{"id":15091,"date":"2012-11-14T08:42:51","date_gmt":"2012-11-14T07:42:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091"},"modified":"2012-11-14T08:42:51","modified_gmt":"2012-11-14T07:42:51","slug":"hinweise-des-tages-1760","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h01\">Es ist nicht das Ende der FR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h02\">Ist alles k&auml;uflich? Die Grenzen des Marktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h04\">Wer der deutschen Wirtschaft Muskeln macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h05\">Ulrike Herrmann &ndash; EZB darf nicht mal den Euro retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h06\">Deutsche Reformen kein Vorbild f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h07\">Wiesbadener Appell: F&uuml;r ein umfassendes Streikrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h08\">14. November &ndash; Europ&auml;ischer gewerkschaftlicher Aktionstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h09\">Schlechte &Uuml;berg&auml;nge von der Schule zum Beruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h10\">Billigl&ouml;hner im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h11\">Lebensleistungsrente &ndash; Die Sache mit den zwei Zahnb&uuml;rsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h12\">Bundestag: Mehr Transparenz? Ohne uns!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h13\">Nochmals: Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091#h14\">Werden Alte ins Ausland abgeschoben?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15091&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Es ist nicht das Ende der FR<\/strong><br>\nSie haben es alle geh&ouml;rt oder gesehen: Heute hat die Frankfurter Rundschau Insolvenz angemeldet. Das ist ein Schock f&uuml;r Sie, die Leserinnen und Leser der FR, und es ist ein schrecklicher Tag f&uuml;r die Belegschaft. Aber es ist nicht das Ende der Frankfurter Rundschau! [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend wir diese, unsere eigentliche Arbeit machen, werden wir mit allem Nachdruck M&ouml;glichkeiten suchen und Wege erkunden, die das Erscheinen der Frankfurter Rundschau dauerhaft sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/frankfurter-rundschau---in-eigener-sache--es-ist-nicht-das-ende-der-fr-,1473342,20861794.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Zeitungssterben: Die besten zuerst?<\/strong><br>\nDie Frankfurter Rundschau ist pleite. Ich finde das extrem bedauerlich, denn sie war eine der besten Zeitungen in Deutschland, eine, die noch wirklich kritisch berichtete und einige der besten deutschen Journalisten besch&auml;ftigte. Ger&uuml;chten zufolge steht die FTD ebenfalls am Abgrund, ein weiterer Hinweis darauf, dass journalistische Qualit&auml;t offenbar nicht mehr erkannt wird im Einheitsbrei des sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;. Sicher hat auch die Rundschau respektive der Verlag (DuMont Schauberg) Fehler gemacht. Es zeigt sich, dass eine Politik der Kostensenkung durch Zusammenlegung von Redaktionen, Entlassungen und K&uuml;rzungen nicht funktioniert. Innovationen und Investitionen w&auml;ren wohl besser gewesen, um sich gegen eine Konkurrenz zu behaupten, die stets mehr Qualit&auml;t behauptet als sie jemals wirklich liefert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=16209\">Feynsinn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist alles k&auml;uflich? Die Grenzen des Marktes<\/strong><br>\nF&uuml;r das Austragen eines Babys eine Leihmutter mieten, mit Wetten auf den Tod eines Anderen Millionen verdienen, sich das Recht erkaufen, eine Tonne Schadstoff zu emittieren: fast alle Lebensbereiche werden mittlerweile von den Regeln des Marktes bestimmt. Jetzt erhebt der amerikanische Moralphilosoph und Harvard-Professor Michael J. Sandel mahnend seine Stimme: es ist Zeit, dar&uuml;ber nachzudenken, wie wir in Zukunft leben wollen: in einer Marktwirtschaft oder in einer Marktgesellschaft? Was darf k&auml;uflich sein und was nicht der &ouml;konomischen Perspektive unterworfen? Und wo sollte die Macht des Marktes ihre moralischen Grenzen finden? Also denken wir dar&uuml;ber nach: heute Abend in &bdquo;Der Tag&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20121113.mp3\">hr2 Der Tag <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europe&rsquo;s youth generation &ndash; crushed by the euro austerity folly<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121114_graph-of-shame.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/11\/13\/europes-youth-generation-crushed-by-the-euro-austerity-folly\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte und die Interpretation durch das RWER ist auch voll zutreffend &ndash; nicht die Finanzkrise, sondern die Austerit&auml;tspolitik zeichnet sich f&uuml;r diese erschreckende und schockierende Entwicklung verantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Marder &ndash; Europas sinnlose Opfer<\/strong><br>\nVor kurzem f&uuml;hrte der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande in einem Interview ein entscheidendes, wenn auch oft vergessenes Argument an: dass es n&auml;mlich hinsichtlich der Opfer, die den B&uuml;rgern der in Finanznot geratenen s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten abverlangt werden, Grenzen gibt. Um zu vermeiden, dass sich Griechenland, Portugal und Spanien in kollektive Besserungsanstalten verwandeln, so Hollande, m&uuml;ssen die Menschen jenseits des in immer weitere Ferne r&uuml;ckenden Horizonts der Ausgabenk&uuml;rzungen und Sparma&szlig;nahmen auch Hoffnung haben. [&hellip;]<br>\nAllerdings ist der Widerstand gegen die Sparpolitik in S&uuml;deuropa nicht in einer allgemeinen Abneigung gegen&uuml;ber dem Opfer begr&uuml;ndet. Vielmehr sind die Europ&auml;er zu der Einsicht gelangt, dass die ihre politischen F&uuml;hrungen Opfer verlangen, die im Widerspruch zu den  Interessen der B&uuml;rger stehen. Churchill gab den Briten etwas, dem sie entgegensehen konnten: den Sieg. Opfer werden sinnlos ohne klares Ziel, das diese rechtfertigt. [&hellip;]<br>\nAllerdings verliert diese Angstrhetorik ihren Schrecken, weil der &bdquo;New Deal&ldquo;, der in ganz S&uuml;deuropa Gestalt annimmt, noch mehr Repression und weniger Schutz mit sich bringt und daher die fundamentalen Grunds&auml;tze des Gesellschaftsvertrags verletzt. W&auml;hrend europ&auml;ische B&uuml;rger aufgefordert werden, ihren Lebensstandard &ndash; und sogar ihre Existenzgrundlagen &ndash; zugunsten der &bdquo;nationalen &Ouml;konomie&ldquo; zu opfern, florieren die transnationalen Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/the-limits-of-sacrifice-in-the-european-union-by-michael-marder\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Schade, dass die falsche &Uuml;bersetzung von &bdquo;Austerity&ldquo; zu &bdquo;Sparpolitik&ldquo; den ansonsten sehr guten Text verhunzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Karl Whelan &ndash; Greek Tragedy Turns to Farce<\/strong><br>\nHistory is likely to record the EU&rsquo;s handling of the Greek crisis as slow, cumbersome and inadequate.  However, as of last night, the process has turned into a full-scale farce.<br>\nThe grim facts about Greece&rsquo;s debt situation are laid out in detail in this leaked EU report.  Greece&rsquo;s economy is in an ongoing depression that has already lasted five years and its debt-GDP ratio is projected to reach 190 percent next year. [&hellip;]<br>\nThe Eurozone leaders do not seem to be aware of the dangers of their approach.  They are engaged in brinksmanship with Greece, armed with implicit threats that Greece will have to leave the euro.  But this is an empty and dangerous threat. After an exit, the Euro area member states will get back even less of their money than they will now and their hopes that a Greek exit will be &ldquo;manageable&rdquo; have always seemed very optimistic to me.<br>\nMeanwhile, the political and social situation in Greece continues to deteriorate.  Time is ticking and the chances of a non-chaotic resolution of Greece&rsquo;s problems are declining. Let&rsquo;s hope Madame Lagarde&rsquo;s common sense approach prevails.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/karlwhelan\/2012\/11\/13\/greek-tragedy-turns-to-farce\/\">Forbes<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufschub f&uuml;r Griechenland wird teuer<\/strong><br>\nEin Spar-Aufschub f&uuml;r Athen w&uuml;rde dem irischem Finanzminister zufolge 32 Milliarden Euro kosten. Die Troika will den Hellenen zwei Jahre mehr geben, um die Ziele zu erreichen. So soll die Belastung abgefedert werden. [&hellip;]<br>\nBislang war vorgesehen, dass Athen bis 2014 wieder ein Prim&auml;r&uuml;berschuss von 4,5 Prozent (das ist das Haushaltssaldo ohne Schuldendienst) erreicht und damit genug Geld hat, um seine Rechnung wieder selbst bezahlen zu k&ouml;nnen. Nun empfiehlt die Troika aus Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB), IWF und EU-Kommission, den Griechen bis 2016 Zeit einzur&auml;umen. Das sei notwendig, um auf die tiefere Rezession zu reagieren, hei&szlig;t es im Entwurf f&uuml;r eine entsprechende Verabredung, der der Nachrichtenagentur dapd vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/sparziele-aufschub-fuer-griechenland-wird-teuer\/7380366.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In Sachen Milchm&auml;dchenrechnung steht der irische Finanzminister seinem deutschen Kollegen um kein Jota zur&uuml;ck. Michael Noonan tut gerade so, als k&ouml;nnen die griechische Regierung per ordre mufti bei ihren Haushaltseinnahmen und -ausgaben eine Punktlandung hinlegen. Wenn Griechenland bereits 2014 einen Prim&auml;r&uuml;berschuss von 4,5% erzielen k&ouml;nnte, dann w&uuml;rde Athen dies auch tun und kein Aufschub erbitten. Mit jedem neuen K&uuml;rzungsprogramm sinkt jedoch auch die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland sein Defizit 2014, 2016 oder zum Sanktnimmerleinstag in den Griff bekommen wird. Wenn Noonan auch daheim derartige Milchm&auml;dchenrechnungen aufstellt, sollten wir uns ernsthafte Sorgen um die Zukunft Irlands machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Olaf Cramme on Where next for the politics of the Eurozone crisis?<\/strong><br>\nThe Eurozone crisis has severely tested the solidarity of the European Union&rsquo;s Member States and resulted in open division between creditor and debtor countries. As the Eurozone moves towards greater integration, concerns have been raised in countries outside the single currency about the future of a Union divided into a core and a periphery, or &lsquo;ins&rsquo; and &lsquo;outs&rsquo;. At this crucial time in the Eurozone crisis, Lord Roger Liddle, Prof. Loukas Tsoukalis and Dr. Olaf Cramme provided a British, Greek and German perspective on the future of Europe. They discussed whether the approaches of creditor, debtor and non-Eurozone countries can be reconciled and what we should expect for the future of European integration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xS0vzNKKCkA\">iiea via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wer der deutschen Wirtschaft Muskeln macht<\/strong><br>\nDer Ausblick f&uuml;r die deutsche Konjunktur wird immer d&uuml;sterer, nun drohen gar Minuszahlen. Als Retter kommen Konsumenten in China und Amerika in Frage. Darauf darf und kann sich die deutsche Politik aber nicht verlassen&hellip;<br>\n&Ouml;konomen bef&uuml;rchten nun, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Winterquartal zur&uuml;ck geht. Es sei denn, es finden noch Retter in der Not.<br>\nDie aktuellen Zahlen sprechen zun&auml;chst einmal nicht daf&uuml;r. &bdquo;Wir gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal um etwa 0,25 Prozent schrumpft,&ldquo; sagt Stefan Schneider, Leiter Makro&ouml;konomie bei der Deutschen Bank Research. Auch Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen rechnet f&uuml;r das vierte Quartal mit einem Minus.<br>\nHinter den Zahlen steckt eine erlahmende Weltwirtschaft&hellip;<br>\nEine wichtige Voraussetzung f&uuml;r Wachstum in Deutschland ist deshalb, dass sich US-Pr&auml;sident Barack Obama schnell mit den Republikanern einigt und die Sparvorschl&auml;ge abmildert. Scheitert er damit, sieht es f&uuml;r die deutsche Konjunktur noch dunkler aus&hellip;<br>\nObwohl China relativ schnell Konjunkturimpulse geben k&ouml;nnte, scheut es davor zur&uuml;ck. Das liegt an der sagenhaft hohen Investitionsquote von fast 50 Prozent der Wirtschaftsleistung &ndash; die den Spielraum einengt&hellip;Wichtig w&auml;re, dass nicht der Staat sondern die chinesischen Konsumenten mehr Geld ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/anleitung-fuer-mehr-wachstum-wer-der-deutschen-wirtschaft-muskeln-macht-seite-all\/7377896-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Heiner Flassbeck:<\/strong> Das ist wirklich toll, alles in dieser Welt darf den Aufschwung bringen, nur nicht deutsche Einkommenssteigerungen und deutscher Konsum&hellip;selbst der Chinese ist besser im Konsum als der Deutsche&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; EZB darf nicht mal den Euro retten<\/strong><br>\nWahrscheinlich will niemand mehr das Wort &bdquo;Griechenland&ldquo; lesen, denn es scheint der ewig gleiche Trott. Defizite, Hilfen, noch mehr Defizite, neue Hilfen, Schuldenschnitt, neue Defizite. [&hellip;]<br>\nDie radikalste L&ouml;sung w&auml;re, einen weiteren Schuldenschnitt zu vereinbaren. [&hellip;]<br>\nViel schlauer w&auml;re es daher gewesen, wenn es der EZB erlaubt w&auml;re, die Schulden Griechenlands zu &uuml;bernehmen. Auch dies w&auml;re ein Nullsummenspiel &ndash; aber es w&auml;re politisch viel weniger brisant. Aber leider ist die EZB ja keine normale Notenbank. Sie darf nichts, noch nicht einmal den Euro retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!105481\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Reformen kein Vorbild f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDer ausufernde Niedriglohnsektor ver&auml;ndert auch den Einzelhandel. Minderwertige und billige Produkte, weder nachhaltig noch nach Prinzipien menschenw&uuml;rdiger Arbeit produziert, werden von immer mehr Discountern angeboten. Deutsche Unternehmen mit hochwertigen und dadurch teuren Produkten geraten so unter Druck. Werden Niedriglohnpolitik und Ramsch&ouml;konomie die neuen Exportschlager &ldquo;Made in Germany&rdquo;?<br>\nDie Deutschen kennen die Zweiklassengesellschaft bereits: Auf der einen Seite diejenigen, die noch gut bezahlte Jobs und sichere Arbeitspl&auml;tze haben und auf der anderen Seite die prek&auml;r Besch&auml;ftigten, die sich in Niedriglohnkellern aufhalten, zum Aufstocken verdammt und vom Rest der Gesellschaft abgeh&auml;ngt sind. Es gibt mehr als acht Millionen Ein-Euro- und Mini-JobberInnen, Hunderttausende LeiharbeiterInnen und Millionen unfreiwillige TeilzeitjobberInnen. Zudem etliche RentnerInnen, die trotz jahrzehntelanger Arbeit nicht &uuml;ber die Runden kommen. Und 6,6 Millionen Deutsche sitzen in der Schuldenfalle&hellip;<br>\nDie wachsende Armutszone spaltet auch den deutschen Einzelhandel. Die Gutverdiener k&ouml;nnen sich hochwertige G&uuml;ter und Bio-Produkte leisten. Doch die Abgeh&auml;ngten sind meist auf Ein-Euro-Shops und Discounter f&uuml;r Textilien und Lebensmittel angewiesen. Allm&auml;hlich entsteht ein Markt f&uuml;r minderwertige und billige Produkte, eine Ramsch&ouml;konomie, die weder nachhaltig noch mit Prinzipien menschenw&uuml;rdiger Arbeit zu vereinbaren ist. Die Ramsch&ouml;konomie fordert auch die deutschen Unternehmen mit ihren hochwertigen, technologieintensiven, aber teuren Produkten heraus. Denn Innovationen, komplexe und nachhaltige Produkte werden immer weniger rentabel, wenn die Nachfrage schleichend schwindet. In der Vorkrisenzeit konnten deutsche Unternehmen dieser Entwicklung mit der Expansion ihrer Gesch&auml;fte im Ausland entgegenwirken. Die boomenden Eurol&auml;nder und der stabile Euro machten den Au&szlig;enhandel zum Motor f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung in Deutschland. Umgekehrt konnten immer mehr ausl&auml;ndische Billiganbieter, vor allem aus Schwellenl&auml;ndern, in Deutschland Fu&szlig; fassen und hiesige Niedrigl&ouml;hner mit Billigprodukten versorgen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121114_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121114_01_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2fcbde50-2a4f-11e2-9fd1-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wiesbadener Appell: F&uuml;r ein umfassendes Streikrecht<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das r&uuml;ckst&auml;ndigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich au&szlig;er der Koalitionsfreiheit gem&auml;&szlig; Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis. Daraus ist keinesfalls abzuleiten, dass dieses Recht nicht vorhanden ist oder irgendeiner Einschr&auml;nkung unterliegt. In sieben Bundesl&auml;ndern ist das Streikrecht in den Landesverfassungen verankert.<br>\nVon den 27 Staaten der Europ&auml;ischen Union ist der politische Streik nur in England, &Ouml;sterreich und Deutschland illegalisiert. Ein Verbot ist indes nirgendwo festgeschrieben&hellip;<br>\nDiese Illegalisierungen, Einengungen, Einschr&auml;nkungen und Verbote stehen im krassen Widerspruch zu dem Art. 23 der allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den &Uuml;bereinkommen 87 und 98 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Artikel 6 Abs. 4 der Europ&auml;ischen (Menschenrechts- und) Sozialcharta.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politischer-streik.de\/\">Politischer Streik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>14. November &ndash; Europ&auml;ischer gewerkschaftlicher Aktionstag<\/strong><br>\nListe der Aktivit&auml;ten in Deutschland zur Unterst&uuml;tzung von N14 &ndash; Generalstreik in (S&uuml;d)Europa<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/arbeit\/aktionen\/2009\/finanzkrise.html\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schlechte &Uuml;berg&auml;nge von der Schule zum Beruf<\/strong><br>\nRund 300.000 Jugendliche befinden sich derzeit in der Warteschleife zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Das kostet viel Geld. Experten sch&auml;tzen: fast vier Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/ausbildung-schlechte-uebergaenge-von-der-schule-zum-beruf-11959092.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Billigl&ouml;hner im Bundestag<\/strong><br>\nSchreibkr&auml;fte, die als Leiharbeiter im Bundestag arbeiten, werden schlecht bezahlt. Viel schlechter, als die im Bundestag fest angestellten Mitarbeiter und teilweise so schlecht, dass sie sogar auf Hartz IV Niveau aufstocken m&uuml;ssen. REPORT Mainz berichtet unter anderem &uuml;ber den Fall einer alleinerziehenden Schreibkraft, die derzeit im Bundestag arbeitet. &bdquo;Das ist ungerecht, dass ich mit einer Vollzeitstelle nur drei Viertel des Existenzminimums verdiene und noch mit einem Viertel aufstocken muss&ldquo;, sagte sie dem Politikmagazin. Auf Anfrage von REPORT MAINZ erkl&auml;rt die Bundestagsverwaltung, dass &bdquo;solche F&auml;lle &hellip; dem Personalreferat des Bundestages unbekannt&ldquo; seien.<br>\nDie arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, kennt dagegen zwei weitere F&auml;lle von Leiharbeits-Schreibkr&auml;ften im Bundestag, &bdquo;die aufstockende Leistungen nehmen m&uuml;ssen&ldquo;. F&uuml;r den Arbeitsmarktexperten Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz ist das ein Tabubruch: &bdquo;In meinen Augen darf es im Bundestag so etwas nicht geben, weil der Bundestag das h&ouml;chste parlamentarische Gremium ist, das die Gesetze, die Arbeitsgesetze, die Sozialgesetze in diesem Land verabschiedet.&ldquo; Man m&uuml;sse &bdquo;von solch einem Betrieb einfach erwarten, dass die Leute ordentlich bezahlt werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=10506088\/1v64yuh\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lebensleistungsrente &ndash; Die Sache mit den zwei Zahnb&uuml;rsten<\/strong><br>\nBei der Lebensleistungsrente soll das Einkommen des Partners angerechnet werden. Doch die Rentenversicherung will nicht in den Beziehungen von Menschen herumschn&uuml;ffeln. Auch an anderen Stellen soll das geplante Gesetz noch nachgebessert werden. [&hellip;]<br>\nGeld f&uuml;r diejenigen, die 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und zus&auml;tzlich privat vorgesorgt haben, gibt es erst, wenn das Einkommen des Ehepartners oder auch des Lebensgef&auml;hrten in einer ehe&auml;hnlichen Gemeinschaft gepr&uuml;ft ist und dies nicht zu hoch ist. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) f&uuml;rchtet deshalb schon jetzt, dass sie &ndash; wie die Jobcenter und Kommunen bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern &ndash; untersuchen muss, wie und ob Menschen zusammenleben. Mit der Frage, was zwei Zahnb&uuml;rsten in einem Haushalt zu bedeuten haben, will die Beh&ouml;rde aber &uuml;berhaupt nichts zu tun haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lebensleistungsrente-die-sache-mit-den-zwei-zahnbuersten-1.1520611\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundestag: Mehr Transparenz? Ohne uns!<\/strong><br>\nOb bei Nebeneink&uuml;nften, Parteispenden, Sponsoring oder dem Dreht&uuml;reffekt &ndash; mehr Transparenz und Regeln zur Lobbykontrolle sind mit dem derzeitigen Bundestag nicht zu machen. Nachdem sich in den vergangenen Wochen alle Parteien mit Beteuerungen, sich f&uuml;r mehr Transparenz einsetzen zu wollen, geradezu &uuml;berboten, wurden entsprechende Antr&auml;ge (am 8. November)  von Schwarz-Gelb klar abgelehnt. SPD, Gr&uuml;ne und Linke hatten gleich mehrere Antr&auml;ge eingebracht, die zum Teil zu erheblichen Fortschritten bei der Begrenzung von Lobbyeinfl&uuml;ssen auf die Politik gef&uuml;hrt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/bundestag-mehr-transparenz-ohne-uns\/\">LobbyConrol<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nochmals: Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012<\/strong><br>\nIn unseren gestrigen Hinweisen hatten wir auf die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und in der Anmerkung auf die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15075#h02\">Kritik der &bdquo;Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion&ldquo; hingewiesen<\/a>: Die Kritik lautete u.a. &bdquo;Wenn der Rechtsextremismus eher unter der &auml;lteren Generation zu finden ist als bei den jungen, scheint er eher abzunehmen als zuzunehmen.&ldquo;.<br>\nOrlando Pascheit macht uns darauf aufmerksam, dass es in der FES-Studie in der Zusammenfassung hei&szlig;t: &ldquo;Allerdings ist der sonst &uuml;bliche Alterseffekt in Ostdeutschland teilweise gegenl&auml;ufig: Die Ostdeutschen weisen in der jungen Altersgruppe (14-30 Jahre) anders als in fr&uuml;heren Befragungen bei der Bef&uuml;rwortung einer rechtsautorit&auml;ren Diktatur, Chauvinismus, Sozialdarwinismus und der Verharmlosung des Nationalsozialismus h&ouml;here Werte auf als in der Altersgruppe &uuml;ber 60. Die Ausl&auml;nderfeindlichkeit bel&auml;uft sich bei jungen Ostdeutschen auf 38,5 %.&rdquo;<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Werden Alte ins Ausland abgeschoben?<\/strong><br>\nDie BILD-Zeitung ist bekannt daf&uuml;r, dass Wahrheiten so lange verbogen werden, bis daraus rei&szlig;erische Schlagzeilen werden. Mit der heutigen BILD-Titel-Schlagzeile &bdquo;Weil Pflege in Deutschland zu teuer ist: So werden Alte ins Ausland abgeschoben&ldquo; hat die BILD-Zeitung sich wieder selbst &uuml;bertroffen. Der Titel suggeriert, dass aufgrund der hohen Kosten der Pflege in Deutschland, immer mehr Senioren ins Ausland abgeschoben werden. Belegt wird diese Behauptung mit der Statistik der Deutschen Rentenversicherung, dass 10.000 Rentner in osteurop&auml;ischen Staaten leben. Im Vergleich zu 17 Millionen Rentenbeziehern und 2,34 Millionen Pflegebed&uuml;rftigen in Deutschland ist dies bereits eine sehr geringe Zahl. Allein von dieser Zahl schon einen Trend abzulesen, ist v&ouml;llig bei den Haaren herbeigezogen. Noch haarstr&auml;ubender ist die Sch&auml;tzung der BILD-Zeitung, dass etwa ein Drittel der 10.000 Senioren in osteurop&auml;ischen Pflegeheimen untergebracht seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.wohnen-im-alter.de\/2012\/11\/12\/werden-alte-ins-ausland-abgeschoben-2\/\">Wohnen-im-Alter.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15091","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15091"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15091\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15094,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15091\/revisions\/15094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}