{"id":152065,"date":"2026-06-10T16:00:09","date_gmt":"2026-06-10T14:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152065"},"modified":"2026-06-10T15:49:20","modified_gmt":"2026-06-10T13:49:20","slug":"leserbriefe-zu-vom-schluessigen-niedergang-der-spd-unaufhaltsam-ist-er-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152065","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eVom schl\u00fcssigen Niedergang der SPD: Unaufhaltsam ist er nicht\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong> weist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151862\">in diesem Beitrag<\/a> u.a. auf das Ergebnis f&uuml;r die SPD bei der Bundestagswahl am 19. November 1972 hin. Es sei mit 45,8 Prozent der Zweitstimmen gut gewesen. W&auml;hlerkreise weit &uuml;ber den traditionellen sozialdemokratischen Bereich hinaus seien erreicht worden. Zum Vergleich: &bdquo;2025 erreichte die SPD 16,41 Prozent. Das ist ein klein bisschen mehr als ein Drittel des Ergebnisses von 1972, also ein rundum katastrophales Ergebnis&ldquo;. Dieses schlechte Ergebnis sei vor allem darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die SPD ihren guten Ruf als Partei des Friedens und der Verst&auml;ndigung aufgegeben, ja quasi zerst&ouml;rt habe. Die Parole &bdquo;Wir m&uuml;ssen bis 2029 kriegst&uuml;chtig sein&ldquo; des nach einschl&auml;gigen Meinungsumfragen popul&auml;rsten Ministers im gesamten Kabinett hat mit der wichtigen politischen Aussage von 1969, &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein&ldquo;, nichts mehr zu tun: &bdquo;Es ist das Gegenteil&ldquo;. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante E-Mails erhalten. Danke daf&uuml;r. Die hier nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung von Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Mit dem Hinweis auf die politisch t&ouml;dliche Aufgabe der friedenspolitischen Position Willy Brandts &ndash; Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein &ndash; durch Pistorius mit seinem seltsamen &bdquo;kriegst&uuml;chtig werden&ldquo; wollte ich nicht behaupten, dies sei die einzige und ma&szlig;gebliche Ursache f&uuml;r den Niedergang der SPD gewesen. Vermutlich mindestens so &bdquo;wirksam&ldquo; war die Agenda 2010 von Gerhard Schr&ouml;der. Das war ein Angriff auf den sozialstaatlichen Charakter unseres Landes.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen geschichtlichen &Uuml;berblick. Das ist wichtig.<\/p><p>Pistorius ist bei der SPD? Das h&auml;tte ich nicht gedacht, ein Kriegstreiber bei der Friedens- und Arbeiterpartei. F&uuml;r die SPD ist das eine eine Pirouette um 540 Grad, frei nach Baerbock, aber diesmal korrekt.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Was Pistorius ausposaunt, ist halt auch popul&auml;r bei W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern der konservativen und nicht friedenspolitisch gepr&auml;gten Parteien. Sie finden Pistorius gut und w&auml;hlen CSU, CDU, FDP oder AfD.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sie haben die Gr&uuml;nen vergessen. Die sind kriegspolitisch rechter als die CDU. Und sonst einfach gender-pervers.<\/p><p>Was die SPD betrifft &ndash;  immerhin bin ich, mit Vorfahren, seit 4 Generationen auf dieser Linie &ndash; da f&auml;llt mir noch noch Gutes ein, wenn ich an Sie denke. Aber es ist ja nicht nur die SPD, die f&uuml;r ihren eigenen Niedergang und den des Landes verantwortlich ist. Es sind alle Parteien. Incl. BSW, das gleich nach den ersten erfolgreichen Landtagswahlen umgefallen ist.<\/p><p>Wieder zur SPD und was Positives. Mit Ihnen als Parteivorsitzendem k&ouml;nnte ich mir das gut vorstellen. Aber Sie haben ja mit den NachDenkSeiten genug zu tun. Und Besseres. Oder die NachDenkSeiten, mit Gespr&auml;chskreisen, als neue Volkspartei? Bei dem Gedanken, dass das dann wieder im Parteikl&uuml;ngel zerrieben wird bis es stinkt, lieber nicht.<\/p><p>Ich bin ja schon still.<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Was k&ouml;nnte Herr Klingbeil sagen, wenn jemand argumentiert:&rdquo;Klingwetter oder Kiesebeil &ndash; alles Jacke wie Hose&rdquo;?<\/p><p>Volker Wirth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>eine Partei, die von 40,9 Prozent (Bundestagswahl 1998) auf 16,4 Prozent (Bundestagswahl 2025) bzw. 12 Prozent (Umfrageergebnisse seit M&auml;rz 2026) gesunken ist, ist als Volkspartei erledigt. Die SPD wird sich auch nicht mehr erholen, weil dies unter den Rahmenbedingungen von antinationaler EU-Politik, Kriegsunterst&uuml;tzung, Versagen in der Sozialpolitik (erinnert sei nur an das Thema Schaffung von Wohnraum), Konkurrenz der LINKEN und nicht zuletzt undemokratischer innerparteilicher Strukturen nicht m&ouml;glich ist. Die SPD wird als politisch pr&auml;gende Kraft nach der n&auml;chsten Bundestagswahl Geschichte sein. Alle Noch-Sympathisanten sollten den Blick in die Zukunft richten und sich von der SPD innerlich verabschieden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMike Koch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Sicherlich hat es in der SPD auch wirklich gute Politiker gegeben, zu Denen Sie auch geh&ouml;rt haben m&ouml;gen. Heute muss man Solche in dieser Partei leider, wie eine Nadel im Heuhaufen, suchen. Denn noch gibt es sie, wenn ich dabei vielleicht an Rolf M&uuml;tzenich und auch einige wenige Weitere denke.<\/p><p>Aber ist es nicht leider doch so, dass die SPD sp&auml;testens seit 1914 immer ihrer Grundlinie &ldquo;Im Zweifel bzw. Falle eines Falles immer f&uuml;r das Gro&szlig;kapital und deren Interessen zu stimmen, treu geblieben ist? und hatte man 1919 nicht auch vor der Organisation  von Morden  nicht zur&uuml;ckgeschreckt?<\/p><p>Wurde unter der SPD in den 1920er Jahren nicht auch (w&auml;hrend man die Braunen weiter aufmarschieren lie&szlig;, der rote Frontk&auml;mpferbund verboten?<\/p><p>Korrigieren Sie mich bitte sehr gerne, wenn ich da falsch liege.<\/p><p>Wenn Dem aber so war und wie es scheint, immer noch ist, dann wundert es mich doch schon sehr, dass die SPD es nach 1945 doch noch einmal geschafft hatte, wieder so gro&szlig; zu werden. Zweifellos (und das will ich fairer Weise durchaus erw&auml;hnen, hatte es die SPD bis zumindest Anfang der 90er Jahre doch geschafft, f&uuml;r Deutschland (auch f&uuml;r die DDR) eine Akzeptable bis gute Politik zu machen. Da schien die SPD aber auch noch oder auch wieder w&auml;hlbar. Leider f&uuml;hle ich mich heute,  was die SPD betrifft, wieder sehr stark an dunkelste Zeiten erinnert.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;! Sven Kruse<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Sie stellen als NDS-Herausgeber wie jeden Tag auch heute ihr Buch &ldquo;Glaube wenig &ndash; Hinterfrage alles &ndash; Denke selbst&rdquo; ins Schaufenster der neuen Ausgabe. Ich bin ja quasi Ihr Zeitzeuge, da ich mich noch gut an die Zeit der gro&szlig;en SPD-Figuren Wehner, Brandt, Schmidt erinnern kann und auch an Ihre Arbeit. Als ausgebombtes Kriegskind, das nur knapp dem Jenseits entkommen ist, habe ich sehr bewusst mein erstes Mal das aktive Wahlrecht genutzt. Hinterfragt habe ich damals noch wenig und geglaubt so manches. Aus heutiger Sicht bewerte ich meine erste Stimmabgabe nat&uuml;rlich anders, aber damals war es halt Adenauer, der Boccia-Spieler. Als Schwabe habe ich auch Papa Heuss meine Stimme gegeben. Mein voller Einsatz galt allerdings dem Fu&szlig;ball. <\/p><p>Das &auml;nderte sich mit Beginn meines Studiums. Man erkennt auf Ihrem Buch den Vermerk SPIEGEL Bestseller-Autor. Den Spiegel hatte ich dann lange abonniert &ndash; er war ja das Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie. Das ist schon lange Vergangenheit, genau wie meine SPD-Mitgliedschaft. Der Spiegel hat schon vor geraumer Zeit begonnen, Eigentore zu schie&szlig;en und die SPD hat sich der Kriegstreiberei zugewandt, in der Figuren wie Klingbeil (Rheinmetaller\/Lobbyist des Totschlags) oder Pistorius (gelernter Kaufmann und Jurist und beliebtester Politiker der Wertewestler in &ldquo;Unseredemokratie&rdquo;. <\/p><p>Der letzte gro&szlig;e SPD-Mann der Weimarer Republik war Otto Wels, der 1933 die letzte &ldquo;freie&rdquo; Rede im Reichstag hielt. Jetzt ist eine neue Zeit angebrochen und mir deucht, es sollten eine Menge Deutscher -auch Passe Port-Deutsche!- M&uuml;llers Buch auf das Nachttischchen legen und lernen &ldquo;Wie man Manipulationen durchschaut&rdquo;. In unser Land ist eine Menge Migranten gestr&ouml;mt, als unsere Kanzlei-Mutti die Parole ausgab: &ldquo;Wir schaffen das!&rdquo; Sie hat schaffen lassen und hat es sich auch angelegen sein lassen, die Minsker Vertr&auml;ge zu sabotieren, indem sie den b&ouml;sen Putin b&ouml;se angelogen hat &ndash; Hollande und Johnson lassen wir au&szlig;en vor. Den letzten SPD-Kanzler lassen wir auch au&szlig;en vor: Cum EX und weg!<\/p><p>Wie will &ldquo;Unseredemokratie&rdquo; ein Volk der guten Nachbarn beherbergen, wenn dieses Tag und Nacht in den Medien manipuliert wird, bis schlie&szlig;lich das gro&szlig;e Schweigen entsteht, weil gar die &ldquo;freie Meinung&rdquo; Autoren zu Sanktionsopfern macht? Die USA -also unsere Geleitschutzmacht- haben ja nun einen Kriegsminister. Pistorius sollte mit dem unwirtlichen Hegseth schnell gleichziehen, wenn er uns bis 2029 kriegst&uuml;chtig machen will. Der Krieg ist &ldquo;unserem&rdquo; Territorium schon sehr nahegekommen und es ist ja nicht nur ein Krieg. Es sind zwei Kriege, die zu einem verschmelzen. Ob es einen gibt, der schon bald eine Rede, wie Otto Wels halten muss?<\/p><p>Ich habe heute morgen wieder kurz die TV-Meldungen verkostet und es ist wie seit vielen Morgen immer dasselbe: Zum K . . . En!<\/p><p>Die Leute h&auml;tten schon (noch!) die M&ouml;glichkeit in Medien zu bl&auml;ttern wie die NDS. Da steht es geschrieben &ndash; vorne: Denke selbst! <\/p><p>Mit Dank<br>\nDieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>in einem Punkt m&ouml;chte ich Ihnen wohlwollend widersprechen, wenn Sie den Satz zitieren: &ldquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.&rdquo;<\/p><p>Man muss nicht mit allen seinen Nachbarn ein gutes Verh&auml;ltnis haben. Wenn einer dieser Nachbarn eine dumme A&hellip;geige ist, dann muss ich nicht gut Freund mit ihm sein. Ganz anders verh&auml;lt es sich allerdings, wenn man seinen M&uuml;ll &uuml;ber den Zaun werfen, der Nachbar sich dar&uuml;ber beschweren und man dann auch noch sagen w&uuml;rde: Halt deinen Mund, sonst hetze ich meinen Hund auf dich.<\/p><p>Auf dieser individuellen Ebene w&uuml;rden die meisten Politiker, &ldquo;Journalisten&rdquo;, Juristen und B&uuml;rger in Deutschland sagen: Das geht aber gar nicht, dass man seinen M&uuml;ll &uuml;ber den Zaun wirft und dem Nachbarn dann auch noch Gewalt androht.<\/p><p>Auf der gesellschaftlichen Ebene funktioniert dies offenkundig aber schon. Man muss den russischen Ministerpr&auml;sidenten Putin nicht m&ouml;gen und schon gar nicht lieben. Aber woher kommt dieser Hass auf Putin? Wird diese mediale Hetze gegen Russland vielleicht vom &ldquo;Wertewesten&rdquo; gezielt gesch&uuml;rt und wer profitiert davon? Das sind die relevanten Fragen und diese relevanten Fragen werden von den &ldquo;Journalisten&rdquo; der Mainstream-Propaganda-Medien in diesem &ldquo;demokratischen&rdquo; Land schon lange nicht mehr gestellt, geschweige denn beantwortet. Das Gegenteil ist der Fall. Die Mainstream-Medien und f&uuml;hrende SPD-Politiker machen bei dieser Hetze auch noch mit, zeigen dann aber mit dem Finger der Verantwortung auf die AfD.<\/p><p>Ich bin kein Fan von Wladimir Putin. Ich mag aber auch Politikerinnen bzw. Politiker wie Boris Pistorius, Friedrich Merz, Kai Wegner, Markus S&ouml;der, Alice Weidel und Chem &Ouml;zdemir und einige andere nicht. Wenn diese Politikerinnen\/Politiker etwas sagen, dann frage ich mich h&auml;ufig: Ist das Dummheit oder Volksverdummung? Jemandem mit einem niedrigen IQ kann man schlechterdings vorwerfen, wenn er in diesem Sinne &ldquo;dumm&rdquo; ist. Wenn man die B&uuml;rger ganz bewusst f&uuml;r dumm verkauft, dann kann man das denjenigen, die das tun, dagegen schon vorwerfen.<\/p><p>Und: Auch intelligente und sogar hochintelligente Menschen k&ouml;nnen extrem dumme Dinge sagen und tun. &ldquo;Intelligenz&rdquo; beschreibt lediglich, wie schnell jemand ganz bestimmte mathematische Aufgaben bzw. normierte Probleme l&ouml;sen und\/oder bestimmte Fragen beantworten kann. Man darf Intelligenz, Wissen und formale Bildung nie mit Klugheit verwechseln.<\/p><p>Auch M&ouml;rder und Serienm&ouml;rder k&ouml;nnen viel wissen, f&uuml;nf oder noch mehr Sprachen sprechen und sehr intelligente und formal hoch gebildete Menschen sein. Das eine schlie&szlig;t das andere nicht aus. Der breiten Mehrheit wird allerdings in ARD und ZDF aber auch in den privaten Konzernmedien vorgegaukelt, jeder Prof. Dr. w&auml;re auch ein &ldquo;kluger&rdquo; Geist und viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger vor allem in Deutschland glauben das (immer noch). Aber auch (promovierte und habilitierte) Akademiker\/-innen k&ouml;nnen mit ihrem Auto zu schnell am Kindergarten vorbeifahren, l&uuml;gen, das Finanzamt cum ex betr&uuml;gen und die Allgemeinheit bestehlen, ihre eigenen Kinder und\/oder ihren Hund schlagen und ihren Nachbarn ermorden oder etwa nicht? Das positive Renomee eines akademischen Grades erkl&auml;rt wahrscheinlich, warum der CSU-Politiker und ehemalige Bundesminister Karl-Theodor usw. zu Guttenberg seinerzeit auch noch einen &ldquo;Dr.-Titel&rdquo; vor seine vielen Vornamen bzw. seinem adligen Nachnamen stellen wollte. <\/p><p>Politische Klugheit ist dagegen die intellektuelle F&auml;higkeit, unter Ber&uuml;cksichtigung aller &ouml;konomischen, sozialen und gesellschaftlichen Faktoren eine politische Entscheidung zum Wohle der Allgemeinheit zu treffen. Auf der Ebene der Rechtsprechung w&auml;re Klugheit die F&auml;higkeit und das Wollen, ein Urteil nicht nur &ldquo;im Namen des Volkes&rdquo;, sondern auch zum Wohle des Volkes bzw. im Interesse aller B&uuml;rgerinnen\/B&uuml;rger und nicht im Interesse der herrschenden Klasse zu f&auml;llen. Daran muss man im real existierenden bundesdeutschen Rechtsstaat nicht erst seit einigen Jahren berechtigte und begr&uuml;ndete Zweifel haben. Der Titel &ldquo;Prof. Dr. Dr.&rdquo; vor dem Namen des SPD-Politikers Karl Lauterbach (siehe NRW-Landesgruppe der SPD) ist daher lediglich ein Indiz f&uuml;r Intelligenz. Intelligenz ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung f&uuml;r Klugheit. <\/p><p>Abschlie&szlig;end m&ouml;chte ich noch ein treffendes Zitat aus dem Spielfilm &ldquo;Monsieur Verdoux &ndash; Der Frauenm&ouml;rder von Paris&rdquo; von und mit dem Schauspieler, Komiker, Regisseur, Filmproduzenten usw. &ldquo;Charlie&rdquo; Chaplin bringen. Vor Gericht verteidigt sich der Blaubart und Witwenm&ouml;rder Monsieur Verdoux (Charlie Chaplin) sinngem&auml;&szlig; mit den Worten:<\/p><p>Wer einen Menschen ermordet, ist ein M&ouml;rder. Wer zehn Menschen ermordet, ist ein Serienm&ouml;rder. Wer 100 Menschen ermordet, ist ein Kriegsheld.<\/p><p>In den USA wurde der Film bei seinem Erscheinen von der Mainstreampresse verrissen und von einigen Kinos sogar boykottiert. Cancelculture gab es auch schon damals und das in dem wertewestlichen Land von Lady Liberty, in dem die &ldquo;Meinungsfreiheit&rdquo; (freedom of speech) angeblich so hoch gehalten wird. Der Spielfilm stammt &uuml;brigens aus dem Jahr 1947, das war zwei Jahre nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDetlef Schmiedel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre Analyse ist sehr interessant, weil sie die Jahre um Willy Brandt, Egon Bahr und sogar eine damals noch sozialliberale FDP gedanklich zur&uuml;ckholt.<\/p><p>Man sollte allerdings, wie ich meine, den Zuspruch, den die AFD heute politisch erf&auml;hrt, nicht nur parteipolitisch sehen. Ich sehe den politischen Niedergang Deutschlands heute eng verkn&uuml;pft mit dem Niedergang der SPD. Am konservativen und rechten Rand waren schon immer die CDU und CSU, also der kleine Anteil der politischen &ldquo;Eliten&rdquo; hinter dem Vorhang. Die SPD hatte den gesamten Bogen im Souver&auml;n aufgespannt, von leicht konservativ bis leicht progressiv links. Sie war innovativ. Willy Brandts innovative Leistung war auch und vor allen die &Ouml;ffnung h&ouml;herer Bildungswege f&uuml;r jeden B&uuml;rger. Dies hat &uuml;ber mehrere Jahrzehnte hochqualifizierte Fachkr&auml;fte in den Arbeitsmarkt gesp&uuml;lt, von denen die sp&auml;ter wieder wieder an die Macht gekommenen Eliten unter Helmut Kohl und Angela Merkel nur gezehrt haben, ohne dieses Potential zu pflegen und zukunftstr&auml;chtig weiter zu entwickeln. Die SPD war damals die Partei der Angestellten und Arbeitskr&auml;fte, die hochqualifiziert den Wohlstand und die Mehrwertsch&ouml;pfung erleistet und erwirtschaftet hat. Deshalb war dieser Gro&szlig;teil des Souver&auml;ns nicht politisch verteten. Wer stringent unter Zeitdruck arbeiten kann, hat kaum Zeit f&uuml;r politische Debatten! Die SPD hat damals den gesamten und sehr gro&szlig;en innovativen Mittelstandsbogen des Souver&auml;ns gesellschaftlich abgebildet. Und dieser &ldquo;Mittelstand&rdquo; im Souver&auml;n sind nicht nur mittelst&auml;ndische Unternehmer. Der viel gr&ouml;&szlig;ere Anteil im Souver&auml;n war die von der SPD vertretene &ldquo;Mittelstands-Angestellten- und Arbeitnehmerschicht&rdquo;, die allerdings kaum Einfluss auf die politische Entwicklung nahm. Wer arbeitet, macht kaum Politik! Dort hat sich dagegen &uuml;ber die Jahrzehnte ein mehrwertfremdes und leistungsfremdes Potential angesammelt, welches heute zu einer Gaga-Politik verkommen ist.<\/p><p>Die AfD besitzt fachlich kompetentes und praxisorientiertes Politikpersonal &ndash; als einzige gro&szlig;e Partei in Deutschland. Ich kenne nur zwei Personen, die Volkswirtschaft, Makro&ouml;konomie und Finanzwirtschaft studiert und teilweise in mehreren Jahren in parxisnaher Arbeit verfestigt haben: das sind Alice Weidel und Sahra Wagenknecht! Mit Sicherheit gibt es in den anderen Altparteien auch noch qualifiziertes Personal. Aber wo ist das?<\/p><p>Wenn es etwas gibt, was alle Politiker der Altparteien nie gesehen haben, dann, dass der gro&szlig;e Teil des Souver&auml;ns &ndash; das sind die hochqualifizierten Fachkr&auml;fte, die die Steuereinnahmen durch t&auml;gliche harte Arbeit erwirtschaften &ndash; sehr genau erkennen, ob politische L&ouml;sungen und Vorschl&auml;ge der agierenden Politiker etwas taugen oder Resource f&uuml;r den M&uuml;llhaufen sind. Denn diese Leute sind durch ihre jahrelange berufliche Praxis und ihre gute und qualitative Ausbildung darauf geschult, st&auml;ndig die &ldquo;Spreu vom Weizen&rdquo; zu trennen, jeden Tag! Hier liegt genau der Match zur AfD !!<\/p><p>Die Altparteien &ndash; und besonders die SPD &ndash; haben diesen Match zur Qualifikation vollst&auml;ndig verloren und sich &ldquo;aufgef&uuml;llt&rdquo; mit Gaga-Personen und Themen, die in der Berufswelt des Souver&auml;ns &uuml;berhaupt keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Die AfD spricht hier aber genau die Sprache der qualifiziert-Berufst&auml;tigen. Und das sind nicht elegante Steuervermeider oder Rechtsanw&auml;lte in der CDU, CSU oder heutigen FDP, sondern jene, die Wirtschaftsleistung letztendlich erbringen. Wir haben in Deutschland noch sehr viele junge Menschen mit sehr guter fachlicher Ausbildung sowie Menschen mitteren Alters oder &Auml;ltere, die hochgradig qualifiziert und praxiserfahren sind, aber das Land wird gef&uuml;hrt von grottenschlechten, inkompetenten, woken Schwurbel-Gagas und einigen, die einen &ldquo;goldenen Schnitt&rdquo; am Staat machen wollen.<\/p><p>Die SPD muss dieses jugendliche Schwurbel-Personal aus der Partei entfernen, die bei den Gr&uuml;nen und heutigen Woke-Linken begonnen haben und die SPD unterwandert haben. Die Partei muss hochqualifiziertes und praxiserfahrenes Personal aus der Wirtschaft f&uuml;r die wichtigsten Aufgabenbereiche einstellen: Wirtschaft und Finanzen, Innen- und Au&szlig;enpolitik, sowie sozialen Wohnungsbau, Infrastrukturausbau, Medizin, Gesundheit und Altenpflege. Dies sind Aufgaben des Staates, weil damit kein Profit machbar ist. Der Staat muss lernen, diese Aufgaben ohne PPP in eigener Regie effektiv zu managen und agil auszuf&uuml;hren. Dazu ben&ouml;tigt man keinen &ldquo;Beamtenstaat&rdquo;, sondern aus der Marktwirtschaft eingestellte Mitarbeiter, die sich diesen wichtigen Staatsaufgaben widmen und effekiv sowie leistungsgerecht und schnell realisieren k&ouml;nnen &ndash; durch praxisnah trainierte Fachkr&auml;fte aus der Wirtschaft. Die SPD muss sich neu aufbauen &ndash; nicht durch bunte Werbung. Gute Leistung verkauft sich von selbst an den Souver&auml;n. Und wir m&uuml;ssen endlich erkennen: Die neue Konservative in Deutschland ist die AfD! Die SPD muss daher wieder den gesamten Mittelstandsbauch politisch als konstruktives Gegengewicht abbilden. Die AfD hat mit ihrem Personal eine konstruktive Vorlage gegeben. Die SPD muss jetzt aus ihrer Versagerrolle raus und wieder professionell und fachlich kompetent mit vorangehen. Und vergessen Sie nie: Der mehrwertschaffende und hart arbeitende Anteil des Souver&auml;ns ist sehr gut ausgebildet und erkennt Gaga-Politik sehr genau !!<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser R.O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-152065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152065"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":152067,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152065\/revisions\/152067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}