{"id":15184,"date":"2012-11-20T09:04:55","date_gmt":"2012-11-20T08:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184"},"modified":"2012-11-20T10:49:52","modified_gmt":"2012-11-20T09:49:52","slug":"hinweise-des-tages-1764","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h01\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Eine bessere Welt ist immer noch m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h02\">Harald Schumann &ndash; Wie sch&auml;dlich sind Kartelle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h03\">Wirtschaft und Banken begr&uuml;&szlig;en Steuerfreistellung bestimmter Dividenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h04\">Jobcenter verh&auml;ngen mehr als eine Million Hartz-IV-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h05\">Ackermann r&auml;t der Schweiz zu H&auml;rte im Steuerstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h06\">Schattenbanken setzen 67 Billionen Dollar um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h07\">Breaking the shackles of austerity?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h08\">Lucas Zeise: Krach unter den Regierenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h09\">Sonderweg am Ende?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h10\">Pflegevollversicherung ist bezahlbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h11\">Perspektive Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h12\">Maschmeyers Lebenswerk verschwindet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h13\">&Uuml;berwachungsstaat &ndash; DDR-Postkontrolle in der Bundesrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h14\">Drohnen: Auf dem Luftweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h15\">Die Krise ist die Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h16\">Der Mann, der kein Schach kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h17\">Ich m&ouml;chte, dass die Bertelsm&auml;nner daran erinnert werden, womit sie ihr Geld verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184#h18\">das Allerletzte: Industrie-Designstudent aus Halle kreiert Wohntonne f&uuml;r &auml;ltere Arme<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15184&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller &ndash; Eine bessere Welt ist immer noch m&ouml;glich<\/strong><br>\nPolitik der Empathie: Was die Opposition heute vom Wahlkampf &bdquo;Willy w&auml;hlen&ldquo; aus dem Jahr 1972 lernen kann.<br>\nVor der Bundestagswahl am 19. November 1972 trafen sich die damaligen Parteivorsitzenden Brandt, Barzel, Strau&szlig; und Scheel zur sogenannten Elefantenrunde bei ARD und ZDF. Diese &uuml;ber zweist&uuml;ndige Diskussion wurde von fast sechzig Prozent der deutschen Wahlberechtigten verfolgt. Das politische Interesse war gro&szlig;. Hunderttausende von Deutschen engagierten sich in diesem Wahlkampf. Sie trugen Buttons, hatten Aufkleber auf ihren Autos und Plakate in ihren Fenstern. Sie verteilten Flugbl&auml;tter und Brosch&uuml;ren und diskutierten selbst mit ihnen fremden Personen.<br>\nDie Wahlbeteiligung lag am 19. November 1972 mit 91,1 Prozent so hoch wie nie zuvor und nie danach. Die SPD lag vor der Union und erzielte mit 45,8 Prozent der Zweitstimmen ihr bisher bestes Ergebnis. Auch Wahlforscher, die der SPD nicht nahestehen, wie Elisabeth Noelle-Neumann vom Institut Allensbach, f&uuml;hrten den Erfolg vor allem auf die hohe Mobilisierung und den Willen und die F&auml;higkeit vieler Menschen zum politischen Gespr&auml;ch zur&uuml;ck. Das taten sie nicht f&uuml;r ein paar Kr&ouml;ten mehr in der Tasche. Sie verbanden mit Willy Brandt die Hoffnung auf eine bessere Welt.<br>\nWar das gro&szlig;e politische Engagement ein einmaliger Vorgang und nicht wiederholbar? Sozusagen ein historischer Ausrei&szlig;er? Geht es heute nicht mehr um Weichenstellungen von grunds&auml;tzlicher Bedeutung und um brisante Themen wie damals mit der Ostpolitik Brandts?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/lehren-aus-dem-wahlkampf-1972-eine-bessere-welt-ist-immer-noch-moeglich-11964445.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Harald Schumann &ndash; Wie sch&auml;dlich sind Kartelle?<\/strong><br>\nSie treiben die Preise nach oben und kosten den Verbraucher Milliarden. Die T&auml;ter handeln illegal und m&uuml;ssen sich trotzdem nicht f&uuml;rchten. Kartelle sind in Europa nicht strafbar, und Bu&szlig;gelder lassen sich einkalkulieren. [&hellip;]<br>\nUrsache f&uuml;r den steilen Anstieg ist jedoch keineswegs die Aufr&uuml;stung der Beh&ouml;rden, sondern die Einf&uuml;hrung einer gro&szlig;z&uuml;gigen Regelung f&uuml;r Kronzeugen. Bei der EU-Kommission kommen Unternehmen und deren Manager, die ein Kartell freiwillig melden und die n&ouml;tigen Beweise liefern, seit 2004 ohne jede Strafzahlung davon, auch wenn sie selbst zuvor die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure waren. In Deutschland hei&szlig;t das entsprechende Angebot vornehm &bdquo;Bonusregelung&ldquo;, die auch die anderen Mitglieder eines Kartells schon seit dem Jahr 2000 in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. Wer kooperiert und beweiskr&auml;ftiges Material liefert, kann mit Abschl&auml;gen auf die Bu&szlig;gelder rechnen. In der Folge stieg die Zahl der Verfahren sprunghaft. Fast alle neueren F&auml;lle gehen auf Kronzeugen zur&uuml;ck, die sich auf diesem Weg freikaufen.<br>\nDoch fraglich ist, ob dies Kartellbr&uuml;der tats&auml;chlich abschreckt, immer wieder neue Absprachen zu treffen. So seien die Bu&szlig;gelder nicht ann&auml;hernd gro&szlig; genug, um die erzielten Zusatzgewinne abzusch&ouml;pfen, urteilt der Jurist Ulrich Classen, der fr&uuml;her selbst beim deutschen Kartellamt arbeitete und heute als Anwalt vor den Gerichten um Schadensersatz f&uuml;r die Gesch&auml;digten streitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wirtschaftskriminalitaet-wie-schaedlich-sind-kartelle\/7404152.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirtschaft und Banken begr&uuml;&szlig;en Steuerfreistellung bestimmter Dividenden<\/strong><br>\nWirtschafts- und Bankenverb&auml;nde haben die von den Koalitionsfraktionen CDU\/CSU und FDP geplante Steuerfreistellung von sogenannten Streubesitzdividenden &uuml;bereinstimmend begr&uuml;&szlig;t. So lobte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am Montagmittag, mit der Vorlage sei es der Koalition gelungen, einen fiskalisch vertretbaren Weg aufzuzeigen. Vorgaben des Europ&auml;ischen Gerichtshofes w&uuml;rden zugunsten der Steuerpflichtigen umgesetzt, ohne dass deutschen Unternehmen zus&auml;tzliche Steuerlasten auferlegt w&uuml;rden. Die Deutsche Kreditwirtschaft, der Zusammenschluss der Bankenverb&auml;nde, begr&uuml;&szlig;te den Entwurf &bdquo;ausdr&uuml;cklich&ldquo;.<br>\nNach dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung des Urteils des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) vom 20. Oktober 2011 in der Rechtssache C-284\/09 (17\/11314) sollen sogenannte Streubesitzdividenden, die an ausl&auml;ndische Unternehmen gezahlt werden, steuerfrei sein. Das Gericht hatte die Erhebung der Abgeltungssteuer auf Dividendenzahlungen an ausl&auml;ndische Unternehmen untersagt, wenn die Beteiligung unter zehn Prozent liegt und damit die sogenannte &bdquo;Mutter-Tochter-Richtlinie&ldquo; keine Anwendung findet. In diesen F&auml;llen war bisher Kapitalertragsteuer von 25 Prozent einbehalten worden, bei Vorhandensein eines Doppelbesteuerungsabkommens 15 Prozent. Bei inl&auml;ndischen Unternehmen wurde zwar auch die Kapitalertragsteuer erhoben, sie wurde jedoch mit der K&ouml;rperschaftsteuer verrechnet. Die unterschiedliche Behandlung in- und ausl&auml;ndischer Unternehmen war vom EuGH als Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht angesehen worden. Die betroffenen K&ouml;rperschaften sollen eine Erstattung der zu Unrecht einbehaltenen Kapitalertragssteuer verlangen k&ouml;nnen.<br>\nProfessor Achim Truger (Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin) sch&auml;tzte die zus&auml;tzliche Belastung der Wirtschaft bei einer Besteuerung der Streubesitzdividenden auf rund 500 Millionen Euro. Das sei &bdquo;kein Riesenbetrag und verkraftbar&ldquo;. Die Koalition geht davon aus, dass die Steuerbefreiung 2013 und 2014 zusammen rund drei Milliarden Euro Steuerausf&auml;lle nach sich ziehen wird. Die Summe wird zum Teil auf Erstattungen f&uuml;r fr&uuml;here Jahre zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund &uuml;bte scharfe Kritik an diesen Steuerausf&auml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_11\/2012_525\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist wie damals bei der Abschaffung der Verm&ouml;genssteuer. Weil ein Gericht moniert, dass eine Ungleichbehandlung stattfindet, sucht man nicht nach L&ouml;sungen zu einer Gleichbehandlung, sondern schafft die Steuer ganz ab. Und behauptet dann, das Gericht habe dies verlangt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jobcenter verh&auml;ngen mehr als eine Million Hartz-IV-Sanktionen<\/strong><br>\nNach den neuen BA-Zahlen werden aber mehr als zwei Drittel der Sanktionen mit &ldquo;Meldevers&auml;umnissen&rdquo; begr&uuml;ndet, etwa weil ein Hartz-IV-Empf&auml;nger zu einem Beratungstermin ohne Grund nicht kommt. Nur etwa jeder siebte Bestrafte hat sich laut der Statistik geweigert, eine Arbeit oder Ausbildung oder zum Beispiel einen Ein-Euro-Job aufzunehmen oder fortzuf&uuml;hren. Die BA-Sprecherin warnte davor, die Zahlen &uuml;berzubewerten. Bei einer Missbrauchsquote von 3,2 Prozent bundesweit hielten sich 96,8 Prozent der 4,35 Millionen erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Bezieher an die Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neuer-rekord-jobcenter-verhaengen-mehr-als-eine-million-hartz-iv-sanktionen-1.1527783\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ackermann r&auml;t der Schweiz zu H&auml;rte im Steuerstreit<\/strong><br>\nJosef Ackermann bezeichnet das Steuerabkommen mit der Schweiz als &bdquo;Win-Win-Situation&ldquo;, doch die Chancen daf&uuml;r stehen seiner Meinung nach schlecht. Bei der Zukunft des Investment-Bankings ist er optimistischer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/steuerabkommen-ackermann-raet-der-schweiz-zu-haerte-im-steuerstreit\/7405628.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Fragt sich nur, f&uuml;r wen das Steuerabkommen einen Win-Win-Situation w&auml;re; f&uuml;r die Banken und die Steuerhinterzieher mit Sicherheit, f&uuml;r den Staat und die B&uuml;rger aber mit Sicherheit nicht. Aber Staat und B&uuml;rger spielten in Ackermanns Gedankenwelt ja noch nie eine Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schattenbanken setzen 67 Billionen Dollar um<\/strong><br>\nDie Gesch&auml;fte von Schattenbanken sind Erkenntnissen internationaler Bankenregulierer zufolge umfangreicher als vor der Finanzkrise.<br>\nDer Finanzstabilit&auml;tsrat (FSB) der G20-Staaten bezifferte deren Volumen zum Ende des Jahres 2011 auf 67 Billionen Dollar (52,6 Billionen Euro). Zu Beginn der Finanzkrise 2007 waren es erst 62 Billionen Dollar, vor zehn Jahren 26 Billionen, wie es im FSB-Jahresbericht hei&szlig;t.<br>\nF&uuml;r seinen Bericht untersuchte der FSB die 24 Mitgliedsstaaten sowie Chile. Den gr&ouml;&szlig;ten Schattenbanken-Sektor haben den Daten zufolge die USA: Er ist dort 23 Billionen Dollar gro&szlig; und macht 35 Prozent des gesamten Finanzsektors aus. Die gesamte Eurozone kommt auf 22 Billionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/schattenbanken104.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Breaking the shackles of austerity?<\/strong><br>\nUsing the EU budget to achieve macroeconomic stabilisation<br>\nSince the euro sovereign debt crisis erupted, Europe&rsquo;s leaders have been struggling to find enduring solutions. Paradoxically, they have also pushed through extensive governance reforms and more are on the agenda, including the possibility of a fiscal union, albeit with no real consensus about what such a union would imply. As the EU ponders its Multi-annual Financial Framework (MFF) for the period 2014&ndash;20, it is striking that there has been virtually no discussion of whether or how the EU budget could be used to help resolve the crisis. In particular, the scope for the EU&rsquo;s finances to play a role in macroeconomic stabilisation &ndash; a role routinely undertaken by the highest level of government in other systems &ndash; is barely mentioned.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/09450.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 85.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Krach unter den Regierenden<\/strong><br>\nWie vorauszusehen war, ist das Vorhaben in Griechenland &ndash; schon zum dritten Mal &ndash; fehlgeschlagen. Der Plan der Geldgeber, das geplagte Land durch rigorose Ausgabenk&uuml;rzung des Staates und Privatisierungseinnahmen bis 2020 zu bef&auml;higen, die bis dahin wachsenden Schulden selber zu bedienen, war selbst gem&auml;&szlig; der optimistischen Troika-Rechnung nicht mehr realistisch. Um die Euro-Zone vor einem weiteren Angst- und Spekulationsanfall zu bewahren, entschieden die Gl&auml;ubiger, diesen Plan um zwei Jahre zu strecken, was realistischer war, aber nach Berechnungen der Troika eine Aufstockung der Hilfskredite um 32 Milliarden Euro erfordert. Woher dieses Geld kommen soll, dar&uuml;ber ist nun der Streit entbrannt. Eine Aufstockung des genehmigten Kreditprogramms kommt f&uuml;r beide Seiten (IWF und Euro-Finanzminister) nicht in Frage, weil sie politisch schwer durchzusetzen w&auml;re. So schl&auml;gt der IWF einen neuen Schuldenschnitt vor. Da die privaten Gl&auml;ubiger weitgehend von den staatlichen ersetzt worden sind, m&uuml;&szlig;ten letztere den Verlust tragen. Theoretisch w&auml;re auch der IWF betroffen. Der hat sich jedoch, langj&auml;hriger Praxis folgend, von Anbeginn das Vorrecht ausbedungen, keine Abschreibungen der von ihm vergebenen Kredite hinnehmen zu m&uuml;ssen. Unter F&uuml;hrung des oh so gewissenhaften deutschen Ministers Sch&auml;uble ziehen die Euro-Regierungen es vor, die f&auml;lligen 32 Milliarden Euro auf sp&auml;tere Rechnung vorzutragen &ndash; bis nach der Bundestagswahl im n&auml;chsten Jahr.  Der Krach unter den Regierenden signalisiert deutlicher denn je, wie br&uuml;chig die Konstruktionen und Zwangsma&szlig;nahmen zum Erhalt des Euro-Finanzsystems geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-17\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass der Streit &ouml;ffentlich ausgetragen wird, ist ein Geschenk an die Finanzm&auml;rkte, denn Unsicherheit ist der Motor der Spekulation. Auf der Pressekonferenz am 12. November hatte  Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker als Zieldatum f&uuml;r den Schuldenabbau auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts das Jahr 2022 genannt,  IWF-Direktorin Lagarde bestand auf dem Jahr 2020. Bei einer von der Kommission f&uuml;r das Jahr 2014 prognostizierten Staatsverschuldung von knapp 190 Prozent ist eine Reduzierung des Schuldenstandes von 120 Prozent bis 2020 wenig realistisch, was auch Frau Lagarde wei&szlig;. Diese Schuldenquote ist bis 20120 nur &uuml;ber einen weiteren Schuldenschnitt zu realisieren, der dieses Mal haupts&auml;chlich die Gl&auml;ubigerstaaten bzw. die EZB zu treffen w&uuml;rde. Nat&uuml;rlich wollen die Regierungen, insbesondere die deutsche vor den Wahlen, nicht einr&auml;umen, dass Griechenland tats&auml;chlich Geld kostet. &ndash; Was aber auch erstaunt: Worauf gr&uuml;nden die Kommission, der IWF, die EZB und die Eurogruppe ihr Vertrauen, dass eine Staatsverschuldung von 120 Prozent des BIP f&uuml;r Griechenland tragbar w&auml;re? Und selbst wenn, verbleibt ein betr&auml;chtliches Restrisiko. Werden die M&auml;rkte dann Portugal, Spanien und Irland nicht ebenfalls als hochriskant einstufen mit entsprechenden Riskoabschl&auml;gen? Und warum soll dann Portugal nicht auch einen Schuldenschnit fordern d&uuml;rfen? Die Staatsverschuldung Portugals steigt rasant. Sie betrug in Relation zum Bruttoinlandsprodukt 2011: 107,8 Prozent. F&uuml;r 2012 prognostiziert der IWF 119 Prozent und f&uuml;r 2013: 123,7 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sonderweg am Ende?<\/strong><br>\nBundesarbeitsgericht entscheidet &uuml;ber Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen. Es gibt keinen Grund, dieses noch l&auml;nger zu verwehren<br>\nDer morgige Dienstag wird f&uuml;r die rund eine Million Angestellten von Diakonie und Caritas ein wichtiger Tag. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entscheidet dar&uuml;ber, ob den Mitarbeitern der beiden gro&szlig;en kirchlichen Sozialverb&auml;nde wie allen anderen Besch&auml;ftigten das Recht zusteht, zur Durchsetzung von Tarifvertr&auml;gen die Arbeit niederzulegen. Eben das bestreitet die Kirche unter Berufung auf ihr aus der Weimarer Verfassung stammendes Selbstordnungsrecht. Dabei waren freie Tarifverhandlungen vor dem Faschismus auch in kirchlichen Einrichtungen &uuml;blich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-19\/043.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pflegevollversicherung ist bezahlbar<\/strong><br>\n&bdquo;Mit einer Beitragssatzsteigerung um 1,3 Prozentpunkte k&ouml;nnte eine gesetzliche Pflegevollversicherung finanziert werden. Zu diesem Schluss komm Markus L&uuml;ngen, Gesundheits&ouml;konom an der Hochschule Osnabr&uuml;ck, in einem Gutachten, das er im Auftrag von ver.di erstellt hat. Damit widerlegt er das Argument, dass eine Pflegevollversicherung nicht finanzierbar sei. Rechnet man aus dem Mehrbedarf die Summen heraus, die schon heute &uuml;ber Steuermittel finanziert werden, liegt der Anstieg sogar nur bei 0,7 Prozentpunkten, h&auml;lftig finanziert von Arbeitnehmer und Arbeitgeber&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++9ab6a8ea-2f17-11e2-bf66-52540059119e\">ver.di<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/++file++50a4d3d86f684477b6000021\/download\/Kurzfassung_Gutachten_Pflegeversicherung.pdf\">Kurzfassung des Gutachtens zur Pflegevollversicherung [PDF &ndash; 150 KB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Perspektive Altersarmut<\/strong><br>\nSie haben ein Leben lang gearbeitet und haben als Rentner doch zu wenig zum Leben: Rund eine Million Deutsche kommen ohne Job im Ruhestand nicht mehr aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=33553\">3sat Makro<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Maschmeyers Lebenswerk verschwindet<\/strong><br>\nDer umtriebige Unternehmer baute den Finanzvertrieb AWD auf. Doch nun soll die von Maschmeyer aufgebaute Marke verschwinden. Der Eigent&uuml;mer Swiss Life will den belasteten Namen aufgeben&hellip;<br>\nLaut mit den Vorg&auml;ngen vertrauten Kreisen will Swiss Life beim kriselnden Finanzvertrieb durchgreifen. Dazu soll die AWD Holding AG mit der deutschen Niederlassung der Swiss Life AG fusionieren. In der sechsk&ouml;pfigen F&uuml;hrung der neuen Gesellschaft &uuml;bernehmen Swiss-Life-Manager das Kommando.<br>\nVor rund vier Jahren hatten die Schweizer AWD f&uuml;r gut eine Milliarde Euro &uuml;bernommen. Swiss Life versprach sich davon eine &ldquo;deutliche Steigerung des Neugesch&auml;ftsvolumens&rdquo;. Ferner wollten die Schweizer von der Expansion des AWD in Osteuropa profitieren. Die Rechnung ging nicht auf. Analysten bezeichnen die &Uuml;bernahme heute als &ldquo;Fehlkauf&rdquo;. Laut internen Prognosen sollte AWD 2011 bei den Einnahmen die Milliarden-Marke knacken und &uuml;ber 100 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) abliefern. Stattdessen lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 561 Millionen Euro, das Ebit betrug magere sieben Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/finanzdienstleister-awd-maschmeyers-lebenswerk-verschwindet\/7398300.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><strong>Dazu: Swiss-Life-Best-Select<\/strong><br>\nWie das Wirtschaftsblatt CASH soeben berichtet, soll der GOODWILL zum AWD, in den B&uuml;chern der SWISS-LIFE, bei einem ehemaligen Kaufpreis von 1,2 Milliarden Euro, nunmehr auf bis auf 1 Milliarde Euro abgeschrieben werden. Von Werthaltigkeit und Erfolg also keine Rede mehr. F&uuml;r die vielen Tausend AWD-Gesch&auml;digten, ein weiterer Schlag ins Gesicht&hellip;<br>\nWie bei einer Lotterie, gibt es n&auml;mlich in Sachen AWD auch nur einen einzigen GEWINNER. Der, immer noch als &ldquo;Erfolgsunternehmer&rdquo; apostrophiert, schreibt sogar einen Erfolgs-Ratgeber und l&auml;sst sich von seinen sicher gut bezahlten Marketingstrategen auch hier gleich vom Start weg als &ldquo;Bestseller-Autor&rdquo; anpreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/vonahmaximilian.wordpress.com\/2012\/11\/16\/swiss-life-best-select\/\">Maximilian von Ah<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungsstaat &ndash; DDR-Postkontrolle in der Bundesrepublik<\/strong><br>\nDass die B&uuml;rger bespitzelt wurden und weder Post noch Telekommunikation vor dem staatlichen Zugriff sicher waren, kennt man aus der DDR. Dass aber auch in der Bundesrepublik &auml;hnliche Zust&auml;nde herrschten, ist neu. Der Freiburger Historiker Josef Foschepoth behauptet genau das in seinem neuen Buch &ldquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&rdquo;.<br>\n&ldquo;Das war das am besten und am meisten &uuml;berwachte Land in Europa, vielleicht auch weltweit&rdquo;, sagt Josef Foschepoth &uuml;ber die DDR. Im ehemaligen Bahnpostamt in Hamburg wurden jahrzehntelang Briefe und Pakete aus der DDR aufgerissen und durchsucht. &ldquo;Die Post wurde hier vom Postbahnhof in den Aufzug im Mittelbau transportiert und von dort in den siebten Stock bef&ouml;rdert&rdquo;, erinnert sich Carl-Henry Dahms, ehemaliger Beamter der Bundespost. &ldquo;Das war ein Raum mit drei bis vier Postbeamten und einem Zollbeamten. Das fand an Tischen statt, die vor dem Fenster angeordnet waren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/lesezeit\/166156\/index.html\">3sat Kulturzeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Drohnen: Auf dem Luftweg<\/strong><br>\nAm Fliegen h&auml;ngt sein Herz, sagt Oberstleutnant Carsten Endemann, der Pilot werden wollte, seit er ein Junge war. Doch weil die Zukunft im Krieg und am Himmel den unbemannten Drohnen geh&ouml;rt, steuert er nun die &ndash; und bleibt am Boden. Drei- bis viermal im Jahr reist er nach Afghanistan, wo er Drohnen steuert, seine durch Zoom und Infrarottechnik gesch&auml;rfte Sicht den Kameraden am Boden leiht. Im August war er zuletzt dort, im M&auml;rz muss er wieder hin. Zwei Jahre lang glitten Drohnen vom Typ Heron I zu Aufkl&auml;rungszwecken unbehelligt durch den afghanischen Himmel. Waffen tragen k&ouml;nnen sie nicht. Dann, in diesem Sommer, sprach Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re von M&ouml;glichkeiten und Notwendigkeiten, f&uuml;r die Zukunft auch bewaffnete ferngesteuerte Flieger anzuschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/drohnen-auf-dem-luftweg\/7390078.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob Drohnen wichtig sind und wichtiger werden, wie Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re meint, ist auf mittlere Sicht zu hinterfragen. In Auseinandersetzungen zwischen fortgeschrittenen regul&auml;ren Armeen d&uuml;rften sie leicht abzuschie&szlig;en sein. Wenn diese bereits in der Lage sind Raketen abzuschie&szlig;en, dann wohl erst recht Drohnen. Abgesehen davon, wird fortgeschrittene Technologie in der Lage sein, das Pilotensignal zu st&ouml;ren. Und auch der Einsatz gegen Entwicklungsl&auml;nder d&uuml;rfte sich zusehends schwieriger gestalten, sobald sich Antidrohnenwaffen auf den M&auml;rkten rentieren.  Man denke nur an die RPG-7, die als improvisierte Flugabwehrwaffe von den Mujaheddin in Afghanistan gegen sowjetische Hubschrauber eingesetzt wurde, aber auch gegen amerikanische Hubschrauber Erfolge zu verzeichnen hatte. Es mag schon sein, dass Kriege zunehmend aus der Ferne gef&uuml;hrt werden, zumindest die USA richten sich darauf ein, aber ob Drohnen kriegsentscheidend sein werden, darf bezweifelt werden. Insofern kann die Einf&uuml;hrung bewaffneter Aufkl&auml;rungs-UAVs in der Bundeswehr nur dadurch erkl&auml;rt werden, dass sie zum Einsatz nicht in offiziellen Kriegsgebieten z.B. in R&uuml;ckzugsgebieten von &ldquo;Terroristen&rdquo; in strategisch wichtigen Entwicklungsl&auml;ndern gedacht sind. Und wie bei der us-amerikanischen Drohnenstrategie stellt sich die Frage, wer &uuml;berpr&uuml;ft, ob es um vom Kriegsrecht abgedeckte gezielte T&ouml;tungen in Bezug auf &bdquo;Kombattanten&ldquo; geht, die &bdquo;unmittelbar an Feindseligkeiten beteiligt sind&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Krise ist die Kritik<\/strong><br>\nDer bis dato unbekannte keynesianische &Ouml;konom Hyman P. Minsky besch&auml;ftigte sich mit dem weitgehend ignorierten &ldquo;Wallstreet-Pradigma&rdquo; der General Theory und wies bereits seit den 70er Jahren auf die Instabilit&auml;t der Finanzm&auml;rkte hin. Seit dem Ausbruch der Krise 2007 wird ihm posthum gr&ouml;&szlig;ere Beachtung geschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2012\/11\/16\/die-krise-ist-die-kritik\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Mann, der kein Schach kann<\/strong><br>\nF&uuml;r einen Moment nur muss man sich vorstellen, wie gl&auml;nzend die SPD zum Auftakt der Bundestagswahl 2013 dastehen k&ouml;nnte. Peer Steinbr&uuml;ck w&auml;re ein Kandidat, &uuml;ber dessen pers&ouml;nliche Integrit&auml;t nicht diskutiert werden m&uuml;sste; in Hannelore Kraft st&uuml;nde eine Ersatzkandidatin bereit, falls Steinbr&uuml;ck ausf&auml;llen w&uuml;rde oder intern nicht durchsetzbar w&auml;re; und in Hessen w&auml;re seit f&uuml;nf Jahren eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition an der Regierung, die den Bann gegen Koalitionen mit der Linkspartei im Westen gebrochen h&auml;tte. All das ist bekanntlich nicht der Fall. Und alles hat die SPD selbst vermasselt.<br>\nDie Steinbr&uuml;ck&rsquo;sche Vortragsaff&auml;re, die den Sozialdemokraten den Wahlkampfauftakt gr&uuml;ndlich verhagelt, besteht im Grunde aus zwei Teilen. Der erste betrifft eine eher l&auml;ssliche S&uuml;nde: seine Reden bis zur Aufnahme in die Troika der Kanzlerkandidaten. Steinbr&uuml;ck drehte seine Runden als Exminister, der mit seinem Namen noch einmal abkassierte. Nur auf sein Bundestagsmandat h&auml;tte er besser verzichten sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Steinbrueck\/%21105796\/\">taz<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Bleibende Eindr&uuml;cke &ndash; Die Handicaps der SPD<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck meint, es m&uuml;sse langsam genug sein. Er habe zum Thema Honorare Vers&auml;umnisse und Fehler eingestanden. Nun sei es an der Zeit, sich den Problemen des Landes zuzuwenden. Der Wunsch ist verst&auml;ndlich. Erf&uuml;llen wird er sich wahrscheinlich nicht. Steinbr&uuml;ck ist f&uuml;r seine Partei zum Problem geworden. Das k&ouml;nnte, wenn es schlecht l&auml;uft, bis zum Wahltag so bleiben.<br>\nMit seinem ungl&uuml;cklichen Hantieren hat er bleibende Eindr&uuml;cke erzeugt. W&auml;re er nur in einen Fettnapf getreten, w&auml;re das wohl bald verblasst. Die Aff&auml;re um seine Nebent&auml;tigkeiten und Honorare wird im Wahlkampf gegenw&auml;rtig bleiben, vor allem dort, wo die SPD ihre Kernw&auml;hler findet. Viele Normal- und Geringverdiener werden nicht vergessen, dass er an einem Plauder-Abend in Bochum mehr Geld einstrich, als sie in einem Jahr verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/11\/19\/bleibende-eindrucke\/\">Post von Horn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ich m&ouml;chte, dass die Bertelsm&auml;nner daran erinnert werden, womit sie ihr Geld verdienen<\/strong><br>\nBei Dieter Bohlen, Heidi Klum oder Daniela Katzenberger lernt der Nachwuchs, wie der soziale Aufstieg zu schaffen ist<br>\nWas machen Casting-Shows und Reality-Sendungen eigentlich mit den Zuschauer, die solche Formate ernst nehmen? Eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner Stiftung versuchte, dieser Frage auf den Grund zu gehen und kommt dabei zu erstaunlichen Ergebnissen.<br>\n&ldquo;Knie nieder!&rdquo;, befiehlt &ldquo;Pop-Titan&rdquo; Dieter Bohlen der 16-j&auml;hrigen Kandidatin Katja. Sie f&auml;llt auf die Knie und bettelt: &ldquo;Ich will in den Recall, bitte, bitte, bitte!&rdquo; Bohlen l&auml;sst Gnade walten und erh&ouml;rt sie bei &ldquo;Deutschland sucht den Superstar&rdquo; (DSDS). In der Casting Show &ldquo;Germanys next Top Model&rdquo; (GNTM) befiehlt Heidi Klum den Kandidatinnen halb nackt in einer Eisbar zu posieren. Wer sich weigert wird zur Heulsuse abgestempelt und damit zur Buhfrau der Show. Daniela Katzenberger dagegen zeigt in ihrer Doku-Show &ldquo;Nat&uuml;rlich Blond&rdquo;, wie aus jemandem, der nichts kann, zu guter Letzt doch noch ein Star werden kann. Irgendwo habe sie gelesen, dass es bereits kleine M&auml;dchen gebe, die sich w&uuml;nschten sp&auml;ter einmal Katzenbergerin zu werden. &ldquo;Das ist doch total abgefahren&rdquo;, so Katzenberger.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37992\/1.html?zanpid=1705645100040180736\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/uploads\/tx_mplightshop\/AH72_HohleIdole_web.pdf\">Hohle Idole &ndash; Otto Brenner Stiftung [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>das Allerletzte: Industrie-Designstudent aus Halle kreiert Wohntonne f&uuml;r &auml;ltere Arme<\/strong><br>\nWie leben &auml;ltere Arme, wenn das Sozialsystem kollabiert? Eine m&ouml;gliche Antwort hat der Industriedesign-Student Philipp Stingl. Er kreierte eine Wohntonne. Die rollende Behausung mit dem Namen &bdquo;Rumpel&ldquo; besteht aus einem gelben M&uuml;llcontainer samt Inneneinrichtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz-online.de\/nachrichten\/mitteldeutschland\/industrie-designstudent-aus-halle-kreiert-wohntonne-fuer-aeltere-arme\/r-mitteldeutschland-a-163466.html\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft auch einen Design-Preis verleihen w&uuml;rde, w&auml;re er Herrn Stingl sicher.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15184"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15184\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15196,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15184\/revisions\/15196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}