{"id":151530,"date":"2026-06-05T15:00:22","date_gmt":"2026-06-05T13:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151530"},"modified":"2026-06-05T07:19:36","modified_gmt":"2026-06-05T05:19:36","slug":"leserbeitraege-erinnerungen-gegen-den-krieg-aufruf-zum-8-mai-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151530","title":{"rendered":"Leserbeitr\u00e4ge \u201eErinnerungen gegen den Krieg\u201c &#8211; Aufruf zum 8. Mai (19)"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich wurde auch dem russischen Kommandanten vorgef&uuml;hrt und sagte: &bdquo;Wir sind hier vier deutsche Kommunisten (Funktion&auml;re) und k&ouml;nnen eventuell jetzt in Deutschland an irgendwelchen Stellen gebraucht werden.&ldquo; Er stellte die Frage: &bdquo;Wie oft warst Du zum Tode verurteilt?&ldquo; Auf meine Antwort, da&szlig; das nicht der Fall war, sagte er, da&szlig; wir ruhig noch eine Weile warten sollen.&ldquo;<\/p><p>In dieser 19. Folge der Reihe &bdquo;Erinnerungen gegen den Krieg&ldquo; teilt unser Leser Heinz Grote die Erinnerungen seines Gro&szlig;vaters Friedrich Rausch aus dessen Nachlass: Erlebnisse aus den letzten Kriegstagen 1945 und der anschlie&szlig;enden sowjetischen Kriegsgefangenschaft.<\/p><p>Anl&auml;sslich des Gedenktages am 8. Mai hatten wir <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150104\">hier<\/a> unsere Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, kurze Schlaglichter und Eindr&uuml;cke ihrer eigenen Erinnerungen (oder der ihrer Eltern) an die Schrecken des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit aufzuschreiben und uns zu senden.<\/p><p>Wir bedanken uns von Herzen f&uuml;r die vielen und ber&uuml;hrenden Beitr&auml;ge!<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3977\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-151530-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=151530-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260604_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_19_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Hier k&ouml;nnen Sie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150403\">ersten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150464\">zweiten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150486\">dritten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150605\">vierten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150632\">f&uuml;nften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150671\">sechsten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150740\">siebenten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150816\">achten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150812\">neunten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150802\">zehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151038\">elften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151098\">zw&ouml;lften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151156\">dreizehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151209\">vierzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151229\">f&uuml;nfzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151393\">sechzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151418\">siebzehnten Teil<\/a>, sowie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151461\">achtzehnten Teil<\/a> der Zusendungen unserer Leser nachlesen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Am 5. Mai 45 wurden wir in einem kleinen schmutzigen Tanzsaal auf Admiral D&ouml;nitz vereidigt<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten,<\/p><p>ich selbst bin erst 1954 geboren, habe also bisher das Gl&uuml;ck, keine Erfahrungen mit Krieg und den unmittelbaren Folgen zu haben. Trotzdem m&ouml;chte ich zu dem Aufruf etwas beisteuern:<\/p><p>In dem Nachlass meines Gro&szlig;vaters m&uuml;tterlicherseits (Jahrgang 1897) habe ich eine Beschreibung seiner Erlebnisse der letzten Kriegstage und seiner Zeit in sowjetischer Gefangenschaft gefunden, geschrieben unmittelbar nach seiner Heimkehr im September 1945. (&bdquo;Gefangenschaft&ldquo;)<\/p><p>Auch mein Vater (Jahrgang 1927 und noch am Leben) hat (allerdings erst viele Jahre sp&auml;ter) einen Bericht &uuml;ber seine Zeit in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft geschrieben, der im folgenden Anhang beigef&uuml;gt ist. (&bdquo;Kriegsgefangenschaft&ldquo;)<\/p><p>Beide Berichte sind zur Ver&ouml;ffentlichung m&ouml;glicherweise zu lang und ausf&uuml;hrlich. Gerade die Beschreibung einzelner Details hat mich bei der Lekt&uuml;re aber so fasziniert, dass ich sie einem gr&ouml;&szlig;eren Publikum nicht vorenthalten m&ouml;chte. Weitere Fragen oder Erg&auml;nzungen zu den Personen und deren Lebensumst&auml;nden kann ich gern beantworten.<\/p><p>Ihnen bei diesem und den anderen Projekten der NachDenkSeiten viel Erfolg w&uuml;nschend,<br>\nverbleibe ich mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Heinz Grote<\/p><p><em>Anm. d. Red.: Wir ver&ouml;ffentlichen beide Berichte. Zun&auml;chst hier den Bericht &bdquo;Gefangenschaft&ldquo; &uuml;ber die Zeit in sowjetischer Gefangenschaft. Morgen folgt der Bericht des Vaters &uuml;ber die Zeit in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.<\/em><\/p><p>&bdquo;Friedrich Rausch<br>\nBerlin-Neuk&ouml;lln, den 18.9.45<\/p><p>Gefangenschaft<\/p><p>Am 24.4.45 erhielt ich nach telefonischer Vorladung vom Wehrmeldeamt Glatz meine Einberufung zur Wehrmacht. Ich war von der Fa. C. Lorenz AG von Berlin nach Rengersdorf bei Glatz verlagert worden und war ungef&auml;hr 14 Monate dort in Schlesien t&auml;tig. &Uuml;ber die Unterbringung und Verpflegung am Verlagerungsort kann man der Firma nur die Note &bdquo;&auml;u&szlig;erst mangelhaft&ldquo; ausstellen. Ich habe selten so gehungert wie dort unten in den landwirtschaftlichen Gefilden Schlesiens. Die miserable Verpflegung in der Kantine l&auml;&szlig;t nur auf riesige Unterschlagungen der leitenden Personen schlie&szlig;en.<\/p><p><strong>Ein Offizier hat sich zu dem Theater nicht mehr gefunden.<\/strong><\/p><p>Also, ich mu&szlig;te mich am 28.4.45 bei dem J&auml;ger-Btl. in Trautenau melden. Ein Desertieren war nicht m&ouml;glich. Die Firma lehnte eine Sicherstellung meiner Zivilsachen ab. Es war keine M&ouml;glichkeit mehr vorhanden, dieselben nach Berlin zu schaffen. Ich wollte sie von Trautenau zu einer Genossin in den &bdquo;Riesengrund&ldquo; bringen, die dorthin evakuiert war. Am Sonnabend kam ich in Trautenau an und wollte am Sonntag den Ausflug in den Riesengrund unternehmen. Vielleicht w&auml;re ich nicht mehr nach Trautenau zur&uuml;ckgekommen; aber man f&uuml;hrte uns am Sonntag schon zum Bahnhof und brachte uns tief in die Tschechei nach Deutschbrod. In Heralitz landete ich bei den Landessch&uuml;tzen und wurde mit ungef&auml;hr 20 Leidensgef&auml;hrten der Genesungskomp. in Wiesch zugeteilt. Wir staunten &uuml;ber den schneidigen Exerzierton, der hier noch herrschte nach 6 Kriegsjahren. Mit Wachdienst und Griffeklopfen wollte man aus uns, die alle den Jahrg&auml;ngen 1897&ndash;1900 angeh&ouml;rten, noch Soldaten machen. Ausr&uuml;stungsst&uuml;cke waren kaum noch vorhanden. Ich habe in Knickerbocker, Waffenrock, Kr&auml;tzchen und Lodenmantel Dienst gemacht. Am 5. Mai 45 wurden wir in einem kleinen schmutzigen Tanzsaal, der unser Schlafraum war, vereidigt. Ein Offizier hat sich zu dem Theater nicht mehr gefunden. Oberfeldwebel Heitwig, ein echter Himmelsto&szlig;, hat uns dann mit Hilfe eines Seitengewehrs auf Admiral D&ouml;nitz vereidigt. <\/p><p>Am Nachmittag machten die Tschechen unseres Dorfes, die sonst nicht unfreundlich gegen uns waren, eine kleine Revolution. Sie musizierten, tanzten und sangen auf dem Dorfplatz, entfernten die deutschsprachigen Schilder von den Wegweisern und Gesch&auml;ften. Abends war die Stimmung jedoch schon wieder umgeschlagen. Es war wieder alles ruhig und die Schilder wurden wieder angebracht. Bei der Stammkomp., die sich im 7 km entfernten Heralitz befand, ist es etwas bunter zugegangen. Dort wurden die Landessch&uuml;tzen entwaffnet, bekamen aber am anderen Morgen ihre Waffen wieder. <\/p><p><strong>So zog ich dann wie Kamerad Schwejk &uuml;ber die Landstra&szlig;en B&ouml;hmens<\/strong><\/p><p>Am 8. Mai packten wir dann unsere Sachen und luden sie auf lange Leiterwagen, die von den Tschechen gestellt wurden. F&uuml;r die Benutzung bezahlte jeder Landser 2 RM. Die Schreibstube, Panzerf&auml;uste und sonstigen Waffen fuhren f&uuml;r unser Geld mit. So sind wir ungef&auml;hr 25-30 km getippelt. Weiter wollten uns unsere Fuhrherren nicht mehr fahren und wir haben dann in einem kleinen Dorfe abgeladen. Nun stand ich da mit meinem vielen Gep&auml;ck.<\/p><p>Ich tauschte ein Paar Schn&uuml;rschuhe gegen einen Leiterwagen, denn tragen konnte ich ja meine vielen Sachen nicht. So zog ich dann wie Kamerad Schwejk &uuml;ber die Landstra&szlig;en B&ouml;hmens. Meine Flinte, Seitengewehr und die mit 60 scharfen Patronen gef&uuml;llten Patronentaschen h&auml;ngte ich an einen Gartenzaun. An einer Weggabelung &ndash; n&ouml;rdlich ging&rsquo;s nach Prag, s&uuml;dwestlich nach Tabor &ndash; &uuml;berlegte ich erst eine Weile, welche Route ich einschlagen sollte. Prag lag besser in der Richtung auf Berlin; aber auf der Stra&szlig;e war kein Mensch zu sehen und wenn ich allein dort langgezogen w&auml;re, h&auml;tten mich die Tschechen totgeschlagen, also tippelte ich dort, wo der Heerwurm sich entlangw&auml;lzte. Die Parole lautete: &bdquo;So schnell wie m&ouml;glich zum Ami, damit wir nicht den Russen in die H&auml;nde fallen.&ldquo; <\/p><p><strong>Russische Soldaten forderten uns auf, unsere Waffen an den Stra&szlig;enrand zu legen<\/strong><\/p><p>Bis zum 10. Mai sollten wir noch Zeit haben, die Moldau zu erreichen, die als Grenze zwischen den Russen und den Alliierten bezeichnet wurde. Gegen 5 Uhr nachmittags am 9. Mai n&auml;herten wir uns einem kleinen St&auml;dtchen und sahen von den dahinterliegenden Bergen Panzer hinter Panzer herabrollen. Diese wurden von den langj&auml;hrigen Landsern als russische ausgemacht. <\/p><p>Pl&ouml;tzlich standen mitten unter uns tausenden Bewaffneten drei junge russische Soldaten und forderten uns auf, unsere Waffen an den Stra&szlig;enrand zu legen und nicht zu besch&auml;digen. Ich staunte &uuml;ber ihren Mut. Im Nu waren auch russische Offiziere da. Sie lie&szlig;en auf den Feldern neben der Stra&szlig;e antreten, nahmen uns Uhren, Goldsachen und feststehende Messer ab. Wir wurden dann in der Stadt auf eine sehr nasse Wiese gef&uuml;hrt, wo wir schlafen sollten. Bei einbrechender Dunkelheit wurden wir jedoch auf den Marktplatz gebracht, wo wir entschieden trockener schliefen. Bei der &Uuml;berf&uuml;hrung von der Wiese zum Markt wurde mir dann mein Koffer mit meinen gesamten Zivilsachen von einem russischen Soldaten unter Vorhaltung seiner Maschinenpistole abgenommen. <\/p><p>Am anderen Morgen traten wir dann den Marsch nach Pilgram an. Nach 2-3 Tagen erreichten wir diese tschechische Stadt und bezogen den dortigen Sportplatz als unser erstes Gefangenenlager. Hier wurden wir in Kompanien und Bataillone eingeteilt. Verwaltung und Verpflegung wurde den deutschen Offizieren &uuml;bertragen. Ich hatte den Eindruck, da&szlig; die deutsche Leitung dem K&uuml;chenproblem ziemlich ratlos gegen&uuml;berstand. Die Russen brachten 20 Benzinf&auml;sser und zeigten, wie man daraus in kurzer Zeit 20 riesige Kochkessel herstellen kann. Am anderen Tag rauchten 20 Schornsteine in unserer K&uuml;che und wir erhielten ein, wenn auch nicht reichliches, aber doch schmackhaftes Essen. Die Wasserversorgung unseres Lagers wurde mehr und mehr eine Katastrophe f&uuml;r das St&auml;dtchen und wurde der Anla&szlig;, unser Lager schnellstens zu verlegen.<\/p><p><strong>Er stellte die Frage: &bdquo;Wie oft warst Du zum Tode verurteilt?&ldquo;<\/strong><\/p><p>Im Lager auf dem Sportplatz lernte ich einige kommunistische Funktion&auml;re aus Schlesien und Berlin kennen. Im Laufe der Unterhaltungen kamen wir zu dem Entschlu&szlig;, den russischen Kommandanten aufzusuchen. Ein oberschlesischer Genosse sagte, er w&auml;re schon dort gewesen, ich glaube aber, es entsprach nicht den Tatsachen. Ich erhielt dann den Auftrag, einen Vorsto&szlig; in dieser Richtung hin zu unternehmen. Ich mu&szlig;te den vorgeschriebenen Weg &uuml;ber Feldwebel, Komp.-F&uuml;hrer, Battl.-Kommandeur, deutschem Lagerkommandanten, russ. Lagerkommandanten gehen. Ich wurde auch dem russischen Kommandanten vorgef&uuml;hrt und sagte: &bdquo;Wir sind hier vier deutsche Kommunisten (Funktion&auml;re) und k&ouml;nnen evtl. jetzt in Deutschland an irgendwelchen Stellen gebraucht werden.&ldquo; Er stellte die Frage: &bdquo;Wie oft warst Du zum Tode verurteilt?&ldquo; Auf meine Antwort, da&szlig; das nicht der Fall war, sagte er, da&szlig; wir ruhig noch eine Weile warten sollen. <\/p><p><strong>Wenn ihnen nach dem Krieg einer mit Politik k&auml;me, dann w&uuml;rden sie ihn vom Hof jagen.<\/strong><\/p><p>Mein Vorgehen hat verschiedene Wirkungen bei den deutschen Vorgesetzten ausgel&ouml;st, nat&uuml;rlich hat auch die Ablehnung des Russen dazu beigetragen. Mein Feldwebel war schadenfroh und wurde geh&auml;ssig. Der Adjudant des deutschen Lagerkommandanten, ein junger Oberleutnant, forderte mich auf, ihm doch einige Aufkl&auml;rung &uuml;ber Kommunismus zu erteilen. Mit dem Oberleutnant habe ich dann auch noch einige Diskussionen gehabt und ich glaube, wenn wir uns nicht aus den Augen gekommen w&auml;ren, h&auml;tten wir dieselben auch noch weitergef&uuml;hrt, aber ich habe ihn im n&auml;chsten Lager nicht mehr finden k&ouml;nnen. <\/p><p>Im Gro&szlig;en und Ganzen sind meine Versuche, auch mit den drei Funktion&auml;ren, irgendwelche politischen Diskussionen zu entfachen, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig wenig auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich habe immer wieder den Versuch unternommen. Die meisten Landser sagten: Wenn ihnen nach dem Krieg einer mit Politik k&auml;me, dann w&uuml;rden sie ihn vom Hof jagen.<\/p><p><strong>Es entwickelte sich an seinen Ufern bald ein reger Badebetrieb.<\/strong><\/p><p>Wir marschierten dann ab und erreichten nach l&auml;ngerem Marsch das Lager Prosetznitz unweit der Stadt Benneschau. Es war ein ehemaliger SS-Truppen&uuml;bungsplatz. In der Umgebung waren ca. 30 D&ouml;rfer sehr rigoros von der SS evakuiert worden; dadurch war die Stimmung der dortigen Bev&ouml;lkerung uns gegen&uuml;ber eine sehr schlechte. Wir kamen aber selten mit der Bev&ouml;lkerung in Ber&uuml;hrung, au&szlig;er einige kleine Au&szlig;enarbeitskommandos. <\/p><p>Ungef&auml;hr 25.000 Kriegsgefangene waren in dem Lager untergebracht. Die meisten lagen in Baracken, aber auch ein Teil in den H&auml;usern der umliegenden D&ouml;rfer. Ich m&ouml;chte nachtragen, da&szlig; auf dem Marsch sehr oft F&auml;lle eintraten, wo den Gefangenen von einzelnen Russen pl&ouml;tzlich Uhren oder Stiefel abgenommen wurden. Manchmal einfach abgenommen, manchmal auf dem Wege des Tausches gegen Brot, Fett oder sonstige Nahrungsmittel. Unsere Leute mu&szlig;ten in den meisten F&auml;llen darauf eingehen, denn ein gewisser Druck stand immer dahinter. Es waren auch einige F&auml;lle zu verzeichnen, wo russische Offiziere, manchmal sogar sehr energisch, den Raub oder Tausch verhinderten. <\/p><p>Im Lager wurden wir in Hundertschaften, Battl. und Regimenter eingeteilt. Eine Hundertschaft hatte als Vorgesetzte einen Ob.-Ltn., als Komp.-F&uuml;hrer einen Leutnant und einen Spie&szlig;. Das Batl. wurde gef&uuml;hrt von einem Hauptmann. 10 Batl. waren ein Regiment und umfa&szlig;ten ungef&auml;hr 10.000 Mann. Der deutsche Lagerkommandant war ein Oberstleutnant Becker. Die einzelnen Hundertschaften wurden innerhalb der Bataillone sehr oft durcheinander gew&uuml;rfelt, mu&szlig;ten von einer Baracke oder Stube in die andere ziehen und hatten dadurch allerlei Arbeit mit der Neueinrichtung der Quartiere. <\/p><p>In dem Lager hielten wir uns drei Monate auf. Das Beste an dem Lager war die Sasau, ein ungef&auml;hr 150 m breiter, flacher aber sehr rei&szlig;ender Bergflu&szlig;. Sehr viel Felsbrocken lagen im Flu&szlig;bett. Es entwickelte sich an seinen Ufern bald ein reger Badebetrieb. Man konnte ja nicht drin schwimmen, aber f&uuml;r unsere Reinigung und f&uuml;r das Kochwasser war dieser Flu&szlig; geradezu ideal. Trotzdem gab es viele, die sich tagelang nicht gewaschen haben. Das Lager lag 300 m &uuml;ber dem Meeresspiegel. <\/p><p><strong>2 Monate Graupen, 1 Monat Erbsen<\/strong><\/p><p>Die Verpflegung bestand aus morgens &frac14; l Kaffee, mittags 9\/10 l Essen, 2 Monate Graupen, 1 Monat Erbsen, abends &frac12; l Suppe (Graupen oder Erbsen). Das Mittagessen war oft mit Fleisch gekocht, meistens Pferdefleisch. Wir haben auch hin und wieder einen L&ouml;ffel Marmelade, 24 g Zucker, 2 oder 3 x einger&uuml;hrtes K&auml;sepulver oder Fett erhalten. Diese Zulagen erhielten wir aber nur in der ersten Zeit. Nachher schienen diese aufgebraucht. Es waren vielleicht noch deutsche Heeresbest&auml;nde. <\/p><p>Offiziere erhielten bedeutend bessere und reichlichere Verpflegung, empfingen ihr Essen in besonderen K&uuml;chen und erhielten auch Rauchwaren. Ich nehme an, da&szlig; die Besserstellung der Offiziere in Bezug auf Verpflegung, Quartier und bei Visitationen eine Gegenleistung f&uuml;r die Leistung der Verwaltungsarbeit des Lagers war. <\/p><p>An Brot erhielten wir ungef&auml;hr 400 g. Ich glaube, die Brotration der Offiziere war die gleiche. Das Brot war nicht gut. Es war sehr dunkel, viel Mais und Spreu drin. Die Landser hatten allgemein den Eindruck, da&szlig; wir von der K&uuml;che, vom Intendanten sowie von den K&ouml;chen schwer betrogen w&uuml;rden. Es wurden auch Ma&szlig;regelungen und Bestrafungen durchgef&uuml;hrt. Auch bei der &Uuml;bernahme der Verpflegung aus russischer Hand in die deutsche sollen gro&szlig;e Fehlbetr&auml;ge gewesen sein. Ein russischer Kommandant soll deshalb abgel&ouml;st worden sein, aber das wei&szlig; ich nur vom H&ouml;rensagen.<\/p><p>Unsere Arbeit bestand im Holz schleppen, Stra&szlig;enbau (Lagerstra&szlig;en), Wasserschleppen, Wachdienst und Reinigung des Waldes und Lagers. Wir verrichteten nur Arbeiten, die f&uuml;r unser Leben im Lager notwendig waren. Das war auch immer die Feststellung der Russen. Die Aufsicht bei der Arbeit hatten meistens deutsche Offiziere. Nur einige Male waren russische Posten beim Holzholen mit im Walde. Da sind einige wenige F&auml;lle vorgekommen, wo ein Gefangener wegen schlechter Arbeitsleistung gepr&uuml;gelt wurde, aber das war vier- oder f&uuml;nfmal der Fall. <\/p><p>Der Gesundheitszustand im Lager wurde als sehr gut befunden, nur Durchfall war an der Tagesordnung. Ich f&uuml;hre diesen &Uuml;belstand auf unvern&uuml;nftigen Genu&szlig; von Wasser zur&uuml;ck.<\/p><p>F&uuml;r die arbeitsfreien Gefangenen wurde bald Exerzieren, Sport, Ordnungs&uuml;bungen und Singen angesetzt. Auch die Gru&szlig;pflicht wurde eingef&uuml;hrt. Jeder Russe war zu gr&uuml;&szlig;en und jeder deutsche Offizier. Ich hatte den Eindruck, dass der Russe die Gru&szlig;pflicht anders auffa&szlig;te, wie unsere F&uuml;hrung. Bei den Russen untereinander war der Gru&szlig; kameradschaftlicher Art. Bei uns war es wie fr&uuml;her beim Kommi&szlig;. Der deutsche Kommandant, Oberstleutnant Becker, hat sich in der Beziehung manch tolles St&uuml;ckchen geleistet. Er fuhr immer in einem originellen Wagen durchs Lager, und wenn ein Landser ihn nicht gr&uuml;&szlig;te, gab es immer irgendwelche Auftritte. Es sollen sogar Bestrafungen deshalb vorgekommen sein.<\/p><p><strong>Da hatten Freunde der Sowjetunion einen schweren Stand.<\/strong><\/p><p>Ein sonderbares Kapitel war die Stimmung unter den Gefangenen. Sie hing von den Parolen ab, die durch das Lager schwirrten. Wir wu&szlig;ten nicht, was in der Welt passierte. Da wurden Parolen geschmiedet: Japan hat kapituliert! Japan hat eine gro&szlig;e Seeschlacht gewonnen! Die Alliierten sind uneinig! Wir sind keine Kriegsgefangenen, wir sind Internierte! Wir werden entlassen! Wir kommen nach Sibirien! usw. Eine Parole widersprach immer der vorhergehenden. Aufgrund der Parolen war die Stimmung heute ganz rosig, morgen ganz d&uuml;ster. Die Parolen wurden in die Welt gesetzt von den deutschen Offizieren oder von Gefangenen, die au&szlig;erhalb des Lagers arbeiteten oder von Landsern, die einen Spa&szlig; daran hatten. <\/p><p>Hin und wieder wurden wir durchsucht, wobei uns alles M&ouml;gliche abgenommen wurde. Offiziell sollte sich die Abnahme auf Uhren, Kompasse, Landkarten, Photoapparate, feststehende Messer beschr&auml;nken, aber es wurde alles M&ouml;gliche abgenommen. Nach solchen Aktionen oder bei neuen Parolen entstanden nat&uuml;rlich wieder Diskussionen, da hatten dann nat&uuml;rlich Freunde der Sowjetunion einen schweren Stand.<\/p><p>Es wurde auch etwas getan, um die Gefangenen geistig zu besch&auml;ftigen. Es wurden viele Vortr&auml;ge gehalten, Sprachkurse, Stenographie-, Rechen-, Photo-, Radio-, und div. andere Kurse abgehalten. Arbeitsgemeinschaften wurden gebildet. Sehr viele dieser Arbeitsgemeinschaften besch&auml;ftigten sich mit Landwirtschaft, Bienenzucht, Maschinenbau. Politische Gruppen gab es nicht, wurden auch stets abgelehnt. Vortr&auml;ge wie: Eine Reise nach Amerika! Eisenverh&uuml;ttung! Stahlveredelung! Wie wird Bier gebraut! Was mu&szlig; der Kleinsiedler wissen! fanden guten Anklang. Der sonnt&auml;gliche Gottesdienst war mit ungef&auml;hr 80% besucht. Es wurde eine Freilichtb&uuml;hne gebaut. Gute Theaterkr&auml;fte waren im Lager. Es wurden Revuen und Reportagen gebracht. Faust wurde aufgef&uuml;hrt, gute S&auml;nger brachten Opernst&uuml;cke, Operettenschlager und andere Lieder zu Geh&ouml;r, aber nie war ein etwas neuerer Geist zu sp&uuml;ren. Gute Gesangsch&ouml;re waren auch in unserem Lager.<\/p><p><strong>Wir schlugen mit einem Beil ein Loch zum Austreten in den Waggonboden<\/strong><\/p><p>Nach drei Monaten wurden dann Marschblocks zusammengestellt. Es hie&szlig;, es geht in die Heimat. <\/p><p>Die Stimmung war nat&uuml;rlich rosig. Wohin die einzelnen Marschblocks fuhren, wu&szlig;te niemand und es gab wieder die tollsten Parolen. Ich selbst war beim 4. Marschblock. Wir wurden aufgestellt, als der zweite abfuhr. Am 17. August war es bei uns soweit zum Verladen. Wir wurden im Lager zusammengestellt, 2.000 Mann, wurden au&szlig;erhalb des Lagers durchsucht, einiges wurde uns noch abgenommen, vor allen Dingen die Messer. Dann wurden wir verladen. 40 Mann in einen Waggon, nachher kamen noch einige hinzu, wir waren 42 Mann. Es waren Viehwagen, Fenster vergittert, die T&uuml;ren waren verschlossen und ziemlich viele Wachmannschaften fuhren mit. Wir hatten keine Latrine im Wagen und schlugen uns nachher mit einem Beil von der K&uuml;che ein Loch zum Austreten in den Waggonboden. <\/p><p>Unser Transport bestand aus 2000 Mann und 40 Offizieren. Die Offiziere bekamen einen eigenen Waggon. Wir fuhren immer weiter nach Osten, Tschechei, &Ouml;sterreich, Ungarn, Rum&auml;nien. Je weiter wir nach Osten fuhren, je mehr sank die Stimmung. Es wurde uns ja vorher auch gesagt, wir fahren nach Hause. Aus einem Waggon ist ein Fluchtversuch unternommen worden. F&uuml;nf Mann sind eines Morgens entsprungen, zwei davon sollen auf der Flucht erschossen worden sein, drei sollen entkommen sein. Wir hatten dadurch dann versch&auml;rfte Bestimmungen. Sonst sind wir hin und wieder mal aus dem Waggon gesprungen auf einer Station. <\/p><p><strong>Wir sollen doch endlich glauben, es geht jetzt in die Heimat<\/strong><\/p><p>In Temesvar (Rum&auml;nien) wurden wir nach zw&ouml;lft&auml;giger Fahrt ausgeladen, die Offiziere blieben in ihrem Waggon. Wir wurden &auml;rztlich untersucht, die J&uuml;ngeren und Kr&auml;ftigen mu&szlig;ten wieder einsteigen und fuhren jedenfalls weiter. 1.000 blieben in Temesvar und 1.000 fuhren weiter. Wir marschierten dann nach einem Lager au&szlig;erhalb der Stadt. Hier in diesem Lager trafen wir Gefangene des 3. Marschblocks. In diesem Lager gab es f&uuml;r uns keine Arbeit. Das Essen war reichlicher und abwechslungsreicher. Wir wurden nach acht Tagen &auml;rztlich untersucht. Die Alten, Jugendlichen und Kranken wurden zu einem Transport zusammengestellt und zum Bahnhof gef&uuml;hrt. Nach dem Verladen ging die Reise bald los. <\/p><p>Wir waren 2.300 Mann, kein Offizier. Der uns begleitende eine russische Leutnant und eine russische &Auml;rztin sagten uns, wir sollen doch endlich glauben, es geht jetzt in die Heimat. Die Wagen waren alle offen und es war keine Bewachung mit. Wir fuhren fast den gleichen Weg zur&uuml;ck. In der Tschechei wurde uns noch ein Kamerad erschossen, weil er sich wehrte gegen Beraubung. Nach 10 Tagen erreichten wir in Bodenbach die Reichsgrenze und bald wurden wir in einer Kaserne in Pirna entlassen und jeder konnte einzeln in seine Heimat fahren. Nur die Schlesier konnten wohl nicht in ihre Heimat, weil die Polen sie noch nicht hinlie&szlig;en. <\/p><p>Am Freitag, den 14.9.45 kam ich in Berlin an. Die Freude war nat&uuml;rlich gro&szlig;.&ldquo;<\/p><p><small>Titelbild: Unknown Soviet photographer \/ <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/public_domain\">public domain<\/a> \/ Deutsche Kriegsgefangene werden nach ihrer Gefangennahme durch die Sowjets durch die Stra&szlig;en von Kiew gef&uuml;hrt.<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich wurde auch dem russischen Kommandanten vorgef&uuml;hrt und sagte: &bdquo;Wir sind hier vier deutsche Kommunisten (Funktion&auml;re) und k&ouml;nnen eventuell jetzt in Deutschland an irgendwelchen Stellen gebraucht werden.&ldquo; Er stellte die Frage: &bdquo;Wie oft warst Du zum Tode verurteilt?&ldquo; Auf meine Antwort, da&szlig; das nicht der Fall war, sagte er, da&szlig; wir ruhig noch eine Weile<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151530\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":151532,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,171],"tags":[3652,3390,2104,2394,966],"class_list":["post-151530","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-erinnerungen-gegen-den-krieg-serie","tag-kriegsgefangene","tag-kriegsopfer","tag-kriegstrauma","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/GermanSoldiers.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=151530"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":151659,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151530\/revisions\/151659"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/151532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=151530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=151530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=151530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}