{"id":151720,"date":"2026-06-07T09:00:46","date_gmt":"2026-06-07T07:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720"},"modified":"2026-06-05T13:33:51","modified_gmt":"2026-06-05T11:33:51","slug":"hinweise-der-woche-462","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h01\">Pistorius irrt: Russland ist keine Bedrohung f&uuml;r Deutschland und wird nur angreifen, wenn seine Existenz gef&auml;hrdet wird. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h02\">Sparta 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h03\">&bdquo;Deutsche Diplomatie: Wie man sich mit Geld und Arroganz aus dem Sicherheitsrat rauskauft &ndash; und trotzdem verliert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h04\">Pistorius macht Ernst: Reservisten sollen verpflichtend Dienst leisten &ndash; das steckt im neuen Gesetzentwurf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h05\">Im Pantheon der Kollaborateure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h06\">US-General traf kubanische Milit&auml;rdelegation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h07\">Strukturreformen &ndash; ein Zauberwort ohne Substanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h08\">Reform der Schuldenbremse &ndash; oder besser: ersatzlos streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h09\">&bdquo;Erst kommen die staatlichen Ausgaben und dann die Steuern &ndash; nicht umgekehrt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151720#h10\">Parit&auml;tischer Gesamtverband Armut in Deutschland nimmt zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pistorius irrt: Russland ist keine Bedrohung f&uuml;r Deutschland und wird nur angreifen, wenn seine Existenz gef&auml;hrdet wird. <\/strong><br>\nEinmal mehr hat Peter Vonnahme &ndash; Informationen zu seiner Person siehe am Ende des Beitrages &ndash; absolut recht: Russland reagiert, wenn seine eigene Sicherheit bedroht ist. Das zeigt die Geschichte, so sie denn ohne Verf&auml;lschung durch die westlichen Medien zur Kenntnis genommen wird. Peter Vonnahmes Erl&auml;uterungen und Schlussfolgerungen sollten vor allem in den deutschen Haushaltungen gelesen und ernstgenommen werden!<br>\nIn deutschen Medien gewinnt die Frage, ob Deutschland vor einem Krieg mit Russland steht, eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung. Dabei spielen pers&ouml;nliche Weltsichten eine erhebliche Rolle. Deswegen bekenne ich vorab, dass ich die Sorgen vieler Menschen wegen einer Versch&auml;rfung der Konfliktlage teile. Wer dies als abwegig empfindet, kann sich die Zeit f&uuml;r die weitere Lekt&uuml;re sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/pistorius-irrt-russland-ist-keine-bedrohung-fuer-deutschland-und-wird-nur-angreifen-wenn-seine-existenz-gefaehrdet-wird\/\">Peter Vonnahme auf Globalbridge<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Wahnsinn hat Methode: Wendet sich Krieg in der Ukraine und wenn ja, wohin?<\/strong><br>\nWendet sich nun der Krieg zugunsten der Ukraine? Ist das der Moment, auf den die Ukraine wartete, fragte die DW j&uuml;ngst. Der Beitrag begann mit einem Einspieler eines Interviews mit dem ukrainischen Brigadegeneral und Neonazi Biletzky. Dass es im Hintergrund so etwas wie eine Wolfsangel gab, st&ouml;rte die Redaktion nicht. Waren doch nur drei Striche&hellip;<br>\nPutin f&uuml;rchte diesen Mann, berichtete die Times of London vor knapp einem Jahr. Er kommandierte (damals) 20.000 ukrainische Soldaten.<br>\n2014 war die Berichterstattung &uuml;ber Biletzky komplett anders. Damals wusste man noch, dass Biletzky ein ukrainischer Neonazi ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/der-wahnsinn-hat-methode\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sparta 2.0<\/strong><br>\nF&uuml;nf bestens vernetzte Autoren wollen 500 Milliarden Euro Aufr&uuml;stung &ndash; unter deutscher F&uuml;hrung. Wie aus &bdquo;Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; ein neuer Hegemonialanspruch wird.<br>\nWer einer politischen Bewegung einen Namen gibt, trifft eine Entscheidung. Die f&uuml;nf Verfasserinnen und Verfasser des Papiers &bdquo;Sparta 2.0&ldquo; haben sich, so berichtet Wolfgang Michal im Freitag, lange Gedanken gemacht, bis die Buchstaben passten: &bdquo;Strategic Protection and Advanced Resilience Technology Alliance&ldquo;. Heraus kam das Akronym SPARTA. Man darf das f&uuml;r einen Zufall halten. Man sollte es lieber beim Wort nehmen. Denn Sparta steht in der europ&auml;ischen Erinnerung nicht f&uuml;r Offenheit, Handel und B&uuml;rgerfreiheit &ndash; das war Athen. Sparta steht f&uuml;r Militarisierung, H&auml;rte, Autarkie und die Unterordnung des B&uuml;rgers unter den Kriegszweck.<br>\nUnd Sparta steht f&uuml;r etwas, das die Verfasser wom&ouml;glich &uuml;berlesen haben: Es hat Griechenland nicht geeint, sondern zerrissen. Der Peloponnesische Krieg, in dem Sparta seine Hegemonie &uuml;ber die griechische Welt durchsetzte, endete mit der Selbstzerst&ouml;rung eben dieser Welt. Wer im Jahr 2026 ein Programm f&uuml;r Europa &bdquo;Sparta&ldquo; nennt, w&auml;hlt also nicht das Sinnbild der Einigung, sondern das Sinnbild des hegemonialen Bruderkriegs. Der Name ist das Programm. Und das Programm ist gef&auml;hrlicher, als es seine eleganten Verfasser erscheinen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/erhardepplerkreis.substack.com\/p\/sparta-20\">Erhard-Eppler-Kreis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Diese 5 Lobbyisten stehen hinter dem deutschen 500-Milliarden-Aufr&uuml;stungsplan &bdquo;Sparta 2.0&ldquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Moritz Schularick und vier gut vernetzte R&uuml;stungsfreunde rufen zu einer &bdquo;historischen&ldquo; Aufr&uuml;stung Europas &ndash; unter einer Gro&szlig;macht Deutschland und f&uuml;r dessen Industrie. Wer die F&uuml;nf sind und was ihr Plan &bdquo;Sparta 2.0&ldquo; vorsieht<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/aufruestung-fuenf-lobbyisten-und-ihr-deutscher-500-milliarden-plan-sparta-2.0\/96eafd83-6922-428a-8e30-b89ac594daba\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Mythos des pl&ouml;tzlichen Kurswechsels: &bdquo;Aufr&uuml;stung war l&auml;ngst vor dem Ukraine-Krieg beschlossene Sache&ldquo;<\/strong><br>\nIngar Solty erkl&auml;rt im Interview, mit welchen Folgen ein milit&auml;risch-industrieller Komplex derzeit die Republik umbaut. Und wie dies bereits lange vor Februar 2022 in Planung war. [&hellip;]<br>\nIm Koalitionsvertrag vom 24. November 2021 steht zwar etwas von einer abr&uuml;stungspolitischen Offensive. Aber im Kleingedruckten sieht man: Abger&uuml;stet werden sollten eigentlich nur Waffen, die Deutschland gar nicht hat &ndash; n&auml;mlich Atomwaffen. Alle anderen sollten angeschafft werden: bewaffnungsf&auml;hige Drohnen, F-35-Kampfflugzeuge, Transporthubschrauber. Das alles passierte, bevor es die ersten Warnungen vor einer m&ouml;glichen Invasion gab. [&hellip;]<br>\nNiemand r&uuml;stet gerne proaktiv auf. Es ist immer besser, eine Bedrohungslage zu nutzen, um defensiv aufzur&uuml;sten. Toni Hofreiter w&uuml;rde jetzt sagen: Die Zeitenwende war ja nur die Folge der Vollinvasion. Aber tats&auml;chlich wird schon seit 2013 aufger&uuml;stet, die eigentliche Z&auml;sur war 2014. Schon im Koalitionsvertrag von 2013 standen die Aufr&uuml;stungsma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/ostdeutscheallgemeine.com\/article\/zeitenwende-mythos-entlarvt-warum-die-aufruestung-laengst-vor-dem-ukrainekrieg-beschlossen-war-10049588\">Ostdeutsche Allgemeine (Bezahlschranke)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/2061762210209128878\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Klassenkampf von oben? Warum wird die EU-Aufr&uuml;stung nur durch Sozialabbau finanziert?<\/strong><br>\nIn Deutschland, aber auch in anderen L&auml;ndern Europas, wird massiv aufger&uuml;stet. Notwendig sei dies, so wird behauptet, weil von Russland Gefahr drohe. Doch wer bezahlt eigentlich diese Aufr&uuml;stung, die den reichen Aktion&auml;ren der R&uuml;stungsbetriebe viel Geld bringt, aber die unteren Schichten mehr und mehr belasten wird?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/klassenkampf-von-oben-warum-wird-die-eu-aufruestung-nur-durch-sozialabbau-finanziert\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Deutsche Diplomatie: Wie man sich mit Geld und Arroganz aus dem Sicherheitsrat rauskauft &ndash; und trotzdem verliert&ldquo;<\/strong><br>\nHerzlichen Gl&uuml;ckwunsch, Herr Wadephul! Mit einer Leistung, die man nur als diplomatisches Meisterwerk der Selbstisolierung bezeichnen kann, haben Sie es geschafft, was selbst Adolf Hitler nicht gelang: Deutschland wieder zum internationalen Paria zu machen &ndash; und das ganz ohne Panzer, nur mit ganz viel Moral und Doppelmoral!<br>\nW&auml;hrend Portugal und &Ouml;sterreich charmant l&auml;chelnd die Stimmen des Globalen S&uuml;dens einsammelten, stand Herr Wadephul in New York herum und erkl&auml;rte der Welt, das V&ouml;lkerrecht sei &bdquo;nichts Philosophisches&ldquo; &ndash; also so eine Art Baukasten f&uuml;r Geopolitik, bei dem man die Teile f&uuml;r Freunde wegl&auml;sst und f&uuml;r Feinde doppelt berechnet. &bdquo;Ein Unrechtsregime kann sich nicht auf das V&ouml;lkerrecht berufen&ldquo;, dozierte der Au&szlig;enminister und verga&szlig; dabei, dass genau diese Aussage das V&ouml;lkerrecht zum Witz des Jahrhunderts macht. Es ist, als w&uuml;rde ein Schiedsrichter beim Fu&szlig;ball sagen: &bdquo;Die Regel mit dem Abseits gilt nur f&uuml;r die Mannschaft, die mir unsympathisch ist.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBesonders r&uuml;hrend: Die Begr&uuml;ndung des Ministers. Es sei Russland gewesen! Die b&ouml;sen Russen h&auml;tten gegen Deutschland lobbyiert! Nein, Herr Wadephul, nicht Russland hat Sie versenkt. Es war die Erkenntnis von 193 Staaten, dass Deutschland das V&ouml;lkerrecht wie ein Luxusaccessoire behandelt: Man tr&auml;gt es gerne, wenn es zur Outfit-Farbe passt (Ukraine), aber im Nahen Osten legt man es lieber in den Schrank, weil es zum &bdquo;Sicherheitsinteresse&ldquo; nicht passt.<br>\nUnd dann dieser Satz: &bdquo;Deutschland muss eine besondere Verantwortung f&uuml;r Israel wahrnehmen.&ldquo; Ja, sicher. Nur leider verwechseln Sie &bdquo;Verantwortung&ldquo; mit &bdquo;Bedingungsloser Gefolgschaft&ldquo;. Die Welt sieht das anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/2062480189460811790\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Folgen der doppelten Standards<\/strong><br>\nDas Scheitern der deutschen Bewerbung um einen nichtst&auml;ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat verpasst den weltpolitischen Ambitionen der Bundesregierung einen herben D&auml;mpfer. Mit nur 104 Stimmen lag Deutschland am Mittwoch bei der Abstimmung in New York weit hinter den erheblich kleineren Staaten Portugal (134) und &Ouml;sterreich (131). Als eine der Hauptursachen gelten weithin die doppelten Standards, mit denen Berlin operiert: W&auml;hrend es Gegnern wie Russland angebliche oder tats&auml;chliche V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che scharf ankreidet, nimmt es Verbrechen enger Verb&uuml;ndeter, so etwa Israels oder der Vereinigten Staaten, umstandslos hin. Man d&uuml;rfe zuk&uuml;nftig &bdquo;beim V&ouml;lkerrecht keine doppelten Ma&szlig;st&auml;be anlegen&ldquo;, hei&szlig;t es in Reaktion auf das Scheitern nun sogar aus der Regierungspartei SPD. Der Vorgang zeigt zugleich, dass die Dominanz der gro&szlig;en westlichen Staaten in der internationalen Politik schwindet und kleinere L&auml;nder wie &Ouml;sterreich oder Portugal mit neuen Sympathien rechnen k&ouml;nnen. Die Bundesregierung deutet an, sich erst f&uuml;r die Periode 2035\/36 wieder bewerben zu wollen. Stimmen werden laut, die Beitr&auml;ge f&uuml;r die UNO, wenn man nun keinen Sitz im Sicherheitsrat erhalte, zu reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10426\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Nein, Doch, Oh! Germany &ndash; Zero Points!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151690\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pistorius macht Ernst: Reservisten sollen verpflichtend Dienst leisten &ndash; das steckt im neuen Gesetzentwurf<\/strong><br>\nAn Geld fehlt es der Bundeswehr nicht. Der kommende Wehretat 2027 soll rund 105,8 Milliarden Euro betragen. Doch daf&uuml;r mangelt es der Truppe umso mehr an Personal &ndash; sprich Soldatinnen und Soldaten. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will nun die Reservekr&auml;fte der Bundeswehr mit milit&auml;rischen &Uuml;bungen in die Pflicht nehmen. Der SPD-Politiker best&auml;tigte, dass dazu in seinem Ministerium ein Gesetzentwurf vorbereitet wird, nach dem Reservisten k&uuml;nftig schon in Friedenszeiten Dienst zu leisten haben.<br>\n&bdquo;Freiwillig ist der Wehrdienst&ldquo;, sagte Pistorius im kanadischen Montreal am Rande eines Besuchs bei R&uuml;stungsunternehmen. Wer den Wehrdienst antrete wisse, &bdquo;dass dann anschlie&szlig;end f&uuml;r ihn eine Verpflichtung daraus folgt, auch Reserve&uuml;bungen durchzuf&uuml;hren&ldquo;. Das sei auch bis weit in die 90er Jahre so gewesen, so Pistorius.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/pistorius-will-reservekraefte-der-bundeswehr-in-die-pflicht-nehmen-zr-94328664.html\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die &Uuml;berschrift wirkt so als sei die Kriegst&uuml;chtigkeits-Rhetorik des angeblich beliebtesten Politikers in Deutschland nicht ernst gemeint. Nun soll also der Reservedienst verpflichtend werden. Von &bdquo;sinnvollen &Uuml;bungen&ldquo; soll profitiert werden. Dem Erhalt des Friedens d&uuml;rften diese Reserve&uuml;bungen wohl kaum nutzen. Denn es geht hierbei um &Uuml;bungen f&uuml;r den milit&auml;rischen Ernstfall. Ob die Reservisten das heutzutage genau so wollen wie in den 1990er Jahren ist fraglich.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Wehrdienst: Was Pistorius verschwieg &ndash; und was ein neues Gutachten enth&uuml;llt<\/strong><br>\nMillionen M&auml;nner brauchen eine Genehmigung f&uuml;r Auslandsreisen. Der Minister kassiert die Regelung &ndash; rechtswidrig, wie ein Gutachten zeigt.<br>\nWer als Mann zwischen 18 und 45 Jahren Deutschland f&uuml;r l&auml;nger als drei Monate verlassen will, braucht daf&uuml;r seit Januar eine Genehmigung der Bundeswehr. Als das im April aufflog, wiegelte das Verteidigungsministerium schnell ab: alles halb so wild, gelte nur im Ernstfall, sei schon vor 2011 so gewesen.<br>\nDann setzte Boris Pistorius (SPD) die Regel per Allgemeinverf&uuml;gung au&szlig;er Kraft. Problem gel&ouml;st? Nicht ansatzweise. Denn wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einem Gutachten, f&uuml;r die Linksfraktion, &uuml;ber das die Tagesschau exklusiv berichtete, feststellt, hat das Ministerium damit seine Kompetenzen &bdquo;weit &uuml;berschritten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Wehrdienst-Was-Pistorius-verschwieg-und-was-ein-neues-Gutachten-enthuellt-11313248.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Camouflage-Coach<\/strong><br>\nDer Wehrdienst als unerl&auml;ssliche Erfahrung f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen ist ein Mythos, denn Milit&auml;rausbildungen brechen ihn und vermitteln nichts, was sich nicht auch zivil und menschlich erlernen l&auml;sst.<br>\nSoldaten malen die camouflagefarbene Zeit retrospektiv in den schillerndsten Farben. Das sei die &bdquo;geilste Zeit&ldquo; gewesen. So viel von dem, was man dort, und nur dort, gelernt habe, sei sp&auml;ter, im weiteren Verlauf des Lebens so wertvoll gewesen. Die Schw&auml;rmereien von Altgedienten &uuml;ber die Zeit beim Bund ist abendf&uuml;llend. Im gegenw&auml;rtigen Wiederaufleben des potenziell t&ouml;dlichen Dienstes an der Waffe werden ebendiese Milit&auml;rm&auml;rchen wieder aus der Mottenkiste geholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/der-camouflage-coach\">Manova<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Pantheon der Kollaborateure<\/strong><br>\nDie Bundesregierung schweigt zur mehrfachen Ehrung ukrainischer NS-Kollaborateure und Massenverbrecher in Kiew &ndash; und dies, obwohl schon in K&uuml;rze deutsche Stellen wom&ouml;glich weitere solche Ehrungen erm&ouml;glichen sollen. In der vergangenen Woche ist der Leichnam von Andrij Melnyk aus Luxemburg in die Ukraine &uuml;berf&uuml;hrt und dort erneut begraben worden, im Beisein von Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj. Melnyk war Anf&uuml;hrer der OUN(M) (Organisation Ukrainischer Nationalisten Melnyk), einer Organisation ukrainischer NS-Kollaborateure, von denen viele der Waffen-SS-Division Galizien beitraten. Zudem hat Selenskyj einer Einheit der ukrainischen Spezialeinsatzkr&auml;fte den Titel &bdquo;Helden der UPA&ldquo; verliehen. Die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) massakrierte im Zweiten Weltkrieg fast 100.000 Polen und zahllose Juden. Protest gegen die Ma&szlig;nahmen kam aus Polen und aus Israel, nicht aber von der Bundesregierung. Kiew plant jetzt die Errichtung eines &bdquo;Pantheons herausragender Ukrainer&ldquo; und will dazu weitere Kollaborateure der Nazis umbetten. Diskutiert wird die &Uuml;berf&uuml;hrung der Leichname zweier von diesen, die in M&uuml;nchen begraben sind. Deutsche Stellen m&uuml;ssten den Schritt genehmigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10423\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine ehrt UPA-Einheit &ndash; und deutsche Medien schweigen zur Geschichte<\/strong><br>\nSelenskyj benennt eine Milit&auml;reinheit nach der UPA. Polen ist emp&ouml;rt. Die historische Einordnung fehlt in deutschen Medien fast v&ouml;llig. Ein Leitartikel.<br>\nWolodymyr Selenskyj hat am 26. Mai per Dekret einer Spezialeinheit der ukrainischen Streitkr&auml;fte den Ehrennamen &ldquo;Helden der UPA&rdquo; verliehen.<br>\nDie Begr&uuml;ndung klingt harmlos: Es gehe um die &ldquo;Wiederherstellung der historischen Traditionen der nationalen Armee&rdquo; und die &ldquo;vorbildliche Erf&uuml;llung der &uuml;bertragenen Aufgaben bei der Verteidigung der territorialen Integrit&auml;t der Ukraine&rdquo;.<br>\nKein Wort &uuml;ber die Massaker von Wolhynien. Kein Wort &uuml;ber Zehntausende ermordete polnische Zivilisten. Kein Wort &uuml;ber die Beteiligung an der Verfolgung j&uuml;discher &Uuml;berlebender. Das Dekret liest sich, als h&auml;tte die historische UPA lediglich f&uuml;r die Freiheit gek&auml;mpft &ndash; und sonst nichts getan.<br>\nGenau das macht es so problematisch. Und genau dar&uuml;ber liest man in der deutschen Berichterstattung fast nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Ukraine-ehrt-UPA-Einheit-und-deutsche-Medien-schweigen-zur-Geschichte-11312819.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Ukraine verprellt nun sogar Polen<\/strong><br>\nBisher geh&ouml;rte Polen zu den europ&auml;ischen L&auml;ndern, die die Ukraine besonders stark unterst&uuml;tzt haben. Aber Selenskyj glaubt sich so stark, dass er auch einen Streit mit Polen riskiert.<br>\nJahrelang galt Polen als einer der st&auml;rksten Unterst&uuml;tzer der Ukraine. Dies war bereits vor der letzten Phase des Ukraine-Krieges, die im Februar 2022 begann. Seit der Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine im Jahr 1991 betrachtete Polen die Ukraine als einen zentralen Verb&uuml;ndeten: stets &uuml;berempfindlich gegen&uuml;ber dem Russland-Faktor war Polen einer der lautst&auml;rksten Bef&uuml;rworter eines k&uuml;nftigen Beitritts der Ukraine zur EU und schlie&szlig;lich zur NATO.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-ukraine-verprellt-nun-sogar-polen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-General traf kubanische Milit&auml;rdelegation<\/strong><br>\nInmitten zunehmender Spannungen zwischen Washington und Havanna haben sich hochrangige Milit&auml;rvertreter beider Seiten getroffen. Wie diese am Freitag mitteilten, trafen der Chef des zust&auml;ndigen US-Regionalkommandos (SOUTHCOM), General Francis Donovan, und der Chef des Generalstabs der Kubanischen Revolution&auml;ren Streitkr&auml;fte, Roberto Legra Sotolongo, im Au&szlig;enbereich des US-St&uuml;tzpunkts Guantanamo Bay auf der sozialistisch regierten Karibikinsel zusammen. (&hellip;)<br>\nDer Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt von Guantanamo Bay liegt an der s&uuml;d&ouml;stlichen K&uuml;ste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter US-Kontrolle. Seit dem Sieg der Kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag als ung&uuml;ltig. (&hellip;)<br>\nDas Treffen erfolgte nur kurz nach US-Medienberichten, dass Kuba im Falle einer Eskalation Angriffe auf den US-St&uuml;tzpunkt Guantanamo plane.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3431843\/\">ORF<\/a>\n<p>dazu: <strong>Scott Ritter: Kuba k&ouml;nnte sich f&uuml;r Trump als unknackbare Nuss erweisen<\/strong><br>\nDa sich ein Gro&szlig;teil der weltweiten Aufmerksamkeit auf den nach wie vor ungel&ouml;sten Konflikt zwischen den USA und Iran richtet, kann man dem durchschnittlichen Nachrichtenkonsumenten verzeihen, wenn er vergessen hat, dass die USA am 3. Januar dieses Jahres eine Mini-Invasion in Venezuela gestartet hatten, die zum Tod zahlreicher Menschen, darunter auch einiger kubanischer Sicherheitskr&auml;fte, sowie zur Gefangennahme des venezolanischen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro und seiner Frau f&uuml;hrte. (&hellip;)<br>\nKuba ist nicht Venezuela, und der CIA fehlt m&ouml;glicherweise die F&auml;higkeit, den gekauften Verrat Maduros unter den politischen, milit&auml;rischen und wirtschaftlichen Eliten Venezuelas zu wiederholen. Viele Kuba-Beobachter glauben nicht, dass dies in diesem Inselstaat gelingen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/281898-scott-ritter-kuba-koennte-sich\/\">Scott Ritter auf RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Die Lage ist dramatisch. Die Leute haben Hunger!&raquo;<\/strong><br>\nKein Strom, kein Benzin, kaum Medikamente: Das neue US-&Ouml;lembargo trifft Kuba mit voller Wucht. Der Tessiner Arzt Franco Cavalli war mit einer Solidarit&auml;ts-Flottille auf der Insel &ndash; und berichtet von einem Gesundheitssystem am Anschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.workzeitung.ch\/2026\/05\/die-lage-ist-dramatisch-die-leute-haben-hunger\/\">work<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Strukturreformen &ndash; ein Zauberwort ohne Substanz<\/strong><br>\nStrukturreformen gelten als das Allheilmittel in der Krise. Doch weder ist die Rezeptur neu, noch zeigt sie in der Empirie positive Effekte &ndash; im Gegenteil. [&hellip;]<br>\nWann immer in einem Land &ndash; insbesondere der Eurozone &ndash; in den letzten Jahren wirtschaftliche Probleme auftraten, hatten Politik, Medien und Wissenschaft hierzulande die L&ouml;sung sofort parat: Strukturreformen m&uuml;ssen her.  [&hellip;]<br>\nVer&auml;nderte Strukturen entwickeln also niemals aus sich heraus Nachfrage. Es ist absurd anzunehmen, dass in einem krisengesch&uuml;ttelten Land (der Eurozone) irgendwelche Deregulierungsma&szlig;nahmen im Bereich der Produktm&auml;rkte oder ein B&uuml;rokratieabbau dazu f&uuml;hren, dass die Unternehmen begeistert ihre Investitionen ausweiten und Neueinstellungen vornehmen und zugleich die privaten Haushalte freudig ihre Konsumausgaben erh&ouml;hen, obwohl die wirtschaftliche Lage miserabel ist: Eine geringe Kapazit&auml;tsauslastung, fehlende positive Signale f&uuml;r Investoren von den Absatzm&auml;rkten, eine hohe Arbeitslosigkeit sowie stagnierende oder sogar sinkende Einkommen der privaten Haushalte gehen mit negativen Zukunftserwartungen einher.<br>\nWarum etwa sollten die Unternehmen in einer unterausgelasteten Wirtschaft in neue Produktionsanlagen investieren, wenn doch bei schwachem Absatz die bestehenden Kapazit&auml;ten mehr als ausreichend sind, um die aktuelle Nachfrage zu befriedigen? Solange in einem Krisenland die nachfrageseitigen Probleme nicht gel&ouml;st sind, verpuffen alle Strukturreformen im Bereich der G&uuml;term&auml;rkte wegen der tiefen Verunsicherung von Unternehmen und Konsumenten und einer fehlenden Aussicht auf baldige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation wirkungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/192026\/strukturreformen-ein-zauberwort-ohne-substanz\/\">G&uuml;nther Grunert auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.A.:<\/strong> Es d&uuml;rfte klar sein, was hinter den &bdquo;Strukturreformen&ldquo; steht: Deregulierte Arbeitsm&auml;rkte, Abbau von Arbeitnehmerrechten und letztlich Lohnsenkungen. Und das soll dann die Nachfrage beleben und die Wirtschaft aus der Krise f&uuml;hren!<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&Ouml;konom Flassbeck: &bdquo;DANN kommt die AfD an die Macht&ldquo;<\/strong><br>\n&Ouml;konom Heiner Flassbeck im Interview &uuml;ber die Wirtschaftskrise, die Wirtschaftsweisen, das wahre Rentenproblem, die AfD und Ma&szlig;nahmen f&uuml;r mehr Wachstum!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j6FENUS5PgM\">Geld f&uuml;r die Welt via YouTube<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die Sorge vor einem wirtschaftlichen Abstieg w&auml;chst<\/strong><br>\nNur noch 13 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage in Deutschland positiv &ndash; sieben Prozentpunkte weniger als im Januar und so wenig wie zuletzt w&auml;hrend der Eurokrise Ende der 2000er-Jahre. (&hellip;)<br>\n53 Prozent der Befragten erwarten, dass ihre Lage in einem Jahr in etwa unver&auml;ndert sein wird. 38 Prozent rechnen jedoch mit einer Verschlechterung in den kommenden zw&ouml;lf Monaten &ndash; in Ostdeutschland gilt das sogar f&uuml;r fast jeden Zweiten. Nur sechs Prozent glauben, dass es ihnen dann wirtschaftlich besser gehen wird. Insgesamt hat sich die Einsch&auml;tzung innerhalb des vergangenen Jahres deutlich eingetr&uuml;bt &ndash; die Sorge vor wirtschaftlichem Abstieg w&auml;chst also. (&hellip;)<br>\nBei der Wahlabsicht halten sich &Uuml;berzeugung und Entt&auml;uschung aktuell in etwa die Waage: 50 Prozent geben an, ihre Entscheidung aus &Uuml;berzeugung zu treffen, 46 Prozent, weil sie von anderen Parteien entt&auml;uscht sind. Die &Uuml;berzeugung ist bei den Anh&auml;ngern der Gr&uuml;nen und Linken am h&ouml;chsten, w&auml;hrend die Entt&auml;uschung von der politischen Konkurrenz als Beweggrund im AfD-W&auml;hlersegment heraussticht. Bei vergangenen Wahlen wurden unter AfD-Anh&auml;ngern h&ouml;here Werte der &Uuml;berzeugung gemessen. Das aktuelle Umfrage-Hoch der AfD speist sich aber offenbar auch aus einer steigenden Entt&auml;uschung gegen&uuml;ber der Regierungsarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-juni-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reform der Schuldenbremse &ndash; oder besser: ersatzlos streichen<\/strong><br>\nMit dem 500-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen hat der Bundestag gezeigt, wie die Schuldenbremse umgangen werden kann. Was als Ausnahme verkauft wurde, entlarvt die Regel: Sie ist politische Selbstbindung, nicht &ouml;konomische Notwendigkeit.<br>\nAm 18. M&auml;rz 2025 stimmte der alte Bundestag mit 512 zu 206 Stimmen f&uuml;r ein Verfassungspaket, das man wenige Monate zuvor f&uuml;r undenkbar gehalten h&auml;tte: ein Sonderverm&ouml;gen von 500 Milliarden Euro f&uuml;r Infrastruktur und Klimaschutz, dazu eine Ausnahme der Schuldenbremse f&uuml;r alle Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben oberhalb eines Prozents des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Drei Tage sp&auml;ter folgte der Bundesrat mit der Best&auml;tigung der Gesetzesanpassung mit 53 Stimmen, deutlich &uuml;ber der Zwei-Drittel-H&uuml;rde.<br>\nPl&ouml;tzlich war Geld da, das jahrelang angeblich nicht zu haben war. Wie passt das zusammen?<br>\nDie Antwort liegt in einem Missverst&auml;ndnis &uuml;ber die Natur staatlichen Geldes &mdash; und in einer Funktion der Schuldenbremse, die mit &ouml;konomischer Notwendigkeit weniger zu tun hat, als ihre Verteidiger behaupten. [&hellip;]<br>\nEine Volkswirtschaft mit eigener W&auml;hrung scheitert nicht am Geld. Sie scheitert nur an selbst gesetzten Regeln. [&hellip;]<br>\nAls der politische Druck stieg &ndash; ver&auml;nderte Sicherheitslage, marode Infrastruktur, schwindender Glaube an die Verl&auml;sslichkeit der USA &ndash;, fand sich pl&ouml;tzlich eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Was 2024 als verfassungspolitisch undenkbar galt, war im M&auml;rz 2025 binnen zwei Wochen beschlossen. Genau das ist der Beweis: Die Schuldenbremse ist eine politische Selbstbindung. Wer sie aufheben will, braucht keine &ouml;konomischen Argumente. Er braucht eine Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/202026\/reform-der-schuldenbremse-oder-besser-ersatzlos-streichen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Erst kommen die staatlichen Ausgaben und dann die Steuern &ndash; nicht umgekehrt&ldquo;<\/strong><br>\nWarum ist die schwarze Null &ouml;konomisch kontraproduktiv? Wie funktioniert Staatsverschuldung? Und was ist die eigentliche Funktion von Steuern? Ein Interview mit dem Sozio&ouml;konom Dr. G&uuml;nther Grunert. [&hellip;]<br>\nDer Staat muss keine Steuern erheben, um seine Ausgaben zu finanzieren bzw. seine Schulden zu tilgen. Das ist schlicht falsch, weil der Staat eben nicht mit der viel zitierten schw&auml;bischen Hausfrau vergleichbar ist.<br>\nInwiefern?<br>\nZun&auml;chst einmal sollte man wissen, dass eine finale R&uuml;ckzahlung staatlicher Schulden sehr selten geschieht, schon gar nicht eine R&uuml;ckf&uuml;hrung der Staatsschulden auf null, wie manche glauben. Der Staat kann vielmehr seine Schulden, statt sie zur&uuml;ckzuzahlen, immer wieder refinanzieren, also alte Kredite bei F&auml;lligkeit tilgen, indem er sie durch neue abl&ouml;st. Das hei&szlig;t, diejenigen Staatsanleihen, deren Laufzeit zu Ende ist, werden durch Neuemissionen ersetzt, wobei die Einnahmen aus den neuen Anleihen zur R&uuml;ckzahlung der alten Anleihen verwendet werden. Ein solches fortw&auml;hrendes Roll-over von Staatsschulden, also der Ersatz alter Anleihen durch neue, ist seit sehr langer Zeit in allen entwickelten L&auml;ndern gang und g&auml;be.<br>\nHier ist ein Blick in die USA n&uuml;tzlich: Dort ist die US-Bundesregierung seit dem Jahr 1837 ununterbrochen verschuldet, hat also fast 190 Jahre lang ihre Schulden nicht zur&uuml;ckgezahlt. Und was f&uuml;r Probleme sind f&uuml;r die USA aus dieser Dauer-Verschuldung entstanden? Offenbar gar keine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/202026\/erst-kommen-die-staatlichen-ausgaben-und-dann-die-steuern-nicht-umgekehrt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Gesamtverband Armut in Deutschland nimmt zu<\/strong><br>\nIn Deutschland leben laut dem Parit&auml;tischen Gesamtverband so viele Menschen in Armut wie seit 2020 nicht mehr. Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende, Alleinlebende und &Auml;ltere. Regionale Unterschiede bleiben gro&szlig;.<br>\nDie Armutsquote in Deutschland liegt nach einem neuen Bericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands auf einem neuen H&ouml;chststand. Von 2024 zu 2025 stieg dieser Anteil laut dem Armutsbericht um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent der Bev&ouml;lkerung. &ldquo;13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut &ndash; betrachtet man allein die relative Einkommensarmut&rdquo;, so der Verband. Diese Zahlen hatte das Statistische Bundesamt im Februar bereits mitgeteilt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/armutsbericht-2025-100.html\">tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/user_upload\/Schwerpunkte\/Armutsbericht\/doc\/Armutsbericht_2026_Wachsende_Armut_Schrumpfende_Sicherheit.pdf\">Der Parit&auml;tische [PDF]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Armut ist kein Zufall &ndash; sondern Ergebnis einer Politik, die zugleich den Sozialstaat infrage stellt<\/strong><br>\nDie Zahl &ndash; ein H&ouml;chststand &ndash; sollte uns peinlich sein, Politikerinnen und Politiker in Verantwortung aufschrecken und dazu bewegen, endlich grundlegende L&ouml;sungen zu finden f&uuml;r eine Plage, die wir seit Jahrzehnten nicht loswerden. Doch noch immer ist die &ouml;ffentliche Debatte zur Armut von schlimmsten Ressentiments gepr&auml;gt. Einige Politiker werfen den betroffenen Menschen Leistungsverweigerung und Faulheit vor, Alkoholabh&auml;ngigkeit und &bdquo;sp&auml;tr&ouml;mische Dekadenz&ldquo;. Den Sozialstaat brandmarken sie als gef&auml;hrlich nah am Sozialismus. Wer arm ist, ist selbst schuld, lautet das Mantra.<br>\nDiese Ansicht ist grundlegend falsch und verdeckt, dass Armut politisch mitverursacht ist, viele Auspr&auml;gungen und Ursachen hat und daher auch L&ouml;sungen auf verschiedenen Ebenen braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/13-millionen-menschen-in-deutschland-leben-in-armut-94332304.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Reicher an Armut<\/strong><br>\nArmutsbericht 2026: Binnen eines Jahres rund 300.000 Habenichtse mehr; Sozialreformen der Bundesregierung werden Verarmung verschlimmern<br>\nDie BRD ist ein verdammt wohlhabendes Land: Vergangenen Mittwoch bescheinigte ihr der &raquo;Global Wealth Report 2026&laquo; einen Zuwachs von 1.100 Superreichen binnen eines Jahres. Ebenso ist die BRD eine kapitalistische Klassengesellschaft in der Krise, so dass diesen 5.000 Oligarchen eine noch rasanter wachsende Verelendung gegen&uuml;bersteht. Letztere bezifferte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband am Dienstag: Rund 13,3 Millionen Menschen &ndash; das sind 16,1 Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung &ndash; verdienen nicht genug, um hierzulande ein w&uuml;rdiges Leben zu finanzieren. Das sind 300.000 Habenichtse, also 0,6 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. &raquo;Trauriger Rekord&laquo; lautet das Res&uuml;mee im &raquo;Armutsbericht 2026&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/523537.klassengesellschaft-reicher-an-armut.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>ZDF tritt nach unten<\/strong><br>\nBisher war die Hetze gegen Empf&auml;nger staatlicher Transferleistungen eine Dom&auml;ne von rechten Boulevardbl&auml;ttern wie Bild oder privaten TV-Sendern wie RTL 2 mit Formaten wie &raquo;Armes Deutschland &ndash; Stempeln oder Abrackern?&laquo;. Dass sich l&auml;ngst auch &ouml;ffentlich-rechtliche Sender an dieser Meinungsmache beteiligen, zeigte die am 14. Mai im ZDF ausgestrahlte Dokumentation &raquo;Am Puls mit Sarah Tacke &ndash; System B&uuml;rgergeld: Leben ohne Leistung?&laquo;. Der Verein &raquo;Sanktionsfrei&laquo; hat jetzt eine Programmbeschwerde gegen die Sendung beim ZDF-Fernsehrat eingereicht, weil diese ein &raquo;verzerrtes Bild&laquo; von B&uuml;rgergeldbeziehenden gezeichnet habe. (&hellip;)<br>\nDie Macher der Doku schreckten auch nicht davor zur&uuml;ck, das Klischee zu transportieren, bestimmte Gruppen von Migranten aus dem EU-Ausland, etwa Bulgaren und Rum&auml;nen, k&auml;men in die BRD, um Leistungen zu beziehen und Teil krimineller Strukturen zu werden. &raquo;Differenzierende Einordnungen zur tats&auml;chlichen sozialen Lage von EU-Arbeitsmigrantinnen und -migranten oder zu wissenschaftlichen Einsch&auml;tzungen der sogenannten Pullfaktor These fehlen weitgehend&laquo;, hei&szlig;t es in der Beschwerde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/523372.doku-zu-b%C3%BCrgergeld-zdf-tritt-nach-unten.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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