{"id":150802,"date":"2026-05-27T15:00:04","date_gmt":"2026-05-27T13:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150802"},"modified":"2026-05-25T09:28:07","modified_gmt":"2026-05-25T07:28:07","slug":"leserbeitraege-erinnerungen-gegen-den-krieg-aufruf-zum-8-mai-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150802","title":{"rendered":"Leserbeitr\u00e4ge \u201eErinnerungen gegen den Krieg\u201c &#8211; Aufruf zum 8. Mai (10)"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Die Vergangenheit war immer da. In Blicken. In pl&ouml;tzlichem Schweigen. In S&auml;tzen, die abrupt endeten. Man sp&uuml;rte, dass hinter all dem Erinnerungen lagen, &uuml;ber die nicht gesprochen werden konnte. Und vielleicht bestand gerade darin die eigentliche Last dieser Nachkriegsgeneration. Nicht nur im Erlebten selbst, sondern auch darin, ein Leben lang mit Dingen weiterleben zu m&uuml;ssen, f&uuml;r die es oft keine Worte mehr gab.&ldquo;<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7915\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-150802-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=150802-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260525_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_10_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Hier k&ouml;nnen Sie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150403\">ersten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150464\">zweiten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150486\">dritten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150605\">vierten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150632\">f&uuml;nften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150671\">sechsten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150740\">siebenten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150816\">achten Teil<\/a> sowie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150812\">neunten Teil<\/a> der Zusendungen unserer Leser nachlesen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Ein Beitrag von unserem Leser Volker Neu zu unserem Aufruf.<\/em><\/p><p><em>Anl&auml;sslich des Gedenktages am 8. Mai hatten wir <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150104\">hier<\/a> unsere Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, kurze Schlaglichter und Eindr&uuml;cke ihrer eigenen Erinnerungen (oder der ihrer Eltern) an die Schrecken des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit aufzuschreiben und uns zu senden. Wir bedanken uns von Herzen f&uuml;r die vielen und ber&uuml;hrenden Beitr&auml;ge!<\/em><\/p><p><strong>Der Krieg war vorbei. F&uuml;r meine Eltern nicht.<\/strong><\/p><p>Der 8. Mai gilt als Tag des Kriegsendes. Als Kapitulation, Zusammenbruch oder Befreiung, je nachdem, aus welcher Perspektive man auf die Geschichte blickt. Doch f&uuml;r viele Menschen endete der Krieg nicht einfach an einem bestimmten Datum. Seine Folgen blieben &uuml;ber Jahre, oft &uuml;ber ganze Generationen hinweg sp&uuml;rbar.<\/p><p>Wenn heute wieder mit erschreckender Selbstverst&auml;ndlichkeit &uuml;ber Krieg, Aufr&uuml;stung und milit&auml;rische St&auml;rke gesprochen wird, denke ich oft an meine Eltern. Beide waren Kinder, als der Zweite Weltkrieg endete. Mein Vater dreizehn, meine Mutter elf Jahre alt. Und doch hatten beide zu diesem Zeitpunkt bereits Dinge erlebt, die kein Kind erleben sollte.<\/p><p>F&uuml;r meine Eltern endete der Krieg nicht einfach mit dem 8. Mai 1945. Die Waffen schwiegen irgendwann. Doch die Folgen des Krieges blieben noch lange Teil ihres Lebens.<\/p><p>Mein Vater war dreizehn Jahre alt, als der Krieg endete. Sein Vater war noch in Kriegsgefangenschaft und sollte erst zwei Jahre sp&auml;ter zur&uuml;ckkehren. Der &auml;ltere Bruder war irgendwo in Deutschland gestrandet und bekam keine Zuzugsgenehmigung nach Dortmund. Die Familie lebte in einer zerbombten Stadt, das Elternhaus war zerst&ouml;rt, die Wohnung ausgebombt. Dortmund bestand damals aus Ruinen, Staub, Rauch und Menschen, die versuchten, irgendwie weiterzumachen. Einer musste Geld verdienen. Also arbeitete der Dreizehnj&auml;hrige.<\/p><p>Durch einen Onkel bekam er eine Stelle im Br&uuml;ckenbau. Als &bdquo;Pinnew&auml;rmer&ldquo;. Ein Begriff aus einer anderen Zeit, fast vergessen wie die Menschen dahinter. Damals wurden Stahlkonstruktionen noch mit gl&uuml;henden Nieten verbunden. Der Pinnew&auml;rmer erhitzte die schweren Metallstifte in einer Esse, bis sie rot gl&uuml;hten. Dann wurden sie weitergereicht, eingesetzt und mit schweren H&auml;mmern gestaucht. Beim Abk&uuml;hlen zog sich das Metall zusammen und verband die Stahltr&auml;ger dauerhaft miteinander.<\/p><p>Es war schwere, gef&auml;hrliche Arbeit. Hitze, Funkenflug, L&auml;rm. Und mitten darin ein Kind. Nicht, weil es besonders tapfer gewesen w&auml;re, sondern weil das Nachkriegselend Kinder in Funktionen zwang, f&uuml;r die sie nie gedacht waren. Wie gef&auml;hrlich diese Arbeit tats&auml;chlich war, zeigte sich eines Tages brutal. Mein Vater erlitt einen schweren Unfall. Ein gl&uuml;hender Niet prallte ihm gegen den Kopf. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Die &Auml;rzte hatten ihn bereits aufgegeben. Tagelang rechnete kaum noch jemand damit, dass er &uuml;berleben w&uuml;rde. Doch irgendwann setzte er sich pl&ouml;tzlich im Bett auf und sagte nur: &bdquo;Ich habe Hunger.&ldquo;<\/p><p>Noch h&auml;rter traf das Schicksal meine Mutter. Ihre Familie stammte aus Ostpreu&szlig;en. Eine gro&szlig;e Familie, tief verwurzelt in ihrer Heimat. Als die Front Anfang 1945 n&auml;her kam, begann die Flucht. Ein Teil der Verwandtschaft floh &uuml;ber Land, andere &uuml;ber die Ostsee. Meine Gro&szlig;eltern flohen mit meiner Mutter und ihren Geschwistern nach Pillau, dem letzten gro&szlig;en Hafen Ostpreu&szlig;ens. Dort gingen sie an Bord der &bdquo;Karlsruhe&ldquo;, eines alten Frachtdampfers, der Fl&uuml;chtlinge nach Westen bringen sollte.<\/p><p>Die &bdquo;Karlsruhe&ldquo; verlie&szlig; Pillau im April 1945 mit &uuml;ber tausend Menschen an Bord. Fl&uuml;chtlinge, Verwundete, Kinder. Viel zu viele Menschen f&uuml;r ein Schiff dieser Gr&ouml;&szlig;e. Sie fuhr im Rahmen der Evakuierungsoperation &bdquo;Hannibal&ldquo;, mit der Hunderttausende Menschen aus den deutschen Ostgebieten &uuml;ber die Ostsee gebracht werden sollten. Begleitet wurde der kleine Konvoi von Minensuchbooten. Doch die &uuml;berladene &bdquo;Karlsruhe&ldquo; war langsam und fiel zur&uuml;ck. Genau das machte sie angreifbar.<\/p><p>Am 13. April 1945 griffen sowjetische Bomber den Dampfer an. Torpedos trafen das Schiff. Die &bdquo;Karlsruhe&ldquo; sank innerhalb weniger Minuten in der eisigen Ostsee. Von den &uuml;ber tausend Menschen an Bord &uuml;berlebten nur etwa 150. Mein Gro&szlig;vater ertrank. Auch die j&uuml;ngsten Geschwister meiner Mutter starben im Wasser.<\/p><p>Meine Mutter kam zusammen mit ihrer Mutter nach Kopenhagen. Dort wurde im Juni 1945 auch ihre j&uuml;ngste Schwester geboren. Sp&auml;ter ging es weiter nach Aalborg in D&auml;nemark. Dort lebten sie in einem Internierungslager f&uuml;r deutsche Fl&uuml;chtlinge. Die Menschen waren in Baracken und ehemaligen Milit&auml;runterk&uuml;nften untergebracht, standen unter Aufsicht und durften das Lager nicht einfach verlassen. Viele wussten nicht, ob Angeh&ouml;rige noch lebten oder ob sie jemals nach Deutschland zur&uuml;ckkehren w&uuml;rden. Der Krieg war vorbei, aber das Leben blieb gepr&auml;gt von Unsicherheit, Enge und dem Gef&uuml;hl, nirgendwo mehr wirklich zu Hause zu sein.<\/p><p>Erst Jahrzehnte sp&auml;ter wurde mir wirklich bewusst, was das eigentlich bedeutete. 2014 starb mein Vater. Ich ging damals mit meiner Mutter zum Versicherungsamt, um die Witwenrente zu beantragen. Dort fragte die Sachbearbeiterin beil&auml;ufig: &bdquo;Wann kamen Sie denn wieder aus dem Ausland nach Deutschland zur&uuml;ck?&ldquo; Meine Mutter &uuml;berlegte lange und sagte schlie&szlig;lich: Ende 1948 oder Anfang 1949. In diesem Moment begriff ich zum ersten Mal wirklich: Meine Mutter hatte entscheidende Jahre ihrer Kindheit und Jugend erst in Internierungslagern in D&auml;nemark und sp&auml;ter als Fl&uuml;chtlingskind in Schleswig-Holstein verbracht.<\/p><p>Sp&auml;ter kam es in Schleswig-Holstein zur Zusammenf&uuml;hrung der Familie. Die beiden j&uuml;ngeren Geschwister, die nach der Versenkung der &bdquo;Karlsruhe&ldquo; von einem anderen Schiff gerettet worden waren, lebten inzwischen ebenfalls dort. Die Familie kam auf einen Bauernhof bei Rendsburg, wo alle mitarbeiten mussten. Irgendwie schien meine Mutter diese Zeit sogar in guter Erinnerung zu haben. Vielleicht, weil das Dorf klein war. Vielleicht, weil manche Menschen trotz allem menschlich blieben.<\/p><p>Denn Fl&uuml;chtlinge hatten es damals keineswegs leicht, auch nicht in Deutschland. Das wird heute oft verdr&auml;ngt oder romantisiert. Gerade in Schleswig-Holstein herrschten nach dem Krieg chaotische Zust&auml;nde. Hunderttausende Vertriebene und Fl&uuml;chtlinge mussten untergebracht werden, obwohl es selbst der einheimischen Bev&ouml;lkerung an Wohnraum, Nahrung und Arbeit fehlte. Viele lebten jahrelang in Lagern, Baracken oder behelfsm&auml;&szlig;igen Unterk&uuml;nften. Familien wurden zwangsweise bei Fremden einquartiert, oft auf engstem Raum. Nicht selten begegnete man den Fl&uuml;chtlingen mit Ablehnung, Misstrauen oder offener Feindseligkeit, weil sie als zus&auml;tzliche Belastung wahrgenommen wurden. Auch das geh&ouml;rt zur Wahrheit der Nachkriegszeit: Der Krieg war offiziell vorbei, aber f&uuml;r Millionen Menschen ging das Leben im Ausnahmezustand weiter.<\/p><p>1953 sollte die Familie endlich ihre erste eigene Wohnung bekommen. Ein Neubeginn nach Jahren von Flucht, Lagerleben und Verlust. Doch wieder spielte das Schicksal eine andere Melodie. Meine Gro&szlig;mutter starb mit nur 41 Jahren. Woran, wei&szlig; heute niemand mehr. Die Kinder kamen unter Vormundschaft. Die j&uuml;ngste Schwester erst zu Verwandten, sp&auml;ter in ein Heim. Dort endete die Nachkriegsgeschichte nicht mit Geborgenheit, sondern mit Gewalt und Schl&auml;gen.<\/p><p>&Uuml;ber diese Jahre sprach meine Mutter sp&auml;ter fast nie. Wenn man sie fragte, sagte sie meist nur: &bdquo;Das wei&szlig; ich nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern. Das ist lange vorbei.&ldquo;<\/p><p>Doch gerade dieses Abwehren sagte oft mehr als viele Erz&auml;hlungen. Denn vieles verschwindet nicht einfach aus dem Ged&auml;chtnis. Menschen, die schwere traumatische Erfahrungen gemacht haben, lernen oft, Erinnerungen innerlich wegzuschlie&szlig;en, um &uuml;berhaupt weiterleben zu k&ouml;nnen. Gerade die Kriegsgeneration funktionierte h&auml;ufig genau so: nicht reden, weitermachen, aushalten. Gef&uuml;hle wurden verdr&auml;ngt, Erinnerungen eingesperrt, weil der Alltag sonst kaum zu bew&auml;ltigen gewesen w&auml;re. Vielleicht war das Schweigen meiner Mutter deshalb nicht Ausdruck des Vergessens. Vielleicht war es ein lebenslanger Schutzmechanismus gegen Erinnerungen, die zu schmerzhaft waren, um sie noch einmal hervorzuholen.<\/p><p><strong>Und wahrscheinlich liegt darin etwas, das viele Kinder dieser Generation erlebt haben: Die Vergangenheit war immer da. In Blicken. In pl&ouml;tzlichem Schweigen. In S&auml;tzen, die abrupt endeten. Man sp&uuml;rte, dass hinter all dem Erinnerungen lagen, &uuml;ber die nicht gesprochen werden konnte. Und vielleicht bestand gerade darin die eigentliche Last dieser Nachkriegsgeneration. Nicht nur im Erlebten selbst, sondern auch darin, ein Leben lang mit Dingen weiterleben zu m&uuml;ssen, f&uuml;r die es oft keine Worte mehr gab.<\/strong><\/p><p>2020 wurde das Wrack der &bdquo;Karlsruhe&ldquo; vor der polnischen K&uuml;ste entdeckt. Taucher fanden Kisten, Fahrzeuge und Frachtreste im Inneren des Schiffes. Weil die &bdquo;Karlsruhe&ldquo; eines der letzten Schiffe war, die K&ouml;nigsberg verlassen hatten, entstanden sofort Spekulationen &uuml;ber das verschollene Bernsteinzimmer. Doch das Wrack ist vor allem eines: ein Seekriegsgrab.<\/p><p>Dort unten liegen keine Mythen. Dort unten liegen Menschen.<\/p><p>Vielleicht fehlt unserer Zeit auch etwas, das es fr&uuml;her einmal gab: eine starke gesellschaftliche Stimme gegen den Krieg. In den 1980er-Jahren gingen Hunderttausende Menschen auf die Stra&szlig;e. Aus Angst vor Aufr&uuml;stung. Aus Angst vor einem neuen Krieg in Europa. Viele wussten noch aus eigener Erfahrung oder aus den Geschichten ihrer Eltern, was Krieg wirklich bedeutet.<\/p><p>Heute wird wieder &uuml;ber milit&auml;rische St&auml;rke, Abschreckung und Kriegst&uuml;chtigkeit gesprochen. Oft n&uuml;chtern, technokratisch, fast wie &uuml;ber Verwaltungsfragen. Aber Krieg bleibt am Ende nie abstrakt. Denn am Ende bedeutet Krieg immer auch, dass irgendjemand &uuml;ber das Leben anderer Menschen entscheidet. Dar&uuml;ber, wer k&auml;mpfen soll. Wer t&ouml;ten soll. Wer sterben soll.<\/p><p>Gerade deshalb d&uuml;rfte Krieg niemals etwas sein, das man einfach Politikern, Milit&auml;rs oder geopolitischen Strategien &uuml;berl&auml;sst. Krieg geht die Menschen an. Immer.<\/p><p>Vielleicht m&uuml;ssten wir uns gerade daran viel &ouml;fter erinnern. Nicht erst dann, wenn die n&auml;chsten Z&uuml;ge wieder voller Fl&uuml;chtlinge sind.<\/p><p>Volker Neu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Die Vergangenheit war immer da. In Blicken. In pl&ouml;tzlichem Schweigen. In S&auml;tzen, die abrupt endeten. Man sp&uuml;rte, dass hinter all dem Erinnerungen lagen, &uuml;ber die nicht gesprochen werden konnte. Und vielleicht bestand gerade darin die eigentliche Last dieser Nachkriegsgeneration. 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