{"id":15112,"date":"2012-11-15T08:46:47","date_gmt":"2012-11-15T07:46:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112"},"modified":"2012-11-15T08:46:47","modified_gmt":"2012-11-15T07:46:47","slug":"hinweise-des-tages-1761","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h01\">Eurokrise, Austerit&auml;tspolitik und das Europ&auml;ische Sozialmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h02\">Export-Einbruch in S&uuml;deuropa: Wir kaufen nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h03\">Arbeitslosigkeit setzt Hollande unter Druck <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h04\">In Deutschlands St&auml;dten w&auml;chst die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h05\">Volker Wieland soll in den Sachverst&auml;ndigenrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h06\">Die Armut steigt und konzentriert sich in den Metropolen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h07\">&bdquo;Dramatischer&rdquo; Einbruch bei Riester-Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h08\">Solidarit&auml;tszuschlag brachte seit 1991 rund 212 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h09\">Der verfehlte Angleichungsprozess Ostdeutschlands im Spiegel der Statistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h10\">Lohndumping: Bilfinger Berger in der Schweiz gesperrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h11\">Banken so l&ouml;chrig wie Emmentaler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h12\">Merk im Fall Mollath unter Druck &ndash; Es wird eng f&uuml;r die Ministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h13\">Klare Regeln f&uuml;r Gespr&auml;che &ndash; reichen nicht &ndash; Presseerkl&auml;rung des vd&auml;&auml; zu IGeLeistungen in der Kassenpraxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h14\">Widerstand gegen Klinikum-Verkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h15\">&Uuml;berwachung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h16\">&raquo;Mit dieser Insolvenz geht eine &Auml;ra zu Ende&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112#h17\">Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15112&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise, Austerit&auml;tspolitik und das Europ&auml;ische Sozialmodell<\/strong><br>\nMit der europ&auml;ischen Austerit&auml;tspolitik wird der vormals west- und osteurop&auml;ische Trend zur Liberalisierung des Sozialmodells nun auch in S&uuml;deuropa fortgef&uuml;hrt. Die drastischen Reallohneinbu&szlig;en, deutlichen Senkungen der Rentenniveaus bis 2040 sowie weitreichenden Privatisierungsvorhaben des &ouml;ffentlichen Eigentums in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien stellen somit eine nachholende Entwicklung dar. Diese Schw&auml;chung der Sozialleistungen in S&uuml;deuropa wirkt auch auf West- und Osteuropa zur&uuml;ck. Die soziale Dimension des europ&auml;ischen Integrationsprozesses ger&auml;t so EU-weit noch st&auml;rker ins Abseits.\n<ul>\n<li>Die EU hat eine neue Form des lohnpolitischen Interventionismus (Euro-Plus-Pakt, Sixpack) entwickelt. Die Prinzipien des Fl&auml;chentarifvertrags und der Allgemeinverbindlichkeit werden in den GIPS-Staaten unterminiert, die Tarifvertragssysteme dezentralisiert. Die Reall&ouml;hne sind in diesen vier Staaten von 2010 bis 201 &uuml;berdurchschnittlich abgebaut worden.<\/li>\n<li>In der Rentenpolitik haben die GIPS-Staaten Reformen eingeleitet, die das Ausgabenwachstum f&uuml;r die Rentensysteme deutlich abbremsen. Die relativen Rentenniveaus werden in diesen Staaten bis 2040 &ndash; gemessen an der Lohnersatzrate &ndash; drastisch sinken.<\/li>\n<li>Durch die Eurokrise hat die Politik der Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums in den GIPS-Staaten einen neuen Schub erfahren. Griechenland ist am st&auml;rksten betroffen, es plant einen regelrechten staatlichen Ausverkauf.<\/li>\n<li>Durch die genannten Eingriffe in S&uuml;deuropa wird der Prozess der Liberalisierung des Europ&auml;ischen Sozialmodells, der bis zur Krise vor allem in West- und Osteuropa zu beobachten war, in der gesamten EU durchgesetzt. Sollte der &ouml;konomische Pfad der Austerit&auml;t trotz aller Widerst&auml;nde bis 2014\/2015 durchgehalten werden und dann in eine neue Aufschwungsphase m&uuml;nden, w&auml;re das politische Desaster f&uuml;r die europ&auml;ische Sozialdemokratie und die Gewerkschaften perfekt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09444.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Export-Einbruch in S&uuml;deuropa: Wir kaufen nichts<\/strong><br>\nDie Euro-S&uuml;dl&auml;nder haben 2012 sp&uuml;rbar an Gewicht f&uuml;r die deutsche Exportbranche verloren. Das zeigen exklusive Berechnungen des Ifo Instituts f&uuml;r die FTD zum Ranking der deutschen Absatzm&auml;rkte gemessen an den nominalen Warenexporten. Demnach d&uuml;rfte Italien als vormals sechstwichtigster Absatzmarkt in diesem Jahr von &Ouml;sterreich &uuml;berholt werden. Spanien wird den Daten zufolge von Rang elf auf den 13. Platz abrutschen &ndash; noch hinter Polen, Russland und Tschechien. Dort k&ouml;nnen deutsche Unternehmen mittlerweile deutlich mehr Waren absetzen als in S&uuml;deuropa. Damit werden die Folgen der Euro-Krise f&uuml;r die dritt- und viertgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der W&auml;hrungszone deutlich. Noch im Jahr 2007 war Italien viertwichtigster deutscher Absatzmarkt. Und auch vor zwei Jahren war das Land immer noch vor China auf Rang f&uuml;nf. Doch fehlendes Wachstum hat zu einer sinkenden Nachfrage nach deutschen G&uuml;tern gef&uuml;hrt. Noch dramatischer ist der Absturz Spaniens: Im Jahr 2008 war das Land noch achtwichtigster deutscher Exportmarkt &ndash; seither wurde es vor allem von den Osteurop&auml;ern verdr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:export-einbruch-in-suedeuropa-wir-kaufen-nichts\/70117608.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass die Exporte nach S&uuml;deuropa infolge der dortigen Wirtschaftskrise eingebrochen sind, ist eine ziemlich banale Erkenntnis und wurde auf den NachDenkSeiten schon l&auml;ngst prognostiziert. Etwas fragw&uuml;rdig ist die Behauptung, dass Osteuropa aufgestiegen w&auml;re. Hier w&uuml;rde man ganz gerne auf die originalen Datenreihen zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen, denn reine Rankings k&ouml;nnen in die Irre f&uuml;hren. Polen mag ja im Ranking vor Italien gerutscht sein, aber haben Polen Importe so zugelegt, dass der italienische Ausfall kompensiert werden konnte. Wenn die Nachfrage in Osteuropa den Ausfall in S&uuml;deuropa kompensieren konnte, dann k&ouml;nnte sich der deutsche Merkantilist bequem zur&uuml;cklehnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit setzt Hollande unter Druck <\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande hat am Dienstag angek&uuml;ndigt, den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zum zentralen Anliegen seiner f&uuml;nfj&auml;hrigen Amtsperiode, zu machen. &bdquo;Meine Mission ist, durch die R&uuml;ckkehr zum Wachstum die Arbeitslosigkeit zu senken&ldquo;, sagte er bei einer Pressekonferenz vor vierhundert Journalisten im Elys&eacute;e-Palast.<br>\nHollande wies auf der Pressekonferenz daraufhin, dass Frankreich trotz der Herausforderungen weiter Vertrauen auf den Finanzm&auml;rkten genie&szlig;e. Seit seiner Wahl im Mai seien die Zinsen f&uuml;r zehnj&auml;hrige franz&ouml;sische Staatsanleihen auf 2,10 Prozent gesunken. Diese Glaubw&uuml;rdigkeit werde er nicht aufs Spiel setzen. Hollande kritisierte jedoch, dass mehrere gro&szlig;e europ&auml;ische L&auml;nder gleichzeitig scharfe Sparprogramme verfolgten. Dadurch verst&auml;rke sich der Abschwung. Er forderte, dass die europ&auml;ischen Regierungen dar&uuml;ber nachdenken, &bdquo;den Rhythmus des Defizitabbaus&ldquo; zu ver&auml;ndern. Alleine werde Frankreich aber nicht von seinem Ziel abweichen, im kommenden Jahr die Neuverschuldung von 4,5 auf 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Wegen einer m&ouml;glichen Gegenreaktion an den Finanzm&auml;rkten sei das zu risikoreich.<br>\nAu&szlig;erdem verhandeln die Sozialpartner &uuml;ber eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und L&ouml;hnen in den Unternehmen; die Regierung will die Ergebnisse zur Grundlage von Gesetzesinitiativen machen. In diesem Zusammenhang pl&auml;dierte Hollande f&uuml;r Reformen, die im Konsens mit den Sozialpartnern erreicht werden sollen und daher nicht wie von der Vorg&auml;ngerregierung ruckartig eingef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/frankreich-in-der-krise-arbeitslosigkeit-setzt-hollande-unter-druck-11959738.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Frankreich wird zerrieben zwischen deutschen unlauteren Wettbewerbsvorteilen im Norden und deutsch diktierter K&uuml;rzungspolitik (Absatzm&auml;rkte) im S&uuml;den. Da helfen weder (ohnehin wegen des Fiskalpakts verp&ouml;nte) Konjunkturprogramme, von denen (perverser Weise) vor allem die deutsche (Auslands-)Nachfrage profitierte, noch staatlich &bdquo;moderierte&ldquo; Austerit&auml;t. Letzteres wei&szlig; auch Hollande, aber vor die Wahl gestellt, die Fronde gegen das deutsche &bdquo;Erfolgsmodell&ldquo; anzuf&uuml;hren oder es dem deutschen &bdquo;Sieger&ldquo; vermeintlich gleichzutun, siegt &ndash; bon chic bon genre &ndash; der falsche politische Ehrgeiz. Als Staatsmann wird es sich Hollande in seiner Rolle als ewiger go-between sowohl innen- wie au&szlig;enpolitisch bald endg&uuml;ltig mit allen verscherzt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>In Deutschlands St&auml;dten w&auml;chst die Armut<\/strong><br>\nDie Armutsquote w&auml;chst in ganz Deutschland, besonders hart trifft es die Menschen in den gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten. In Leipzig, Dortmund, Duisburg, Hannover, Bremen und Berlin lebt zwischen einem F&uuml;nftel und einem Viertel der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze. Nur vier St&auml;dte lagen 2011 im oder unter dem Bundesdurchschnitt von 15,1 Prozent. Das zeigt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, das Daten f&uuml;r die 15 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dte ausgewertet hat, in denen knapp 14 Millionen Menschen leben. Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung ist die Armutsquote im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Die Autoren der WSI-Studie haben die Daten des Mikrozensus ausgewertet und parallel dazu mit den Zahlen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger abgeglichen. Das Ergebnis zeigt, dass zwar in den meisten Gro&szlig;st&auml;dten &ndash; wie im gesamten Bundesgebiet &ndash; der Anteil der Menschen sinkt, die Hartz IV beziehen. Gleichzeitig aber ist die Armutsquote in den untersuchten St&auml;dten zwischen 2005 und 2011 deutlich gestiegen; von 17,5 auf 19,6 Prozent &ndash; sie liegt damit deutlich &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt. In einigen St&auml;dten sind die Zahlen noch erschreckender: In sechs St&auml;dten lebt sogar zwischen einem F&uuml;nftel und einem Viertel der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze. Zwar scheine die Armut aufgrund der sinkenden Hartz-IV-Quoten weniger &ldquo;tief&rdquo; zu sein, schreiben die Autoren vom WSI, &ldquo;aber zumindest einige unserer gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte befinden sich auf einem absch&uuml;ssigen Pfad&rdquo;. Besonders irritierend sei, dass die Armut weiter gestiegen ist, obwohl die Arbeitslosigkeit zur&uuml;ckging. Als ein m&ouml;glicher Grund wird der gewachsene Niedriglohnsektor genannt. Denkbar sei, dass bei einer wachsenden Gruppe von Besch&auml;ftigten das Einkommen gerade &uuml;ber der Hartz-IV-Grenze liegt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wsi-studie-in-deutschlands-staedten-steigt-die-armutsquote-a-867074.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_08_2012.pdf\">B&ouml;ckler [PDF &ndash; 114 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> So sieht das deutsche &bdquo;Vorbild f&uuml;r Europa&ldquo; aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Volker Wieland soll in den Sachverst&auml;ndigenrat<\/strong><br>\nDer Frankfurter Professor Volker Wieland soll neuer Wirtschaftsweiser werden. Der Makro&ouml;konom befasst sich mit der Eind&auml;mmung von Neuverschuldung und hat bereits Erfahrung in Politikberatung.<br>\nTheorie und Praxis der Geldpolitik, der Finanzmarktstabilit&auml;t, der Finanzpolitik und der Konjunktur &ndash; als Makro&ouml;konom mit einer breiten Themenpalette verf&uuml;gt Wieland &uuml;ber Expertise in einer Zeit, in der die Konjunktur nicht nur in Europa Schw&auml;chesignale aussendet, die langfristigen Folgen der Geldpolitik schwer einzusch&auml;tzen sind und die europ&auml;ische Krise zwar einged&auml;mmt erscheint, aber noch lange nicht beendet ist. Wieland warnt seit langem vor einer &Uuml;berforderung der Geldpolitik in Europa. Gegen&uuml;ber der Bereitschaft der Europ&auml;ischen Zentralbank, Programme zum Kauf von Staatsanleihen aufzulegen, ist er skeptisch eingestellt. Er ist Mitverfasser mehrerer Arbeiten, die f&uuml;r eine Eind&auml;mmung der staatlichen Neuverschuldung nicht &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen pl&auml;dieren, sondern &uuml;ber die K&uuml;rzung von Staatsausgaben und hier besonders &uuml;ber die Ausgaben von Transfers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/wirtschaftsweiser-volker-wieland-soll-in-den-sachverstaendigenrat-11960750.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine gro&szlig;artige Wahl: ein bornierter radikal-neoliberaler &Ouml;konom, der Wolfgang Franz in der ganzen marktradikalen Steuersenkungs-Ideologie sicher exzellent ersetzen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Armut steigt und konzentriert sich in den Metropolen<\/strong><br>\nArmut ist in den gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten meist deutlich weiter verbreitet als im Bundesdurchschnitt. In Leipzig, Dortmund, Duisburg, Hannover, Bremen und Berlin lebt zwischen einem F&uuml;nftel und einem Viertel der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze. Deutlich besser stehen die meisten s&uuml;ddeutschen Metropolen und Hamburg da, allerdings ist auch dort die Armutsquote zuletzt gestiegen. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nKernergebnis der Studie: Auch in den meisten Gro&szlig;st&auml;dten sinkt zwar der Anteil der Menschen, die wegen Langzeitarbeitslosigkeit, als Aufstocker mit niedrigem Arbeitseinkommen oder aus anderen Gr&uuml;nden Leistungen nach dem SGB II erhalten. Doch gleichzeitig ist die Armutsquote in den Metropolen besonders sp&uuml;rbar nach oben gegangen: Im Durchschnitt von 17,5 auf 19,6 Prozent zwischen 2005 und 2011. Damit ist die Armut in den 15 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten deutlich h&ouml;her als im Rest der Republik. In sechs St&auml;dten lebt sogar zwischen einem F&uuml;nftel und einem Viertel der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze. Nur vier der Metropolen liegen am oder unter dem bundesweiten Durchschnitt.<br>\nDie Daten zeigten, dass die Armut steigt und sich in den Gro&szlig;st&auml;dten konzentriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_08_2012.pdf\">WSI Report 08\/November [PDF &ndash; 114 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Dramatischer&rdquo; Einbruch bei Riester-Renten<\/strong><br>\nIn der Lebensversicherung kommt es 2012 wegen der &bdquo;Normalisierung&ldquo; des Einmalbeitragsgesch&auml;fts zu dem erwarteten leichten R&uuml;ckgang der Beitragseinnahmen. Beim Riester-Neuzugang wird die Branche nach der jetzt vom GDV vorgelegten Hochrechnung rund ein Drittel hinter dem Vorjahr zur&uuml;ckbleiben. Die Nettoverzinsung bleibt auch in diesem Jahr bei rund vier Prozent.<br>\nDer (Brutto-) Absatz von Riester-Vertr&auml;gen wird nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. im Jahr 2012 voraussichtlich um 34 Prozent auf rund 620.000 St&uuml;ck sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/versicherungen-und-finanzen\/dramatischer-einbruch-bei-riester-renten-113637.php\">VersicherungsJournal<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.S.:<\/strong> Dramatischer -(Neuumsatz) Einbruch bei Riester-R-Enten! Eine gute Nachricht f&uuml;r die B&uuml;rger und Kunden. Der n&auml;chste Schritt sollte sein: Aufl&ouml;sung aller Riester-Vertr&auml;ge, F&ouml;rderung in die gesetzl. Rentenkasse zahlen. Aber es haben wieder tausende B&uuml;rger viel Geld verloren. Neben dem Neu-Umsatz-Einbruch w&auml;re noch die nicht -, oder nicht vollst&auml;ndig ( 4 % ) bezahlten Vertr&auml;ge von Interesse. Die R&uuml;rup -und Riester-R Ente, die Privatisierung der Vorsorge, die Entmachtung des Parlamentes mit ESM\/ Fiskalpakt, die nicht vorhandene Kundengeldsicherheit, die v&ouml;llig illusorischen Renditeversprechen der Anbieter, die enormen Kosten der Produkte &hellip;das alles beschreibt den seit Jahren falschen Weg der Vorsorge. Wirkliche Vorsorge kann nur &uuml;ber parit&auml;tisch finanzierte Sozialversicherungen funktionieren, wenn ALLE von ALLEM f&uuml;r ALLE einzahlen w&uuml;rden, ohne Beitragsbemessungsgrenze.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tszuschlag brachte seit 1991 rund 212 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDer Solidarit&auml;tszuschlag hat von 1991 bis 2011 insgesamt rund 212 Milliarden Euro Einnahmen f&uuml;r die Staatskasse gebracht. Die Finanzlage des Bundes sei auch weiterhin angespannt, so dass auf die Finanzmittel aus dem Solidarit&auml;tszuschlag nicht verzichtet werden k&ouml;nne, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/10933) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/10730) und verweist dabei auch auf die &bdquo;immer noch bestehenden Vereinigungslasten&ldquo;.<br>\nIm geltenden Finanzplan sind nach Angaben der Regierung j&auml;hrlich zw&ouml;lf Milliarden Euro Einnahmen aus dem Solidarit&auml;tszuschlag eingeplant. Das seien rund f&uuml;nf Prozent der im Finanzplan 2012 bis 2016 durchschnittlich veranschlagten Steuereinnahmen des Bundes. Zur Frage nach der Saldierung dieser Einnahmen mit den vom Bund gew&auml;hrten Erg&auml;nzungszuweisungen schreibt die Regierung: &bdquo;Eine Zurechnung der Einnahmen zu bestimmten Haushaltspositionen ist nicht m&ouml;glich, da das Aufkommen aus dem Solidarit&auml;tszuschlag nach dem Grundsatz der Gesamtdeckung der Finanzierung aller Bundesaufgaben zur Verf&uuml;gung steht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_11\/2012_519\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der verfehlte Angleichungsprozess Ostdeutschlands im Spiegel der Statistik<\/strong><br>\nIn j&uuml;ngster Zeit hat die professionelle Wirtschaftsforschung den verfehlten Angleichungsprozess in Ostdeutschland wiederholt sehr kritisch hinterfragt und statistisch erhellt. Einige offizielle Meinungen dar&uuml;ber reichen einerseits von Lob auf das inzwischen Erreichte bis zur Hoffnung auf die k&uuml;nftig noch vorhandenen Potenziale Ost. Manche &bdquo;schwanken&ldquo; andrerseits zwischen Frustration oder Pessimismus wegen des immer auff&auml;lligeren und anhaltenden &bdquo;R&uuml;ckstands im Osten&ldquo; beim innerdeutschen Vergleich und prognostischer Resignation angesichts der projizierten &bdquo;Zukunft Ost&ldquo;1. Dabei spielt offenbar die negative demografische Perspektive im Osten eine immer wichtigere bzw. zukunftsbelastende Rolle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/6576.der-verfehlte-angleichungsprozess-ostdeutschlands-im-spiegel-der-statistik-a-8211-kommentar.html\">Axel Troost<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\">alternative-wirtschaftspolitik.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohndumping: Bilfinger Berger in der Schweiz gesperrt<\/strong><br>\nErste Verurteilung wegen Lohndumping in der Schweiz: Der deutsche Baukonzern Bilfinger Berger hat beim Bau des Roche-Turms in Basel beim Stundenansatz und bei Zuschl&auml;gen geschummelt. Die Kantone wollen einen noch besseren Schutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/unternehmen\/lohndumping-bilfinger-berger-der-schweiz-gesperrt\">Handelszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass es tats&auml;chlich L&auml;nder auf der Welt gibt, die von Billigl&ouml;hnen f&uuml;r ihre B&uuml;rger nicht so begeistert sind und diese nicht als &bdquo;Fortschritt&ldquo; oder &bdquo;Erfolg&ldquo; sehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Banken so l&ouml;chrig wie Emmentaler<\/strong><br>\nDas Datenleck bei der UBS ist gravierender als zun&auml;chst angenommen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt, derweil die deutschen Medien die Schwarzgeldstiftung des Frankfurter &laquo;Bierk&ouml;nigs&raquo; anprangern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Banken-so-loechrig-wie-Emmentaler\/story\/10113410\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Uns liegt es fern, wie der schweizerische Tagesanzeiger uns dar&uuml;ber Sorgen zu machen, dass Daten zu deutschen Steuerhinterziehern in die H&auml;nde von deutschen Steuerfahndern gelangen. Aber unser Leser H.E. Macht uns auf den interessanten Teil, der fast am Ende des Artikels steht:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Dabei stellten sie einen Computer Schuberts sicher, auf dem sich Aufzeichnungen &uuml;ber Gespr&auml;che mit dem Finanzberater in Z&uuml;rich fanden und Belege f&uuml;r Bank&uuml;berweisungen an Hermann Clemm, bis 2002 der oberste Finanzbeamte des Bundeslandes Hessen. Schuberts Schwarzgeldstiftung in Liechtenstein &uuml;berwies Clemm von 1999 bis 2009 monatlich 2500 Euro &ndash; auf die CS in Vaduz. Der Beleg findet sich auf der Website bild.de.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merk im Fall Mollath unter Druck &ndash; Es wird eng f&uuml;r die Ministerin<\/strong><br>\nEs ist blamabel f&uuml;r eine Staatsanwaltschaft, wenn sie Hinweisen auf Schwarzgeldgesch&auml;fte nicht nachgeht. Noch dubioser aber ist das Verhalten der bayerischen Justizministerin Merk im Fall Mollath. Man kann es bestenfalls f&uuml;r bare Unkenntnis halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/merk-im-fall-mollath-unter-druck-es-wird-eng-fuer-die-ministerin-1.1522426\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klare Regeln f&uuml;r Gespr&auml;che &ndash; reichen nicht &ndash; Presseerkl&auml;rung des vd&auml;&auml; zu IGeLeistungen in der Kassenpraxis<\/strong><br>\nIgeLeistungen sind in den letzten Tagen wieder vermehrt in der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert worden. Anlass waren die Vorstellung einer IGES-Studie zum IgeL-Informationsangebot durch Verbraucherministerin Aigner und die Neuauflage des von B&Auml;K und KBV herausgegebenen &bdquo;Ratgeber zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) f&uuml;r Patientinnen und Patienten sowie &Auml;rztinnen und &Auml;rzte&ldquo;. Letztere stellt einleitend fest, dass &bdquo;knapp 90% der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger davon aus(gehen), dass &Auml;rzte ihren Patienten Leistungen gegen Bezahlung anbieten, die den Patienten keinen Nutzen bringen. Knapp die H&auml;lfte der Befragten einer weiteren Studie gehen davon aus, dass IGeL medizinisch &uuml;berfl&uuml;ssig sind, es den &Auml;rzten dabei nur um das Geld gehe und dies das Arzt-Patient-Verh&auml;ltnis belaste.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=575&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Widerstand gegen Klinikum-Verkauf<\/strong><br>\nOffenbachs Piraten planen ein B&uuml;rgerbegehren gegen den Beschluss des Stadtparlaments, das marode Klinikum zu verkaufen. Die Unterst&uuml;tzung des Betriebsrates wie des DGB haben sie schon. Sie brauchen aber auch 20.000 Offenbacher auf ihrer Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/offenbach\/klinikum-offenbach-widerstand-gegen-klinikum-verkauf,1472856,20851680,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&Uuml;berwachung in Deutschland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Henkel will Demos abfilmen<\/strong><br>\nDie rot-schwarze Senatskoalition hat ein neues Gesetz zur Video&uuml;berwachung von Demonstrationen ins Abgeordnetenhaus eingebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/804241.henkel-will-demos-abfilmen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Umstrittene Sp&auml;h-Aktion <\/strong><br>\nPolizei hat mehr als 50 Politiker ausgeforscht<br>\nBei der Suche nach einem &ldquo;Leck&rdquo; in der Th&uuml;ringer Polizei hat die Kriminalpolizei in Suhl pers&ouml;nliche Daten von mehr als 50 Politikern erfasst und &uuml;berpr&uuml;ft. Nach Informationen des MDR TH&Uuml;RINGEN sind davon aktive und ehemalige Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, Linken und Gr&uuml;nen sowie Kabinettsmitglieder betroffen. Von ihnen wurden unter anderem private E-Mail-Adressen, Telefonnummern und biografische Angaben beispielsweise zu Familienstand, Religion und Ausbildungsweg erfasst. Die Daten stammen aus dem Handy eines Polizisten, der der Weitergabe von Informationen an Journalisten und Politiker verd&auml;chtigt wird. Gegen den Beamten wird wegen Geheimnisverrat ermittelt. Er wird beschuldigt, interne Einsatzpapiere zum Papstbesuch in Th&uuml;ringen im Jahr 2011 an den MDR weitergegeben zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/kripo_suhl_affaere100.html\">MDR Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<li><strong>Buch von Josef Foschepoth: &Uuml;berwachtes Deutschland<\/strong><br>\nMillionen und Abermillionen Postsendungen wurden Jahr f&uuml;r Jahr, Tag f&uuml;r Tag aufgebrochen, ausgewertet und teilweise vernichtet. Millionen und Abermillionen Telefonate wurden abgeh&ouml;rt. Von und im Auftrag der ehemaligen Besatzungsm&auml;chte, aber auch von den Westdeutschen selbst. Nahezu alle eingehende Post aus der DDR und massenweise Briefe und Pakete aus anderen osteurop&auml;ischen und kommunistischen Staaten wurden angehalten und zensiert. Die Telefon- Fernschreib- und Telegrafenleitungen von und zur DDR, nach und von Berlin und in die &uuml;brigen osteurop&auml;ischen Staaten, aber auch innerhalb der Bundesrepublik, ins westliche Ausland und Durchgangsleitungen von Ost nach West wurden systematisch &uuml;berwacht und abgeh&ouml;rt. Die alte Bundesrepublik zwischen 1949 und 1989 war ein gro&szlig;er, effizienter und effektiver &Uuml;berwachungsstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/josef-foschepoth\/ueberwachtes-deutschland.html\">Perlentaucher<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> &ldquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein &Uuml;berwachungsstaat&rdquo;<\/em><br>\n<em>Das schreibt Franziska Augstein in einem Kommentar der S&uuml;ddeutschen vom 14. November 2012 unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Das ausspionierte Grundrecht&rdquo; auf der Seite 4 nach der Lekt&uuml;re des Buches &ldquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&rdquo; von dem Historiker Josef Foschepoth.<\/em><br>\n<em>Nach der deutschen Einigung 1990 fand sehr schnell eine Rollenverteilung statt: Die DDR wurde zum Unrechtsstaat erkl&auml;rt, dessen ganzes Trachten nach der Bespitzelung der B&uuml;rger ging. Die alte Bundesrepublik hingegen gilt seither als Walhalla der Rechtsstaatlichkeit. Seit 1990 wetteifern deutsche Politiker, wie oft man das Wort &ldquo;Freiheit&rdquo; in einer Rede sagen kann. Und unter diesem Propaganda-Schutzmantel schien sich gut zu &uuml;berwachen.<\/em><br>\n<em>Und so schreibt Franziska Augstein: &ldquo;Wer sich erst jetzt &uuml;ber die &Uuml;berwachung der Bundesb&uuml;rger erregt, der &uuml;bersieht, dass die Bespitzelung der Bundesdeutschen eine mehr als sechzig Jahre alte Tradition hat &ndash; zuerst die Alliierten alleine und dann beide gemeinsam. Der einzige Unterschied zu fr&uuml;heren Zeiten: Seitdem der Kalte Krieg vorbei ist, wird die Ausweitung der &Uuml;berwachungsgesetze &uuml;ber die schon bestehenden hinaus &ouml;ffentlich gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Mit dieser Insolvenz geht eine &Auml;ra zu Ende&laquo;<\/strong><br>\nDie Frankfurter Rundschau steht vor dem Aus, die berufliche Zukunft der Mitarbeiter ist ungewi&szlig;. Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Storz. Wolfgang Storz war von 2000 bis 2002 stellvertretender Chefredakteur und dann bis 2006 &shy;Chefredakteur der &shy;Frankfurter Rundschau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-14\/047.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Wolfgang Storz machte auch &auml;hnliche Ausf&uuml;hrungen&nbsp;bei <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13657#h16\">einer Veranstaltung im Juni unter Beteiligung der NachDenkSeiten<\/a>, bei der es um den 60. Geburtstag der BILD ging.<\/em><br>\n<em>Sein direkter Nachfolger Uwe Vork&ouml;tter richtete die Rundschau dann sehr schnell neu aus und machte sie z.B. zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2318\">Kooperationspartner der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>&nbsp;mit sich selbst als <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/070507_niedriglohnsektor_2.jpg\">Moderator <\/a><\/em><br>\n<em>S. dazu auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1317\">Quo vadis Frankfurter Rundschau?<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2457\">Die Frankfurter Rundschau &auml;ndert und verliert ihr Format<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>und ganz aktuell &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15095\">Was die Frankfurter Rundschau tats&auml;chlich in die Insolvenz getrieben hat<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dazu von ver.di Hessen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zum Insolvenz-Antrag der Frankfurter Rundschau<\/strong><br>\nVerlegerische Fehlentscheidungen in den letzten Jahren sind nach Auffassung des Landesbezirks Hessen der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit verantwortlich f&uuml;r den heutigen Insolvenzantrag des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main, in dem die &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; erscheint.<br>\n&bdquo;Die Umstellung auf das kleine Tabloid-Format, der R&uuml;ckzug aus dem weiteren Frankfurter Umland und die Aufl&ouml;sung der Frankfurter Mantelredaktion haben Leserschaft und Anzeigenkunden der Frankfurter Rundschau zutiefst verunsichert&ldquo;, ist der Leiter des ver.di-Fachbereichs Medien in Hessen, Manfred M o o s, sicher. Der im Branchenvergleich weit &uuml;berdurchschnittliche R&uuml;ckgang bei Auflage und Anzeigen sei nur so zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hessen.verdi.de\/pressemitteilungen\/showNews?id=c964a768-2dba-11e2-7935-001ec9b03e44\">ver.di Landesbezirk Hessen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nWir haben vergessen darauf hinzuweisen, darum f&uuml;r alle, die die Sendung nicht gesehen haben. Stark vor allem auch Pelzigs Nummer &uuml;ber Goldman Sachs. Es lohnt sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/508#\/beitrag\/video\/1773774\/Neues-aus-der-Anstalt-vom-13112012\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15112"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15115,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15112\/revisions\/15115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}