilit&auml;tsanbieter mit Luxusanspruch entwickelt&rdquo;.&nbsp; Wenn das der Alte Gottlieb w&uuml;sste!<\/p><p>Wahr ist: Die Fokussierung auf hochpreisige Luxuskisten ging in die Hose und der Gewinn brach heftig ein. In China hat man gerne den &ldquo;Benz&rdquo; gekauft. Man w&uuml;rde ihn sicher nach wie vor gerne kaufen, aber der Markt im gewaltigen Reich der Mitte hat sich anders entwickelt, als OLA and friends sich das ausgemalt haben. Schon Kiesinger hat sein schneewei&szlig;es Haupt gesch&uuml;ttelt und ein Orakel vom Stapel gelassen, das heute wieder G&uuml;ltigkeit hat, f&uuml;r den, der bereit ist zu h&ouml;ren: &ldquo;Ich sage nur China, China, China!&rdquo; Der OLA aus dem hohen Norden hat den fernen Osten nicht &ldquo;berechnet&rdquo;, was zur Vermutung f&uuml;hren kann: Der Mann kann nicht rechnen &ndash; nicht geo&ouml;konomisch! Als alter Stuttgarter hat man nat&uuml;rlich ein besonderes Ohr, wenn man ins Neckartal hinablauscht. Es wird von fragw&uuml;rdigem F&uuml;hrungsstil gemunkelt und es g&auml;be Kontrolle und Zwang und es herrsche eine Kultur der Angst. Die Leute w&uuml;rden daher zunehmend in den Krankenstand abwandern.<\/p><p>Belassen wir das den Mikro&ouml;konomen, die werden das schon berechnen k&ouml;nnen.<\/p><p>Es mag ja nicht fair sein, wenn ein NDS-Leser dies so vor sich hindenkt: Die Schweden sind nun auch (wie die Finnen), der europ&auml;ischen Kriegst&uuml;chtigkeit beigetreten. Der OLA sieht das aus seiner Sicht so: Wenn ein SPD-Finanzmann wie Klingbeil, es hinkriegt mit Staatsschulden die &Uuml;bergewinne von Rheinmetall zu finanzieren, dann ist da im Windschatten noch mehr zu holen.&nbsp;<\/p><p>Mein &Auml;rger schwillt zu einem Zornesbach an, der von den Fildern hinab ins Neckartal rauscht. Dort aber ist ein Feuerwehrmann der Sonderklasse am L&ouml;schen. Man h&ouml;rt ihn rufen: &ldquo;Der Neckar brennt, der Neckar brennt! Holet Stroh und l&ouml;schet gschwend!&rdquo; (gschwend ist schw&auml;bisch = geschwind).<\/p><p>Kl&ouml;ckner sieht das traurigerweise sehr richtig. Es ist ja nicht nur der berechnungsunf&auml;hige OLA. Die ganze deutsche Gesellschaft (meine &Uuml;bertreibung) wird von Menschen dirigiert, die von MINT-F&auml;chern nie angehaucht wurden. Man denke nur an eine Au&szlig;enministerin, die u.a. sogar 360-Gradwenden schafft und sich stante pede im Krieg gegen Russland befand. China liegt auch im Osten.<\/p><p>Marcus Kl&ouml;ckner m&ouml;ge es mir nachsehen, wenn ich seine Artikel so w&uuml;rdige: Mit der Faust auf den Tisch!<\/p><p>Dieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>die Mercedes-Benz Group AG bietet viel Geschichte. Der von Ihnen erw&auml;hnte taz-Artikel von 1987 leuchtet in dunkle Ecken.<\/p><p>Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG Edzard Hans Wilhelm Reuter wollte aus dem Automobilunternehmen Daimler-Benz einen &bdquo;integrierten Technologiekonzern&ldquo; schaffen. Es sollte schon damals Mitte der 1980er mehr in Richtung R&uuml;stung gehen, was allerdings das Weltgeschehen als schlechte Strategie entlarvte, denn mit Ende des Kalten Kriegs rollte der Rubel weniger in der Abteilung Tod &amp; Zerst&ouml;rung. Ich sehne mich nach der Friedensdividende zur&uuml;ck.<\/p><p>Seinen Fu&szlig; bei Daimler-Benz setzte Edzard Reuter mithilfe Hanns Martin Schleyers 1964. Hanns Martin Schleyer (SS-Untersturmf&uuml;hrer und prominentes Opfer der RAF) war seit 1953 Assistent des Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG Fritz Koenecke, der ihm zum Aufstieg verhalf. Fritz Koenecke war w&auml;hrend des Dritten Reichs Wehrwirtschaftsf&uuml;hrer und Generaldirektor bei Continental. Bei Wikipedia findet sich zu ihm u.a. folgender Absatz:<\/p><p>Im Jahr 1946 wandten sich 16 ehemalige KZ-H&auml;ftlinge aus Ahlem in einem Brief an die britische Milit&auml;rregierung in Deutschland und protestierten dabei &bdquo;im Namen vom 850 toten Kameraden, die bei der Conti-Arbeit durch Pr&uuml;gel, Hunger und andere Qu&auml;lereien ermordet wurden&ldquo; &hellip; &bdquo;aufs Energischste gegen die Wiedereinsetzung des Nazi-Betriebsf&uuml;hrers der Continental Gummiwerke AG, Dr. K&ouml;necke, sowie des fr&uuml;heren Nazi-Vorstands&ldquo;.<\/p><p>Was sagt uns das? Dieses Unternehmen kennt wenige Hemmungen. Man kann darin Tradition sehen. Wer oben steht, ist der Tradition verpflichtet, sonst w&auml;re er nicht nach oben gekommen und kann sich dort halten. Ola K&auml;llenius mit seinem schwedischen Akzent, der in deutsche Ohren mit guter Laune, Bullerb&uuml; und IKEA (Wohnst du noch oder lebst du schon?) assoziiert wird. <\/p><p>Friedliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJan Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, Sie fragen am Ende Ihres Artikels: &ldquo;Begreift K&auml;llenius denn wirklich nicht, was hier vor sich geht?&rdquo;<\/p><p>Das ist eine Frage, die man zwar nicht so leicht und auch nicht eindeutig beantworten kann, aber es gibt m&ouml;gliche Antworten und Erkl&auml;rungsans&auml;tze.<\/p><p>(1) Es k&ouml;nnte daran liegen, dass diese &ldquo;Elite&rdquo; (also die F&uuml;hrungsschicht, die Spitze der Gesellschaft, die oberen Zehntausend) tats&auml;chlich nicht sehr intelligent ist. Das kann man zwar im Einzelfall nicht ausschlie&szlig;en. F&uuml;r den Abschluss an einer Handelshochschule und einer Universit&auml;t ben&ouml;tigt man aber ein bestimmtes Level an Intelligenz und wenn dann fast alle diese Absolventen in der Politik, in der Wirtschaft (inklusive Gewerkschaften), in den&nbsp;offiziellen Amtskirchen und vor allem in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien und den privaten Konzernmedien in eine ganz bestimmte Richtung laufen, n&auml;mlich in die Richtung des Krieges, ist dies sehr unwahrscheinlich. Ausnahmen z. B. der &ldquo;ehemalige&rdquo; Journalist des &Ouml;RR, Patrick Baab, best&auml;tigen die Regel.<\/p><p>1933 gab es in Deutschland auch eine &ldquo;Zeitenwende&rdquo;. Viele Unternehmer und Akademiker (darunter Juristen und Wissenschaftler), die zwar keine begeisterten Anh&auml;nger der sozialdarwinistischen NS-Ideologie waren, mussten sich entscheiden: ob sie sich dagegen stellen oder &ldquo;mitlaufen&rdquo;. Nach 1945 wurde im Rahmen der wertewestlichen &ldquo;Entnazifizierung&rdquo; eingestuft, &ldquo;wer als Mitglied der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen lediglich Mitgliedsbeitr&auml;ge bezahlt, an Versammlungen, deren Besuch obligatorisch war, teilgenommen oder unbedeutende oder laufende Obliegenheiten, wie sie allen Mitgliedern vorgeschrieben waren, wahrgenommen hat&rdquo;.<\/p><p>Der CDU-Politiker Dr. Helmut Kohl und von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland verteidigte dieses opportunistische Verhalten 1983, dem Jahrzehnt der &ldquo;geistig-moralischen Wende&rdquo;, vor Bundeswehroffizieren einmal damit:<\/p><blockquote><p>\n<em>&ldquo;Der Opa sollte dem Enkel einmal erkl&auml;ren, warum er damals in die (Nazi-)Partei eingetreten ist. Weil er vielleicht in Koblenz Amtmann werden wollte. Heute treten auch viele in eine Partei ein, um etwas zu werden.&rdquo; <\/em>(Der Spiegel, 10.1.1983, zitiert nach Klaus Steack: Goldene Worte von Kanzler Kohl)\n<\/p><\/blockquote><p>[Anmerkung: &ldquo;Amtmann&rdquo; ist eine allgemeine Bezeichnung f&uuml;r Beamter, aber auch die Amtsbezeichnung f&uuml;r Beamtinnen und Beamte der Besoldungsgruppe A11\/12 im gehobenen Dienst z. B. Hauptmann\/Hauptfrau, Kriminalhauptkommissar bzw. -kommissarin, Steueramtmann bzw. -frau. Voraussetzung f&uuml;r diese Laufbahn ist meines Wissens i. d. R.&nbsp;immer noch die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife = Abitur. Es gibt aber auch sog. &ldquo;Aufstiegsbeamte&rdquo; ohne Abitur.]<\/p><p>Da k&ouml;nnte ein Zyniker doch auch damit argumentieren, dass er nur in die Mafia eingetreten oder Mitglied bei den Triaden geworden w&auml;re, um dort Karriere zu machen und etwas zu werden oder?<\/p><p>(2) Ein&nbsp;anderer Erkl&auml;rungsansatz k&ouml;nnte sein, dass diese &ldquo;Elite&rdquo; in &Ouml;konomie, Politik, Wissenschaft und den Mainsstream-Medien (inzwischen) in einem Elfenbeinturm lebt und zu einer abgehobenen elit&auml;ren Elite geworden ist, die an Realit&auml;tsverlust leidet und tats&auml;chlich jegliche Bodenhaftung verloren hat.<\/p><p>(3) Eine m&ouml;gliche Antwort k&ouml;nnte aber auch sein, dass es f&uuml;r sogenannte &ldquo;Topmanager&rdquo; und ihre Aktion&auml;re (ethisch bzw. moralisch) keine Rolle spielt, ob ihr Unternehmen Kampfpanzer, Kampfdrohnen oder zivile Krankentransporter herstellt. Topmanager reden zwar immer gerne von der &ldquo;Verantwortung&rdquo; f&uuml;r die Gesellschaft, verpflichtet sind sie aber vor allem ihrem eigenen Geldbeutel und den Aktiendepots und Dividendenaussch&uuml;ttungen der bzw. an die Aktion&auml;re und Eigent&uuml;mer. Pecunia non olet, Geld stinkt nicht, auch dann nicht, wenn es Millionen Menschen das Leben kostet.<\/p><p>Hinzukommt, dass auch Herr K&auml;llenius (wie die meisten seiner Aktion&auml;re), Spitzenpolitiker und besserverdienenden Intendanten, Ressortleiter, Chefredakteure und Redakteure der journalistisch-medialen Zunft sicherlich nicht an vorderster Front k&auml;mpfen werden, um dort ihr Leben zu riskieren und gegebenenfalls zu sterben.<\/p><p>Viele Unternehmen haben im Dritten Reich von 1933 bis 1939 gute Gesch&auml;fte mit Adolf Hitler, der NSDAP und dem Milit&auml;r&nbsp;(Reichswehr, sp&auml;ter Wehrmacht) gemacht und sie haben auch nach dem 1. September 1939 (Kriegsbeginn)&nbsp;bis zum Kriegsende 1945 gute Gesch&auml;fte mit ihnen gemacht. Ausnahmen gab es auch hier wie der Fabrikant Oskar Schindler, der Gesch&auml;fte mit den Nazis machte,&nbsp;um damit mehreren hundert j&uuml;dischen KZ-H&auml;ftlingen das Leben zu retten.<\/p><p>Man darf Intelligenz auch nicht mit Intellekt verwechseln. War Adolf Hitler etwa dumm? Wenn ein gescheiterter Kunstmaler es schafft, aus einer Demokratie wie der Weimarer Republik eine gleichgeschaltete autorit&auml;re Diktatur und sich selbst zum Diktator zu machen, dann war er vieles, aber sicherlich nicht dumm.<\/p><p>Intelligenz ist zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung f&uuml;r Intellekt. Intellekt verbindet die kognitiven F&auml;higkeiten mit Moral und ethischen Werten.<\/p><p>Es gibt dieses bekannte Sprichwort: <em>Wer mit 20 kein Sozialist w&auml;re, der h&auml;tte kein Herz, und wer mit 40 immer noch Sozialist w&auml;re, der h&auml;tte keinen Verstand. <\/em>Es gibt auch dumme Sprichw&ouml;rter und dieses geh&ouml;rt zweifelsohne dazu, denn es schlie&szlig;t von vornherein aus, dass man beides haben kann: Herz und Verstand und das vollkommen unabh&auml;ngig vom Alter, ob man 20, 40, 60, 80 oder 100 Jahre alt ist.<\/p><p>Wenn es um Moral geht, dann stellt sich die Frage: Welche Moral ist damit gemeint? Doppelmoral ist bekanntlich auch eine Moral, vor allem eine gr&uuml;n-lackierte Moral. Man predigt Leitungswasser (f&uuml;r andere) und trinkt selbst teuren Rotwein. Doppelmoral kann aber auch hei&szlig;en, dass man gleiches Verhalten moralisch unterschiedlich bewertet je nachdem, ob der Staat R. den Staat U. angreift oder die Armee des Staates I. das Land G. ohne R&uuml;cksicht auf Zivilisten fl&auml;chendeckend und monatelang mit Raketen beschie&szlig;t, um es von Terroristen zu &ldquo;s&auml;ubern&rdquo;.<\/p><p>Man kann Vorsitzende eines &ldquo;Ethik-Rates&rdquo; sein und sein Wissen und seine Kenntnisse daf&uuml;r einsetzen, um mit &ldquo;Moral&rdquo; andere Menschen und Mitb&uuml;rger zu etwas zu bewegen, das sie nicht wollen, weil es m&ouml;glicherweise negative gesundheitliche, &ouml;konomische und soziale Folgen f&uuml;r sie hat. Wenn ein einzelner &ldquo;Virologe&rdquo; st&auml;ndig und &uuml;berall in den Medien verk&uuml;nden darf, dass nur diese&nbsp;eine Medikament von einer bestimmten Firma die einzig richtige Ma&szlig;nahme w&auml;re, und dies weder wissenschaftlich noch moralisch hinterfragt werden darf, ist dies dann noch im positiven Sinne &ldquo;moralisch&rdquo; und vor allem &ldquo;wissenschaftlich&rdquo;? Warum fallen mir jetzt die Namen&nbsp;Alena Buyx&nbsp;und Christian Drosten ein? Das muss ein Zufall sein oder veilleicht doch nicht?<\/p><p>Auch der sogenannte Kantsche bzw. kategorische Imperativ ist ein moralisches Prinzip:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn man nicht will, dass im Krieg viele Menschen get&ouml;tet werden, dann sollte man alles f&uuml;r den Frieden tun. Wenn man mit dem Teufel reden muss, um den Krieg zu beenden, dann sollte man nicht nur. man muss mit dem Teufel reden. Vor allem darf man nicht auf Teufel komm raus aufr&uuml;sten, andere Staaten provozieren, sie in die Enge treiben und an der Grenze Feuer legen. Wer so&nbsp;handelt, der will keinen Frieden, der will Krieg, auch wenn er st&auml;ndig und &uuml;berall vom Frieden und von Verteidung schwafelt.<\/p><p>Dieser moralische Grundsatz im Sinne des kategorischen Imperativ trifft dann auf viele &ldquo;hochgebildete&rdquo; Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger (&ldquo;Akademikerinnen&rdquo; bzw. &ldquo;Akademiker&rdquo;), die nicht nur in Deutschland mit Moral bzw. moralischen Werten argumentieren, sicherlich nicht zu.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDetlef Schmiedel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-150797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150797"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150797\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150911,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150797\/revisions\/150911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}