{"id":151551,"date":"2026-06-07T15:00:07","date_gmt":"2026-06-07T13:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151551"},"modified":"2026-06-07T15:12:11","modified_gmt":"2026-06-07T13:12:11","slug":"leserbeitraege-erinnerungen-gegen-den-krieg-aufruf-zum-8-mai-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151551","title":{"rendered":"Leserbeitr\u00e4ge \u201eErinnerungen gegen den Krieg\u201c &#8211; Aufruf zum 8. Mai (21)"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich erinnere mich noch an Weihnachten 1945, das wir bei halbwegs milden Temperaturen feierten, der Abend endete jedoch mit Tr&auml;nen. Heimweh, ein Gef&uuml;hl der Einsamkeit und Furcht vor der ungewissen Zukunft konnten auch durch die betonte Kameradschaft nicht unterdr&uuml;ckt werden. Die gemeinsam gesungenen sentimentalen Weihnachtslieder gaben besonders den halben Kindern unter uns den Rest.&ldquo;<\/p><p>In dieser 21. Folge der Reihe &bdquo;Erinnerungen gegen den Krieg&ldquo; teilt unser Leser Heinz Grote die Erinnerungen seines Vaters Claus Grote an dessen Zeit in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft als 17-J&auml;hriger und seine Fluchtversuche.<\/p><p>Wir ver&ouml;ffentlichen diesen Beitrag aufgrund seiner L&auml;nge in zwei Teilen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3000\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-151551-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=151551-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260607_Leserbeitraege_Erinnerungen_gegen_den_Krieg_Aufruf_zum_8_Mai_Teil_21_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Anl&auml;sslich des Gedenktages am 8. Mai hatten wir <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150104\">hier<\/a> unsere Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, kurze Schlaglichter und Eindr&uuml;cke ihrer eigenen Erinnerungen (oder der ihrer Eltern) an die Schrecken des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit aufzuschreiben und uns zu senden. <\/p><p>Wir bedanken uns von Herzen f&uuml;r die vielen und ber&uuml;hrenden Beitr&auml;ge!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Hier k&ouml;nnen Sie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150403\">ersten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150464\">zweiten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150486\">dritten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150605\">vierten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150632\">f&uuml;nften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150671\">sechsten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150740\">siebenten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150816\">achten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150812\">neunten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150802\">zehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151038\">elften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151098\">zw&ouml;lften Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151156\">dreizehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151209\">vierzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151229\">f&uuml;nfzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151393\">sechzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151418\">siebzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151461\">achtzehnten Teil<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151530\">neunzehnten Teil<\/a>, sowie den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151546\">zwanzigsten Teil<\/a> der Zusendungen unserer Leser nachlesen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Noch keine 18 Jahre alt<\/strong><\/p><p><strong>Teil 2<\/strong><\/p><p><em>Teil 1 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151546\">finden sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p>&bdquo;Claus Grote<\/p><p>Berlin, 26.04.1992<\/p><p>Kriegsgefangenschaft 7.4.1945 bis 6.2.1946<\/p><p><strong>Obwohl der Franzose uns gegen&uuml;ber eine schreckliche Drohung aussprach<\/strong><\/p><p>Diesmal wurden wir etwas genauer untersucht, aber beim Bemerken der kleinen krabbelnden Wesen in unserer Unterw&auml;sche lie&szlig; auch diesmal die Gr&uuml;ndlichkeit der Kontrolleure schnell nach. Wir wurden mit einem Jeep nach Etain, einem kleinen Ort in der N&auml;he von Verdun gebracht, wo sich ein Milit&auml;rflugplatz befand, f&uuml;r den eine Kompanie deutscher Gefangener gewisse Hilfsdienste zu leisten hatte. Wir wurden mehrmals verh&ouml;rt, von amerikanischer Milit&auml;rpolizei, in Gegenwart eines franz&ouml;sischen Offiziers, der Deutsch sprach und als Dolmetscher fungierte. Vor allem wollten sie wissen, aus welchem Gefangenenlager wir entflohen waren. Da wir nicht wu&szlig;ten, welche Strafe darauf stand, behaupteten wir, wir h&auml;tten uns hier herumgetrieben, seit die Wehrmacht hier abgezogen war, obwohl der Franzose uns gegen&uuml;ber eine schreckliche Drohung aussprach: Wir w&uuml;rden den Russen &uuml;bergeben, wenn wir nicht zugeben w&uuml;rden, wo wir ausgerissen sind.<\/p><p>Niemand kl&auml;rte uns dar&uuml;ber auf, da&szlig; unsere Ausrede sogar lebensbedrohlich sein konnte: Spione hinter den feindlichen Linien wurden ohne gro&szlig;en Proze&szlig; erschossen &ndash; noch wenige Wochen vorher h&auml;tte uns das passieren k&ouml;nnen. Nach Beratung mit der deutschen Leitung im Gefangenenlager gaben wir schlie&szlig;lich zu, wo und wie wir uns vom Transportzug abgesetzt hatten.<\/p><p>Wir hatten gleich nach der Einlieferung in das Gefangenenlager um L&auml;usepulver oder &Auml;hnliches gebeten, aber ohne auf Resonanz zu sto&szlig;en. Also setzten wir uns, wie alle Tage vorher, nach dem Mittagessen, das bescheiden, aber gut war, auf die Wiese und begannen mit der &uuml;blichen Knackerei. Als das bei der Lagerleitung bekannt wurde, dauerte es nur wenige Minuten, und jeder von uns erhielt eine Streudose mit DDT, das ich auf diese Weise erstmalig ausprobierte, mit unglaublichem Erfolg, weil es damals noch keine gegen dieses neue Mittel resistenten Insekten gab.<\/p><p><strong>Uns beiden ausgehungerten J&uuml;nglingen wurde vorgesetzt, was wir uns w&uuml;nschten<\/strong><\/p><p>Nach nur einem Tag im Lager in Etain wurden wir nach Verdun gebracht, wo sich in den Kasematten ein absolut ausbruchsicheres Gefangenenlager befand, vollgestopft mit deutschen Gefangenen, die &uuml;berwiegend in amerikanischen Kantinen und K&uuml;chen Hilfsarbeiten verrichten mu&szlig;ten, dabei nat&uuml;rlich an die Originalverpflegung der US-Army herankamen und nicht das geringste Interesse an der Lagerverpflegung hatten. Der B&uuml;rokratismus in der US-Army war aber wie in jeder Armee gut entwickelt, f&uuml;r die etwa 30 Gefangenen des internen Dienstes stand die Sollverpflegung f&uuml;r eine ganze Kompanie zur Verf&uuml;gung, selbst bei den bescheidenen Rationen ein &Uuml;berflu&szlig;. Uns beiden ausgehungerten J&uuml;nglingen wurde nun vorgesetzt, was wir uns w&uuml;nschten, und die gutgen&auml;hrten etablierten Lagerinsassen sahen voller Staunen zu, was man alles in einen menschlichen K&ouml;rper hineinstecken kann, wenn man glaubt, an einem Tag nachholen zu m&uuml;ssen, was man in vielen Monaten vers&auml;umt hat. Ich glaube, da&szlig; sich mein Magen auf ein Volumen von mindestens drei Litern vergr&ouml;&szlig;ert hat, in der Nacht mu&szlig;te ich raus, weil mir schlecht wurde, aber nach einem unglaublichen R&uuml;lpser blieb alles Wertvolle doch drin.<\/p><p>Unser Gest&auml;ndnis, da&szlig; wir w&auml;hrend des Transports vom Zug gesprungen waren, hatte keine schlimmen Folgen. Aber auch in den Kasematten von Verdun blieben wir nur einen Tag, und dann ging es ab nach Stenay. Dort befand sich in einer ehemaligen Kaserne der franz&ouml;sischen Armee eine Art Durchgangslager f&uuml;r deutsche Kriegsgefangene in amerikanischer Hand, wo erst einmal Ordnung geschaffen wurde. So hatten wir gleich nach unserer Ankunft eine Reihe von Fragen zu beantworten, z.T. schriftlich, bekamen eine &bdquo;Internment Serial Number&rdquo;, also eine Kriegsgefangenschaftsnummer, durften eine Karte mit vorgedrucktem Text an unsere Heimatadresse schicken und wurden erst einmal wegen Flucht aus der Gefangenschaft zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Das ging ziemlich formlos, und da es im Arrest jeden Tag morgens und abends ein halbes Wei&szlig;brot mit Wasser gab, waren wir sogar besser dran als die &uuml;brigen Gefangenen, die zweimal pro Tag eine d&uuml;nne Suppe bekamen, die auch nur aus Brot und Wasser zu bestehen schien, bei der die jeweilige Portion aber keinesfalls so viel Brot enthielt wie wir bekamen.<\/p><p><strong>&hellip; da&szlig; ein deutscher Spie&szlig; auch in Gefangenschaft in der Lage ist, Disziplin in seiner Einheit durchzusetzen<\/strong><\/p><p>Nach Abschluss dieser Strafe wurden wir der &bdquo;Kompanie 45&Prime; zugeteilt. Warum die Kompanie so hie&szlig;, wei&szlig; ich nicht, fest steht aber, da&szlig; man hier alle m&ouml;glichen verd&auml;chtigen Elemente zusammengefa&szlig;t hatte, vom SS-Scharf&uuml;hrer bis zum Kriminellen, der sich am Eigentum seiner Kameraden vergangen hatte. Im Lager Stenay war das Lagerleben straff organisiert. Jeden Tag war Z&auml;hlappell, zu dem mit milit&auml;rischer Disziplin angetreten wurde. Die US-Lagerleitung hatte, um sich die Arbeit zu erleichtern, einen deutschen Stabsfeldwebel (ich glaube, er hie&szlig; Sauer) als deutschen Lagerleiter eingesetzt, dem eine aus deutschen Gefangenen gebildete Lagerpolizei zur Seite stand. Diese Truppe war f&uuml;r die innere Ordnung verantwortlich, vom Z&auml;hlappell bis zur Einhaltung der Nachtruhe (nach 22 Uhr durften die Unterk&uuml;nfte nicht verlassen werden), au&szlig;erdem bewachten sie K&uuml;chen und Vorratskammern.<\/p><p>Leiter der Kompanie 45 war ein deutscher Feldwebel, der offenbar seinen Ehrgeiz dareinsetzte, den Amerikanern zu beweisen, da&szlig; ein deutscher Spie&szlig; auch in Gefangenschaft in der Lage ist, Disziplin in seiner Einheit durchzusetzen. Also tat er alles, um den Hauch von Kriminalit&auml;t, der &uuml;ber seiner Kompanie lag, zu bek&auml;mpfen, an sich ein l&ouml;bliches Unternehmen. Das hatte allerdings zur Folge, da&szlig; jeder Neuank&ouml;mmling erst einmal mit den internen Regeln vertraut gemacht wurde. Da wir nicht die Absicht hatten, wieder auszurei&szlig;en, interessierte uns das alles wenig, wir dachten immer nur ans Essen, und wie wir uns zus&auml;tzlich etwas verschaffen k&ouml;nnten.<\/p><p><strong>Im Brotinnern zog der Schimmel richtige F&auml;den.<\/strong><\/p><p>So meldete ich mich freiwillig, als Leute gesucht wurden, die eine Art M&uuml;llabfuhr zu organisieren hatten. Als erstes bekamen wir den Auftrag, gro&szlig;e Papiers&auml;cke aus dem Vorratslager auf eine M&uuml;llhalde zu transportieren, ein LKW mit amerikanischem Fahrer stand zur Verf&uuml;gung. Als wir merkten, da&szlig; die Papiers&auml;cke (etliche Dutzend) voll von verschimmeltem Brot waren, hatten wir eine ziemliche Wut auf die Amis, die Brot verschimmeln lie&szlig;en, obwohl im Lager st&auml;ndig Hunger herrschte. Nat&uuml;rlich &uuml;berwanden wir unseren Ekel und suchten uns aus den S&auml;cken alles heraus, was einigerma&szlig;en e&szlig;bar schien, meist waren es die Rinden, im Brotinnern zog der Schimmel richtige F&auml;den.<\/p><p>Dieses Erlebnis senkte die Hemmschwelle, und als uns (Wolfgang und mir) zwei andere Gefangene in der folgenden Nacht erz&auml;hlten, da&szlig; sie einen Weg gefunden hatten, wie man heimlich in die Lager einbrechen k&ouml;nne, wo die Lebensmittel lagern, waren wir gleich dabei. Mit Erfolg &uuml;brigens, wir fanden B&uuml;chsen mit den feinsten Sachen, die allerdings immer nur bei der Lagerpolizei ankamen und in der Wassersuppe kaum zu finden waren, z.B. &bdquo;turkey&rdquo;, also Konserven mit Truthahnfleisch, Ananas und was das Herz begehrte.<\/p><p><strong>&bdquo;Ich stahl Essen von meinen Kameraden&rdquo;<\/strong><\/p><p>Noch in den Lagerhallen stillten wir unseren Hunger, aber der Aufenthalt bekam uns trotzdem schlecht, denn inzwischen hatte die Lagerpolizei offenbar Lunte gerochen, das Lagerhaus umstellt und begann mit der Suche nach den Einbrechern. Wir hatten keine Chance, und so landeten wir gleich wieder in der Arrestzelle.<\/p><p>Ich hatte sogar noch eine halbe B&uuml;chse mit Putenfleisch in der Tasche und beeilte mich, den Inhalt dahin zu bef&ouml;rdern, wo er hingeh&ouml;rte. Am n&auml;chsten Tag kamen wir wieder vor einen amerikanischen Offizier, der uns wiederum recht formlos zu weiteren 14 Tagen Arrest verurteilte, die wir genau so absa&szlig;en wie die vorhergehenden. Unser Einbruch mit Mundraub hatte aber die Stimmung in der Kompanie 45 gegen uns aufgebracht, und als wir wieder zur&uuml;ckkamen, h&auml;tte nicht viel gefehlt und wir w&auml;ren verpr&uuml;gelt worden. Ich bekam jedenfalls so viel Angst, da&szlig; ich nach diesen Ausfl&uuml;gen erst einmal genug hatte, im Gegensatz zu Wolfgang, der, vom Hunger getrieben, einige N&auml;chte sp&auml;ter wiederum versuchte, sich zus&auml;tzlich Nahrung zu verschaffen, und dabei wiederum erwischt wurde. Diesmal kam er nicht so glimpflich davon. Er wurde noch in der gleichen Nacht von der Lagerpolizei blutig geschlagen und beim n&auml;chsten Z&auml;hlappell in seinem j&auml;mmerlichen Zustand zur Abschreckung durch die Reihen der angetretenen Gefangenen gef&uuml;hrt, ein Schild um den Hals mit der Inschrift &bdquo;Ich stahl Essen von meinen Kameraden&rdquo;.<\/p><p>Es mu&szlig; etwa Juli 1945 gewesen sein, da&szlig; ich mit etwa 200 anderen Gefangenen nach &bdquo;Camp Oklahoma City&rdquo; gebracht wurde, zum Arbeitseinsatz. Camp Oklahoma City war eines von mehreren Dutzend Lagern, in denen die US-Soldaten, die in Europa gek&auml;mpft hatten, auf ihren R&uuml;cktransport in die USA warteten. Es war eine riesige Zeltstadt, in den Wohnzelten wohnten jeweils etwa 20 Soldaten, jede Kompanie hatte dar&uuml;ber hinaus ein K&uuml;chenzelt, eine Kantine und ein Kinozelt. Insgesamt waren dort etwa 3000 US-Soldaten, die von uns 200 Gefangenen betreut wurden. Am besten hatten es nat&uuml;rlich die PWs (prisoner of war = Kriegsgefangener), die in den K&uuml;chen beim Essenmachen oder in der Kantine Dienst machten. Ich als ewiger Gl&uuml;ckspilz landete zun&auml;chst einmal in einer Gruppe, die die Aufgabe hatte, Klo-Gruben auszuheben, etwa einen Meter im Quadrat und 3 m tief, darauf kam ein Holzgestell mit L&ouml;chern, und alles wurde dann noch mit einer Wand aus Dachpappe umgeben. Die Norm war f&uuml;r uns vier Mann ein Klo pro Tag, und nach einiger Zeit hatten wir uns gut eingearbeitet, wir waren meist am fr&uuml;hen Nachmittag fertig und unser Posten war menschlich genug, um uns danach ausruhen zu lassen.<\/p><p><strong>&hellip; bis wir unmerklich in ein gegenseitiges Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis gerieten<\/strong><\/p><p>Dieser Posten war eine Nummer f&uuml;r sich. Er kam aus Louisiana, hatte bei seinen Kameraden deshalb den Spitznamen &bdquo;Frenchie&rdquo; und zeichnete sich erstens durch einen Mangel an Geistesgaben und zweitens durch sexuelle Verklemmtheit aus &ndash; er liebte pornografische Zeichnungen, m&ouml;glichst Darstellungen von oralem Verkehr, und legte offenbar auf zeichnerische Qualit&auml;t weniger Wert als auf immer wildere Phantasien. Meine Mitgefangenen und ich machten uns zuerst einen Spa&szlig; daraus, ihn mit obsz&ouml;nen Zeichnungen zu schocken und so bei Laune zu halten, bis wir unmerklich in ein gegenseitiges Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis gerieten: Er brachte uns jeden Tag Schokolade oder Zigaretten mit, und wir bem&uuml;hten uns, immer neue phantastische Stellungen aufs Papier zu bringen, das Frenchie sorgf&auml;ltig einsteckte und abends mit in sein Zelt nahm.<\/p><p>Was er damit machte, davon ahnten wir, als eines Tages folgendes passierte: Wir hatten gerade unsere Arbeit an einem der letzten Schei&szlig;h&auml;user beendet und lagen im Gras, um uns zu sonnen, als Frenchie zwei Steine suchte, sie in etwa 80 cm Abstand in das Gras legte und sein scharf geladenes Gewehr &uuml;ber die beiden Steine legte. Dann sagte er zu mir &ndash; ich mu&szlig;te als einziger, der ein paar Brocken Englisch konnte, immer als halber Dolmetscher fungieren -, wir sollten mal aufpassen, da&szlig; sein Gewehr nicht in den Sand f&auml;llt, er m&uuml;sse mal auf die Toilette, und dann zog er ab und lie&szlig; uns mit seinem Gewehr allein. Wir waren alle v&ouml;llig durcheinander, keiner dachte an die sowieso sinnlose Flucht, aber bei einer Kontrolle h&auml;tte es gef&auml;hrliche Situationen geben k&ouml;nnen. Als Frenchie nach seinem Gesch&auml;ft mit gl&auml;nzenden Augen zur&uuml;ckkam, hatte keiner von uns das Bed&uuml;rfnis, diese &bdquo;Gemeinschaft&rdquo; noch allzu lange fortzusetzen.<\/p><p>Irgendwie mu&szlig; auch den Amerikanern aufgefallen sein, da&szlig; mit Frenchie nicht alles in Ordnung war, jedenfalls wurde er nur noch wenige Tage eingesetzt, dann sahen wir ihn nicht wieder. Da keine neuen Klos mehr ben&ouml;tigt wurden und die festen Arbeitspl&auml;tze alle besetzt waren, wurden wir nun mal hier, mal dort eingesetzt.<\/p><p>An eine Sache erinnere ich mich noch genau: Wir wurden wieder mal zus&auml;tzlich als M&uuml;llleute eingesetzt und mu&szlig;ten vergammelte S&uuml;&szlig;igkeiten aus den Kantinen abholen. Die strengen Hygienevorschriften der US-Army verboten den Verzehr von Lebensmitteln aus besch&auml;digten Kartons, auch wenn die im Karton enthaltenen einzelnen Portionen nochmals fest verpackt waren. Auf diese Weise erhielt ich Zugriff zu einigen Dutzend Tafeln gef&uuml;llter Schokolade, von denen ich noch am gleichen Abend mindestens f&uuml;nf verspeist habe. Am n&auml;chsten Tag habe ich dann das erste Mal das Gef&uuml;hl erlebt, wie es ist, wenn einem ein flotter Heinrich die Kniekehlen hinunterl&auml;uft. Ich hatte schrecklichen Durchfall, der so pl&ouml;tzlich kam, da&szlig; ich die 12 Meter vom Zelt bis zur Latrine nicht mehr geschafft habe &ndash; gl&uuml;cklicherweise hatte ich nur eine Turnhose an, es war ein hei&szlig;er Sommertag. Am gleichen Tag wurde ein anderer Mitgefangener ins Lazarett eingeliefert. Er hatte keine gef&uuml;llte Schokolade gefunden, sondern normale, und die war offenbar noch gut. Er hatte nach Aussagen der anderen &uuml;ber zehn Tafeln gegessen und starb wenige Tage sp&auml;ter an Darmverschlu&szlig;.<\/p><p><strong>Eine Schachtel Lucky Strike f&uuml;r ein einfaches Herz<\/strong><\/p><p>Nach diesen Erlebnissen kam eine mehr oder weniger kontinuierliche Periode, ich kam in eine Malerbrigade, die bestand aus einem Kunstmaler (Ernst Jogereit aus Essen), drei gelernten Malern (Anstreichern) und mir als Dolmetscher-Ersatz. Unsere Aufgabe bestand im Anfertigen aller m&ouml;glicher Schilder (daf&uuml;r gab es Schriftschablonen), gelegentlich auch das Anstreichen von Baracken, in denen die US-Offiziere wohnten, sowie im Ausbessern von Lacksch&auml;den an Jeeps oder anderen Fahrzeugen der US-Army. Da wir viel freie Zeit hatten, regten sich bald k&uuml;nstlerische Gef&uuml;hle, und irgendeiner von uns begann, aus einem St&uuml;ck Plexiglas ein Herz zu schneiden, glattzufeilen und mit feinem Pinsel mit Blumen zu bemalen. Aus diesem Gedanken wurde innerhalb weniger Tage ein lohnendes Gesch&auml;ft: In der fast unbegrenzt zur Verf&uuml;gung stehenden Zeit wurde Plexiglas besorgt, jetzt schon in gewissen Mengen, und in Arbeitsteilung wurde die Bearbeitung fast fabrikm&auml;&szlig;ig organisiert.<\/p><p>Ich nahm die Auftr&auml;ge der Amerikaner entgegen, feilschte um die Preise (eine Schachtel Lucky Strike f&uuml;r ein einfaches Herz), gab Rabatt bei Lieferung gr&ouml;&szlig;erer Posten Plexiglas, Erwin (Zuname nicht mehr bekannt) s&auml;gte und feilte, Sauerwein (Vorname nicht mehr bekannt) polierte mit Zahnpasta, und Ernst bemalte mit Bildern und Schrift je nach Wunsch &ndash; pro Tag schafften wir manchmal mehr als ein Dutzend. Nach und nach erweiterten wir unser Angebot, aus Messingrohren schnitten wir Ringe, die weggingen wie warme Semmeln, und eines Tages gab es auch den ersten Unfall. Ein scheinbar harmloser Messingk&ouml;rper, den wir in der N&auml;he unseres Malerzeltes gefunden hatten, war offenbar ein Minenz&uuml;nder. Irgendjemand hatte ihn sauber gewaschen und zum Trocknen auf unser kleines Kanonen&ouml;fchen gestellt (inzwischen war es Oktober oder November geworden und ziemlich k&uuml;hl), wo er explodierte. Hunderte winzige Splitterchen flogen durch das Zelt und hinterlie&szlig;en in Pullovern, Hemden, Hosen und nat&uuml;rlich auch in der Haut L&ouml;cherchen, und in k&uuml;rzester Zeit waren wir blut&uuml;berstr&ouml;mt. Es sah allerdings schlimmer aus, als es tats&auml;chlich war, gl&uuml;cklicherweise hatte keiner zu nahe am Ofen gesessen und niemand hatte etwas ins Auge bekommen.<\/p><p>Der Knall hatte auch Amerikaner angelockt, die v&ouml;llig verschreckt die Ambulanz riefen, wir wurden mit Sondersignal ins amerikanische Lazarett gebracht und exzellent versorgt. Nat&uuml;rlich stellten wir uns dumm, was die Frage nach der Ursache der ganzen Angelegenheit war, genau genommen waren wir es ja auch. Die Amerikaner, die offenbar auch mit ihren eigenen Soldaten allerhand erlebt hatten, waren ihrer Sache ebenfalls nicht sicher, und so verlief die ganze Sache schlie&szlig;lich im Sande. Problematisch war f&uuml;r uns nur, dass die kleinen Wunden zwar heilten, aber die vielen kleinen L&ouml;cher in Hemden und Pullovern kaum zu reparieren waren, und neue Sachen gab es nicht.<\/p><p><strong>Die sentimentalen Weihnachtslieder gaben besonders den halben Kindern unter uns den Rest<\/strong><\/p><p>Ich erinnere mich noch an Weihnachten 1945, das wir bei halbwegs milden Temperaturen feierten, der Abend endete jedoch mit Tr&auml;nen. Heimweh, ein Gef&uuml;hl der Einsamkeit und Furcht vor der ungewissen Zukunft konnten auch durch die betonte Kameradschaft nicht unterdr&uuml;ckt werden. Die gemeinsam gesungenen sentimentalen Weihnachtslieder gaben besonders den halben Kindern unter uns den Rest.<\/p><p>Im Januar 1946 verdichteten sich die Ger&uuml;chte, dass das Lager aufgel&ouml;st w&uuml;rde und wir nach Hause entlassen w&uuml;rden. Das bewahrheitete sich auch, aber mit Nebenbedingungen. Zun&auml;chst trat ein Selektionskommando zusammen, bestehend vor allem aus der deutschen Lagerleitung und einigen Vertrauenspersonen der Amis, die die Gefangenen in gute und schlechte sortierten.<\/p><p>Die guten sollten wiederum &uuml;ber das Durchgangslager Stenay in die Heimat entlassen werden, die schlechten sollten den Franzosen &uuml;bergeben werden. Zu den schlechten geh&ouml;rten deshalb u.a. auch alle, die irgendwann einmal gegen die reichlich autoritative Art der deutschen Lagerleitung polemisiert hatten oder sich sogar bei den Amis &uuml;ber irgendetwas beschwert hatten. Da ich damals ein obrigkeitsgl&auml;ubiger Untertan war, geh&ouml;rte ich zu den Gl&uuml;cklichen, die etwa Mitte Januar &uuml;ber die Stationen Stenay &ndash; Munsterlager aus der Gefangenschaft entlassen wurden.<\/p><p><strong>Wahrscheinlich aber, um den Aufbau in der Sowjetzone zu bremsen <\/strong><\/p><p>Nachzutragen w&auml;re noch, dass bereits damals der beginnende Kalte Krieg zu Konsequenzen f&uuml;hrte; denn in Stenay wurde noch einmal selektiert: In einem Fragebogen wurde nach der exakten Heimatadresse gefragt, nicht ohne den drohenden Vermerk, dass falsche Angaben mit mehreren Jahren Gef&auml;ngnis bestraft w&uuml;rden. Damit sollte verhindert werden, dass Gefangene aus der sowjetisch besetzten Zone oder aus Berlin andere Adressen, z.B. in der amerikanischen oder britischen Zone angeben. Der genauso exakt funktionierende Buschfunk hatte n&auml;mlich informiert, dass man in den sowjetisch besetzten Teil Deutschlands keine ehemaligen Gefangenen entlassen w&uuml;rde, angeblich, um eine weitere Gefangenschaft in Sibirien zu verhindern, wahrscheinlich aber, um den Aufbau in der Sowjetzone zu bremsen.<\/p><p>In der Nacht vor dem Ausf&uuml;llen des Fragebogens heulte ich vor Wut, Angst und Hilfslosigkeit. Dann siegte die Einsicht, dass Gef&auml;ngnis auch nicht viel schlimmer sein k&ouml;nnte als Gefangenschaft, und am n&auml;chsten Morgen schrieb ich ohne Z&ouml;gern, dass meine Heimatanschrift lautet: Neesen Post Porta Westfalica, Kloppenburg (&hellip;). Dort wohnte meine Oma Friederike Grote bei ihrer Tochter, der verwitweten &Auml;nne Rinne und ihren f&uuml;nf Kindern.<\/p><p><strong>So begann meine neue Freiheit<\/strong><\/p><p>Am 06.02.1946 wurde ich in Munsterlager entlassen, erhielt eine Fahrkarte nach Porta und kam noch am gleichen Tag in Neesen an. So begann meine neue Freiheit.<\/p><p>In Porta arbeitete ich in den Hammerwerken, einem Treuhandbetrieb, der aus einer von den Nazis errichteten unterirdischen Fabrikanlage Maschinen und andere Produktionsinstrumente wieder in den urspr&uuml;nglichen Betrieb, Philips aus Holland, herausholte und wieder f&uuml;r den R&uuml;cktransport vorbereitete.<\/p><p>Ich war in einer solchen Transportbrigade, ohne jede Ausbildung oder Anleitung, und ich erinnere mich an einige allerdings leichte Arbeitsunf&auml;lle, die sicher auf die mangelnde Sicherheit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren waren.<\/p><p>Aber am meisten wurmte mich die Tatsache, da&szlig; ich, obwohl ich jung und kr&auml;ftig war und zupacken konnte, mich auch oft geschickter anstellte als die &auml;lteren Kollegen, als &bdquo;Jugendlicher&rdquo; weniger Stundenlohn bekam als diese. Da konnte man nichts machen, das war so festgelegt, und an die Arbeitsstelle war man damals noch gebunden, es war eine Art Dienstverpflichtung.<\/p><p>So war ich nach meiner R&uuml;ckkehr in mein Elternhaus in Berlin (Pfingsten 1946) sehr beeindruckt von der Tatsache, da&szlig; in Berlin eine einzige Partei klipp und klar die Forderung nach gleichem Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit (Leistung) vertrat, die SED, deren Mitglied auch mein Vater war.&ldquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>Titelbild: United Kingdom Government \/ <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/public_domain\">public domain<\/a> \/ Junger deutscher Kriegsgefangener mit anderen Gefangenen, die w&auml;hrend des Vormarschs in Deutschland gefangen genommen wurden, 29. M&auml;rz bis 4. April 1945<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich erinnere mich noch an Weihnachten 1945, das wir bei halbwegs milden Temperaturen feierten, der Abend endete jedoch mit Tr&auml;nen. Heimweh, ein Gef&uuml;hl der Einsamkeit und Furcht vor der ungewissen Zukunft konnten auch durch die betonte Kameradschaft nicht unterdr&uuml;ckt werden. Die gemeinsam gesungenen sentimentalen Weihnachtslieder gaben besonders den halben Kindern unter uns den Rest.&ldquo;<\/p>\n<p>In dieser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151551\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":151547,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,171],"tags":[3652,3093,3390,2394,2250,849,966],"class_list":["post-151551","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-erinnerungen-gegen-den-krieg-serie","tag-haftbedingungen","tag-kriegsgefangene","tag-kriegstrauma","tag-nachkriegszeit","tag-nahrungsmittel","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The_British_Army_in_North-west_Europe_1944-45_BU3037.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=151551"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":151770,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/151551\/revisions\/151770"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/151547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=151551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=151551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=151551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}